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Zentral dmpfende Wirkstoffe 7. Mitt. Kernsubstituierte Diallylamino-135-triazine

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827
Zentral dampfende'wirkstoffe
Zentral dampfende Wirkstoffe, 7. Mitt. ')
Kernsubstituierte (Dially1amino)- 1,3,5-triazine+)
Alfred Kreutzberger.), ++) und Irmtraut Schlafer+++)
Institut fur Pharmazie der Johannes Gutenberg-Universitat Mainz,
Saarstr. 21, D-6500 Mainz
Eingegangen am 1. Juni 1987
Aus der Umsetzung von 2,4-Dichlor-6-(diallylamino)-1,3,5-triazin
(1) mit
.langkettigen primaren (2a-b) und cyclischen sekundaren (2c-f) Aminen
gehen die kernsubstituierten Chlor-diallylamino-1,3,5-triazine (3a-f) hervor. Ein fur Strukturtyp 3 charakteristischer ms Fragmentierungsweg
beinhaltet die Umbilhung der Diallylaminogruppe zum Aziridinring. Unter den neu entwickelten Verbindungen findet sich zentral dampfende
Wirksamkeit besonders in 3a ausgepragt. Daruber hinaus weist Strukturtyp 3 Antiprotozoen-, anthelminthische und insektenwachstumsregulatorische Wirkung auf.
CNS Depressants, VII: (Diallylamino)-1,3,5-triazinesSubstituted at the
Triazine Nucleus
The reaction of 2,4-dichloro-6-(diallylamino)-1,3,5-triazine
(1) with longchain primary (2a-b) or cyclic secondary (2c-f) amines leads to chloro(diallylamino)-1,3,5-triazines(3a-f) substituted at the triazine nucleus.
Transformation of the diallylamino group into the aziridine ring is a mass
spectrometric fragmentation pathway characteristic for structures of type
3. Compound 3a exhibits striking CNS depressant activity. Furthermore,
structures of type 3 exhibit antiprotozoic, anthelminthic and insect growth
regulatory activities.
1,3,5-triazin (3b) durch Umsetzung von 1 rnit Tridecylamin
(2b) erhaltlich. In Anlehnung an das Auftreten des Piperazinringes in zentral dampfenden Arzneistoffen, wie Perphenazin lo) oder Fluphenazin"), sind entspr. Partialstrukturen
ebenfalls in die vorliegenden Untersuchungen einbezogen
worden. So gehen aus der Umsetzung von 1rnit 1-(2-Pyridyl)piperazin (2c) einerseits, rnit 1-(2-Nitrophenyl)piperazin
(2d) andererseits, die Endprodukte 3c und 3d hervor. Das
Auftreten weiterer hydrierter Heterocyclen in zentral dampfenden Wirkstoffen, wie in Thioridazing)motivierte die SynDieses Synthesevorhaben hat nunmehr in der zu 2-Chlor- these der Diallylamino- 1,3,5-triazine 3e-f durch Umsetzung
4-(diallylamino)-6-octylamino-1,3,5-triazin
(3a) fuhrenden von 1 rnit 2,3-Dihydroindol(Ze) oder 1,2,3,4-TetrahydrochiUmsetzung von 2,4-Dichlor-6-(diallylamino)-1,3,5-triazin nolin (20.
(1) mit Octylamin (2a) erste Verwirklichung gefunden. Als
Zur Charakterisierung der neuen Verbindungen 3a-f sind die spektrogunstigstes Reaktionsmedium erwies sich fur diese Um- skopischen Daten herangezogen worden. In den IR-Spektren manifestiert
setzung ein Aceton/NaOH-Gemisch. Nach derselben Ver- sich die allen Verbindungen gemeinsarne Allylstruktur in Form charaktefahrensweise ist 2-Chlor-4-(diallylamino)-6-tridecylamino- ristischer CH-Valenzschwingungen. Es treten bei 3080 cm-I wie auch bei
Aus unseren Untersuchungen iiber nucleophile Substitutionen am
1,3,5-Triazinsystem sind in jiingster Zeit neue Verbindungsklassen mit antimykotischen2) und antikonvulsiven3) Eigenschaften hervorgegangen.
