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Untersuchungen an 13-Dicarbonylverbindungen 8. Mitt.Zur Cyclisierung von Phthalaldehyd mit Acetophenonen

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356
Gbrlitzer
Arch. Pharm.
W ~ e n der
d Durchfiiung des Uberzugsprogramms werden nach Bedarf Trockenzeiten
ohne Spriihauftrag eingeschaltet. Bei Verstopfen der Viledon-Filterplatte w i d unterbrochen
und das Filter gewechselt.
Die Bestimmung der Schichtdicke erfolgt mikroskopisch nach Halbierung der Pellets.
Freisetzung des Nitroglycains in der Meglzelle des Polamgraphen
Ein Drehkorbchen wird in 50 ml Phosphatpuffer USP XVIII pH 6,35 bei 37O f 0,lo mit 200
U/min gedreht. Das Freisetzungsmediumw i d kontinuierlich mit Stickstoff ,,Spezial" entliiftet.
Die Messung erfolgt nach Umstellurg auf Oberflachenbegasung und Unterbrechung der Drehbewegung amperometrisch bei -1,OS Volt friihestens nach einer Versuchsdauer von 10 Min.
Nach Beendigung des Freisetzungsversuches wird durch Eichzusatz die Giiltigkeit der Eichkurve iiberpriift.
Durchfiuhrung der polarographischen Bestimmung und Angaben ZUI Fehlerbreite siehe').
Den Herstellern der Filmmaterialien danken wir fur die uberlassung von UntersuchungspmbeIl.
7 K. Thoma und R. Craning, Dtsch. Apoth.-Ztg., im Druck.
Anschrift: Prof. Dr. K.Thoma, 6 Frankfurt/Main, Georg-VoigtStr. 16
[Ph 5821
Klaus Grlitzer
Untersuchungen an 1,3-Dicarbonyherbindungen,
8. Mitt.')
Zur Cyclisierung von Phthalaldehyd mit Acetophenonen*)
Aus dem Institut f~ Pharmazie der Freien Universitat Berlin
(Eingegangen am 12. Mai 1975)
Aus Phthakldehyd, o-Amino-acetophenon und Alkoholen werden das Isoindolin 3, die Isoindolo[l,2-b]l,3-oxazine 5 und als Nebenprodukt das anellierte Chinolon 7 gebildet. Mt p A m i n e
acetophenon entstehen die N,OBisacetale 8 und das Amidin 10. Die Umsetzung von 3 und 8
mit Acetanhydrid liefert die Lactame 6 und 11. Die Enolisierungstendenz und -richtung der
durch Thiele-Falk-Reaktionerhaltenen 2-Benzoyl-1-indanone 1 und 2 wird diskutiert.
Cyclisation of Phthahldehyde with Acetophenones
The reaction between phthalaldehyde, o-amino-acetophenone and alcohols afforded the isoindoline 3, the isoindolo[l,2-b]l,3-oxazines 5 and as a side-product the anellated quinolone 7.
*) Auszugsweise vorgetragen anliiDlich der Tagung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, Heidelbcrg, Oktober 1974.
1 7. Mitt. K. Grlitzer, Arch. Pharmaz.308, 646 (1975).
309f 76
357
1,3-Dicarbonylverbindungen
With pamino-acetophenone the N,O-bisacetals 8 and the amidine 10 are obtained. Treatment
of 3 and 8 with acetic anhydride yields the lactams 6 and 11. The rate and direction of
enolisation of the 2-bemoyl-1-indanones 1 and 2, synthesized by Thiele-Fdk-reaction, is discussed.
2-Acyl-1-indanone stellen als PDicarbonylverbindungen wertvolle Substanzen zur
Darstellung von Heterocyclen dar. In Zusammenhang mit Arbeiten zur Darstellung
anellierter Indeno-chromone2) und -chinolone') interessierten Untersuchungen uber
die Struktur und Eigenschaften von substituierten 2-Benzoyl-1-indanonen. Zur
Darstellung dieser Verbindungsklasse bieten sich die Ch~isen-Kondensation~)
und
die ThieZe-FaZk-Reaktion2)an, nachdem die saure Hydrolyse von 2-Acyl-3-pyrrolidino-indenen2)erfolglos verlief.
Die Umsetzung von Phthalaldehyd mit Acetophenonen in alkoholischer Natriumalkoholat-lasung ergab infolge einer von Wasserabspaltung begleiteten Umlagerung
nach dem Ansauern die 2-Benzoyl-1-indanone 1
des Prim~ircyclisierungsrodukt~~)
(Tab. 1).
