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Wachsthumsverhltnisse der Haferpflanze.

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56
Wachsthumsverhaltni~seder HnferpRanze.
Analyse der Asehe von Gnaphalium leontopodinm
(Edelmais).
Die Pflanze, deren Asche Prof. A. B a i l e r untersucht hat, war am Brettboden bei Heiligenblut in Karnthen gesammelt. Die Einascherung geschah im Platintiegel, an dcssen Boden seitlich ein kleines Porcellanrohr
angebracht ist, durch welches beim Erhitzen die Luft in
den Tiegel tritt. 100 Th. bei 1000 getrockneter Pflanze
enthalten 6.5 Th. Asche; diese letztere besteht aus:
' 20,27
Theile Kohlensaure
Kalk
Talkerde
phosphorsaurem.Eiaenoxyd
Phosphorsaure
,, Kioselsaure
Schwefelsaure
Chlorkalium
Kali
100,OO Theile.
23,76
6.70
1;63
5,47
0,98
5.04
7;13
29,02
I
Berechnet auf 100 Th. der bei I000 "
Petrockneten
Blumen:
1.318 Theile Kohlensiiure
Kalk
1;544
Talkerde
0,436 ,,
phosphorsaurem Eisenoxyd
0,106
0.355
Phosphorsaure
Kieselsaure
Schwefelsaure
Chlorkalium
Kali.
der Wissensch. zu Wien.
,
-
Bc 36. u.
B.
Wachsthumsverhiiltnisse der Haferpflanze.
Mit grosser Sorgfalt und Muhe hat iiber dieselben
G. Br e t s ch n e i d e r Untersnchungen angestellt, welche
die verschiedenen Vegetationsepochen der Haferpflanze
betreffen.
Auf dem dazu bestimmten Versuchsfelde wurden
den 22. April 1857 81,2 Pfd. Zollgewicht Hafer m6glichst
gleichmassig ausgesliet und untergeeggt. Nach 58 Tagen,
am 19. Juni, hatten die meisten Pflanzen 4-5 Bliitter
nach dem Cotyledo entwickelt, am 6 August trat vollige
Reife ein, SO dass die anze Vegetationszeit, das Keimen
mit inbegriffen, 106 age urnfasste. Besonders in der
Zeit der beginnenden Reife der Samen fie1 nur Dusserst
wenig Regen.
Die physikalische Beschaffenheit des Bodens ist bei
4
Wachsthumsverh~ltnisseder Haferpjlanze.
57
mgssiger Feuchtigkeit eine lockere, doch reicht der vcrhiiltnissmassig geringe Thongehalt aus, ihn adhilrent zu
machen, wenn anhaltende Warme eintritt ; es cntstelicn
dann Risse und Spriinge in grosser Zahl. Die cheinisclie
Analyse des Bodens ergab:
Ackerkrume
82,47
...................
.................
Kieselsaure
Thonerde ....
Eisenoxyd..
11,02
Manganoxydul .
Kalk .........:............... 4 2 2
Talkerde .....................
0,93
Kali..
0,lS
Natron .......................
0,31
Phosphorsaure..
0,12
Spur
Schwefelsaure..
Organische Substanz u. Waasser. 4,87
1
........................
...............
...............
Uiitergrurid
83,90
11,40
0,12
0,54
0,17
0,12
Spuren
Spur
3,71*).
Die zahlreich angestellten Untersuchungen gesclialicn
zu 5 verschiedenen Perioden :
1) Am 19. Juni. Nach dem Cotyledo ist bei dcn
meisten Pflanzen das 4te bis 5te Blatt entwickelt.
2) Am 29. Juni. Die Bliithenrispe tritt aus dein
Hullblatt.
3) 8. Juli. Vollige Bluthe.
4) 28 ,Juli. Beginnende Reife; der untereThci1 dcr
Pflanze mit Einschluss der BlBtter gelblich, clcr
obere mehr oder minder grun.
5) 6 . August. Vollige Reife.
