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Vergleichende Untersuchung des Wassers der Ilm und gewisser Quell - und Brunnenwsser der Ilmgegenden so wie des eisenhaltigen Mineralwassers von Berka an der Ilm.

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Untersucliiing d. Wnswrs d Ilm u. gcwisscr Quell- u. Tlrunnenwisscr etc
3
sich aber nicht weiter verbreitete. Da eine fahrliissige Handhabung von Licht verinuthct wurde, so kam der Fall zu
gerichtlicher Kenntniss nnd sprach Schreiher dieses in dem
von ihm erforderten Gutachtcn sich dahin aus, dass in vorliegendem Fallo die vcrmnthcte Fahrlsssigkeit 'nic h t stattgefunden haben dnrfte , dass viclmehr dnrch das wahrscheinlich zu heisse Gchcn der Steine das sehr trockne in den
Siehapparat gelangtc stauhfeine Mchl die Feuchtigkeit a m der
umgehenden Luft hegierig verschlnckt habe, m-odiirch die
Temperatnr dermassen gesteigert worden sei, dass eine Sclhstentziindung des Mehls erfolgte, oder aber dass die esplosionsartige Erschcinung davon abgelcbitet werden konne, das.;
durch das zu lieisse Gehen der Steine eine Zersetzung des
Schmierniittels derselben stattgefunden hahe und die hieraus
resultirenden Gase mit der Luft ein detonirrndes Gemisch
gegeben hiitten, welches in Benihrung niit der Li~htflamine
die erwahnte Erscheinung gczeigt habe.
Vergleichende Untersuchung des Wassers der Ilm
und gewisser Quell - uiid Bruniienwiisser der Ilmgegenden , so wie des eiseiihaltfgeii Mineralwassers
yon Rerka an der Ilm,
voii Prof. Dr. H. L u d w i g in Jena.
Die Veranlassung zur Vornahme .dieser vergleichendcn
Analyse des Ilmwassers von verschiedenen Punkten seines
Laufes war ein in1 Juni 1863 in der Niihe von Berka an der
Tlm vorgekommenes p 16 t z l i c h e s m a s s e n h a f t e s F i s c h e s t e r b e n i n d e r I l m . In cinem Schreihen vom 9. Jnni
1863 vom dortigen Justizamtmann H. heisst es dariiber: 8eit
24 Stunden sind in der Ilm zwischen Tannroda und Berka
so vie1 ahgestorbcne Fiwlie gefunden worden, dass sie von
den Leuten C e n t n e r w e i s e aiifgenommen wurden ; man vermuthet e i n e V e r g i f t u n g d e s g n n z e n W a s s e r s . Eine
Untersuchung der. eingeschickten Fiwhe ( 1 Weissfisch und
l*
4
Untcrsuchong d. Wasscrs (1. Ilin
11.
gcwisser Quc.11- 11. Brunnenmbser rtc
3 Forellen) ergab wcrlcr Arsenik noch andere Netallgift
(nur cine zweifelhafte Spnr von Blei), eben so wenig orga
nischc (iiftc, namentlicli kcin Stxychnin , lccin Xrucin (kcin,
Kriihenaugenii berreste) , liein Pikrotosiii (keine Kolikelskor
nerreste).
Bei rneiner Anwesenhcit in Berka an der Ilm im Octo
Ijer 1 8 6 3 crfnhr ich, class d i e b e i d e n T e i c h e b e i B l a n
k e n h a i n u n d R c h w a r z a in1 J u n i 1 8 6 3 z u r W a s c h c
r o n c i r c a 3000 b i s 4000 S c h a f c n g e d i e n t h i i t t e n
tlicses Wasser floss bei T a n n r o d a in die Ilm. An cinen
S m n t a g e (den 7. Jnni Vorrnittags 1l1l2Uhr) hatte man ir
h - k a das Wasser der Ilni noch klar gesehen; aber Nach
initkags 5 Ulir floss es plotzlich w e i s s g r a u g e t r i i b t
obgleicli es durehaus iiicht geregnet hatte. Xontag dei
8. Jiini in aller Friihe wurde dann das rnassenhafte Erschei.
nen der todten Fische beobaclitet.
