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Zur Kenntnis der Ghamrawy-Reaktion auf Haschisch und Marihuana.

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124
Kovar und Keilwagen
Arch. Pharm.
17 R. W. Taft in Steric Effects in Organic Chemistry, p. 556, Ed. S. N. Newman, Wiley and Sons,
New York-London 1956.
18 J. Shorter, Correlation Analysis in Organic Chemistry, Clerendon Press, Oxford 1973.
19 L. B. Kier and L. H. Hall, Molecular Connectivity in Chemistry and Drug Research, Academic
Press. New York 1976.
20 J . Okada and T. Esaki, Chem. Pharm. Bull. 22, 1580 (1974).
21 J. Okada and T. Esaki, Yakugaku Zasshi 93, 1014 (1973); C. A. 79, 104414k (1973).
22 A. Fratiello, M. Mardirossian and E. Chavez, J. Magn. Reson. 12, 221 (1973).
23 J . Mokrosz and J. Bojarski, Pharmazie 37, 768 (1982).
24 L. V. Jones and M. J. Whitehouse, Biomed. Mass Spectrom. 8, 231 (1981).
25 M. M. Bursey, Org. Mass Spectrom. I , 31 (1968).
26 M. M. Bursey and P. T. Kissinger, Org. Mass Spectrom. 3, 395 (1970).
[Ph 8011
Arch. Pharm. (Weinheimf 3i7, 724-732 (1984)
Zur Kenntnis der Ghamrawy-Reaktion auf Haschisch und
Marihuana
Karl-Artur Kovar* und Sibylle Keilwagen’’
Pharmazeutisches Institut der Universitat Tubingen, Auf der Morgenstelle 8, 7400 Tubingen 1
Eingegangen am 25. Mai 1983
Es wird der Mechanismus der Ghamrawy-Reaktion erklart und diese Methode so optimiert, daR sie
selektiver zum Nachweis von Haschisch und Marihuana angewendet werden kann.
Concerning the Ghamrawy Reaction for Identification of Hashish and Marihuana
The mechanism of the Ghamrawy reaction is explained. Moreover, the method is optimized so as to
be used more selectively for the identification of hashish and marihuana.
Zum raschen Nachweis der Cannabisprodukte Haschisch und Marihuana wurden vom UNNARCOTICS LABORATORY” mehrere Farbreaktionen vorgeschlagen, die in sog. Schnelltesten
verwendet werden (Narcotest - Disposakit und Narcotics Identification System Fa. Becton,
Dickinson & Co.). Eine davon ist die Reaktion nach Ghamrawy”. Bei positivem Ausfall entsteht mit
p-Dimethylaminobenzaldehyd in konz. Schwefelsaure eine purpurrote Farbung, die beim Verdunnen
mit Wasser nach Indigoblau umschlagt. Der Reaktionsmechanismus ist bisher nicht naher untersucht
worden. Dies mag daran liegen, daR die Angaben zur Durchfiihrung und Spezifitat ungenau,
luckenhaft und z.T. widerspruchlich ~ i n d ~ ’ ~Zur
’ ~ ’Optimierung
.
und zur spezifischen Anwendung ist
abrr die Kenntnis des Mechanismus unerlaRlich.
1. Reaktionsmechanismus
Die Reaktionsbedingungen erinnern an Arbeiten von Auterhoffund Mitarb.7’x)’9)“”’’’,
welche sich mit
dem Nachweis von Isopropanol, Meprobamat. Propyphenazon, Menthol und Cymol mit aromati0365-b233184/080847?4 $ 02,5010
0 Verlag Chemie GmbH. Weinheim 1984
31 7184
Gharnrawv-Reaktion auf Haschisch
725
schen Aldehyden in konz. Schwefelsaure befaRten. Danach entstehen unter dem EinfluR von konz.
Schwefelsaure intermediar Cyclopentenylcarbeniumionen, die mit den aromatischen Aldehyden zu
fulvenartigen Farbstoffen kondensieren. Andererseits konnen aktivierte aromatische Verbindungen
mit aromatischen Aldehyden unter Bildung von Triarylmethanfarbstoffen reagieren””-”. und nach
Brieskorn und Ot~eneder’~’
sol1 aus p-Dimethylaminobenzaldehyd mit verschiedenen hoheren
Alkoholen ein Polymethinfarbstoff entstehen.