Insbesondere aber haben Stickstoffheterocyclen mit zentral dampfender
Wirkung entwickelt werden konnen4).Im Hinblick auf das gehaufte Auftreten von Halogenatomen in zentral dampfenden Arzeneistoffen, wie im
Carbromals~6), ferner von ungesattigten Gruppierungen, wie in Secobarbital', oder EthinamaP), sind entsprechende Strukturelemente in die vorliegenden Untersuchungen einbezogen worden. Speziell veranlaljte das Vorkornmen langerkettiger Alkylgruppen, wie in Flupenthixoldecanoat9),den
Einbau geeigneter Partialstrukturen in die konzipierten Strukturen.
3020 cm-I spezifische Banden auf, die im ersten Fall der =CH,-Absorp-
1
2.3 I
3
a
b
C
d
Die vorliegende Arbeit ist Herrn Prof. Dr. C. H. Brieskorn, Universitat Wiirzburg, mit den besten Wunschen zum 75. Geburtstag gewidmet.
++) Als Teil eines Referats VOrgetragen aUf dem 1 1. Illternationah
Kongrelj der Heterocyclischen Chemie, Heidelberg, August 1986.
+++) Aus der Dissertation I. Schlafer, Universitat Mainz 1986.
+)
Arch. Pharm. (Weinheim) 321,827-830 (1988)
e
1
tion und im zweiten Fall der =CH-Absorption zuzuordnen sind. Die auf
nicht konjugierte c=c-valenzschwingungen zurGckzufuhrenden Infrarotbanden konnen in den vorliegenden Spektren bei 1640 cm-l identifiziert
werden. Das planare C,N,-Sechsringgerfist des TriazingrundkGrpers
fuhrt nach Anregung ,,in plane"-Deformationsschwinungen aus, die sich
in drei starken Banden bei 1570 crn-I, 1530 cm-I und 1500 cm-I wider-
0 VCH Verlagsgesellschrlft mbH, 0-6940 Weinheim, 1988 036S-6233/88/1111-0827 $02.SO/O
Kreutzberger und Schlafer
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spiegeln. Der fur den Triazinring besonders charakteristische scharfe,
durch ,,out of plane"-Deformationsschwingungen hervorgerufene Peak
wird in den vorliegenden Spektren bei 800 cm-I gefunden12).
Das 'H-NMR-spektroskopische Verhalten sei anhand von 3e-f aufgezeigt. So ist das 'H-NMR-Spektrum von 3e gekennzeichnet durch das
Vorhandensein von zwei leicht verbreiterten Tripletts, einem Multiplett
und einem verbreiterten, angespaltenen Dublett'-'). Die beiden Tripletts erscheinen im hohen Feld bei 6 = 3.15 und 4.22 ppm. Sie sind den Methylengruppen an C-2 und C-3 des 2,3-Dihydroindolylrests zuzuotdnen, wobei
die zum Indolylstickstoff P-standige Methylengruppe im hoheren Feld erscheint. Die Protonen an C-2 und C-3 des Heterofiinfrings geben durch
Kopplung mit den jeweils benachbarten Protonen Veranlassung zur Aufspaltung in Tripletts. Die Kopplungskonstanten dieses A,X,-Systems betragen jeweils 8.25 Hz und entsprechen damit den Literaturdaten.
