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Ueber die Pigmentzellen des Cacaosamens.

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C. Hartwich , Pignientzellen des Cacaosamens.
958
Asche , so dass derselbe alsbald wieder angefacht das geistige Leben
zu neuer Bliithe sich entfalten liess. Die Pharmacie fand auch hier
einen hervorragenden Plata. Doch gehbren diese Zeiten nicht mehr
hierher sondern der arabischen bezw. der griechischen aeschichte
an. Hier diirften indess einige Worte Bber die Alchemie an ihrer
Stelle sein.
,
(Scbluss folgt.)
Ueber die Pigmentzellen des Cacaosamens.
Von C. Hartwioh in Tangermunde.
Vor Kurzem (1887, pag. 554) habe ich in dieser Zeitschrift
das Buch: ,,Zipperer, Untersuchungen iiber Kakao und dessen Praparate " besprochen und gelegentlich dieser Besprechung Zweifel an
cler Zuverlassigkeit einer vom Verf. vorgeschlagenen Methode zur
Unterscheidung der verschiedenen Handelssorten des Cacao, die sich
auf die Beschaffenheit der im Embryo enthaltenen Pigmentzellen
griindete , ausgedriickt. Neben einigen damals mit einer beliebig
herausgegriffenen Sorte angestellten Versuchen, die ein abweichendes Resultat ergaben, bestiminte mich die bekannte Thatsache, dass
solche Unterschiede, wie sie der Verf. feststellt, die zum grossen
Theil auf der wechselnden Intensifat einer und derselben Farbe bemhen, ganz gut kenntlich sind, wenn man vorher weiss , was zu
finden ist , also in diesem Falle, wenn man aus der Sammlung eine
Cacaosorte zuverlassiger Provenienz nimmt und untersucht , dass sic
nber in praxi leicht im Stiche Iassen. Bei solchen Untersuchungen
ist es sehr sch8n, wenn das Auftreten irgend einer Farbe als
Beweis herangezogen werden kann , aber dazu yerschiedene Nuancen
derselben Farbe zu benutzen, ist nur in Ausnahmefallen zulassig.
Ich habe die Ueberzeugung, dass kein Mikroskopiker auf Grund der
Untersuchung der Pigmentzellen des Cacao eine Handelssorte zweifellos erkennen Bann. Ich habe diese Ansicht noch einmal genauer
ausgesprochen, als in der genannten Besprechung , da Zipperers
Schrift preisgekrbnt ist, also allen Anspruch auf Beachtung der
interessirten Ereise hat und ihres ganzen sonstigen reichen Inhalts
wegen diese Beachtung auch verdient. Es wird den Werth der
Schrift nicht vermindern , wenn ausgesprochen wird , dass der Verf.
in einer Beziehung , die ihm vielleicht die fernerliegende gewesen
ist, nicht ganz das Richtige getroffen hat. --
C. Hartwich , Pigmentzellen des Cacaosamens.
959
Ich habe nun die in meinem Besitz befindlichen 11 Soi.ten
Cacao untersucht und bin dabei zu Resultaten gelangt, die in mehrfacherlBeziehung von dem bis jetzt Bekannten und specie11 von
Zipperers Angaben so erheblich abweichen , dass ich glaube , dariiber
berichten zu sollen.
Fig. 4.
Die Pigmentzellen finden sich durcli
das Gewebe der Cotyledonen zerstreut
und zwar meist einzeln oder zu wenigen zusammenliegend in der Mitte der
Cotyledonen (Fig. 4, Samana) , dagegen
in gr6sseren Gruppen in der Nahe der
Epidermis und in oft langen Reihen in
den tief einschneidende Falten (Fig. 5,
Samana). Es ist daher nothwendig, bei
Untersuchung der Cacaobohnen Schnitte
zu wahlen, die auch durch die genannten Theile gehen, da man sonst leicht in
die Lage kommt , zu glauben, in der Anordnung der Pigmentzellen einen Anhalt
zum Erkenneu einzelner Sorten gefunden
zu haben. Ich muss aber anfiihren, dass
ich, trotzdem ich
Fig. 5.
besonders darauf
achtete, bei Ceylon,
Bahia, Caracas und
Porto Cabello die
Pigmentzellen
nicht in Reihen
habe auffinden kijnnen und es wiirde
dies unter UmstLnden diagnostisch
verwendbar sein.