Die Ausbeute bei der Thiele-Fa&-Reaktion sinkt, wenn im stark alkalischen Milieu
die notwendige CH-Aciditat des Acetophenons durch die Bildung eines mesomeriestabilisierten Anions stark herabgesetzt wird (le) oder bedingt durch den Substituenten Redoxreaktionen iiberwiegen. Letzteres diirfte auch die Ursache dafiir sein,
daf3 neben dem PDiketon l k das vinyloge Halbacetal2 isolierbar ist.
R'
C=O
H
1A
I . ROH/NaOH
2.
+H@
1B
1c
2 K. Gorlitzer, Arch. Pharmaz. 308, 81 (1975).
3 K. Giirlitzer, Arch. Pharmaz. 309, 18 (1976).
4 E. Wachsen und K. Hiutke, Chem. Ber. 108, 683 (1975).
5 F.W. Lichtenthaler und A. Egcherbiney, Chem. Ber. 101, 1799 (1968).
358
Arch. Pharm.
Gorlitzer
2 gibt mit Eisen(III)-chlorid Rotf&bung, lost sich in Alkalilaugen und zeigt g r o k Xhnlichkeit
mit dem Elektronenspektrum und den IR-Banden von lk Im NMR-Spektrum werden das
Slngulett eines Methin-Rotons und die Signale einer #thoxyCruppe an einem chiralen Zentrum
registriert.
Setzt man Phthalaldehyd mit o-Amino-acetophenon in methanolischem NaOMe
um, so kristallisiert bald 3 aus; nach Neutralisation des Filtrats f d t 5a an,das beim
Umkristallisieren aus Athanol5b ergibt. Ohne Basenzusatz wird 5a direkt erhalten.
3 und 5 konnen keine PDicarbonylverbindungen sein, da sie weder eine positive
Eisen(II1)-Reaktion geben noch in Alkalien loslich sind. Die spektroskopischen
Ergebnisse sprechen dafiur, dai3 primar das durch H-Briickenbindung stabilisierte
Isoindolin 3 gebildet wird, das als Munnich-Base zum Isoindolo-oxazin 4 cyclisiert
und mit Methanol zu 5a reagiert, aus dem durch Umacetalisierung 5b entsteht.
Nach Hydrolyse von 5a durch Erhitzen in Dioxan/Wasser und nachfolgende
Behandlung mit NaOMe lieB sich nur das Ausgangsprodukt regenerieren. Die IsoindolinStruktur von 3 wird dadurch gestiitzt, dai3 mit NaOMe 5a gebildet wird
und beim Erhitzen mit Acetanhydrid/Natriumacetatdas Lactam 6 entsteht, dessen
Bildung durch synchrone Methanol-Abspaltung und H-Umlagerung gedeutet werden
kann.
H H
Der Entstehung von 6 parallelgeht der Zerfall von 3 im Massenspektrometer. Abspaltung von
Methanol - in weitaus geringerem Ausmal3 wird auch Wasser eliminiert - Whrt zu 6, das in der
fiu Phthalimidine charakteristischen Art fragmentiert6); es werden die gleichen Bruchstijcke wie
beim Abbau von 6 selbst registriert. Die Struktur fiu 6 ergibt sich aus dem NMR-Spektrum. 3
kann nicht das Isoindolo-oxazin 4 sein, da das NMR-Spektrum das Signal der Methyl-Protonen
6 I. Yamamoto, Y. Tabo, H. Gotoh, T. Minami, Y. Ohshiro und T. Agawa, Tetrahedron
Letters (London) 1971, 2295; I. Yamamoto, S. Yanagi, A. Mamba und H. Gotoh, J. org.
Chemistry 39, 3924 (1974).
309176
1,3-Dicarbonylverbindungen
359
einer AcetylGruppe am Aromaten aufweist; die CH3-Gruppein 5 mut3 dagegen an einem g e
siittigten C-Atom stehen und beweist die 1,3-Oxazin-Struktur.Aus den NMR-Spektren von 3
und 5 ergibt sich ferner, daf3 ein StereoisomerenGemisch vorliegt.
Setzt man Phthalaldehyd mit o-Amino-acetophenon in athanolischem NaOEt
um, so wird weder die zu 3 analoge Substanz noch 5b erhalten, Beim Aufarbeiten
l a t sich nach Ansauern das anellierte Chinolon 7 isolieren, das rnit dem durch Verschmelzen von 1-Indanon und Anthranilsaure erhaltenen Produkt identisch ist') .