Dem Multiplett bei 6 = 6.85-7.35 ppm und dem verbreiterten Dublett
bei 6 = 8.28 ppm sind nach der Integration im ersten Fall drei Protonen,
im zweiten Fall einem Proton zuzuordnen. Diese Protonen des ankondensierten Benzolrings geben ihre Signale bei unterschiedlicher chemischer
Verschiebung, da das Proton an C-7 des 2,3-Dihydroindolylrests, bedingt
durch die unmittelbare Nachbarschaft des Triazinrings und dessen anisotropen Effekt, eine Tieffeldverschiebung erfahrt. Das Signal erscheint in
Form eines breiten, angespaltenen Dubletts mit einer Kopplungskonstanten von J = 7.5 Hz. Sie wird hervorgerufen durch die bei Aromaten auftretende vicinale Kopplung zum orthostandigen Proton an C-6.
Ahnliche Verhaltnisse wie beim oben beschriebenen 2,3-Dihydroindolderivat 3e ergeben sich beim Substituenten 1,2,3,4-Tetrahydrochinolin
(30. Die Protonen der Methylengruppen des hydrierten Pyridinrings erscheinen als zwei Tripletts und ein leicht verzerrtes Quintett bei 6 (ppm) =
3.96, 2.75 und 1.93, wobei das Triplett bei 3.96 ppm wiederum die zum
Stickstoff a-standigen Protonen charakterisiert. Alle Methylengruppen
zeigen ebenfalls das typische Aufspaltungsmuster eines A,X,-Systems.
Dies erscheint moglich vor dem Hintergrund, daO der hydrierte Heterosechsring nicht als starrer Halbsessel mit seinen zwei moglichen Konformationen, sondern als schnell umklappendes Ring~ystem'~)
vorliegt. In
dieser Situation werden die Protonen der Methylengruppen aquivalent
und zeigen die beschriebenen Aufspaltungsmuster. Die Kopplungskonstanten zwischen den Protonen an C-2 und C-3 einerseits und zwischen
C-3 und C-4 andererseits weisen unterschiedliche Werte auf, namlich 6
Hz fur 52.3 und 6.5 Hz fur 53.4. Dieser Unterschied erklart die leicht unregelmaaige Form des Quintetts und steht im Einklang rnit den Literaturwerten.
Die Signale der vier Protonen des ankondensierten Benzolrings erscheinen ebenfalls wie beim 2,3-Dihydroindol bei zwei unterschiedlichen Shiftwerten. Das Proton an C-8 ist auch hier durch die Anisotropie des Triazinrings' gesondert tieffeldverschoben. Es erscheint bei 6 (ppm) = 7.73 als
breites, angespaltenes Duplett rnit J, = 8 Hz. Die restlichen drei Protonen
an C-5, C-6 und C-7 des Tetrahydrochinolinrings treten im hoheren Feld
bei 6 = 7.0 ppm als einzelne angespaltene Signalgruppe auf.
Sehr charakteristisch ist ferner das Verhalten der Strukturen 3e und 3f
unter ElektronenbeschuO. Neben dem Abbau der Diallylaminogruppe
und der Abspaltung eines Chlorradikals aus dem Grundmolekiil beinhaltet der dominante Zerfallsweg dieser Verbindungen ein gemeinsames Abbauschema der substituierten Piperazinseitenkette (Abb. 1).
Die Molekulstruktur wird sowohl auf der Stufe des Molekulions als auch auf verschiedenen Abbaustufen der Diallylaminoseitenkette im Bereich des Piperazinrings fragmentiert.
Diese Spaltung vollzieht sich in Form einer innermolekularen
a-Spaltung, der sich weitere Fragmentierungen anschlieBen? So entsteht aus dem Molekulion unter Verlust des
Neutralteilchens R-NH, das Radikalkation m/z 277, das
sich als nicht bestandig erweist und unter Verlust von Acetylen weiter in das Radikalkation m/z 25 1 zerfallt. Aus der Eliminierung des Substituenten R in Form seines Methylenimi-
1
-C4H6
. /H2-CH=CHz
,CHz-CH=CH2
iN
A'CCH~-CH=CH
Ni k 2 - c ~ = c ~ 2
ANA,CH=CH2
CI
- RNAa
N 'N
-$H2
CI
N~~~ =CH,
mle 211
mle 251
m/e 210
mlel8L
Abb. 1: Massenspektroskopischer Zerfall des N- l,N-2-disubstituierten
Piperazinrings auf verschiedenen Abbaustufen der Diallylaminoseitenkette.