Zunachst wurde nach den fur die Gesarntreaktion verantwortlichen Hauptinhaltsstoffen
gesucht. Bisher hat man iiber 300 Inhaltsstoffe aus verschiedenen Cannabispflanzen
isoliert, von denen rund 50 eine phenolische S t r ~ k t u r ’besitzen.
~’
Die Hauptinhaltsstoffe
sind N-freie Verbindungen, die je nach Standort, Klima, Sonnenbestrahlung, Trocknung
und Lagerungszeit in der Zusammensetzung variieren. Von diesen farben sich auf dem
Diinnschichtchromatograrnm rnit dem p-Dirnethylaminobenzaldehyd-SchwefelsaureReagens (p-DMAB) nur Cannabidiol (CBD ,la), A’-bzw. A1(6’-Tetrahydrocannabinol*’
(THC, Za) und deren Sauren C B D A (lb) und T H C A (2b) violett an. Dies steht irn
Einklang rnit den Elektronenspektren (Abb. l), welche einen ubereinstimmenden
Kurvenverlauf zwischen dem Haschischextrakt und CBD bzw. THC, nicht jedoch bei den
anderen Inhaltsstoffen wie Cannabinol (CBN, 3), aufweisen.
7gc5H,l
&
-qy%?
*%%
10
I5
R= H
la CBD
R= H
za &-THC
R=COOH
Ib CBDA
R=COOH
Zb d-THCA
PhsOll
*)
400
500
600
3 CBN
h [nm]
Abb. 1: Elektronenspektren von
Haschisch-Petroletherextrakt (-),
CBD (----), THC (-.-.-.-) und CBN
(. . . .) nach Umsetzung mit p-Dimethylaminobenzaldehyd-Reagens in
konz. Schwefelsaure (Bedingungen
im Exp. Teil)
Wegen der Vergleichssubstanzen wird die Terpenbezifferung gewahlt.
726
Kovar und Keilwagen
c
5
Arch. Pharm.
I
6
Man kann folglich davon ausgehen, dal3 nur die 0.8. Inhaltsstoffe fur die Farbreaktion
nach Ghamrawy verantwortlich sind. Fur die Farbreaktion ist der Cyclohexenylring, der in
3-Stellung einen Aromaten aufweist, eine notwendige Voraussetzung (Tab. 1). Olivetol
(4) und einfache Terpene ohne einen Phenylsubstituenten wie Menthol, a-Terpineol(9,
Limonen (6)und 2,8-p-Menthadien-l-o1 ( 7 ) , die zum Vergleich herangezogen wurden,
reagieren ebenfalls anders. Phenylsubstituierte Terpene wie 3-Phenyl- (8a) oder
3-p-Tolyl-l-p-menthen-3-01(8b)
verhalten sich dagegen ahnlich wie CBD und weisen ein
Maximum bei 528 bzw. 540 nm auf. In den MeBreihen von Haschisch-Petroletherextrakt,
l a , 2a und 8 a h fie1 auf, daB je nach den Reaktionsbedingungen (Reaktionszeiten und
Konzentrationen der Reaktanden) ein weiteres Maximum um 420 nm entsteht. Dieses
Tab. 1: Reaktionen von Haschisch-Petroletherextrakt, CBD, THC und Vergleichssubstanzen rnit
p-Dimethylaminobenzaldehyd-Schwefelsaure*)
E: ?m
nach
2 min
Substanz
Farbe der Rk.Los.
nach 2 min ErhitZen auf dem Wasserbad
Farbe nach dem
Farbe der
Verdunn. mit 2 ml Meilosung
Wasser
(c=lO-3g/lOO ml)
nach Verdiinnen
mit konz. H 2 S 0 4
Amax
[nml
HaschischPe trole therextrakta)
purpurrot
indigoblau
purpurrosa
542
I0
1ab)
purpurrot
indigoblau
purpurrosa
540
1200
2ab)
purpurrot
indigoblau
purpurrosa
542
4b)
olivgriin
blat3gelb
bla5gelb
403
590
Mentholb)
braunrot
violett
blafibraun
460
498
381
330
5b)
braunrot
violett
bldbraun
460
495 sh
235
6 b,
braunrot
violett
blafibraun
460
188
7b)
braunrot
violett
blai3braun
400 sh
445
415 sh
25 9
8ab)
rot**)
blauviolett
rosa
528
650
8bb)
purpurrot**)
indigoblau
purpurrosa
540
1080
*)
= Umsetzung mit 0.1 ml einer Iproz. Losung
dl
1 mg
b,
0,Img
**)
= Umsetzung mit 0.1 ml einer 10proz. Losung
Ghamrawy-Reakfion auf Haschisch
31 7184
R= H
8r
R=H
R=CH3 8b
9a
R=CH3 9b
R= H
12a
R= H
llr
R:
1Zb
R: CH3
llb
CH3
727
Maximum ist kennzeichnend fiir die Bildung von phenylsubstituierten cyclischen
Allyl~arbeniumionen'~)'~)~~).