Das Gesammtgewicht der Ernte auf 1 Hectare bcrechnet, wurde in diesen verschiedenen Perioden betragcn
haben :
1
5887,2
2
3
4
5
- 9817,9 - 15299,8 - 13871,8 - 9835,5
Kilogrni.
Das VerhSiltniss von Vegetationswasser andert sich
bedeutend mit dem Wachsthum und nimmt nnch dor
*) Die so sngegebene Zusammensetzung der Erde ISsst schr mcnig
die eigentliche Mischung derselben erkennen, da gar nicht nngedeutet ist, in welchem Zustande der Loslichl<eit 5ich die
Stoffe befinden und in welcher Verbindung. Die Iiiesclsiiure
kann und ist wohl grijsstentheils als Sand vorhandcri, tlicila
in Thon, theils, wenigstens berechtigt d a m der spiiterc Ihfolg
des Wachsthums, in leicht lSslichem Zustande. Die Eintheilung in leicht abschliammbare Theile der Erde und g r o b ~ i dige, steinige Theile, in durch Saure lasliche oder angreifinrc
Theile und ungelost hinterbleibende gestattet allein dcr spiitcren Beurtheilung durch den Loser die nothigc Gruudlagc.
E. R e i c h a r d t .
58
Wachethumsverhdl tniese d er Haf erpjanze .
niiheren Vollendung der Pflanze mehr und mehr ab, die
feste Substanz zu. Diese Zunahme an Pflanzensubstans
verhielt sich progressiv (mit Ausnahme der Sten Ansammlung der Pflanzen, welche verungliickte) wie
1.
3.
4.
5.
1 : 3,41 : 4 2 2 : 5,36.
B r e t s c h n e i d e r zieht aus seioen Resultaten folgende
Schlusse:
1) Dass vom Beginn der Vegetation bis zur Reife
eine continuirliche Zunahme an-Pflanzenmasse erfolge ;
2) dass diese Zunahme nicht zu allen Zeiten eine
gleichmassige ist ;
3) dass die relative Menge des Vegetationswassers in
der ersten Periode am grossten ist und sich im Verlauf
der Vegetation fortwahrend verringert, so awar, dass die
geringste procentische Menge des Vegetationswassers in
der 5ten Periode, zur Zeit der Reife, angetroffen wird;
4) dass die absolute Menge des Vegetationswassers
zur Zeit der Bluthe am bedeutendsten ist.
Wendet man nun diese Zahlen umgekehrt zur Bestimrnung der Trockensubstanz an, und werden sie, da
ungleiche Zeitraume zwischen den Ta en der Einsammlung liegen, auf 1 Vegetationstag zuriic gefuhrt, so erhalt
man fur 1 Hectare folgende Ergebnisse:
Tagliche Zunahme an Trockensubstanz pro Hectare
a) aus dem zur Analyse verwendeten Quantum berechnet :
I.
11.
111.
IV.
26,Ol
150,88
5,70
60,4 Kilogrm.
6) berechnete Erntegewichte :
i
20,5
151,O
60,4
103,8
,
Die Zunahme an Pflanzenmasse ist demnach zur
Zeit der Bluthe am grossten.
Niichst diesem schritt B r e t s ch n e i d e r sur Elementaranalyse der ganzen Pflanzen und dann ihrer Theile.
Die Resultate, welche er daraus zieht, sind:
a ) fur die ganze Pflanze:
1) Bei bestandiger Steigerung der absoluten Menge
der assimilirten Elementnrbestandtheile und der Asche
erfahrt sie relative Abanderungen im Verlauf der Vegetation, d. h. die ganze Pflnnze. bedarf, j e nach der Entwickelungsperiode, in der sie sich befindet, verschiedene
Quantitaten derselben Nahrungsstoffe zu ihrer Ausbildung.
2) Die absolute Zunahme derjenigen Nahrungsstoffe,
welche sie in der ersten Periode vornehmlich aufnimmt,
Wachthumaverhliltnisse der HuferpJanz8.
