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Ueber die Zusammensetzung der Aschen der Rapskrner und des Rapsstrohes.

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flaer, Zusantnacnsetzung dcr Aschen der Ropskvrner etc 285
des Jods nur sehr klein, die des Broms aber bedeutend
uberwiegend, so kann man beim vorsichtigen Zusatz von
Chlorwasser die Plussigkeit vollstandig enthrben, bevor
die intensiv orange Reaction auf Brom eintritt. Der zu
diesem Versuche verwandte Kleister muss abcr tlurchaus
gleichmassig und nicht kliimperig sein, weil die Kliimpchen
(lurch das Chlor ihre Farbe nur schwer verliercn. 1 TI1
Stkrke auf 50 Th. Wasser giebt einen dunnen glcichmassigen Kleister, der sich zu diesen Versuchen besonders Sut
cignet.
a
-
Ueber die Zusammensetznng der Aschen der
Rapskilrner und des Rapsstrohes ;
von
W. B a e r , d. 2. zu Berlin.
-~
[Dritter Beitrag zur Agricullurchemie.)
Auch von der Erndte des Jahres (4869) wurden mir
zwei Sorten des Samens von Brassica napus oleifem
(Sommerraps) mit dem dazu gehorigen Stroh von verschiedenen Slandorten zur Untcrsuchung der Aschen
iibergeben. Den Gang der Untersuchupg babe icli bereits
i n dies. Arch. 11. Reihe Bd. 57 pas. 138 und Bd. 61 pap. 2Gi
ausfuhrlich mitgetheilt; deshalb beschranke ich mich hier
darauf, nur die Resultate der Analysen mitzutheilen, so wi?
einigc Abanderungen, die eingetreten sind, kurz anzufihren.
Obgleich ich auf d.as Aussuchen der zur Analyse bestimmten Korner die grosste Sorgfalt verwendet hacte, so
war es mir doch nicht gelungen, alle fremdartigen Theile
zu entfernen. In der Asche fanden sich beim Auflosen
derselbcn in Clilorwasserstoffsaure kleine runde Steinchen
von der Griisse der Rapskorner, die offenbar eben wegen
gleicher Grosse und Farbe mit diesen nicht hatten davon
unterschieden werden konnen. Um bei den ferneren Analysen diesem-Uebelstande zu begegnen, wurden die Korner mit destillirtem Wasser geschlammt, dann rasch mit
986
Baer,
Fliesspapier abgetrocknet und langere Zeit hindurch an
der Luf't getrocknet. Da diese Arbeit nur wenige Augenhlicke dauerte, so hatte man nicht zu befurchten, tlass
irgend etwas Wesentliches durch das Wasser den Kornern
entzogen worden ware So wurden zwar die Beimengungen groberer Art beseitigt, absr der Gehalt an Kieselsiure
fie1 dennoch zu hoch Bus, als dass sie in den Kornern
selbst sollte enthalten gewesen sein.
Ich war zu der Ueberzeugmg gekornmen, dass diese
den Kornern beigemengte Kiesclsaure von der Scheunendlele beirn Ausdreschen hfrruhrend als feiner SLaub aul
den Kornern selbsl liege; deshalb wurden diese, nachdem
sie durch Schlammen von den grBberen Verunreinigatigen
gereinigt wordeb waren, langere Zeit hindurch mit Leinwand gerieben. In dieser blieben deutliche Spuren des
feinen Staubes zuriick. Der Gehalt an Kieselsaure fie1
n u n hedentend geringer aus, als in den fruheren Analysen,
aber dcnnoch wieder so hoch, dass es zweifelhaft is[, oh
diese ganze Menge der Kieselsaure in den Kornern selhst
enthalten gewesen ist
Vielleicht lasst sich ein noch gunstigeres Resultat
crzielen, wenn man die Korner erst nach dem Schlammen
trocknet nnd dann erst mit Leinwand reibt; ich glaube,
dass sich der feine Staub von den trocknen Kornern
besser entfernen lasse, als von den feuchten
Der hohe Gehalt der Kieselskure ist aber von keinem
Einfluss auf den weiteren Werth der Analyse, denn zieht
man denselben von der Sumrne der ubrigen Bestandtheile
ab, so mussen die Resultate verschiedener Analysen vergleichbar sein. Dies hat sich auch bei drei Analysen ein
und desselben Samens, wie wir weiter unten sehen werden, herausgestellt.
Noch einmal will ich, der Wichtigkeit wegen, darauf
aurmerksam machen, dass man bei der Verbrennung der
Kohle nur wenige gluhende Kohlen anwenden muss. Man
hat dann den Vortheil das Glasrohr niehrere Male hintereinander anwenden zu k h n e n ; eben so dc& Silberbiech.
Letzteres naturlich nur bei ein und derselben Analyse.
Zusanimensetzung der Aschen der Hnpslriii*nov etc.
'287
Von diesem loset sich dann die Asche vollstindig in Chlorwasserstoffsiure bei langerem Digeriren, iiur die Kieselshure bleibt ungelost zuruck. Man b e t d a n n clas Silherblech in Salpetersaure auf, filtrirt die KieselsBurc ah und
Iasst aus der Auflijsung das salpetersaure S i l h o x y d krystallisiren. So wird die muhsame, viele Zeit u n d Gedultl
in Anspruch nehmende Darstellung der Asche urn ein
Sedeuteudes verkurzt, ohne noch des Kosteniiunges zu
gedenken.
Da bei der von mir angewandten Methode der Verbrennung kein Verlust irgend eines Bestandtheiles der
Asche zu befurchten ist, so wurde das Ausziehen der
Kohle mit Chlorwasserstoffsaure unterlassen, und die Kohle
scgleich irn Sauerstoffstrome verbrannt.
Ersts Sorte. Erste Analyse der Korner.
1)ie zu diescr verwendeten Kiirner waren nur ausgesucht.
Der wiisserige Auszug von 20,264 Grm. der liiirner
liefcrtc mir 0,026 Grm. Chlorsilber. Schon frulier hattc
icli unlersucht IS. d . Arch. ZI. Reilie B d . 57 pas. 145). oh das
Chlor sich voilstiindig durch Auswaschen mittclsl Wassers
aus der Kohle enlfernen lasse. Man konnte aber einwenden, dass sicli beirn Verpufkn mit Salpcter Ctilor verfliichtigcn konne. Daher vsrbrannte ich die niit Wasscr
ausgezogene Kohle unter den bekannten Vorsichtsmaassregeln im Sauerstoffstrome. Verfliichtigte sich dnbei in
der That Chlor, so musste es sich in dem Wasser ijer
Vorlage nachweisen lassen. Weder in diesem Wasser,
noch in der Aullosung des bei der Verbrennung gehliebenen Ruckstandes brachte salpetersaures Silheroxyd die
geringste Reaction hervor, wodurch also erwiesen ist, dass
sich die in der Kohle enthallenen Chlormetalle durch
Wasser vollstandig ausziehen lassen.
