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Die Anwendung verschiedener Absorbentien zur Erkennung Bestimmung und Reinigung organischer meist stark wirkender Verbindungen.

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36 1
Wissenschaftlicher Teil.
1034. R. Fischer und W. Iwanoff:
Die Anwendung verschiedener Absorbentien zur Erkennung,
Bestimmung und Reinigung organischer, meist stark wirkender
Verbindungen.
(Aus ,dem Pharmakognostischen Institut der Universitat Graz.)
Eingegangen am 17. Mai 1943,
Die chromatographische .4dsorptionsanalyse hat .sioh bereits .in vielen
Fallen bei ,der Reinigung, Isolierung unjd Trennung der verschiedensten Subs t a m e n ausgezeichnet bewahrt. Hingewiesen sei besonaders auf die Anwendung
der Adsorptionsanalyse i,n (der Pha,rmazie: M e r z und F r a n k (l), V a 1 e n t i n un*d F r a n k (2), V a 1 e n t i n (3), F i c h t e r (4) und andere; ferner auf
die msammen.fassende Darsteliung von B r o c k m a n n (5) und auf ,das bekannte Buch Z e c h m e i s t e r un,d C h o l n o k y (6)
Im folgenden wunde die A.dsorbierbarkeit einer g r o h r e n Anzahl organischer Verbindungen, vor allem stark wirkender synthetisoher und natiirlicher Substanzen untersrucht. Mit Riicksicht 'auf die Abhiingigkeit der Adsorption einer Substanz vom Losungsmittd (in ,dem man es zur Anwen.dung bringt)
un,d porn kdsorptionsmittel selbst wur,den alle Untersuchungen nach zwei
Richtungen durchgefiihrt:
I. Es w r d e n verschiedene, m.eist acht, Adsorptionsmittel verwenndet und
2. ,die einzelnen Substanzen in verschiedenen, m d s t 2 bis 3 Losungsmitteln
zur Anwen.dung gebracht, .da auch 'die A r t des Losuntgsmittels oft einen starken
13influB auf .die Adsorbierbarkeit ausiibt.
Die Adsorptionsei,genschaft,en ,der einzelnen Substanzen wur,den in ,der
folgenaden Arbeit d,urchweg d,urch Aufliisen von 1 mg Substanz in 1 ccm
ein,es Losungsmittels gegeniiber 0.5 g ,des Aqdsorptionsmittels gepriift. Es
wurde jedoch keine Rucksicht auf die verschiedenen Grade der positiven
Adsorption in der Sau.le genommen, sonldern nur der Unterschied .der
Adwrptimsaffinitaten der einzd.nen Substanzen ,gewertet. Die hierbei erhaltenen Ergebnisse konnen zu quantitativen Bestimmu,ngen d e r zum toxikolagisohen Nachweis qder betreffenden Substanz ausgenutzt wenden.
Der umgekehrte Vor.gang, die positive A.dsorption eines Adsorbens, z. B.
Kohle oder AIZO3. kommt b,ei ,der toxikologischen Analyse selten in Frage und
es ist .in Idisem Falle ,die negative Adsorption vorzuziehen, d a man gleichmit der positiven Adsorption der Verunreinigungen rechnet.
ie Ergebnisse dieser mit 118 S u b t a n z e n .durch.gefiihrten adsorptionsanalytischen Untersuchun.gen w u . d e n .in eini,gen Tabellen zusammengestellt,
wobei nicht nur die wichti,gen Adsorptionseigenschaften ,der einzelnen Substanza aufscheinen, sonadern 'auch mit Riicksicht auf Reinigung und Trennung von Gemischen wertvolle Anhaltspunkte gewonnen werden.
zeiti6.
Archiv und Berichk 1943
27
362
K. F i s c h e r und W. I w a n o f f
Man arbeitet folgmderma0en: In ein zu e i m r Spitze (wie ein Augentropfglas) ausgezogenes Glasrohr von 1 cm Durchmesser und 20 cm Liinge
bringt man eine Glas- oder ToIlkugel und ldariiber einen kleinen Stopfan
aus Asbestfiltermaterial. Hiemud fiillt mam 0.5 g ,des AdsorpZimmittels,
aus welchem au diesem Zweck mit dem betreffenden Losungsmittel eia
diinnflussiger Brei bereitet wind, in das Rohr. Manchmal treten kleine Hohlraume auf (es hamgt )dies sehr von der Beschaffenheit des Adsorbens ab),
die durch Klopfen, Drehen, Schwenken und leichtes Stof3en behoben wenden.
Das alles hat aber sehr sorgsam zu geschehen. Starkes Zusammenpressen
ist unzweckrniif3i.g und verstopft das Rohr, SO da8 iibeihaupt keine Flussigkeit
mehr durchlaufen kann. Erst wenn man einen gleichmiiBigen, kngsamen
Trapfenfall erreicht hat, gieBt man die im betreffenden Losun, mittel geliiste Substam nach. Da die Moglichkeit besteht. d a 8 einzelm f h r p t i o n s mittel (von der Darstellung her) noch Spuren von in den verwendeten Losungsmitteln liislichen Verunreinigungen enthalten, ist es zweckmaig, vor
dem AufgieOen d w zu untersuchenden Gemisches oder der zu reinigenden
Verbindung mit 2 bis 3 ccm reinem Liisungsmittel die S a d e durchwwchen.
Von der zu prufenden Substanz stellt man eine lo/,,ige L o m g her
und pipettiert in das sorgfaltig vorbereitete Aldsorptionsrohr 1 ccm derselben;
dann wird mit reinem Ltisungsmittel nachgewaschen. Der Veadunstungsruckstanld oder abtropfenden Fliissigkeit wird dann weiter gepriift. Teilweise wurden bei wichtigen Substanzen mnit groBeren Mengen Adsorptionsmittel (3 bis 5 g) -und mit 30 bis 40 mg Substanz gearbeitet und der Riickstand gewogen.
Bei der Untersuchung der Alkaloide (1 com einer 10/ooigen Losung in
Ather dder Chloroform) wunde die abtropfende Flussigkeit in gleichen Mikrobechengliischen gemmmelt, &s L h g s m i t t e l auf dem W w r b a d verdunatet
und der Ruckstand in 5 ccm 3%iger SalzsiLure gelost. Nun wird jedbs M i r o becher,glaschen mit 2 Tropfen M a y e r schem Reagens versetzt. Wenn das
zu untersuchmde Alkaloid durch dati betreffende A8dsorbens nicht adeorbiert
wurde. entsteht nach dem Versetzen mit diesem Reagens eine Triibung. Zum
Vengleich wird in ein weiteres Mikrobechergliischen 1 ccm der zu untersuohendm Alkaloidliisung abpipettiert. das L h n g s m i t t e l veadunstet und
der Ruckstand ebenso in 5 ccm 3%iger Salzsaure gelost und mit
2 Tropfen M a y e r s c h e m Reagens versetzt. Die Triibung des obenqenannten GlLchen wird mit dieser zum Verg.leich hergestellten Trubung nach entsprechender Verdunnung im Komparator venglichen. Wenn
das nu untemchende Alkaloid vom gewahlten Adsorbens adsorbiert
w i d , tritt mit M a y e r schem Reagens gar keine Trubung ein. Bei teilweiser Adsorption (mit rf: in tden Tabellen bezeichmet) wird die Triibung im
betreffenJden Bechergliischen geringer sein als diese im Vergleichsbecherglaschen. [Bei Alkaloiden, die mit M a y e r schem Reagens gar keine Triib u g e n geben, wie z. B. Coffein. Theobromh, Theophyllin, Ephedrin usw.
wurden nach adsorptionsanalytischer Priifung und Verdunsten lder Losungsmittel die Riickstiinde mit dem zu Vergleichszwecken hergestellten Ruckstanden verglichen. In Zweifelsfallen wurde auch eine Probe durch Wiigung
mit ader Mikrowaage durchgefuhrt. Bei der Untersuchung von Schlafmitteln.
