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Versuche zum Ausbau einer volumetrischen Methoxylbestimmung.

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J. TrGger und E. Tiebe: Methoxylbestimmung.
277
lassen. Die uber das Oxalat pereinigte Base ergab annahernd den
Schmelzpunkt des reinen Galipins, und beim Vermischen mit unzweifelhaftem Galipin trat nur eine geringe Schmelzpunktserniedrigung ein. Da von dem Galipidin noch eine geringe Menge iibrig
war, wurde daraus das Jodhydrat hergestellt nnd fraktioniert
kryshllisiert. Es entstanden zwei Fraktionen, von denen die eine
weagelbe, die andere etwas dunkler gefiirbte Kwstalle lieferte.
Bei der Analyse ergab die eine Fraktion, die bei 180° schmolz und
hellgelbe Krystalle bildete, 27,79%' und 27,83% Jod, die andere
dunklere, vom Schmelzpunkte 1760, 27,36% und 27,31% Jod.
1. 0,0638 g Substsnz ergsben 0,0323 g AgS.
2. 0,0752 g Snbsttnz ergsben 0,0380 g AgJ.
3. 0,0998 g Substinz ergaben 0,0513 g AgJ.
4. 0,0814 g Snbstznz e r p b e n 0,0419-g AgJ.
Bevchnet nach den Formpln:
CIS' TlSUO, .H J :
C2,,H2,NO,.H J:
J 28,13
29,03%
Gefunden :
1.
J 27,36
2.
27,31
3.
27.70
4.
27,43O/,
Hiernach wnterliegt es wohl keinem Zweifel. claB der Rest
dieser von B e c k u r t s und F r e r i c h s als Galipidin bezeichneten Rase ein unreines Galipin, aber nicht ein reines chemisches
Individuum darstellt. Leider w i d e die gesamte Menpe des dargestellten Jodhydrats zur Avalyse verhraiicht,, SO daR nicht genugend Ehterial mehr iiherhlieb, urn die freie Rase w i d e r zii vewinnen und in gereinipter Form auf ihren Schmebpnnkt priifen
zu ko nen. Es darf somit wohl angenommen werden, daB das
bisher in der Lihratur als Galipidin bezeichnete Praparat kein
einheitliches Individuum ist.
Mitteilung ails dem Pharmazeutischen Institute der
Technischen Hochscbule in Braunschweig.
\'on H. B e c k u r t s .
Versuche zum Ausbau einer volumetrischen
Methoxylbestimmuny.
Von J. T r G g e r und E. T i e b e ,
(Einregenqen den 27. VIT. 1920.)')
Nachdem von J . T r o p e r irnd W. M i i l l e r gelegentlich
der Aufkliirungsversuche der Konhtitution des Angosturaalkaloides
'Kusparin erkannt war, daB dieses eine Methoxylgmppe enthaltende Alkaloid sich suf verschiedenen Wegen in ein isomeres
l) Arch. d. Pharm. 252, 459.
Amh. 6 Pharm. CCLVIII. Bde.
4.
HeR
19
J. T r o g e r und E. T i e b e : Methoxylbestimmung.
278
Alkaloid mit einer Methylimidgruppe verwandeln 1&13t, sind auch'
Versuche VOII genannten Autoren unt~er~iommen
worden, die Isomerisiening durch Erhitzen im trockenen HC1-Strome zu erreichen.
Hierbei trat jedoch die bei den anderen Isomerisierungsversuchen
beobachtete Wandening des CH, V O I ~OCH, zum N-des Chinolinkerns nicht ein, sondern es resultierte ein ent'met,hyliert,esKusparin,
das sogen. Pyrokusparin. Leteteres ist zuerst von H. B e c k 11 r t s
iind G. F r e r i c h sl) beim Schmelzen von Kusparin mit KOH
bzw. Barnstoff crhalten, docli von genannten Autoren in seiner
Konstitirtion iind Beziehung Zuni Kusparin noch nicht erkannt
worden. Dieaes war erst moglich, als J. T r ti g e r und W. B e c k?)
bei Revision der Kmparinformel die alte nrsprunglich fur da.s
Kuspariii con K 6 r n e r und B o h r i 11g e r3) aiifgestellte unitare
Formel als riclitig erkannten und wieder in ihr altes Recht einsetzten, nachdem sich die inzwischen in der Literatnr iibliche Formel
fur dieses Alkalbid als falsch erwiesen liatke. Nrinmehr konnte festgestellt werden, dall Kusparin und Pyrokusparin sich inn cine
Differenz von CH, unterszheiden. und das Kusparin bei der Z e i s ell schen Methoxylbeetimmung ein positives, das Pyrokusparin hingegen eiri negatives Resultat lieferte. DalJ Pjrokuspzrin a,ber durch
Aust'ritt des Methyls aus der im Kusparin enthdtenen Methoxylgnippe entstanden seiri mu13, lie13 sich erst einwandfrei beweisen.
als beim Erhitzen des Kusparins im tr6ckenen HC1-Gas-Strome
tler Nachweis von Chlwmethyl erbracht werclen konnte; denn
im Pyrokusparin liegt nidht ein in &OH losliches Phenol4), sondwn
scheinbar ein Umlagerungsprodukt eines solchen vor.