Nur beim Arbeiten ohne starke Base bei tiefer Temperatur und Animpfen des Reaktionsansatzes ist 5b fa5bar.
Die Bildung von 7 ist auf 2 verschiedenen Reaktionswegen moglich. Einerseits
kann durch Thiele-Filk-Reaktion, nach Umsetzung der Amino-Gruppe mit einem
Aldehyd, ein Derivat des 2(2-Amino-benzoyl)-l-indanons gebildet werden, das zu
7 kondensiert. Aus 3 wurde jedoch mit Phthalaldehyd und NaOMe nur 5a und
nicht 7 erhalten. Andererseits kann iiber ein o-Amino-benzyliden-acetophenon zuerst Cyclisierung zu einem Tetrahydrochinolon*) und nach erneuter Kondensation
und H-Urnlagerung 7 entstehen.
--*
H\
P
0
H
Von besonderern Interesse und als zuatzlicher Strukturbeweis ist die Reaktion
von Phthalaldehyd mit pAmino-acetophenon anzusehen, da hier die Bildung von
Oxazin-Derivaten unmdglich ist. Einheitliche Produkte liellen sich nur dann isolieren, wenn ohne Zusatz starker Basen gearbeitet wurde. Beim Zusammengeben
beider Komponenten in Methanol bei 0" kristallisiert bald das Isoindolin 8a aus,
wiihrend bei Raumtemp. ausschlie5lich 10 entsteht; riihrt man den Reaktionsan7 B.K. Blount, W.H. Perkin und S.C.P. Plant, J. chem. Soc. (London) 1929, 1975.
8 C. Mannich und M. Dannehl, Ber. dtsch. chem. Ges 71, 1899 (1938).
360
Gdrlitrer
Arch. Pharm.
satz in Xthanol bei O", so fallt ein mikrokristallines, fast farbloses Produkt an wahrscheinlich 9b -, aus dem bereits beim Umkristallisieren bei Raumtemp. 10
erhalten wird. Aus der Mutterlauge von 9b wird 8b gewonnen. Da 8 mit pAminoacetophenon in Benzol zu 10 fiihrt, ist die Reaktionsfolge 8+9+10zwingend.
Das N,GBisacetal8 wird von pAmino-acetophenon nucleophil angegriffen, zweimal Alkohol
eliminiert und durch Aromatisierung ein phenylog bisacetyliertes Amidin (10) gebildet.
Analog zur Bildung von 6 aus 3 gelingt es, aus 8 das Lactam 11 darzustellen.
Wud die Basizitat der Amino-acetophenone durch Acetylierung aufgehoben, so
erfolgt mit Phthalaldehyd die erwartete Cyclisierung zu den &Diketonen Ih und li.
l h liegt aufgrund des NMR-Spektrums (in C M 3 ) (Abb. 1) uberwiegend ah 1,fDiketon vor.
Da die IR-Spektren in KBr und in CHC13 praktisch identisch sind, muO 1h auch in kristalliner
Form zum Unterschied von allen anderen 2-Benzoyl-1-indanonen diese Struktur aufweisen.
Kernresonanzspektren der ubrigen PDicarbonylverbindungen 1 zeigen, da0 die
Substanzen nahezu vollstiindig (> 90 %) enolisiert sind. Mit steigender Polaritat des
Losungsmittels nimmt der Diketon-Anted zu und erreicht bei 11in DMSOd6 50 %.
Festkorper-IR-Spektren beweisen die Enol-Struktur. Aus energetischen Griinden ist
die Bildung eines Enols mit exocyclischer Doppelbindung (1C) bevorzugtg). "0NMR-Untersuchungen an Fiinfring-l,3-Diketonen sprechen ebenfalls fir diese Eno9 H.C. Brown, J.H.Brewster und H. Shechter, J. Amer. chem. SOL 76, 467 (1954).
309176
I ,3Dicar~nylverbindungen
361
Abb. 1: NMR-Spektrum von l h (in CDCI3)
lisierungsrichtung"). 2-Benzoyl-1-indanone mit einem Substituenten in 2'-Stellung
unterscheiden sich jedoch in ihren spektroskopischen Eigenschaften (Tab. 1) und
in der Farbung mit Eisen(II1)-chlorid deutlich von den ubrigen 1,IDiketonen. Das
langwellige UV-Maximum ist vergleichsweise hypsochrom verschoben, parallel dam
treten die C=O/C=C-Schwingungenim IR-Spektrum bei hoheren Wellenzahlen auf
und im NMR-Spektrum werden die Signale fiir die Inden-Protonen und das OHProton in der intramolekularen H-Briickenbindung bei hoherem Feld registriert.