Die dafiir charakteristischen Signale in den I3C-NMRSpektren, die oberhalb 6 = 180 ppm")zu suchen sind, erkennt man fur CBD sehr schwach,
da die Umsetzung nur langsam verlauft und in der hohen MeRkonzentration (c = 1molil in
D,SO,) nach einigen Stunden Zersetzungs- bzw. Folgeprodukte entstehen. Wesentlich
leichter und schneller werden Carbeniumionen aus den Vergleichssubstanzen 8alb
gebildet, da diese an C-3 eine Hydroxylgruppe aufweisen, die rasch protoniert und
abgespalten wird. Die I3C-NMR-Spektren von 8 a h in Deuteroschwefelsaure sind
eindeutig zu interpretieren und beweisen das Vorliegen der phenylsubstituierten
Cyclohexenylcarbeniumionen 9a/b vor allem durch die charakteristischen Tieffeldverschiebungen der Kohlenstoffe C-1 und C-3 von 6 = 137.2 bzw. 76.0ppm nach ppm > 200.
Der in Schwefelsaure in der Oxoniumstruktur vorliegende p-Dimethylaminobenzaldehyd
greift die mit den Carbeniumionen im Gleichgewicht vorliegenden Diene") lOalb
elektrophil an, und nach Protonierung der alkolischen Hydroxylgruppe bilden sich unter
Wasserabspaltung die Strukturen lla/b aus. Letztere werden auch aus l 2 a h mit konz.
Schwefelsaure erhalten; sie stimmen sowohl in der Lage ihrer Absorptionsmaxima als
auch im Kurvenverlauf ihrer Elektronenspektren iiberein. Die 13C-NMR-Spektren
beweisen durch die charakteristischen Tieffeldverschiebungen der Kohlenstoffe C-1, C-2,
C-3, C-7alb das Vorliegen einer Carbeniumstruktur mit delokalisierter Ladung. Da CBD
und THC dasselbe Chromophor ausbilden, kann man fur beide auf den Polymethincarbenium-Farbstoff 15 riickschlieRen. Dazu muR aus beiden Substanzen mit konz.
Schwefelsaure das intermediare Cyclohexenylcarbeniumion 14 entstehen, d.h. im THC
wird der Pyranring zum instabilenZ1)tert. Carbeniumion 13 gespalten und im CBD die
Doppelbindung an C-9 protoniert. Die Umwandlung in 14,das durch die delokalisierte
Ladung stabilisiert ist, kann durch intramolekulare 1,3-Hydridverschiebung erklart
werden. Der Farbstoff 15 ist wie lldb an der aromatischen Dimethylaminogruppe
protoniert und wird durch Verdunnen mit Wasser deprotoniert. Dadurch kann sich das
nunmehr freie Elektronenpaar des Stickstoffs an der Mesomerie des Dienylkations
beteiligen, dessen Maximum bathochrom nach 600 nm (indigoblau) verschoben wird.
-
728
Kovar und Keilwagen
*
Arch. Pharm.
$
,...6..