Nach
J. T r o g e r und W. M'u 11 e r6) erhait man, wenn das Kusparin
im HC1-Strome erhitzt wird, neben dem Chlorhydrat des Pyrokusparins Chlormethylgas, das von genannten Autoren quantita tiv
tlurch Auffangen uber starker Alkalilenge bestimmt Ivurde. Ein
qaantitativ ausgefiihrter Versuch eirier solchen volunietrischeu
Methoxylbestimmung hatte 16,54% Ch,Cl ergeben, malirend die
fur Kusparin berechnete Menge 16 43O/; CH,Cl sein wurde. Dieses
gute Resultat und clie Saiibcrkeit und gute Kontrolle der angewaridten hfethode regten mit Recht zii weiteren Versuchen an,
clie, es sei liier gleich voraasgeschickt,, nicht ganz den Erwartungen
eiltsprachen, welclie man nach diesem erst,en so fiberaus giimtigeii
Resultate hattc hegen kiinnen. EP haben sicli im Verlaufe dieser
Versuchsreihen mancherlei Schwierigkeiten rrgeben, die der erste
Versuch niclit gezeigt hatte. Bei tliesen naclistehend beschriebenen
Versu;hsreihen Find drei Gesichtspunkte md3,aebend gewesen.
1. 1st der von J. T r ij g e r und W. M ii 11 e r beim Kusparin eingeschlagene. Weg allgemein anwendbar, 2 . ld3t sich dieses Verfahren in S-haltigcn Verbindungen allwenden, mo die bekannte
Daselbst, 128, 484.
naselbvt, 561, 260.
*) GRZZ.chim i t d . 13, 333.
4, Es j s t auch wdhrszheinlich, da6 die siureii Ei.genschaften des
I'liends zu scllwach ausgepragt, sind und cine Alkaliverbindung duulch
Fiydrolvse zerfhllt.
5) 1. c.
1)
2)
J. Troger und E. Tiebe: Methclxylbestiinniung.
279
Z e i s e 1 - Bestimmung versa t, 3. gelingt es das entniethylierte
Produkt in moglichst reiner orm eu fassen. Besonderes Interesse
hatte entschieclen eine vohimetrische Methoxylbestimmung bei
S-heltigen Verbindungen gehabt, da, abgesehen von der von
K a u f 1 e rl) fur leicht verseifbare S-haltige Verbindungen angegebenen Modifikation der Z e i s e 1 - Eestimmung sich in Schwefelverbindungen eine quantitative Metlioxylbestimmung nicht ausfuhren laBt.
Wie B e n e d i k b und M. B a m b e r g e r2) gezeigt, werden
Sulfate, selbst freie H,SO, durch H J zu H,S bzw. S reduziert,
von denen H,S sich mit CH,J vermutlich unter Bildung von Merkaptan umsetzt. Fiir die in der Literatur noch nicht beschriebene,
von H. B e c k u r t s nnd B o n i c k e inzwischen dargestellte
Galipinsulf osaure lieBen sich zwar nacli diesem neueii volumetrischen Verfahren einigermaljen brauchbare Analysenweite erzielen,
allgemein anwendbhr aber fur S-haltige Verbindungen ist es nicht,
wie entsprechende Versuchsreihen gezeigt haben. Aber auch fur
S-freie Stoffe versa@ diese volumetrische Methode d a m , wenn
der Stoff, in dem das Methoxyl bestimmt werden soll, fluditig ist
und beim Erhitzen im HC1-Strome eich vor der vollstandigen
Entmethylierung verfluchtigt Iz. B. Anissaure) oder auch, wenn
die unter gewohnlichem Drucke angewandte Temperatur zur
volligeq Ihtmethyliening nicht ausreicht (2. B. Chinin). Nach
der Litera tur gelingt es bei Phenolathern zuweilen, auch ohne A n wendung von Druck, die Abspaltung des Alkoholradikales aus der
Alkoxylgruppe niittels wiisseriger HC1, anstatt rnit der bei der
2 e i s e 1 - Bestimmuug ubliclien H J zu erreichen. So konnten
e. B. K o s t a n e c k i und E d e 1 s t e i na) clas Methoxyacetophenon durch Erhitzen mit HC1 am RuckfluBkuhler entmethylieren.
Veber eine teilweise Entmethylierung der Benzoylclimethoxybenzaesciure zur Benzoylmetlioxyoxybenzoesaure beim Binleiten von HC1Gas berichtet ferner F. F a 1 t i s3. Des weiteren hat S t o e r m e rS)
gezeigt, daB o-Methoxybenzopherion mit konzentrierter RC1, selbst
im Rohr bei 120° nur sehr wenig entmethyliert wird, wahrend eine
Entmethylierung glatt sich ermoglichen IBBt, wenn man diese
Substanz mit einem Gemisch von Eisessig und konzentriater
waseeriger HBr am RuckfluBkuhler erhitzt. Auch AlC1, ist nach
~
G a t t e r m a n n und H a r t m a n n6) zur Spaltung V O Phenolathern benutzt worden, desgleichen von A n g e r und I> u p e r i s'}
das POCI,. DaB man rnit HC1 oder HBr, nieist erst tinter Arlwendung von Druck, mit tvhsseriger H J (1,7), aber olinc Druck
Phenolather spalten kann, ist eine beknnnte Tatsache. Trockenes
HC1-Gas schien zu diesem Zwecke bisher nicht verwendet worden
eu sein. E s sind deshalb die nachstehenden Versuchsreihen ans-
8
Monatsli. d. C'lieu~.22, 1105.
Daselhst 19, 1.
3, Ber. 3S, 1507.
') Wien. Akad. Ber. 119, G., 389.
6 , Ber. 41, 321.
O ) Ber. 85, 3531.
7, Compt. rend. 124, 1151.
1)
3,
19*
J. Troger und E. Tiebe: Methoxylbestimmung.
280
gefiihrt, urn die Frage zu entscheiden, ob das oben erwahnte Verfahren einer allgemeinen Anwendung fiihig ist und wie weit die
Methode zur Isoli,erung der entalkylierten Produkte brauchbar ist.