Dies l25t den SchluB zu, daB nur bei Substitution in 2'-Stellung Enole mit exocyclischer Doppelbindung (1 C) vorliegen.
Da die Elektronendonator- bzw. Akzeptor-Eigenschaften des Substituenten ebenso wie die zusatzliche Substitution in 4'-Stellung keine Rolle spielen, miissen sterische
Effekte die Enolisierungsrichtung bestimmen. Auch fur 2 erscheint die Struktur eines
Enols mit exocyclischer Doppelbindung wahrscheinlich, da die Farbreaktion mit
Fe3+ von lk abweicht, aber wie bei 2'mbstituierten 2-Benzoyl-1-indanonen ausfallt und die Xthoxy-Gruppe in 2 ingleicher Weise wie ein 2'-Substituent bei 1 in
der Lage ist, die Enolierungsrichtung zu beeinflussen.
Beschreibung der Vemche
Schmp.: Heiztischmikroskop nach Kofler, nicht korrigiert W: Beckman-Spektralphotometer
DBG; max (nm) (log E). IR: Perkin-Elmer-Spektralphotometer421. NMR: Varian A 60; Angaben nach der 6-Skala MS: Varian MAT/CH 7. Elementaranalysen: Institut fk Pharmazie der
FU Berlin.
l0 M. Gorodetzky, Z. Luz und Y. Mazur, J. Amer. chem. SOC.89. 1183 (1967).
362
Arch. Pharm.
Gorlitzer
Tab. 1: IR-, NMR-und UV-Daten von 2-Benzoyl-I-indanonen
1
R'
NMR (cDc13)6 ppm
(Enolform)
s OH
C=C (cm-1) s CHz ;
IR(KBr)
c=o,
Aa
4-Br
cb
2 4
cc
2,4-c1
cd
2-CH3
Ae
3CH 3
Af
CCH3
Q
2,4,6-CH3
Bh
2-NH-Ac
Ai
4-NH-Ac
cj
2-NO2
Ak
&NO2
A1
4-OH
Cm
2-OCH3
An
A0
CP
1620,
1605'
1650,
1605
1635',
1610
163OS,
1600
1615,
1605
16159
1600
1645,
1605
1690b),
1598
1656c),
1600
1657e),
1610
l625f),
1603
1597
1635,
1600
3-OCH3
1615,
1600
4-OCH3
161Ss),
1598
2,4,6-OCH3 1635,
1600
3,88
14,8
3.52
12,l
3.52
11,7
3,41
13,6
s CH3 :2,42')
3,78
14,55
s CH3:2,40
3,87
14,O
s CH3:2,40
3,25
13,2
s CH3: 2,23; 2,28a)
--3.71
s CH3 :2,15
___
4,OO
sCH~:2,13~)
11,s
3,45
4,00*)
-_s &OH:10,3
3.55
12,9
s OCH3:3,85
3.85
14,4
s OCH3:3,85
3.85
15,o
s OCH3:3,85
3,43
11,15
s OCH3: 3,78; 3,85
UV (MeOH)
La,:nm (log €1
353 (4,311,
256 (4,32)
319 (4,23),
255 (3,88)
319 (4,23),
251 (3,95)
325 (4,231,
266 (4,05)
353 (4,27),
250 (4,09)
359 (4,31),
253 (4.12)
314 (4,27)
257 (3,92)
349 (4,081,
235 (4,30)
370 (4,40),
291 (4,09), 266 (4,08)
331 (4,13),
248 (4,03)
359 (4,231,
257 (4,13)
371 (4,39),
284 (3,991, 248 (4,06)
341 (4,21),
248 (3,99)
354 (4,26),
249 (4,04)
368 (4,341,
269 (4,23)
341 (4,201
a) in CC4; b) S-Ring-C=O (Diketoform), 1635 (Amid), 3250 (NH); c) Amid, 3290 (NH);
d) in DMSOd6;e) 1515,1350 (NO2);f) 1505,1340 (NOz).
Allgemeine Arbeitsvorschrift (AA V 1) zur Darstellung von 2-Benzoy1.1 -idanonen (1)
Die Liisung von 20 mmol Phthalaldehyd und 20 mmol eines aryhsubstituierten Acetophenons
in 80-130 ml MeOH wird unter Riihren und Eiskiihlung tropfenweise mit 20 ml methanol.