noradikals aus dem Grundmolekul resultiert das Kation m/z
264. Dieses verliert wiederum Acetylen, so dal3 das stabile
Kation m/z 238 gebildet wird. Durch Abspaltung des Neutralteilchens C,H6 aus der Diallylaminoseitenkette entsteht
das Radikalkation M-54u. Dieses kann, ebenso wie das Molekulion, R-NH2 eliminieren, um dann zum Radikalkation
m/z 223 mit der Diethylenaminostruktur abgebaut zu werden. Unter Verlaust des Radikals CzH3entsteht hieraus das
Fragment m/z 196. Verliert M-54u das R-Methyleniminoradikal, so bildet sich das Bruchstuck m/z 210, welches bei
nachfolgendem Verlust von Acetylen in m/z 184 iibergeht.
'Die Diallylaminoseitenkette verliert im ersten Abbauschritt ein C,H3-Radikal. Das hierbei entstehende Bruchstuck ist allerdings so instabil, daB sich sofort eine weitere
Fragmentierung der Allylaminostruktur anschlieBt. Infolgedessen ist auf dieser Abbaustufe der Diallylaminoseitenkette
keine weitere Fragmentierung bezuglich des Piperazinrings
Arch. Pharm. (Weinheim) 321,827-830 (1988)
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Zentral dampfende Wirkstoffe
zu beobachten. Erst nach dem Verlust des Neutralteilchens
C3H4,welches durch eine gleichzeitig ablaufende McLafferty-Umlagerung abgespalten wird, wird eine stabile Abbaustufe erreicht. Diese erscheint im Massenspektrum in Form
des Kations M-67u. Aus der daran anschliefienden erneuten
Abspaltung von R-NH, geht das Kation m/z 210 hervor, das
weiter zum Bruchstuck m/z 184 abgebaut wird. Durch Verlust des Neutralteilchens R-N=CH, aus M-67u wird das Kation m/z 198 gebildet. Dieses spaltet Acetylen ab und liefert
das Kation m/z 172, das in der Seitenkette eine Methylaminostruktur tragt.
Bei der Priifung auf Arzneimittelwirkungen stellten sich
innerhalb des Strukturtyps 3, insbesondere bei langkettig aliphatischer Substitution, Vertreter mit zentral dampfender
Wirksamkeit heraus. So zeigt 3a an der Maus im Apomorphin-Klettertest in der Dosis 30 mg/kg per 0s einen neuroleptischen Effekt. Ferner findet sich in Strukturtyp 3 Antiprotozoen-Wirksamkeit; sowohl 3a als auch 3d vermogen in der
Dosis 125 pg/ml Wirkung gegen Trichomonas vuginalis zu
entfalten. Auffallend ausgepragt ist in 3d anthelminthische
Wirksamkeit. In der Konzentration 100 ppm lost 3d sehr
starke Wirkung gegen Cuenorhabditis elegans, in der Konzentration 1000 yg/ml per 0s oder subkutan eine etwas
schwachere Wirkung gegen Heterakis spumosu, aus. Das
Wirkprofil von 3d wird durch den Befund abgerundet, da13
die Substanz in der Konzentration 100 pprn insektenwachstumsregulatorische Wirkung in der Form einer 45proz.
Hemmung der Larvenentwicklung von Lucilia cuprina zu
entfalten vermag. Die hier mit dem Strukturprinzip der ungesattigten Seitenkette in 3 einhergehende anthelminthische
Wirkung findet eine auffallende Parallele in substituierten
Ethentricarbonitrilen
Wir danken dem Fonds der Chemisehen Industrie, Frankfurt/M., fur
die Forderung der vorliegenden Untersuchungen durch Bereitstellung von
Forschungsmitteln, der SKW Trostberg AG, Trostberg, speziell fur die
Oberlassung von Grundchemikalien auf Cyanamidbasis.