%
,
13
15
2. Optimierung der Reaktionsbedingungen
Aufgrund des Reaktionsmechanismus kann man feststellen, daR die Bildung von
Cylcohexenylcarbeniumionen eine notwendige Voraussetzung ist. Letztere werden in
konz. Schwefelsaure bei 100" innerhalb von 2-3min ausgebildet (Abb. 2 ) , danach
verringert sich die Intensitat des Maximums bei 418 nm. Die Farbstoffbildung mit
p-Dimethylaminobenzaldehyd erfolgt bei Raumtemperatur schneller, wenn vorher erhitzt
wurde. Da auch die Umsetzung mit dem Reagens von der Temperatur abhangig ist, wird
der p-Dimethylaminobenzaldehyd zweckmaRig am Anfang der Reaktion zugesetzt und
dann die Losung im Wasserbad auf 100" erwarmt. Man erreicht dadurch, dal3 die
gebildeten Cyclohexenylcarbeniumionen mit dem Aldehyd gleich weiter zum Farbstoff
0.2 -
!W
300
400
500
Abb.2: Elektronenspektreneines HaschischPetroletherauszuges in konz. Schwefelsaure
sofort (-)
gernessen und nach l m i n
(.......), 2min (----),
4 min (-x-x) und
12min(-o--0) Erhitzen auf dem Wasserbad
h [nm] (c = lo-* gil00 ml).
.
317/84
729
Ghamrawy-Reaktion auf Haschisch
reagieren und nicht in Nebenreaktionen verbraucht werden. Arbeitet man nach der
Originalvorschrift von Gharnruwy (konz. Losungen, Verhaltnis Haschisch zu p-Dimethylaminobenzaldehyd 1:l), so erhalt man nach einiger Zeit meistens eine unspezifische
Bra~nrotfarbung~)
mit anfkglichen Maxima bei 400, 520 und 550 nm, die unter
Ausbildung eines neuen Maximums bei 480 verschwinden (Abb. 3). Wie bereits die
’3C-NMR-Messungen ergaben, entstehen in konz. Losungen die Cyclohexenylcarbeniumionen 13 nur in geringem AusmaB, so daB ein Arbeiten in weniger konz. Losung
vorzuziehen ist. Auf Grund dieser Uberlegungen wurde eine Arbeitsvorschrift ausgearbeitet, die selektiver ist. Von den uberpruften Drogen (Tab. 2), die nach der Mitteilung
des UN Sekretariates’) als positiv einzustufen sind, gibt nunmehr lediglich Angelicae radix
durch Ausbildung einer kirschroten Farbe Anlarj zur Verwechslung. GieDt man diese
Abb. 3: Elektronenspektren der Reaktionsansatze von Haschisch-Petroletherextrakt mit p-DimethylaminobenzaldehydSchwefelsaure (20 g/lOO ml) nach 0 .5min
(-.-.-.)
1,5min (-),
2,5min (--),
4,5 min (.......) und9,5 min ( - - -) Erhitzen
auf dem Wasserbad (Reaktionskonz. 20
gIlO0 ml, MeBkonz.
g/100 ml).
Tab. 2: Reaktionen verschiedener Drogen rnit p-Dimethylarninobenzaldehyd-Schwefelsaure(verbes-
serte Ghamrawy-Reaktion)
Farbe in konz. Schwefelsaure
Farbe nach dem Verdiinnen
in Wasser
Absinthii herba
Angelicae radix
Eucalypti folium
Lauri folium
braunorange
kirschrot
braunrot
braunorange
violett
viotett
violett
violett
Lavandulae flos
Rosmarini folium
Salviae folium
Saturejae herba
Thymi folium
Marihuana
braunorange
braunorange
braunorange
braunrot
braunorange
purpurrot
violett
violett
violett
violett
violett
blau
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Kovar und Keilwagen
Arch. Pharm.
Reaktionslosung jedoch in Wasser, so schlagt die Farbe im Gegensatz zu Haschisch und
Marihuana nach Violett urn. Alle anderen Drogen unterscheiden sich deutlich in ihren
Anfarbungen von den Cannabispraparaten.
Experimenteller Teil
Elektronenspektren: Beckman Spektrophotometer Modell 24. IR: 4250 Beckman Instruments.
"C-NMR (20.115 MHz): Bruker WP 80. Zuordnungen mit A, ',
sind paarweise austauschbar. MS:
CH7 Varian MAT.
DC von Haschisch-Perrolethert.xtraktnach Lit."' auf Kieselgel 60 rnit Petrolether (50170")IEther =
80 + 20 ohne Kammersattigung; Auftragsmengen: 1, 5, 20, 50 p1 eines lproz. HaschischPetroletherextrakts und 20pg CBD. Spriihreagenzien: 0,lproz. methanol. Echtblausalz BB"-Losung,
Nachspruhen rnit 0,l N-NaOH. p-DMAB-Losung: 3 g p-Dimethylaminobenzaldehyd werden in
100ml96proz. Ethanol gelost und rnit 20ml konz. H,S04 versetzt, Nachbehandlung: 5 min Erhitzen
im Trockenschrank bei 100".