N NaOMe versetzt, noch 2 h geriihrt und uber Nacht bei Raumtemp. stehengelassen. (ZurDarstellung von 1g und l p wurde 8 h unter Ruckflu5 erhitzt und iiber Nacht bei Raumtemp. aufbewahrt). Durch Zugabe von konz. HCl wird auf pH: 2-3 eingestellt. Sofort oder beim Ein-
309176
I ,3-Dicarbonylverbindungen
363
engen kristallin anfallende Produkte werden mit MeOH und dann vie1 Wasser gewaschen Ansonsten wird i. Vak. zur Trockne eingedampft, der olige Ruckstand nebst NaCl in bither/HzO
verteilt und die atherische Phase zuerst mit 3prOZ. NaOH, dann rnit H2O extrahiert. Die vereinigten warig-alkalischen Ausziige werden durch Ausschutteln rnit k h e r gereinigt und rnit
kalter 3N HCI angesiuert Kristalline Produkte werden abgesaugt. Als ole anfallende Rohprodukte
werden in Ather aufgenommen und iiber die Kupferchelate gereinjgt"). Es wird aus den jeweils
angegebenen Losungsmitteln umkristallisiert Ausbeuteangaben beziehen sich auf zweimal umkristallisierte Produkte.
3-~thoxy-2-(4-nifro-benzoylj-l-indanon
(2)
Der nach AA V 1 mit pNitro-acetophenon in EtOH/NaOEt nach Ansiuern gebildete Niederschlag
wird rnit kaltem Aceton gewaschen. Das Filtrat wird zur Trockne eingedampft, der Ruckstand mit
AcetonlHz 0 versetzt und abgesaugt
Braungelbe Nadeln, Schmp. 98-100' (CHC13/EtOH). Ausb. 3 % d. Th. + Fe3+: rot.
C18HIsN05 (325,3) Ber.: C66,46 H4,65 N4,31;Gef.: C66,17 H4,64N4,20; Mol.-Masse: 325 (ms).
UV (MeOH): 259 (4,30), 355 (4,17); IR (KBr): 1632 (C=O), 1610 (C=C), 1505,1348 (NOz);
NMR (cDc13): t 1,03,1,26 (CH3), m 2,75-3,8 (CHz), s 5,83 (CH), m 7,4-8,05 (4 arom. H),
m 8,2-8,55 (4 arom. H), s 12,s (OH).
1-Hydroxy-S-methoxy-2-(2-acetyl-phenyl)isoindolin
(3)
Man verfahrt nach AA V 1 rnit 2-Amino-acetophenon in 80 ml MeOH, riihrt bis zum Auftreten
erster Kristallisationskeime und saugt nach 1 h ab (1.9 g). Nach Abdestillieren des MeOH i. Vak
erhalt man noch 1,2 g. Farblose Nadeln, Schmp. 139-141,5' (Benzol/Ligroin). Ausb.: 53 % d. Th.
C17H17N03 (283,3) Ber.: C 72,08 H 6,05 N 4,95; G e t : C 71,89 H 6,09 N 4,93; MoL-Masse:
283 (ms).
W (MeOH): 228 (4,50), 255 (3,98), 3 3 6 (3,75); IR (KBr): 1645 (C=O), 1600 (C=C), 3305
(OH); NMR (CDcI3): s 2 3 5 (COCH3), s 3,23/s 3 3 0 (OCH,), m 6,24 (CH), m 6.4-6,95 (CH,
1 arom. H), m 7,15-7,s (6 arom. H), m 7,7-7,9 (1 arom H), s 9,45 (OH).
5H-&,I ldihydro5.1 I dimethoxy-5-methyl-benzo[d)isoindolo[l,2-b)l,3-oxazin(5s)
a. Die Mutterlauge von 3 wird nach Stehen uber Nacht bei Raumtemp. mit konz. HCI neutralisiert,
auf Oo abgckiihlt und abgesaugt. Farblose Kristalle, Schmp. 149-151' (MeOH). Ausb.: 34 % d. T h
b. Die Liisung von 20 mmol Phthalaldehyd und 20 mmol o-Amino-acetophenon in 50 ml
MeOH wird 6 h bei 0" aufbewahrt oder 30 Min. auf dem Wasserbad erhitzt und erkalten gelassen.