Each 11a 11ni e n 6 und R o g e 1 c t e n t h d t ein Vliess voi
4 Kilogrammen Schwere GOO Granimcn W o 11 s c h v- e i s I
( s u i n t., sudorate de potasse), welchcr 1 9 8 G r a m m e reinef
knhlcnsaiircs Kali zii licfern vermag ; nach einer anderer
SchLtzung rednciren sic diese Menge auf 173 Granime ( W a g n e r ' s chcni. Techuologie 7. Aufl. 1868. S. 139.). Obigt
W O O Schafe hiitten sona,cli 692,000 Granime = 692 Kilograminc oder rnnd 1 4 C e n t , n e r r e i n e P o t t a s c h e an dam$
l~--ssserabgegeben , ausserdem noch die widerwiirt,igen ranzigcn fetten 8iiiiren des Wollschwcisses in Ncngen, welche dab
Uoppeltc der Pottasche betragen. Ails diesen plotzlicheii
Verunreinignngcn des Wassers liisst sich schon jenes massenhafte Absterben der Fische erklaren.
Uni einen Anhaltepnnkt Kir den Xachweis frernder Stoffe
iu einein Flusswasser zii haben , niiisste vorlier festgestellt
sein, welches dic normalen Bestandtheile eines solchen seien :
eine sclicvierige Aufgabe iind nur fiir jcden Fluss besonrlers
zu losen. Tcli habe fiir die I l m e i n m T'ersuch gernacht, die
Znnahme von gelosten Stoffen bei ihrem Laufe v n n Ilmenau
bis Weimar von fitation xu Station zii erniit,teln und nachzusuchen, welche Stoffe hanpt,sSchlich die Zunahme bedingen.
Ontersuehuuy d. Wassers d. Ilm u. gewisser Quell - u. Urunnenwasser ctu.
5
Rei dieser Arbeit sind niir durch Abdampfung der niithigen
Nengen an Ort und Stelle geschiipftcn FlnsswTassers und Einsendung der Trockenruckstande die Herren Apo theker H.
S i i n g e r in Ilnienau, B i s c h o f f in Stadtilm, H. H i n r i c h s
in Berka behulflich gewesen , wofiir ich Denselben auch hier
ineinen Dank sage. Bei Untersuchung der Abdarnpfriickstiinde
leistcte niir Herr Assistent Mre i n h o 1d wesentlichen Beistand.
I.
I l m w a s s e r b e i I l m e n a u g e s c h o p f t (1864).
1000 Gramme desselben enthielten 0,076 Gramme feste
Stoffe gelost (bei allen Wassern ward klares Wasser ziir Untersuchung genomnien). Sie bestanden aus kohlensaurern iind
schwefelsaurem Kalk , spuren von Chloriden, s t i c k H t o l’ff’re i e r organischer Substanz iind deutlich nachwoisbarer
l’hosphorsaure. Salpetersaure nicht nachweisbar.
11. I l m w a s s e r b e i S t a d t i l n i ( N o v e m b e r 1863)
g e s c h o pft.
1000 G r a m i e desselben gaben bei 2 Versuchen 0,0689
bis 0,0722, im M.ittc1 0,0705 Gramme Bbdampfriickstand
(abgerundet 0,071 Granime feste Stoffe). Diese liessen sich
trennen in 0,026 Theile s t i c k s t o f f h a 1t i g e organische
Stoffe (Verbrennliches) und in 0,045 Theile a n o r g a n i s c h e
Substanzen.
Der wiissrige Auszug einer Portion ungegliihten Riiclistandes hatte b 1a s s g e 1b e Farbung (ebenso gefarbt war schon
der analoge Auszug des von Ilmenauer Fhisswasser stammenden Abdampfriickstandes). Als Bestandtheile liessen sich nacliweisen : Kallr, Talkerde, Schwefelsiinre, Kohlensiiure und Salzsaure ; dazu noch Spuren von Phosphorsiiure und Salpetersaure.
Eine von mir an Ort und Stelle vorgenommene qnalitative Untersuchung des Wassers ergab einen Gehalt an doppeltkohlens. Kalk und Talkerde mit s e h r g e r i n g e n Me II g e n v o n G y p s und Spuren von Chloriden.
