close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Die Bewertung der im Trink- und Brauchwasser vorkommenden Stoffe.

код для вставкиСкачать
554
Neuere Forschungsergebnisse.
36. Hartwig Klut:
Die Bewertung d er im Trinks und Brauchwasser
vorkommenden Stoffe.
Eingegangen am 10. November 1932.
Allgemein ist zunachst folgendes zu sagen. Zur Bcurteilung eincs
Wassers fur Trinks und Brauchzwecke ist eine genaue Kenntnis der
ortlichen Verhaltnisse der Gewinnungsanlage, des Schichtenaufbaues
des Untergrundes und seiner Umgebung erforderlich. Eine Wasser:
versorgungsanlage mu13 so angelegt sein, d a 8 sie dauernd vor nachs
teiligen au8eren Beeinflussungen durch menschliche, tierische und ge:
werbliche Abfallstoffe geschutzt ist. Ich verweise hier auf meine
naheren Ausfuhrungen in diesem Archiv, Jahrg. 1929, Heft 4, uber
,,Allgemeine Gesichtspunkte bei der Errichtung von Wasserversor:
gungsanlagen".
Von einem Trinkwasser mu8 vor allen Dingen verlangt wenden,
da8 e s keinerlei gesundheitliche Schadigungen verursacht, also dais
es keine pathogenen Bakterien enthalt, ferner keine Giftstoffe in
schadlicher Menge, z. B. Arsen, Barium, Blei, vgl. bei G r u n h u t ;
es soll ferner appetitlich scin, also geruchlos, praktisch farblos, klar,
moglichst frei von ungelosten Stoffen sowie auch frei von fremds
artigem und salzigem Geschmack sein, desgleichen mul3 es frei sein
von ekelerregenden pflanzlichen oder tierischen Lebewesen. Es soll
mit andern Worten zum GenuB anregen. Vgl. Gas: u. Wassers
fach 1932, Jahrg. 75, Nr. 39. Der Warmegrad eines Trinks
wassers liege am besten zwischen 8 bis 120 und soll miiglichst gleich:
bleibcnd sein. Trinkwasser, #die alle diese Bedingungen erfiillen,
schmecken in der Regel erfrischend und gut. Wasser, das besonders
in der Getrankeindustrie verwendet wird, soll auch ,,lagerfahig", d. h.
so beschaffen sein, da8 es selbst nach langerem Aufbewahren wcder
Trubungen noch Ausscheidungen gibt. Bei Wasserversorgungsanlagcn
ist es auBerdem von Bedeutung, d a 8 es keine Metalle, z. B. Blei, oder
Mortel (Beton) angreifende oder auflosende (aggressive) Eigens
schaften hat. Vergleiche meine naheren Ausfuhrungen in der Z e i t
schrift ,,Korrosion und Metallschutz" 1927, Jahrg. 3, Hcft 5, ,,Metalle
und Mortel angreifende Wasser".
Nach diesen kurzen einleitenden Bcmerkungen soll nun auf die
Bcwertung der im Trink: und Brauchwasser vorkommenden Stoffe
auf Grund meiner lang jahrigen Erfahrungen als Mitglied der PreufJi:
schen Landesanstalt fur Wasser:, Boden: und Lufthygiene in Berlin2
Dahlem eingegangen werden. Der Ubersichtlichkeit halber ist bei den
einzelnen Stoffen die Buchstabenfolge gewahlt worden. N u r selten
im Wasser vorkommende Stoffe sind nicht beriicksichtigt. 'Hier mu8
auf das am Schlusse beigefugte Schrifttum verwiesen werden. Meine
kleine Zusammenstellung soll lediglich praktischen Zweckcn dienen.
-
Bewertung der im Trinks und Brauchwasser vorkommcnden Stoffe
555
Der Gchalt cincs Grundwasscrs an geliisten und kolloid gclijstcn
Stoffcn (Salzen, organischen Stoffen usw.) ist weitgchend abhangig
von der chemischen Beschaffenheit der durchflossenen Bodcnschichten.
Ein hoher Gehalt des Grundwassers an diesen Stoffen braucht daher
nicht zwingend auf Verunreinigungen durch menschliche, tierische
oder gewerbliche Abgange zuruckgefuhrt zu werden. Haufig wcist
abcr cin verunrcinigtes Wasser einen erhohtcn Gehalt an Mineral:
stoffen, besonders Chloridcn und Nitratcn, sowic auch an organischen
Stoffen auf. Die abschlieisende Beurteilung dcr Fragc. o b ein Wasser
ctwaigen nachteiligen aufieren Einflussen ausgesetzt ist, kann dcshalb,
wie bereits einleitend erwahnt, nur auf Grund genauer Ortskenntnis
erfolgen. Man crsieht hicraus, daB Grenzwerte odcr Grcnzzahlen fur
die Beurtcilung eincs Wassers nur bedingtcn W e r t haben. Als all:
gemcincr Anhalt fur die hygienische Beurtcilung eincs Wasscrs kanii
gclten, dafi seine durchschnittliche Bcschaffenhcit von der durchs
schnittlichen Zusammensetzung des naturlichen, nicht vcrunreinigten
Wasscrs derselben Gegend und derselben Bodenschicht nicht wesent:
lich vcrschieden sein sollte.
Einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und auch an organischen
Stoffcn findet man in hygicnisch sonst einwandfreien Wassern nicht
sclten. Ober die Durchschnitts: oder Mittelwerte dieser Stoffe u. a.
gibt besonders die von K. T h u m in veroffentlichte chemische Wasser:
statistik der deutschen Gcmeinden eine nahere Auskunft. Diesc Vcrs
offentlichung ist als Sonderdruck aus der Wochenschrift ,,Das G a s
und Wasserfach" 1929 erschienen und kann durch die PreuBischc.
Landesanstalt fur Wasser:, Boden: und Lufthygicnc in BerlinsDahlem
bezogcn werden.
In der Praxis ist es oft recht erwunscht, ungefahre Anhaltss
punkte ubcr die Bcschaffenhcit hygienisch cinwandfreier Wasser zu
habcn, und so sei im folgcndcn einc Reihe von Zahlcnwerten mit:
geteilt. Weitere, ausfuhrliche Angabcn uber die Bewcrtung dcr cins
zelnen im natiirlichcn Wasser vorkominenden Stoffe finden sich in
dcm am Schlusse mciner Verijffcntlichung beigegcbenen Schrifttum.
A b d a m p f r ii c k s t a n d .
Die Mcngc des Abdampfruckstandes eines Wassers wird bedingt
durch die chemische Bcschaffenhcit der gcologischen Schichten, dic es
durchflielst. Wasser, das z. B. aus vulkanischen Gesteinen odcr aus
reinen Sanden, fcrner dem Buntsandstein stammt, hat in .dcr Rcgel
nur eincn geringen Abdampfruckstand - oft untcr 100 rngll -, wah:
rend Wasser, die z. B. aus Kalkstcin: oder Dolomitschichtcn und an:
dercn mehr oder weniger wasserloslichcn geologischen Forma t'ionen
herriihren, fast immer eincn hohen Abdampfruckstand aufweisen.
Die Mcnge des Abdampfriickstandcs cines Wassers schwankt meist
zwischen 200 bis 500 mg/l. 1st cin hijherer Abdampfruckstand auf die
allgcmcine Bodenart zuruckzufuhren, so ist cr an sich hygienisch un:
bedenklich. 1st cr dagegcn bcdingt durch unreine Zuflussc von
mcnschlichen, ticrischen odcr gewcrblichen Abfallstoffen. so ist cr
naturlich gesundheitlich zu beanstanden. Ein Abdampfruckstand, der
556
Hartwig Klut
beim Gluhen einen widerlichen oder stechenden Geruch annimmt,
spricht fur cine Verunreinigung des Wassers.
Fur Kesselspeises sowie fur viele gewerbliche Zwecke sind
Wasser mit gcringem Abdampf riickstand - moglichst unter 300 mg/l
- besonders geeignet.
Fur Mineralwasser gilt als Mindcstwert an gelosten festen Stoffen
(Summe dcr Anionen und Kationen) lo00 mg/l, genauer ausgedruckt.
lo00 mg fur 1 kg Wasser.