Ausb.: 57 % d. Th.
c. 2 mmol3 werden nach Zusatz von 20 ml methanol. 0,l N NaOMe auf dem Wasserbad unter
Riickfld erhitzt. Nach dem Abkiihlen wird rnit 3N HCl neutralisiert, gekiihlt und abgesaugt Ausb.:
33 % d. Th. Mischschmp.: 147-150' sowie deckungsgleiche IR-Spektren.
C ~ ~ H ~ ~(297,4)
N O JBer.: C 72,70 H 6,44 N 4,71; Gef.: C 7 2 6 1 H 6,49 N 4,61; Mo1.-Masse:
297 (ms).
UV (MeOH): 248 (4,09), 264* (3,86), 27OS (3,81); IR (KBr): 1599, 1570 (C=C); NMR (CIXl3):
s 1,69 (C€H3), s 2,73/2,98/3,45/3,53 (OCHJ), m 5,92-635 (CHI, m 6,84-7,65 (8 arom. H).
ll K. Gorlitzer, Arch. Pharmaz. 308, 272 (1975).
364
Arch. Pharm.
Corlitzer
Tab. 2: 2-Benzoyl-I-indanone (1)
~~
1
Summenformel
(Mo1.-Maw);
M+ (ms)
Ausb. (%
d. Th.)
+ Fe3+:
~~
Schmp.'
(Wsungsmittel)
C:
a
b
C
d
e
f
8
h
i
j
k
1
1
m
n
0
P
C16HllB@2
(315,2);314
Cl6HllClOZ
(270,7);270
C16H10C120 2
(305,2);304
c17H1402
(250,3);250
C17H14%
(250,3);250
C17H1402
(250,3);250
CiqHiaOz
(278,4);27 8
ClI3HlSNO3
(293,3);293
Cl8H15No3
(293,3);293
C16Hll N o 4
(281,3);281
C16HllN04
(281,3);281
44
braunrot
31
rot
43
rotviolett
36
rot
26
olivbraun
24
olivbraun
27
rot
22
rot
17
griin
21
rot
4
olivbraun
C16H1203
(252,3);252
C16H1203
(252,3);252
C17H1403
(266,3);266
C17H1403
(266,3);266
c17Hi4 0 3
(266,3);266
Ci9HIS0s
(326,4);326
2
griin
2
griin
18
rotviolett
28
Oliv
21
griin
34
rotoliv
166-167
60,97
(EtOH)
60,70
93-93.5
7499
(EtOH/HzO) 70,97
85- 86
6597
(EtOH)
62,78
52-55')
81.58
81,09
71,5-78,5
81,58
(EtOH/H2O) 81,62
104-105
81,58
(EtOH/HzO) 81.37
100-101
81,97
(EtOH/H2O) 81,71
140-142
73.71
(EtOH/H20)7 3 3 6
194-196
73,71
(MeOH)
73.65
163-164,s 68,32
(EtOH)
68,23
218-221b) 68,32
(CHCl3/
67,95
EtOH)
180-182
76,17
(EtOH/HzO) 75,99
180-182
76,17
(EtOH/H20) 75,99
82-84
76,68
(EtOHIH20) 76,33
97,5-98,5
76,68
(EtOH)
76,46
112-113c) 76,68
(EtOH/H20) 76,65
162-163
69,92
(EtOH)
69,93
~
~
Analyse
Ber.:
Gef. :
H:
3.5 2
337
4,lO
4,13
3,30
3,37
5,64
5,73
5,64
5,52
Sonst:
Br: 25,35
25,74
Cl: 13,lO
13,43
c1: 23,23
23,35
5364
5,72
6,52
6,57
5,15
5,40
5,15
5,06
3,94
4,Ol
3,94
3,99
N: 4,78
4,62
N: 4,78
4,68
N: 4,98
4,98
N: 4,98
4,96
4,79
4,88
4,79
4,88
5,30
5,36
5,30
5,40
5,30
5,40
5,56
5,69
a) aus dem Kupferchelat; hellgriine Nadeln, Schmp. 232-234' (Bemol). C U C ~ H (562,l);
~ ~ O ~
Gef.: Mo1.-Masse: 561 (ms);IR (KBr): 1605, 1582, 1555 (M).
b) Lit'): 218-2193'; c) Lit'): 111-113'.
309176
I ,3-Dicarbonylverbindungen
365
5,I I -Diiithoxy-SH-&z,
I1dihydro-5-methyl-beno[d
~isoindolo[l,2-b
) I ,S-oxazin(5b)
a Rohes 5a wird durch Erhitzen unter RucMUB in EtOH gelost, no& 1 h gekocht und erkalten
gelassen. Schmp. 110-113' (EtOH). Ausb.: 56 % d. Th.
b. Die Losung von 10 mmol Phthalaldehyd und 10 mmol o-Amino-acetophenon in 30 ml
EtOH wird auf 0" gekuhlt, rnit einem Kristall 5b angeimpft und nach 2 Tagen bei 0' abgesaugt
Ausb.: 24 % d. Th.
