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Ueber die flUchtigen Producte der Fulniss des Fibrins und Caseins bei Ausschluss der Luft und Uber das Vorkommen derselben im Schweisse des Menschen.

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Literarhistorische Noliaen iiber den Leberthran.
cler Pharrn. Jld 76. H 2. p. t67. daraus, dass er nur 4 biu
;so vie1 Jod fand, wie ich, noch nicht auf einen Fehler
in meiner Angabe schloss. Uebrigens hat& ich schon
vorher darauf hingewiesen. (lass die Verkohlung nicht allzu
kleiner Mengen der Thranseife nothwendig sei, um zuvcrlassige Resultate iiber den qoantitaliven Jotigehall irn Thrane
zuerlangen. G r a g e r zwsetzle zur Abkurzung der Arbeit die
Kaliseife rnit Bittersalz und bestimmte aus der Lauge das Jocl.
Oh diese oder eine der vielen andern Modificationcn
der qualitativen und quantilativen Analyse des Lcberthrans,
welche in neuester Zeit hekannt geworden sind, den Vorzug verdienen mag, daruber durften nur vergleichende
Versuche entscheiden konnen. Jedenfalls wird man die
Verseifung nicht entbehren konnen, und dass die Verkohlung der Seife ebenfalls nicht zu umgehen ist, baben ausser G i r a r d i n und P r c i s s e r (6. dies Archiv, Hd. 82.
p. 211. 1842.) und M a I' ch a n tl (Jouiw fur prakt. Chema'e,
Bd. 26. p . 40.7.) auch Andere Iwvicsen. bas Wichtigste
iiber den Leberthran, wio ich glaube, firidet sich in diesem Archive zusammengestellt, und zwar vorn 83. Ban&
1. R. oder 33 Bandc It. Reihe ab in: Bd. 35. p. 337; 35
p. 203; 36. p. 480; 36. p 481; 37. p. 143 und 325; 38
p. 1189 und 333; 40. p . 3 1 4 ; 55. p. 203, 69. p.193; 61.
p. 1146; 65. p. 166; 68. p. 71 ; 69. p.67, 115 und 480
€1. W a ck e n r o d e r.
Ueber die fliichtlgen Producte der Fhlniss des
Fibrins und Caseins he1 Ausschluss der Luft,
und iiber das Vorkommen derselben im
Schweisse des Mewhen;
von
Fr. Brendecke.
-
Versuche nii t ThierRbrin.
Versuch 1. 2 C'nzen fettfreies, aus Ochscnblut dargeslellies, gclrocknetes Fibrin, vermischt mit 2 Drachmen
doppell- kohlensaurem Arnmoaiak, wurden mil cincr hin-
nrendecke, fluchh$e Produde der Faulniss des Fibrins etc 2'7
reichenden Menge destillirten Wassers in einen dunnen Brei
verwandelt, und derselbe in einen zur Halfte damit gefullten, verschlossenen Kolben gethan, worauf dieser bei
30 bis 350R. in ein Sandbad gestelll untl mit einem Gasentwickelungs - Apparale so verbunden wurde, dass die
aus demselben sich fortwahrend entwickelnde, gewaschenc
Kohlensaure langsam durch die Mischung stromte, das aus
der Mischung wieder ausstrornende Gas aber durch eine
im Versctrluss des Kolbens angebrachte feine Rohre wieder entweichen konnte. Wahrend der Nachtzeit wurde
die Kohlensaure - Entwickelung und die Erwarmung des
Sandbades unterbrochen, die feine Rohro des Kolbens
aber so lange vcrsropft. Bei des Morgcns wieder erneuter
Kohlensaure- Entwickelung war die Ternperatur, wahrend
der vierwoehentlichen Dauer der Operation, durchschnittlich auf 18O R. gesunken.
Durch dime Operation wurde bezweckt, zu erfahren,
ob sich nicht allmalig auf diese Weise aus dem Fibrin
Felt erzeugen liesse. Die Ansicht, welche mich dabei
Icitele, kann ich hier fiislich ubergehen, weil der Zweck
nicht erreicht wurde.