Wie schon oben erwahnt, ist die neue Methode nicht allgemein
anwendbar inid die Isolierung der entalkylierten Stoffe laBt sich
iiur dann nach diesem Verfahren verwerten, wenn zur Austreibung
der letzten Cd,CI-Anteile die Temperatur nicht zu hoch getrieberi
werden muB, da sonst eine weitergehende Zersetzung damit verbunden ist, die eine Reinigung des Entmethylierungsproduktes
erschwert. Bei den Angosturaalkaloiden Kusparin und Galipin
erwies sich die Methode nicht bloB zur Methoxylbestirnmung als
zweckmaBig, sondern sie ist auch der beste, beim Galipin sogar
der einzig praktisch brauchbare Weg um zu relnem entmethylierteni
Alkaloid zu gelangen.
Beschreibung des zur volumetrischen Chlormethylbestimmug
bonutzten Apparates.
Es handelt sich hierbei urn einige kleine Verbesseningen des
schon von J. T r o g e r und W. M ii 11 e rl) benutzten Apparates.
Das HC1-Gas wurde dixrch Eintropfenlassen von konzentrierter
H,SO, in konzentrierte HC1 entwickelt, passierte, zwecks Trocknen,
eine rnit konzentrierter H,SOs beschickto Flasche und gelangte,
so getrocknet, in ein schwer schmelzbnres, 3 0 4 0 cm langes Glasrohr, das zur Aufnahnie des mit Substsnz beschickten Schiffchens
diente. Als Luftbad zum Erhitzen der Substanz diente eine Blechbuchse mit zwei einpeschnittenen Lochern, durch die das Glasrohr
eingeschoben war. I n gleicher Hohe vor und hinter dem Rohre
waren fur Blechausschnitte kleine Glasfenster eingesetzt, urn das
Verhslten der irn. Ha-Strome erhitzten Substanz beobachfen ZII
kiinnen. Die obere Oeffnung der Biichse war niit einer Asbestplatte bedeckt und in dieser Platte befnnd eich eine Oeffnung fur
ein Thermometer sowie eine groBere Oeffnung, die mit Glas bedeckt war und durch die von oben her mittels elektrischer Birne
das Erhitzungsrohr rnit Schiffchen belenchtet wurde. Auf diese
Weise l i B t sich jedwede Veranderung der erhitzten Substanz gut
beobachten. Nach dem Beobachter zu war die Lampe mit eineni
Schirme abgeblendet. Vor dem Glasfenster bringt man zweckmaBig eine Lupe an, um die Veriindemngen der Substanz wiihrend
des Prozesses besser sehen zu konnen. Das zweite Ende des
Xrhitzungwohres ist rnit einem gut schlieBenden Korke verschlossen,
in dem sich ein T-Rohr eingesetzt befindet. Der nach unten gerichtete Teil dieses Rohres ist niittels Quetschhahn verschliefibar
und client Zuni Aiistretenlassen des HC1-Gases, wenn man die Luft
ails deni Apparate verdriingen und nicht die in dem Endiorneter
voqelegte Lwge unnotig verbrauchen will. Das T-Rohr selbst
steht rnit einem Eudiometer, das rnit Lzuge beschickt ist, in Verbindunp. Ein Quetschhdin, vor dem MeBrohr anaebracht, gestattet
die Absperning des kCi-Gases und den Austritt desselben durch
den Anaatz deu T-Rohres. Das Eudiometer ist am besten ein solches,
1)
1. c.
J. T r o g e r und E. T i e b e : Rlethosylbestimmung.
281
wie es zu den volumetrischen N-Bestimmungen benntzt w i d , d. h.
ein MeBrohr mit NiveaugefLB und einem AblaBhahn a m oberen
Ende des Rohres. Rei Zusammenstellung des Apparates bringt
man wakrend des Versuches das NiveaugefaB moglichst tief, um
tinen Minderdruck zu erzielen.
Ausfuhrung der volumctrisehcn Chlormcthylbcstimmung.
Voraussetzung fur alle Versuclie, bei denen es sich u m eine
quantitative Bestimmung liandelt, ist, da13 nach Einfuhrung des
Substanzschiffchcns man zmiachst, ehe man mit einem Erhitzen
beginnt, alle Lnft aus deni Apparate durch das fiC1-Gas austreibt.
Urn die Lauge in dem Eudiometer hierbei nicht unnijtig zu verbrnuchen, h a t man zunachst das HC1-Gas dureh das nach unten
gerichtete Ende des T-Rohres austreten, indeni man hierbei die
Verbindung nach dem Eudiometer d t m h den Quetschhahn ahschliel3t und das austretende Gas am besten in vorgele2tes Wasser
dnleitet. SchlieBlich stellt man die Verbindung mit dem Eudiometer her und IaBt das HC1-Gas in clie Lauge treten, von der es,
wenn es luftfrei ist, vollgtiindig absorbiert w2rden muB. 1st sornit
alle Luft aus dein Apparate vertrieben und clerselbe ganz mit kC1Gas erffillt, so erliitzt man mittels des Luftbndes die Substanz.