111. I l m w a s s e r o b e r h a l b B e r k a a m 3. O c t o b e r 1 8 6 s
von mir s e l b s t geschopft.
1000 (hamme desselben ent.hielten 0,140 CtPnniuit: f’este
6toEe geliiai. Ue s e bestanden aua kohlensaurem Palk, weriig
6
Untersuchung d. Wasserk d. Ilni
11.
yewiaser Quell - u. Brunllaiimiinser et
kohlensaurer Talkerde, k 1e i n e n A1 e n g e n v on s c h w e f e 1
H 8 11r e m K a 1k , Spuren von Chloridcn ; die gelbgefiirbt
organ. Substanz war auch hier zugegen.
IV. I l m w a s s e r o b e r h a l b B e r k a i m J u n i 1 8 6 4 v o i
Hr. B p o t h . H i n r i c h s g e s c h o p f t i i n d e i n g e d a m p f t .
1000 Gramme dessclben enthielten 0,216 Gramme gelosti
t'este Stoffe, davon waren 40 Procerit verbrennliche und 6 0 Proc
unverbrennliche. Der miissrige Anszug des getrockneten (unge
gliihten) Riiclistandes hattb briiunlichgelbe Farbe ; die organ
Bubstanzen gabon gegliiht alkalische Diinipfe, waren mithii
stickstoffhaltig.
Als Basen f'anden sich Kalk , Talkerde, Natron , als Siiu
ren Schwefelsilure , Salzsilnre , aber weder Salpetershure nocl
Phosphorsiiure in den in Wasser leichtloslichen Salzen. Da:
in wenig Wasser Unlosliche des Abdampfriickstandes enthiel
kohlens. Kalk , Talkerde , Spuren von Eisenoxyd, sc h w e
f e 1s a 11 r e n K a 1k , orguisehe Substanz, thonige Theile.
Ein lrleiner Theil des Abdampfriickstandes war yon Hrn
Apoth. H i n r i c h s theilweise gelost eingesandt worden. (Dat
Spiilwasser ails der Abdanipfkhale). Beim Oeffnen des Gefisses gab sioh sowohl mi Gernch als gegen Bleiessig -Papiel
die Bnwesenheit des HS - Gases zii erkennen. Diese Bildung
von Schwefelwasser ails Berkaer Ilniwasser ist insofern interessant als ja im Bad Berka auch n a t i i r l i c h e Schwefelquellen benutzt werden.
V.
W a s s e r B U S d e r I l m , o b e r h a l b W e i m a r (in1
P a r k b e i d e r B r i i c k e ) am 3. O c t b r . 1 8 6 3 v o n m i r
s e 1b s t g e B C h o p ft.
1000 Gramme Wasser enthielten 0,483 Gramme geldste
f'este Stoffe. Darin reichliche Mengen von schwefelsaurem
Kalk, kohlensaurem Balk, schwefelsanrer nnd kohlensaurer Talkerde , dazu salzsanre Talkerde , organische s t i c k s t o f f h a1 t i g e Substanzen und Spuren p h o s p h o r s a u r e r
Xalze.
Unteriuchuug d. Was,,ers d. Ilm
11.
gemissar Quell- u Brunnenwasser Ltc.
7
VI.
1000 C tr ani ni e i l m w a s s e r e n t h i e l t e n a n
gelosten festen Stoffen:
1864 bei Ilnienau
0,076 Gramme
Berbst 1863 bei Stadtilm
0,071
>,
Octbr. 1863 bei Berka
0,140
7,
Juni 1864 ebendaselbst
1,
0,216
Octbr. 1863 oberhalb Weimar ini park
0,483
,,
Die 11111 fliesst bei Ilmenau uber Yorphyr , xwischen
Ilmenau und Stadtilm ubcr Sandstein und Kalkstein, bei
Berka uber Gyps. Dieser bewirlct hauptsichlich die Zunahnie
der festen Bestandtheile.
Wahrend zwischen Ilmenau und
Stadtilrn keine Zunalime der festen Substanzen zu merken
ist, steigt bci Berka der Gehalt an ihnen auf das Doppelte
(in1 Herbste), bis anf das 3 fmhe (in1 Sominer) und oberhalb
Weimar bis auf das 6fache.