Die Erscheinungen, welche sich wahrcnd des Versuchs
zeigten und die Resultate desselben sind folgende. Schon
nach wenigen Tagen bekam das ausstromende Gas einen
Kascgeruch, in dem sich hesondcrs der Cerucli nach Buttcrsiiure auszeiclinele. Nach und nach wuidc d w Geruch
des Gases. hijchst penetrant, ahnlich dem im starksten
Gratlc der Fiiulniss begiffenen K&e. Das ausstriimende
Gas enthielt irn zunehmenden Verhaltnisse Schwcfelwasserstoff, wovon sich indess spater nicht rnehr dic geringstc
Spur en tw ickel ic.
Nacli beendigtem Versuche wurtle tler Apparat a w einander gcnonimen uriil der irn Kolben 1)efinclliche (von
Proteinbioxyd,?) durikelgrau gewordcne, hiichst widerlich
riechendc dunne Brei mit Aelher vermischt, und unter
ofterem Umschiitteln damit einigc Tagc macerirl Nachdem darauf der oben aufschwimmendc fast fasblos gobliebene Aclher ahgegossen und verdampft war, hinlerblieb
28
Brendecke,
nur ein sehr geringer Ruckstand, welcher auf Briefftapier
erwarmt, lieinen Felt fleck verursacbte.
Dies negative Resultat veranlasste die weitere L'ntersuchuiig des durch Abgiessen vom Aether befreieten dunnen Breies.
Derselbe wurde namlich zwischen Leinwand gepresst,
und die ausgepresste Fliissigkeil auf ein mit einer Glasplarte leichl verdecktes Filler gethan. Die erst nach mehreren Tagen durchfiltrirte. widerlich riechende Plilssigkeit
war von weingelber Farbe und hatte allen Aetliergehalt
verloren. Sie reagirte stark alkalisch; blaues Lackmuspapier indess damit getrankt, rothete sich beim Trockenwerden.
Das Filtrat wurde nun in einer Retorte bei sehr gelinder Warme bis zutn vierten Theile abdestillirt.
Urn nun den, bei weiterer Untersuchung sich als eine
Mischung von sauren Ammoniaksalzen charakterisirenden
Destillationsruckstand, der ubrigens bedeutend von der
Widerlichkeit des Grruchs verloren hatte, naher zu erforschen, wurde derselbe in eine Porcellanschale, unter Zusatz
von so vie1 coticcntrirter Barytauflosung als. sich noch
Ammoniak dadurch entwickelte, abgedamph.
Der lrockne Ruckstand wurde darauf mit sehr verdunnter Schwefelsaure zersetzt, filtrirt, und das Filtrat
destillirl. Der zuerst ubergehende Theil enthielt wesenllich nur Essigsaure und ButlersPure. Die ferner uberdestillirte Flussigkeit nahm aber immer mehr den charakteristischen Geruch der Baldriansaure an. Um diese letztere
zu isoliren and in ihrem chemischen Verhalten naher zu
prufen , wurdt, das zuletzt ubergegangene Destillat mit
Maenesia gesattigt, zur Trockne absedampft und in einem
kleinen Cylinder mit hinreichender Mengc eincr zu glcichen Theilen mil Wasser verdunnten Schwefelsaure ubergossen. Nach einiger Zeit hatte sich eine Schicht (tingefahr ,l Scrupel) oliges Baldriansaurehydrat , mil seinen
cbaraktcristischen chemischen und pttysikalischen Eigenschaften begabt, oben abgeschieden.
Das dcr Destillation bis zum vierlen Tbeile unierwor-
piichtige koducle der Fuulniss des Fihins etc.
29
fene Filtrat, in dessen Destillationsruckstande also Essigsaure, Buttersaure, Baldriansbure und Ammoniak gefunden
war, haite ein stark nach Ammoniak, dabei widerlich
rieohendes Destillat geliefert, welches, nachdem damit wie
mit dcm Destillationsruckstande verfahren war, ein etwas
Essigsaure -, Buttersaure - und Baldriansaure - haltiges Destillaiionsproduct gab.