Ich will hier gleich
bemerken, dass die
Zellen der drei
Ietzten Arten sich
W
auch in anderer
Beziehung auszeiclinen nHmlicli hirisiditlich des Inhalts wovon nouli
,~
n
,
,
960
C. Hartwich , Pigmentzellen des Cacaosamens.
die Rede sein wird, und der Grasse, da bei diesen 3 Arten die
Pigmentzellen an Gr6sse die cles umliegenden Gewebes nicht uberragen, was sonst meist der Fall ist (Fig. 6 , Porto Cabello).
Bezuglich des Inhalts der Pigmentzellen findet man angegeben, dass derselbe
in der frischen Bohne ein farbloser ist,
diese Annahme stutzt sich auf die Thatsache, dass die Bohnen urspriinglich beinahe weiss sind. Bus diesem farblosen,
gerbstoffhaltigen Inhalt soll sich dann nach
Mitscherlich der violette bilden, den wir
in den Pigmentzellen zu sehen gewohnt
sind. Weiter unten werde ich zeigen, dass
es aber nicht der Inhalt der Pigmentzellen allein ist, der die Farbe der Bohne
bedingt. Durch das mit den Bohnen vorgenommene Rotten soll der
blaue Inhalt braun werden und man nimmt an, dass an dieser Verschiedenheit der Farbung des Inhalts der Pigmentzellen erkannt
werden kann, ob eine Sorte gerottet ist oder nicht. Was nun die
erste Vermuthung betrifft , dass der Inhalt ein ursprunglich farbloser
ist, so habe ich bei der Bahiasorte ein sehr schwach rdthliches Secret gefunden und bei den Sorten von Caracas und Porto Cabello
Zellen mit ganz farblosem Inhalt, der aber mit Eisensalzen sich
stark schwarzte. Es scheinen also hier Zellen vorzuliegen, deren
Inhalt noch in dem ursprunglichen Zustande geblieben ist. Dass
diese Zellen wirlilich dieselben sind, in denen spater das Pigment
entsteht, geht daraus hervor , dass ich einigemal bei der Sorte von
Porto Cabello Zellen rnit ganz hellviolettem Inhalt fand , die die
charakteristische Blaufarbung mit Aetdiali geben und dass alle diese
Zellen , also auch die ungefarbten , mit Salz- oder Salpetersaure
eine rothe Farbe annehmen, wie die Zellen mit violettem Pigment.
Wenn nun diese Thatsachen dafiir sprechen, dass die Annahme von
Mitscherlich richtig ist , SO darf man andererseits nicht ausser Acht
lassen, dass die Beobachtung, wonach die Zellen mit farblosem oiler
besonders schwach gefhbtem Inhalt fast durchgangig kleiner sind,
wie die violetten Pigmentzellen, damit nicht im Einklang steht ;
ja , man wiirde ohne Kenntniss der Mitscherlich’schen Annahme
glauben mussen, dass die Bildung des violetten Pigments mit einer
Vergrosserung der dasselbe umschliessenden Zelle Hand in Hand
C. Hartwich Pigmentzellen des Cacaosamens.
)
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geht, was doch nur in dem lebenden Samen geschehen kannte.