Localanastheticis. Antipyreticis und anderen organischen Substanzen wurde
ebenso nach Vendunslung des Losungsmittels der Ruckstand durch Fallungsreaktion (Denigb Aeagens) nephelametrisch ,gepriift.
Als A d s o r p t i o n s m i t t e 1 fanden Verwendrung: Carbo activatus urm.
sicc. ,,Merck", Aluminium oxyd. standardisiert nach Brocknann .derck"
Frankonit KL, Floridin XXL, Kaolin, Bolus alba, Calcium carbonat. Talk
und Saccharum lactis. Von diesen Adsorptionsmitteln ist C a r b o a c t i v a t u s das wichtigste, Ida es zum Reinigen von S u b h n z e n besonders geeignet ist, die von diesem nicht rlldsorbiert werden. Wie die fdgenden Ta-
363
Anwendung verschiedener Absorbentien
bellen zeigen, erfolgte bei vielen Substanzen durch Kohle Adsorption unabhiingig von der positiven oder negativen dektriwhen Ladung der betreffenden Substanz. Die adsorbierende W i h g der Kohle ist manchmal so
stark, daD die adsorbierte Substanz i h r n mehr durch Auswaschmittel aus
der Kohle eluiert werden kann.
Als zweites recht brauchbares Adsorptionsmittel. das uber eine sehr gute
Reinigungskraft verfiigt, ist A 1 urn i Q i u m o x y d. w nennen. Die Adsorptionskraft der aach verahiedcmen Verfahren hergestellten Priiparate zeigt
groDe Schwanlruagen, so $a0 die Qualitiit des Materials d e t s genau definiert
werden sollte. In der folgenden Tabelle m r d e Aluminium oxyd. standardisiert
nach Brockmann ,,Mercy verwemkt. Dieses Priiparat hat sic& m r Trennung und Reinigunag der verschiedenen Substanzen als sehr geeignet e r w i e m .
Das Eluieren der adsorbierten Substanz ist manchmal sehr leicbt, bewnders mit sauer reagierenden Awwaschmitteln, welohe die Eigenschaft
haben, die Adsorptionskraft ldea Aluminium vxyd. stank z u vemindern.
F r a n k o n i t KLI) ond F l o r i d i n XXI.2) sind ebenfalls kriifti e Adsorptionsmittel. Alkalisch reagierende Substanza lassen sich fast afie von
Frankonit KL adsorbieren, da das hdsopbens selbst sauer reagiert. Das
Avswaschen der adsorbierten Substanz ist mit alkalisoh reagierenden Auswaschmitteln miiglich. Bei Anwendung & e m Adsorbens passiert das Losungsmittel die Siiule sehr langsam, und man muD manchmal das Adsorptio-du
absaugen. Das Praparat ist fiir wiisserige Losungen ungeeignet.
Die reatlichen Adsorptionsmittel wirken mehr oder weniger milde. Vom
Substamen
Calciumcanbonat ist dabei noch m sagen. dal3 sauer rea ier&
positiv adsorbiert werden - es gibt jedoch eine h a l f saurer Substanzen.
die in trockenem Losungsmittel negativ adsorbiert wenden. Die vom Cafciumcarbonat adsorbierten Substanzen lassen sich dwch Auflosen der Saule in
Siiure leicht isolieren (durch Auchiitteln).
Losungsmit t el:
Als Liisungsmittel wurden meist Ather und Chloroform, weiterhin m c h
Aceton Alkohol. Methylenchlorid. Benzol, Methanol und Wasser verwendet;
letzteres. w e m es sich um Alkaloidadze handelte. Die Wahl .des Losungsmittels hiingt in erster Linie von den Liislichkeitsverhiiltnissen der % b t m z
ab. Bei der Arbeit mit organisohen L k g s m i t t e l n i t zu beachten. d d
deren Wassergehalt eine bdeuten.de Rolle spielt. Wir konnten z. B. feststellea, ,daD in feuchten Losungsmitteln geliisbe Substarnen von Kohle adsorbiert werden (Santonin), wiihrend dies bei Verwendung getrockneter Losungsmittel nicht der Fall war, daD also hier keine Adsor tion stattfand.
Bei unseren Verwchen wunden vor dlem Wornform ,und d e r als Losuagsmittel angewendet (seltener Benzol, Tetrachlorkohlenstoff, Aceton. Methylenchlorid, Petrolather, Methanol und Wasser). und diese haben sich als am
besten gemignet fur diesen Zweck erwiesen.
A u s w a s c h m i t t el :
Die Versuche hrben gezeigt, da5 zahlreiche Adgorbate d u d gewisse Auswaschmittd (die sluch gleichzeitig Liisunpmittel sind) leicht zerlegt wenden.
Die Auswahl des Auswaschmittels ist abhangig von dem betreffendtn A&
sonbat. Manchmal ist es gar nicht erforderlich, reine Amwasohmittel
anzuwemden. sondern es geniigt oft der Zusatz einer landeren Fliiseigkeit in
kleinem Prozentsatz zum Liisungsmittel, mit dem gearbaiet wird.
1)
2)
Pfirschiger Mineralwerke, Kitzingen.
Bensmann, Bremen.
15'
K. F i s c h e r und W. l w a n o f f
364
Tabelle der untersuchten Substamen. (115).
Adsorption: Substanz vom Adsorbens nicht festgehalten, sie ist
im Filtrat nackweisbar.
positive A,dsorption: Substanz vom Adsorbens festgehalten, sie erscheint
nicht im Filtrat.
2 teilweise positive Adsorption.
0 i\dsorptionsmittel laslich, Versvch nicht sdurchfiihrbar.
A I k a 1 o i d e : Konzentration 1:lOOO.
- negative
+
Adsorptionsmittel
Substanz
Liisungsmittel
Aconitin
Aconitin
Apomorphin
Apomorphin
Apomorphin
hydrochlor.
Arecolin
Atropin
Atropin
Xtropin sulf.
Berberin
Brucin
Brucin
Brucin
Brucin nitrat
Cantharidin
Cantharidin
Cantharidin
Cantharidin
Cantharidin
Cephaelin
Cephaelin
Cephaelin
hydrochlor.
Chinidin
Chinidin
Chinin
(:hinin
Cocain
Cocain
Cocain hydrochlor.
Codein
Codein
Cof fein
Coffein
Colchizin
Colch izin
Colchizin
Coniin
Ather schwerliisl.
Chloroform
Ather s c h w e r l d .
Chloroform
W w r
Chloroform
Xt!h,er
Chloroform
Wasser
Chloroform
Chloroform
Xthr
Bend
W w r
Chloroform
Xtbr
-4cetmon
,4ceton
Chlor.