C m H u N 0 3 (325,4) Ber.: C 73,82 H 7,12 N 4,31;Gef.: C 73,86 H 7,13 N 4,38; Mo1.-Masse:
325 (ms).
W (EtOH): 247 (4,07), 264 (3,86), 269 (3,83); IR (KBr): 1600, 1570 (C=C); NMR (CDC13):
t 0,83/1,12/1,32 (J=7) (CH2-CC3), m 2,7-4,15 (CHz), s 5,97/6,20/6,24/6,50
(CH), s 1,68
(CH3), m 6,7-7.55 (8 arom. H).
I -Oxo-2-(2-ocetyl-phenyl)-isoindolin(6)
2 mmol3 werden mit 0,5 g wasserfreiem Natriumacetat und 5 ml Acetanhydrid 2 h unter Riickfld erhitzt Nach Abdestillieren des Acetanhydridsi Vak. wird wiederholt mit MeOH versetzt,
zur Trockne eingedampft und der Ruckstand in Athermaser verteilt Das aus der atherischen
Phase erhaltene 61wud in wen& Benzol aufgenommen, mit Ligroin versekt und gekiihlt Farblose Kristalle, Schmp. 104-105° (Benzol/Ligroin). Ausb.: 50 % d. Th.
C16H13N02 (251,3) Ber.: C 76,47 H 5,21 N 5,57; G e t : C 76,61 H 5 , M N 5,29; Mol-Masse:
251 (ms).
UV(Me0H): 230 (4,34), 262' (3,85), 269' (3,84), 277s (3.80); IR (KBr): 1670, 1 6 4 6 (Ladam.
Keton), 1600 (GC); NMR (CDC13): s 5 5 5 (CH3), s 4 3 5 (CHz), m 7,2-8,0 (8 arom. H).
1I -0xo-5,I
Idihydm-indeno[l,2-b)chinolin(7)
Nach AA V I rnit o-Aminmcztophenon in 60 ml EtOH und NaOEt Nach Ansiiuern wird zur
Trockne eingedampft, der Ruckstand mit kaltem EtOH versetzt, abgesaugt und nacheinander
rnit H 2 0 , EtOH und CHCl3 gewaschen. Braunliche Kristaile, Schmp ab 325' (Zers.) OMSO).
Ausb.: 9 % d. Th.
Cl6HllNO (233,3) Ber.: C 8 5 3 7 H 4,75 N 6,OO; Gef.: C 8 2 3 9 H 4.85 N 5,92; Mo1.-Masse:
233 (ms).
UV'); IR (KBr): 1628 (C=O), 1608 (C=C), 3420 (NH);NMR (AsCI3): s 4,72 (CHz), m 8,65-9,27
(3 arom. H), m 7,75-8,5 (5 arom. H), s 14,3 (NH).
Das IR-Spektmm ist deckungsgleich rnit dem des nach') dargestellten Roduktes
1,3-Dirnethoxy-2(4-ocetyl-phenyl)-iwindolin@a)
Die Lijsung von 10 mmol Phthalaldehyd und 10 mmol p-Amino-acetophenon in 30 ml MeOH
wird 4 h bei 0" aufbewahrt und dann abgesaugt Farblose Kristalle, Schmp. 155-156' (Benzol).
Ausb.: 4 1 % d. Th.
ClaH19N03 (297,4) Ber.: C 72,70 H 6,44 N 4,71; Gef.: C 72.45 H 6,43 N 4,61; Mo1.-Massc:
297 (ms).
UV (MeOH): 229 (3,65), 309 (4,17); IR (KBr): 1660 (C=O), 1595', 1583 (C=C); NMR (CDC13):
s 2 3 5 (COCH3), s 3,26 (OCH3). s 6,09 (CH), d 7,30 (J-9)
d 7,98 (J=9) my*'),m 7,52
(&,4 arom. H).
366
Gorlitzer
Arch. Pharm.
I,3-Didthoxy-2-(4-actyl-phenyl)-imfndolin
(8b) und I-ii'thoxy-2-(4acetyl-phenyl)-3-(4-acetylphenyl-amino)-isoindolin(9b)
20 mmol Phthalaldehyd und 20 mmol pAmineacetophenon in 60 rnl EtOH werden unter Eiskiihlung geriihrt. Nach 2 h wird abgesaugt und mit EtOH gewaschen. 1,l g fast farblose Mikrokristalle, Schrnp. 149-151' (9b).