Bedingungen fur Abb. I :
0.6 ml eines lproz. Haschisch-Petroletherextraktes (= 6 mg Haschisch) werden bandformig auf
Kieselgel60 auf einer Lange von 17 cm aufgetragen und nach der Entwicklung (s.o.) an den Randern
mit Echtblausalz-Spriihreagens markiert. Die Schichten werden auf eine Lange von 15cm
abgehoben, in kleine Trichtersaulen (60 x 3 mm), die sich unten zur Kapillare verjiingen, iiberfiihrt
und mit CH2CI2 eluiert. Das Eluat wird in einem 5ml MeBkolbchen aufgefangen. Je 2ml dieser
Losungen und 0,l ml lproz. Haschisch-Petroletherextraktwerden i.Vak. zur Trockne gebracht, und
der Riickstand mit 0,l ml p-DMAB-Schwefelsaure (1,0g/100ml konz. H2S04) 2min auf dem
Wasserbad erhitzt, rasch abgekiihlt und fur die Messung auf 10,OO ml verdiinnt.
Darstellung von CBD (la) und A'-THC (2a) nach Razdan"'
Sc Isolierung iiber Kieselgel (0,044,063 mm) rnit Petrolether (50/70")/Ether = 97 + 3. Ausb.: la =
18% d.Th., 2a= 5 % d.Th.
3-Phenyl-I-p-menthen-3-01
(8a) und 3-p-Tolyl-1-p-menthen-3-01 (8b)
Zu einer Grignard-Losung aus 50 mmol Phenylmagnesiumbromid (9,05 g) bzw. p-Tolylmagnesiumbromid (9,75g) in 20ml Ether werden 40mmol (6,08g) Piperiton zugetropft, 2 h unter RiickfluB
erhitzt und rnit Eis und gesattigter NH4C1-Losunghydrolysiert. 8a und 8b werden durch praparative
SC iiber Kieselgel 60 (0,063-0,200 mm) rnit Petrolether (50/70")/Ether = 96 + 4 getrennt.
8a: Ausb. 7,82 g = 85 % d. Th. als farbloses, viskoses 61.C,,H2,0 (230.35) Mo1.-Masse 230 (MS). -
I3C-NMR(CDCI,): 6 (ppm) = 18.6 (Q, C-10, J = 125Hz), 19.3 (T, C-5, J = 125 Hz), 23.4 (Q, C-9A,
J = 125 Hz), 23.9 (Q, C-7., J = 125 Hz), 25.8 (D, C-8, J = 125 Hz), 31.6 (T, C-6, J = 125Hz), 50.2 (D,
C-4, J = 125 Hz), 76.0 ( S , C-3), 125.8 (Dt, C-2'6', J = 160 und 6Hz), 126.1 (D, C-4', J = 160Hz),
127.7 (Dd, C-3', 5', J = 160 und 8Hz), 129.8 (Dq, C-2, J = 160 und 6Hz), 137.2 (S, C-l), 148.0 (S,
c-1').
8b: Ausb. 4,39g = 45 % d.Th. als farbloses, viskoses 81.C,,H,O (244.38) Mo1.-Masse 244 (MS).
"C-NMR(CDC1,: 6 (ppm) = 18.6(Q, C-10, J = 125Hz), 19.3 (T, C-5, J = 125Hz),21.0 (Q, C-7', J =
125 Hz), 23.5 (Q, C-9A,J = 125 Hz), 24.0 (Q, C-74A,J = 125 Hz), 25.9 (D, C-8, J = 125 Hz), 31.6 (T,
C-6, J = 125Hz). 50.1 (D, C-4, J = 125 Hz), 76.0 (S,C-3), 125.8 (Dd, C-2', 6', J = 160 und 7Hz),
128.6(Dquint,C-3',5', J = 160und5Hz), 130.O(D,C-2,J= 160Hz),135.7(S,C-4'), 137.2(S,C-1).
145.1 (S, C-1').