Mit allmahlich sidi steigernder Tcmperatur beginnt dann die CH3C1Abspaltung. I n drr geschmolzenen Substanz bemerkt man, sobald
die Reaktion einsetzt, kleine Gasblaschen bzw. ein Schaumen und
die Gasblasen treten in das Eudiometer. An der Hand zahlreicher
Vorversuche xeigte es sich, daB starke Kalilauge als Absperningsfliissigkeit und zur Absorption fur das HC1-Gas weniger geeignet
ist als Natronlange, da ini ersteren Falle das in kompltkten Massen
ausfallende IiCl sich auf den Hg-AbschluB des Eudiometers senkt
und das A,ufsteigen der Chlorinethylgnsblasen erschwert oder ganz
verhindert. Am bcsten eignet sich, urn eine Absorption des CH3C1
mijglichst einmschr2inken und das ECl-Gas rasch zu absorbieren,
eine 30-35%ige NaOH. A,iich hier tritt Salzabscheidung, zutceilen
sagar noch schneller ein, aber die NaCl-Krystalle bleiben in der
Lwge mehr schwebend und senken sich nicht wie diejenigen des
KC1 auf den Hg-Spiegel. Nimmt die Cd,Cl-Entwickelung nicht
mehr xu, so unterbriclit man den Versuch. Die let&& Reste cles
CH,C1 treten meist sehr schwierig aus. Zuweilen bilden sich im
Schiffchen grofle, erst nach langerer Zeit aufplatzende Gasblasen.
Durch das moglichst tief gesenkte NiveaugefaB des Eudiometers
kann man eine gelinde saugende Wirkung erreichen.
Bedingungen, die bei dem Versuch einzuhaltcn sind, wenn die volumetrische Methode brauchbare Werte ergeben SOU.
Wie schon erwahnt, ist die volumetrische Methode der Methoxylbestimmung einer allgemeinen Anwendung nicht fiihig. Aber auch
da, wo sie sich durchfiihren laSt, sind gewisse Vers-uchsbedingungen
einzuhalten, wenn man brauchbare Analysenwerte erhalten will.
Leichter wird es sein, sich uber die Amah1 der in einer Verbindung
enthaltenen (OCHJ-Gruppen ein Bild zu machen, auch &, wo
282
J. Troger una E. Tiebe: Methoxylbestimmung.
kein besondere gut stimmendea Amlysenresultat erhalten w i d .
So lieferten z. B. die ersten mit den Alkaloide’n: Galipin, Kusparin,
Kusparein, Papaverin, Narkotin, Cottlrnin ausgefiihrten Verrmchsreihen zuweilen Werte von 1 4 % Plus oder Minus an Chlbrmerth 1,
lieRen aber trotzdem eine sicliere Entecheidung iiber die Zahl er
in diesen Alkaloiden enthaltenen Methoxylgruppen 211. So verlangt z. B. Papaverin C H,,N04, das 4(0Cri$ enthalt 59,50/6
Cd3Cl (fur 4 Cn3CI beqectnet), wiihrend fiir 3 CH3Cl sich 447%
CH3Cl berechnen wiirde. Bei den crsten Versuchsreihen, als die
einzelnen Fehlerquellen noch nicht erkannt waren, wurde 57,3,
5G,9 und 55,8% CH3CI gefunden. Wena solche Werte auch keincn
Anspruch auf Genairigkeit machen konnen, so lal3t sich doch auf
Grund dieser Werte die Prage nach der Zahl der Methoxylgruppen
leicht entscheiden. Zuweilen ergaben sich zu niedere Werte, z. B.
beim Papaverin, zuweilen aber auch zu hohe Werte, wie beim
Galipin und Kus
Dic hiichste Felile renze zeigte, wenn
man von den S t o g i t b s i c h t , bei denen die E t h o d e gitnzlich versa@, die Galipinsulfosiiure, so dal3 die volumetrische Methode
sic11nicht ohne weiterea fur S-haltiue organische Verbindungen eignet.
Um far Stoffe, bei denen diese ketliode verwendbar, braiichbarc
Resultate zu enielen, sind folgeiide Punkte zu beriicksichtipen :
1. Wdi1 iind Stirlre dcr Lzuge fur das Eucliometer, 2. Beschaffcnheit und Regelung des HC1-Stromes, 3. dic zur Abs ltung von
CH3C1 zu walilende Temperatur, 4. die Ableaung des &,Cl-Gases
nnter Berucksichtigung des von der h u g e absorbierten Anteiles
und Reinheitspriifung des CH3C1-Gases, 5. die Dauer des Erhitzens.
1. W a h l d e r A b s o r p t i o n s f l u s s i g k e i t .
lh
(‘hlormcthyl in H20 Ioslich, eignet sicli ciieses niclit a18 Absperrfliissigkeit, besscr Iiingegen starke KOH oder NaOH, von denen
nur relativ wenig C!d3Cl aufgenommen wir& Auch die Absorptioiisfiiliigkcit gernischter L’isungen von Aetzalkalien imd Qiloralkalieii,
\vie solche beim Einleiten von i-LC1-Gas in Aetzalkali sich ergcben,
wurde gcpriift. Um clas als Sperrfliissigkeit dienencle Aetzalkali
iiicht unnotig zu verbrauchen, de stirkerc Abscheidungen VOII
festeni Clilorrtlkali storend wirken, kl3t man, wenn nian die Luft
ails dem Apprate auustreiben will, xnnbchst (lax HCl-Gas ails dem
Reitliclien Aiwtz clex T-Rolircs in vorgelegtes Wasscr uncl iiicht in
die hauge treteii uiid verbindet erst mit dem Eudiometer, wenn
die Luft aus dem Appzrate entfernt ist. %urPriifung der Abso tioii
des Clilorniethylqases in Wasser, Lmge, Chloralkali usw. 8entc
ein au8 Mcthylalkohol, Kochsalz und Schwefelsiiure bereiteta,
durch Waschen mit NaOH von mitgeriwenem HC1 befreites, rnit
H,804 getrocknetes uiid aiif seine Reiriheit vsrher gc riiftes Gas.