59
erfolgt nicht in dem Maasse, wie die Zunahme der organischen Substanz iiberhaupt. Wir sehen dies deutlich
an Asche und Stickstoff. Wihrend die Hafer flanee in
der ersten Periode der Vegetation procentisch &e grosste
Menge beider enthalt, nehmen die relativen Quantitiiten
beider bis zur Reife hin ab, die relative Menge der
Asche in den Perioden verhalt sich wie
100 : 69,5 : 62,O : 63,O
dies der N = 100 : 77,7 : 77,4 : 67,6.
Die absolute Zunahme verhalt sich;
c: 1 : 3,05 : 3,06 : 3,72
H: 1
: 3,03
: 2,75
N : 1 : 2,25
Asche: 1 : 2,Ol
0:1
: : 3,14
: 2,29
: -
: 3,46
: 4,08
: 2,4a
: 2,31.
Wahrend die absolute Zunahrne von C, H und 0 sich
von der 1 - 5. Periode wie 1 : 5,43 : 5,06 : 5,96, verhalt
sich von N und Asche wie 1 : 3,62 : 3,37.
3) Die eben angedeuteten Verhaltnisse sowohl, wie
die absolute und relative Zunahme des 0, die sich schon
aus den obigen Zusammenstellungen ergiebt, erhellen
deutlich, wenn wir die auf 100 Th. Kohlenstoff assimilirten Mengen N, H und 0 neben einander halten:
C
I. 100
111. 100
Iv. 100
v.
100
N
H
0
7,81
4,92
6,15
2,61
13,4
13,3
12,3
10,6
73,6
72,5
100,8
106,5.
Es ist auffallend, wie sogleich nach der Bluthe das
0 in weit reichlicher Menge sich vorfindet, als in den
vorhergehenden beiden Perioden.
Verfasser sucht dies mit dem Verschwinden des
Chlorophylls in Zusammenhang zu bringen und mit der
vermehrten Bildung der Kohlenhydrate etc. Wird der
vorhandene Stickstoff in der Form von Ammoniak aufenommen gedacht, der ubrige Wasserstoff ale Wasser,
i e r Kohlenstoff als Kohlenslure, so ergiebt sich bei dem
Vergleich der ursprunglich dazu nothi en Nahrungsstoffe
und der vorhandenen Producte, der P anzentheile, leicht
ale Menge des sicher ausgeschiedenen Sauerstoffes. Es
betriigt dies z. B. in der ersten Periode auf 100 Th.
P%anzensubstanz 143,83 Sauerstoff, in der fiinften Periode
nur 135,89.
4) Die absolut griisste Menge der Elementarbestandtheile in der Asche wird zur Zeit der Bluthe assixdirt,
B
60
Wachsthumsverhtlltnisse der Haf erpjanze .
wo, wie sich schon oben ergeben hat, auch die grosste
Menge der organischen Substanz gebildet wird; in dieser
Periode werden alle Bestandtheile in nahezu gleichen Quantitaten yon der Pflanze aufgenommen, wahrend in der
ersten Periode N und Asche hervorragend sind. Es wird
dies klar, wenn wir die tagliche Zunahme an den einzelnen Bestandtheilen, den Uehalt der reifen Pflanze = 100
gesetzt, zusammenstellen :
C
H
0
N
Asche
I. 0,31
0,33
0,28
0,47
0,50
2,39
2,13
2,68
2,17
111. 2,51
Iv. 0,89 0,SS 1,07 1,06 0,47
v. 1,49 1,16 1,89 0,75 1,70.
Die tagliche Zunnhme auf 1 Hectare betragt :
I.
111.
IV.
V.
9,47 75,23 26,79 44,71 Kilogrm.
H 1,27 10,05 3,31 4,37 n
0 7,08 54,67 27,03 47,69
N 0,73 3,71 1,65 417
n
Asche 1,75 7,36 1,62
5,88
6) Analvse der einzelnen Pflanzentheile.
Dieselbe ukfasste die Bestimniung von Vegetationswaaser, Asche und Stickstoff, aus welchem dann die Proteinsubstanzen berechnet wurden. Die Resultate sind :
Halme:
11.