Experimenteller Teil
Schmp.: Schmelzpunktbestimmungsapparatur Buchi SMP 20 nach Dr.
Tottoli, unkorr. - IR: Beckman Spektralphotometer IR-33 und IR-4220.
- 'H-NMR: Varian EM 360 A, TMS als inn. Stand. - MS: CH 7A Varian
MAT Bremen.
2-Chlor-4-(diallylamino)-6-octylamino-i
,3,5-triazin (3a)
24.5 1 g (100 mmol) 2,4-Dichlor-6-(diallylamino)-1,3,5-triazin
(1) werden
in 250 ml Aceton gelost und anschlieflend mit 10 ml 10 N-NaOH versetzt.
Unter standigem Riihren werden bei Zimmertemp. 12.91 g (100 mmol)
Octylamin (2a)zugetropft. Nach dem Ende der Reaktion wird das entstandene NaCl abfiltriert und das Losungsmittel Aceton abgezogen. Das
entstandene gelblich gefarbte Rohkristallisat wird in Ethanol aufgenommen und auf -18 OC gekuhlt. Das gewunschte Endprodukt kristallisiert in
Form von langen, farblosen Naddn aus und wird durch wiederholtes Umkristallisieren aus Ethanol (-18 "C) gereinigt. Ausb. 13.00 g (40 % d. Th.)
Schmp. 49 "C. - IR (KBr): 3260,3160,3 110 (NH-Valenz), 3080 (VinylCH-Valenz), 2950, 2920, 2840 (CH-Valenz), 1610 (NH-Deformation),
1570,1530,1490 (Triazin C=N), 795 cm-' (Triazin C=N out of plane). 'H-NMR (CDCI,): G(ppm) = 0.9 (t verzerrt, 3 H, CH,-(CH,),-CH,Arch. Pharm. (Weinheim) 321,827-830 (1988)
NH), 1.33 (s breit; 12 H, CH,-(CH_,),-CH,-NH), 3.26 (quart; 2H, J = 7
HZ, CH,-(CH,),-CH,-NH), 4.1 (d; 4 H, J = 6 Hz, CH,=CH-C€I,), 5.03
(d; 2 H, J = 16 Hz, CH, = trans), 5.08 (d; 2 H, J = 10 Hz, CH, = cis),
5.46-6.06 (m; 2 H, CH, = CH-CH,, 1 H, NH). - MS (70 eV): m/z = 337
(14 %,M+*),336(9), 322(10),310(4), 308(5),302(10),296(31), 294(7),
283 (1 l), 280 (4), 266 (5), 252 (19), 238 (14), 210(9), 198 (lo), 190(4), 184
(19), 171(4), 170(8), 160(7),158(4), 156(2),123(10),121(7),117(6)104
(1 l), 94 (8), 8 l(3 l), 69 (14), 68 (21), 62(4),55(30),41(100). -C,,H28CIN,
(337.9)Ber. C 60.4 H 8.3 N 20.7 Gef. C 60.6 H 8.3 N 20.5.