Die Absorptioiisvcrvuche wurden in einer H e in p c flschen Gasburette, die unten und oben mit Glashahnen verschlidbar igt
(unterer Hahn ist cin Dreiwegehahn) und mittels Schlauches rnit
einern Niveaugefal3 in Verbindung steht, ausgefuhrt. Wasser
absorbierte pro Stunde rund 7 ccm. Von dicser Wasserloslichkeit
dea CH3Cl kann man Gebrauch macheii, wenn man ein abgelesena
C!i13C1-Volunien auf etwaige Bcimengungen von Luft priifen will.
In dieaem Falle treibt man das im Ziidiometer uber Lmge ge-
B
J. Trogcr mid E. Tiebe: hlethoxylbestiminung.
289
sammelte und abgeleseiie Gasvolnmen mittels eines mit. Wasser
gefiillten Kapillarrohrchens, wie es bei der H e ni p e l'schen Gassnalyse iiblicli ist, in eine niit reinen1 Wssser angefullte Burette
11nd srmittelt, ob alles Gas absorbiert wircl oder cin nicht loslicher
Gasrest verbleibt. Bei hngerer Versurhsdauer wird sicli immer
ein solcher Gasrest. ergebcn. Es handelt sich um Luft, die aus dem
elitwickelten HCI-Gase stamnit. Alle Bcniiihungen, diese Fehlerquellen zii vermeiden, haben bislier niclit zum Ziele gefulirt ; seibst
als die rauchende HCI, {lie zur Entwickelung des HCI-Gases diente,
aus ausgekochteni destillierten Wasser bereitet war, lieR sich diese
Fehlekquclle niclit bescitigen. An sicli ist iliese Lyftmenge gering
und durch das ehen gesclii1dert.e Verfaliren leiclit eine Korrektur
moglich.
JNr nachntelienrle Sperrfliissigkeiten w u n k die Absorptionsfiihigkeit fiir Cd,CI \vie folgt gefundcn:
l'C0 8!,llIldt? &blJSl)ri,iOl.b
1.
Ddillicrtes
Was~r
c'ki:tCl-Gas :
. . . . . . . . . . . . . 7,L'O WIII
. . . . . . . . . . . . . . 0.30 ..
2. i V ~ t , r o l l h t p *(3Go&)
:L iTittroi, a u p ~(33.3Y0;g) .
. . . . . . . . . . 0.35
2. iYatronIutipo (Xi,:t:ll), clip I t l i t (!ki3('l-(;wi grsi;iLligC 0 2 5
5 . Natwtilaugc (24 o'&)
. . . . . . . . . . . . . . 0.40
6. (-'lil(~rnRtriiiinln~uirfi
( 15('l,ig) . . . . . . . . . . . 0.85
7. Kalilwg i:K'?,,ig) . . . . . . . . . . . . . . . 0.13
S. Iialilniige (:!9",,iK)
. . . . . . . . . . . . . . . 0.39
9. l<slilauyc (15noig) . . . . . . . . . . . . . . . 0.37
10. ~ ' 1 t l o r I ~ ~ l i i i i i ~1 ~
15°1'lig)
~:~iii~
. ~. . . . . . . . . . . 0.89
1 I . C::iniw:h yon SaOi; ( lR(!l,) 11nd iTaC'I 110:;)
. . . 030
.
..
....,.
....
..,,
..
Bei Bentitzutig starker NaOH (30-360/,) iut 1x0 Stiinde iiiit
0,3 ccm Cii,Cl iin Mitt.cl Verlust zu rerliiien iind diescr bei djer
Herechnung zu l>erucksiclit.igen. Natronlange, die 1a.n a111bateii
in eincr Horizeiitntioii von 30-35yo und aiich niclit, iifler als zu
znei Vewuchcn benutzt, ist cler Kdilauge voizuzichen.
2. B e s c l i a f f e n l i c i t u n d I t e g u l i e r r l i i g d e s
H C 1 - S t r o m c s. Das Gas wird a m bcsten diimli Eintropfenlitasen von koiizciit.riertcr H,BO, in kiiilfliche ocler selbst bereitete
r a u c h B n cl c . H(11 dnryestcllt u i d niit.tels konzeiilriertm H,SO,
getmknct. Man verweidet einen lanpmmcn Gasstrom uiid ubt
gegen Encle des Vemuches durch das ini@chst tief sbeheiide Kiveau gefiil3 eine schwacli snupciiclc Wrkunp RIIS.
3. Z I I r C H,C I - A b.s p a 1 t 11 11 g e r f o r rl e r 1 i c 11 e
T c m p e r a t 11 r. Die zur A b s p l t u i i ~erforclerliclie Tempcratur
riclitet b i d i nacli den Ui~teruucliuiipsobjt?lrt.,Mail steigert. sie gam
,~llmiihlicli,indeni i i i m dns Verlialten drr Substanz ilurcli die in
rleni ErliitmiigsgefiiU nngcbrachten C:bsfenster beobaclrkt. Die
Hildung von Ctl,Cl niaclit, sich aii dem Auftreten kleiner BIBscheii
benierkbar, dereii Zahl an der Oberfliiche der Substanz sicli rascli
rerinehrt. Kur-e Zeit iiach deni Aiiftreten von Blitschenbildung
aiif der geschmolzeiien Subst.aiiz beobachtct man dann die ersten
C'd,CI-Blirsen im Eudioineter. Lal3t die Bliischenbilduiig nach,
SO steiyort man allmtihlich die Temperatur
so lange, bis
Bl;ischenbildung an rler Substanz niclit nielir sicli beinerkbar
niacht. Zuweilen beobachtet ilia11 aucli die Eiitsteliung groBer
284
J. T r o g e r und E. Tiebe: Methoxylbestimmung.
zaher Blasen auf der Substanz, die erst nach einiger Zeit zerplatzen.