111.
IV.
V.
c
Wasser ................. 77,97 - 72,25 - 70,53 - 50,61
Troekensubstanz ........ 22,03 - 27,75 - 29,47 - 49,39
Asche .................. 5,34 - 4,76 - 5,03 - 5,05
Proteinverbindung.. ..... 18,73 - 14,49 - 12,97 - 7,84
Stickstofffreie Substanz. .. 75,93 - 80,75 - 82,OO
87,11.
BILtter:
11.
111.
IV.
V.
Wasser..
74.73 - 78.62 - 61.87 - 10.86
Trockensubstanz ........ 25;27 - 26138 - 38,~13- 89114
Asche .................. 11,11 10J4 - 12,21 - 11,37
23,86 - 21,20 - 20,63 - 16,33
Protiiinverbindung.
StickstofffreieSubstanz.. . 65,03 - 68,66 - 67,16 - 72,30.
Samen:
IV.
V.
Wasscr
47,20 - 16,58
Trockensubstanz
52.80
80.42
4;29 - 4;42
Asche
Proteinsubstanz
15,OO -. 17,40
StickstofffreieSubstanz. 80,71 - 78,18.
Ganze P f l a n z e :
I.
11.
111.
IV.
Wasser..
7930 - 73,47 - 63,v - 35,17
Trockensubstanz ........ 20,20 - 26,53 - 36,23 - 64,83
8,57 - 5,96 - 5,33 - 5,40
Asche
Protiiinsubstanz ......... 22,72 - 17,66 - 17,59 - 15,38
StickstofffreieSubstanz. .. 68,71 - 76,38 - 77,OS - 79,22.
-
...............
......
-
...............
......
................
.......
...............
..................
-
Wachsthumsverh&ltlzi3se der Haferpfiaaze.
61
Auch in den Theilen der Pflanze vermindert sich
demnach das Vegetationswasser von Beginn der Vegetation
bis zur Eeife, jedoch nicht gleich in den einzelnen Theilen.
D i e H a 1m e sind jederzeit am wasserreichsten.
D i e B l a t t s r sind schon in der 2ten Periode wasseriirmer, als die Stengel zu gleicher Zeit, und die Abnahme
steigt endlich so, dass zu Ende sie am wenigsten Wasser
unter alien Theilen enthalten. Durch die Hatter verdunstet also eine weit grossere Menge Wassers, als durch
die Stengel, was die Einrichtung dieser Organe auch an
und fur sich schon voraussetzen liisst. Zu gleicher Zeit
werden durch den aufsteigenden Pflanzensaft fortwahrend
Salze etc. zugefiihrt und so auch die Aschentheile dadurch angehiiuft,
Mit Ausnahme der Samen nimmt in Halm und Blattern der Stickstoffgehalt mit der Dauer der Vegetation
zu. Er verhalt sich
in den Halmen wie 100 : 77,3 : 69,2 : 4 1 , s
100 : 88,s : 86,4 : 68,4.
in den Blattern
Die Halme enthalten zu jeder Zeit weniger Stickstoff
als die Bliitter. Der Stickstoffgehalt in den verschiedenen Vegetationsperioden verhalt sich unter einander :
Halme Blatter
Samen
I.
1 : 1,27
:
1 : 1,46
111.
:
1
: 1,59
: 1,15
IV.
1 : 2,08
:
2,21.
V.
An Aschc enthalten gleichfalls die Blatter stets ungleich mehr und stellt sich als Mittel das Verhaltniss
heraus: Samen = 4,35 : Halme = 5,04 : Blatter = 11,20
Proc. Asche.
Endlich untersuchte R. B r e t s ch n e i d e r auch sehr umfassend die Aschen der Haferpflanze und der Theile derselben und erhielt folgende Resultate.
Die procentische Zusammensetzung der Asche der
ganzen Haferpflanze, der Kohlegehalt und bei 11. und 111.
die Kohlensaure abgerechnet, war :
SiO3
Fe2O3
CaO
MgO
KO
NaO
NaCl
PO5
so3
I.