Methylench1ori.d
Chloroform
Ather
+
W-r
Chloroform
Ather
Chloroform
Xth'er
Ather
Chloroform
Wmr
Xther
Chloroform
Chloroform
Methylenchlori,d
Wasser
Chloroform
Ather
Chloroform
_
+
+
++
+
+++
+
+
+
+
-
-
_
-
++
+
++
+
++
++
++
_
+_+
++
+* ++
++ ++
+ +
- +
+ +
-++ +++
- +
+ +
+ +
-+ ++
+ +
+ +k
_
_ _
-- ++
+
+++
++
++
+
++
++
+
-
+
++
+
++
+
++
++
++
++
++
+
-
-+ ++
+ +
+ +
-+ ++
-- ++
++ ++
- +
-+ ++
_ +
-+ ++ +
-
++
+
+
++
+
+
--
365
-4nwendung verschiedener Absorbentien
-1d s o r p t i o n s m i t t e l
Sv'bstanz
Losungsrnittel
Dicodid
Didid
Dicodid bitartar
Dionin
Emebin
Emebin
Emetin hydrochlor.
Ephedrh
Ephedrin
Eucodal
Eucodal
Homat ropin
Homat ropin
Hydrastin
Hydrastin
Hydrastin
hydrochlor.
Hyoscyamin
H yoscyamin
Lobelin
Lobelin
Morphium
Morphium
Morphium
Morphium sulf.
Narcotin
Narcotin
Nicotin
Nicotin
Nicotin tart.
Papaverin
Papaverin
Pikrotoxin
Pilocarpin
hydrochlor.
Physostigmin d f .
Physostigmin d f .
Physostigmin salic.
Physostigmiin salic.
Scopolamin
hyldrobrom.
soopolamin
hpdrobrom.
Stryahnin
Strychnin
Stryohnin
Strychnin nitrat
Chloroform
Atkr
Wasser
Chloroform
Chloroform
A&er
Wasser
W r of om
Ather
Ather
Chlorofor8m
AlJrohol 3 : 1
Chloroform
Ather
Chloroform
A&er
Wasser
Chloroform
Ather
Chllorof orm
Ather
Chloroform
Xiher
chlorofurm
Alkohol 3:1
Wmr
Chhxoform
Athter
Chloroform
Ai!h0r
W m r
Ather
Chloroform
Chloroform
Wasser
Chlorof orm
WaSSlX
Chloroform
Wasser
Wasser
Methanol
Abr
Chloroform
B63bZd
Wamer
++ ++
-+ ++ ++
-- ++ ++
-- ++ ++
-+ ++ ++
-+ ++ ++
--+ +++ +++
-+ ++ ++
++ ++ ++
++ +t ++
+ + +
+++ +++ +++
--+ +++ -++
- + +
+ + +
- + +
- - -
+++
+
++
++
++
++
+
+
++
-+f
+
+++
+++
+
+
+
-
++ -- 0-
- - - _
++
++
+
+
+
++
++
-+ ++ ++
-+ ++ ++
- + +
- +'+
- - + +
-++ +++ +++
- + +
+ + + o
- + - - + + o
- + + -
- + + o
- + + o
- + - - + - - - _ _
&
+
+
-
- + + o
R. F i s c h e r und W. I w s n o f f
Adsorp tionsmittel
Losungsmittel
Substan2
Theabromin
Theophylli
Theaphyllin
VeraVeratnia
Yohimbin
Yohimbin
Chloroform
Chloroform
Atber
Chloroform
Ahr
Chloroform
Ather
+
++
++
+ + + - f - +
+ + + + + - + + - - - ++ ++ ++ -- - f -f -- + + - - - -
+ - + + - - - -
S c ' h l a f m i t t e l : Konzentration 1 :1OOO.
Adalin
Phenylallylbarbitursaure
Amytal
Amytal
Bromural
Bromural
Did
Dial
Dormovit
Dormovi t
El.doral
Eldoral
Evipm
Evipan
Ipral
Ipral
LumimI
Luminal
Noctal
Noctal
Pernocton
Pernoctom
Ptanodorm
Phanodonn
Prominal
Promiasl
Rutonal
Rutonal
Sandoptal
hdoptd
Ssdormld
Sedomid
sulfonal
Sulfond
Trional
TIional
Xibr
Chloroform
++*
+++
+++
+
4++
+++
+++
++
++
++
++
++
++
Atbar
Chlordow
Ather
-
Ather
Chloroform
A
b
Chloroform
Ather
Chloroform
Atbr
Chlorof o m
Athsr
Chloroform
Atlaer
Chloroform
Ather
Chloroform
Ather
Chlorofonn
Ather
Chloroform
Ather
Chloroform
Ather
Chloroform
Ather
Chloroform
Ather
Chloroform
Ather
Chloroform
h b
Chlorof o m
Auk
Chloroform
+_
4-
367
Anwendung verachiedener Absorbentien
I
1
Adsorptionsmittel
Ch,loroform
Veronal
A h
Ather
\ eronal
Verona1
+ Alkoh.
L o c4aI a n a s t h e t i c a : Konzentpation 1 : 1OOO.
-
I
I
++
+++
++
++
Chloroform
Alypin
Eucain B
Chloroform
Holocain
Chloroform
C ~ o f o w
LfUQCdU
Novocajn
ChZoroform
Pantocain
Cliloroform
Psioain
ChlQroform
Stovain
Chloroform
Tutocain
Ch,loroform
Die Hydrochloride bzw. -bromid,e werden in wiisseriger Liisung iiberh a p t n i c h t sdsor.biert.
V e r s c h i e d e n e o r g a n i s c h e S u , b st a n z e n : Konzentration 1:lOOo.
Aesculin
Agaricinsaure
Antipy r h
Antipyrin
Arbutin
Aspirin
Aspirin
Anthracen
hthracem
Anthracen
Anthnacen
Benzoesiiure
Benzoesiiure
Bernsteinsiiure
Bernsteinsiiure
Brenzkatechin
Brenzkatechin
Cumarin
Cardiazol
0-chlorbenzoesaure
o-CMar
benzoaiiure
p-Chlorbenzoesilure
Wassor
Chloroform
Ch,lorofow
xtlber
Wasser
Chloroform
Ather
+ - + + -+ -+ - +
+ - + +
_ - - +.+ + + + + +
-
Petrolather
Beawl
Ahr
Chloroform
AtRber
ChEorofonn
Ather
Cliloroforn
Chloroform
+
+
++
++
+
++
++
Chloroform
- -
Xtmer
_ - _ _
Chloroform
A&er
Atber
Chloroform
.rh
r
+ + - + ++ ++ -++ -- ++
+ - -+
++ -- +
-+ +- - +
+ - ++ -+
-
+ - + - -
+ - - -
+ - - + - - -
K. F i s c h e r unrd W. I w a n o f f
368
Adsorptionsmittel
Substanz
p-Chlorbenzoesaure
C’holesterin
(.holesterin
Chrysophansaure
Chrysophansaure
Chrysophansaure
Chrysophansaure
Digi tonin
Dulzin
Du#lzin
li ,no din
]<modin
lmodin
Emodin
Ephedrin
hydrochlor.