Albuminoidvcrbindungcn
vgl. unter ,,Ammoniak".
Aluminium.
Aluminium (Tonerdeverbindung) enthaltcn nahezu alle natur:
lichen Wasser bis zu einigen mg/l. Aus dem Gehalt eines Wassers an
Aluminiumverbindungen - und auch an Kieselsaure - lassen sich
nicht selten Schlusse auf die Herkunft des Wasser ziehen. Haufig
gelangen gcringe Mcngen von Aluminiumverbindungen durch Klarung
und Entfarbung von Rohwasscr mit Aluminiumsulfat, wie z. B. in
Bremen, Hamburg, Konigsberg (Pr.), NeiBe, Stralsund, Stuttgart, in
das behandelte Wasser. Irgcndwelche Gesundhcitsschadigungen
durch den Genun aluminiumhaltigen Wasscrs sind nicht bekannts
geworden und auch nicht zu befiirchtcn (K. B. L e h m a n n , Arch.
Hygiene 106,345 (19311, E. G o t s c h l i c h , R . K o b e r t , 0. S p i t t n
und H. v. T a p p e i n e r ) .
A m m o n i a k.
Ammoniakverbindungen findct man in hygienisch an sich ein:
wandfrcien cisens und manganhaltigcn Grundwassern, ebenso in
Moors und Regenwassern haufig, und zwar in einer .Vengc bis zu
2 mg/l NH3, vereinzelt auch noch mehr ( G r u n h u t ) . Diese
Ammoniakmengen haben keine gcsundhcitliche Bedeutung, cbcnso
nuch die Ammoniakmengen nicht, die gelegentlich durch Aus:
laugcn von Kunstdunger in das Wasser gelan'gen. Nicht sclten findet
man aber Ammoniakvcrbindungen - meist handelt es sich urn
grofiere Ammoniakmengen - in verunreinigten Wassern. Sticks
stoffhaltige organischc Abfallstoffe cnthalten neben grbllcrcn Am:
moniakmengcn oft auch noch Proteids (Albuminoids) Ammoniak. Das
Vorkommen dieser Stickstoffvcrbindungen im Wasser weist auf Vcr:
unreinigung durch menschliche, tierische oder gewerbliche Abfall:
stoffe hin. Ein solches Wasser ist sclbstverstandlich hygienisch xu
boanstanden (K. T h u m m).
Arsen.
Arsen kommt nach Karl A . H o f m a n n in sehr gcringen Men:
gcn in pflanzlichcn und tierischen Lebewesen sowie in fast allon
Bodenarten und den meisten Lebensmitteln vor, auch in naturlich
vorkommenden Wassern findct man cs haufiger: hier aber im alls
gemeinen nur in Spuren. Diese Arsenmengen haben a n sich ers
fahrungsgemal) keine gesun.dheitliche Bedeutung. Nach H. I:ii h n c r
Bewcrtung der im Trink: und Brauchwasser vorkommcndcn Stoffe
557
(Bonn) sind Mengcn von 0.15 mgil A s - unter Umstanden auch
etwas mchr - selbst bci standigem Gebrauch noch ertraglich. Er:
heblich grol3ere Arsenmengen im Trinkwasser konnen unter Um:
standen bei dauerndem Genufi eine chronische Arsenvergiftung
(Reichensteiner Krankheit) bewirken (H. v. T a p p c i n e r). Sie
sind meistens auf eine Verunrcinigung des Wassers durch gewissc
gewerbliche Abgange, z. B. aus Gerbereien, Huttenbetrieben, zuruck:
zufuhren (Aug. G a r t n c r). Sind nachteilige Beeinflussungen durch
Abwasser usw. ausgeschlossen, so ist der Arsengehalt dcs Wassers
durch die chemische Zusammensetzung der durchflossencn Boden:
schichten bedingt (E. S c h m i d t).
Nach den gcgenwartigen Vercinbarungen gelten arscnhaltigc
Wasser mit mindestens 0.7 mg/l AsrGehalt als Mineralwasser.
B a k t e r i o l o g i e.
In bakteriologischer Hinsicht darf Trinks und Wirtschaftswasscr
keine krankheitserregenden Kcime enthalten. Aus verschiedenen
Griinden erstreckt sich die bakteriologische Wasseruntersuchung in
der Regel nur auf die Feststellung des Gesamtkeimgehaltes und
den Nachweis etwa vorhandener Kolibakterien, die im menschlichen
und tierischen Darminhalt vorkommen; auf Darmbaktericn deshalb,
weil die fur Wasserinfektionen in Betracht kommencden Krankheits:
keime (T phus, Paratyphus, Ruhr, Cholera usw.) in der Hauptsache
mit dem harminhalt ausgcschiedcn werden (vgl. auch M o m in Gas:
u. Wasserfach 1932, 75. Jahrg., Nr. 19). Fur die hygienischc Be;
urteilung einer Verunrcinigung ist das Auftreten von Kolibakterien in
einem Wasser im allgemeinen ein sicherer Anhaltspunkt als die Er:
hohung dcr Gesamtkcimzahl, da diese auch auf harmloseren Ursachen
beruhen kann. Nach neuesten Untersuchungen scheinen auch gewissc
von Bakterien ausgeschiedene Stoffe - Bakteriophagen - fur die gc:
sundhcitliche Beurteilung des Wassers von Bedeutung zu sein. Es sei
hier besonders auf die Arbeiten von A b e l , B r u n s , B u r g e r ,
Gartncr, Gildemeister, Hey, Hunziker, Lehmann,
K e i c h e n b a c h , S c h l o B m a n n , S m i t , S p i t t a und v. V a :
g c d e s hingewiesen.
Blci.
B I e i findet man, abgesehen von den seltenen Fallen, wo bleis
haltiges Wasser aus dcm Untergrunde, z. B. an vereinzeltcn Stellen
im Erzgebirge und im Harz, gewonnen wird (solches Wasser sollte
man nicht zum GcnuR vcrwenden), in Leitungswassern, die langere
Zeit, z. B. uber Nacht, in BIeileitungen ohne inneren Schutzbelag,
also namentlich in neucn Rohrcn, gestanden haben. Uber bleiaufs
liisende (blciaggrcssivc Wasser) vergl. dic ausfuhrlichen Angaben in
meiner Veroffentlichung in der Msd. Klinik 1918, Nr. 17 bis 19, ,,Uber
die aggrcssiven Wasser und ihre Bedeutung fur die Wasscrhygienc".
Das Blci ist ein Gift, dessen langer dauernde Aufnahme sclbst in
geringen Mengen, z. B. wenn bleihaltigcs Wasser langerc Zeit hin:
durch gcnossen wird, oft zu schweren Erkrankungen fuhrt, wie die
praktischcn Erfahrungen in verschiedenen Orten lehren (Aug.
558
Hartwig Klut
G a r t n c r). h'ach einem Gutachten der PreuB. wiss. Deputation
fur das Medizinalwesen vom 19. Juni 1912 ist ein Bleigehalt bis zu
0.3 mgll Pb im Wasscr noch nicht geeignet, eine chronische Bleis
vergiftung beim Menschen herbeizufuhren (B e g e r). In den ,,Hygis
enischen Leitsatzen fur die Trinkwasservcrsorgung" vom Jahre 1932,
aufgestellt vom PreuB. Landesgesundheitsrat, werden nach eingehens
den Bcratungen 0.3 mg/l P b nach 24stiindigem Stehen in der Blei:
lcitung als unbedenklich angesehcn (B ii r g e r , F ii h n e r und
T r e n d e 1 e n b u r g). Im ubrigcn ist cs schon aus gesundheitlichen
Grunden immer anzuraten, Wasser, das in Bleileitungen, namentlich
in ncuen, also in solchen ohne inneren Schutzbelag, Iangere Zeit ges
standen hat, vorher ablaufen zu lassen. Von fliel3endem Wasser
werden nur hygienisch belanglosc Bleimengen aufgenommen.
Kalziumverbindungen
vergl. unter Harte und Karbonate.
Chloride.