Der auf dem Filter gebliebene dunkelgraue Ruckstand
der ausgepressten Flussigkeit trocknete zu einer gelbhraunen, sproden, nach altem Kase riechenden Masse ein, ohne
dem Papiere Fertflecke mitzutheilen.
V e r s u c h 11. Aehnliche Mengen Fibrin, Wasser und
doppelt- kohlensaures Ammoniak, wie sie zum Versuche 1.
angewandt wnren, wurden in einem nicht ganz luftdicht
verschlossenen Gefasse, wahrend ofteren Umschuttelns,
4 Wochen lang bei 300 digerirt, und lieferten im Wesentlichen dasselbe Resultat wieVersuch I. Die Ausbeute an
Baldriansaure war aber grosser.
Ve r s u ch 111. Der vorige Versuch, bei gewohnlicher
Temperatur angestellt , lieferte an fllichtigen Producten,
ausser Ammoniak, vie1 Essigsaure und Buttersaure, aber
nur wenis Baldriansaure.
V e r s u c h IV. 6 Unzen noch fenchtes aber scharf
gepresstes, weisses, fein zerschnitteiies Fibrin, aus Ochsenblut dargestellt, wurde mit 3 L'nzen gepulverter Kreide
und destillirtem Wasser zu einem dunnen Brei angerhhrt
und mehrere Monate hindurch, wahrend oheren Umschuttelns, bei 3 0 0 digerirt. Darauf wurde der dunne Brei
durch Leinwand gepresst, die ablaufende Flussigkeit filtrirt,
und der auf dem Filter bleibende Ruckstand lange ausgesusst und das Aussusswasser mit dem Filtrate vereinigt.
Der Pressruckstand hatte einen ekelerregenden Geruch,
ahnlich dem faulender Lumpen einer Papierfabrik. Die
zwischen der Kreide im Pressruckstande befindlichen
Fibrinpartikelchen hatten eine schwarzgraue Farbe (durch
Bildung von Proteinbioxyd 1) angenommen; und nachdem
der sanze Pressrucksland und das gebrauchte Filter mit
seinem Ruckstande in einem Topfe zusammengeriihrl, mit
30
Brendecke,
verdunnter SchwefelsPure iibersattigt und mit einer Glasplatte bedeckt, einige Zeit hingestelli war, hatte dies Cemisch einen nicht mangenehmen Ceruch, wie das Arom
des frischen hraunen Honigs mil ein wcnig Puiv. sern.
Cyme versetzl, angenommen. Das weingelbe Piltrat roch
ammoniakaliscb, ckelerregend und reagirte stark ammoniakalisch.
Um nun die im Filtrate enthaltcnen, wiihrend des Vcrsuchs sich gebildeten Kalksalze weiter zu erforschen, wurde
die filtrirte Flussigkeit wie bei Versuch I. bei hinreichendem Zusatze von Barytwasser zur T r o c h e abgedampll,
und zur Vorantersuchung des trocknen Riickstandes ein
kleiner Theil davon in eine Porcellanschale, worauf ein
Uhrglas dicht aufpassle, gethan. Darauf wurde dersebe
schnell mil zu gleichcn Theilen verdiinnter Schwefelsaure
zu einem Brei angerulirt, das Uhrglas sogleich gcnau aufgelegt, und die Porcellanschale eine kurze Zeit erwarmt.
Am andern Tagc waren die an der Wolbung dcs
aufliegenden Uhrglases sich angesammelten Tropfchen in
cine Lage feiner farhloser Krystallnadeln verwandelt, die
in lileinsten hlengen ouf die Zunge stechend - atzend einwirkten u n d einen weissen Fleck darauf zuruckliessen.
Sie hatten einen Schweissgeruch, wie er zuweilen bci
hlenschen wahrgenommen wird, der an den Geruch von
Ziepnbocken erinnert.
Dieses Verhaltcn Less auf einen Gehalt von Caprinsaure schliessen. Dcr Ruckstand im Porcellanschalchen
dagegen halle vorherrschend eincn sehr starken Geruch
nach Essigsaure und Baldriansaurc.