VII. Z w e i Q u e l l w c i s s e r a u s d e r N a h e v o n S t a d t i l m
ergaben in 1000 Grammen 0,061 Gramme Abdarnpfriickstand
die eine und 0,102 Gramme feste Sitoffe die andere. Da8
Mittel beider Bestimniungen 0,081 Proniille fester Substanzen
ist nicht .\yeit entfernt von den1 Gehalte des Flusswasserb bei
Stadtilm. Kohlensaurer Kalli bildct die Hauptmenge der
geIosten Ptoffe, Spuren von 1’05, zweif‘elhafte Spnren von
Salpetersaure fanden sich Tor, sowie briiunliche s t i c k s t o f f h a1 t i g e organische Substanz.
Das W a s s e r a i l s den1 B r u n n e n i m H o f e d e r
A p o t h c k e d e s Hr. B i s c h o f f i n S t a d t i l m (am 29. Sept.
1863 von mir qualitativ gepruft) war reich an K d k , Schwefelsaure und Chloriden.
VIII. B r u n n e n w a s s e r a u s d e r S p i n n c r e i v o n X u h l mann in Oberweimar, im Janiiar 1 5 6 7 nntersnclit.
1000 Gramme desselben hinterliessen 0,625 Gramnie
Bbdampfriickstand, durch keltes Wasser theilbar in 0,2i 5
Gmmnie Iosliche und 0,410 (;ramme unlosliche Stvffk
Die leiehtlijslichen bestanden aus Talkerde, Natron , Salzsiiure , Schyefelsaure , Spiiren von Salpetersaure und aiii
organkcher Substam. Die in LVasser unlosl. gewordenei
8
Untersiichuiig d. Wassers d. I l ~u.
i gewisser Quell- u. Ijruiiiteiiwiiatiur o t
bestanden aus Kalk, Talkerde, Kohlensaure, Kieselerde, Schwt
f'elsaure und stickst.offfreier organ. Substanz. Phosphorslur
war nicht nachzuweisen. (Diese Analyse wurde von H. A
B e r g aus Weimar unter meiner Leitiing ausgef'iihrt). Ver
anlassnng zur Ausftihrung dieser Analyse gab die Anwesen
heit des Herrn Prof. y o n P e t t e n k o f e r aus Miinchen i
Weimar , gegen welchen sich Hcrr Fahrikant X 11 h 1m a n
aussprach , dass das betreffcnde Wasser seiner Fabrik ein
der reinsten WZsser Weimars sei.
Vergleicht man freilich diese 0,625 Proinille geloste
Stoff'e mit dem Gehalte der Wasser Jenas, so stellen sic1
lehtere bedeutend reiner dar :
1000 Th. Wasser des Leutrahacks in Jena enthaltei
0,259 Th. Abdampfriickstand (nach Wackenroder).
1000 Th. Saalwasser (nach Demselhen) 0,183 Th. festt
Stoffe, wahrend das Ilmwasser (nach obiger Ermittelung:
deren 0,453 Th. enthiilt.
IX.
Brunnenwasser ans d e r Hofbuchdruckere
des Herrn Hermann Bohlau in Weimar
(August 1868 untersucht).
1000 Gramme desselben hinterliessen 1,543 Gramme Ahdampfriickstand, niit 0,853 Th. loslichen und 0,660 Theilen in
N'asser unloslich gewordenen Verhindungen. Die leichtloslichen Salze enthielten vie1 Natron , namentlich Chlornatrium.
auch etwas Kali, nicht unbetrachtliche nifengen von salpeter8auren Salzen und stickstoffreiche organische Substanz.
Die schwerloslichen und unioslichen Salze enthielten Gyps,
kohlens. Kalk, wenig kohlens. Talkerde und geringe Nengen
von phosphorsaurem Eisenoxyd. 1000 Th. dieses MTassers
enthielten 0,363 Th. kohlens. Xalk und 0,297 Th. Gyps =
Ca0,S03
2HO. Um solches Wasser fir dessen Renutzung
im Dampfkessel vom Xalk zu befreien, sind 11/2 his 2 Pfund
krystallisirte Soda fur jede 10 Centner q7asser nothig. (Diese
Analyse wnrde von meinem Assistenten H. Ho h n ausgefuhr t) .