Der feuerbestandige Ruckstand aus anderen 72,sGrm.
der Kiirner wog 5 3 ) Grm., oder nachdem wir die bekannte Correctur angebracht haben, 4,9962 Grm. oder
6,98 Proc.
“28
Daer,
Ziir Bestimmung des Chlors und der Schwefelsiiure
wurden 0,9915 Grm. (I.) des Ruckstandes verwandt und zu
cler cler Basen, der Iiiesel- und Phosphorsaure 4,597 Grm.
(11). Corrigirt belragen diese Gewichte 0,9828 Grm. und
1,883 Grm.
1. Hier wurden gefundcn: I) 0,247 Grm. Chlorsilbei..
Dies sind auf den ganzen Hiickstand berechnet 4,2553 Grm.
oder 0,3104 Grm. Chlor. In dem wasserigen Auszuge von
20,2G4 Grm. der Korner hatten wir 0,026 Crm. Chlorsilber
gefunden; demnach wurden wir in dem wasserigen Auszuge von 72,s Grm. der Korner 0,093 Grm. Chlorsilber
oder 0,0229 Grm Chlor gefunden baben. Die Differenz
beider gefundenen Resultate = 0,2875 Grm. Chlor vertreten 0,1783 Grm. Kohlensaure, so dass wir 0,46 Proc.
Chlor und 3,5T Proc. Kohlensiiure gefundeu haben.
2) 0, I085 Grm. schwefelsaurer Baryt odcr 3,79 Proc.
Schwefelsaure.
’’
11. Hier wurden gefunden: I ) 0,5075 Grm. IGeselsPure
odcr 32,66 Proc., von denen 0,0105 Grm. oder 0,GG Proc.
in kohlensaurem Nalron aufloslich waren.
2) 0,068 Grm. phosphorsaures Eisenoxyd oder 6,30 Proc.
In-dicsem wurden bci weiterer Untersuchung noch 0,09 Proc.
Kalk &funden, die nach der Formel P o 5 2 C n 0 0,11 Proc.
Phosphorsaure erforclern.
Da in den vom ,Prof. 1cI a g n u s veriiffentlichten Analysen (Annalen der Landtoiilhschafl, Bd. X l V . pug. 2. Erdmann’s Journ. fur prakt. Chem. Ild. X L V11I. pag. 447),
wenn auch nur in einer derselben, Thonerde,mit als Bestandtheil der Pflanzenaschen aufgefuhrt worden ist, so
sah auch ich zu, oh i n der von mir zu untersuchenden
Asche Thonerde enthalten sei. War dies der Fall, so
musste sie bei dem phosphorsauren Eisenoxyd zu finden
sein, da sie durch Ammoniak als phosphorsaure Thonerde
rnit niedergefallen war und diese ist in verdunnter Essigsaure unloslich. Nachdern also die 0,068 Grm. des phosphorsauren Eisenoxyds in Chlorwasserstoffsaure gelost und
die darin enthallene Kalkerde durch Schwefelsaure und
Alkohol gefallt wordcn war, wurde die von der schwefel-
Zusanamensetzung der Aschen der Rapskorner etc. 289
sauren Kalkerde abfiltrirte Flussigkeit erwarmt, urn den
Alkohol daraus zu verjagen. Dann wurde hinreichend
Natronlauge, die sich nach der damit angestellten Prufung
frei von Thonerde gezeigt hatte, hinzugefugt. Die Flussigkeit, welche die Thonerde aufgelost enthielt, wurde von
dem Eisenoxyd abfillrirt, mit Chlorwasserstoffsaure sauer
gemacht und dann Iangere Zeit hindurch mit chlorsaureni
Kali digerirt, urn die darin vielleicht enthaltenen organischen Substanzen, welche das Niederfallen der Thonerde
verhindern, zu zerstoren. Die Thonerde wurde durch
kohlensaures Ammoniak gefallt. Ich erhielt 0,021 Grm.
oder 1 3 3 Proc. phosphorsaure Thonerde *), die aus 0,56
Thonerde und 0,77 Phosphorsaure besleht.
Wir haben demnach den phosphorsauren Kalk (0,20Proc.)
und die phosphorsaure Thonerde (4,33 Proc) von den
4,30 Proc., die wir fur phosphorsaures Eisenosytl ausgegeben haben, abzuziehen, so dass wir fiir letzteres nur
2,77 Proc anzusetzen haben, die aus 1,4G Eisenoxyd und
4,34 Phosphorsaure bestehen.
3) 0,2375 Grm. kohlensaurer Kalk oder 8,40 Proc.
Kalk, denen wir die bereits aufgefiihrten 0,09 Proc. hinzuzurechnen haben, so dass im Ganzen 8,49 Proc. resultiren.
4 ) Die durch Ammoniak gefallte phosphorsaure Magnesia betrug 0,3245 Grm. odcr 739 Proc. Magnesia und
42,99 Proc. Phosphorsaure.
5) Bei der Abscheidung der in der Auflosung des
Riickstandes noch enthaltenen Phosphorsaure durch cine
Auflosung von Chloiblei resultirten noch 0,312 Grm. pyrophosphorsaure Magnesia oder 12,49 Proc. Phosphorsaure,
der wir noch die bereits aufgefiihrten Mengen aus dem
phosphorsauren Kalk (0,1 I Proc.), der phosphorsauren
Thonerde (0>77 Proc.), dem phosphorsauren Eisenoxyd
(1,311Proc.) und der durch Ammoniak gefallten phosphorsauren Magnesia (12,99 Proc.) hinzurechnen, so dass wir
im Ganzen 27,67 Proc. Phosphorsaure gefunden haben.
6) An Kali und Natron wurden 15,12 Proc. gefunden.
___ -~
~--__
*) Ueher den Thonerdegehalt der Pflanzen werde ich inicli weiter
unten nlher auslassen.
Arch. d. Pharm. CXVI. Bds. 3. Hft.
19
290
llaer,
S ch w e f e l b e s t i m m u n g.
rl,G71 Grrn. der Korner lieferten mir 0,0985 Grm.
schwefelsauren Baryt odcr 0,810 Proc. Schwcfel.
