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Ueber Leichenwachs Adipocire.

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Ueber Leichenwache (Adipocire).
203
ITeber Leichenaachs (Adipocire).
Die abweichenden Meinungen der Qclehrten uber die
Natur und namentlich die Entstehung des Lcichcnwachscs
veranlassten W e t h e r i l l zu einigen Unterouchungcn, da
er durch die Ausr?luniung einea Kirchhofes nnd durch
Qeschenke in den Resitz von mcnachlichem und thieriHekanntlich achreiben
ecbem Adipocire
iescs K6rpers
Eini e die Hildung %?Iangt
war der Feuchtigkeit, Andere
der rockniss des Bodcns zu, in welchcm die Leichen
sich zersetzcn. Die oben crwKhnte Ausraumung eines
Kirchhofes nun Lot die beincrkenawcrthc Erscheinung,
dass die Lcichen in einigen Orgbern in Fettwachs vcrwandelt waren, wiihrend die andercn unmittclbar an die
vorigcn stosscnden vollst;.lndig verfault waren. Nicht mindcr lcfremdcnd ist die ausserordentlich gute Erhaltung
manchcr Lcichen, wie z. H. die des Generals Washington,
dessen Gesichtsziigc noch nach der Aehnlichkeit seines
Portraita erkenntlich waren, obwohl der nicht balsamirte
Korper mehr als 40 Jahre im Cfrabe gelegcn hatte.
W e t h e r ill untersuchte :
1) dic chemische Zusammensetzung vcrschiedener Proben von Adipocire;
2) die Zersetzung von Fleisch linter M'asser.
Dic verschiedenen Proben von Leichenwnchs waren
dreicrlei Art: von Schafcn, von Mensdren nnd von einem
fossilen Ochsen.
Vor ungefAlir 10 Jahren waren eine Anzahl Schafe
in einem feuchtcn Orunde umgekommen und, ale sie
jiingst ausgegraben wurden, fand sich an ihrer Stelle
Adipocirc in Klumpen, an denen die aussere Gestalt der
Muskeln ndch erkennbar war. Das Adipocire war unter
dem Mikrosko amorph, fettig anzufiihlen, schwamm auf
Wasser und Batte einen besondcren raneigcn Hsmmeleruch, vermischt mit einem eigcnthiimlichen, hochst widerchen Qeruch, der alles Lcichenwachs legleitet, selbst
das fossile.
Erhitzt schnidz cs und verbrannte mit russiger Flamme,
ein weni mit Salzsture brausendan Riickshnd bintorleaend ( 6 a 0 , CW). Unter dem Mikroakop weioskornig,
arnorph, gemhmolzen und emtarrt krptallinisch - federformig ; ebenso sieht der Ruckstand von der verdunsteten
alkoholisehen Losung aus. Der trocknen Dcstillation unterworfen blcibt nur wenig kohliger Ruckstsnd, und man
erhalt ein fliichtigea Fett, welches erkaltend kryetallieirt.
.
F
f
204
Ueber i'A'chenruachs (Adipociye).
Dicses letztere fet b&ch in heissem Mkohd und scheidet
sich beim Abkiihlen thcilweise aus. Die Masse, im Wasserbade geschmolzcn und durch einen warmcn Trichter
filtrirt, lieferte cin bell kaffecbrauncs Filtrat, welches bci
640 wcich, bei 620 fliissig war und bei 5 0 0 undurchsichtig
wurde. Es enthielt keinen Sticketoff und ab beim PresDer Riicksen zwischen Pa ier an dieses Oelsaure a
stand auf dcm Alter gab an siedenden Alkohol ein krystallisirendes Fett ab und bestand auletzt aus Membranen,
Zellgewebe, Wolle und Sohmutz mit 30 Proc. feucrbestiindigcn Bestandtheilen.
Das Adipocire bcstand in 100 Theilen aus:
fcsten fettcn Sauren.. . . . . . . . . . . . . 04,2
Membranen und Zellgewebe ctc.. .. 2,3
Asche und Schmutz.. . . . . . . . . . . . . 3,5
Das durchfiltrirte geschmolzene Fett enthielt 0,73 Proc.
einer dunkcln Asche hau tsiichlich Ca 0, dann Fez 0 3 ,
Spiiren yon PO5 und 0 3 , 0 und NaO). Mit Kalilauge
verseift zei tc sich wcder Ammoniak, noch Cholesterin.
Die durch beinsaure zersctzte Seife gab eine rnit rothLrauner Farbc in Alkohol loslichc Saurc, die beim Erkalten
sich zum grossten Theil wiener ausschied, und zwar in
pcrlrnuttcrgliinzendcn IIl?ittcm von Bocksgcriich ; spater
schicden sich sternformigc Grup en aus. Die Mutterlrruge,
mit cssigsaurcm Ijleioxyd gefa It, gab Bleisalze, die ein
wcnig olsauree enthielten; was nicht olsaures war, wurde
zcrsetit, und seine Saurc zu dcr ersten aus Alkohol gcwonnenen hinzugcthnn. Die wiiseerigc L h u n g von w i n saiirem Alkali enthielt kcin Glycerin und kaum einc Spur
einer fliichtigcn fetten daure von Bocksgeruch.
Der erstc KrystAll- Anschuss aus der alkoholischen
1,osung des verseiften Fettes erkaltete nach dem SchmelZen sternformig und hatte 550 Erstarrungspunct, beobachtct
an der auf der Thermometerkugel hattenden fliiseigen
Snbetanz. Im Capillarrohr be lwln es bei 570 zu schmelZen, war fliisaig bei 590 und Surchsichtig bei h50.
Der zweite Anschuss, dem ersten in der Whrme und
heim Erstarren eich gleich verhaltend, begann im Capillarrohr bci 530 zu schmclzen, wurde bei 540-550 fliissig,
bildcte bei 510 Krystalle und ward bei 600 undurchsichtig.
Der dritte Anschuss hatte einen Schmelzpunct von
%.
$ K
P
500,5.
Daa m e n s c h l i c h e L e i c h e n f e t t stammte RUB zwei.
Qr#Lcm, von denen das eine 7 Fuss tief und 15 Jahre
nlt, das andere 5 Fuss tief und 5-6 Jahre alt war, b i d e
Ueber Leiclrenwachs (Adipocire).
205
in feuchtem Grunde. Unter den1 Mikroskop sahen beide
Proben wie das des Schafes aus, entliielteii keine Fettkiigelchen, sondern bestanden aus unregelmbsigen Massen
mit Membranen. Das Adipocire von No.2. la am Boden
des Sarges und die Beine dfemur, tibia) danegen; es war
echwammig, innen dunkel gefarbt, aussen weich und weiss,
hatte innen die Eindriicke der Gebeine, aussen die der
Lsichenkleider. Alkohol loste es unter Hinterlassung von
nicht anastomosirenden Fascrn, die ohne Kern in Essigslure verschwanden. Einc Anzahl Eiaare verriethen, dass
dieses Fett vom Abdomen stammte. Von Muskelsubstanz
war untcr dem Mikroskop in beiden Proben nichte zu
entdecken. Es batten beide den eigenthunilichen Qcruch,
der an F#ces erinnert, aber unangenchmer ist.
Die Schmelzpunctc der urspriingliclien Substanzen
waren yon:
No. 1.
KO. 2.
a
b
a
b
Schmelzpunct , . . 560 5 0 0
550 550
Erstarrungspunct 500 43-40 500 5 0 0 .
a enthielt nur wenig, b vie1 Zcllgcwebe.
Das spec. Oewicht schwankte zwischen 0,7487 bis l,O.
No. 1. enthielt 0,573 Proc. Asche, No. 2. enthielt 0,18 Proc.
Asche, welche in beiden Fiillen aus Cs 0, Fez 0 3 , NaO,
KO, MgO (?), C1 und SO3 bestand.
Die Zusammensetzung der beiden Proben war in
100 Theilen:
No.1. No.2.
Fette, Farbstoff und Wasser 97,8
973
2,7.
Gewebe _ . . .. . . . . . . ... . . . 2,2
Die Fette wurden verseift, No. 1. nach C h e v r e u l ' s ,
No.2. nach H e i n t z ' s Methode, wobei weder Ammonisk,
noch Cholesterin, noch Glycerin sich zeigte. Die ausgesalzenen Seifen gaben beim Schmelzen etwas Thonerde
und Magnesiaseifo zu erkennen, und bei der Zersetzung
dunkel gefiirbte Skuren, die krystallinisch erstarrten.
Die von No. 1. hattc 570,5 Schmelzpunct und 520 Erstarrungspunct, gab, mit einem gleichen Gewicht Alkohol
eechmolzen, ein dunklcs Filtrat, wovon 1 Tropfen donb t i s c h sternformig erstarrte. Der Riickstahd wurde niit
0,s seines Gewichtes Alkoliol behandelt und das AURgeschiedene von 59 -600 Schmelzpunct init dem zuerst
Erhaltenen vereini t. Die dunkel gefbbte alkoholieche
Mutterlaugo gab %ei neuer Verseifung und Zersetzung
206
Ueber I~ichen.roticks(Adipocire).
mit Schwefeleiiure kein Aneeichen voni Vorhandensein
einer fluchtigen Siure. Aus den1 Barytsalz liess sich
etwes oleaurer Bar t aueziehen. Die fette S h r e aus
der alkoholischen l a s u n g echrnolz bei 610 - 620 und
eretarrte bei 4 9 . Der gelbc Ruckstand, welcher die
reichlichste Menge ausmachte und wachsartige Oberflache
hatte, schmolz bei 430-460 und erstarrte bei 40"- 450.
Das Adi ocire No. 2. wurde mit einem gleicheri Gcwicht Alkoho geschmolzen, nach dem Erkalten ge resst,
das aus dem Filtrat noch Abgcschiedene mit dern ressriickstand vereinigt. Das Schmelzcn mit Alkohol wurde
untcr jedesrnaliger Verminderung dcs letzteren zweimal
nnd zuletzt noch dreirnal mit gleichem Qewicht wiedcrholt,
wobei eine weisse, bliittrigo Maase und eine gefarbte
Fliissigkeit resultirten. Die weiase Fettmaese verhielt
sich beim Krystallisiren wic sogenannte Misrgarinaikure.
Die Schmelzpuncte der fiinf letzten Producte yon der
Behandlung rnit Alkohol waren :
P
g
Schmelzpunct
Erstarrungepunct
No. 2.
580
530
680
530- 520
n 3.
580
53" -520
n 458o-w,5
630
n 5.
600
550-540
n 6.
Die alkoholischen Fliiesigkeiten eetzten Fette ab von
folgenden Schmele- und Eretarrungquncten :
KO. 1.
Schmelzpunct Erstsrrungepnnct
? 410 ? blieb lange durchscheinend
2.
390-410
370-350,5
4.
590-6620
400,5-3350
5.
620-6660
580-530
6.
530 - 560
3 410 ? wurde erst in gewohnlicher Temperatur allmiilig matt.
Dm8 es isomere Modificationon der Fette gebe, hjrlt
W e t h e r i l l nicht Air 80 ausgemacht, wie D u f f y , sondern
schreibt daa spiitere Ersterren den geschmolzenen Fettee
bei steigender Tem ratur der Entstehung einer Verbindung aus den versc iedenen (femengen dea Fettes zu.
Bei Zusatz yon essigsaurer Magnesia und Eesigsilure
zii der alkoholischen Losnng No. 6. schieden sich znerst
glirnmerartige Schuppen, dann beim Erhitzen ein Oel auf
der Oberflache am. Die Schuppen waren eine Seife,
360-4460
).
K"
U d e r Leicheiiwnchs (Adipccire).
207
deren Skure 720-79 Schmelz unct hatte, also Stearineaure war; das OeI verhielt sicR wie Palmitinsiiure (620
LIJchmelzpunct, 470 - 390 Erstarrungspunct).
Das feste Fett No. 6., welches das am meisten durch
Kr stallisation gereinigte war, lieferte bei wiederholter
Belandlung mit Alkohol und bei nochmdiger fractionirter
Fiillung rnit essigsaurer Magnesia Producte, deren Schmelzpunct und Silbersalz P a l m i t i n s a u r e anzeigte.
Aus der alkoholischen Mutterlauge wurden durch
successive Fdllung zwei Magiiesiasalze erhalten, von denen
dm aus der neutralen Losung efdlte aus MgO, C23H3103
bestand und das aus der a1 alischen erhaltene weisse
amorphe aus 281 0, C32H3103. Die Saure bei beiden
schmolz bei 610. %he weitere Untersuchung durch fractionirte Fallung, zur Aufsuchung der Stearinsaure, war wegen
Man el an Material nicht thunlich.
%as fossile A d i p o c i r e von Bison americanus war
ein weisses Pulver, unter dem Mikroskop amorph, talkig
anwflihlen, von etwas unter 0,8365 s ec. Gew. Durch
heisee Salzsilure werden erdige Bestan theile ausgezogen,
und das Fett erstarrt dann verwirrt krystallinisch; aus
Alkohol krystallisirt es wie Mar srinslure. An siedenden
absoluten Alkohol giebt die ro ie Masse nichts a b ; ein
Beweis, dass die fette Saure an eine erdige Base gebunden ist. Beim Verbrennen im Tiegel bildet sich kein
Acrole'in und es bleiben 10,s Proc. weisser Asche, die
eich ohne Brausen in Salzsaure lost.
Die Zersetzung des Fettwachses durch Saksiiure war
von einem ranzigen Geruch begleitet, die abgeschiedene
Silure schied beini Schmelzen eine schwarze, flockige
Maase ab, wurile gelblich, wachsahnlich und hatte 610
Ychmelzpunct.
Das Adipocire bestand demnach aus :
Fett nebst etwas Farbstoff.. . . . . . . . . . 86,31 Proc.
Kalk und Spuren von hosphors. Kalk , . l0,lO ,,
flockiger organischer ubstanz.. . . . . . . 339 ,,
oder nach Abzu der organischen Substanz aus:
fetter Saure.. . . . . . 89,B
Kalkerde.. . . . . . . . 10,5.
Demnach scheint das fossile Adipocire ein neutrales
Kalksalz der gewohnlichen fetten Sauren des Talgs zu sein.
f
B
7
i!
Verszrchs iiber die Bildung des Adipocire.
Im Milrz 1854 wurde ein Theil rohe und ein Theil
gekochte Muakelfaser yon dem Herzen eines Oclisen auf
208
Ueber L k c h e n roucho (Adipocire).
einem Objectglase unter einem Deckglase mit Wasser
eingeschlosscn und mit Sie ellack ringsum verschlossen.
Im April und Mai und sel st irn December war keine
wesentliche Veriinderung eingetreten.
Im November 1853 wurden 100 Grm. K&sc in ein
lose verschlossenes Gefass gebracht, mit Wasser bedeckt,
das Wasser wurde zeitweilig erneuert. Ein Stiick voni
Kiise war des Vcrglcichs halber zuriickbehalten und in
Yapier verwahrt worden. Im December 1854 war der
Kase in eine weisse, dicke, eiterilhnliche Masse, leichter
als Wasser, verwandelt; unter dem Mikroakop zeigten sich
blattartige Krystalle und einige Oeltropfen. Der zuriickbehaltene Kase war hart und auf der Oberfliiche olig.
Beide wurden, der erstere unter Waaser, der letatere fur
sich, in verechloesenen C?eheen bei Seite gesetd.
Im November 1853 wurden 673 Qrm. einee Ochsenherzene rnit Schuylkillwaaser in einem verschloeeenen Gefiss
hingestellt und 816 Grm. einee solchen mit Citronensyrup
und Mineralwasser. Lm December 1854 hatten dio Hohlen
und Klap en noch ihre Gestalt und die chordae tendineae
waren vo lkommen erhalten. Die Subetanz im Mineralwasser war weniger zerfallen, als die andere, aber echwarz
vom Schwefeleisen. Die Muskelfaeer ip Innern war bei
beiden schmutzig-gelbroth und zeigte unter dem Mikmskop
noch ihre Structur, jedoch ohne die Querstreifun ; bei
der im Schuylkillwasser gele enen Probe waren die %aeern
zerbrochen, wurden von A1 ohol nicht ange riffen und
schrumpften mit heisser Essigsiiure zusammen. as Wssser
reagirte stark alkalisch.
Zwei gekochte Eier, entschiilt, im Gewicht von 88 Grm.,
zwei andere, mit Nadelstichen bis in die Mitte versehen,
im Gew. 97 Grm., und ewei andere, nicht cntachiilt, im Qew.
96 Qrm., wiirden zusammen mit Wasser iibergoesen und in
vcrschlossenem Gcfasse aufbewahrt. Bald be annen sie sich
zu zersetzen und verbreiteten Iieftigen Qeruc 1. Im December 1854 waren die cntschalten Eier in gelblich-weisse
Stucke zerfallen, das Wasser reagirte stark alkaliech; am
Roden befand sich ein dicker Absatz, der unter dem
Mikrosko nichta K r stallinisches zeigte.
Im ecember 1 63 wurde ein Ochsenherz von 1240
Grammen Gewicht in einer tubulirten Vorlage mit Sand
so bedeckt, dass man noch einen Theil des Herzens schcn
konnte. Auf den Sand liess man tro fenweise Wasser
fallen und 205 dieses nach Relieben a . Im Mai 1854
2011 iiber ihr
war die organische Meese schwarz und
%
P
1
%
f
B
B
i
Ueber Leichenwachu (Adipcipe).
209
begann eine griine parmitisohe Vegetation. Im Juni wurde
dea Hem, welohes seine Gestalt beibehalten hatte, zereobnitten; die Trennung der Kammern war dentlich, Klap
n und chorclae t6dineae wohl erhaltan, der @sere
heil der Fleischeubstam roth, weich, von Speckconsistem,
stinkend und untm dem Miki-sko am0 h vermischt
mit gestreiften Muskelfasern. Das fett, T V - ? ~ C S absiehtEoh vom Heraen hioht entfernt worden wnr, eeigte sich
bsrt, weirs und iihnlich dem Adipocire. Dse Experiment
d
e nun fortgesetzt. Im December 1854 wurde dee
Hem herausgenommen. 8x1 der Luft etrocknet, und wo
nqn blose 107 Qrm., wescintlich aus em Fett bestehenf
Die chord. tend. waren volli die Klappen nur andeutungk
weise erhalten. Der Geruc war talgi und eugleich wie
Adipocire. Daa Fett war hart und gich ganz dem Leichenwacha, war theilweise schwerer, theilweise leichter
ale Waaser, kornig, ein anderer Theil endlich war butterartig und von 0,8366 s ec.Qew. Keiner der oerechiedeneb Theile enthielt FettYxligelchen, mndern nur Ag gate
von eckiger, weisser Fettsnbstsna von ungefahr 1 / 4 f k c h messer der Fetlkiigelchen. Aether zo das Fett aus und
hinterliess euaammeageeo8rumpfte ernbmanen, die in
Essi mure meiet transparent wurden.
%a Fett enthielt 0,102 Proc. Asche und verrieth
beim Verbrennen keinen Geruch nach Acrole'in. Der
Schmelzpunct war ungefahr 470.
Im F e b m 1855, bie 5u welcher Zeit daa Fett in
lose veretopftem G e h aufbewahrt war, wog ea 97 Gnn.,
d. h. 7,8 Proc. des urspriinglichen Herzens. Mit Alkohol
eechmolcen und stark abgepresst erhielt man 66 Proc.
6ett. Bsrechnet man dies auf die nrs rtingliche Manse
des H a e n s , so erhiilt man f i r diem 4, Proc. Fett, waa
wohl gerin er i ~ t Sla
, der wirkliche Gehalt desselben.
Aus er' alkoholischen Losung wurde ein dunkel
gefarbtes Fett erhalten, welohes umkryetallisirt heller
wude, bei 696-700 echmolr und sich wie Stearinslure
verhielt, obwohl das Barytsalz nur 19,65 Proc. BaO en&
hielt, wahrscheinlich war die Reinigung nicht hinliinglich.
Obwohl W e t h e r i 11 beim Begino seiner Versuche
zu der Annahme geneigt war, dase aus den Hlut bildbnden Subetamen sich das Leichenwachs bildet, 60 ist er
nsch Vollendung derselben vielmehr der Meinung daes
nur das im K6rper vorhandene Fett das Adipocire ab
'a dass sogar ein kleiner Theil dea urepriin lichen it#
::
i e i der Filulniss verloren gehe, indem er an %er ZersetnrPg
r
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9
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B
Arch. d. Pharm. CXKXIK.Bds. 2. Hft.
14
210
Vivianit in manecMicAe~Pmocha.
a
halenden Fibripg Theil Dehme. Die Umbildun dee
awohdichen nsuttdlen Fettas in Leichenfett beste t in
j e m Verlust von GI cerin und fast der ganzen Oelsliure,
80 h e nichte a h
tearin- und Palmitinsilare iibrig bleiben. Eine irhnliohe Verwandlung sei en j a auch die Talggelegen hatten.
kerzen, welche 100 Jahre in einer (!rube
.
iii,
(Vergl. Be&, Poggd. A ~ n a l LIX.
Aue den Versuchen in Ben verac loesenen Flsechen
sieht man,, dam, wenn dSe Menge dee Fettes zum Fibrin
nur gering ist, ersteres mit letzterem zugleich zerstiirt
wird. So mag es aucb bei vielen Leichen der Fell sein,
namentlich wenn der feuchte Erdbaden eine Zeit lang die
Zereetwoejsproduete zufickhhlt.
Dase die Muekelfasern nicht mr Bildung von Adipocire beitragen, ist sehr wahrscheinlich, mnst wiirde man
doch einmal unter dem Mikroskop eine Andeutung von
dm Structur der Faser gesehen haben, u.nd in den obi en
Verauchen hiitte doch eirm bemerkbare Zunahme an lfett
eintreten Inussen. (Joucn.f i h prakt. a e m . Bd. 68. I ,
Transact. of lhe Americ. Philoe. $ode& Vol. XI.) H. B.
desl
B
b
a.
-
Vivianit in mcneebllcber b c h e u .
Nick 18 s beechreibt (Compt. rend. T.XLI. 1855. No. 26.
.1196) awei stark blaugriin gefarbte Knoohen eines weibichen Skeletts (den cubitua und den r a d h
auf dem Gottesacker von Eumont (Meurt e) u n t a den
dort seit Jahrhunderten aufbewahrten Gebeinen vorgefunden hahen.
Der Qlenbogenknochen war serbrochen und zeigte
auch im Innern miner Masee die Flirbung. Nicklbs
iiberzeugte sich, b a s diem nicht yon Kupfer herriihrt,’
aondern, wie er durch Schmehen mit Alkali fend, aus
phae horsaurem Eisenosydnl besteht.
b e jlarkrohre der Knocben reigte eich unter der
Loupe mit vielen glhzenden Punden besetzt, welche
unter dem Mikroskop a h rhomboidale Prismen erachienen,
wovon die einen durch horizontale Piismen begrewt, die
andern dage en von okt&drischen Fliichen an beiden
Eaden der gakrodiagonale begremt waren.
Die Kryetalle konnten ihrer geringen aroese wegen
nicht gemessen werden; doch reichte das Material hin,
Phosphorshure uud Eisen darin genau nachzuweisen. Die
Krystallform dieeer Verbindung machte es gewiss, dasa
diese Krptalle Vivianit eeien.
!i
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