2-Chlor-4-(diallylamino)-6-tridecylamino-l,3,5-triazin
(3b)
Nach Darstellungsmethode 3a laat man 24.52 g (100 mmol) 1 mit 19.94 g
(100 mmol) Tridecylamin (2b)reagieren. Nach Abtrennen des entstandenen NaCl und Aufarbeiten nach Methode 3a erhalt man kleine, farblose
Nadelchen in einer Ausb. von 22.65 g (55 %, d. Th.). Schmp. 47 OC. - IR
(KBr): 3270, 3 190, 3 120 (NH-Valenz), 3080, 3015 (Vinyl-CH-Valenz),
2920, 2855 (CH-Valenz), 1620 (NH-Deformation), 1585, 1540, 1495
(Triazin C=N), 80Ocm-' (Triazin C=N out of plane). - 'H-NMR
(CDC1,): 6 (ppm) = 0.9 (t verzerrt; 3 H, CH_,-(CH,),,-CH,-NH), 1.2 (s
breit; 22 H, CH3-(CE12)11-CH,-NH),3.26 (quart; 2 H, J = 7 Hz, CH,(CH,),,-CH_,-NH), 4.1 (d; 4 H, J = 6 Hz, CH, = CH-CH,), 5.03 (d; 2H,
J = 16 Hz, CE, =trans), 5.08 (d; 2 H, J = 10 Hz, CH_, =cis), 5.46-6.06
(m;2 H, CH, = CH-CH,, 1 H, NH). - MS (70 eV): m/z = 407 (50 %,
M+.),
406 (35), 392 (38) 380 (13), 378 (22), 372 (28), 360 (85), 364 (23),
353 (8), 350 (19), 336 (19), 322 (17), 308 (29), 294 (28), 280 (19), 266
(23), 252 (86), 238 (45), 224 (14), 210 (191, 198 (28), 190 (7), 184 (38),
171(7),170(14), 160(8),158(7), 156(1),148(7),123(12),121(12),117
(7), 104 (15), 94 (7), 81 (35), 69 (25), 68 (ll), 62 (4), 55 (50), 41 (100). C,,H3,C1N,(408.0)Ber.C 64.88 9.34N 17.2Gef. C 65.6H9.1 N 17.1.
2 Chlor-4-(diallylamino)-6-~4-(2-pyridyl)-l
-piperazinyll-I ,3,5-triazin
(34
24.51 g (100 mmol) 1 werden bei Raumtemp. mit 16.30 g (100 mmol)
1 (2-Pyridy1)piperazin(2c) in Aceton, dem 10 ml 10 N-NaOH beigefugt
sind, zur Reaktion gebracht. Die Reinigung des Rohprodukts erfolgt
durch Suspendieren desselben in Ethanol. Man erhalt farblose Plattchen
mit einem Schmp. von 75 "C. Ausb. 17.00 g (46 % d. Th.). - IR (KBr):
3090, 3020 (Vinyl CH-Valenz, aromat. CH-Valenz), 2990, 2920, 2860
(CH-Valenz), 1650 (C=C-Valenz), 1590, 1560, 1505 (Triazin, Pyridin,
C=N, C=C), 800 (Triazin C=N out of plane), 775 cm-1 (aromat. CHWagging). - 'H-NMR (CDCI,): G(ppm) = 3.51 (m;4 H, PyridylN=(CH_,),), 3.81 (m; 4 H, Triazin-N=(CH_,),), 4.11 (d; 4 H, J = 6 Hz,
CH, = CH-CII,), 5.03 (d; 2 H, J = 16 Hz, CH, = trans), 5.08 (d; 2 H, J =
10 Hz, CFI, =cis), 5.46-6.06 (m;2 H, CH,=CH_-CH,), 6.5-6.66 (; 2 H,
H an C-3 und C-5 des Pyridinrings), 7.2-7.56 (m;1 H, H_ an C-4 des Pyridinrings), 8.03-8.23 (m; 1 H, H_ an C-6 des Pyridinrings). - MS (70 eV):
m/z = 372 (14 %), 371 (55 %, M+.), 370 (6), 356 (4), 344 (3), 336 (3), 330
(8), 317 (3), 304 (8), 277 (14), 265 (14), 252 (59), 238 (78), 225 (8), 210
(12), 198 (6), 196 (8), 146 (39), 133 (84), 121 (80), 107 (loo), 95 (9), 94
(lo), 81 (24), 79 (61), 69 (lo), 68 (6),62 (4), 57 (16), 55 (20), 51 (lo), 41
(92). - C,,H,,CIN, (371.8) Ber. C 58.1 H 6.0 N 26.4 Gef. C 58.08 H 6.0
N 27.0.