I’phetonin
Eulbasin
Hippursaurc
Hydrochinon
Hydrochinon
Lactophenin
Lactophen.in
Methylacetanilid
Methy lacetanilid
Naph thalin
Naphthalin
Nap h t h l i n
Nap hth:alin
a-Naphthol
a-Naphthol
ct-Naphthol
p-Naphthol
fi-Naphthol
8-Naphthol
Nipagio
Nipagin
N i pasol
Nipsol
p-Oxybenzocsaure
p-Oxybenzoesaure
l’henacetin
Phenacetin
Phenanthren
Phenantren
Phenolphthalein
Phenolphthaleln
Phenolphthalein
Phloroglucin
Liisungsmittel
Zhloroform
Ihloroform
9ther
%tiher
2hloro for m
Benzol
4l~k0hol
4 1ko hol
Zhloroform
Uher
Zhloroform
Benzol
4lkohol
Xther
IVasser
Wasser
Chloroform
Xth,er
Ahher
Chloroform
Chloroform
Xther
Chloroform
Xther
Chloroform
l3enaol
Petrolather
Ather
I3enzol
Xtber
(:hloroform
Benzol
Xther
Chloroform
Xther
Chloroform
(;hloroform
Xther
Ath.er
Chloroform
Chloroform
Xther
Benzol
Chloroform
Ather
;\lkohol
Aceton
Xther
- + - +
++
++
-++
+++
++
&
++ --- - -++ -- -+-+ -+- - -+
+++ --- --++ -- --
- _ - _
_
-
-
t + - -
++
+
+
+
++
+
-
++
i+
+
+
+
-
t -
-
-
-- - +
- +
+ +
+ +
+ +
+ +
+ i-+ + -
i - + - -
+ - - -
+ + - _
-
+
-t
++
+
_
+
+
--
--+ -- +
+ +
++ -+
+ -
Anwendung verschiedener Absorbentien
I
Substanz
Phytosterin
Phytosterin
Prontosil rubr.
Pyramimdon
Pyramisdon
Pyrogallol
;:;
accharin
Saccharin
Salicylsaurc
Salol
Salol
Santonin
Santonin
Strophanthin
Vanillin
Vanillin
Zimtsaure
Zimtsaure
Xther
Chloroform
Chloroform
Chloroform
Xther
Chloroform
Ather
Chloroform
Ather
Ch lor0 for m
Chkxofor m
Chloroform
Ather
Chloro for in
Henzol
Alkohol
Xther
Chloroform
Xther
Chloroform
369
-4 d s o r p t i o n s m i t t e 1
++ -+
+-+ +++ -++
+++ -++
f
_
_
+
-
+
_
_
_
_
+
_
- -
+ +
+ +
A u t Grund der Ergebnisse obiger Tabelle Iassen siclh:
1. Trennungen von Substanzgemischen durchfuhren:
11. Quantitative Bestimmungen ausarbeiten, auf Grund der bei den betreffen.den Substanzen beobachteten negativen .idsorption an Kohle oder
Aluminiumoxyd, wobei die beiden genannten Adsorptionsmittel Verunreinigungen zuruckhalten sollen;
111. die in der Tabelle ntedergelegten Eigenschaften *der einzelnen Substanzen zur Keinigvng bet der toxikologischen Analyse vsrwenden;
IV. SohIieRlich la& sich der mikrochemische Nachweis von Pflanzeninhaltsstoffen in manchen Fallen ,durch Zwischenschalten d e r adsorptiven
Keinigung verbessern.
Bevor wir auf die erwihnten Punkte weiter eingehen, sei auf die Arbeit
von D r e v o n (7) hingewi’esen, der die verschiedenen Grade der positiven
Adsorption einiger Alkaloide in Chloroformlosung gegeniiber Aktivkohle in
-4bhiinagigkeit von Konzentration, Temperatur unld Menge des gewahlten A d sovbens untersucht hqt. Bei idiesen Untersuchungen fand er, daB der Grad der
pmitiven Adsorption einer Substanz am sgewii’hlten Adsorbens von ihrer Konzentration im betreffenden Losungsmittel abhangig ist, bzw. ihr proportional
1st. Er hat rnit relativ hoch konzentrilerten Losungen (0.5 bis 2.0 g Substanz
in .50 ccm Losungsmittel) gearbeitet.
Diese Art der Untersuchung hat fur die oben skbzlerten Zwecke &shalb nur eine gerinsge B e d e u b g , weil man es z. B. beim toxikologischen
Nachweis von Giften mit vie1 p ~ n g e r e nKonzentrationen zu tun hat. ah sie
hier in Anwendung kommen und man aus Versuchen mit hoher Konzentra-
370
K. F i s c h e r un.d W. I w a n o f f
tion eines Stofks nicht immer auf gleichartiges Verhalten bai medriger Konzentration s c h l i e k n darfs).
A d I. I m falgenden seien einige Tmnnungen von Substanngemischen anm e b e n , wobei sogar bei vier Komponenten noch gute Ergebnisse erhalten
werden.
Trennung von Naphthalin und Naphthol.
Die Trennung von Naphthalin und a-Naphthol ist mit Hilfe der Adsorptionsanalyse mijglicb,. Zu diwem Zweck wurden je 0.05 g der genannten
SubstanZen gemeinsam in B e n d gelijst undl diese Benzollomng durch ein
rnit Aluminiumoxyd gefiilltes Aldsarptionsrohr abtropfen gelassen. Naphthalin
w i d in Benzollosung vom Aluminiumoxyd nicht adsorbiert, a- u n d @-Naphthol
aber vollkommen. Nach vollstiindigem Abtropfen des Liisungsmittels wird
dols A d s o r p t i o n w h r mit Benzol t ausgewaschen, 'die ganze Menge des abtrapfenden Benzols i n einer Scha er aufgefangen und das Benzd bei niedriger
Temperatur vonichtig vepdunstet. Der 7uriickbleibendte Ruckstand besteht
aus reinem Naphthdin.
a- oder /?-Naphthol. (die vom Aluminiumoxytd zuruckgehalten werden,
eluiert man weiter aus der Aluminiumoxydsaule mit Xther. Nach Auswaschen
des Adsorptionsrohres mit Ather geht die ganze Menge a- oder /?-Naphthol
cyuantitativ in das Filtrat iiber unqd der na& Vendunstvng des letzteren zuruckbleibende Ruckstand besteht aus reinem a- d e r 8-Naphthol.
Trennung von Aspirin, Pyramidon, Antipyrin
und Phenacetin.
Zu diesem Zweck wepden 0.2 g des zu untersuchenden Gemisches in
Chloroform gelijst u n d durch ein mit Aluminiumoxyd gefiilltes A,dsorptionsrohr geschickt. Aspirin wird vom Aluminiumoxyd adsorbiert. In ,das Filtrat
gehen Pyramidon. Antipyrin unod Phenacetin iiber. Nach Verdunsten des
Losungsmittels wird der Riickstand mit 5 ccm heiBem Wasser versetzt, umg e d h r t unod nach dem Erlcaken filtriert. Antipyrin und Pyramidon gehen in
die wiisserige Phase uber, Phenacetin bleibt unloslich, urtd auf ldilese Wteise
ist die Isoliermg vdllcommen. Die wasserige Pyramidon- untd Antipyrinlosung w h d bei niedriger Temperatur zur Trockene vesdunstet, dex Ruckstand in Chloroform gel6st unld durch ein mit Frankonit KL gefiilltes Adsorptionsrohr abtropften gelassen. Pyramidon und Antipyrin adsorbieren sich
a n 'Frankonit KL, und zwar Antipyrin in der o b w e n Saulenhdfte mit gelbar
Farbe. Pyramidon in .der unteren Saulenhalfte mit tiefbrauner Farbe. Die
Grenze zwisahen beiden nebeneinander liegendden Zonen ist sehr deutlich. Die
Saule wird von dem Rohr vorsichtig ausgeprent md rnit einem Messer An
der Grenze zwisdhen beiden Zonen zerschnitben. Die Saulenhiilfte, welclie
hntipyrin adsorbiert hat, wird weiter mit 2% ainmoniakhaltigem Aceton gut
ausgewaschen und abfiltriert. Das Antipyrin geht in ammoniakhaltiges Acetnn
3) Beobachtungen uber die Atdsorption einzelner Pharmaka liegen u. 8.
vor f i r : S a l d unjd Aspirin. diese weaden in Alkohol an Kohle stark adsorbiert (P e r o n e t und C r e t k ) (8), ferner fur Atropin und Strychninsalzc In
Wasser an Silikate wie Bolus unqd Talcum umd an Magnesiumoxyd
S c h l o D ( 9 ) , S t e e n b e r g u n d T o r s e l l (lo), H e u b n e r (11).