Meist reicht zur Vollendung der Cd,CM,bspaltung eine Tempemtur
am, die etwa 300 holier liegt als diejenige, bei der die Blaschenbildung begann.
4. A b l e s u n g d e s C H , C l - V o l u m e n s .
Man liest
etwa 1/--1/2 Stunde nach AbschluB des Versuches ab. ZU dem
abgelesenen Gasvolumen ist die Menge des absorbierten Gasanteiles zuzurechnen (pro Stunde Versuchsdauer 0,3 ccm). Die
Priifung auf Luft erfolgt, wie oben schon angedeutet, durch Ueberfullen des Cd,Cl-Gases in eine mit reinem Wasser gefiillte
H e m p e l’sehe Burette. Ein hierbei beim langeren Stehen unter
schwachein Druck nicht gelost werdender Anteil ist als Luft bei
der Korrektur des abgelesenen Gasvolnmens zu berucksichtigen.
Die Tension des Wasserdampfes k&nn bei Umrechnung des Gas:
volumens auf 00 und 760 mm vernachlassigt werden, da diese be1
der angewandten starken Lauge nur sehr gering ist. Auch fur dan
zu den Versuchen benutzte Nudiometer machte sich bei der Nachkalibrierung eine Korrektur nbtig. Dem abgelesenen Volumen
waren noch 0,8 ccm (ehtspricht dem Hohlraum zwischen oberem
Hahn und Nullmarke) hinmzufiigen. Trotz vielfacher Bemuhungen
gelang es nicht, ein absolnt luftfreies HC1-Gas zu erlialten. Bei
einem blinden Versuche, bei dem innerhalb einer Stunde das HCIGas von der starken Lauge zur Absorption kam, betrug die Menge
der iiber der Lauge sich allmiihlich ansammelnden Luftblaschen
0,4-0,6
ccm. Wenn das von T r o g e r and M u l l e r l ) beim
Kusparin erhaltene Resultat ein besonders giinstiges gewesen, SO
liegt dies daran, da13 bei diesern Versuche sich ausnahmsweise die
einzelnen Feliler ziemlich ausglichen, was bei spateren Verskchsreihen nicht imrner zutraf. Dal3 Luft, die vom HC1-Gase stammt,
e k e Hauptfehlerquelle bei diesem volumetrischen VePfahren sein
kann, haben zuerst entsprechende Versuche beim Cotarnin ge eigt,
wo regelmal3ig zu hohe Analysenwerte cich ergaben, eine Absorption
des Gasvolumens mit Wasser eine.1 nicht brennbaren Gasrest hinterbell, dessen Menge von der Versuchsdauer abhangig ist.
6 . V e r s u c h s d a u e r. Die Zeit, innerhalb deren sich
von den ersten bis zu den letzten auftrdenden CH,Cl-Blasen die
Abspaltung der Meth lgruppe vollzog, ist von der Eigenart der
Substanz und ihrer d n g e abhiingig.
Dauer der Abspaltung:
. . . . . etwa.
Narbotin . . . . . . . . .
Galipjn
. . . . . . . . . ,,
Kusprein . . . . . . . . . . .
Kusparein . . . . . . . . . ,,
Codein . . . . . . . . . . .
Cotarnin . . . . . . . . .
Gul ip insulfo&u re . . . . . . ,,
Papaverin . . . . . . . . . ,,
Chininchlorhydrat . . . . . ,,
Kusparin
....
,I
,I
1j I.
0.
1 Stundo
1
1,5 itunden
2
,,
13
1-’1,25
1,5-2
,,
Stunden
2 Stunden
i5
126
,,
,,
,(
J. Troger und E. Tiebe: Methoxylbestimmung.
286
Die Zeit, die zulr volligen Abspaltung des Methyls not5g ist,
hiingt rtuch von der Oberflache Pb, welche die Substanz dem einwirkenden HC1-Gase darbietet. Ein miiglichst breites Sohiffchen
mit nicht zu tiefer Substanzschicht ist am geeignetsten.
Experimenteller Teil.
Nach dem zuent
in analoger Weise ausgefiihrt. Bei
Chlormethylvolumens sind alle
rtlcksichtif.
+
C o e i n , C eHz NO, H 0, Mol. 317,2, enthiilt I (OCHJ;
dies wiirde lS,S% &i
entsprccfien.