2-Chlor-4-(diallyiamino)-6-~4-(2-nitro~henyl)-l
-piperazynylI-I ,3,5-iriazin (3d)
Analog der Darstellung von 3a reagieren 24.5 1 g (100 mmol) 1 mit 20.73 g
(100 mmol) 1-(2-Nitrophenyl)piperazin 2d). Die Aufarbeitung erfolgt
durch Aufnehmen des zahen, orangefarbenen 01s in eine Mischung aus
Methanol/Methylenchlorid 1:1. Es fallen feine orangefarbene Polyeder
aus, die einen Schmp. von 73 "C besitzen. Die Ausb. betragt 18.25 g (44 %
d. Th.). - IR (KBr): 3080, 3020 (Vinyl CH-Valenz, aromat. CH-Valenz),
2980,2910,2845 (CH-Valenz), 1640 (C=C-Valenz), 1610, 1570, 1525,
1500 (Triazin C=N, Phenyl C=C, C-NO,-Valenz), 800 (Triazin C=N
830
out of plane), 755 cm-I (aromat. CH-Wagging). - 'H-NMR (CDCI,):
6 (pprn) = 3.03 (t verzerrt; 4 H, J = 5 Hz, Phenyl-N=(CH_,),), 3.9 (t verzerrt; 4 H, J = 5 Hz, Triazin-N=(CH_,),), 4.11 (d; 4 H, J = 6 Hz,
CH,=CH-C€I,), 5.03 (d; 2 H, J = 16 Hz, C g , = trans), 5.08 (d; 2 H, J =
10 Hz, CH_, =cis), 5.43-6.06 (m; 2 H, CH,=CH_-CH,), 6.9-7.76 (m; 4 H,
H_ des Phenylrings). - MS (70 eV): m/z = 416 (2 %), 315 (3 %, M+'), 400
(7), 388 (3), 380 (19), 374 (7), 369 (l), 361 (l), 354 (4), 348 (l), 342 (l),
334 (11,328 (I), 315 (l), 264 (6), 252 (54), 238 (70), 224 ( 9 , 2 2 2 (6), 210
(19), 198 (15), 196 (13), 184 (9), 177 (2), 171 (4), 160 (2), 148 (9), 147
(II), 145 (153, 131 (50), 123 (3), 119 (26), 104 (171, 91 (9), 81 (24), 77
(17),69(6),68(6),65 (8),55 (17),41 (loo).-Cl,H,,C1N,0,(415.8)Ber.
C 54.9 H 5.3 N 23.6 Gef. C 54.9 H 5.5 N 23.6.
Kreutzberger und Schafer
CH-Wagging). - 'H-NMR (CDCI,): 6 (ppm) = 1.93 (quint verzerrt; 2 H,
= 6 Hz, 53.4 = 6.5 Hz, H an C-3 des Tetrahydrochinohrings), 2.75 (t;
2 H, J3,4 = 6.5 Hz, H an C-4 des Tetrahydrochinohrings), 3.96 (t; 2 H,
32.3 = 6 Hz, I-I an C-2 des Tetrahydrochinolinrings), 4.15 (d; 4 H, J = 6
Hz, CH,=CH-CF,), 5.03 (d; 2 H, J = 16 Hz, CI-I, =trans), 5.08 (d; 2 H,
J = 10 Hz, CH, = cis), 5.46-6.1 (m; 2 H, CH,=CH_-CH,), 7.0 (s angespalten; 3 H, H an C-5, C-6 und C-7 des Tetrahydrochinohrings), 7.73 (d
breit angespalten; 1 H, J7,g = 8 Hz, H an C-8 des Tetrahydrochinolinrings). - MS (70 eV): m/z = 342 (34 %, M+H), 341 (96 %, M+*),340 (42),
184(7),
326(24), 314(6), 306(17), 300(100),287(13),274(8),236(6),
169(4), 159(23), 142(10), 132(41), 130(23), 117(14), 115(11), 103(6),
91 (6), 81 (37), 77 (9), 62 (4), 55 (7), 54 (7), 51 (3), 41 (68). - C,,H,,ClN,
(343.8) Ber. C 62.9 H 6.5 N 20.4 Gef. C 63.0 H 6.2 N 20.5.