11.
rrr.
IV.
V.
36,28 - 36,61 - 40,OO - 45,57 - 49,17
1,22 - 0,08 - 0,39 - 0,31 - 0,39
5,136 - 5,46 - 6,46 - 5,19 - 5,43
534 - 4,68 - 5,25 - 4,98 - 5,02
28,96 - 29,30 - 25,60 - 25,90 - 19,14
3,44 - 6,84 - 6,41 - 1,59 - 3,54
5,58 - 7,39 - 4,26 - 4,86 - 3,29
7,95 - 7,46 - 9,17 - 9,61 - 10,13
5,57 - 2,18 - 2,46 - 1,99 - 3,89.
62
Wuchsthumwerhaltnisse der Haferpjarnze.
Auf 1 Hectare erntete inan an Kilogrm:
SiOs
Fez03
CaO
z8'
NaO
NaCl
PO5
SO3
I.
IIr.
IV.
V.
46,92 - 104,31 - 108,48 - 147,61
1,58 - 1,02 - 0,73 -. 1,17
7,32 - 16,82 - 12,35 - 16,30
6,9l - 13,69 - 11,85 - 15,07
37,45 - 66,76 - 61,66 - 57,46
4,45 - 16,72 - 3,78 - 10,63
7,21 - 11,11 - 11,57 - 9,87
10,28 - 23,92 - 22,87 - 30,41
7,20 - 6,42 - 4,73 - 11,68.
Unter den Aschenbestandtheilen nimmt dernnach die
Haferpflanze vorziiglich Kieselsaure, Phosphorsaure und
Alkalien auf.
Die Menge der K i e s e l s i i u r e steigt wahrend der
Vegetation fortwiihrend, besonders aber nach der Zeit
der Bliithe bis our volligenReife. Der Gehalt der reifen
Pflanze = 100 gesetzt, verhalt sich die Zunahme der
vier beobachteten Perioden folgend:
21,8 : 57,l ; 72,l : 100.
Die absolute Zunahme verhalt sich, wie
1 : 2,61 : 3,30 : 457.
Die tiigliclie Zunahme auf 1 Hectare betragt :
I.
III.
IV.
V.
0,63 - 3,14 - 1,58 - 3,63 Kilogrm.
I n der 5ten Periode wird demnach tiiglich die grosste
Menge an Si03 assimilirt, die absolute Zunahme von der
Bluthe bis zur Reife betragt 42,9 Proc. und dies geschieht
in 29 Tagen, dem Zeitraume, welchen die beiden letzteren Perioden umfassen, wlhrend in den vorhergehenden
77 Vegetationstagen, in welche allerdings der Keimungsprocess fAllt, nur 47 Proc. aufgenommen wurden. Die
Kieselsaure ist meist frei abgelagert in den Pflanzenorganen, dies geht schon aus der procentischen Zusammensetzung der Aschen hervor und scheint den Cerealien,
in deren ausserer Bekleidung sie sich hauptstichlich vorfindet, ihren Zweck zu erfullen, indem sie den Halmen
die nijthige Festigkeit ertheilt. Nach der Bliithe nimmt
die assimilirte Kieselsaure hauptsachlich ihren We g nach
den Blattern, in deren Asche sie sich nach der 3ten Periode enorm vermehrt.
Wie die Kieselsaure, so ahnlich die Phosphorsaure.
Die absolute Zunahme verhalt sich, wie
1 : 2,73 : 3,17 : 4,30
und in Procenten der zur Zeit der Reife vorhandenen:
23,2 : 63,5 : 73,8 : 100.
Wuchsthumsverhdltnisse der Hafeerpjanze.
63
Die tilgliche Zunahme auf 1 Hectare betragt in den
4 Perioden
I.
111.
IV.
V.
0,14
0,21
0,22
0,70 Kilogrm.
Anders ist es mit den Alkalien. Nstron ist weit weniger vorhanden als Kali und die grosste Menge beider
findet sich von der zweiten Periode an, wo die Bluthenrispe aus dem Hullblatt tritt :
KO
NaO
KO+NaO
1.