,&
A n a 1 y s e . 0,103 6 C.dein wurden in dem oben beschriebenea
Apparate nach Austreitung der Luft im hiCl-Strome orhitzt. Bei 110'
waren die eietcn Bliischen in der gesclimolzenen Substanz bernerkbar,
bei 150° war die Blatlenbildung deutlicli bernerkbar und die eraten
Cli,CI-Dlaat?n etiegen irii Eudiorneter hoch. hian halt dann liingere
Zeit mif 170a, die Schaumblasen im Schiffchen platzen nur noch
schwierig auf, briiunen sich, sinken zusammen, uin von neueni m
schwiicherem HaOe sic11wiedrr aufzutlahen. Die geechmolzenc Substaw
wird niit iunehmcndcr $ntmetliylierung irnmer breuner. Ge en Ende der
AbTaltung, ale dio Bltweiib idung nur noch gam tra e&lgte, wurde
die Feinporetur auf 100° ehulit und durch Tiefelwd?en dee mit dem
Eudiomettw in Vecbindung atehenden n'ivectugefiiljee einb eeugende
Wirkung orzeugt. Der Verwrh wap. nsrh einer Stunde beendigt. Dae
m c h einer vierbletundn l e i 1g0 und 756 mm abgelesene Gaevolumen
betrug 7,4 ecm. Nach dom Ueherfiihren dea letzteren in eine mit W8Sa0r
gofiillte h e m p e I'sche Biirette, in der cs untor hiiufigem Schiitteln
eine Stmndo verllieb, betma der nicht vom relnen Warner aufgenommene
Gaeant ?il (Luft) 1,4 ccm. b e Evdiometerkorrektur betriigt
0,s ccm,
die Mengo den innorhalb einer Stunde von der h u g e abaorbierten
CH,CI
0,3 ccm, 80 d d slvo 7,4
0,s
0,s
1,4 = 7 , l ccm Cli,CIGae erhalten wwrden. Da I Liter CIi,Cl-Caa bei O o rind 760 mm 2,463 g
wiegt, ao ergibt sich nvch Umrechnung dieaer 7 , l ccm unter Berucks i 4 ~ t i ~ u nder
g nngewandten Subetahzmenge lS,Syo CH,Cl (berechnet
+
+-
+
+
15,9%).
Bei einor zweiten Analyee wiirden 0,1064
Codein angewandt,
erhalten wurden nach Korrektur 7,4 ccm reines &,Cl-Gaa bei l g b und
762 mm, entsprechend 6,94 rcm bei O o und 760 mm, entsprechend
lS,lyOCH,CI (berorhnot 15,9%).
N rt r k o t i n , C 2H2
NO,, enthalt 3 OCHJ, was 36,7%
8
CH,CI entspricht. Die h d a u e r , betrug eine tunde, Abspaltungstempemtur 1400.
I. A n a 1 y a e. 0,l g Nark0 in gaben nech Korrektur 16,6 ccrn
CH,Cl bei 15O iind 758 mm, entsprechend 14,75 ccm bei O o und 760 mm,
entaprechond 36,3% CIi' C1 (berechnet 36,7y0).
11. A n R 1 y 8 e. 6,l g Xarkotin gaben 14,86 ccm CH,a bei 0'
und 760 mm, entq~rechend36.ijo/, C!ti,Cl (berechnet 36,7y0).
K u s a r i n , C1,H,,N0,(OCH8), enthiilt 1 (OCHJ, was
16,4%
. .- CHd%
- entspricht.
I. A h 8 1 y a e . 0,1 g Kufqarjn gaben 6,79 CCm
cs&lbei 0' U n d
760 mm, ontqrecliend 16,7% CH',C1 (berechnet 16,4y0).
11. A n a 1 y H e. 0 , l g aben 6,77 ccrn CH&l bei O o und 760 mm,
enteprechond 16,S% Cl-i3Cl (%erech net 16.4).
J. Troger und E. Wiebe: Methoxylbeatimmung.
286
K u s a r e i n , Ci,HioN02, enthiilt zwei Metho lgruppen,
was ehem grozentgehalt von 35,93y0CH,C1 ents richt. %ie CH,ClAbspeltung beginnt bereits bei 1150, llalt
Stunden an.
I. A n a 1y a e. 0.095 g Kuspwein gaben 13,81 ccrn CH&l bei
Oo uGd 760 mm. entspreckend 87,?7h Cki,(,!l (berechnet 35.03%)~
bni l
TT. A n a 1 y H e. 0.0760 g I<tiRp,srein ahen 11.08 ccim Oh &
O o und 700 inin. en%prechend 86,6% CH&f (berechnot, 35,93%).
G a 1i p i n , C,H,,NO,,
enthalt drei Methoxylgrup en ;
CH C1 entspriclit 46,85Y0. Abspaltungstemperatur fur CH&r ist
145%, Versuchsdauer 1,5 Stunden.
I. A n a l y ~ e .0,070-L g G d P i i i p b e n 13,2 ccin CH&l boi On
und 790 inm, eiitqrochend 46,PyS- Ch',CI (be$echnet 46.83yh).
11. A n a 1 B e. 0,l R Gallpin. gaben 18,69 ccin Ch-&l bei O o
und 760 inin, entsprechend 4690!4) Cki3C!l (herechnct 40,83 %)).
Pa p a v e r i n , C H NO4, entliiilt vier Methoxybppen;
CH Cl entspricht 59,5y0. mD?e Cd,Cl-Abspaltung beginnt bei 1750
unif dauert zwei Stunden.
I. A n a 1 y s e. 0.1 g Pa >averin gaben f4,12 ccm Cfi3C!l bei On
uncl 760 inin, entsprecliend 59,4O'o: (!H3CT (berechnct 50,5'j/,).
11. A n a 1 y B e. 0, I g 'l'apwerin aben 23.55 ccm C!iiJ!I bei On
und 760 inin, eiit.Vrechend.34.02% C€i&!. (boreclmet 59.50,;,).
C o t ar n i n
2H1NO,, enthalt ein Methoxyl; CH,CI
entspricht 21,3Yb dH3%; ~bspltungstemperatur1500, Versuchsdauer 1,5-2 Stunden.
I. A n a 1 y o e. 0,l g Kot.--nin g.deii 8,43 cciii Cli,C'l bei 0 0 und
760 mm. entqrechend 2 0 , r l ~('H,C1
~
(berecl.mct 21,39,).
11. A i i a l y a e . 0,l 1Co:arnin gaben 8.11 con C!H,C1 bei Oo
und 700 mm. enfsprecliend $090:b c'h',cII (boreclinet 21.3?;,).
G a 1 i p i 11 s u 1 f o s ii u r e , C,,'H,2N(OCH3~sS0,H. Der
).
