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Ueber die meteorologischen Erscheinungen in Griechenland im Allgemeinen.

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ARCHIV DER PHARMACIE.
CXXXVJI. Handes driltes Heft.
Erste Abtheilung.
I. Pbysik, Chemie und prahtische
Pharmacie.
Ueber die meteorologbchen Erscheinungenin Griechenland im Allgemeinen;
YOll
Dr. X. L a n d e r e r in Athen.
Die Luft . dieses klassischen Landes, deren Reinheit
und schones Himmels -Blau jeden dasselbe besuchenden
Fremden mit Staunen erfullt, wird wahrscheinlich dieselbe Zusammensetzung im Betreff des Sauerstoffs zum
Stickstoff zeigen, wie sie iiberall gezeigt hat; dessenungeachtet habe ich mir vorgenommen, eine genaue Untersnchung der Luft von Athen, von Pyraus, des Hymettus, des Pentelikon und des Parnassus zu unternehmen - indem in Griechenland die allgemein verbreitete
Meinung existirt, dass die Luft der angegebenen Gegenden reiner sein soll. Auf der Spitze des Parnassus
sollen die Leute alle ein holies Alter erreicheu, was in
der That bestiitigt werden kann, indem sich in den an1
Parnassus liegenden Ortschaften eine Menge Menschen
findet, die ein Alter von SO - 90, ja 100 Jahren erlangten; eine Erscheinung, die in andern Theilen Griechenlands ausserordentlich selten ist. Was den Luftdruck
anbelangt, so ist dieser in Griechenland sehr schwankend,
und den vielen Veranderungen, denen die Luft durch das
nahe Meer ausgesetzt ist, zuzuschreibeu, der lnittlere
Arch.d.Phrrm. CXXXYII. Bds. 3.Hft.
18
258
Landerer,
Barometerstand ist 753m.m.,02 ; der hochste 765"~."~,00
und
der niedrigste, welcher in Griechenladd seit dem Jahre
1847 beobnchtet wurde, 744111m.,02.
Was die Winde anbetrifft, so wehen alle Winde, vollkommene Windstille ist eine Seltenheit und eine der
unangenehmsten meteorologischen Erscheinungen, denn
bei solchen verschmachtet man wahrend der Sommermonate ; die herrschenderen Winde sind Nordwest und
auch Nordwinde; di'eselben mildern wiihrend der Somrnernionate die driickende Hitze und das Wehen derselben ist eine der grossten Wohlthaten. Wahrend der Wintermonate zeigen die Nordwinde eine ausserordentliche
Heftigkeit ; oft Tage und Wochen lang wehen heftige
Sturme, j z L sie werden zu Orkanen, da Baume und Hauser umsturzen. Wirbelwinde sind ebenfalls keine seltene
Erscheinung, und oft von bedeutender Heftigkeit, indern
Baume entwurzelt werden.
Sehr interessant und charalcteristisch sind fiir die Kiistengegenden und besonders fur die Inseln die zu gewissen
Stunden wehendcn Land- und Seewinde, SO dass der
Schiffer genau anziigeben weiss, wenn er vom Hafen
abscgeln kann. Auf den Inseln weht am Tage eine
kuhlc Seeluft und des Nachts ein warmer Landwind,
namlich die Luft wird am Tage uber dem durch die
Sonne erhitzten Lande mehr nusgedehnt als iiber der
kiihlen See, zieht sich dagegen 'des Nachts uber dem
Lande mehr und fruher wieder zusammen und so e n e
steht diese periodische Windstromung. Diese Win&
wehen selir gleichformig und gelind.
Wahrend der Sommermonate wehen die sogenannten
Meltemia, Hundstags - Winde, d. i. periodisch wehende
Nordwinde. Sic beginnen gewohnlich im Monate Mai
und clanern bis zum September, beginnen regelmlssig
Morgens urn 71/2, manchmal auch fruher oder spater
gegen 10 Uhr und wehen den ganzen Tag bis gegen
6 - 7 Uhr, dann tritt Windstille ein; diese Erscheinung
wiederholt sich tiiglich wahrend niehrerer Monate. Nach
nzeteorologisclie Erscheinttnyen in Gviechedcmd etc. 259
der Epoche, und besonders nach,der in jedem Monate
existirenden Frucht, nannte man dieselben Kenas-Kapa,
Uzuni, Pepon- Meltemia - die Kirschen-, Apfel-, Weintrauben -, Melonen - Wide.