11.
111.
Iv.
v.
28,96
29,30
25,60
25,90
19,40
6,40
10,76
8,67
4,16
5,28
35,36
40,06
34,27
30,06
24,42.
Die relativen Mengen der Alkalien nehmen demnach
nach der 2ten Penode continuirlich ab, nicht so die absoluten Mengen. Man erntete auf 1 Hectare:
KO
NaO
KO+NaO
1.
29,52
6,52
36,04 Kilogrm.
20,96
82,89
111.
61,93
Iv.
v.
69,38
65,91
11,17
18,20
80,55
84,11
,
Den Gehalt der reifen Pflanze gleich 100 gesetzt,
erntete man:
I.
111.
IV.
V.
42,s - 98,s
- 95,7
- 100,O.
Die Aufnahme der Alkalien findet demnach in
den ersten Perioden statt, in den spiiteren nicht mehr,
woraus die Thatsache folgt, dass die Pflanze das Vermogen besitzt, diejenigen unorganischen Korper nicht weiter
zu assimiliren, deren sie nicht weiter bedarf. Alkalien
miissen nach der vorangestellten Erdanalyse noch genugend im Boden vorhanden sein, denn es gingen in die
wiisscrige Liisung 0,0402 Proc. iiber. Angenommen, dass
die 6 Zoll tiefe Ackcrkrunie eines Morgens 1,000,000Pfcl.
wiege, so sind darin cnthalten 402 Pfd. Alkalien. Die
Ackerkruine einer Hectare enthiilt deninach uber 700
Kilogrm. in Wasser losliche Alkalien, wahrend durch die
Ernte nur 8 4 , l l Kilogrm. entnommen wurden.
Kallc und Talkerde bleiben sich zierulich gleich.
Beide vereint zeigen folgendcs Verhaltniss :
I.
111.
IV.
V.
11,OO - 11,111 - 11,71 - 10,45 Proc.
Die absolute Menge muss demnach steigen und betragt fur die Ernte auf 1 Hectare:
64
Wccchsthumsverh~ltnisseder H a f e T j a w e .
I.
111.
- 28,32
IV.
V.
- 35,98
Kilogrm.
Aschen der einzelnen Bestandtheile.
Nach Abzug von Kohle, Sand und Kohlenskure sind
Folgendes die Resultate:
11,21
11.
SiO3 30,7G
Fez03 0,35
CaO 3,9G
MgO 4,12
KO 31,48
NaO 8,69
NaCl G,O1
PO5 11,09
SO3 3,54
Halme:
111. IV.
34,68 31,15
0,50 0,19
4,57 3,99
5,07 4,69
29,68 36,97
G,30 2,60
5,91 9,87
11,23 G,31
2,OG 4,33
- 27,524
v.
35,41
0,2G
5,20
4,23
33,70
5,19
G,92
3,3G
5,23
11.
46,50
0,40
8,29
4,69
20,82
8,21
1,97
5,07
4,15
Blatter :
Sarnen :
111. IV. v . IV. v .
49,32 G7,18 G9,49 54,GO 51,91
0,52 0,30 0,39 0,18 0,40
9,49 8,70 9,G9 4,29 4,08
5,48 4,80 4,63 5,41 6,79
17,58 10,09 7,71 15,89 11,54
G,70 2,42 2,34 0,25 1,67
2,09 1,32 0,SO 0197 O,G9
5,36 3,lG 2,28 16,87 20,50
3,4G 2,03 2,67 1,54 2,42
Hier zeigt sich nun die Vermehrung der Kieselsiiure
besonders in den Blattern. Die Phosphorsaure dagegen
verniindert sich in Halm und Blatt von der 3ten Periode
an. Besonders deutlich tritt 1etEteres hervor, wenn die
Kieselsiiure von den Aschen abgerechnet und nun diese
auf 100 erhoben werden. Die Procente der Phosphor111.
IV.
V.
saure sind dann 11.