CH,CI-Gehalt fur diese drci Mctlioxylyruppen enthaltende Sulfosliure bcreclinet sich zu 37,54y0. Da be1 Anwendung von 0,l g
dieser Substanz bis zur Beendigung der Entmethylie.mn.g etwa funf
bis sechs Stunden erforderlich, wurde dwrr, nur die Hiilfte Substanz
zur Analyse benutzt. Die Ctf,Cl-Abs~ltung erfolgt bei 1 5 0 0 und
geht nur selir triige vor sich, weil die Blasen im Scliiffchen nur
langsam aufplatzen. Mit einer Temperaturstoigerung 'war ein
stkkerea Aufhliiheii der Substclnz vcrkniipft. Das Ende der CH,CIAbapaltung trat etwa nwh zwei bis drei Shinden cin, ist abcr schwer
wahrzunehmen.
I. A n a 1 y x e. 0.0-:G g Cal;pinsiilfo&iiimgsben bci 3,fi stundigem
Erlritzen iin ii(,'l-Stroiue O,U7 ccin CH Cll bei 0" iind. 700 mni. ent.slweohend 85,5u,b .C!l-i:$i (hemclinet 37$0,;)).
IT. A n a I y R b. O;O17 g (:3lil~in:tiilfoHi~~lro
@on bei zaeist'indigeni Erhitzcn init einer ~k.ndtampei*flkir
von .2J0° an ch',cI =
6,83 ccm' bei O o tin4 760 inin, entqwechmid 85,8?$ (berechnet, 37.5%).
Walireiid beim Galipin selbst die Methode brauchbare Werte
ab und sich leicht durchftihren laBt, stijBt man bei der SulfostLure
esselben Alkaloides auf Schwierigkeiten.
Auffallend war folgendea Verhalten: Nach K ti r n e r und
B o h r i n g e r1) kann Kusparin (siehe oben) mit konzentrierter
8
1)
Gazz. cliini. ital. 1883, 303.
A. R i p p e 1: Haltbarkeit von Kokainlosungen.
287
HCl nicht gespalten werden, da es schoii bei looo unter Dnxck sicli
unter Verkohlung zersetzt. Aus dem obigen ist aber ersichtlich,
daB es beim Erhitzen im trockenen HC1-Strome sich glatt entmethylieren 1aBt. Es geht hierbei quantitativ ill das Clilorliydrat
der entmethylierten Base uber. Chinin nun aadererseits geht mit
konzentrierter HC'l bei 1 5 0 0 in Apochinin uber, IiiiBt, sich aber init
trockenem HCI-Gase nach der iieueii Metliode nicht auf seineii
Methoxylgehalt priifen. Die Reaktion verlief selir triige, CH,ClAbspaltung setzte erst bei 150-160° eiri iind cine vollstandige
Eiitiiiethylierung sclieint nicht' zu gelingen, selbst wenn die Temperatur bis auf 2050 erliiiht wurde. Bei einer mit Cl~inincl~lorliydrat,
C,,H,,N,O,. HCI 2 H,O ausgefiihrten AnaIyse ergab sich S,52y0
C,Ci3C1 (berechnet 12,74y0)., Bei einem andereii Versuclie wurde
die Temperatur zuerst rasch aiif 1SO0 gebracht, dann auf 160O und
schliel3licli wieder nuf 1SO-2000 gelialten, zu Elide sogar bis iiber
2.500 getrieben, so daB eine vdllige %erset,zung der Substaiiz eingetreten war. Es ivurden 10,4 statt 12,74% CH,Cl erhalten. Bei
11-Anisidin, C,H,( 0CH3)NH, uncl bei Aiiissaure, CGF4(0C d3)COO H
fiihrte die volunietrische Yestimnimig cleswegen nicht zum Ziele,
u-eil vor oder wiihrend der Clilormet~iylabspaltii~igschon die
Substanz zu sublimiercn beqinnt. Als Benzolsulfonazoanisolacetonitril, CGH,S0,C(N,PICIGH,0Ci-Y3)CN geprfift wurde, bestaiid bei
150° das Gas fast iinr aus abgespnlteneni N, bei 220° war CH,CI
beigemengt? jedoch wurdeil stets zii iiiedere Werte nach Abzug
des beigemischten N erlialteii.
Diese vorstehenden Versjiche leliren, tiaR die Methode einer
allgenieinen Anwendung riiclit fiiliis ist. Tn nianchen Fallen ist
sie hingegen brairchbar i u i d ist auch, wie beini Kusparin und
Galipin, der eiiifacltste u n d rlepnteste Weg ziir Gewinnung des
EntmetliylierungsDrotluktetj. Fiir lctzteren Zweck iet sie aber nicht
br~nclibar,wciin eine tiefergeliencle Zersetzung eintrit't.
+
Aus dem Institut fur Pharmakologie und physiologische
Chemie der Universitat Rostock.
Ueber den Einflufs der Reaktion auf die Haltbarkeit
von Kokainlosungen.
V o n 1)r. med. dent. A I b e r t 1%i p p e 1 , approbicrter Zalparzt.
s
( ~ l l l ~ ~ t c~l m
~ 2
a . n ~ 1931)
~ n
\
DaCl Kokain bei Einwirkung sowolil voii Same wie von Alkali
leicht zeraetzt w i d , iet laiige bekannt. Die leichte Abspaltung der
Seiteiiketten BenzoesLure und Methylalkoliol ist praktisch von Bedeutung, da die bei der Abspaltung ubrigbleibendeii Kerne, das
Benzoyl- uncl das &iIethylekgoni,i vie die abgespaltenen Seiten-
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