Einen geringen Gehalt a n Chloriden, im allgemeinen bis zu
30 mg/l C1, findet man fast in jedem naturlichen Wasser. Es gibt aber
andererseits auch eine Reihe hygienisch einwandfreier Wasser, wie
z. B. das stadtische Trinkwasser von Calbe (Saale), Emden, Instcrs
burg, Merseburg, deren hohcrer Chloridgehalt auf die durchflossenen
Bodenschichten zuriickzufuhren ist, wie auch bei vielen Mineral3
wassern. Hier kommt das Wasser mit Ablagerungen von Erdalkalis
und Alkalichloriden in Beriihrung (Salzlagerstatten, also rein anorgas
nischen Ursprungs). Ein hoher Chloridgehalt kann aber auch nicht
selten auf Verunreinigungen des Grundwassers durch versickernde
Abwasser zuruckzufuhren sein. In vielen Fallen wird man derartige
Grundwasser hygicnisch beanstanden miissen. Besteht bei einem
solchen chloridreichen Wasser ein Verunreinigungsvcrdacht, so ist
besondere Vorsicht gcboten, da die Ausscheidungsstoffe des menschs
lichen und ticrischen Korpers, namentlich des Harns, reich an Chlos
riden, in erster Linie an Natriumchlorid sind. Vgl. u. a. bci T h u m m.
Wasser mit hohcm Gehalt a n Chloriden, zumal an Magnesium5
chlorid, haben metallangreifende Eigenschaften.
Zur Vcrmcidung des storenden und die Appetitlichkeit beeins
flussenden Salzgeschmacks sollte ein Trinkwasser im allgcmeincn
nicht rnehr als 250 mg/l Chloride (CI), und zwar nicht mehr als
168 mg/l Chlormagnesium (MgCL), 500 mg/l Chlorkalzium (CaC12)
oder 400 mg/l Kochsalz (NaCI) aufweisen. - Uber die pharmakolos
gische Wirkung von MgClz vgl. R. W e l d e r t in den IU. Mitt. d.
PrcuB. Landesanstalt f. Wasserhygicne usw. 1929, 5. Jahrg., Nr. 1
bis 4, S. 50.
Eisen.
Viele Wasser, besonders die Grundwasser der Norddeutschen
Tiefebene, weisen einen hohen Eisengehalt auf - bis zu 20 mg/l Fc
und mitunter noch weit mehr. Gesundheitsschadlich ist selbst ein
hohcr Eisengehalt des Wasscrs im allgcmeinen nicht. Bisweilen knnn
er aber beim Menschcn, zumal bei Kindern, aus physischcn und
Bewertung der im Trink. und Brauchwasser vorkommcnden Stoffc
559
anderen Grunden ungunstig wirken. Durch einen hohen Eisengehalt
wird auch die Appetitlichkeit des Wassers (meist tintiger Geschmack)
oft wescntlich herabgesetzt. Aunerdem kommt noch hinzu. dal3 das
anfangs klare Wasscr a n der Luft sich unter allmahlicher Ausscheis
dung von Eisenhydroxyd trubt. Im Hausgebrauch, namentlich beim
Waschen, konnen schon 0.2 mgll Fe durch Gelbwcrden der Wasche
und Erzeugung von Rostflecken storen. Fur viele Falle der Praxis
crweist sich der Eiscngehalt des Wassers recht nachteilig, z. B. bei
Molkereien. Fur die meisten gewerblichen Zwecke, zumal fur Bleiches
rcien, Kunstseide: und Papierfabriken, ferner fur Waschereien, sollte
der Eisengehalt eines Wassers zum Vermeiden von Farbungen mogs
lichst nicht iiber 0.05 mg/l Fe betragen. Bei Wasserversorgungsanlagen
konnen unter Umstanden schon Mengen uber 0.1 mg/l Fe eine all.
mahliche Verschlammung der Rohrleitung, haufig unter Entwicklung
von Eisenbakterien, verursachen.
Wasser mit einem Gchalt von mehr als 10 mg/l Fc werden nach
den Vereinbarungen bcreits zu dcn Mineralwassern (Eisenquellen)
gerechnet.
tjber Eisenaufliisung aus dem Rohrnetz vergleiche die naheren
Angaben in meiner Veroffentlichung in Gas: und Wasscrfach 1926,
69. Jahrg., Heft 22 und 40.
G 1 ii h r u c k s t a n d und G 1 ii h v e r 1 u s t
vgl. unter ,,Abdampfruckstan&'.
1-1u m i n s t o f f e ( H u m u s s t o f f e)
vgl. unter ,,Organkche Stoffe"
Harte.
Die durch Kalzium: und Magnesiumverbindungen bedingte Harte
cines Wasscrs hat an sich keine besondere hygienische Bedeutung
(G a r t n e r , S p i t t a).
Im allgemeinen uberwiegen im Wasser die Kalksalze bei wcitem
die Magnesiasalze.
Wasser mit vie1 Hartebildnern nennt man hart und solche mit
wenigen weich.
Einen ungefahren Anhaltspunkt fur die Bezeichnung der Hartes
stufcn gibt folgende Einteilung:
Gcsamthartegrad
(deutschc Grade)
des Wassers
0-
4
4- 8
8-12
12-18
18-30
uber 30
Bcnennung
sehr weich
weich
mittclhart
zicmlich hart
hart
sehr hart
560
Hartwig Klut
Sowohl sehr weiche als auch sehr harte Wasser wirken, wie die
praktischen Erfahrungen a n zahlreichen Orten lehren, nicht gesund:
heitsschadlich (G a r t n e r). Nach D o r n e d d e n liefern 14.6% der
deutschen Gemeindcn ein weiches und 11.3% ein hartes Wasser.
K r o p f e r z e u g u n g durch den Genufi harten (salzreichen)
Wassers ist nicht zutreffend, vgl. u. a. v. G o n z e n b a c h , 0 p p e n :
h e i m e r u. W a g n e r :J a u r c g g in G a s u. Wasserfach 1925, H. 43;
1927, H. 45, 1928, H. 34. Abgesehen vielleicht von harten (besonders
chloridreichen) Wassern, die fur empfindliche Haut leicht Reizungen
beim Badcn und Waschen erzeugen (B ii r g e r), liegen also hygienischc
Bedenken nicht vor. Eine groi3e Rolle spielt hierbei auch die Ge:
w6hnung. Weiche (mineralstoffarme) Wasser schmecken meist fade
und matt, harte, zumal wenn die Harte vorwiegend durch Kalziums
bikarbonat bedingt wird, angenehm. Nach R u b n e r s , L o e w s und
K 1 i m m e r s Ansichtcn ist ein hoher Kalkgehalt des Trinkwassers
ernahrungsphysiologisch von gewissem Nutzen und Wert fur Mcnsch
und Tier, vgl. a. ,,Wasser u. Abwasscr" 30, 'H. 5, S. 129 (1932). Andereis
seits sol1 der Hartegrad eines Trinkwassers aber auch nicht so hoch
sein, da13 sein Geschmack hierdurch nachteilig beeinfluat wird. Im all:
gemeinen sehmeckt schon ein Wasser salzig bei einem Gehalt von
mehr als 500 mg CaC12, 300 mg Ca(NOa)n, 500 mg CaS04, 230 mg
MgSO4 und 168 mg MgCL im Liter. Schlechte Zahne auf den stiin:
digen Gebrauch weichen (mineralstoffarmen) Wassers zuruckzu:
fuhren, gilt jetzt allgemein als nicht zutreffend, vielmehr nimmt man
an, da13 durch den dauernden GenuD wcichen Brotes die Ziihne
leiden (v. G o n z e n b a c h). Im Hausgebrauch, wie z. B. zum Kochen,
Waschen und Badcn, sowie fur die meisten gewerblichen Zwecke,
namentlich zum Kesselspeisen, ist jedoch weiches Wasser dem harten
entschieden vorzuziehen. (Vgl. auch Abschnitt ,,Karbonate".) Weiche
und besonders karbonatarme Wasser haben allerdings Metalle (besonders Blei) und Mortel (Beton) angrcifcnde Eigenschaften. Uber
die Beurteilung des Wassers vom Standpunkt seiner gewerblichen
und industriellen Verwendung vg1. meine naheren Angaben in Gas:
u. Wasserfach 67, H . 2, 3 u, 6 (1924).