31 7184
731
Ghamrawy-Reaktion auf Haschisch
3-Phenyl-2-p-menthen-1-yl-Kation (9a), 3-p-Tolyl-2-p-menthen-1-yl-Kation (9b),
I -p-Dimethylaminostyryl-4-isopropyl-3-phenyl-2-cyclohexen-l
-yl-Kation (lla)
und I -p-Dimethylaminostyryl-4-isopropyl-3-p-tolyl-2-cyclohexen-l
-yl-Kation (llb)
Die Losungen von je 300 mg 8aib und von 12a/b in 2 ml CH2C12werden sehr langsam (> 1h) unter
kraftigem Riihren in 1ml eisgekiihlte D2SO4 getropft. Das iiberstehende CH2C1, wird weitgehend
abpipettiert (ein Rest sol1 als Referenzsignal in der Losung bleiben).
9a: UV (konz. H 2 S 0 4 h max (loge) = 411 nm (4.72). - I3C-NMR(konz. D2S04):6 (ppm) = 22.9 (Q,
C-lo'), 23.5 (Q, C-9 ), 25.0 (T,C-5), 32.1 (Q, C-7). 35.8 (T, C-6), 36.8 (D, C-8), 47.8 (D, C-4, J =
125Hz), 132.7(Dd,C-3',5',J= 170und7Hz), 134.7(D,C-2,J= 170Hz), 135.5(Dt,C-2',6',J= 167
und 5Hz), 139.0 (S, C-l'), 145.4 (Dt, C-4', J = 169 und 7Hz), 213.8 (S, C-lo), 216.7 (S, C-3").
9b: UV (konz. H2SOk): hmax (loge) = 427nm (4.73). I3C-NMR(konz. D2S04): 6 (ppm) = 23.0 (Q,
C-10A),23.5(Q,C-9 ),24.4(Q,C-7'),25.8(T,C-5),31.1(Q,C-7),34.6(T,C-6),36.2(D,C-8),47.2
(D, C-4, J = 132Hz), 132.7 (D, C-2, J = 160Hz), 133.9 (D, C-3', 5', J = 160Hz), 136.6 (S, C-l'),
136.6 (Dd, C-2', 6', J = 160 und 5Hz), 162.3 (Sqt, C-4', J = 7 und 2Hz), 208.8 (S, C-lo),210.7 (S,
c-3").
l l a : UV (konz. H2S04):hmax (loge) = 527nm (4.91); (lproz. methanol. HC104-Losung)= 580nm
(>4.56, Zers.). - "C-NMR (konz. D2SO4): 6 (ppm) = 22.6 (Q, C-lo'), 23.4 (Q, C-9'), 25.0 (C-5),
27.5 (C-6), 36.2 (D, C-8), 47.8 (D, C-4), 49.3 (Q, N-CH,, J = 144Hz), 123.2 (D, C-3*, 5*, J =
162Hz), 132.3 (D, C-3', 5', J = 162Hz), 133.7 (D, C-2',6', J = 162Hz), 135.6(C, C-7a, J = 162Hz),
135.5 (D, C-2*, 6*, J = 162 Hz) 136.2 (D, (2-2, J = 162Hz), 138.7 (S, C-l*"), 140.2 (S, C-1"). 142.7
(D, C-4'), 146.8 (S, C-4*), 157.3 (D, C-7b, J = 162Hz), 192.5 (S, C-lV), 205.5 (S, C-3").
l l b : UV (konz. H2SO4): hmax (loge) = 539nm (5.00); (lproz. methanol. HCI04-Losun ) 600nm
(>4.63, Zers.). - I3C-NMR (konz. D2SO4): 6 (ppm) = 22.8 (Q, C-lo'), 23.4 (Q, C-9 ), 24.6 (Q,
C-7'),25.4 (T, C-5), 27.0 (T, C-6), 35.8 (D, C-8), 47.3 (D, C-4), 49.3 (Q, N-CH,, J = 144Hz), 123.0
(D, C-3*, 5*, J = 162Hz), 133.5 (D, C-3', 5 ' , J = 160Hz), 134.9 (D, C-2', 6', C-2*, 6*, C-2, C-7a),
137.7 (S C-l*'), 138.9 (S C-1'"), 146.2 (S, C-4*), 154.0 (D, C-7b, J = 160Hz), 158.9 (S, C-4'). 188.0
(S, C-1 ), 203.8 (S, C-3 ). -
B=
+
+
I -p-Dimethylaminostyryl-4-isopropyl-3-phenyl-l
-cyclohexen-3-01 (l2a) und
I -p-Dimethylaminostyryl-4-isopropyl-3-p-tolyl-1
-cyclohexen-3-ol (l2b)
Eine Grignard-Losung aus 32 mmol Phenylmagnesiumbromid (8.58 g) bzw. p-Tolylmagnesiumbromid (4,25 g) in lOml Ether wird im Eisbad gekiihlt und unter kraftigem Riihren tropfenweise mit einer
(mod. dargeLosung von 8 mmol(2,26 g) l-p-Dimethyl-aminostyryl-4-isopropyl-l-cyclohexen-3-on
stellt nach dew^?^)) in 10 ml CH,C12 versetzt. Nach weiterem 5stdg. Riihren bei Raumtemp. wird mit
Eis und gesatt. NH4CI-Lsg. hydrolysiert und 3mal mit 20 ml Ether ausgeschiittelt. Die etherische
Losung wird auf 20 ml eingeengt und mit Petrolether bis zur Triibung versetzt. Der Niederschlagwird
aus Methanol umkristallisiert.