+
Untersuchuug d. Wassers d. Ilm u. gewisser Quell- u. Brunnenw2sseretc. 9
X. Anhangsweise einige Bemerkungen u b e r d e n S a 1 z gehalt d e s Brunnens im Hofe d e s pharmaceutischen Instituts.
Im 3alve 1861 wurden aus 1 Liter Wasser desselben
2,420 Gramme Salze erhalten (Stud. E n g e 1h a r d t aus Judenbach). Im Jahre 1864 (24. Novbr.) ergab 1 Liter desselben nur 1,800 Gramme Salze (Stud. R. N o b a k ) ; im Jahre
1868 nur 1,492 Gramme (Stud. S o l b r i g ) . Am 1. April
1869 erhielt ich wieder 1,700 Gramme Salze aus 1000 Grammen
Wasser. Offenbar hat hier mit der Zeit eine Auslaugung des
Bodens stattgefunden ; die letzte Steigerung erklart sich ungezwungen aus einer Buheperiode wahrend der Osterferien,
wo das Wasser sich mehr sattigen konnte. Einige der hervortretenden Bestandtheile wurden 1864 von Hr. N o b a k
ermithlt. E r fand in 1000 Grammen dieses Brunnenwasser~:
Schwefelsauren Kalk (Ca0,SO 3,
0,566 Gramme
Kohlensanren Kallr (CaO,CO 2,
0,278
77
Kohlensaure Talkerde (Mg0,CO
0,082
,,
Chlornatrinm (NaC1)
0,143
77
Salpetersaures Natron (Na0,N06) - 0,071. -- ,,
1,140 Gramme.
Xeht ermittefte Bestandtheile (darunter auch o r g a n i s c h e S u b s t a n Z e n ) , chem. gebundenes Vl'asser
(obige Gypsmenge bedarf 0,150 Grm.
Krys tallwasser)
0,660
,,
Summa 1,800 Gramme.
XI. W a s s e r d e s S e e b a c h b r u n n e n s b e i B e r k a a n d , I l m .
Eine Probe, am 2. Oct. 1863 geschopft, ergab sich bei
der qualitativen Analyse ungemein reich an G y p s (schwefelsanrem Kalk), ausserdeni enthielt es etwas Bittersalz, etwas
doppeltkohlens. Kelk und doppelt kohlensaure Talkerde und
Spuren yon salzsauren Salzen.
XII. W a s s e r d e s S t a h l b r u n n e n s b e i SBerka a n
d e r Ilm.
Am 2. Octbr. 1863 habe ich in Gesellschaft des Herrn
Badearztes und Pliysikers Dr. Ebert eine Probe dieses Was-
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10 C'nier;iuuhiig d. Wassura (1. Ilm u. gewisacr Quell - 11.
l ~ x ~ t ~ t ~ ietc
c n \ ~ % ~ ~ ~
sers selbst gescltopii und die Anwesenheit dos Eisenoxydul
carbonats in demselbcn yualitativ sicher nachgewiesen.
Eine von mir unternonimeiie yuantitativc Analyse , wobe
mich Hr. Apoth. Hi n r i c 11 s durch Einsendung des Wassers, dit
Hrn. Assistent L. S t a h 1 und Stud. Z o 11n e r bei der Analyst
selbst unterstutzten , ergab foigende 3lengenverhEiltnisse dcl
Bestandtheile. Die niheren Sngnbon iiber Restimmnng dei
sinzelnen Bestandtheile niuss id) hier aus Mangel a111 T<auir
iibergehen. Die Restiinniurg der freien Kohlensiiure ist nichi
artsgefuhrt worden, sondern niir die der an Erdallralien gebun
den gcwcscnen und dwaus die liir Eildung der Bicarbonatc
nothige Nengc bercchnet worden.
1000 Gramme Berkaor Eisenwnsser entha!ten :
T)opIieltkohlensa~iresEisenosydul(Pe0,C: W 4 ) 0,00-13 Grm.