I n d i k an,
Das Vorkommen. sclbst in Spuren, von Indikan (indoxylschwefel:
saures Kalium) ist ein Hinweis fur cine Verunreinigung des Wassers
durch menschliche oder tierische Ausscheidungsstoffe (Ham). Vgl.
u. a. R. H o b e r , Lchrbuch der Physiologie des Menschen, 6. Auflage,
Berlin 1931.
J o d.
Jod findet man in Trinkwassern nur in Mcngen untcr 0.01 bis
20 y (1 y = ;/IOOO mg) und nur seltcn mehr. Diese auaerst geringcn
Jodmengen sind praktisch bedeutungslos, auch besonders in gesund:
heitlichcr 'Hinsicht, da die Jodmengcn, die der Mensch durch die Nah:
rung aufnimmt, gewohnlich erheblich grolser sind. Uber das Vor:
kommcn, den Kreislauf und dcn Stoffwechsel des Jods sei auf das
ausgezeichncte Werk von T h. v o n F e 11 e n b e r g , Munchen 1926,
Bewertung der im Trink. und Brauchwasser vorkommenden Stoffe
561
hingewiesen. Vgl. ferner auch F. H. L o r e n t z im Zentralblatt fur
die gesamte Hygiene 1925, Bd. 10, H. 11. Die Entstehung des Kropfes
diirfte also wohl nicht auf etwaigen J d m a n g e l im Trinkwasser zus
riickzufuhren sein. Man nimmt jetzt allgemein an, daR der Kropf
Beziehungen zum Baktericngehalt des Trinkwassers habe. Vgl. U. a.
v o n G o n z c n b a c h und W a g n e r s J a u r e g g in Gassu.Wasser9
fach 1925, 68. Jahrg., H. 43; 1928, 71. Jahrg., H. 34, sowie L. S c h e f 5
f e r , Biochem. Ztschr. 1931, Bd. 247, S. 418.
Wasser mit einem Gehalt von mehr als 1 mgfl Jod rechnet man
zu den Mineralwassern.
Kalium.
Kaliumverbindungen finden sich in reinen Wassern hijchstens
bis zu wenigen mg/l. GroRere Kaliummengen - etwa uber 10 mg/l K
- deuten auf eine Verunreinigung durch menschliche, tierische oder
gewcrbliche Abfallstoffe hin (G r u n h u t , T h u m m), abgesehen von
den wenigen Fallen, wo es sich um Auslaugungen von Kunstdiinger
handelt.
K a r b o n a t e.
Karbonate (gebundcne Kohlensaure) enthalten fast alle in der
Natur vorkommenden Wasser, und zwar zum groRten Teil in Form
von Kalziumbikarbonat. Selbst in grofierer Menge - uber 200 mg/l
- ist dicses Kalksalz gesundheitlich ohne Nachteil, abgesehen von
etwaiger Hautschadigung beim Waschen. Nach R u b n e r , L o e w u.
K l i m m e r ist sogar ein hoher Kalkgehalt von Nutzen fur Mensch
und Tier. Kalziumbikarbonat verleiht dem Wasser einen angenehmen
Geschmack. Fur Wasserleitungsrohre ist ein hoherer Kalziumbikarbo9
natgehalt vorteilhaft wegen der allmahlichen Bildung von festhaftens
den Schutzschichtcn (Kalksinterbildung) an der Innenwand der Rohrs
leitungen. Fur die Aufspeicherung und Fortleitung von Wasser in
Bauwerken aus Beton oder Zement mit anderen Zuschlagen ist ebena
falls ein hoherer Kalziumkarbonatgehalt im Wasser erwunscht. Da:
gegcn ist er fur Warmwasserleitungcn wegen der allmahlichen Vera
sinterung der Rohre nachteilig. Fur den Hausgebrauch, wie Kochen
und Waschen, sowie fur die meisten gewerblichen Zwecke ist dagegen
ein kalkarmes Wasser vorzuziehen.
M a g n e s i u m k a r b o n a t e kommen in naturlichen Wassern
ebenfalls haufig vor, aber meist in weit geringerer Menge als das
Kalksalz; sie sind toxikologisch ebenfalls ohne Bedeutung. Ein hoher
Magnesiumgehalt verlciht einem Wasser einen bittersalzigen Ges
schmack ( T r e n d e 1 e n b u r g).
N a t r i u m b i k a r b o n a t findet man oft in Wassern d e r Nords
und Ostseekuste sowie im Rheinland und in Sachsen. Mengen uber
500 mg/l NaHCOJ verleihen dem Wasser meist einen alkalischen,
laugigen Geschmack. Hohere Natronmengen konnen schon durch
BegieRen auf grune, wenig widerstandsfahige Pflanzen schadlich
wirken.
Wasser mit einem Gehalt von mehr als 340 mg/1 Na'HCOs werden
vielfach schon als Mineralwasser angesehen.
Archiv und Eerichte 10.32
37
562
Hartwig Klut
K i e s e l s a u r e.
Kieselsaure findet man fast in allen natiirlichen Wassern, und
zwar meist in Mengen unter 20 mg/l SiO2, mitunter auch noch erheb:
lich mehr. Ein hoher Kieselsauregehalt des Wassers sol1 bei Menschen
mit empfindlicher Haut beim Waschen schon Reizungen veranlassen
konnen (S p i t t a).
Reini Kcsselbetrieb ist ein hoher Kieselsauregehalt besonders
schadlich.
Von mancheii Balneologen wird ein Wasser mit einem Kicsels
sauregehalt von mchr als 50 mg/l H&08 bereits als ,,Kieselbrunnen"
bezeichnet.
K o h 1e n s a u r e .
Frcic Kohlensaure findet sich in allen natiirlichen Wassern bis
zu 50 mg/l C02 und vereinzelt auch noch mehr. Geschmacklich
machen sich diese Kohlensauremengen im allgemeinen noch nicht
bcmerkbar. Gesundhcitlich ganz belanglos ist der Kohlensauregehalt
eincs Wassers aber insofern, fur Wasserleitungen von groBer prak:
tischcr Bedeutung, als er oft baustoffzerstorende Eigenschaften hat.
Ubcr die ,,aggressive" und ,,rostschutzverhindernde" Kohlensaurc im
Wasscr vergleiche die nahcren Angaben bci T i 1 I m a n s und K 1 u t.
Wasser mit einem Gehalt iiber 250 mg COZ im kg werden schon
zu den Mineralwassern gcrcchnet.
L u f t s a u e r s t o f f.
Grundwasscr, besonders in grofier Tiefe, ist meist luftsauerstoffs
frei, wahrend Leitungswasser durch die A r t seiner Aufbereitung und
Forderung haufig mit Luft bis zur Sattigungsgrcnze angereichert wird.
Hygienisch an sich ganz belanglos, stort aber ein hoher Luftsaucrstoffs
gehalt im Wasser nicht selten, zumal bei weichen und karbonatarmen
Wassern durch Angriffc der Rohrleitungen. Kesselspeisewasser, eben:
so Warmwasscr, sollcn moglichst luftsauerstofffrei sein, vgl. die
naheren Angaben bei H a a s e , K l u t , S p l i t t g e r b e r und
T i 11 m a n s .
Kupfer.
Kupfer findet mail zuweilen in Wassern, die langere Zeit, z. B.
iiber Nacht, in Kupferleitungen, besonders in neuen, gestanden haben.
abcr auch in alteren Leitungen, die zeitweise leerlaufen. Die hierbei
vom Wasser aufgenommenen Kupfermcngen sind aber mcist sehr
gering, gewohnlich nur bis zu 5 mg/l Cu; vgl. L. W . H a a s e ,
Metallwirtschaft 1930, Bd. 9, H. 24 bis 26. Unmittelbare Gesundheits:
schadigungen vermogen diese Kupfermengen, vom unangenehmen
bitteren Geschmack dcs Wassers abgesehen, nach G o t s c h 1 i c h
und S p i t t a nicht zu erzcugen. Nach K. B. L e h m a n n , Med. U i n .