Da die-verschiedene Richtung der Winde mit der
verschiedenen Feuchtigkeit und Trockenheit, mit Heiterkeit oder Triibung der Atmosphare in genauer Beziehung
steht, so sind auch die Siid- uiid Siidweat- Winde gewohnlich feucht und verursachen Triibung dcs sonst immer
heitcren I-Iimmels und in Folge dieser Feuchtigkeits - Ansammlung sehr starken Thau, der fiir Grieclienland von
der grossten Wichtigkeit und dem entschiedensten Nutzen
ist und den Regen ersetzt. Die Norclwinde haben heitere
Witterung zur Folge.
Was die Temperatur anbetrifft, so ist die MittelTemperatur 134'7 R., selten ist es, dass das Wasser ftir
einige Stunden gefriert, und wenn sich soldhes ereignet,
so ist Morgens 10 Uhr kein Eis mehr zu sehen. 1st
die Temperatur wahrend der Wintermonate 5- 60 R.,
so klagt Jedermann iiber fiirchterliche Italte. Wahrend der Sommermonate Juni, Juli, August fiteigt das
Thermometer in den Mittagsstunden auf 30 - 320 R.,
und wenn in diesen Stunden nicht die alles belebenden
Meltemia - Nordwinde - wehen, so ist die Hitze wahrend mehreren Stunden unaustehlich zu nennen. Diese
Hitze dnuert bis gcgen 6 Uhr, dann ist man erst im
Stande aus dem Hause zu gehen und der Abend-Itiihle
sich zu erfreuen. Sehr beangstigend wirken die Siidwinde oder auch Windstille wahrend der Nacht, die den
Schlaf vertreiben, da man zu gleicher Zeit von den lastigen Sclinaken, Wanzen, Mucken und andern Lhnlichen
Plagegeistern die Nacht hindurch gefoltert wird, bis man
dieser Qualen miide des Morgens ein paar Stundcn sich
der Huhe erfreuen kann. Die Feuchtigkeit der Luft,
besonders der an den Meereskusten gelegenen Stadte,
wozu auch das niir 111, Stunde entfernt liegende Athen
zu zahlen, ist sehr bedeutend und genaue hygrometrische
18*
260
Landerer,
Beobachtungen wiirden interessante Resultate liefern.
Welche Feuchtigkeitsmenge sich in der Luft b e h d e t ,
wenii das ruhige Meer einer Hitze von 30 - 360 R. ausgesetzt ist, ist leicht zu begreifen, jedoch bleibt dieselbe
f!iir das Auge unbemerklich, indem der Himmel von keinem Wolkchen getrubt erscheint j kaum hat aber die
gluhende Some den Horizont verlassen, so beginnt die
Wolkenbildung. Sie niinmt auf den Bergspitzen ihren
Anfang und zu dem schonsten Naturschauspiele gehort
die Farbenpracht, in der nun das Hyniettus- Gebirge
sich vor den Augen spiegelt. Dieses so wie die entfernt
gelegenen Gebirgsreilien des Pentelikon zeigen sich mit
dem schonsten Blau, Gelb und Purpur umhullt und diese
Farbenpracht daucrt an, bis die Sonne den Horizont verlassen hat. Ein iihnliches Phiinomen ist auch vor dem
Sonnenaufgang zu sehen, eine Erscheinuag, die der LuftFeuchtigkeit * zuzuschreiben ist und analog derselben an
Intensitat zu- oder nbnimmt. Unmittelbar nach Untergang der Sonne beginnt die Wolkenbildung, indem die
grosse Wassermenge, die wiihrend des Tages durch die
heftige Sonnenhitze verdunstete, sich verdichtet; zu gleicher Zeit ist der Thau eine gewohnliche Erscheinung ;
die Thanbildung ist so bedeutend, dass man sich nur
einige Minuten in der freien Luft aufzuhalten nothig hat,
urn die Kleider und andere hygroskopische Gegenstande
Ganz
durch und durch feucht oder nass zu sehen.