52.3
2-Chlor-4-(diallylamino)-6-(2,3-dihydro-l
-indolyl)-I,3,5-triazin (3e)
Beim Umsetzen von 24.5 1 g (100 mmol) 1 mit 11.93 g (100 mmol) 2,3-Dihydroindol (Ze) fallt das gewiinschte Endprodukt sofort als Feststoff an.
Der Niederschlag wird abgetrennt und mit Wasser gewaschen. Nach
mehrmaligem Umkristallisieren erhalt man feine, farblose Nadelchen.
Ausb. 20.00 g (6 1 % d. Th.). Schmp. 1loo. - IR (KBr): 3070,3020 (Vinyl
CH-Valenz, aromat. CH-Valenz), 2980,2920, (CH-Valenz), 1645 (C=CValenz), 1580, 1560, 1490 (Triazin C=N, Phenyl C=C), 800 (Triazin
C=N out of plane), 760 cm-I (aromat. CH-Wagging). - 'H-NMR
(CDCI,): 6 (ppm) = 3.15 (t; 2 H, J = 8.25 Hz, H an C-3 des Indolinrings),
4.22 (t; 2 H, J = 8.25 Hz, H an C-2 des Indolinrings), 4.26 (d; 4 H, J = 6
Hz, CH,-CH-Cg,), 5.16 (d; 2 H, J = 16 Hz, CH, =trans), 5.21 (d; 2 H, J
= 10 Hz, CH, =cis), 5.5-6.2 (m; 2 H, CH, = CH_-CH,), 6.85-7.35 (m; 3
H, H an C-4, C-5 und C-6 des Indolinrings), 8.28 (d; breit angespalten;
1 H, J6,7 = 7.5 Hz, H an C-7 des Indolinrings). - MS (70 eV): m/z = 328
(35 %,M+H), 327(97 %,M+*),326(53), 312(21),300(5),292(12),286
(100),273(9),260(6), 170(5), 145(18), 143(14), 128(24), 118(21), 117
(12), 91 (8), 81 (15), 77 (6), 65 (3), 62 (4), 55 (6), 51 (2), 41 (19). Cl,Hl,C1N,(327.8)Ber. C 62.3 H 5.5 N 21.4Gef.C 62.0H 5.6N 21.1.
2-Chlor-4-(dialiylarnino)-6-(l,2,3,4-tetrahydro-1
-ehinoiyl)-l,3,5-triarin
(30
Zur Darstellung von 3f werden 24.51 g (100 mmol) 1 und 13.33 g (lOQ
mmol) 1,2,3,4-Tetrahydrochinolin(29 zur Reaktion gebracht. Nach dem
Entfernen der Ausgangs- und Nebenprodukte erhalt man ein hellgelbes
Rohkristallisat. Nach mehrmaligem Umkristallisieren fallen farblose
Stabchen mit einem Schmp. von 52' an. Ausb. 6.50 g (19 % d. Th.). - IR
(KBr): 3075, 3020 (Vinyl CH-Valenz, aromat. CH-Valenz), 2980, 2930,
2865 (CH-Valenz), 1645 (C=C-Valenz), l610,1590,1570,1500(Triazin
C=N, Phenyl C=C), 800 (Triazin C=N out of plane), 765 cm-i (aromat.
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[Ph 3511
Arch. Pharm. (Weinheim) 321,827-830 (1988)
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wirkstoffe, 135, zentrale, dmpfende, triazine, mitte, diallylamino, kernsubstituierte
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