.\Is brauchbar fur diese A r t von Aldsorptionsanalyse haben sich ferner erwiesen: Bleioxyd, Magnesiumoxyd. Silicagel, Kieselsiiure und Borax. ferner
der Wofafit (G r i e s b a c h (12). W i e s e n b e r g e r (13), F r e u d e n b e r g , W a 1 c h , M o 1 t e r (14). W i e l a nld (15)), ein Basenaustauscher (von
der I. G. Farbenindustrie in freundlicher Weise zur Verfiigung gestellt). Dieser
adsorbiert stark Alkaloide (in Xther. Chloroform aber auch in Wasser geliist
ale- Sake). Nur Coffein und Cantaridin werden z. B. nicht adsorbiert. Uber
diese Aidsorptionsmittel sol1 spater berichtet werden.
Anwendung verschiedener Absorbentien
371
uber und nach vonichtigem Verdunsten ides Losungsmittels (bei gewohnlicher Temperatur oder im Vahmexsikkator) wind der Ruckstand mit
Xther adgenommen. Der Xther h i n t e r l a t reinas Antipyrin. Z
ur Bestimmung von Pyramidon wird die Saulenhiilfte. welche dasselbe adsorbiert hat,
genau so wie die andere behamdelt. Der Ruckstand ist reines Pyramidon.
Zur Isolierung von Aspirin wird das A l u m i n i l u n o x y d a ~ ~ r t i o ~mit
r ~ r2%
salzsiiurehalti~gemAceton ausgewaschen und das Auswaschmittel verjagt. Der
Ruckstand besteht aus Aspirin.
T a e n n u n g v o n -4niisthesin u n d Cocain.
ILin <;emisch von Aniisthesin und Cocainbase, etwa 0.1 g, wird gemeinsam
in Chloroform gelost und diese Liisung <dur& ein mit Frankonit KL gefiilltea
Adsorptionsrahr abtropfen gelasen. Nach gutem Nachwmchen mit Chloroform geht die game Menge .des hiisthesins in d9s Filtrat uber. Na& Verdunstung des Losungsmittels besteht der Riickstand a m reinem Anisthesin.
Zur Bestimmung des Cocains wird die Frankonitsauk 8 ~ 1 8dem Robr entfernt,
mit 10 ccm einer 0.1-n Salzsaure versetzt digeriert und d m Filtrat mit
0.1-n Kalilauge zuriicktitriert, oder der salmaure Extrakt aus der S a d nach
dem L41kalisierenmit Ather ausgeduttelt.
Trennung von Luminal und Theobromin.
Das zu untersuchende Gemisch (etwa je 0.05 g) widdi in Chloroform gelost UMI auf eine Saute von l g Kohle gegossen. Das Theobromin wird vollstiindig adsorbiert. Man wiischt mit Chloroform grundbicb nach und erha4t
nach dem Verdunsten ldler durchgeladenen Flussigkeit reines LwninaL Das
Theabromin wid& aus der Kohle durch Behandlung mit warmem, amoniakalischem Akohol gelost. Nach dem Verdunsten des kosungsmittels erhiilt
man reines Theobromin.
T r e a n u n g #der E s t e r d e r p - O x y b e n z o e s i i u r e v o n d e n
u b r i g en K o n a e r v i e r u n g e m i t t e l n .
Bei Adsorptionsversuchen mit twomatkchen Konservierungsmitteln hat
sich gezeigt, daD sich eine allgemeine Trennung der Konservierungsmittd
untereinander durch Adsorption ni&t erreichen liil3t. Mit Ausnahme der
chei Ester d a p-OxybeKIlzoaaiiure vefihalten sich tdie Komaviesuagsmittel den
Adsorbentien gegeniiber gkich, indem sie entweder d e zuriickgehlten w e d m
oder alle unangegriffen blei'ben. Eine Trennmg der Ester der p-Oxybenzoesaure in atherischar Liismg von den ubrigen Konservierungemitteln ist mit
Hilfe einas mit Calciumcarbonat gefullten Admrptionsrohres miiglich. Caloiumcarbonat hiilt die drei Ester der p-OxybenuKsiiure (Nipagin. p-Oyxbenzoesiiureiithylester m d Nipasol nicht zuriick, w a r e n d die anderen Konwrvisruhgsmittel (Benzoesaure, o l o r b e n m d u r e , SaLicylsaure, Zimtsaure.
p-Chlmbenzoesiiure, p-Oxybenzoesaure) adsorbiert werden. Dss Adsorptionsrohr wird mit Ather ausgewaschen uud das Liisungsmittel verdunstet.
Nach der Adscuptionsmetlhode gdingt aLo eine Trennung der Kmservierungsmittel lsdiglich bei den drei Estern der p-Oxybenzoesaure. (Eine Bestimmung von Estergemischen durch denlBrechulugsindex siehe R e i m e r s (16).
A d. I I. FuDend auf den in den Tabellen aufgezeichneten Eigenschaften
der einzelnen Substanzen w r d e veraucht. die quantitative Bestimmung d u d
Einsohdtumg aidsorptiver R e b g u u g s u vereinfachen und zu verbessern. I.
einijgen Fallen, beim Cof.fein, Cantharidin, Santonin war dies von h f o l g begleitet. Es ist hierbei nu betonen, d& wweilen im Gegensatz zur Angsbe
in den Tabellen ein dort als f gngegebenes Admrptionsmittel in gexingm
Menge a n g e w d t . pmktisch M i E i n f l d auf die b
i der quantitativea
Bestimmusg erhaltene Werte zeigte. Zum Nachweis d e r kleinsten Mengem
dieser Substanz w u jedoch das .betreffe& Adsorptionsmittel unbrauchbq.
Im folgenden seien die drei erwiihnten Bestimmungen beschrieben:
A
372
K. F i s c h e r un.d W: I a a n o f f
A. B e s t i m m u n g d e s C o f f e i n s i n D r o g e n .
Abgesehcn von einigen alteren M,ethoden liegen bisher zwei Bestimm,ungen
auf a.dsorptionsanalytischer Basis vor. V a I e n t i n (3) reinigt bei der Bestimmung d e s Coffeins in Kaffee den wiisserigen Auszug mit Aluminiumoxyd,
F i s c h e r (17) iden Chloroformavszug aus Tee mit Kohle. D a letztere Metho& nur fur Tee ausgearbeitet ist und in ei.nzelnen Fallen geringe Fettmengen mit i n das Cofifein gelangt waren, wurde unter B e ~ c k s i c h t i g u n gder
oben erhaltenen hgebnisse eine fur alle Coffeindropen brauchbare Methode
ausgearbeitet. Sie beruht auf der Tatsacbe. .daB Coffein in Chloroformlosung
an .4lumin~iumoxyd nicht a>dsorbiert wird, bingesgen Theobromin und Theophyllin zuriickgehalten werden. Auch $die Verwendung von Kohle in gminger
Meng,e, #die sich bei chlorphyllhaltigem Materi,al als praktisch erwies, stort
bei der Bestimmung nicht.