besonders steigert sich diescr Feuchtigkeitsgrad bei Siidund Sudwestwinden in Athen, indem durch diese Winde
die uber dein Meeresspiegel bcfindliche feuchte Luft
nach der Stadt gefiihrt wird. Sehr interessant ist es,
dass sich in dieser mit Feuchtigkeit gesattigten Meerluft nicht bloss Wasscrdunste, sondern auch einige
Bestandtheile des Meerwassers aufgelost finden. Schlaft
man bei solchen Siidwinden auf dem Verdecke eines
Schiffes, so findet man seine Kleider ein Paar Stunden
vor Aufgang der Sonne so feucht, als hatte man sie
absichtlich niit Wasser befeuchtet, und mit Leichtigkeit
meteorologisciie Erschciiazo2gcn i u Grieclredand etc. 261
erkennt man in der sich auf dem Gesichte condensirten
Feuchtigkeit den salzigen, bittern Geschmack des Meerwassers. Stellt man wahrend der Nacht grosse metallene
oder porcellanene Schiisseln, die als Feuchtigkeitsmepser dienen konnen, auf das Verdeck eines Schiffes, so
findet man des Morgens eine nicht unbedeutende Menge
Wasser und in demselben die Bestandtheile des Meerwassers, jedoch in bedeutend geringerer Menge, als sie
im Neerwnsser enthalten Bind. Die Wolkenbildung betreffend, so sind solche nach dem Untergange der Sonne
zu sehen ; es sind Cirri, Cirro-Cumuli, die theils wahrend
der Nacht oder beim Aufgange der Sonne wieder verschwinden. Bei mehrere Tage dauerndem Sudwinde
bilden sich auch wiihrend des Tages oft Cumuli und auf
den Bergen Strati; das Erscheinen von solchen CirroCumuli -Strati ist ein sicheres Vorzeichen eines baldigen
Regens, wenn nicht starke Nordwinde dieselben wieder
zerstreuen und nach andern Gegenden des Archipels verjagen. Die Bildung von Nimbi ist sehr selten zu sehen;
haben sich jedoch solche gebildet, was bei fortdauernden
Sudwinden der Fall ist, so erfolgen oft fiirchterliche Regengiisse, die, wenn sie lange andauern, Ueberschwemmungen nach sich ziehen.
Ich gehe nun zu den wasserigen Niederschlagen aus
der Atmosphare, auf Regen - Schnee-, Thsu - , Schlossen - Bildung uber.
,
Die eigentliche Regenzeit in Griechenland sind die
Wintermonate. Gewohnlich beginnen gegen die Mitte
des Augusts die ersten Regen, werden hiinfiger im September, October bis zum Nonate Marz, jedoch fallen in
diesen angegebenen -Monaten keine 20 - 30 schwache
Regen. In diesem Jahre fielen wiihrend dieser Monate
vom October bis April nur 14 Regen, unter denen nur
fir$ 1 Fuss tief in die Erde drangen. Anhaltende Regen,
die Stunden lang andauern, sind hochst selten, und Regen, die 24 Stunden andauern, eine der grossten Selten-
262
Laadewr,
heiten. Auf einigen Inseln des griechischen Archipels
hat es seit 6 Monateu n i cht geregnet.
Der Schnee ist in Attika eine seltene Erscheinung,
und ereignet sich ein Schneefall, so ist dies ein willkommenes nnd freudiges Ereigniss j es ist Wasserschnee,
d. i. grossflockiger Schnee, der wegen der zu hohen Temperatur der Atmosphare in den Ebenen gleich zerschmilzt,
so dass kaum ein Paar Stunden Schnee zu sehen ist.
Auf den nahen Gebirgen jedoch, z. B. dem Pentelikon,
auf dem Parnass-Gebirge und andern des Festlandes,
bleibt dcr Schiiee mehrere Monate liegen, wird in Eisgruben gebracht und von dort nach der Hauptstadt geschaa.
I n diesen Gegenden sind nun alle Arten von Schnee,
Staub -, Nadel-, Floclrenschnee und Schneesterne, zu unterschciden. De_r Schneefall gilt fiir ein gutes Vorzeicheii
einer glucklichen Oliven -Ernte. Eine noch seltenere Erscheinung sind die Schlossen; vielleicht des Jahres zwei
oder dreimal und besonders wiihrend der Sommermonate
kornmt es zur Bildung von Schlossen, und da dieselben
wiihrend der Rliithezeit der meisten Baume fallen, so
wird gewiihnlich bedeutender Schaden dadurch . angcrichtet. Genaue Versuche anzustellen mit dem Ombronieter,
Drosometer, Clironometer und Chalazometer, wie ich
diese dazu dienlichen Instrumente zu nennen mir erlanbe,
wiirden sehr interessante Resultate darbieten.
Was die Bestandtheile des Regen - und Scbneewassera
anbetrifft, so finde ich eine Verschiedenheit in seineii
Bestandtheilen, die jedoch von den wahrend des Regens
wehenden Winden abzuhangen stheint, indem das bei
Siidwinden fallende Regenwasser, wodurch die Seeluft
und in derselben die Bestandtheile des Seewassers nach
Athen gebracht werden, auch Spuren von Chloriden
zeigt;' was nicht der Fall ist, wenn Nordwinde welien
und keine Seeluft darnit in Beriilirung kommt.
