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Untersuchung des Rhizoms von Menispermum canadense L.

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64
Clement
Umsublimieren im Hochvakuum verLnderte den Schmp. nicht mehr. Verbrennung und
Molekulargewichtsbestimmung ergaben folgend e Werte:
C,,H1,0, (20291)
H 6,98
iWol. Gew. 202,l
Ber.: C 77,20
226; 229
Gef.: )) 77,65 *
o 63.3
Bemerkenswerterweise war eine hfethoxylbestimmung vijllig negativ. Der Stoff ist also
liein Methylester, und die lebhafte Diazornethan-Reaktion mu6 mit anderen, nicht isolierten Stoffen eingetreten sein. Die Auflijsung durch Soda, die nur larigsam erfolgt,
spricht dafur, daU dieser Stoff eine Labtongruppe entliiilt.
3. I< a li s c hm e lz e d e s T e t ra h y d r o - C i t r o - Li m o n i n s
0;2 g Tetrahydro-Citro-Limonin wurden mit 2 ccm 5Oo/,iger Kalilauge im Fralctionierkollien, wie oben beschrieben, erhitzt. Das Destillat glich im Geruch und Aussehen vijllig
dem aus ('itro-Limonin gewonnenen. 13s wurde sofort auf lrleine Glasbecherchen verteilt
und mit p-Nitro-plienyl-hydrazinauf Ketone gepriift. Auch bei cliesem Versuch entstand
in den1 Reagenztropfen eine reichliche Ausscheidung langer, gelber Nadeln. Nacli sorgfaltigem Auswaschen und Troclrnen zeigten die Kristalle den Schmp. 149", der sich aucli
nach mehrmaligem Umsublimieren nicht iinderte. Mit einem Vergleiclispraparat von
Azeton-p-Nitro-l)lieiiyl-hydrazon gemischt trat lteine Sclimelzpunktsdepression auf.
1147. Marialine C l e m e n t
Untersuchung des Rhizoms von Menispermum canadense L.
Aus dem I'harnirtzeutisch-cliemiachenInstitut der Philipps-Uiiiversitat zu Illarburg/Lahn
(Eingegangen am 4. Mai 1951)
Da sich unter den Drogenbest$iriden des Pharmazeutisch-chemischen Instituts
eine zur chemischen Analyse ausreichende Menge des Rhizoms von Menispermum
canadense L. befand, lag es nahe, die Inhaltsstoffe dieser Droge genauer zu untersuchen. Die Starnmpflanze, die auch ,,Kanadiacher Mondsame" oder ,,gelbe Sarsaparille" genannt wird, ist eine in Kanada vorkommende Schlingpflanze itus der
Familie der Menispermaceite. Das lthizom wird unter dem Namen ,,Yellow parilla
root" in der Medizin als Tonikum u n d Diuretikum verwendet.
Um mich zu vergewissern, daW es sich bei dem Untersuchungsobjekt tate&chlich um das lthizom von Menispermum canadense handelte, untersuchte ich diese
Droge zuniichst mikroskopisch. Zum Vergleich diente ein im Botanischen Ga rten
der Uiiiversitat Marburg wachsendes Exemplar von Menispermum canadensc.
Der Querschnitt durch das Rhizom eeigt, d n D die Leitbiindel duroh hrrite, primiire
Markstrahleii voneinander getrennt sind. Der Halzteil enthhlt nehcn den groU1uinigen
Geflllen und dem Halzprosenchym nur wenig Holzparencliym. Die Siebteile sind riach
auIJen gegcn die Itinde durch Sicheln ails Bmtfasern abgegrenzt. Diese Bastfasersicheln
sind durch ewischengelagerte verdickte Parenchymzellen zu einem gemiscliten und geschlossenen lling vereinigt. Weiterhin sind solche verdickten und getiipfelten Parenchym zelleu in dem LuUeren Teil der Marltstrahlen des Holzkiirpers zu finden, die im Gegensatz
zu den isodiametrischen Zellen des Marlres in axialer Richtung stiirkcr gestrecltt sind.
Die Korltentwiclclung erfolgt in der subepidermalen Zellschicht. I n dem untersuchten
Material war der Korlc erst stellenweise angelegt.
Untersuchung des R h i z m von Menispemum canadense L.
Abb. 1
Qnerschnitt durch das Rhizom. Obersichtsbild
(pd = Periderm, ri. p = Rindenparcnchym, bf = Bustfasern, si = Siebteil,
g = GefiiOteil, 'v. pa = verdickte Parenchymzellen, ma = Mark)
Abb. 2
(ep = Epidermis, ko
Querschnitt durch die Rinde
= Kork, s t = Stlrke, ri. pa = Rindenparenchym)
65
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Clement
Nachdcm durch diese mikroskopischen Untersuchungen die Identitkt der Droge
mit dem im Botanischen Garteii wachsenden Menispermum cnnadense-Exemplar
sichergestellt worderi war, konnte an die chemische Analyse des Bhizoms gegangen
werden .