Zur 'Bestaimmung qdes Coffeins in coffeinhaltigm Drogen (Pasta Guarana,
Semen Col.ae. Semen Coffeae, Folia Theae, Folia Mati.) verfahrt man folgendermaBen :
5 g fein pulverisierter Droge wedd,en in 60 g Chloroform 10.Minuten hindurch
geschiittelt. Nach Zusatz von 1 .g 25%igem Ammaniak wird unter haufsiiqem.
krafti,gen Umschutteln eine Stun.de lang ausgezogen. 36 g des klaren Filtrats
( ~ =3 (g Droge) wer,den durch das mit Aluminiumosyd gefiillte hdscmrptionsrohr abtmpfen gelassen. Das A,dsorptionsrohr wird zweimal mit je 1.5 ccrn
Chloroform ausgewaschen. Die Gesamtmenge .des Chloroforms wir,d auf
-7 bis 3 ccm ,eiage.engt, mit 15 ccm heiBem Wasser versetzt un.d ,die Liisung
etwa 5 bis 10 Minuten bis mr Verreibun,g ,des Chloroforms im Sieden erhalten.
Nun filtriert man ,die heiBe Losun,g durch ein kleines. nasses Filter in eine
tarierte Schale, wiederholt ,das Auskochen im Kiilbchen noch zweimal mit j.e
10 ccm Wasser un,d hiltriert durch dasselbe Filter. Die vereinigten wiissenigen
Ausziige wenden verdampft, .d,er Riickstand wird bei 100~'getrocknet uad gewogen.
Die Mikro-Fp.-Bestimmung ergab 236" (reines Coffein). Das Eutektikum mit
Zimtsaure w w d e bei 1100 gefunden, wodurch die Reinheit zur Geniigc festgestellt ist.
Bei der quantitatiren Bestimmung d e s Coffeins in Folia Theae und Foli,a
Mate wird d.as A.dsorptionsrohr auBer mit 4 bis 5 g Al~um4niumoxydnoch nfit
0.1 g Kohle gefiillt, wobei zuerst die Aluminiumoxydaufschwemmung eingefullt, abgesaugt un8d dann erst mit Kohle beschickt w,ir,d. Durch ,dicse MaBnahme wird ,d,as Coffein vom Chlorophyll gerrinigt, was bei der Verwmdung
von Aluminiumoxyd nicht vollig gdingt.
Die Adsorptionsvarvuche mit Coffein in Chloroformlosung gegeniiber
LohLe h,aben zwar gezeigt, daB ,di.ese Substanz von der Kohle teilwerise positiv adsorbiert wind. Bei der quantit,ativen Bestimmung ,des Cuffeins in Folia
T h e w un,d Folia Mate wunde auBer Aluminiumoxyd noch Kohle als Xdsurptionsmittel verwendet. Die Verwen.dung von 0.1 ,g Kohle scha\det aber
nicht, da von Idieser Menge nur etwa 0.0002 bis 0.0004 g Coffein festgehalten
werden.
Urn d i e R'ichtigkeit umd Brauchbarkeit .d'ieser iMethcxde zu zeigen, wur.de
eine bestimmte Menge reines Coffein vorh.er ,der Droge zu'gesetzt und unter
Beriicksichtigunag .des al,iquoten Tei.ls die zugegebene Men e wiedergefun,den.
Solche Beimischungen von Reinsubstanz wupden auch bei Sasta Guarana und
Fol,i!a 'Theae gemacht. Es wunden 0.0.5 g reines Coff,ein mit 5 g pulverisierter
h g e vermischt, ,deren Coffeingehalt vorher bekannt ist und nach d.iesem
Verfahren ,bestimmt wird. Bei Verwen,dung von 60 ,g Chloroform als Extraktmittel ist
36 g abfiltriertem Chloroform 0.03 g zugesetztes Coffein enthalten. Die bei,den Auswaagen zei,gten auch wirklich eine Differenz von 0.03 g,
wonait .die Unschiidlichkeit .der verwen,deten Adsorptionsmittel fur -die qziantitative Ausbeute bewiesen wurde.
-\nwe n dun 2 ve rsc h i od ene r Absorb en ti en
373
B. B e s t i m m u n . g . d e s C a n t h a r i d i n s .
Fur ,die Bestimmung Ides Canthari,d,ins lieferte ,die M e t h d e von F i s c h e r
und R u e s s (18) ,bisher ,die besten Ergebnisse, sie ist jedoch etwas 1,angwierig
und lafit siah dltrch Einschieben d,er edsorptiven Reinigung mit Kohle stark
vereinfaohen. Im Pr.inzip wird *der Ruckstan,d des Chloroformauszugs mit
Petrolbenzin entfettet, ,die noch unreinen Kristalle in Chloroform gelost und
d{,e Losun,g durch eine Saule von Kohle gegossen, wodurch vollige Reinigung
erzielt wird.
Z u r quantitativen Best,immung ,des Canth.ariAdins in .der Tinktur perwen.den V ,a I e n t i n un.d P r a n k (2) Al~uminiumoxpd, wobei mit Aceton
und Chloroform n,achgewaschen wind.
M , e t h o 'd i k : 8 ,g Cantharidenpulver w e d e n in einem 100 g fassen,den
Arznei.glas mit 80 g Chloroform versetzt, umgeschuttelt und 1 g konz. Salzsiiure zugegeben. Nach mehrmaligem, kraftigen Durchschiitteln wird die
Fltasche 12 ,bi,s 14 Stunden stehen gelassen. S d a n ' n filtriert man ,durch ein
rasch laufendes Filter von 15 cm Durchmesser in einen Kolben, wobei man
die gesarnte Ftliissifgkeit auf einmal aufgieRt und .d.en Trichter mit ein.em
Uhrglas bedeckt. 51 ,g .des Filtrat's (= 5 g Droge) wmden zunachst im warmen
WasserbtLd bei 600 nahezu vepdunstet un<d nun .durch eine halbe Stunde ein
mit konz. Schwefelsiiure getrockneter Lvftstrom $d*aruber,geleitet. wobei das
W a s s e r h d eine Temperatur von nicht mehr als 550 besitzen SOIL Der so getrockn,ete Ruckstand des Chloroform,extraktes wir,d auf eini,ge Sekunden in
ein warm- Wmsertjald gebracht, bls er sich verfliissigt, .dann wenden 10 ccni
des 5% absoluten Alkcrhol en'thaltenden Petroleumbenuins zugesetzt. Nach
halbstiin,digem Stehen des verschlossenen Kdbens wird d i e Flussigkeit durch
einen kleinen, mist Watte versehenen Trichter abgegossen u a d viermal mit
5 ccm hdes Petro1,eumbenzin-Alkohol-Gemisclhes
nachgewaschen, wobei die
Hauptmenge mder Kristalle irn Kolben bleiben soll. Nach ,dem Trocknen d e s
Trichters samt .dem Wattebausch w h d heifies Chloroform aufgegossen
(3x3 ccm) unsd .die ablaufende Flussigkeit in -den Kolben mit der HauptmenNge d e r Can,th~ari~dinkr~istalle
zuriickgebracht, sodann . m c h mit 15 ccm
Chloroform naahgewaschen. D,ie Chlorofo.rmlosun,g wind .durch ein mit 2 g
Kahle gefiilltes Adsorptionsrohr geschickt, d a s Rohr mit Ohloroform
(2X 15 ccm) gut gewaschen 'und .die Flussigkeit in einer tariert,en Schale aufgefangen, bei gezinger Warme vesdunstet, ader ,Riickstan.d getrocknet unad
wogen. Nach Mdtiplikation init 20 erhalt man ,dNen Prozentgehalt an C~antl!~:
ridin.
Urn die Kichtigkeit dieser Methode zu uberprufen. wurde 0.04 g reines
Cantharidin rnit 8 g Droge vermischt ((deren Canthari,din.gehalt schon bekannt
ist) 4 nach dieser Methode bestimmt. Nach Durch.fuhrung des ganzkn
Bestimmungsverfahrens wurde unter Beriicksichtigung Ides aliquoten Tells
(5 g Droge) die zugegebene Menge reines Cantharidin (0.025 g) wiedergefun.den, was ein 'Beweis dafur ist, da8 wahrend des Adsorptionsprozesses
keine Verluste eingetreten sinid.
C. B e s t i m m u n . g d e s S a n t o n i n s .
Von underen Bestimmungsmethoden sind - wenn wir van denen nach
K a t z (19). F r o m m (a),
I J d e r und S c h n e i d e r (21) absehen hauptsiichlich die von M a s s a g e t o w (22). H a u 6 e r (23). Ii u hn und
S c h a f e r (24) unld B ii h m e (25) zu erwahnen. Wahren.d bei H a u s e r
un,d bei K u h n un.d S c h a f e r auf polarimetrisch,em Wmeg gearbeitet wird.
benutzt M a s s a .g e t o w qgravimetrische, B iih m e eine titr,imetrische Bestimmung. In beiden Fallen wind d i e Dmge mit K.alkwasser extrahiert und
der nach dem Ansauern erhaltene Chloroformextrakt weiter gereinigt. Beide
Verfahren sind .ziemlich langwieri,g. Was die Genauigkeit betrifft, SO b t der
Methode von Biihme unid Massagetow .d,er Vorzug zu 'geben.
374
R. F i s c h e r und W-. I w a n o f f
In einfacher Weise liiI3t sich jedoch durch edsorpt.ive Reini.gusg rnit K&le
die Bestimmung durcbfiihren. Wir schlagm ,daher folgendes Verfhren vor :
5 g mittelfein 'plverisierte Zttwerbliiten werden in einer Reibschale mit
1 g Calciumoxyd verrieben m d in ,einem 300-ccm-Ko1:ben mit 250 g Wasser eine
Stunde erhitzt (auf dem Wasserbad), die hei5e Losung wind filtriert; 150 g d e s
klaren Filtrates (= 3 g Droge) werden mit 15 ccm einer 25%igen Salzsaure angesauert und in einem BechergTas ?4 S h n d e m m ,Kochen erhitzt. um evtl. atherkche Ole zu verreiben. Nach dem Erkalten wird im Scheidetrichter mit 50. 30,
20 und 20 ccm Chloroform unter energischem Schiitteln extrahiert und der
Suheidetrichter anschlieI3end zweimal mit ie 10 ccm Chloroform nachgewdLsChRn. Die vereinigten Chlomformliisungen werden in einem 25O-ccm-Kolben
aufgefanpn und das Chloroform auf dem Wasserbad bis auf 25 bis 30 ccm
verdunstet oder abdestilliert.1 Die konzentrierte, gelbgefarbte Losung wird
mit Caloiumchlorid getrocknet u d durch ein mit 5 2 Aluminiwnoxyd und
1 bis 2 g Carbo activatus gefiilltes Adsarptionsrohr abtropfen gelamen. Das
Adsorptionsrohr wird zuerst mit einer Aluminiumoxyd-Aufschwemmung
gefiillt, abgesaugt und dann erst mit Kohle beschickt. Durch diese
Mal3nahm.e wir.d .das Santonin vollkommen gereinigt. Das Adsorptionsrohr
uad der Kolben werden tdreim.al mit je 10 ccm Chloroform ausgewaschen.
aaS vollkommen farblose Filtrat wir.d in einer tarierten Schab aufgefangen und das Losungsmittel auf dern Wasserbtlde verdunstet. Der
Riickstan,d wird in 0.5 bis 1 ccm heiBem Alkohol gelost und dieser
langsam ader im Vakuum verdunstet, wodurch schone Kristalle von
Santonin entstehen. , d a m wird getrocknet u n d gewogen. Die sauer
reagierenden harzigen Substanzen, welche M a s s a g e t o w ,durch Schiitteln
der Chloroformlosung rnit 4%iger Natronlavge zu entfernen versucht,
wenden hi.er Sduroh die Alkalitat und die Adsorptionskraft des -4111miniumoxyds gebunden. Durch die Kohle werden verschiedene andere Verunreinigungen ,festgehlten m d auf dimese Weise entfernt, idas Santonin wird
zber, wie )die A.dsorptionsversuche gezeigt haben. vom Aluminiumoxyd un,d
der Kohle nicht absorbiert, es geht vollkommen in ,das Filtrat Ubez und wind
nach idem Vedunsten odes Losungsmittels in scihmelzpnktreinem Zustand
gewonnen. Die rnit ,der Kohle angestellten Versuche ergaben, daI3 das Santonin.
in Chloroformlosung n i c h t adsorbiert wird [s. D r e v o n (7); H a u s e r (241,
was im Widerspruch zu der B&auptung B o h m .e ' s (25) steht, der angibt,
daB das Santonia in ,Chlorofarmlosung an Kohle abetrachtlich adsorbiert
wird. Es spielt Uerbei lder Wassergehsalt des Chloroforms eine Rolle. (In
einer neueren Arbeit B o h m e * s (26) wind allerdings den Ergebnissen d e r
Afibeit D r e v o n (7) Rechnung getragen). Bei wasserhaltigem Chloroform
wind Santcmin an ,KoMe, wi,e die Vers&
gezei.gt haben, t.eilweise positiv
adsorbiert.
Urn die Brauchbarkeit ynd Richtigkeit Idieser Verfahr.en zu prufen, wurde
nuch hier wie bei den Bestimmungsmethoden f i r Coffein und Cantharimdin
eine bestimmte M.enge 0.05 g reines Santonin vorhcr sder Drage zugesetzt un.d nach Durchfiihrung des gesamten Arbeitsganges die zugesetzte
Menge Santonin wiedergefunden. Die Reinheit w r d e a d e r d e m duroh Polarisation des in Chloroform gelosten Riickstandes kontrolliert. Es wurde
eine dem Gewicht des Santonins entsprechende Drehung gefmden. Mit
Kiidcsiaht auf (die derzeitige Knappheit der ,Droge konnte .die Methomdme n,icht
an mehreren CinaSorten gepriift weaden.
-4d (1I I.
r H k sei als Beispi,el .die Cruppe der Barhitursaureder,ivate
erwahnt, bei idenen sich ohne Gefahr eine AReiniaWg mit Kahle in Chloroform, ,bei vielen .awh in Ptherisch.er Liisung durchfiihpen lafit, ohne da8
ein Verlust durch Adsorption befiirahtet werden mu& D u r h Verwendungvon Chlciumcarbonat, das die Barbitursaure ebenfdls nicht adsorbiert, lii5t
sich z. B. aine Trannurtg von Bernsteinsawe. die w m Calciumcarbnat f.est-
375
Anwendung verschiedener -4 bsorbentien
gehalten wird (Ather d e r Chloroform als Losungsmittel) durchfiihren. Bernsteinsiiure findet 5iCh bekanntlich hauflg in Extrakten aus Organen umd faulendem Material. Ein weiterer Ausbau der Adaorptionsanalyse fur toxikologische Zwecks untw Verwenduug verschiedener Aktivkdden Bei einer
spateren Veroffentlichung vorbehalten.