12a: Ausb. 1,63g = 56 % d. Th. blaagelbe glanzende Prismen, Schmp. 136-140". C&H,,NO (361,53)
Mo1.-Masse 361 (MS). I3C-NMR (CDCI,): 6 (ppm) = 18.5 (Q, C-lo', J = 125Hz), 18.8 (T, C-5,
125Hz), 25.8 (D, (2-8, J = 125Hz), 40.3
J=125Hz), 23.7 (Q, C-9', J = 125Hz), 25.8 (T, C-6, .I=
(Qq,N-CH3,J = 132und4Hz),50.5(D,C-4.J=125Hz),76.1(S,C-3), 112.4(Dd,C-3*,5*,J=158
und ~ H z ) 125.8
,
(Sdt, C-1*, J = 12 und 6Hz), 125.8 (D, C-2', 6', J = 160Hz), 126.2 (D, C-4', J =
158Hz), 126.9 (D, C-7a0,J = 152Hz), 127.4 (D, C-2*, 6*, J = 160Hz), 127.7 (Dd, C-3', 5', J = 158
und 7 Hz), 128.3(Ddd, C-T, J = 152,6 und 3 Hz), 133.6 (D, C-7b, J = 154Hz), 137.7 (S, C-1). 147.5
(S, C-l'), 150.0 (S, C-4*).
732
Kovar und Keilwagen
Arch. Pharm.
Ub: Ausb. 1,34g = 45 % d. Th., blaagelbe Blattchen, Schmp. 128-132". C&H33NO (375,6)
Mol.-Ma~se375(MS).-'~C-NMR:6(ppm)=
18.6(Q,C-10A,J= 125Hz),19.1(T,C-5,J= 125Hz),
= 125Hz),26.0(T,C-6, J = 125Hz),26.0(D,C-8,
20.8(Qt,C-7',J = 124~nd4Hz),23.8(Q,C-9~,J
J - 125Hz),40.3(Qq,N-CH3,J= 132und4Hz),50.6(D,C-4,J=124Hz),76.1(S,C-3),112.6(Dd,
C-3*,5*, J = 156und 5 Hz), 125.8 (Dd, C-2'. 6'. J = 156 und 6 Hz), 125.9(Sdt, C-1*, J = 10 und 6 Hz),
127.3 (D, C-7a0,J = 158Hz), 127.5 (Dd, C-2*, 6*, J = 158 und 6Hz), 128.4 (D, C-2", J = 158Hz),
128.6 (Ddq, C-3'. 5', J = 158 und 5 Hz), 134.0 (D, C-7b, J = 156Hz), 135.7 (S, C-4'), 137.7 (S, C-l),
144.8 (S, C-l'), 150.2 (S, C-4*).
Optimierte Ghamrawy-Reaktion
Man extrahiert etwa 5 mg Haschisch bzw. 50mg Marihuana 3mal mit 1ml Petrolether (50/70"),
dampft vorsichtig zur Trockne ein, nimmt den Riickstand in 0.5 ml lproz. p-Dimethylaminobenzaldehyd-Losung in konz. H,SO, auf und erwarmt 3min auf dem Wasserbad. Es entsteht eine
Purpurrot-Farbung. die beim EingieSen in 20 ml kaltes H 2 0 in ein schnell verblassendes Indigoblau
umschlagt.
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[Ph 8021
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