Nach den Arheiten von H . L. Barber1) ails Clem Jalire 1884 soll das Ithizom neben
Berherin pin zweites Alkaloid cnthalten, welches in Ii'orm cines weililichen, amorphen
Abb. 3
Quersclinitt durch eiii Leitbiindel
(bf = Bastfasern, si = Siehriihre,
gl Geleitzelle, ca
Cambium,
hf = Holzfaser, g = GefiilJ,
h p = Holzparenchym)
:
Abh. 4
LLiigsschnitt durch die Rinde
:
(cut. = Kutikula, ep. = Epidermis,
ri. p. = Rindenparencliyrn)
Pulvers istrliert ~ i n dMenispin genannt wurde. Menispin soll in Alkohol untl Ather liislicli,
hingcgen im Ammoniak, Natronlauge und Natritimliarhonat-T,iisung unliislich sein. Die
Anwesenlieit von Berberin wurde spiiter von H . M . &&in2) beiweifelt, und auch icli
fand lrcineri Hinweis clarauf. Bei cler Extraktion der Droge mit angesiiuerteni 90Y"igem
Allcohol gelang die Isolierung einer Phenoll~ase in Form eines gelhliuhen, i~morphen
Pulvers vom Schmp. 114-116". Bevor nieine Untcrsucliungen iiller die Konstitution
dieser Verbindting zu eineni Ergebnis f iihrten, erhielt- ich dnrch das Buch voii Th.A.IImmy3)
uber die Pflanzenalkaloide davon Kenntnis, dalJ wiihrend des Iirieges einerseits €I. Kondo
I)
y,
3,
Amer. ,J. pharmac. 5G, 401 (1x84).
Arch. Pharmaz. 240, 146 (1902).
,,The Plant Alltaloids", London 19-16.
Untersuchung des Rhizorns van Menispermurn canadense L.
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und Mitarbeiter 1) und andererseits R . H . P. Munske5) bereits Untersuchungen dieser von
ihnen gleichfalls aus Menispermum canadense isolierten l'henolbase durchgefiihrt hatten.
Diese Arbeiten, die nur a n schwer zugbnglichen Stellen erschienen, sind im deutschen
Schrifttum nicht referieri, worden. Nach diesen Untersuchungen handelt es sich bei dem
gefundenen Alkaloid um das schon friiher
von 13. Kondo aus Menispermum dauricum D. C. isolierte Dauricin. Dieses gehdrt nach I I . Kondo und Afitarbeiterne)
zu den Eiscoclaurin-Alkaloiden und h a t
die rlurch die Formel wiedergegebene
Abb. 5
Liingsschnitt durch die Bastfasern
(ri. p = Rindenparenchym,
st = Stkrke, bf. = Bastfasern)
Abb. 6
Langsschnitt durch das P h l d m
(si. p = PhloBmparenchym,
gl = Geleitzelle, si. pl = Siebplatte)
Konstitution. Weitere Allraloide sind narh 12. H . F . Manske in dem Rhizom von Menispermum canadense nicht enthalten.
~-
D a u r i cin
Kondo, H . , Z. A'nriln, u. M . Murakatni, J. pharmac. S O ~Japan
.
61, 117 (1941).
Canad. J. Rcs. 21, 17 (1943).
") Kondo, If., u. 2. h'arila, J. pharmar. 60c. Japan, 47, 40 (1927); 49, 103 (1029).
Kondo, H., %. Naritu 11. S. Uyeo, Ber. dtsrh. chrm. Geu. 68, 519 (1933).
4,
5,
St ii hm e r und K a u p m a n n
68
Da meine Ergebnisse mit den Angaben der beiden Autoren iibereinstimmten, eriibrigten
sich weitere Untersuchungen, so daB die Arbeit abgebrochen wurde.
Herrn Prof. Dr. H . Hohme bin ich fur die uberlassung des Materials und fur vielc
Anregungen zu besonderem Dank verpflichtet. Zugleich danke ich Herrn Prof. Dr. A . Pir-
Abb. 7
Llngsschnitt durch das Xylem
(lip = Holzparenchym,
hf = Holzfaser, g = Gef&De)
son, der inir liehenswiirdigerweise einl im Botanischen Gerten der Universitat Marburg
waclrseiides Exemplar von Menispermum canadenso zur Verfiigung stellte. Herrn Prof.
Dr. P. Cluussen danke ich herzlich fur seine freuiidliche Unterstiitzung bei den mikroskopischen Arbeiten.
~-
1148. Werner S t i i h m e r u n d Wilhelm K a u p m a n i i
N-Alkylierte 1.5-Diphenyl-3-amino-pent
ane
Aus dem Institut fur Organisrhc Chemie der Technischcn Hochschulc Hannovrr
(Eingegangen am 18. April 1051)
Es wird die Reduktion von Dibenzylidenaceton-oxim i n Gegenwart v o n Carbonylverbindungen und Beschleunigern zu N-alkylierten 1.5-Diphenpl-3-amino-pentanen
beschriehen. Zu den gleichen Verbindungen f u h r t die durch Eisessig aktivierte
i n Gegenwart von Aminen.
katalytische Hydrierung v o n 1.5-Diphenyl-pentarion-(3)
Die von K . 6Y. ftosenmundl) hergestellten sekundiiren u;d tertiaren Risphena lkylsmine (I u. 11) zeigeri teilweise gute spasrnolytische Eigenschaften. Es war d a h e r
13. 72, 19 u. 2161 (1939).
1)
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