A d I V. Mit Hilfe der A b r p t i o n s m e t h d e konnem ferner Drogeninhaltsstoffe' nachgewiesen und identifiziert werden. Fdgende Tabelle
zeigt den Nachweis einiger Drogeninhdtsstotfe mit Hilfe des Adsorptionarohres, wobei die Substanzen weitgehend Igereini t erhdten werden.
Uber .cine Schicht von Adsorbens sbringt man d i e s r o g e im pulverisiertem
%stand in das R o b . Nun wind ldie zur Extraktim gewiihlte Plussigkeit aufgegossen (meist 2 bis 5 ccm). Sie perkoliert ,die Drage, wird beim Durchsetzen des Adsorptionsmittels gereinigt und tropft als farblose, gemhi te
Losung ab. Diese wird in sinem Mikrobecher ader idirekt a d dem O b j g t trager aufgefangen und der Ruckstand oder auch die Losung selbst zuf Identihierung verwendet. In vielen Fallen ist die auf diese Weise erhaltane
Substanz schmdzpunktrein. Eg wird der M i k r m h e l z p u n k t direkt oder
nach Mikrosublimation bestimmt. d e r e5 wird ein kristalliertes Fallungsprodukt grzeugt und dieses gekennzeichnet. (Wenn notig konnen auch zwei
A'clsorptionsmittel in zwei Schichten Verwendung finden.) Es muB dendings
betont werden, $a0 dieses Verfahren nur fiir den qualitativen Nachweis
dient und in einigen Fallen infolge teilweiser Adsor,ption der nachzuweisenden Stoffe diese d c h t quantitativ erfaDbar sind. Wesentliah ist
jedoch die Reinheit der erhgltenen Substanz, welahe eine leichte Identifizierung bedingt.
einzelnen Piillen l i t sich durch Verwendung eines
weiDen Adsorptionsmittek, das im Gegensatz zum Vorhepgesagten die mchweisende Substanz adsorbiert, eine Parbreaktion erhalten. Beispiel: Radix Rhei.
Man fullt in das Adsorptionsrcvhr Alminiumoxyd, dariiber Rhabarberpulver
uad Ather. Die Oxymethylanthrachione werden von Aluminium0 d festgehalten m d erscheinen infolge ihrer basischen Eigensahaftem als sc one rote
Fiirbung. Auch Magnesiumoxyd ist hierfiir geeignet (siehe E t n s t und
W e i n e r (27). IDiese Probe konnte an Stelle der im Arzneibuch angegebenen B o r n t r a g e r schem Reaktion heten. U h r dm Nachweis v m Emodinen neben Pheaolphthdein siehe F i s c h e r und I w a n o f f (28).
9
Dragenpdver
Falia und
Radix
B el1a d o n n a e
1
so$?&smitt$
Talk
Liisungsmittel
Weitere Behandlung
und Identifiziemg
Den Ather mit 1 ccm 0.3 b i ~
Ather
(ammonia0.5% HZS.0, auf dem Wasserbad abdampfen. Wasserigea
kalisch)
Filtmt verdunsten. Der Ruckstand: Kristalle v m Atropinsulfat.
Can t ha r i d es
rnit Petrolatha
entfettet
Kohle
Chloroform
Verdunshngsriickstmd sublimieren. Cantharidink.ristal1e
Mi.-Fp. 2180.
Fmtus
Piperis nigri
Kahle
Wuhol
Die alkoh. Piperin-Losunp verdunsten, Ruckstand: Piperinkristalle. Reinigung: In 1 bis,
2 ccm Alkohol losen und die
sen in Wasser flieBen lassen.
Nach kurzer Zeit treten Pi-perinkristalle in groBm flochen Prismen ad.
376
Drogenpulver
R. F i s c h e r und W. l w a n o f f
kdsorptionsmittel
F l o r e s C i n a e Kahle
mit Pentan entfettet
Sem,en
Colchici
Kohle
Losungsmittel
Methylenchlorid
Weitere Bchandlung
un,d Identifizierung
Verdunstungsriickgtand der Mik m u b l . h t i o n unterwerfea
bei 140 bis 1500). Kristdle
vom Mi.-Fp. 1690.
Chloroform Chloroform mit 0.5 bis 1 ccm
W w e r verdunsten, wiisserige
Fliissigkeit filtrierm, einen'gen. In der Kite fallt
kristallisiertes Colchicin.
Mi.AFp. 1480.
Chloroform mit 15 ccm 1% HCI
Aluminium- Kther
Rhizma
(ammonia- abdampfan, wiisserigk E l b i g H y d r a s t isdis
oxyd
kalisch)
keit filtrieren ylla mit NHI
riiuchern. Krist. F i i l h g VOII
Hydrastinbase. Udrietallisiert aus Ather: Mi.lFp. 1420.
Semen Strychni
Aluminium- Chloroform Chloroform mit 1 ccm 1% HC1
(ammoniaabdampfen. Wiisseriges Filoxyd
kalisch)
tnat mit NH, rauchern, es
fallen Kristalle von Strychnin unid Brucin aus, letzteres
ist in heiBem Wasser loslich.
Semen
Kolae
Pasta G u a r a n a
Folia T h e a e
Aluminium- Chloroform Chlaroform mit 1 bis 2 ccm
(ammoniaowid
Wasser abdampfen. Wassekalisch)
rige Pliissigkeit filtrieren und
Kohle
verbdunsten.
Ruckstand: Coffein.
Rhizonen Rlh e i
Cortex
Frangulae
Cortex
Cnscarae
S a g r ard a e
Alnminium- Kther
Chloroform
oxyd
+
Das Aluminiumoxyd fiirbt sich
leuchtend rot (Filtrat: Emodinfrei). Rohr mit 10% NHI
auswaschen und das Filtrat
verdunsten. Ruckstand: freic
Emodine. Ebmso kann man
mi,t HCl-halti'gem A b h o l
die E m a d b e extrahieren 'LLIWI
im Vdunstungsriickstand. in
kristallinem Zustmd
160lieren.
2 u s ' a m m e n f a s s u n g.
Es wunden 115 Substanzen hinsichtlich ihrer Adsorbierbarkeit an Kohle,
Aluminiumoxyd. Prankonit, Floridin, Caloimoarbonat, Bolus, Talk und Milchzucker geprufit, und zwar mit verschiedenen Losungsmittdn wie Ather, Chloroform, Benzol. Azeton, Alkohol und Waeser. Gearbeitet wurde mit etwa
Anwendung vrrschiedener Absorbentien
377
lo/ooigen Liisungen, wobei 1 ibis 2 mg Sulbstanz und 0.5 g Adsorptionmittel
v e m n d e t d e n . Die hierbei erhaltenen Ergebnisse lassen sich auswerten zu:
J. Trennung von Gemmhm.
1. Naphthglin von Naphthol.
2. Aspirin. Pyramidon, Antipyrin, Phenacetin.
3. Theabromin von Luminal.
4. Ester der p-Oxybenzoesaure von Benzoesiiurc. Salicylsaure, Zimtsiiure. C1-Benzoesiiure, p-Oxybenzoesaure.
5. Aniisthesin von Cocain.
11. Quantitative Bestimmmgen von Coffein, Cantharidin und Santonh in
Drogen wurden durah Einschaltmg adsorptiver Reinigug vereinfacht
und verb-rt.
111. Reinigung wln Substamem bei der toxikologischen Analyse, z. B. SchJatmittel von Bernsteinsaure.
IV. Verbessemng des mikrochemisohen Nslchweisea von Pflanzeninhaltsstoffen durch adsorptive Reinigirng (einige W p i e l e ) .
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hrchdv und Berichte 1943
28
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