16,02 - 17,19 9,17 - 5,97
Halm
Hatter
9,46 - 10,58 9,62
7,48
Samen
- - 37,16 - 42,65.
Gleiche Berechnung der Alkalien - KO
NaO,
gleichfalls vom NaCl dazu gezahlt - ergiebt
64,94 - 65,91
Halme 62,62 - 59,89
Blitter 56,12 - 50,lO - 40,26 - 34,36
Samen
- - - - 36,69 - 28,21.
Nur bei den Halmen tritt hier eine anhaltende Zunahme hervor, uberhaupt enthalten diese jederzeit die
grosste Menge der Alkalien :
Halme
Blatter
Samen
11.
43,35 - 30,07
-
-
-
+
-
III.
IV.
V.
39,12
44,70
42,56
-
-
25,38
13,21
c
-
10,47 -
16,65
13,57.
Mit dem Wasserreichthum der Halme steht ohne
Zweifel der Gehalt an loslichen Verbindungen in Zusammenhang, die durch den Halm den anderen Organen zugefuhrt werden, zum Theil vielleicht aus diesen wiederum in den Halm zuruckkehren, denn aus Blattern und
Samen verschwinden Kali und Natron bis zur Reife,
wiihrend die Menge derselben in den Halmen dieselbe
bleibt.
Ferrocyanwasserstof.
65
(Sicher wird auch durch Ausschwitzen eine nicht
unbetrachtliche Menge gerade der loslichen Salae entfernt. E. R e i c h a r d t ) .
Kalk und Talkerde bleibt sich in der procentischen
Zusamrnensetzung der Asche ziemlich gleich. Nach Abzug der Kieselerde muss sich in den Bliittern Kalk und
Magnesia wegen des Reichthums an Kieselerde daher
mehren.
Halme :
Blltter :
11. 111. IV. v.
11. 111. 1v. v.
K a l k . . . 5,71 6,99 5,79 8,05 15,45 18,72 26,51 31,77
Talkerde5,95 7,77 6,82 6,55 8,75 10,81 14,62 15,11
Samen :
IV. v.
9,46 8,48
11,91 14,12
Die Asche der Blatter ist an? reichsten an Kalk, die
der Samen am reichsten an Talkerde. Bei diesen uberwiegt auch die Menge der Talkerde die des Kalkes.
Es scheint, als konnte der Kalk durch Talkerde, diese
dmeh Kalk nieht immer vertreten werden, sondern jeder
Aschenbestandtheil hatte eine mehr oder minder grosse
Wichtigkeit fur die Ausbildung der einzelnen Pflanzenorgane. (Journ.f.pr. C7hem.4Bd. 76. Hft.IT? 6.193-223.)
Rat.
-
Ferrocyanwasserstoff,
Ferrocyanwasserstoff, in Losung der Luft dargeboten,
setzt unter Sauerstoffaufnahme einen blauen voluminosen
Niederschlag ab und entwickelt dabei sehr deutlich den
Geruch nach Blausaure. Diese blaue Verbindung hatte
P o s s e l t fur Berlinerblau erklart; R e i m a n n und C a r i u s
untersuchten dieselbe nochrnals nnd fanden die Angabe
von P o s s e l t bestatigt. Der Korper ist nach der Formel
Cyls Fe6 Fes 24aq zusammengesetzt, stellt getrocknet
ein lockeres blaues Pulver dar, giebt mit Wasser zusamniengerieben eine scheinbar klare blaue Flhssigkeit, aus
der er sich selbst nach langerem Kochen nicht abfiltriren
lasst, sich aber nach mehrtagigem Stehen unveriindert
abscheidet, und unterscheidet sich von dem gewiihnlichen
Rerlinerblau nur durch eine etwas hellere Farbe. Die
Entstehung desselben wird durch die Gleichung veranschaulicht :
7 (CycFe2H4)
0 4 = 24(HCy)
4H0
CylsFe6Fes.
G.
(Ann. der Chem. u. Pharm. CXIII. 39-41.)
+
+
Arch.d.Phwm. CLVIILBas. 1.Hft.
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+
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