Bei Gewitterrcgen fand ich in einem Falle Spuren
von salpetersaurem Ammoniak, nie jedoch freie Snlpeterszure.
meteorologisclie Erscheiuztngen iu G ~ i s c l ~ e t d aetc.
, d 263
Ich gehe nun auf die leuchtenden Lufterscheinungen
iiber und zwar auf die Gewitter. Die Zeit der Gewitter sind
im Oriente die Wintermonate December bis zum Marz,
und dieselben a i d sehr fiirchterlich, wie man sie in
Deutschland selten zu seheu Gelegenheit hat. Gewohnlich geht denselben eine driickende Luft vorher, eine allgemeine Abmattung des menschlichen Organismus liisst
sie vorhersagen; sie dauern jedoch nicht lange. Wiihrend einer oder zwei Stunden wird der Horizont von den
heftigsten Blitzen durchkreuzt, heftige Megengiisse stiirzen
vom Himmel herab, selten Schlossenfall j lieftiges Donnergetose, das die Hiiuser erzittern macht, begleitet diese
grossartige Erscheinung, die nach ein Paar Stunden
voriibergeht ; worauf die Some wieder im reinsten und
blauesten Firmament prangt. Wenn es auch vorkommen sollte, dass der Blitz einschlagt, so ist es eine der
seltensten Erscheinungen, dass derselbe ziindet.
Wetterleuchten ist keine seltene Erscheinung in Griechenland, unit ein Vorzeichen schoner Witterung ; Elmsfeuer, diese ruhig leuchtende elektrische Erscheinung,
ist oft auf den Mastbaumen der Schiffe zu sehen, gewohnlich solcher Schiffe, die keine Wetterableiter haben, und
eine schone Erscheinung, die ich einmal auf einer Inselreihe mit Vergniigen zu beobachten Gelegenheit hatte.
Sternschnuppen sind eine haufige Erscheixiung in
Griechenlmd, und ganz besonders zeigt sich dies Phanomen wiihrend der Sommermonate in ruhigen Niichten.
Dieselben sclieinen sich in einer anbedeutenden Hohe zu
bilden, indem die meisten gleich bei ihrem Erscheinen
eine bedeutende Grossc zeigen. Es ist nichts Seltenes
in einer schiinen Nacht wiihrend einiger Stunden 12 - 15
Sternschnuppen - Falle zu beobachten.
Die Erscheinung des Nordlichtes ist ein sehr seltenes
Phiinomen, und in einem Zeitraume von zehn Jahren
lisst sich vielleicht eines und dieses sehr schwach,
beohachtcn.
264
Lnnclei*er,
Zodiakallichte sind nichts Ungewohnliches. Unter
Zodiakallicht versteht man einen der Milchstrasse gleichenden Lichtschein, von Gestalt einer schragen gegen den
Horizont liegenilen und l h g s dem ffhierkreise sich erstreckenden Pyramide, weshalb es seinen Namen erhielt.
Ein solches Zodialtallicht von nusserordentlicher Grosse
und hellem Glanze, in Form einer Pyramide, die sich
links der Milchstrasse zeigte und bis zu den Plejaden
erstieckte, zeigte sich am 28. December in Athen und
ist noch bis zum heutigen Tage in seiner volligen Pracht
und Glanze zu sehen.
Morgen - und Abendrothe ist die schonste Erscheinung in Griechenland, die sich tiiglich, immer bewundert und erfreuend, sehen Iasst. In weleher Farbenpracht
von Blau, Roth, Gelb die klassischen Gebirge von Attiks,
des Hymettus und Pentelikon, SO wie das Parnass-Qebirge und die Gebirge der nahgelegenen lnseln von Salamis und Aegina geliullt sind, ist schwer zu beschreiben
und auch nicht durch den Pinsel des trefflichsten Malers
nachzuahmen.
Dass die Wsserst diaphane Atmosphare die Ursache
diescr Strahlenbrechung ist, ist nicht zu bczweifeln, und
hierin die Ursache der Farbenpracht zu suchen. Auch
ist es unmoglich, die Schonheit der Sorumernachte mit
dem wolkenlosen Firmamente und den Millionen der
glanzendsten und zitternden Sterne zu beschreiben.