1918, S. 447, sind sogar Mengen unter 10 mg/l Cu im Wasser
gesundheitlich belanglos. Ein hoherer Kupfergehalt des Wassers
macht sich schon aunerlich durch einen griinblauen Ansatz an der
Wasserabflufistellc, Zapfhahnen, sowie in Wasscrbecken und auch
durch Griinfarbung des Seifenschaums oft leicht bemerkbar. H a t ein
Wasser kupferaufltisende Eigenschaften, so empfiehlt es sich stets,
Bewertung der im Trinks und Brauchwasser vorkommenden Stoffe
563
das in Kupferrohr langere Zeit gestandene Wasser vor seiner Verr
wendung ablaufen zu lassen. Erfahrungsgemafi nimmt Wasser beim
Durchflienen von Kupferleitungen nur praktisch belanglose CU.
Mengen auf.
Magncsiumverbindungen
vgl. unter Chloride, Harte und Karbonate.
Mangan.
Mangan ist ein sehr haufiger Begleiter des Eisens. In eisen.
haltigen Wassern - mitunter auch in praktisch eisenfreien Wassern
- findet man Mangan oft, jedoch meistens nur in reeht geringer
Menge - 0.1 bis 0.5 mg/l Mn - und nur vereinzelt uber 1 mg/l
(Breslau). Etwa 0.5 mg/l Mn machen sich meist schon gesehmacklich
bemerkbar. Selbst ein hoher Mangangehalt im Wasser (mehrere
mg/l Mn) sind gesundheitlich unbedenklich (F 1 u g g e , S p i t t a).
Nach v. T a p p e i n e r steht das Mangan 'dem Eisen chemisch und
pharmakologisch sehr nahe. Vgl. auch B o k o r n y in der Chem.sZtg.
1914, Bd. 38, Nr. 153 bis 154. Zur Trinkwasseraufbereitung wird e s
verschiedentlich benutzt, z. B. in Delmenhorst in Form von Kaliumg
permanganat. Im Haushalt (Dunkelfarbung der Wasche) sowie fur
viele gewerbliche Zwecke, ferner auch fur Wasserversorgungsanlagen
stort Mangan noch in einem weit hoheren Grade als Eisen. Fur die
genannten Zwecke sollte ein Wasser moglichst unter 0.05 mg/l Mn
enthalten.
Als kennzeichnender Bestandteil von Mineralwasser gilt bisher
Mangan noch nicht.
M i k r o s k o p i s c h s b i o 1o g i s c h e r B e f u n d .
Trinks untl Brauchwasser sollen moglichst frei von ungelosten
Stoffen sein. Die Menge der absiebbaren Stoffe hangt von der Herr
kunft des Wassers, seiner Aufbereitung sowie der Bauart der be.
treffenden Wasserversorgungsanlage ab. Bei der biologischen Re5
urteilung eines Wassers ist eu beachten, inwieweit die ermittelten
Lebewesen als Anzeichen einer Verunreinigung zu gelten haben
(Saprobiensystem). Beispiele hierfur sind Zuckmucken, Wasserasseln,
der blinde Hohlenkrebs der Brunnendrahtwurm und gelegentlich
auch sonstige Wurmer. In offenen Wassergcwinnungsanlagen siedeln
sich gern auch Grunalgen und Wasserpilze der verschiedensten A r t an.
AuDerdcm konnen auch noch unbelebte Stoffe im Wasser zugegen
sein, mincralische und organisehe, also Restandteile wie z. B. Sand.
kornchen, Eisenhydroxyd, Manganverbindungen, Tonteilchen, Kohles
stuckchen, Starke, Detritus, pflanzliche Fasern aller Art, Chitinreste
(z. B. von Insekten), Vogelfederstrahlen, Muskelfasern usw., die unter
Umstanden fur die Beurteilung eines Wassers bedcutungsvoll sind.
Nahere Angaben finden sich daruber bei B e g e r , H a g e r z
T o b l e r , K e m p e r , K o l k w i t z und W i l h e l m i .
Natriumverbindungen
vgl. unter ,,Chloride und Karbonate".
3l*
564
Hartwig K l u t
Nickel.
In Wassern, die mit Nickcl langere Zeit in Beruhrung waren,
werden je nach ihrer chemischen Beschaffenheit Spuren bis zu
einigen mg/l (Ni) aufgenommen. Irgendwelche Gesundheitsschadis
gungcn durch den Genufi nickelhaltigen Wassers sind nicht bekanntr
geworden und auch nach L e v i n und v. T a p p e i n e r nicht zu
befurchten.
N i t r a te.
Nitrate (salpetersaure Salze) findet man in reinen Trinkwassern
fast stets in einer Mcnge bis zu 10 mg/l NzOs, zuweilen auch bis zu
30 mg/l und vereinzelt noch etwas mehr. Ein wesentlich hoherer
Nitratgehalt spricht fur eine Wasserverunreinigung; meist handelt es
sich hicr um eine alte Bodenverunrcinigung durch stickstoffhaltige.
organische Abfallstoffe, abgesehen naturlich von den verhaltnismat3ig
wenigen Fallen, wo der Nitratgehalt von der Anwendung kunstlicher
Dungemittel herstammt.
Wasser mit hohem Nitratgehalt haben metallangreifende Eigens
schaften, besonders fur Blei, und sind namentlich fur Dampfkessel
schadlich. Auch fur das Garungsgewerbe sowie fur Zuckerfabriken
sind solche Wasser nur wenig geeignet.
Nitratreiche, verunreinigte Wasser haben haufig auch einen
hohen Kaliumgehalt bis zu 100 mg/l K und mehr.
A n sich sind Nitrate im Wasser nach T r e n d e 1 e n b u r g als
unbedenklich zu bezcichnen.
Nitrite.
Nitrite (salpetrigsaurc Salzc) kommen in hygienisch einwands
freien Wassern nur in Ausnahmcfallen vor, und zwar meist dann nur
in Mengen von 0.01 bis 1.0 mg/l N ~ 0 3 . Moors und Regenwasser,
ebenso Leitungswasscr, die in zinkhaltigcn Rohren gestanden haben
(verzinkte Eisenrohrc) enthalten oft geringe Nitritmengen, dess
gleichen auch Wasser aus frisch zementierten Kessclbrunnen, solange
diese cinc freie Kalkalkalitat (Phenolphthaleinalkalitat) haben. Wasser.
die in geschlossenen Anlagen enteiseht werden, weiscn glcickfalls
mitunter geringe Nitritmengen auf (entstanden durch unzureichende
Oxydation der im Wasser enthaltenen Ammoniakverbindungen).
Dicsc Nitritmengen im Wasser haben, soweit sie nach T r e n d e 1 e n 5
b u r g ein paar mg/l NZOs nicht ubersteigen, an sich keine gesundr
hcitlichc Bedeutung, storen aber im 'Haushalt beim Kochen von
Fleisch, besonders von Rindfleisch, durch seine Rotung und fur
manchc gewerbliche Zwccke, z. R. in dcr Tcxtilindustrie.
Ubcr Nitrifikationsvorgange (Bildung von Nitriten und Nitraten
im Wasser) in Schncllfiltern vergleiche dic naheren Angaben bei
T. F o 1 p m e r s im Jahrbuch ,,Vom Wasser", Rd. 5, Berlin 1961.
In verunreinigtcn Wassern findet man haufig Nitritmcngen in
groRerer Menge.
0 r g a n i s c h e S t o f f e.
Organische Stoff e (Muminstoffe) findct man in geringer Menge
in fast allen naturlichcn Wassern. Bei hohem Gehalt farben sie das
Bewertung der im Trinks und Brauchwasser vorkommenden Stoffe
565
Wasser gelblich bis gelbbraun (Moorwasser). In der Regel bestimmt
man den Gehalt eines Wassers an organischen Stoffen durch den
Kaliumpermanganatverbrauch. Die meisten reineren Wasser haben
einen KMnOlsVerbrauch unter 12 mg/l oder = 3 mg/1 Sauerstoff.