C ~ H z 6 N 2 0 3(414,5) Ber.: C 75,34 H 6,32 N 6,76; Gef.: C 74,63 H 6,34 N 6,51.
UV (EtOH): 231 (4,02), 314 (4,50); 1R (KBr): 1640 (C=O), 1580 (C=C), 3350 (NH); NMR
(CDCI3): Signale fd 10 und EtOH; die Intensitit der CHz-hotonen betrigt anfangs nur 85 %.
Das Filtrat von 9b wird uber Nacht bei Raumtemp. stehengehssen 1,5 g farblose Nadeln 8b,
Schmp. 125-127' (Benzol/Ligroin).
G H 2 3 N 0 3 (325,4) Ber.: C 73,82 H 7,12 N 4,31; Gef.: C 73,90 H 7,12 N 4,lO; Mo1.-Masse:
325 (ms).
UV (EtOH): 230 (3,92), 309 (4,47); IR fib):1650 ( G O ) , 1590 ( C e ) ; NMR (CDCIj): s 2,53
(COCH3) m 0,8-1,5 (CH24>3), m 3,l-3.95 (CH?), s 6,lO (CH), d 7,35 (J=9) (H21b'), d 7.98
m 7,48 (4 arom. H).
(J=9)
m3%,
2-(4-Ace~Cphenyl)-I-(4~cetyl-phenyCimino)-i~indolin
(10)
a. Eine Losung von 20 mmol Phthalaldehyd und 20 mmol pAmino-acetophenon in 6 0 ml MeOH
wird 24 h bei Raumtemp. stehengelassen oder 1 h auf dem Wasserbad unter Ruckflut3 erhitzt,
abkuhlen gelassen und abgesaugt. Hellgelbe Nadeln, Schmp 189-1 91' (CHC13/EtOH). Ausb.:
33-45 % d. Th.
b. 9b last sich in CHCl3 unter Urnschiitteln nach einiger Zeit unter Gelbfarbung, die bald nach
Rot umschkgt; die ca. l0proz. Usung wird rnit EtOH versetzt und gekiihlt. Ausb.: 47 % d. Th.
c. 2 mmol8b und 2 mmol p h i n o w e t o p h e n o n werden in 10 ml Benzol2 h unter Riickflut3 .
erhitzt. Nach Abkuhlen werden 30 ml EtOH hinzugefiigt und gekiihlt. Ausb.: 40 % d. Th. Mischschmp.: 187-190' und deckungsgleiche IR-Spektren.
C ~ H m N 2 0 2(368,4) Ber.: C 78,25 H 5,47 N 7,60; Cef.: C 77,67 H 5,56 N 7,48; MoL-Masse:
368 (ms).
UV (MeOH): 238 (4,28), 330 (4,46); IR (KBr): 1670 (C=N), 1645 (C=O), 1575 (C=C); NMR
(CDC13): s 2,55/2,61 (CH3), s 5,03 (CHz), rn 6,75-7,6 (6 arom. H) mit d 7,08 (J=8) (H'"')
und rn 7,4-7,6 (H4), m 7,9-8,3 (6 arom H)mit d 8,Ol (J=8) (H3'"') und m 8,05 (&).
I-Oxo-2-(4-acetyl-phenyl)-isoindolin
(11)
2 mrnol8a werden wie bei 6 beschrieben behandelt. Die rote Liisung scheidet beim Abkiihlen
Kristalle aus, die rnit Acetanhydrid und dann mit vie1 Wasser und EtOH gewaschen werden.
Farblose Kristalle, Schmp. 238-239' (CHCIj/EtOH). Ausb.: 22 % d. Th.
C16H13N02 (251,3) Ber.: C 76,47 H 5,21 N 5 3 7 ; Gef.: C 76,03 H 5,27 N 5 3 5 ; Mo1.-Masse:
251 (ms).
UV (MeOH): 223 (4,15), 307 (4,42); IR (KBr): 1690 (C-0), 1642 (Lactam), 1588 (C=O;
NMR (CF3COOH): s 2,87 (CH3), s 5,15 (CHz), m 7,55-8,45 (8 arom. H).
Anschrift: Dr. K. Corlitzer, 1 Berlin 33, Konigin-Luise-Str. 2/4.
[ Ph 5831
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