Was den zweiten Punkt anbetrifft , die Umwandlung des violetten Pigments in braunes durch das Rotten, SO habe ich solche
Zellen mit braunem Pigment, wie sie Zipperer abbildet, gar nicht,
auch nicht bei den von Zipperer untersuchten Sorten gefunden, ja
ich muss gestehen, dass ich mich von dem Vorkommen von Cacaobohnen rnit braunem Pigment iiberhaupt nicht habe iiberzeugen k6nnen. Freilich finden sich bei Caracas Zellgruppen mit geringem
braunem Inhalt (Fig 1)) der auch ganz besonders die Zellwgnde
impriignirt, ich bin aber zweifelhaft, ob es sich hier um durch
das Rotten weiter veranderte Pigmentzellen handelt , da ich neben
solchen Zellen gerade bei CaFig. 1.
racas Zellen mit farblosem
gerbstoffhaltigem Inhalt gefunden habe, der sich also,
wie ich eben anfuhrte, noch
in dem urspriinglichen Zustande befinden diirfte, nnd
da ich ferner bei Guayaquil
Ariba zwischen Zellen mit
Fig. 2.
violettem Inhalt solche mit braunem gefunden habe.
Zellen, die unzweifelhaft an Stelle des violetten
Farbstoffs solchen von brauner Farbe enthielten, hahe
ich nur einmal und zwar bei der soeben genannten
Sorte von Guayaquil Ariba gesehen (Fig. 3). Hier
stehen die Farbstoffzellen nahe der Epidermis in
kurzen Reihen und von diesen Zellen hat die erste
nach aussen ( a ) gelegene braunen Inhalt, w a r e n d
der der andern (a) violett wie gewijhnlich ist. Da nun aber unter den von mir untersuchten Sorten die grassere
Anzahl bestimmt gerottet ist, und da in allen andern als den
soeben angefiihrten Fallen das Pigment violett ist, es also unzweifelhaft gerottete Cacaos mit blauem Pigment giebt, so glaube ich
aussprechen zu diirfen : ,,dam ein durchgehender Unterschied in der
Farbe des Pigments zwischen gerotteten und ungerotteten Bohnen
nicht existirt." Nit den soeben besprochenen Zellen mit braunem
Inhalt ist ein anderes Vorkommen braunen Zellinhalts , welches ein
ganz allgemeines bei allen Sorten ist, nicht zu verwechseln. Es
sind namlich diejenigen ZeLlen, die den gew6hnlichen aus Fett,
962
C . Haxtwich, PigmentzeIlen des Cacaosamens.
Stiirke und Aleuron bestehenden Inhalt fuhren , mit einer schwacli
braun gerarbten Schicht ausgekleidet. Diese Schicht scheint unter
Fig. 3.
Umstinden die Farbe des Querschnitts der Samen zu bestimmen,
insofern als bei Ceylon und Trinidad diese braune Farbe das Uebergewicht uber die Pigmentzellen gewinnt und der Querschnitt in
Polge dessen von rothbrauner Farbe ist, bci Samana und Porto
Plata sind beide Farben ungefahr im Gtleichgewicht, so dass die
Farbe des Querschnitts eine schmutzig braunviolette ist , bei den
andern Pigment fuhrenden Sorten : Machala , Ariba, Haiti, Bahia,
St. Thomas uberwiegt das Pigment in der Weise, dass der Querschnitt violett gefirbt ist. - Ich will hier gleich noch einen andern
Punkt besprechen: wie oben angefiihrt, habe ich in den Sorten von
Caracas und Porto Cabello kleinere Zellen mit farblosem Inhalt gefunden ; diese beiden Sorten stehen unter den von mir untersuchten
an Werth am h6chsten; es wiirde sich also wohl verlohnen, darauf
zu achten, ob es sich bei weiteren Beobachtiingen bestitigt, dass
gerade die besten Sorten kein oder sehr schwach violettes Secret
enthalten. Ich habe diese Spur weiter verfolgt, indem ich hoffte
constatiren zu kijnnen, dass iiberhaupt , j e besser eine Cacaosorte ist,
urn so geringer die Nenge des in derselben enthaltenen Secrets
ware, habe das aber nicht bestatigt gefunden.
Es llsst sich gar nicht verkennen, dass zwischen den einzellien Sorten beziiglich der Intensitiit der FSirbung des Pigments Unterschiede vorhanden sind, aber ich halte diese Unterschiede, abgesehcn
C. Hartwich , Pigmentzelkm des Cacaosamens.
,
963
von den erwahnten Fallen zu unbedeutend , um sie diagnostisch verwerthen zu kijnnen. Dazu kommt , dass ich die grassten Unterschiede
zwischen Zipperers Beobachtungen und den meinen constatirt habe :
Zipperer hat bei Machala und Trinidad braunes Pigment, ich violettes
gefunden, umgekehrt hat Zipperer bei Caracas und Porto Cabello
violettes Pigment wogegen ich bei beiden Sorten hauptsachlich Zellen rnit farblosem Inhalt constatirte, zu denen bei Caracas solche
zweifelhafte mit etwas braunem und bei Porto Cabello sehr vereinzelte mit ganz hellviolettem Inhalt treten. Uebereinstimmendes
Resultat ergab nur Ariba, wo wir beide violettes Pigment sehen.
Wie man sieht, sind diese Unterschiede so bedeutend, dass vorTaufig von einer Benutzung der Resultate zur Sortenbestimmung keine
Rede sein kann.
Schliesslich noch einige Bemerkungen iiber das Pigment selbst.
Eigenthiilnlich ist es, dass auf Zusatz von Eisenchlorid nur bei einer
beschrankten Anzahl von Sorten mit blauem Pigment Schwarzfbbung
eintritt: namlich bei Ariba werden alle Zellen dunkel, bei Ceylon
und Bahia manche derselben, die iibrigen nehmen wie bei den andern
von mir untersuchten Sorten rnit violettem Pigment (Samana, Trinidad, Porto Plata, St. Thomas, Machala) mit Eisenchlorid eine entscliieden rothe Farbung an. Man muss also annehmen, dass in
diesen Sorten der Gerbstoff vijllig umgewandelt ist. Von dem violetten Pigment findet man angegeben (Moeller,
Mikroskopie pag. 322. Vogl, Pharmakognosie pag. 203), dass es mit
Kalilauge eine griine Lijsung giebt , bei genauem Beobachten der
Reaction unter dem Nikroskop aber sieht man, dass die Farbunq
ziierst eine rein blaue ist, die sehr schnell, jedenfalls durch Oxydation, durch griin in gelb iibergeht. Wir haben also hier einen
Kijrper vor uns, der aus einem Gerbstoff entsteht und der sich rnit
Xalilauge blau firbt. Diese Reaction ist iifter beobachtet worden
und ich habe erst vor Kurzem in dieser Zeitschrift (1887, 225,
334) darauf hingewiesen. Dort fiihrte ich die im Pericarp yon
Rhamnus cathartica, Phoenix dactylifera und Ceratonia Siliqua beobachteten Kijrper an und bericlitete kurz iiber das Vorkommen eines
Zhnlichen KiSrpers im Inhalt der Cotyledonen von Vateria indica.
Ich nehme. nun keinen Anstand, diesen Fallen die Cacaosamen anzureihen, wennschon ich nicht verkenne, dass auf den ersten Blick
ein erheblicher Unterschied darin besteht, dass es sich hier um
einen an und fiir sich gefarbten Eiirper handelt, wogegen in den
,
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C. Hartwich , P i g m e n t d e n des Cacaosamens.
andern Fdlen die fragliche Substanz farblos oder doch nur schwach
gefrirbt ist. Ein weiterer Unterschied besteht in dem sehr verschiedenen Grade der Lijslichkeit, die bei dem Juglon am stiirksten, bei
den Cacaobohnen eine ziemlich bedeutende und in den andern Fallen eine sehr geringe ist. Trotz dieser Unterschiede und anderer,
so ist z. B. bei Rhamnus, Juglans, Ceratonia, Phoenix der fragliche
Stoff im Pericarp, bei Vateria und Theobroma in den Cotyledonen
enthalten, glaube ich, dass alle diese Eijrper genug des Uebereinstimmenden haben, um sie unter gemeinsamen Gesichtspunkt zu
stellen.
Zum Schluss sei erwghnt, dass ich versucht habe auf Grund
einer Angabe ven Tschirch (diese Zeitschr. 1887, Band 25, Heft 14,
pag. 13 d. Sep. - Abhr.) die Grijsse der Stirkekijrner heranzuziehen
zur Unterscheidung der Handelssorten , ohne indessen einen nennenswerthen Erfolg zu erzielen. Die Unterschiede in der Grijsse sind
nicht unbedeutend, schwanken aber schon in den einzelnen Sorten
derart, dass ich nicht zu sicheren Resultaten gelangte. Einige Angaben sind im Folgenden rnit aufgefuhrt.
T a b e l l e d e r u n t e r s u c h t e n Cacaosorten.
P o r t o Cabello,
gerottet. Querschnitt : hellrothbraun. Pigmentzellen : a) kleine farblose. b) grijssere, ganz hellviolette. Mit Eisenchlorid schwarz, mit
Mineralsauren roth, mit KHO b) schwach blau. - Stirkekijrner
- 9 [C.
Caracas,
gerottet. Querschnitt : hellrothbraun. Pigmentzellen : a) kleine farblose. b) @%sere mit braunem Inhalt (?).
Mit Eisenchlorid werden die Zellen b) schwarz, mit Mineralsguren keine Rothfarbung, mit EHO keine Blauung. - Stirkek6rner - 4 ti.
Ariba,
gerottet. Querschnitt : hellviolett. Pigmentzellen: zahlreich mit
schmutzigviolettem Inhalt, in der Nahe der Epidermis rnit gelbbraunem Inhalt (Fig. 3). Mit Eisenchlorid alle Zellen schwarz, rnit
Salpetersaure roth , mit KHO blau, bald griin, dann gelb werdend.
- Stiirkekijrner 6 ti.
C. Hartwioh , Pigmentzellen des Cacaosamens.
965
Machala,
gerottet. Querschnitt : dunkelviolett. Pigmentzellen: zahlreich und
intensiv violett gefarbt. Mit Eisenchlorid roth , mit Salpetersaure
dunkelweinroth, mit KHO wie Ariba. - Stk-kekijrner - 6 11.
Ceylon,
Querschnitt: rothbraun. Pigmentzellen: rothviolett durchscheinend.
Mit Eisenchlorid einige Zellen schwarzblau, andere tiefroth, rnit
SalpetersPure roth , nach einiger Zeit gelb werdend , mit Salzsaure
ebenfalls roth, aber nicht gelb werdend, rnit KHO wie Ariba. Stiirkekijrner - 7,5 p.
Samana,
Querschnitt : graubraun. Pigmentzellen : tiefviolett und undurchsichtig. Mit Eisenchlorid dunkelroth, rnit Salpetersaure roth , mit KHO
wie Ariba. - Stirkektirner - 6 ,LL.
Porto Plata,
Querschnitt : graubraun. Pigmentzellen : dunkelviolett. Mit Eisenchorid roth , mit Salpetersaure roth, rnit KHO wie Ariba. - Stirkektirner - 6 p.
Haiti,
Querschnitt : braunviolett. Pigmentzellen : riithlichviolett. Mit Eisenchlorid roth , mit Salpetersaure roth, rnit KHO schmutzigblau, dann
wie bei Ariba. - Starkekijmer - 6 ,ii.
St. T h o m a s ,
Querschnitt : grauviolett. Pigmentzellen : wie Haiti. Mit Eisenchlorid
roth mit Stich ins Blaue, rnit Salpetersaure roth, rnit KHO wie
Ariba. - Stkkektirner - 3 p.
Bahia,
ungerottet. Querschnitt : rothviolett. Pigmentzellen: schwach r8thlich , die ganze aussere Parthie des Cotyledonargewebes zeigt , wenn
auch schwacher, diese Faxbe. Mit Eisenchlorid schwarzen sich viele
Pigmentzellen, rnit Salpeter3aure roth, mit KHO wird die Ziussere
Parthie des Gewebes griinlich , das anfangliche Auftreten der blauen
Farbe ist nicht zu erkennen. Die meisten Pigmentzellen fkrben sich
nicht. - Stirkekijrner - 6 ki.
966
Verfalschung yon Dammarharz.
- Priifung
der Extracte.
Trinidad,
ungerottet. Querschnitt: rothbraun. Pigmentzellen: hellviolett. Mit
Eisenchlorid etwas rother werdend, mit Salpetersaure roth, mit KH.0
mie Ariba. - S t l k e k 6 r n e r - 6 p.
B. Mona tsberich t.
Pharmaeeutische Chemie.
Ueber eine Verfrlschuug vou Dammnrliarz berichtet 0. S c h w eiss i n g e r ; dieselbe war sehr geschickt mit einem in kleine Stiicke zerschlagenen, sehr hellen Colop h o n i u m ausgefuhrt. Die Colophoniumstiicke waren
inehr kantig , wahrend die Dammarstucke grosstentheils abgerundet waren ;
in Spiritns geworfen, loste sich Colophonium, resp. wurde durchsichtig,
mahrend sich das Danimarharz rnit einer weissen triiben Schicht bedeckte.
Es kann jedoch durch Alkohol eine gute Trennung nicht herbeigefiihrt werden, da auch Dammar sich nach einiger Zeit zum Theil lost. Eine gute
Durchschnittsprobe mit absolutern Alkohol bei 30° behandelt und nach Auflosung der hehellen Stiicke sofort abgegossen, ergab 40 Proc. in Alkohol losliches Harz.
Von sehr grosser Brauchbarkeit erwies sich dagegen die von Kremel
(vergl. Archiv Band 224, Seite 853) zur Identificirung von Harzen vorgeschlagene Bestimmung der Saurezahl. Die Saurezahl des Dammars ist nach
Kremel 31, diejenige yon hellem Colophonium ist 163,Z. In dem vorliegenden Falle wurde gefunden
Saurezahl der klaren Stiicke 165,
- truben - 30,8.
Ferner wurde die Sliurezahl aus einem zerriebenen Durchschnittsmuster
bestimmt, dieselbe war 62,O. Legt man diese Zahl bei der Berechnung zu
Grunde, so ergiebt sich, dass dem Dammar etwa 25 Proc. Colophonium beigemischt waren. (Pharm. Cerutralh. 28, 459.)
Zur Prtifung der Extraete. (Fortsetzung von Seite 877.) E x t r a c t u m
C o l o c y n t h i d i s . Als Identitiitsreaction genugt es, dass das Extract in concentrirter Schwefelsaure mit rothbrauner (in Folge des Gehaltes an Colocynthin), in conc. Salzsaure mit griinlich gelber Farbe liislich ist. In Wasser
ist das Extract bis zu 86 Proc. loslich; der in Wasser losliche Theil entbdt
das C o l o c y o t h i n , der unIosliche das C o l o c y n t h i d i n . - Behufs Bestimm u g dieser beiden Korper verfahrt man in folgender Weise: 5 g Extract
werden rnit der 10fachen Menge Wasser verrieben , vom Ungelosten abfiltrirt,
der Ruckstand noch ein- bis zweimal mit Wasser hehandelt und das gesarnmte Rltrxt mit Bleiacetat gefallt. Vom Bleiniederschlag wird abfiltrirt,
das Filtrat mit Natriumsulfat entbleit, abermals filtrirt und jetzt rnit Gerbsaure gefallt. Der Gerbsaureniederschlag wird rnit Kalkhydral gemend, getrocknet und nun im Extractionsapparate mit Alkohol ausgezogen. Nach
dem Verdunsten des Alkohols hinterbleibt das C o 1o c y n t h i n als gelbe
aniorphe Masse, die in Wasser und AlkohoI loslioh ist, intensiv bitter
schmeckt und durch conc. Schwefelsaure orange bis dunkelroth gefiirbt wird.
Zur Bestimmung des Colocynthidins wird der in Wasser unlosliche Theil
des Extractes in Alkohol gelist , die Lasun unter Zusatz von Kreidepulver
zur Trockne verdampft und der gepulverte kickstand im Extractionsapparate
mit Aether ausgezogen. Nach dem Verdunsten des Aethers hinterbleibt das
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