1)oppcltkohlensauren Kalk (Ca0,C204)
0,0285 ,,
Doppcltliohlensaiire Talkerde (11g0,C204) 0,4238 ,,
Schwef'elsauren Xalk (Ca0,S03 2HO)
2,7196 ,,
(Jhlornatrium (KaCl)
0,0565 ,,
(irganische Substanz loslich in Weingeist
0,0533 ,,
+
~~
Summe
~
~
3,3859 G-rm.
1 Yf'und = 1 6 Unzen = 7 6 8 0 &an Wasscr lief'erten
23,63 7 Gran direct bestiminten Abdatnpfriiclistand.
C a r l A u g u s t H o f t ' m a n n hatte 1815 niir %1 (.;ran
Abdarnpfriicltstand B U S 1 Pfunde Rerkaer Eisenwassers crhalten; Dr. E i c h . N i r u s 1847 nur 1 9 Gran.
Eine Restinnnung des Eisengehaltes durch den Letzt.eren
ergab damals eine etwas hohere Zahl als unsere Erinittelung:
nach ilim enthielt dam& das Berkaer Eisenwasser 0,0057
Gran Eisenoxydul , entsprechend 0,0082 Gran d o p p e 1 t k o h l e n s a u r e n E i s e n o x g d u l s in 1000 Grammen,
Als allgemeines Resultat der vorliegendeil Bnely sen yon
Fluss - , Quell - , Brunnen- tind Mineral - Wiisser der Ilmgegenden ergiebt sich, dass namentlich von Berka bis Weiinar
die Wasser r e i c h a ii G y p s sind. Da anch die organisciien
Ueber den Polyhalit im Steinsake xu Stassfurt.
11
Sloffe darin nicht fehlen, so ist bei S t a g n a t i o n und
T T a r m e einc Fiiulniss, wobei Schwefelwasserstoffgas auftritt,
die nothwendigc Folge.
J e n a , den 2. April 1869.
Ueber den Polyhalit im Steinstlee zu St'assfurt
von Professor E. Re i c h il r 11 t in Jena. ")
Der Polyhalit im Steinsalze ELI Stassfurt wwrde von ruir
zuerst in denjeiiigen Salzschichten nachgewicsen , welche zwiwhen dem eigentlichen wassiven und sehr reinen Steinsslzc
uud den Kalisalzen - bnnten, bitteren Salzen - liegen und
so den Uebergang vermitteln. B i s c h o f hat diese Abtheilung
als Polyhalitregion bezeichnet. Hier findet sich dieses Nineral in verhdtnissmassig nicht starken Schniiren zwischen dem
Steinsalzo, dasselbe in zienilich regelmassiger Riclitnng durchsetzend. Bowohl B i s c h o f' s wie nieine Analysen haben dic
Zusanimensetzung des l'olyhalites erwicsen.
I n neuester Zeit hatte Herr Bergmeister S c h o n e , Director des Anhaltinischen Salzwerkes Stassfurt, die Giite, mir
ein Vorkomnien z i t utjersenden, welches in starkeren Stucken
sporadisch als Eirimengung auftritt. Nan fand es in derselhen Region, wo der Kainit , den Carnallit zuriickdrangend,
sic11 ausbreitet, sowohl im Kainit , mie im Carnallit. Nach
den in Stassfiirt unternommenen Untersuchung.cn war man
schon veranlasst , Polyhalit zu vermuthen. Beide Stiicke,
welche ich erhielt, hatten eine dichte, weisse,, kornige Beschaffenheit , zeigten hier nnd da kleine Partien Carnallit iind
wurden getrennt der Untersuchang unterworfen, welche mein
Assistent, Herr D r e y k o r n , ausfiihrte :
Spec. Gew. bei 200 C. E: 2,69; B i s c h o f fand bei den
Polyhalitschniiren 8,74, N a 11 m a n II giebt fur Polyhalit iiberhaupt; 2,7 bis 2,8 an:
Die chcruisehe Untersuclmng ergab in 100 Theilen der
Siibstanz :
- .-__
*) Vom Hr.
VerfiGsser als Separatatbdruck erhalten.
Die Red.
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