Wesentlich starkere Uberschreitungen dieser alten ,,Grenzzah€"
deuten haufig auf den Zutritt von Verunreinigungen durch menschs
liche, tierische oder gewerbliche Abfallstoffe hin. Dies gilt aber nicht
ohne weiteres fur Moorwasser und auch nicht fur solche Wasser, die
in Holzrohren Bestanden haben, oder aus einem Kesselbrunnen mit
Holzwandungen stammen. A n sich sind diese Huminstoffe nicht
BesundheitsschadIich (G a r t n e r , S p i t t a); sie beeintrachtigen
aber durch ihre Farbung des Wassers und durch den oft faden.
moorigen und torfigen Geschmack seinen GenuR. Auch im H a u s
gebrauch, namentIich beim Waschen (Gelbfarben der Wasche), so.
wie fur vicle gewerbliche Zwecke ist ein hoher Gehalt an o r g u
nischen Stoffen im Wasser storend.
Phosphate.
In reinen Wassern kommen Phosphate nicht oder hochstens in
S uren, so z. B. in Moorwassern vor. GroDere Mengen - etwa
- ~deuten auf Verunreinigungen des Wassers
"Eer 1 mg/l P ~ O
durch menschliche oder tierische Abgange hin. Ein hoher Phosphat.
gehalt ist fast immer ein Kennzeichen eines hygienisch verdlchtigen
Wassers ( G r u n h u t , T h u m m ) .
Proteinverbindungen
vgl. unter ,,Ammoniak".
R a d i o a k t i v e Stoffe.
Fast alle Grunds und Quellwasser sind etwas radioaktiv. Praks
tische Bedeutung haben jedoch diese gewohnlich im Trinkwasser
vorkommenden geringen Mcngen von radioaktiven Stoffen - in der
Regel Radium5 mitunter auch Thoriumemanation
nach unseren
heutigen Kenntnissen im allgemeinen nicht. Erst Wiisser mit einem
Gehalt von etwa 80 MachesEinheiten Radiumemanation im Liter aufr
warts gelten als radioaktive Heilwasser fur Trinks und Badec
zwecke. Es sei hier besonders auf die neuesten Veroffentlichungen
von K. A s c h o f f (Bad Kreuznach) hingewiesen.
-
S c h w e f e I w a s s e r s t o f f.
Schwcfelwasserstoff (Sulfide) findet man in eisens und mangans
haltigen Grundwassern haufig und zuweilen auch in Moorwiissern
bis zu 1 mg/l Has, selten mehr. Er ist meist entstanden durch Redukr
tion der im Wasser vorhandenen Sulfate, und somit nicht durch
nachteilige aul3ere Beeinflussung bedingt. Er ist an sich hygienisch
ohne Bedeutqng. Durch Beluften des Wassers wird der Schwefels
wasserstoff leicht zerstort. Mitunter kann Schwefelwasserstoff in
einem Wasser aber auch von Verunreinigung durch menschliche oder
tierische Abfallstoffe (Faulnisvorgange) im Boden herriihren. In
566
Hartwig Klut
diescm Falle ist das Grundwasser selbstverstandlich gesundheitlich
zu beanstanden.
Wasser, die freien oder gebundenen Schwefelwasserstoff (Sulfide)
oder gegebenenfalls danebcn Thiosulfate in einer Menge von ins5
gcsamt mindestens 1 mg/l durch Jod meisbaren Schwefels cnthalten,
rechnen nach den Vcreinbarungen schon zu den Mineralwassern
(Schwefelquellen).
S u 1 f a t e.
Die meisten naturlichen Wasscr weisen einen Sulfatgchalt bis
zu 60 mg/l SO3 auf. Ein hoherer Sulfatgehalt eines Wassers ist in
dcr Rcgcl darauf zuruckzufuhren, dais das Grundwasser beim Durchs
gang durch gewissc Bodenschichten (Salzlager verschiedenster Art)
sich mit Sulfaten anreichcrt. Solche Sulfatwasser sind, solange sie
sich geschmacklich noch nicht bemerkbar machen, hygienisch an
sich unbedenklich ( V o g el). In der Mehrzahl der Falle sind die
Sulfate im Wasscr in Form von Gips vorhandcn. Im allgemeinen
schmeckt schon ein Wasser salzig bci einem Gehalt von mehr als
250 mg MgSO4, 400 mg NaaSOa und 500 mg CaSO4 im Liter. Wasser
mit hohcr Sulfatharte sind fur Kcsselspcisczwecke nicht geeignet.
Fur Betonbautcn konnen schon Sulfatmengen von mehr als 300 mg/l
SO3 zerstorend wirken - Bildung dcs sogenannten ,,Zementbazillus".
Freie Schwefelsaure findct man zuwcilen in Moors und Grubens
wassern. Solche sauren Wasser haben in hohem Grade Metalle und
Mortel (Beton) zerstorendc Eigenschaften.
Wasscr mit einem Gehalt von mehr als 1.4O/00 Kalziumsulfat
rechnet man nach v. T a p p e i n c r zu den Mineralwassern (GipsG
wassern).
Sulfide
vgl. untcr ,.Schwefclwasserstoff'.
Ungeloste Stoffe
vgl. untcr ,,Mikroskopischsbiologischer Befund".
Zink.
Zink findet man gewohnlich in Wassern, die in verzinktcn Eisen:
oder Reinzinkrohren langere Zeit gestandcn haben. Zink ist ein sehr
unedles Metall, es wird also verhaltnismanig leicht vom Wasser an5
gegriffen. Die hierbei aufgenommenen Zinkmengen hangen von der
chemischen Beschaffenheit dcs Wassers ab. Meist betragt der Zinks
gehalt unter 10 mg/l Zn, aber auch Mengen bis zu 30 mg/l und ges
legentlich auch noch mehr sind beobachtet worden. Wasser mit
hohcm Zinkgehalt farben beim Kochen die Bohnen grun.
(I?. S c h w a r z und A. K i n c k , Ztschr. f. Untcrs. d. Nahrungss U.
Gcnuflmittel 1907, Rd. 14, S. 482; 1914, Bd. 28, S. 99.) Nach 1., L e w i n
sind erst Mengen ubcr 8 mg/l Z n bei langerer Zufuhr schadlich.
Treten hygienischc Milktande cin, so sind sie durch eine Ges
schmacksverschlechterung des zinkhaltigen Trinkwassers, nicht aber
durch unmittclbare Gesundheitsschadigung nach G o t s c h 1 i c h und
Bewertung dcr im Trink: und Brauchwasser vorkommenden Stoffe
567
S p i t t a bedingt. ZweckmaBig ist es immer, zum menschlichen Gel
nuB nur solches Wasser zu verwenden, das nicht Iangere Zeit, z.B.
uber Nacht, in dem zinkhaltigen Material gestanden hat. Von
flieBendem Wasser werden nur belanglose Zinkmengen aufgenommcn.
- Uber die teilweise Reduktion nitrathaltiger Wasser zu Nitrit
beim Stehen in zinkhaltigem Material vg1. die naheren Angaben in
meinem Buchc ,,Untersuchung des Wassers an O rt und Stelle".
Zinn.
Zinn hat man ganz vereinzelt und nur in sehr geringen Mengen
- bis zu 2 mg/l Sn - in Wassern gefunden, die langere Zeit in Zinn:
rohren gestanden haben. Zinn ist ein ziemlich edles Metall, es ist
selbst aggressiven Wassern gegenuber sehr widerstandsfahig und nur
wenig giftig (K o b e r t). Irgendwelche Gesundheitsschadigungen
durch den Genun zinnhaltigen Trinkwassers sind bislang nicht be5
kanntgeworden und auch kaum zu befiirchtcn ( G o t s c h 1 i c h ,
S p i t t a).
*
Benutztes Schrifttum.
A b e I , R. Neuzeitliche Wasserversorgung und Hygiene. Das Gas$ u.
Wasserfach 74, H. 37 (1931); 75, H. 39 (1932).
A s c h o f f , K. 'Die Radioaktivitat der Deutschen Heilquellen und ihr
Anteil an deren therapeutischer Wirkung. Munchen 1925.