Ebenso schon und priichtig zeigen sich die Regenbogen, die am Horizonte Athens oft doppelt und dreifach
erscheinen, d. i. mit einem zweiten Nebenregenbogen;
Mondregenbogen sollen niemals beobachtet worden sein,
jedoch desto hanfiger Ringe und Hofe um Some und
Mond; Soiinenhofe zeigen sich oft wahrend der Sommermonate nach mehrere Tage wehendem Siidwinde. Im
vorigen Jahre zeigte sich ein solcher, der im Anfange
ganz klein war, allmiilig sich vergrosserte und zuletzt
eine Ausdehnung von 15- 18 Grad am Horizonte einnahm. Ebenso ist auch das Erscheinen der Hofe urn
meteorologische Erschinunge~in Gm'eclre)&ml etc. 265
den Mond eine nicht seltene Erscheinung, und oft zeigen
sich in denselben rerschiedenfarbige Ringe gleich einem
Regenbogen ; eine zwar nicht sehr hiiufige, jedoch ausserst
schone Erscheinung.
Nicht selten zeigt sich wahrend der Fruhlings - und
Sommermonate Hohenrauch, der manchmal so dick ist,
dass kaum die Some durchzudringen vermag. Derselbe
erscheint bei Siidwinden und scheint aus Afrika durch
die Winde hieher gebracht zu werden. Diese Erscheinung, die auf den menschlicben Organismus einen unangenehmen Einfluss ausiibt, eine hiattigkeit zur Folge
hat, dauert jedoch nicht lange und wird gewohnlich
durch Nordwinde zerstreut. Selten veranlaasen diese
Nebel feuchte Niederschliige. Die Erscheinung des Moorrauches ist in Griechenland unbekannt, ebenso sind auch
Irrlichter selten zu sehen mit Ausnahme von Missolunghi,
wo sie in Folge der Zersetzung und Faulniss von Fischen
und andern phosphorhaltigen Seethieren sich zu bilden
scheinen. Das gemeine Volk halt diese Erscheinung fiir
Oespenster (EAorp'ia) und betrachtet deren Erscheinung
als ein Omen infausturn.
ResultUte mehrjilhriger Beohachtungerr auf der &erntuarte
in Athen in Betref des mittleren Bnrometerstnndes und der
Mittel - Temperntur.
+
Die Mittd-Temperatur des Monttts Jaiiuar ist
60.0 R.
W
n
n
Februar
70,6
n
m
n
hlirz
f 803
n
Apfil
120,9
n
n
n
Mai
f 170,6
n
n
W
n
n
, Juni
190,9
n
Juli
, 210,7
n
n
August ,,
200,8
n
n
n
180,4
n
W
n
September,
140,3
n
n
W
October
I)
n
n
November, f 90,5
W
n
n
December,
70,9
+
+
+
+
+
+
+
+
Eine grosse Seltenheit ist es, menn das Thermome-
266
Ludwig,
ter den Nullpunct erreicht und die grosste Kalte war
bei - 30 R.
Wahrend der Soinmermonate steigt das Thermometer bis
290 im Schatten und bis 450 R. in der Sonne.
Der Mittel -Barometerstand ist 753m.n1.,02bei einer
Temperatur von 00 R., der hochste 765mm.,00 und der
niedrigste der bisher beobachtet wurde 74&111.,02.
Dies in der Kurze iiber die meteorologischen Erscheinungen in Griechenland und mehr oder weniger im
ganzen Oriente.
+
-
mittheilungen aus dem Laboratorium des ehemischpharmaceutischen Instituts zn Jena ;
voni
Professor Dr. H e r m a n n L u d w ig in Jena.
1. Entziindung von Knallgas.
Das aus der Dobereiner'schen Zundsnaschine auf den
gegeniiberliegenden Platinschwamrn stromende Wasserstoffgas bringt denselben bekanntlich zum Ergluhen und
der gluhende Schwamrn verursacht dann seinerseits unter
Knall die Entzundung des nachstromenden Wasserstoffgases.
Es ereignet sich nun haufig, dass keine Entziindung
cles nachstromendcn Wasserstoffgases eintritt, obgleich
der Platinschwamm ins Gluhen gerathen ist. Sobald man
aber einen F i d i b u s aus weissem u n g e l e i m t e n Papier
so zwischen Ausstromungsofhung und Platinschwamm
bringt, dass noch ein Theil des ausstromenden Wasserstoffgases an dein Fidibus vorbeigehen und den Platinschwamm treffen kann, so geschieht abbald unter Knall
die Entflammung des Wasserstoffgases und darauf die
Entziindung des Fidibus. Hier wirkt offenbar das poriise
Papier des Fidibus condensirend auf das Wasserstoffgas
und macht es so zur Vereinigung init dem Sauerstoffgase
(H. Ludwig. November 1854.)
geschickt.
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