Der obige, noch ubrige, zur Trockne ahgedampfto
Ruckstand, wovon zur oben beschriebenen Vorunrersuchung
genommen war, wurde nun in 8 Theilen destillirten Wassers
gelost , mit verdiinnter, eiwas uberschussig. zugesetzter
Schwefelsaure der Baryt abgeschieden, filtrirt, und so lange
destillirt, als noch stark riechendes Destillat uberging, wobei durch den Tubulus der Retorte von Zeit zu Zeit die
abdestillirende Flussigkeit durch destillirtes Wasser ersetzt
wurdc.
fiiichtige Producle der Faulniss des fibrins etc.
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Sowohl das wasserhclle Destillat, als Ruch der, eine
dunkelgelb gcFirbtc Fliissigkeit darstellende Deslillalionsruckstand, jedes fur sich mil Baryt neutralisirl und bis
zur Salzhaut abgcdampk, konntcn nicht zu einer recht
bestimmten Krystallisation gebracht werden. Das erstere
lieferte kurz vor dcm Eintrocknen eine zahe weissc Salzmnsse und der letztere schied nur eine feine kornige Salzmasse bcim Abdampfen ab. Beide wurden deshalb, jedes
fur sioh, zur Trockne abgcdampft. Die vom Destillate
erhaltene trockne Salzmasse war ganz weiss, wog 1 Unze
und wurde mit 7 Drachmen, vorher mil 2 Theilen Wasser
verdiinntcr Schwefelsaure. in einem sehr engen Cylinder
ijbergosscn ; darauf der Cylinder verkorkt und in gclinde
Warme gestellt. Es hatte sich in kurzer Zeit eine wenig
gelblich gefarbte ; Drachme wiegende Oelschicht abgeschieden, wclche sich RIS Daldrians5ure mit allen ihren
Eigenschahen auswies. Dcr ubrige Inhalt des Cylinders,
mit Wasser vcrdiinnt, filtrirt. und der Destillation unterworfen, lieferte Essigsaure rind Buttersaure.
Die vom Dcstillalionsruckslande crhaltene trockne,
kiirnige Salzmasse wog 6 Drachmen, war schmutzig- gelb,
und lieferte, nwhdem sie wie die vom Destillate erhaltene
Salzmasse weiler bchandclt war, 36 Tropfen ciner gelblichen oligen Flussigkeit von bockigem Schweissgeruch.
Dieselbe germn, in dem Aufbcwahrungsgefassc in der
Kalte geschiictelt, zu feinen Nadeln, die bei Handwarme
wieder schmolzen. Sie loslen sich ziemlich schwer in
kallem Wasser, leicht in Alkohol; waren von saurem
stechend - Ptzendom Geschmack , und hinterliessen einen
weissen Fleck Ruf der Zungc. An Baryt gebundcn, zeigten
sic die Eigenschaften des caprinsauren Baryts: dessen
Krystallform aus heissen und kalt gesattigten Auflosungen,
Schwerloslichkeit in Wasser, Zersetzung der verdiinnten,
wlisserigen Auflosung in verschlossenen Gefassen, indem
sich kohlensaurer Baryt abschied etc.
Der von der Schicht Caprinsiurehydrat berrcite Inhalt
des Cylinders, mit Wasser verdiinnt und abfiltrrrt, darauf
das Piltrar einer Destillation unlerworfen, lieferte cin nach
32
Brmdecke,
Caprinsaure riechendes Destillat, was nicht weiter untersucht wurde.
Versuche mi t Thlercaseia.
Die rnit Fibrin vorgenommenen Versuche II., 111. und
1V. waren zu gleicher Zeit mit Casein angestellt.
Sie lieferten, was die Bildung der fluchtigen Sauren
betrifft, dieselben Resultale. Sons1 sehr abweichends Erscheinungen boten sich ausserdern nicht dar; eine nahere
Erorterung erscheint daher uberfliissig. Sollen indess Raldriansaure und Caprinsaure zu anderweitigem Gebrauche
dargestellt werden, so geschieht dies am vortheilhaftesten,
indem man mil Wasser gut ausgesusstes rnilchsaures Casein
mit Kreidepulver bei 30° langere Zeit faulen lasst, die
gefaulte Masse mit heissem Wasser auslaugt; darauf die
Lauge sogleich mit Schwefelsaure ubersaitigt, filtrirt. und
tlas Filwat destillirt. Destillat und Destillationsruckstand
werden dann wie bei Versuch IV. weiler behandelt.