A s c h o f f , K. Uber Herkunft und Einteilung von Solquellen und den
Wert ihrer sogen. Nebenbestandteile. Ztschr. wiss. Biiderkunde. €I. 5 (1930).
A s c h o f f , K. Was versteht man unter einem ,,Radiumbad"? Ztschr.
f. Kurortwissenschaft 2, H. 5 (1932).
B a c h , H. Fortschritte auf dem Gebietc der chemischen Wasserunters
suchung in den Jahren 1924 bis 1928. Jahrbuch ,,Vom Wasser" 3, Berlin 1929.
B a d e r b u c h , Deutsches. Leipzig 1907.
B e g e r , H. Uber den Grenzwert fur die Zulassigkeit kleinster BleiS
mengen im Trinks und Brauchwasser. KI. Mittcil. d. PreuB. Landesanstalt f.
Wassers, Bodens u. Lufthygiene 2, Nr. 8 bis 10 (1926). ,,Buntes Hcft".
B e g e r , H. u. E. Biologie der Trinkz und Brauchwasseranlage, Jena 1928.
B e g e r , H. Die Arbeitsmethoden der Trinkwasserbiologic a. d. Hands
buch d. biol. Arbeitsmethoden von E. A b d e r h a 1 d e n . Abt. 4, Teil 15.
Berlin u. Wien 1931.
B e h r , J. Abschnitt ,.Geologic". In Grundzuge der Trinkwasserhygiene.
Herausgegeben v. d. PreuB. Landesanstalt f. Wasserr. Bodens u. Lufthygiene.
Berlin 1926.
B e n i n d e , M. Unser Trinkwasser, KI. Mitteil. d. PreuB. Landesanstalt
f. Wasserc, Bodcnr u. Lufthygiene 4, Nr. 12 (1928).
B i e s k e , E. Rohrbrunnen. Munchen u. Berlin 1929.
B i e s k e , E. Kleinenteisener fur Einzclwasserversorgungen. Das Gas9 u.
Wasserfach 72, H. 18 (1929).
B r u n s . H. Was berechtigt uns, bei Ausbruch einer T y husepidemie
einen ursachlichen Zusammenhang zwischen Trinkwasser und Epidemic an:
zunehmen? Jnhrbuch ,,Vom Wasser" 3, Berlin 1929.
B u n t e , H. Das Wasser. Braunschweig 1918.
568
Hartwig Klut
I3 ii r g e r , B. Abschnitte ,,Bakteriologie" und ,,Hygiene" in ,,Grundzuge
der Trinkwasserhygiene". Herausgegeben v. d. PreuO. Landesanstalt f. Wassen,
Boden: u. Lufthygiene. Berlin 1926.
B ii r g e r , B. ,,Die Aufgaben der Wasserhygiene und die praktische
Durchfiihrung der gesundheitlichen Uberwachung der Wasserversorgungsc
anlagen". Veroffentlichung a. d. Gebiete der Medizinalverwaltung 30, H. 9 (1930).
B ii r g e r , B. Reichs:Leitsatze der Trinkwasserhygiene bzw. Hygienische
Leitsatze fur die Trinkwasserversorgung. Ebenda, 38, H. 1. Berlin 1932.
D o r n e d d e n , H. Die Wasserversorgung der deutschen -Gemeinden mit
15000 und mehr Einwohnern im Jahre 1928. Ztrbl. ges. Hygiene 25, 1 (1931).
D r c n k h a h n , R. Kreislauf des Wnssers und Gewasserkunde. Sammr
lung Goschen 1927.
F i s c h e r , F. Das Wasser. Leipzig 1914.
F l i i g g e , C., u. B. H e y m a n n. GrundriB der Hygiene. 10. Aufl.
Berlin 1927.
F 1 u r y , F.. u. H. Z a n g g e r , Lehrbuch der Toxikologie. Berlin 1928.
G a r t n e r , Aug. Die Hygienc dcs Wassers. Braunschweig 1915.
G i 1 d e m e i s t e r , E., u. H. W a t a n a b e. Untersuchung uber das Vors
kommen von Bakteriophagen in Oberflachenwasser. Ztrbl. Bakter., Paras
sitenk. I122 (1931).
G o t s c h 1 i c h , E. Handbuch der hygienischen Untersuchungsmethoden 1.
Jena 1926.
G o t z e , E., u. W. K r u s e. Wasserversorgung u. hygienische Unter=
suchung und Beurteilung des Trinkwassers, in Weyls Handbuch der Hygiene,
2. Aufl., 1, 1. Abtlg. Leipzig 1919.
G r o f 3 , E. Handbuch der Wasserversorgung, 2. Aufl. Munchen und
Berlin 1930.
G r u n , R. Chemische Widerstandafahigkeit von Beton, 2. Aufl.
Berlin 1928.
G r u n h u t , L. Trinkwasser und Tafelwasser. Leipzig 1920.
H a a s e , L. W. Theoretisches und Praktisches vom warmen Wasser.
Gesundheitsing. 1932, H. 12.
H a g e r 5 T o b 1 c r. Das Mikroskop, 14. Aufl. Berlin 1932.
H e i 1 m a n n , A. Wasserversorgung. Wittenberg (Pr. Sa.) 1927.
€ I e i m , L. Lehrbueh der Bakteriologie, 6. u. 7. Aufl. Stuttgart 1922.
H e y , K. Cber die Notwcndigkcit von Koliuntersuchungen neben der
Gesarntkeimzahlbestimmung im Trinkwasscr. Gas$ u. Wasserfach 75, Nr. 10
(1932).
H i 1 g e r m a n n. R. Grundsatzc fur Wnsservcrsorgungsanlagcn. Jcna 1918.
H i n t z , E., u. L. G r ii n h u t. Die Mineralwasser, Moore u. Minerals
schlammc irn .,Handbuch der 13aliieologic. Ned. Klimatologie u. Balneographie"
v. D i e t r i c h u. K a m i n c r , Bd. 1, Kap. 2. Leipzig 1919.
H i r s c h i S i e d 1 e r. Die Fabrikation dcr kunstlichen Mincralwasser.
2. Aufl. Braunschweig 1897.
H o f m a n n K. A. Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 7. Aufl. Brauns
schweig 1931.
H u n 1: i k e r , Das Wasser als Trager von Krankheitskeimen. Mon. Bull.
Schweiz. Verein v. Gas5 u. Wasserfachm. 2, Nr. 10 (1931).
K e 1 e n , N. Talsperren, Sammlung Giischen 1931.
I; e m p e r , H. Freilebende Wurmer in einer Wasserversorgungsanlage. K1.
Mittcil. d. Preun. Landesanstalt f. Wasser:, Boden: u. Lufthygiene 7, H. 9
bis 11 (1931).
.
Bewertung der im Trinks und Brauchwasser vorkommenden Stoffe
569
Kesselbetriebsvereinigung der GroBkesselbesitzer, 2. Aufl. Berlin 1931.
K i o n k a , H. Untersuchung und Wertbestimmung von Mineralwassern
und Mineralquellen a. d. Handbuch d. biolog. Arbeitsmethoden v. E. A b d e r
h a1 d e n , Abt. 4, Teil, H. 8. Berlin u. Wien 1928.
K I i m m e r , M. Veteriniirhygiene. Bd. 1 ,,Gesundheitspflege". Berlin 1925.
K 1 u t , H. Trinkr u. Brauchwasser. Berlin u. Wien 1924.
K 1u t , Wasserversorgung a. d. Handbucherei f. Staatsmedizin. Bd. 9.
,,Ortshygiene". Berlin 1928.
K 1 u t , H. Untersuchung des Wassers an Ort u. Stelle, 6. Aufl. Berlin 1931.
K 1 u t , H. ,.Wasser" i. d. Hiitte d. Ingenieurs. Taschenbuch Bd. 1, 26. Aufl.
Berlin 1931.
K 1 u t , H. Die Bedeutung der Chemie in der Wasserfrage. KI. Mitteil.
d. PreuB. Landesanstalt f. Wasser:, Boden. u. Lufthygiene 3, Nr. 9 bis 12 (1927).
K o b e r t , R. Kompendium der prakt. Toxikologie, 5. Aufl. Stuttgart 1912.