Cegen diese Merhode den Schwefel zu bcstimmen,
- durch Schmelzen mit einem Gemenge von salpetersaurem und kohlensaurem fiali, - kiinnte man einwenden,
dass die leicht zersetzbaren Verbindungen, i n denen dcr
Schwefel irn Raps vorkornmt, sich schon verfliichtiStm.
bevor der Salpeter zwsetzt wurde. Daher wurdcn andcre
1,879 Grm. der Korner mit demselben Gemenge gemischl.
und dann, i n Silberblech gehullt, in cinem hinten zugeschrnolzenen Glasrohre gcgliiht. Vor dicser Mischurig befand sich noch eine cinige Zoll lange Schicht kohlensaurcs
Kali, die erst gluhend g m a c h t wurde, bevor die Operation
begann, und dann war das Rohr noch mit einer Vorlagc
verbunden, die Kalilaugc enlhielt, so dass also nichts verloren gehen konnte. Nachdem die-Operation beendet war,
wurde der Inhalt der Vorlage besondcrs mit chlorsaureni
Kali und Chlorwasserstoffsaure anhaltend digerirt, damit
die darin vielleicht enthaltene schweflige Saure vollstiiiidig
oxydirl wiirde. Ebcn S O wurde die vordere Schicht winen
kohlensauren Kalis besonders in Wasser aufgeliist. Hier,
wie in dem Inhalt der Retorte, wurden nur kaum whgbare Spuren von Schwefel?Bure aufgefunden. Im Ganzen
erhielt ich hier 0,094 Grrn. schwefelsauren Baryt, die
0,818 Proc. Schwefel entsprcchen.
Beide Methoden haben also auf 1000 Theile nur eine
Differenz von 0,08 ergeben.
Zweite Analyse.
Die hier verwendeten Korner waren geschliimmt.
In dern wiisserigen Auszuge von 7,925 Grm. der Kiirner wurden gefunden : 0,008 Grm. Chlorsilber.
Andere 34,766 Grm. der Korner gaben einen feuerbestandigen Ruckstand von 2,404 Grm., d e r nach der
Correctur 2,0772 Grrn. oder 5,97 Proc. betragt.
Zu 1. wurden 0,473 Grm. und zu 11. 4,105 Grm. des
Zusarnmensetzccng der Aschen der Hapskorner etc. 291
Iiuckstandes verwendet. Corrigirt betragen diese Gewichte:
0,4669 Grm. und 1,0909 Grm.
In T. wurden gefunden : I ) 0,1675 Grm. Chlorsilber, im
ganzen Ruckslande also 0,745 Grm. oder 0,18423 Grm.
Chlor. In dem wasserigen Auszuge von 34,766 Grm. der
Korner: 6,035 Grm. Chlorsilber oder 0,00865 Grm. Chlor.
Differenz = O,l'7558 Grm., die 0,1089 Grm. Kohlensaure
vertreten. Hieraus ergeben sich 0,42 Proc. Cblor und
5,524 Proc. Kohlensaure.
2) 0,073 Grm. schwefelsaurer Baryt odcr 5,38 Proc.
Schwefelsaure.
11. Hier wurden gefunden: 4) 0,218 Grni. Kieselerde
oder 19,98 Proc., wovon 0,0075 Grm. oder 0,69 Proc. in
kohlensaurem Natron aufliislich waren.
2) 0,065 Grm. phosphorsaures Eisenoxyd oder 5,96 Proc.
Hierin wurden noch gefiinden: 0,OG Proc. lialk oder
0,14 Proc. phosphorsaurer Kalk und 0,0265 Grm. oder
2,43 Proc. phosphorsaure Thonerde, die aus 1.02 Thonerde
und 1,41 Phosphorsaure besteht, so dass f'iir phosphorsaures Eisenoxyd 3,39 Proc. bleiben, oder 1,79 Proc. Eisenoxyd und 1,60 Proc. Phosphorsaure.
3) 0,1605 Grm. kohlensaurer Kalk oder 8,24 Proc.
Kalk ; hierzu die unter 2. aufgefuhrten 0,06 Proc. gerechnet
resultiren 8,30 Proc.
4 ) 0,262 Grm. p yrophosphorsaure Magnesia oder
8,80 Proc. Magnesia und 15,22 Proc. Phosphorsiiure.
5) Noch 0,234 Grm. pyrophosphorsaure Magnesia oder
13,59 Proc. Phosphorsaure, zu denen wir die bereits unter
2. und 4. aufgefljhrten Mengen rechnen, so dass wir im
Ganzen 31,90 Proc. erhalten haben.
6) Die schwefelsauren Alkalien wogen 0,34.7 Grm.
In der Auflosung derselben fand ich durch Platinchlorid
0,923 Grm Kaliumplatinchlorid, die 0,4781 Grm. Kali oder
0,3293 Grm. schwefelsaurem Kali entsprechen. Der Gehalt a n Kali betragt also 16,33 Proc. Fur schwefelsaures
Natron bleiben 0,0177 Grm., die 0,74 Proc. Natron geben.
Von -diesen haben wir 0,37 Proc. als 0,27 Natrium mit den
0,4.2 Chlor zu 0,69 Proc. Chlornatrium verbunden angesehen. so dass wir fur Natron 0,34 Proc. in Reclinung selzen.
19"
292
Buev,
Darstellung d e r Resultate").
Nach den gerundenen Daten ist die Asche der Rapskorner in 100 zusammengesetzt aus:
....
...
Chlornatrium
Schwefelsiiure
Phosphorsiure .
Kieselsaure
Kohlensdure . ,
Eisenoxyd.
Thonerde
Ihlk
Nagnesia
..
.....
..
.....
......
........
......
Kali
Natron
1. . . . . . .
I.
0,76
3,79
27,67
32,06
3,57
1,46
0,56
8,49
7,51
15,!2
100,99
11.
0,69
5,38
31,90
19,98
111.
0,55
2,04
33,86
18,52
544
4,93
1,79
1,92
0,60
l@,iO
i,O2
8,30
8,80
16,33
0,34
99,77
9,lO
17,42
0,37
99,41.
Betrachten wir diese Resultate, so finden wir natiirlich
der Kieselsaure wegen grosse Verschiedenheiten Wollen
wir sie mit einander vergleichen, so mussen wir neben
der unwesentlichen Kohlensaure auch die Kieselsaure von
der Summe der gefundenen anorganischen Bestandtheile
So erhalten wir folgende Zusammenselzung
abziehen
in 100'
I.
. . . 1,16
. . . 5,80
. . 42,33
. . . . 2,23
. . 0,236
. . . . . . . .12,99
. . . . . . 11,49
Chlornatrium ,
Schwefelseure
Phosphorsaure ,
Eisenoxyd
Thonerde . . . .
Kallr.
Magnesia
Ka'i
Natron
11.
0,93
7,22
42,79
2,10
1,37
I. . . . . . . 23,14
11,13
11,80
21,90
0,46
100,oo
100,oo
111.
0,72
2,69
44,58
233
O,i9
13,30
11,98
22,93
0,48
100,00.
jetzt noch finden wir bedeutende Abweichungen
in den Resultaten der verschiedenen Analysen. Bei naherer
*) Hier erlaube ich niir noch die Resultate einer dritten Analyse
beizufiigen, die jedoch nicht von mir ausgefuhrt worden ist. Die
zu dieser (111.) verwendeten Korner waren ebenfdlls wie bei 11.
nur geschlimmt.
Zusaminensetzuny der Aschen der Rapskomer. etc.
293
Betrachtung ergiebt es sich, dass die Menge der Schwefelsaure, eben so wie die der Kolilensaure sehr verschieden
ausgefallen ist. Dies ist dadurch erklarbar, dess, da die
Schwefelsaure nicht als solche in den Pflanzen vorkommt,
sondern erst aus dem in diesen ent,haltenen Schwefel bei
der Verbrennung durch Oxydation gebildet w i d , ein grosserer oder geringerer Thcil des Schwefels bei der Verkohlung, je nachdem diese geleitet w i d , niit den sich
dabei entwickelnden gasformigen Produclen davon geht.
Der Schwefelbestimmung zufolge ist in den Rapskornern
so vie1 Schwefel vorhanden, dass, wenn bei der Verkohlung der Korner kein Verlust slat1 finde u n d aller Scliwefel
bei der Verbrennung der Kohle zu Schwefdsaurc oxydirt
wiil.de, in 400 Th. der Asche, nach Abzug der Kieselsaure,
31,42 Proc. Schwefelsaure hatten gefunden werden miisscn.
100 Th. der Rapskorner lieferten namlich 0,81 Proc. Schwefel,
folglich wurden wir in 72,s Grrn. der Kijrner, die wir zur
ersten Analyse verwendeten, 0,5872 Grrn. Schwefel et~hal~en
haben, die 1,468 Grm. Schwefelsaure entspreclien. Diese
Menge der Korner gab uns nach Abzug der Kieselsaure
einen Ruckstand von 3,939 Grrn. Gewicht, in welchem
0,1893 Grm. Schwefelsaure gefundcn worden waren.
Setzen wir fur diese die Menge der Schweklsiiure ein,
die wir hatten finden mussen, wenn ehen bci der VWkohlung der Korner kein Verlust a n Schwefel statt gel'unden hatte und aller in dem Raps enthaltene Schwefel Lei
der Verbrennung zu Schwefeluaure oxydirt worden ware,
S O erhaltcn wir in 300 Theilen der Asche 31,42 Proc.
Schwefelsaure. Wollen wir daher sehen, ob die Resultate
der verschiedenen Analysen ubereinstirnmen, so haben wir
auf das Gewicht der Schwefelsaure von dem der Snrnme
aller gefundenen Bestandtheile abzuziehen, eben weil 'die
Menge der Schwefelsaure in jeder Analyse vcrschieden
ausfallen kann und somit die ubrigen Resultate verandert,
und dann die Resultate hiernaqli zu berechncn. So erhallen wir folgende Zusamrnensetzung i n 100 Theilcll tler
Asche :
294
Baer,
I.
Cblornatriuni . . . . 1,23
Phosphorsiure
41,93
Eisenoxyd. . . . . . 2,37
Tlionerde . . . . . . 0,9t
Kalli . . . . . . . . 13,79
Tallcerde . . . . . . 12,20
...
Ka'i
Natron
11.
Ill.
1,OO
0,74
45,SL
2,60
0,8t
46,12
2,59
1,47
12,OO
12,i2
13,66
1. . . . . . . 2$,56
23,61
0,49
12,31
23,57
0,50
i.oo,oo
100,oo
1O0,OO.
.
Betrachten wir nun die Resultate der drei Analysen,
so finden wir eine Uebereinstimmung, die wenig zu wunschen
iibrig tiisst.
Die drei Analysen haben in 400 Gewichtstheilen der
Korner einen Aschengehalt von G,89; 5 9 7 und 6,93 Proc
ergeben. Hier fallt die Verschicdenheit nicht sehr in die
Augen, weil bei diesen kleinen Mengen die Einschliisse,
durch die sie bedingt werdcn, nicht so bedeutend sind.
Ziehen wir aber auch hier die Mengen der darin gefundenen Kiesel-, Kohlen- und Schwefelsaure, die aus den
angegebenen Grunden bei jeder Analyse verschieden sein
konnen, von der Gesammtsumme der festen Bestandtheile
ab, so finden wir in 400 Gewichtstheilen der Rapskorner
einen Aschengehalt von 4,17; 4,45 und 4,42 Proc.
Analyse des Rapsstrohes.
i n dem wasserigen Auszuge von 19,52 Grm. des
Strohes wurden 0,054 Grm. Chlorsilber gefunden.
Andere 63,363 Grm. gaben einen Ruckstand von 2,992
oder 2,8316 Grm. Gewicht; das sind 4,47 Proc.
I. In 0,759 oder 0,7183 Grm. wurden gefunden:
1 ) 4,193 Grm. Chlorsilber; auf den ganzen Riickstand
4,4268 Grm. odcr 1,0947 Grm. Chlor. Im wlsserigen Auszuge von 63,363 Grm. des Strohes: 0,1752 Grm. Chlorsilber oder 0,0433 Grrn. Chlor. llifferenz = 1,0514 Grrn.,
die 0,6523 Grm. Kohlensaure vertrelen. flesullat: 4,53Proc.
Chlor und 23,04 Proc. Kohlensaure.
2 ) 0,0815 Grm. schwefelsaurcr Baryt = 3,90 Proc.
Schwefelsiiure.
Zusamrnensetawy der Aschen der Rnpslcorner etc. 295
11. In 1,024 oder 0,9662 Crm. wurden gcfunden:
4; 0,114 Grin. Iiieselsaure odcr 11,80 Proc., davon in
kolilensaurem Natron auflijslich 0,0315 Grm. oder 3,26Proc.
2) 0 , 0 ~ 4 5Crm. oder 4 , Proc.
~ pliospiiorsaures C''isenoxyd. Darin bei weiterer Unlersuchung: 0,16 Proc. h'alk,
die 0,49 Proc. Pliosphorsiiure erfordern untl I ,NO Proc.
phosphorsaure Thonerde = 0,63 Thonerde und 0.87 Phos-
phorsaure, so dass fiir phosphorsaures Eisenoxyd 2.46 Proc.
bleiben, die aus 4,30 Eiscnoxyd und 4,16 PhosphorsSure
bestehen.
3) 0,3683 Grm. kohlensaurer Kalk = 2,1,3G Proc. Kalk;
hierzu die unter2. aufgefuhrlen 0,16 Proc., dann =211,54Proc.
4) 0,0375 Grm. pyrophosphorsaure Magnesia odcr
3,88 Proc., die aus 2,443 Phosphorsaure und 11,43 Rlagneski
bestehen. Der ersteren haben wir die uirter 2. aufgefuhrten Mengen zuzurechnen, so dass wir irn Ganzen
1,68 Proc. crhalten haben.
5) Noch weitere 0,0395 Grm. phosphorsaure Magnesia
oder 4,50 Proc. Magnesia; hierzu die unter h. aufgefuhrten
4,42 Proc., Surnme: 2,92 Proc.
6 ) 0,664 Grm. schwefelsaure Alkalien. 0,833 Grrn.
Kaliumplatinclilorid = 0,1607 Crm. Kali ode!. 0,2971 Crm.
schwefelsaures Kali. Daher Kaligehalt 1683 Proc. Rcsl
fur schwefelsaures Natron 0,2639 Grm., die 11$1 Proc.
Natron geben, von denen aber 1,34 Proc. als 1,00 Natriuni
mit den 1,83 Chlor zu 2,538 Chlornatrium verbunden gedacht werden mussen, so dass fur Nalron nur 1637 Proc.
in .Rechnung gesetzt wcrden konnen.
Darstellung d e r I<esultate.
N a ~ hden get'undenen Datcn ist
d i e Asche des Kapsstrohes in 100
zusamrnengesclzt aus :
. . . . 2,53
. . . . . . 3,90
. . . . . 3,G8
. . . . . . . 11,80
. . . . . . 23,W
Chlornntrium .
Schwefelsiiure
I'hospliorsdurc
Kieselsiure .
Kohlensiure .
I
I
,
Ziehen w i r von dcr Suinrne dcr
anorganischcn Beslandthcilc der
Asche des Hapssirohes die Mengo
der Kohlensaurc nls unwesentlich
ab, so linden w i r folgende Zusammcnsetzung der Asche in 100:
Chlornatriuni . . . . . . 3,3 I
.
. . . , . 5,10
Phosphorsiiuw .
. . 6,22
Kieselsgurc . . . . . , . 15,4R
Schwefelsiiurc
,
,
,
,
Baer,
296
. . . . . . . . 1,30
. . . . . . . . 0,63
Iidk . . . . . . . . . . .22,51
Magnesia . . . . . . . . . 2,92
Knli. . . . . . . . . . . . 16,63
Eisenoxyd
'lhonerde.
Natron
. . . . . . . . _._ ._ _10,57
Eisenoxyd
Thonerde .
Kallc . . .
Nagnesia .
Kali . . .
R'atron
........
........
1,70
0,62
. . . . . . . . %,I3
. . . . . . . 3,82
. . . . . . . . 21,'iO
..........
99,51.
13,83
100,oo.
S ch w e f e l b e s ti m m u n g.
2,153 Grm. Stroh lieferten mir 0,0445 Grm. schwefelsauren Baryt oder 0,?65 Proc. Schwefel.
Zweile Sorte. Analyse der Korner.
Die zu dieser Analyse verwendeten Korner waren
nach dem Schlammen langere Zeit mit Leinwand gerieben,
urn die beisemengte Kieselsaure zu entfernen.
Der wasserige Auszug von 94,653 Grm. der Korner
gab 0,014 Grm. Chlorsilber. Andere 48,269 Grm. der Korner
hinterliessen einen Ruckstand von 2,248 oder 2,?1042 Grm.;
dies sind 438 Proc. Asche.
I. In 0,452 oder 0,4664 Grm. wurden gefunden:
1) 0,2095 Grm. Chlorsilber; im ganzen Ruckstande also
1,04193 Grm. oder 0,25765 Grm. Chlor. I m wasserigen
Auszuge von 58,2695 Grm. der Korner: 0,0469 Grm. Chlorsilber oder 0,0414 Grm. Chlor. Differenz = 0,24G% Grrn.,
die 0,95279 Grm. Kohlensaure vertreten. Resultat: 032 Proc.
Chlor und 6,!M Proc. Kohlensaure.
2) 0,1025 Grm. schwefelsaurer Baryt oder 7,93 Proc.
Schwefelsiiure.
11. In 4,129 oder 1,1101 Grm. wurden gefunden:
1) 0,4025 Grm, Kieselsaure oder 9,523 Proc., von denen
0,0405 Grm. oder 0,95 Proc. in kohlensaurem Natron aufloslich waren.
2) 0,0375 Grm. phosphorsaures Eisenoxyd oder 3,38Proc.
EIierin noch 0,15 Proc. Kalk, die 0,19 Proc. Phosphorsabre
erfordern und 0,0113 Grm. oder 1,17 Proc. phosphorsaure
Thonerde, die aus 0,49 Thonerde und 0,68 Phosphorsaurs
bestelit, so dass hier phosphorsaures Eisenoxyd 1,87 Proc.
bleiben, die aus 0,99 Eisenoxyd und 0,88 Phosphorsaure
bestehen.
Zusammensetztmg der Aschen der Rapskorner elc. 297
3) 0,2215 Grm. kohlensaurer Kalk oder 11,17 Proc.
Kallc; hierzu noch die unler 2. aufgefuhrten 0,15 Proc.; im
Ganzen also 41,32 Proc.
4) 0,3165 Grm. pyrophosphorsaure Magnesia, die 40,45
Proc. Magnesia und 48,06 Proc. Phosphorsaure geben.
5) Noch weitere 0,2485 Grm phosphorsaure Magnesia,
die 14,19 Proc. Phosphorsaure geben, der wir die unter
2. und 4, aufgefuhrten Mengen zurechnen, so dass wir im
Ganzen 34,OO Proc. erhalten haben.
6) Schwefelsaure Alkalien 0,370 Grm. Darin 0,924 Grm.
Kaliumplatinchlorid = 0,4783 Grm. Kali oder 0,3296 Grm.
schwefelsaures Kali. Kaligehalt also 4 6,06 Proc. Fur
schwefelsaures Natron bleiben 0,0404 Grm., die 1,59 Proc.
Natron geben, von denen wir aber 0,45 Proc. als 0,33
Natrium mit den 0,52 Chloi. zu 0,85 Chlornatrium verbunden ansehen mussen, so dass fur Natron I , l k Proc.
bleiben.
Darstellung d e r Resultate.
Nach den gefundenen Daten ist
die Asche der Rapsliorner in 100
zusammengesetzt aus :
Chlornatrium. . . . . . . 0,85
Schwefelsaure
793
Phosphorsgure
31,OO
Iiieselsaure.
9,23
Kohlensaure . . . . . . . 6,91
Eisenoxyd
0,99
Thonerde
0,49
liallr
11,32
Magnesia. . . . . . . . . 10,45
Kali. . . . . . . . . . . . 16,06
Natron . . . . . . . . . . 1,14
99,37.
......
......
.......
........
.........
...........
Ziehen wir von der Summe der
in der Asche der Hapskorner gefundenen anorganischen Bestandtheile die Kohlensaure als unwesentlich a b , so finden wir
folgende Zusammensetzungin 100:
Chlornatrium.
0,92
Schwefelsaure
! . . 8,58
Phosphorsaure
36,77
Kieselsaure.
9,98
......
...
......
.......
Eisenoxyd . . . . . . . . 1,08
Thonerde. . . . . . . . . 0,53
Kallr . . . . . . . . . . . 12,21
. . . . . . . . . i1,30
. . . . . . . . . 17,37
. . . . . . . .- .---. 1,23
Magnesia
Kali. . .
Natron
100,oo.
Sch w e f e l b e s t i m m u ng.
1,414 Grm. der Korner gaben 0,416 Grm. schwefelsauren Baryt = 1,43 Proc. Schwefel.
298
Baer,
Analyse d e s Slrohes.
I n dem wasserigen Auszuge von 9,886 Grm. des Strohes
wurden 0,035 Grm. Chlorsilber gefunden.
Andere 39,839 Grm. des Strohes gaben einen feuerhestandigen Ruckstand von .I ,876 oder 4.76677 Grm. Gewicht; das sind 4,4l Proc. Asche.
I. In 0,417 oder 0,3904 Grm. wurden gefunden:
I) 0,7355 Grm. Chlorsilber; irn ganzen Ruckstande also
3,29987 Grm. oder 0,81603 Grm. Chlor. In dem wasserigen Auszuge von 39,839 Grm. des Strohes: 0,14104 Grrn.
Chlorsilber oder 0,03487 Grrn. Chlor. Differenz = 0,78116
Grm. Chlor, dii! 0,48469 Grrn. Kohlensaure vertreten. Resultat: 1,98 Proc. Chlor. und 27,59 .Proc. Kohlensaure.
2) 0,062 Grm. schwefelsaurer Baryt oder 5,46 Proc.
Schwefelsaure.
11. In 1,235 oder 4,4565 Grm. wurden gefunden :
I ) 0,0395 Grm. oder 3,42 Proc. Kieselsaure, von denen
0,Ol Grm. oder 0,86 Proc. in kohlensaurem Nalron aufloslich waren.
2) 0,034 Grm. phosphorsaures Eisenoxyd oder 2,94 Proc.
Hierin bei weiterer Untersuchung : 0,07 Proc. Kalk, die
0,09 Proc. Phosphcrsaure erfordern und 0,006 Grrn. oder
0,53 Proc. phosphorsaure Thonerde, die aus 0,22Thonerde
und 0,30 Phosphorsaure besteht, so dass fur phosphor.saures Eisenoxyd 2,26 Proc. bleiben, die aus 1,19 Eisenoxyd uncl I,07 Phosphorsiiure bestehen.
3) 0,5225 Grm. kohlensaurer Kalk oder 25,30 Proc.
Kalk, zu denen noch die unter 2. angefuhrten 0,07 Proc
kornmen, so dass im Ganzen 25,37 Proc. erhalten sind.
4) 0,047 Grm. phosphorsaure Magnesia oder 1,49 Proc.
Magnesia und 2,87 Proc. Phosphorsaure ; zu letzterer rechnen
wir noch die unter 2 aufgefuhrten Mcngen, so dass wir
im Ganzen h,03 Proc. erhallen haben.
ti) Noch weitere 0,3025 Grrn. phosphorwure Magnesia
oder 9,58 Proc. Magnesia, zu dcr noch die unler 4. aufgefuhrte Menge kommt, so dass wir irn Ganzen I1,07Proc.
ansetzen
Zusarnmenselzung der Aschen der Rapskorner
etc.
299
6) Schwefelsaure Alkalien 0,434 Grm. Darin 0,991 Grm.
Kaliumplalinchlorid = 0,19122 Grm. Kali oder 0,3535 Grm.
schwefelsaures Kali. Der Gehalt an Kali betragt also
1634 Proc., fur schwefelsnures Natron bleiben 0,0805 Grm.
oder 3,Oh Proc. Natron, von denen aber 4,72 Proc. als
1,28 Natrium mit den 1,98 Chlor zu 3,26 Chlornatrium verbunden sind, so dass wir fur Natron 1,32 Proc. in Rechnung bringen.
Darstellung d e r Resultate.
Nach den gefundenen Daten ist
die Asche des Rapsstrohes in 100
zusamruengesetzt aus :
Chloruatrium.
Schwefelsaure
Phosphorsbure
Kieselsaure.
Kohlensaure
Eisenoxyd
Thonerde.
Kalk
Magnesia
Kali
......
3,26
. . . . . . 5,16
. . . . . . 4,03
. . . . . . . 3,42
. . . . . . . 27,59
. . . . . . . . 1,19
. . . . . . . . 0,22
. . . . . . . . . . . 25,37
. . . . . . . . . 11,07
. . . . . . . . . . .1634
Ziehen wir von der Surnme der
in der Asche des RaPsstrQhes
gefundenen anorganischen a e standtheile die Rlenee der Hohlensaure nls unwesentlich ab, so
finden wir folgende Zusammensetzung i n 100:
Chlornatriuin.
4,54
Schwefelslura
7,60
Phosphorsaure
5,61
Kieselslure
4,76
-
......
......
......
........
Eisenoxyd . . . . . . . . 1,66
Thonerde.. . . . . . . . 0,31
Kalk . . . . . . . . . . . 35,28
Magnesia . . . . . . . . . 15,40
K a l i . . . . . . . . . . . . 23,Ol
Natron . . . . . . . . . . 1,83
100,oo.
Sch wefel b e s t i mmung.
1,1885 Grm. Stroh gaben 0,052 Grm. schwefelsauren
Baryt oder 0,60 Proc. Schwefel.
Der Vergleichung wegen wollcn wir die Resultate der
vorstehenden Analysen noch einmal neben einander stellen.
Korner.
Chlornatrium .
Phosphorsaure
Eisenoxyd
.
.
Stroh.
lste Sorte.+). 2te Sorte.
. . 0,99
1,13
. . 15,55
45,15.
.....
2,52
1,31
._
+')
Das l i t t e l aus drei Analysen.
iste Sorte.
2te Sorte.
4,26
5,17
7,70
2,14
5,40
1,8Y
300
Baer,
. . . . . . 1,06
. . . . . . . , 23,12
Magnesia . . . . . . 12,39
Kali . . . . . . . . . 23,87
Nntron . . . . . . . 0,50
Thonerde
Kalk.
0,65
15,03
12,88
21,23
1,OQ
0,35
35,40
40,27
4,81
27,36
17,57
1,52
17,39
2,lO
__-___
26,25
ioo,oa.
Vergleichen wir diese Resultate mit einander, so fin100,oo.
100,oo.
100,oa.
den wir, dass eine vollstandige Gleichheit in der Zusammensetzung der Aschen bei Pflanzen von verschiedenen
Standorten nicht statt findet. Dies kann nicht auffallen,
da wir ahnlichen Verschiedenheiten haufig bei organischen
Gebilden begegnen. So ist bei den Thieren das Verhallniss zwischen der Feu- und Fleischmasse und der Knochenmasse kein constantes; ausser der Nahrung wirken darauf
no& mehrere andere Umstande ein. Auch bei den Pflanzen
finden wir Aehnjiches; so schwankt der Gehalt an Oel
in den Rapssamen in verschiedenen Jahren bedeutend.
Aehnliche Verhaltnisse lassen sich mehrere angeben, so
z. B. die Verschiedenheiten im Zuckergehalt der Runkelruben etc. Eben so wie die Nahrung auf die Entwickelung der Thiere einen grossen Einfluss ausubt, findet dies
auch wohl bestimmt bei den Pflanzen statt. Je nachdem diese verschieden vorgefunden wird, wird sie auch
verschieden aufgenommen Inwiefern die Abweichungen
der einzelnen Bestandtheile in den obigen Aschen mit der
verschiedenen Beschaffenheit des Bodens, auf dem die
Pflanzen gewachsen sind, im Zusammenhan,oe stehen, kann
ich nicht iibersehen, da mir die Zusammensetzung derselben nicht bekannt ist. Wir finden alle Abweichungen,
die zwischen den einzelnen Bestandtheilen der Aschen
der Korner statt finden, in den Aschen des Strohes wieder;
wo irgend ein.Bestandlhei1 in der einen Asche der Korner
gegen diesen in der andern hervor- oder zurucktritt, findet dies auch in der Asche des zu jenen Kornern gehorenden Strohes statt; nur das Nalron maclit eine Ausnahme.
Ein gleiches Resultat kann man aus der grossen Reihe
der Analysen, die in jiingster Zeit. vom Prof. M a g n u s
veroffentlicht sind, nicht ziehen. Hier steht der Mehr-
Zusammensetzung der Aschen der Rapskorner etc. 301
oder Minderbetrag des einen Bestandtheiles in der Asche
des Strohes in keinem Verhaltniss zum Betrage desselben
Bestandtheiles in der Asche der Korner; eben so steht
auch die Verrnehrung eines Bestandtheiles in der Asche
des Strolies in keinem Verhaltniss zu der Zusammensetzung
des Bodcns. Aehnliches fiihrt auch B i j c h o f a n (Erdmann's Journ. f. pr Chem. Bd. X L V I Z . pag. 207). Er hat bei
seinen Untersuchungen der Holzaschen auf Natron gefunden, dass dieses in den Holzaschen gegen das Kali nur
i n untergeordnetem Verhaltnisse sleht, selbst wenn das
Holz auf einem Geslein gcwacbsen ist, in dem das Nalron
fiinf Ma1 so vie1 betragt als das Kali.
~-
Zum Schlussc habe ich noch einige Worte uber das
Vorkommen der Thonerde in den Pflanzen zu sagen.
In den von rriir oben mitgetheilten Analysen habe ich
jedes Ma1 eine geringe Menge Thonerde gefunden, aber
dessen ungeachtet kann ich nicht behaupten, dass sie aus
den Pflanzen herriihre. Wenn sie auch in allen Bodenarten vorkommt, ja sogar einen der wichtigsten Bestandtheile derselben bildet, so war ihr Vorhandensein in den
Pflanzen bis jetzt imrner *) noch bezweifelt worden. I, i e b i g
nimmt an (Agricullurchemie, 1840. p . 129), dass die Thonerde nur in hiichst sellenen Fallen und in sehr geringer
Menge in den Pflanzen enthalten sei. Andere wie E r d m a n n (Erdmann's Journ. f . pr. Chem. Rd. 40. p . 25 $), K no p
(Ebendns. Bd. 38. p . 347) sind der Meinung, dass die Thonerde gar nicht in Pflanzen vorkomme; wo sie bei den
Analysen gefunden worden sei, ruhre sie nicht aus den
Pflanzen selbst, sondern aus den ihnen anhaftenden Verunreinigungen her. Dieselbe Ansicht spricht auch H. R o s e
aus (Bericht d. Akad. d . Wissensch. zu Berlitt, 1850. p. 165).
Ich habe eine grosse Menge von Aschenanalysen durchgesehen und in ihnen haufiger einen Gehalt an Thonerde
aufgefiihrt gefunden, als man nach der Angabe Liebig's
vermuthen sollte. Am haufigsten ist dieser Gehalt gering
und geht nur selten uber 4,s Proc. hinaus. Die grosste
,
*)
Vergl. dagegen dies. Arch. Bd, 64. p. 22.
Die Red.
302
Baer,
Menge Thonerde gaben R e i n e (desselben Journ. Bd. XLI.
p . 44$), in einem irlandischen Flachs 6,OS Proc., und S a l m H o r s t m a r (Bd. XL. p . 303. desselben Journj, in Lycopodiurn cornplanalum 38,s Proc., wiihrend in der Asche des
dicht daneben gewachsenen Jumperus comrnunis nur eine
Spur gefunden wurde, an.
Auth von W i t t s t e i n (Reperl. d . Pharm. Bd. XL1 V .
p. 332) sind eigends Untersuchungen angestellt worden,
um sich genau von der An- oder Abwesenheit der Thonerde in den Pflanzen zu iiberzeugen. Er hat in mehreren
Gartenstrauchern wagbare Mengen derselben gefunden.
Solche Untersuchungen aber fuhren keine Entscheidung
der Frage herbei, denn j e geringer die gefundene Mengc
der Thonerde ausfallt, u m so weniger kann man dem
Einwande begegnen, dass sie von Unreinigkeiten herriihre,
die der Pflanze angeheftet haben. Wer Pflanzenaschen
untersucht hat, wird wissen, wie schwierig es ist, sie rein
von jeder Verunreinigung zu erhalten. Bei der grossten
Aufmerksamkeit und dem grijssten Fleisse, die man darauf
verwendet hat, wird man doch nie im Stande sein, sagen
zu konnen, dass die Pflanzentheile durchaus frei von jeder
Verunreinigung seien.
Dass die Thonerde, mit wenigen Ausnahmen, nur in
sehr geringer Menge in den Aschen der Pflsnzen gefunden
worden ist, giebt keinen Grund ah, urn sagen zu konnen,
dass dieselbe zur Entwickelung der Pflanzen nicht nothwendig sei. Eben so unbedeutend ist der Gehalt an Eisen
und Mangan und doch haben uns die Versuche des Fiirsten
S a 1 m - H o r s t rn a r (Erdrnann’s Journ. f.pr. Chern. Ud. XI, VI.
p. 202) gezeigt, dass beide den Pflanzen nothwendige
Nahrungsrnittel sind. Der Zusatz Beider brachte einen
hochst merkwurdigen Umschwung in die Vegetation der
Pflanzen. Bei diesem Versuche wurden die Blalter der
Pflanze ungemein vie1 kraftiger als in denen, wo kein
Eisen oder Mangan zugksetzt worden war; sie hatten eine
normale Sleifigkeit und Rauheit und waren von ijppig
dunkelgruner Farbe, wahrend sie vorher schlaff und blassgriinlich gewesen waren.
Zusammensetzung der Aschen der Rapskorner etc. 303
Will man daher diese Frage entscheiden, so muss
man zu Versuchen anderer Art seine Zuflucht nehmen.
Man muss einrnal sehen, wie sich die in der Natur vorkomnienden Verbindungen der Thonerde gegen verdunnte
Sauren und mit Kohlensaure geschwangerles Wasser *),
<lurch welche lieiden Auflosungsmiltel die Natur den
Pflanzen die Nahrung zufiihrt, verhalten und dann muss
innn ahnliche Versuche wie der Furst S a I m-I1 o r s t m a r,
fErd.mann’s Journ. f . pr. Chem. Rd. XIJ VI. p . 19.3/, La s s a i g n e (Ebendas. p . 47.9) und in neuerer Zeit M a gn u s
(M’onntsber. d. Akad. d . Wissensch. PU Berlin, Februar 1850.)
anstellen. Wan muss den Pflanzen thonerdehaltende Auflosungen als Nahrungsmittel darbieten, u m zu sehen, weichen Einfluss dime auf die Entwickelung der Pflanzen
ausii ben.
Solltcn Versuche dieser Art auch herausstellen, dass
;lie Thonerde an und fur sich keinen directen Einfluss
auf die Entwickelung der Pflanzen ausubt, so ist dic indirecte Einwirkung derselben auf das Leben der Pflanzen
urn so griisser. Dass der Thon unter allen Urnstanden
einen nie fehlenden Bestandtheil des fruchtbaren Rodens
ausmacht, ja selbst nach der Kieselerde den bedeutendsten,
ist naturlich und hat seinen guten Grund. Die Ackererden
sind verwilterte Felsmassen und unter diesen nehmen die
thonerdehaltigen Fossilien die erste Stelle ein; sic sind
die verbreitetsten a n der Erdoberflache. Jeder Thon wird
von Alkalien begleitet, die den Pflanzen durchaos zu ihrer
Existenz nothwendig sind. h e r i n aber bcsteht der An*) S ch u I z e
fiihrt an (Etdmann’s Journ. f. pr. Chemie Bd. XL VII.
p . 329), dass er in dem Wasserextrict der Bodenarten nie Thone r d e gefuntlen hnbe und bezweifelt er das Vorliommen in tlelnselben. Wir miissen aber hedenlten, dass in der Katllr grossartigere Einwirkungen slatt finden. Dafur, dass in der Natur
wirlilich Thonerde in Wasser aufgelijst vorltommt, g e h e n ,Ins
einige Quellen B e w e i s e . Diese ltann niclit in feinster Zertheilung
in d e m Wasser enthalten g e w e s e n sein; denn Salzauflosnngen,
selbst bei sehr grosser Verdiinnung, haben die Eigenschaft, d i e
in ihnen feinzertheilte Thonerde flockig niederzusrhlagea.
304 Baer, Zusarnmensetaung der Aschen der Rapskomer etc.
theil, welchen die Thonerde auf die Entwickelung der
Pflanzen nimmt, nicht allein. Je nachdem sie in grosserer
oder geringerer Menge mit anderen verwitterten Gesteinen,
mit Kalk und Sand gemengt ist, und dem Wasser und
der Luft einen leichteren oder schwereren Eingang .verstattet, nimmt die Fruchtbarkeit des Bodens zu oder ab.
Sie steigert die Hpgroskopicitat - das Vermogen fester
Korper, Wassergas aus der unigebenden Atmosphare aufzunehmen - und die wasserhaltende Kraft - das Vermogen der Erden lropfbar flussiges Wasser in ihre Zwischender Boraume gleich einem Schwarnme aufzunehmen
denarten in dem hlaasse, als sie in denselbea enthalten
ist. Beide gehoren zu den wichtigsten physikalischen
Eigenschaften der Ackererde.. hlit dem Thonerdegehalt
wachst auch das Vermogen, das aufgenommene Wasser
leichter nach allen Seiten hin zu vertheilen. Je grosser
also der Gehalt eines Bodens an Thonerde ist, um so'
goringer ist seine Austrocknungsfiihigkeit ; das Wasser verdunstet also hier nach der Durchnassung des Bodens
langsamer in die Luft, weil er nicht so leicht von der
Warme durchdrungen wird, als ein sandiger Boden. Das
Wasser wird also durch den Thon mit einer gewissen
Kraft zuruckgehalten, der Verdunstung entzogen, und dies
steht wieder in einer nahen und wichtigen Beziehung zur
lebenden Pflanze. Diese findet hier einen gewissen Ersatz bei einem andauernden Mangel wiisseriger Niederschlage aus der Atmosphare; die jungsten und zartesten
Wurzelfasern , besonders die haarformig ausgedehnten
Oberhautzellen der feinen Wurzelfasern saugen das in
der Erde zuruckgehaltene Wasser auf, das auf langere
Zeit den Regen ersetzen kann.
SoIlte nun auch erwiesen werden, dass die Thonerde
an und fur sich nicht den Pflanzen zur Nahrung dient, so
macht sie nichts desto weniger einen Hauptbestandtheil
des Bodens aus, ja sie giebt demselben erst das Vermogen,
fruchtbar sein zu konnen, wenn auch nicht an und fur
sich, so doch eine grossere Ertragsfahigkeil.
-
-.
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