Die Bildung dur lluchtigen Faulnissproducte aus Fibrin
und Casein unter den gegebenen Umstanden, erklart sich
vielleicht so: A u s Fibrin und Casein entsteht durch den
Verlust des Schwefels bei Wasserzersetzung Protein; der
Wasscrstoff des zerselzten Wassers bildet mit dern Schwefel Schwefelwasserstoff, welcher als Gas entweicht, wahrend der Saucrstoff desselben cine entsprechende Nenge
Protein in Proteinbioxyd verwandelt.
Nimmt man n u n an, dass die gebildeten fluchtigen
Faulnissproducte aus den Elementen des Proteins und
denen einer Lestimmten Menge W a s e r s bei Gegenwart
von Warme und Rasen, ohne weitere Zwischenbildungen,
entstanden siod, indem dabei gleichzeitig an unzersetztem
Protein eine bestirnmte Menge Sauerstoff zur Bildung nicht
fluchliger Producte (Proteinbioxyd?) abgegeben wird, so
l a s t sich dieses, wie im nachfolgenden Schema geschehen,
einfach veranschaulicben ; auch die vorherrschende Bildung
bald der einen, bald der andern der gefundenen fluchtigen
Sauren findet ihre Erklarung, wenn man annimmt, dass
bei grosseren Wlirmegraden die Elemente eines grosseren
Antheils von Wasser in Anspruch genommen werden.
fiiichtige Producle der Faulniss des Fabrins etc.
33
Bei gewohnlicher Temperatur und Gegenwart von
kohlensaurern Ammoniak entstehen aus:
IAt. Protein
18 At. H'asser,
v o n welchen
2 At. Sauerstoff
zur Bildung y o n
Protein bioxyd
verbraucht sind
1r
C4OH62NLoOI2
€136
0'8
min. 0
2
C4OH S N I 0 0 2 8
3 At. Buttersaurehydrat
Ct4H36
012
CL6H32
0 ' 6
= 4 At. Essigsiiurehydrat
10 At. Aninionialc
~ 3 0 ~ 1 0
C I 0 119 6 N I U ()'A
8.
Bei 30" und Gegenwart von kolilensaurem Ammoniak
entstehen aus:
1 At. Protein
N'oO'a
CiOl162
24 At. Waseer,
von
welchen
8 At. Sauerstoff
eur Bildung von
Protein binx y d
verbraucht sind
H'8
min. 0
8
C4OHI l O N 1 0 0 2 #
i
5 Af. Essigsiurehydrat
Baldriansaurehydrat
110 At. Amnionialr
- 3 A!.
4
0 2 0
CaOH40
CzDH4@
1130
c
J
011 I
OH
N ~ U
1 OpI: l 0 0 9 8 .
Bei 30° und Gegenwart von kohlensaurem I M k entstehen aus:
1 At. Protein C J f l H 6 2 N 1 n 0 0 ' 2
18 At. Wasser,
von welchen
18At.Sauerstoff
zur Bildung von
Proteinbioxyd
verbrauoht sind
1
018
0 1 5
H36
min.
C4 OHOSNLOOIZ
t
I
Z At. Essigsiiurehydrat C4 HE
0'
2 At. Caprinsdurehydrat C 3 6 N 6 0
O8
H30NLO
10 At. Ammoniak
C4 UH98NlOO I Z.
Arch. d. Pharm. CXX. Bds. I.
lift.
3
34
Brendecke,
Fliicbtige Store des Schweisses.
Wahrend der langen Zeit, welche die erwiihnten Versuchc dauerten, w u r h die Geruchsnerven oftmals von
sehr ahnlichen Geriichen, wie sie wahrend der Cntersuchung die gebildeten Zersetzungsproducte zeigleo, afGcirt.
Besonders war es der von verschiedenen Korpertheilen und aus verschiedenen Anlassen gebildete Schweiss
des Menschen, welchcr die vollliornnienste Aehnlichk-eit
bci vergleichendcr Priifung zeigte. Es lag daher nahe, die
Faiilnissproducte des Fibrins direct im Schweisse aufiuzuchen. Freilich hat dies seine Schwierigkeiten, will man
sich nicht auf ein Gernisch der fluchtigen Fiulnissproducte
beschranken, sondern die kleinen Mengen der hervorstechendsten Stoffe isoliren. Fur meinen Zweck musste
dies Letztere natiirlich geschehen, und es ist mir dies
beim Fussschweisse, \vie aus Sachfolgenclern erhellt, j.elungcn.
Linlersiichung des Fussscliweisses ekes gesiinden Menschen.
Piaclidern van gewaschenem u n d wieder gelrockncteni Druckpapiere verfertigle kleiiie Polster zwischen
die Zehen gelegt und niit eben solchern Papier die vordere Hdfie der Fussc umwickelt war, wurden feine, reine
Leinenstriimpfe angezogen; darauf die Fiisse in gut ans ch I i ess en d e, ge w a scli en e un d get r ock net e Gum m i s ch u h c
gesteckl und durch’s Gelien Fussschweisse erregl. Druckpapier und Druckpapier-Polster wurden alle Paar Stunden
erneut und mit dem aufgesogenen Schweisse getranlit sogleich in eine verkorkte Flasche, welche concentrirle Barytauflosung enthiell, geworfen.
Der erzeugte Schweiss hattc einen m a r starken, unangenehmen, aber keineswegs den ekelktlften ammoniakalischen Geruch mancher krankhafien Fussschweisse, und
reagirte sauer. Nach acht Tagen wurde der durch die
Einwirkung des Barytwassers widerlich und ammoniakalisch riechend gewordene Inhalt der Flasche durch Leinwand gepresst, Gltrirh und zur T r o c h e verdampft. Wiihrend df;s Abdampfens enlwickelte sich Ammoniak. Der
fliichtigc Prodztcte der Fuulniss des Fibrins etc
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trockne Riickstand wurde mi! verdiinnter Schwefelsaure
zersetzt, filtrirt und ausgesiisst. Das Filtrat nebst der
Aussiissfliissigkeit wurde darauf rnit Baryt gesattigl, zur
Trockne abgedampft und der t r o c h e Riickstand in einem
aus einer Glasrohre verfertigten kleinen Cylinder mit einem
gleichen Gewichte, einer mit gleichen Theilen Wasser verdiinnten Schwefelsaure iibergossen und verkorkt in gelinde
Warme gestellt. Nach einiger Zeit hatie sich eine deutlich erliennbare, olige Schicht abgeschieden, die isolirt,
durch ihre charakrei istischen Eigenschaf~en sich als Baldriansaure zu erkennen gab.
Nach Entfernung der Oelschicht wurde durch Destillation des mit Wasser verdunnten lnhalts des Cylinders
eine nach Buttersaure und Caprinsaure riechende Essigsaure erhalten.
Weitere, nicht so gut ausfuhrbare Versuche mit Schweissen von ungleichen Stellen des Korpers haben mir wenigstens gezeigt, dass diese Schweisse deshalb einen vcrschiedenen Geruch zeigen, weil sie bald arnmoniakalische, bald
saure fluchtige Ammoniak-Verbindungen sind, in welchen,
wenn dieselben, wie bei der angefuhrten Untersuchung
des Fussschweisses behandelt werden, bald Buttersaure,
bald Baldriansaure und Caprinsaure sich durch den Geruch deutlich nachweisen lassen und die stets essigsaures
Amrnoniak enthalten.
Die Untersuchungen der Schweisse in Krankheiten,
der kritischen Schweisse, der Schweisse, welche besonderen korperlichen Zustanden eigen sind, lassen sich gewiss auf ihren Gehalt an fliichligen Produclen, wenigstens
auf den dieselben charakterisirenden fliichtigen Hauptbestandttieil, mit Erfolg ausfiihren, und sind im lnteresse
der Heilkunde vielleicht von besonderer Wichtigkeit.
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