K o 1k w i t z , R. Pflanzenphysiologie, 2. Aufl. Jena 1922.
K o 1 k w i t z , K. Abschnitt ,,Biologic" in ,,Grundziige d. Trinkwasser.
hygiene". Herausgegeben v. d. PreuB. Landesanstalt f. Wasserr, Boden: u.
Lufthygiene. Berlin 1926.
K o l k w i t z , R. Z u r Biologie der Wasserwerke. K1. Mitt. d. PreuB.
Landesanstalt f. Wasserr, Bodens u. Lufthygiene 7, Nr. 1 bis 4, S. 25 (1931).
L e h m a n n , H., u. H. J. J u s a t z. Untersuchung iiber die Prage. o b sich
menschliche Kolibakterien von tierischen durch Prazipitation unterscheiden
lassen. Ztrbl. Bakter., Parasitenk. I bezw. I1 Abt. 124, 41 (1932).
L e w i n , L. Gifte und Vergiftungen, 4. Aufl. Berlin 1929.
L o e w , 0. Der Kalkbedarf von Mensch und Tier, 4. Aufl. Munchen 1927.
L o e w , 0. Die physiologische Funktion des Kalziums. Berlin 1932.
M a a I3 , E. Korrosion und Kostschutz. Berlin 1925. BeuthrHeft 6.
M a s s a t s c h , C. ,,Wasser" A. d. Enzyklopadie der techn. Chemic von
F. U l l m a n n , 2. Aufl., Bd. 10. Berlin u. Wien 1932.
0 h I m u 1 1 e r S p i t t a 0 1 s z e w s k i. Untersuchung und Beurteilung
des Wassers und Abwassers. 5. Aufl. Berlin 1931.
0 1 s z e w s k i , W. Chcmische Technologie des Wassers. Sammlung
GGschen 1925.
P e n g e 1 B i e s k c. Der praktische Brunnenbauer, 4. Aufl. Berlin 1932.
P r i n z , E. Mandbuch der Hydrologie, 2. Aufl. Berlin 1923.
R e i c h c n b a c h , H. Hygienisches Taschenbuch von E. v. IJ s m a r c h ,
5. Aufl. Berlin 1930.
R e i c h 1 e , C . Abschnitt ,,Hydrologic" a. Grundziige d. Trinkwasseri
hygiene. Herausgegeben v. d. PreuB. Landesanstalt f. Wasserr, Bodens u. Luft:
hygiene. Berlin 1926.
R u b n e r , M. Lehrbuch der Hygiene, 8. Aufl. Leipzig u. Wien 1907.
S a l i n g , Th. Anforderungen an das Trankwasser in Gestiiten. Kl.
Mitteil. d. PreuB. Landesanstalt f. Wassers. Boden; u. Lufthygiene 2, Nr. 6
bis 9 (1925). u. Ztschr. Desinfektionss, Gesundheitswesen, H. 8 (1926).
.
.
S c h I o B m a n n , K. Uber das Vorkommen von Bakteriophagen im
Wasser. Ztschr. f. Hygiene 114, Nr. 1 (1932).
S c h m i d t , E. Ausfiihrl. 'Lehrbuch d.- Pharm. Chemie, Bd. 1. Anorg.
Chemie, 6. Aufl. Braunschweig 1919.
S e 1 t e r , H. GrundriB der Hygiene. Dresden u. Leipzig 1920.
S m i t , J. Z u r Bewertung der Kolibefunde im Trinkwasser. Jahrb. ,,Vorn
Wasser" 2, 83. Berlin 1928.
S p i t t a , 0. GrundriB der Hygiene. Berlin 1920.
5
5
5
570
Bewertung der im Trink: und Brauchwasser vorkommenden Stoffe
S p i t t a , 0. Grenzen der hygienischen Anforderungen in der iiffentl.
Gesundheitspflege. Gesundheitsing. 55, Nr. 18 (1932).
S p i t t a , 0.. u. K. R e i c h I c. ,,Wasserversorgung" im Handbuch d.
Hygiene v. M. R u b n e r . M. v. G r u b e r u. M. F i c k e r , 2. Bd., 2. Abt.,
1. Halfte, 2. Aufl. Leipzig 1924.
S p i t t a , O., u. O h l m i i 1 1 e r ~ 0 1 s z e w s k i . Untersuchung und Be:
urteilung des Wasscrs u. d. Abwassers, 5. Aufl. 1931.
S p 1 i t t g e r b e r , A. Neuzeitliche Kesselwasseraufbereitung. Gesund:
heitsing. 50, Nr. 44 (1927).
S p l i t t g e r b e r , A., u. E. N o l t e . Untersuchung des Wassers, a. d.
Handbuch d. biolog. Arbeitsmeth. v. E. A b d e r h a 1 d e n , Abt. 4, Tcil 15.
Berlin u. Wien 1931.
S t a r k e n s t e i n , E., E. R o s t u. J. P o h 1. Toxikologie. Berlin u.
Wien 1929.
S t o o f f , H. Cber den Geschmack von Salzen und anderen Stoffen im
Trinkwasser. Mitteil. a. d. PreuO. Landesanstalt f. Wasser:, Boden: u. Luft:
hygiene, H. 25. Berlin 1919.
S t o o f f , IT. ,,Wasscr" in Chern. Technologie der Neuzeit. 2. Aufl., v.
0. D a m m e r . Stuttgart 1924
S t o o f f , 11. Normale Zusammcnsetzung gewiihnlicher Trinkz und
Brauchwasser und die Grcnzwertfrage bei Mineralwassern. Ztschr. f. Kurorts
wissenschaft 2, H. 2 (1932).
S t u in p c r , K. Spciscwasser u. Speisewasserpflegc. Berlin 1931.
S u i d a , H., u. H. S a 1 v a t e r r a. Rostschutz u. Rostschutzanstrich.
Wien u. Berlin 1931.
T a p p e i n e r , II. v. Lehrbuch der Anneimittellehre, 15. Aufl.
Leipzig 1922.
T h u m m , K. Chernische Zusammensetzuny von Harn und Kot. KI.
Mitt. d. PreuB. Landesanstalt f. Wasscrs, Bodens u. Lufthygiene 1930, 6. Jahrg.,
S. 251 und 319.
T i 11 m a n s , .I. Die chemischc Untersuchung von Wasser und Abwasser,
2. Aufl. Halle (Saale) 1932.
T i 11 m a n s , J. Untersuchung von Trinks u. Brauchwasser i. BerlRunge.
Chcrn.dechn. Untersuchungsmethoden Rd. 2, Teil 1, 8. Aufl. Berlin 1932.
T i 11 m a n s , J. Cber den hcutigen Stand der Trinkwasserentsauerung.
Jahrb. ,,Vom Wasser" 4, 13. Berlin 1930.
T i 1 1 rn a n s , J. Lcitsatze fur die Bcurteilung von Mineralwassern und
kiinstlichen Mineralwassern. Ztschr. Unters. Lebensmittel 62, H. 1 bis 2 (1931).
V a g e d e s , K. v. Uber Baktericn und ihre Beziehungen zur Wassers,
Boden: und Lufthygicne. KI. Mitteil. v. d. PreuR. Landesanstalt f. Wasserr.
Bodens u. Lufthygiene 5 bis 7 (1929 bis 1931).
V a g e d e s , K. v. Wie steht es um die KolisFrage? Gcsundheitsing.
H. 38 (1931).
V o g e 1 , J. Beitrag zur Fragc etwaiger Schadlichkeit schwefelsaurer
Salze im Trinkwasser. Ztschr. ,,Kali" 1925, Nr. 17.
W e y r a u c h , K. Wasserversorgung der Ortschaften. SammIung
Goschen, 3. Aufl. 1921.
W i 1 h e 1m i , J. Kornpendium der biologischen Beurteilung des Wassers.
Jena 1915.
W i 1 h c I m i , J. Der Wert der biologischsmikroskopischen WasserS
analyse fur die Beurteilung von Trinkwasserversorgungsanlagen. Wasser U.
Gas 13, 717 (1922/23).
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
1 033 Кб
Теги
stoffe, die, der, bewertung, trin, vorkommenden, brauchwasser, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа