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PrUfung der im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae.

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E. Prael, Prufung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae. 735
Die in den beiden vorliegenden Abhandlungen referirten Resultate meiner Untersuchungen lassen sich kurz in Folgendem zusammenfassen :
I. Neben den eigentlichen Belladonna- und HyoscyamusalkaloTden
findet sich das in Wasser 16sliche B i l i n e u r i n oder C h o l i n
C6H15N02sowohl in der Belladonna als im Hyoscyamus vor.
11. Die Menge der ersteren betragt fur Extractum BeIladonnae
ca. 1,s Proc., fur Extractum Hyoscyami ca. 0,5 Proc. ; die des letzteren
Wr Extr. Belladonnae ca. 1,0 Proc., fiir Extr. Hyoscyami ca. 0,3 Proc.
III. Die in alkalischen Lasungen des Extractum Belladonnae auftretende Fluorescenz wird durch die in allen Theilen der genannten
Pflanze sich findende Chrysatropasaure ClaH O 0 bedingt.
IT. Neben der letzteren kommt noch in geringer Menge Leukatropastiure C17H3205Tor.
V. I m aus E r u t bereiteten Belladonnaextract tritt normale Bernsteinsaure bis zu 0,6 Proc. auf.
L e i p z i g , Ende Juli 1885.
Priifung der im Handel vorkommenden Sorten
Balsamum Copaivae.
Von Edmund Prael, stud. pharm., Gottingen.
Auszug vom Verfasser aus der Bearbeitung der Preisaufgabe der HagenBuchholz - Stiftung fur 1883/84.
Die grossen Verschiedenheiten nicht nur zwischen den einzelnen Handelssorten, sondern selbst innerhalb ein und derselben
Handelssorte , ja ein und derselben Zufuhr des Copaivabalsams treten schon bei obeflichlicher Betrachtung in den physikalischen
Eigenschaften hervor und sind in der That so erheblich, dass der
Unkundige kaum geneigt sein d k f t e , zwei ihm vorgelegte , extrem
gewahlte Proben des Balsams fiir dieselbe Droge anzusehen. Schwankt
doch die Farbe des Copaivabalsams zwischen hellgelblich ohne jede
Fluorescenz und gelbbraunlich mit erheblicher Fluorescenz , das specifische Q-ewicht zwischen 0,915- 1,0, dementsprechend auch die
mehr oder minder grosse Dickfliissigkeit, von der verschiedenen
Laslichkeit und dem Verhalten zu chemischen Agentien hier ganz
zu schweigen.
Fiir die Arbeit wurden die beiden ohne Zweifel wichtigsten
und von den deutschen Drogenhiusern ausschliesslich gefiihrten
736 E. Prad, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae.
Handelssorten des Bals. Cop. Maracaibo und Para bezogen, in mehreren Proben, und zwar Maracaibo in 5 Proben aus 3 verschiedenen
Quellen (Gehe & Co.-Dresden; Schmidt & Dihlmann - Stuttgart; Rump &
Lehners-Hannover), Para in 3 Sorten Ton denselben 3 Hausern;
sonstige Handelssorten besorgten Rump & Lehners vom Hamburger
Drogenmarkt , und zwar je eine Probe Bahia, Cartagena, Maturin,
sowie Angostura, diesen letztern als rohe Naturwaare und geklkrt.
- Die Untersuchung wurde noch ausgedehnt auf den sogen. Gurjunoder Gardschan - Balsam , Balsam. Dipterocarpi , englisch ,,Wood - oil"
(,,Holziil") genannt. Dieser Balsam hat besonders in den letzten
Jahren eine erhiihte Wichtigkeit dadrxrch erlangt , dass er vielfach
als Verfalschungsmittel des Balsam. Copaiv. dienen SOU, ja sogar als
Substitut desselben , wenigstens insofern, als das aus ihm abdestillirte Oel als Copaivaiil imd seine Harzsiiure als Copaivasaure im
Handel sind. Beziiglich der Siiure durfte dieses noch eher zu rechtfertigen sein , als bezfiglich des Odes, da die Gurjunsiiure wenigstens der Metacopaivasaure sehr nahe steht, wenn nicht init ihr
identisch ist, und andererseits die im Handel unter der Bezeichnung
Copaiva - und Metacopaivasaure vorkommenden Substanzen nach Brix
einander gleich sind. Dagegen zeigt das GurjunSl, wennschon es
nach Werner a den1 Copaivaal isomer ist, doch z. B. in Geruch und
chemischem Qerhalten nicht uncrhebliche Abweichungen. Bexiiglich
dieses Balsams sei hier kurz erwiihnt, dass er in Siidasien, vorziiglich Hinterindien und Cochinchina, sowie auf Java von zahlreichen Dipterocarpus -Species in ahnlicher Weise, wie der Copaivabalsam gewonnen wird. Der Einfachheit halber wurdeii zwei von
Crehe & Co. , bez. Rump & Lehners bezogene Proben dieses ,,Ostindischen Copaivabalsams" (wie der Dipterocarpusbalsam etwas euphemistisch hlufig genannt wird) unmittdbar in Anschluss an die eigentlichen Copaivabalsame besprochen.
Die untersuehten Sorten sind demnach folgende (die Bemerkungen stammen aus dem Begleitschreiben der betr. Firma):
I. E i g e n t l i c h e C o p a i v a b a l s a m e :
1) Maracaibo I (von Gehe Q Go.)
2) M a r a c a i b o I1 (von Schmidt & Dihlmann) ,,filtrat."
1) Chem. Centralblatt XII. (1881) No. 44.
2) Referat uber Wei-ners Arbeit im Chem. Centralbl. 1862, S. 282.
E. PraB1, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae. 737
3) Maracaibo I11 (von Rump & Lehners) ,,geHlrte Waare,
direkter neuer Import, von einer Parthie, welche diinnflussig ausgefallen ist."
4) Maracaibo IV (desgl. von Rump & Lehners) ,,indirekter Import, resp. von 2. und 3. Hand an den Markt in Hamburg gestellt. Herkunft unbekannt, wir halten die Waare
fiir verdlchtig."
5 ) Maracaibo V (desgl. von Rump Q Lehners) ,,alte Parthie,
geklilrt."
6) P a r a I (von Gehe & Co.).
7) P a r a II (von Schmidt & Dihlmann) ,,filtrat."
8) P a r a 111 (von Rump & Lehners) ,,gekllirt."
9) A n g o s t u r a I (von Rump&Lehners) ,,echt r o h , so wie er
in Hamburg vorkommt."
NB. ,,Die Illhung des dinch Schleim, Schmutz und Wagser
stets noch mehr oder weniger verunreinigten rohen Balsams geschieht
in der Weise, dass man ihn in offenen Grefgssen so lange erhitzt,
bis eine erkaltete Probe blank bleibt; der Schleim und Schmutz,
sowie ein Theil des Wassers setzt sich dabei ab, ein anderer Theil
des Wassers verdunstet."
10) A n g o s t u r a TI. (von Fhmp & Lehners) ,,dieselbe Waare
geklirt. "
11) Bahia (desgl. von Rump & Lehners) ,,gekliirt."
12) C a r t a g e n a (desgl. von Rump & Lehners) ,,gekEart."
13) Maturin (desgl. von Rump & Lehners) ,,gekli."
II. 0 s t i n d i s c h e C opaivaba'lsame.
14) Bals. D i p t e r o c a r p i I (von Gehe & Co.)
15) Bals. D i p t e r o c a r p i IT (von Rump & Lehners).
Der Uebersichtlichkeit und Kiirze wegen folgen die Ergebnisse
der Untersuchung in T a b e l l e a f o r m ; Tabelle I umfasst das physikalische Verhalten, Tabelle 11 das Verhalten zu 10 verschiedenen
Lasungsmittteln und Tabelle 111 das Verhalten zu einigen chemischen Agentien. Nach einigen Bemerkungen zu den einzelnen Tabellen schliesst sich damn eine Besprechung der verschiedenen Prilfungsmethoden auf Beimengung von fetten Oelen, Gurjunbalsam, Terpenthin bez. Terpenthinijl, Sassafras61 und - last not least Colophonium , unter Anwendung auf die hier vorliegenden Proben.
Die Ermittelung der prooentischen Zusammensetzung der Bdsame
Arch. d. Pharm. XXIII. Bds. 19.Heft.
50
738 E. Prael, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae.
aus Harz und atherischem Oel und die Gewinnung dieser beiden
Bestandtheile geschah meist in der Weise, dass 50 g des betreffenden Balsams mit der 5fachen Wassermenge destillirt schliesslich
(wenn das ,,Stossen" in Folge der zunehmenden Concentration des
Balsams zu heftig wurde), im Wasserbade vollends zum constanten
Gewicht verdampft wurden. Bei einigen Proben wurde auch die
von Straws u. A. benutzte Abscheidung des atherischen Oels durclt
Schiitteln des Balsams mit Aetzlauge versucht ; besonders bei diinnfliissigen Balsamen ist diese Art der Abscheidung eine recht bequeme,
bei den dickfliissigen Sorten empfiehlt es sich, sie zuvor mit dem
gleichen Gewicht Alkohol zu mischen. Die Ermittelung der procentischen Xusammensetzung der Balsame ist auf diese Weise aber
nicht wohl rnit der nljthigen Genauigkeit maglich.
Bei den Reactionen wurden im Wesentlichen die von Hirschsohn bei einer Untersuchung von Bals. Copaiv. (iiberhaupt von
Balsamen und hauptsachlich Gummiharzen) angewandten Verhatnisse innegehalten, um so den Vortheil einer ermljglichten Vergleichung der Ergebnisse meiner Balsame mit denen Hirschsohns zu
erzielen. Leider ist die Bezeichnung der von H. untersuchten
7 Sorten theilweise eine nicht ganz klare: 2 Sorten (No. 3 und 4)
sind mit Para, bez. Maranham bezeichnet, 2 weitere (No. 1 und 2)
aber allgemein rnit Bals. Cop. ,,Brasilian." (wozu Para und Maranham doch auch gehijren); No. 7 ist ,,Bals. Cop. Antillor." (merkwiirdigerweise ,,diinnflussig und rheinweingelb gefhbt") , No. 6 ist ohne
jede nahere Bezeichnung und No. 5 endlich ist ,,angeblicher Gurjonbalsam." (H. fiigt bei: ,,ist kein Gurjonbalsam, weil er in Benzin
geliist keine Fluoresceiz zeigt, sowie beim Erhitzen im zugeschmolzenen Glasrohr nicht dick wird und die Fliicgiger'sche Reaction mit
Salpeter- und Schwefel&ure nicht giebt").
Des bequemen Vergleiches halber habe ich Hirschsohns Angaben iiber seine Untersuchungen am Schluss der Tabelle ID eingereiht. Welche Balsame
unter 1 - 7 zu verstehen sind, ist oben angegeben, mit No. 8
bezeichne ioh einen in H.'s Arbeit spater (S. 247) besprochenen
,,Gurjunb&am", der iibrigens die Fluckiger'sche Reaction gleichfalls
nicht gab, die Verdickungsprobe nur unvollkommen und dessen
,
1) Annal. d. Chemie u. Pharm. LXXII, 150, die mir ubrigens nicht zur
Benutmng standen, ich fand dies8 Quellenangsbe nur im Archiv der Pharm.
2) Archiv der Pharm. Band 211 (1877), S. 162 u. 177.
E. Prael, M f u n g d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamnm Copaivae. 739
Liisung in Benzin gleichfalls keine Eluorescenz zeigte. - Beziiglich
einiger bei der Arbeit zur Verwendung gekommener Liisungsmittel
und Reagentien ist hier noch das Folgende zu bemerken:
Alkohol. Wo nicht anders bemerkt, ist hierunter stets der
kiufliche Weingeist von 0,840 spec. Gew. (88-90 Proc.) zu verstehen.
A e t h e r - A 1k o h o 1. Mischung von gleichen Volumen Aether
und 90 Proc. Alkohol. Ich wahlte im Gegensatz zu Hirschsohn den
schwiichern Alkohol, weil ich in diesem Falle eher Unterschiede
zwischen den einzelnen Balsamen erwarten zu diirfen glaubte.
B en z i n = Petrolbenzin.
B e n z o l = C6H6.
B l e i a c e t a t l a s u n g . Eine kalt gesgttigte Lasung von Bleiacetat in absolut. Alkohol. Der dritte Theil von 1ccm Balsam in
5 ccm absolut. Alkohol wurde anfangs mit einigen Tropfen, danach
mit gleichem Volum (2 ccm) dieses Reagens versetzt, und bei entstehender Triibung erwarmt.
E i s e n c h l o r i d l i j s u n g . Eine LBsung von krystau. Ferrichlorid
in 10 Th. absol. Alkohol. 10 Tropfen davon wurden einem zweiten
Dritttheil der eben genannten Balsamlasung zugesetzt.
A m m o n i a k f l i i s s i g k e i t . Officin. Liqu. ammon. must. von
0,96 spec. Clew. (= 10 Proc. NH3). Angewandt wurde dieses Mittel
in doppelter Weise, indem einmal dem dritten Theile der oben
genannten alkoholischen Balsamlasung das doppelte Volum davon
zugesetzt und andererseits der Balsam direkt in 4 verschiedenen
Verhdtnissen (3 : 1, 2 : 1 , 1: 1 und 1 : 2) damit geschiittelt wurde,
niithigenfalls unter ErwSirmen.
B r o m lii s u n g. 1 Theil Brom in 20 Theilen Chloroform gelist.
10 Tr. wurden einer Lasung von 6 Tr. Balsam in 2 ccm Chloroform zugesetzt und diese Mischung wiihrend 48 Stunden beobachtet.
J o d l a s u n g . Hirschsohn verwandte als solche eine Msung
von Jod in Petrolither (Verhdtniss ist nicht angegeben). Auch ich
benutzte daher zuerst eine solche in der StZirke von 1:20, von der
5 Tropfen einer Liisung von 6 Tr. Balsam in 2 ccm Petrolllther
zugesetzt wurden. Die Verwendung des Petrolithers als Ltjsungsmittel scheint mir hier aber misslich, es ist niimlich in manchen
Fiillen nicht mit Bestimmtheit zu sagen, ob die Abscheidung vofl
Fliickchen dem Zusatz der Jodlbsung zuzuschreiben ist , oder ob sie
auch in der blossen Petrolatherl8sung des Balsams erfolgt sein
50 *
740 E. Prael, Prufung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae.
Tabelle
Phvsikalische Eigenschaften
Bezeichnung der Sorten
Consistenz
Specifisehes
Gcwicht
I. Balsam Copaivae.
. . .
sehr dickflussig
0,994
1) Maracaibo I.
2) Maracaibo 11.
. . .
an Dicknussigkeit dem vorigen
gleichkommend
0,995
3) Maracaibo 111.
.
. .
ziemlich dickflussig, doch bedentend weniger als vorige beiden
0,986
4) Maracaibo IV.
. . .
ziemlich dickflussig, etwa gleich
vorigem
0,983
5) Maracaibo V.
.
gleich den beiden vorigen
0,986
. .
6) Para I.
. .
. . .
s e h r dunnflussig
0,916
7) Para II.
. .
. . .
sehr diinnfliissig
0,929
.
. . .
ziemlich dunnfliissig, doch bedeutend dicker, als vorige beiden.
Marac. 111-V naher stehend
0,986
s e h r dickflussig
1,009
ziemlich diinnflussig
0,980
dknfliissig
0,580
sehr diidiissig
0,958
ziemlich dickflussig
0,983
14) Bals. Dipterocarp. I. .
recht dunnfliissig
0,955
15) Bals. Dipterocarp. II.
nur wenig dicker als voriger
0,958
8) Para 111..
9) Angostura I.
. .
.
. . .
. . . . . .
10) Angostura 11.
11) Bahia
12) Cartagena
13) Maturin
.
.
.
. . . .
II. Balsam Dipterocarpi.
E.Prael, Priifung
d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae. 741
1.
der Bnlsamproben.
~
Znsammensetznng
Farbe und Sonstiges
gelbbraunlich, ziemlich
stark fluorescirend (am
stiirksten v. 1-13)
ziemlich hellgelb, nnr
schwach fluorescirend
gelb mit schwachem Ton
ins Brtiunliche , merklich
fluorescirend
lebhaft gelb mit rolichem
Ton, merklich fluorescirend
gelb mit schwach braunlichem Ton, schwach fluorescirend
sehr hellgelb ohne jede
Fluorescenz
unhedeutend dunkler als
voriger, ohne jede Fluorescenz
ziemlich hellgelb (wie Maracaibo II) sehr schwach
fluorescirend
schmutzig graugelb, triibe,
bleine Schmutztheilchen
absetzend
hellgelb ohne Fluorescenz
s ehr hellgelb , sehr unerheblich fluorescirend
ziemlich hellgelb (wie
Maracaibo LI) sehr
schwach fluorescirend
schwach braunlichgelb.
Ziemlich erheblich fluorescirend
im durchfallenden Licht
schon klar gelbroth, im
auffallend. Licht schmutzig
Harz
leth. Oe
%
VrJ
des lither. Oeles
Jpee. Gew.
des
Bth. Oeles
Farbe
61,33
38,67
fast wasserhell
0,903
61,43
38,57
sehr schwach gelblich gefirbt
0,901
58,86
41,14
sehr schwach gelblich, fast wasserhell
0,899
54,80
45,20
etwas gelblich
0,905
58,20
41,80
sehr schwach gelblich
0,900
23,87
76,13
wasserhell
0,897
27,52
72,48
fast wasserhell
0,902
59,53
40,47
sehr hellgelblich
0,898
-
-
-
-
54,90
45,lO
wasserhell
0,906
59,80
40.20
wasserhell
0,908
46,20
53,80
ziemlich stark gelblich gefiirbt
0,904
55,oo
45,oo
fast wasserhell
0,898
32,57
67,43
sehr hellgelb
0,932
29,27
70,73
sehr hellgelb
0,918
griin
wie voriger, doch erheblich
eller; er sowohl wie voger setzt in der Ruhe
eine undurchsichtige
Schicht ab
742 E. Prael, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae.
-
Tabel le
Verhalten dcr Balsamproben
-~
~~~~~
V e r h a 1t e'n
Bezeichnung der Sorten
Alkohol
Absolutem Alkohol
I. Balsam. Copaiv.
1)Maracaibo I.
n jedem Verhdtniss klar 16slich
. .
2) Maracaibo 11.
.
.
desgl.
3) Maracaibo 111.
. .
desgl.
4) Maracaibo N. .
5) Maracaibo V. .
6) P a r a I . .
.
.
.
desgl.
desgl.
. . .
desgl.
Hit 1/2 Vol. klar, bei meiterm
Cusatz aber etwas trube werlend, ohne jedoch selbst bei
angerm Stehen Flocken abzusetzen
8) ParaIII. . . . . [n jedem Verhaltniss klar losl.
10) Angostura 11. . .
desgl.
11) Bahia . . . . .
desgl.
Auffallender Weise stets trubc
Mischung, vom 12Vol. ab woh
ziemlich klar, aber selbst mi
12) Cartagena . . . 20 Vol. noch nicht glanzhell
Eine beobachtete Mischuni
1 4 klarte sich binnen
24 Stund. ohne eigentl. Flockei
In jedem Verhaltniss loslich
aber stets opalisir. triibe; einc
13) Maturin . . .
beobachtete Mischung 1 :
setzte binnen etwa 3 Stundei
eine kleine weisse Schicht al
11. Bals. Dipterocarp. Mit gleichem Vol. durchauc
trube, etwas weniger mi
14) Bals. Dipterocarp. I. 2 Vol., klar mit 3 Vol. und
dariiber hinaus unbegrenzt
mischbar
7) ParaII.
. . . .
+
+
15) Bals. Dipterocarp. II. Mit dem 4 -5fachen Volum
klare Losung
1) Das
,,desgl.
1
1.Vol. mit 1,2,3 Vol. Alkohol
durchaus trube , beim Erwarmen klar werdend, beim Erkalten wieder trube, klare Losung
mit 15 Volumen
Klar loslich in 12 Volumen
Fast klar rnit 10 Volumen,
bis zu 13Vol. noch klarer
werdend
Klar 1Sslich in 12 Volumen
Klar werdend mit 12-13 Vol.
Mit 1-15 Vol. vollig milchige
Mischung, die bei geringem
Erwbmen klar, beim Erkalten
aber wieder milchig wird.
Klare Losung erfolgt mit
= 17 Volum. =
Ebenso , wie vorhergehender ;
mit 23-35 Vol. ziemlich klar
loslich ; die milchig geschuttelte Mischung 1 5 setzte b.
Stehen deutl. Bals. Tropfen ah
Mit 13 Vol. klare Losung
Mit 15 Vol. klare Losung
Gleichfalls mit 15 Vol. Mare
Losung
+
Dem Verhalten zu absoluten
Alkohol entsprechend in ge.
wohnlichem Alkohol schwei
loslich, erst rnit 25. Vol. erfolg
zicmlich klare Losung
Klar loslich in 12 Volum.
Mit gleich. Vol. durchaus trube
binnen wenigen Minuten setz
sich der grosste Theil des Bal
sams ab, ziemlich klar mi
20 Vol.
loslich in 22 volumen,
bezieht sich naturlich immer nach oben ( a d die vorhergehend
E. Prael, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae. 743
II A.
za Lhmgsmitteln.
Izu
Aether -Alkohol
Aether
niss klar loslich
[n jedem Verhaltniss klar Ioslich
In jedem Verhiltniss klar
loslich
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
Amylalkohol
Cn jedem Verhkilt-
Mischung rnit 1 Vol. triibe,
Vol. triibe, aber schon mit nit dem 2. Vol. klar werdend
1 Vol. klare Losung und dariiber md dariiber hinaus unbegrenzt
hinaus unbegrenzt mischbar
mischbar
Mit
desgl.
l/z
Mit
desgl.
desgl.
desgl.
und 1 Vol. triibe, bei weiterem Zusatz aber sogleich klar flit 1 Vol. triibe, rnit 2 Vol.
(oder doch sehr schwach opali- ast, mit 3 Vol. vollig klare
Losung
.;irend), dariiber hinaus unbegrenzt
mischbar
h jedem Verhiiltniss klar loslich :n jedem Verhaltniss klar 16~1.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
Mit
desgl.
Vol. tribe: rnit 1Vol. opalisirend, bei weiterm Zusatz stiirker
triibewerdend, undselbst bei 2OVol.
oicht vollig klar. Zur Beobachtung
5
hingestellte Mischungen 1
und 1 20 setzten binnen 12 St.
leichte Farbung ab
Mit l/z Vol. trube, in 1 Vol. loslich,
weiterhin mischbar, die Fliissigkeit
zeigt aber Opalescenz. Mischung
1 10 setzte binnen 12 Stunden
leichte Triibung ab
+
desgl.
desgl.
+
+
desgl.
desgl.
-
Mit 1 2 Vol. durchaus triibe, rnit Hit bis zu 6 Vol. klar loslich,
3 Vol. loslich, erheblich fluores- lei weiterem Zusatz triibe
werdend
cirend
Mit 5 Vol. klar, doch stark fluorescirende Losung gebend
Sorte), nioht etwa links seitwarts.
nit bis zu 5 Vol. klar loslich,
)ei Zusatz des 6. u. 7. Vol. aber
irheblich triibe werdend, ohne
edoch sogleich etwas abzusetz.
744 E. Prael, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae.
Taheile
Verhalten der Balsamproben
l
Bezeiehnnng
d e r Sorte
I. Balsam.
Copaivae
1) MaracaiboI.
3) Marac. 111.
4) Marac. IV.
5) Marac. V.
6) P a r a I . .
.
Die klare Losung im gleichen Vol. bleibt auch bei
Zusatz von weitern 1-1OVol. klar, hochstens schwach
Dpalisirend, Losung 1 4 hatte selbst nach 7 Tagen
nichts abgesetzt, 1 10 ein wenig
Mit 1-5 Vol. klar loslich, bei Zusatz des 6. Vol. scheiden sich kl. Flockchen aus, die aber auch bei weiterm Zusatz nicht bedeutend sind und nach ciniger
Zeit fest an der Wandung haften
Mit 1 Vol. ziemlich klare Losung, bei 2 Vol. starke
Farbung und Absetzen bedeutender Flocken, ebenso
dariiber hinaus
Mit 1-3 Vol. klare Losung, bei Zusatz des 4. Volum.
schwach triibe werdend und langsam kleine Flockchen absetzend, dieselben sind aber auch bei weiterm
Zusatz nicht bedeutend
Mit dem gleichen Volumen klar mischbar, bei Zusatz
weiterer 1-20 Vol. wird die Fliissigkeit opalisirend,
einen Absatz zeigte jedoch selbst nach 7 Tagen keine
der Mischungen 1 1, 1 3 und 1 20
Mit 1/2Vol.kl. Losung, aber schon mit 1Vol. opalis. u.
bei weiterm Zusatz sehr triibe sogleich volum. Flocken
absetzend, Mischung 1 1 zeigte selbst nach mehreren
Tag.kein.Bodensatz 1f 3 u . 1 10hatt.Triib. fest abges.
In bis zu 4 Vol. klar loslich, bei Zusatz des 4.Vol.
schwach opalisirend, bei fernerem Zusatz (bis zu
20 Vol.) kaum starker triibe und erst binnen 20 Minuten kleine Flocken absetzend
Mit bis zu .20 Vol. fast klar gemischt (sehr schwach
opalisirend)
+
+
+
7) Para II.
8) Para 111.
.
10) Angost. 11.
1l)Babia
.
.
12) Cartagena
13) Maturin
.
11. Balsam.
Dipterocarp.
14)Bals.Dipt.I.
15) Bals. Diptcrocaip. 11.
I
[m gleichen Volum. klar loslich, bei weiterm Zusatz In jedemVertber wird die Fliissigkeit triibe und setzt sehr bald hdtniss klsr
loslich voluminose Flocken ab
+
2) Marac. 11.
Verhalte
PetroHther
+
+
+
Wie vorhergehender
In 1-3 Vol. klar losl., bei Zusatz des 4. u. 5 Vol. opalis.
getriibt u. kleine Flockchen absetzend (binnen 3 Min.),
fernerer Zusatz (bis; 20 Vol.) anderte nichts weiter
In 1-5 Vol. klar loslich,' dariiber hinaus opalisirend
und mit kl. Flockchen durchsetzt, die aber auch bei
weiterm Zusatz unerheblich sind
Mit 1Vol. klare Losung, dariiber hinaus aber stark triibe
dcsgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
merdond und sich sehr bald in zwei Schichten trennend
desgl.
Ton Anfang an durchaus triibe und sogleich eine
voluminose Schicht absetzend
desgl.
E. PraB, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae. 745
II B.
-t
zu Liisunssmitteln.
Benzol
ichwefelkohlenstoff
Benzin
Hit 1,2,3--12Vol. stets triibeihchung, die sich
durch Absetzen voluminoser Flocken kliirte ;
In jedem Verhalt- Jald
nit zunehmender Verdiinnung wuchs auch die
niss klar loslich
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
I
I
I
desgl.
In jedem Verhiiltn
mischb,klar v. 3V
an, erhebl. fluoresc
Mit 1Vol. fast. mi
2Vol. vo11. kl. Los.
dariib. hinausi.jed
Verhaltn. mischb
3chnelligkeit des Absetzens und die Erheblichkeit der Flocken
[st im Gegensatz zu vorhergehendem in gleichen
Vol. klarlosl., auch rnit weitern 2 Vol. klar mischoar; bei weiterm Zusatz sich tifibend, 1 5 ist mit
Flocken durchsetzt, die sich langsam absetzen
Mit bis zu 3 Vol. klar loslich, dariiber hinaus
opalisirend und langsam kleine Flockchen absetzend; bei weiterm Benzin - Zusatz sind F1.
deutlicher und setzen sich rascher ab
Mit 1Vol.LGsung mit etw. Opalescenz, bei Zusatz
des 2. Vol. stiirker tiiibe u. Flocken absetzend, bei
ferner. Zusatz sindd.Flockenstark. (zieml.erhebl.)
Mit 1-3 Vol. klar loslieh, beim 4.Vol. schwache
Triibung, kl. Flockchen langsain absetzend , bci
mehr Benzin etwas starker, doch weniger als
bsi vorhergehendem
+
Schon im gleichen Vol. loslich, weiterhin unbegrenzt mischbar (hochstens schwach opalisirend)
Mit 1-2 Vol. opalisirend triibe Mischung, klarl
sich durch Absetzen volumin. Flocken, dariiber
hinaus ebenso,Fl. setzen sich dann etwasrasch. ab
Mit bis zu 3 Vol. klar, beim 4. Vol. opalisirend
getriibt und binnen weniger Ninnten kl. Flockchen absetzend, weiterer Zusatz (1 bis 20 Vol.)
ist ohne erheblichen Einfluss
In allen Verhaltnissen fast klar, erst nach einigen Minuten ein kl. Absatz (in 1 20)
Nit bis zu 20 Vol. fast ohne Triibung gemischt.
schwach opalisirend, erst naeh einigen Minuter:
kleinen Absatz machend
Nit 1 Vol. klar, mit 2 Vol. schwach, niit 3 Vol
stiirker triibe u. rasch Flockchen absetzend
Mit bis zu 6Vol. klar mischbar, dariiber hinaua
schwach opalisbend und langsam kl. Floekcher
absetzend, bei Zusatz bis zu 15 Vol. etwas star.
kere Flocken
+
In allen Verhaltnissen triibe loslich, nach kur.
zem Stehen erfolgt bedeutender Absatz
Wie vorhergehender ; bei beiden ruft in dei
klaren filtrirten Losung weder Alkohol , noch
Amylalkohol , weder Benzol noch Petrolather.
Triibung hervor
jedem Verhaltiiss klar loslich
1
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
dcsgl.
desgl.
desgl.
desgl.
746 E. PraB1, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae.
Tabelle
Verhalten der Bnlsamproben
Verhalten
Bezeichnung der Sorte
I. Balsam. Copaiv.
1) Maracaibo I.
.
. .
2) Maracaibo H.
.
. .
Bleiacetatlhmg
Eisenchloridlknng
Einige Tropfen riefen keine (oder doch
nur eine beim Umschiitteln verschwin- Eisenchlorid farbt nur
dende) Triibung hervor, das gleiche ein. Farbe entsprechend,
Vol. aber eine erhebliche Trubung, ;elblich, im Uebrigen
keine Reaction
die jedoch beim Erwarmen sogleich
verschwand
desgl.
desgl.
3) Maracaibo III. .
.
desgl.
desgl.
.
.
desgl.
desgl.
. .
desgl.
desgl.
Triibung etwas schwacher als bei der
Marac. Sorten
ohne jede Triibung
sehr schwache Trubung
desgl.
schwache Triibung
desgl.
sehr schwache Trubung
desgl.
Triibung unbedeutend
desgl.
Triibung etwas stiirker, etwa wie be
den Marac. Sorten
desgl.
14) Balsam. Dipterocarp. I.
ohne jede Triibung
~e bei den Copaiyabalsamen
15) Bals. Dipterocarp. 11. .
desgl. o h m jede Tribung
desgl.
III. Hirschsohn’s Ergebniss.
Bei 1-7 geringe Triibung , welche
beim Erwarmen verschwand, bei
No. 8 keine Reaction
Rief bei allen No. keine
Reaction hervor
4) Maracaibo IV.
5) Maracaibo V. .
. . . . .
7) Para II. . . . . .
8) Para In.. . . . .
6) Para I.
10) Angostma 11.
11) Bahia
.
.
.
. . . . . .
12) Cartagena
13) Maturin
. . . .
. .
.
. .
desgl.
desgl.
II. Balsam. Dipterocarp.
E. Prael, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae. 747
111 A.
zu chemischen Aaentien.
zu
Ammoniakfliissigkeit
a.Zur alkol.Los.
Beim vorsichtig. Eingiessen weiss fallend
b. Bewegen des Glass
game Fliissigk. milch,
sie scheidet sich aucl
b. h g e r . Stehen nich
b. Zum B a l s a m selbst.
desgl.
desgl.
lie erston 3 VerbBltnisse sind klar, 1:2 auch
ast 61ar , jedoch eine kzum ausgiessbarc
iallorte bildend , beim Eraiirmen dunnfliis;ig, bei weiterm ErmBrmon triib werdend,
(wegen Entweichen von H3N)
desgl.
Wie voriger, die Gallerte 1 : 2 jedoch
stiirker triibe
desgl.
Wie Maracaibo III.
desgl.
[mVerhaltnissIII. triib gelblich weiss,
lie iibrigen Verhaltnisse vollig milchig
In allen 4Verhaltnissen vollig milchig
% : 1, 2 : 1, 1 : 1 geben klareMischung,
1 : 2 fast transparente Gallerte
3: 1 u. 2: 1 vollig klar 1:1 etwas triibich, 1: 2 eine dicke. fast transpar. Galerte bildend (beim Erwarmen fliissig)
desgl.
desgl.
desgl.
i : 1 u. 2 :1 klare Nischung, 1 : 1 dicklich,
Tab, beim Erwiirmen klar, 1 : 2 sehr steife
ast transparente Gallerte bildend (beim Er!
warmen fliissig)
3 : 1 triib (gelbweiss) bei golindem Envlrmen
rlar, 2 : 1 v611ig mhhige Emulsion, beim
Erwarmen aber auch klar, obenso 1:1u. 1 :2
3 : l u. 2 : 1 vollig klar, 1:l dicke
weisse Emulsion bildend, bei gelindem Erwbmen klar werdend, ebenso
1:2
Wie bci dem CoI n allen 4 Verhaltnissen triibe,
paivabalsam
schmutzigbraun
desgl.
desgl.
Fallte Harz in
Flocken
BromlVsung
Tach Zusatz der Bromlisung ziem:n allen 4 Verhaltnissen (3 : 1, 2 : 1, ich hellgelb, in den 2 Tagen sich
1 : 1, 1:2) schon kalt klar mischbar
nicht merklich hindernd
Wie vorhergehender, doch 1 : 2 etwas weniger klar, als iibrige Verhaltnisse
desgl.
desgl.
I
Wie vorhergehender , doch sammtliche Mischungen s e h dick
-
3romlosung beim Zutropfeln e n t
a r b t , sogleich danach nimmt die
Wissigkeit h e l l g e 1b g r iin e Farlung an, die wiihrend der 2tagigen
Beobachtung etwas nachdunkelt
Lnfangs sehr hellgelblich gefiirbt,
ast farblos, wahrend der Beobachung allmahlich einen hellgelblichgriinen Ton annehmend
Ton A n f a n g a n h e l l g e l b g r i i n i c h , am Schluss der Beobachtung
iemlich genau mit Marac. II. iibereinstimmend
luch hier nahm (wie bei Marac. IT.)
lie h e l l g e l b l i c h e Farbung einen,
ed. sehr schwach. griinli c h e n Ton an
Bromlosung voll. e n t f a r b t ,wahrend
ler Beobachtung sich nicht andernd
Wie vorhergehender
3 e l l g e l b l i c h , ohne sich zu verandern
Sehr hellgelblich
desgl.
desgl.
Sogleich hellgriin (im Gegensatz zu
lem Gelbgriin bei Marac. II. u. IV.
iaben wir hier ein schones reines
hiin), allmahlich etwas nachdunkelnd
zuletzt ahnlich wie 01. Cajeput.venal.)
Die gelbe Balsamlosung wurde durch
lie Bromlosung in griingelb verandert
Wie vorhergehender, doch heller, zu.etzt nur wenig dunkler als Marac. II.
und IV.
To. 1 4 u. 7 gelblich, rascb in violett und
m d d h blau iibergehend letztere FBrbung
inderte sich beim Stehen’in griin. No. 2, 3
ind 5 blieben farblos, No. 6 griinlichgelb
und braunlich, No. 8 gelblich
748 E.Pra61, Friifung d. ini IIandel vorliommenden Sorten Balsaniuiii Copaivae.
Tabel le
Verlialten dcr Bnlsamproben
Verhalten
Bezeichnung der
Sorten
I. Balsam. Copaiv.
1) Maracaibo I.
.
2) Maracaibo 11.
.
.
3) Maracaibo 111. .
4) Maracaibo IV.
.
.
5) Maracaibo 1V.
JodlBsung I
Jodltlsung I1
(in Petrolather)
(in Schwefelkohlenstoff)
lie Jodlosung verlor sogleich
ire violette Farbe, es schieen sich voluminose b r i u n i c h e F l o c k e n ab, die iibertehende F l u s s i g k e i t g e l b lich
)ie JodlSsung wird gleichfalls
entfkbt , die entstehenden
U o c k c h e n aber sind vie1
:cringer und nicht braunlich,
,ielmehr gleich der Fliissigkeit gelblich
F l o c k e n erheblich und
i r i l u n l i c h , die iiberstehende
Fliissigkeit farblos
Fliissigkeit klar b r a u n l i c h r o t h gefiirbt (ohne Flocken),
sich bald triibend u. sich in den
3 Tagen der Beobachtung langSam heller fabend
Bus gelbbraunlich sogleich in
hellere Farbentone iibergehend
bis sehr h e l l g e l b
H e l l g e l b , sich in dem 3Ta
gen nicht wesentlich iindernc
Fliissigkeit anfangs schon kla
b r a u n l i c h r o t h gefkbt, bin
nen
30 Minut. in schmutzig
Wie Marac. I.
griin iibergehend, am Ende
der 3tagig. Beobachtung griin
lich gelb
Fliickchen b r a u n l i c h
H c l l g e l b r o t h l i c h , etwa
;ienilich bedeutend. Flussig- erblassend, nach 3 Tagen gelb
keit f a r b l o s
braunlich
-
6 ) Para I.
. . . .
Tiolette Farbe des Reagens,
rird in Gelbbriunlich ver- Anfangs c i t r o n e n g e l b , sich
vandelt , die Fliissigkeit mird rasch noch heller fiirbend, zuie 11g e 1b gc8irbt ohne Aus- letzt vijllig farblos, w a s s e r hell
scheidnng von Flocken
7) Para LT.
.
. .
rodlosung entfarbt unter Ab- Wie vorhergehender ails c iicheidung voluminoser gelbei t r o n e n g e l b in f a r b l o s
ubergehend
Flockchen
.
rodlosung cntfabt tinter Ab- II e 11b r L u n 1i c h - g e 1b , all;cheidung sehr kl. briiunlichei mahlich noch etwas heller
Flocken; Fliissigkeit gclbl. werd., zuletzt h e l l g e l b triibe
1)Besonders das Vcrhalten von IIirschsohns Jodlosung zu diesen 3 Parasorte rechtfeitigt
genau das Vcrhalten cler Parasorten zu H.’s Jodlosung bezugl. Abscheidnng von Flocken mit
8) Para 111. .
. . .
E. Prael, Priifung d. im Handel vorkoninienden Sorten Balsamum Copaivae. 749
111 B.
zu chemischen Aaentien.
zu
Natroncarbonatlasung
Balsam ballt beim Schutteln mit Natroncarbonatlosung zusammen ; im kalt bereiteten Auszug ruft
Essigsaure deutlich Ausscheidung von kleinen Harzpartikelcheu hervor ; mit heissem Awzug wesentlich eben so
Salzsaurem Alkohol
Die Mischung farbte sich anfangs
xhmutzig gelb, rasch dunkler werlend und allmahlich griinlichen Ton
mnehmend. Nach 1 Stunde entschieden trub g r u n
Ballsam ballt gleichfalls voluminos - kSisig zusam- J e l b b r a u n l i c h mit sehr schwach
men, in dem kalten Auszug ruft Essigsaure nur , i i t h l i c h e m Ton, nach 1 Stunde
leichte Trubung hervor , in dem heissbereiteten iber auch etwas ins G r u n l i c h o
spielend
scheiden sich einzelne Harzpartikelchen ab
Zellgelb,
rasch
dunkler werdend
Gleich vorigem voluminos - kasig zusammenballend,
(wie Marac. I.) allmahlich etwas
aber auch im heissen Auszug ist bei Zusatz von ind
;riin, nach 1 Stunde entschieden
Essigsiiure keine Ausscheidung bemerkbar
trub g r u n
Gleich Marac. I1 u. III. zusammenballend; kalter Sogleich d u n k elg e l b b r a u n mit
Auszug ohne jede Trubung oder Ausscheidung, in rchwach rothlichem Ton, sich wenig
iindernd
heissem einzelne kleine Partikelchen
Wie vorige zusammen ballend; in heissem wie
kaltem Auszug kleine Ausscheidungen
Eeser olreiche Balsam giebt mit Na2 C03 gleichmitssig weisse Emulsion; diese trennt sich bald in
2 Schichten, eine obere Hare, fast ungefarbte Oelschicht, und eine untere wassiige, hellgelbliche, stark
fluorescirende. Letztere nach schwierigem Abheben der Oelschicht filtrirt, gab, wie zu erwarten,
reicbliche Ausscheidung. (Moglicherweise ist aber
auch etwas Oel mit durchfiltrirt)
Gleichfalls weisse Emulsion; diese trennt sich
aber in 3 Schichten, obere Hare Oelschicht. mittlere gelbe Harz- und untere alkalische Schicht.
In letzterer (schwer klar zu filtr.) ruft Essigsaure
keine Ausscheidung hervor. (Auffallend ist die
abweichende Art der Trennung der Emulsion bei
den beiden ausserlich so vollig gleich erscheinenden Balsamen; das Verhalten von Para II. erscheint
mir das normalere, denn bei Para I. scheint auffallender Weise das gauze Harz von NaZCOS aufgenommen zu sein)
Aehnlich Marac. I. u. 111.
aus s c h m u t z i g gelb in dunkel
g r u n ubergehend
Nach 2 Min. h e l l r o t h l i c h , langgam dunkelnd , nach 5 -6 Stunden
aber sehr dunkel v i ole t t
3ogleich v i o l e t t ro t h l i c h (stiirker
als vorhergehend) , rasch in dieser
Farbe nachdunkelnd
Zusammenballend. Kalt und heiss sehr geringe Aus hellgelb durch b r a u n l i c h in
Ausscheidung
t r u b griin ubergehend
eine Ablnderung des LGsungsmittels fiir .Tod sclilagend ; ich mnchc darauf aufmcrksa111, \vie
n in Tabello !I 13. angegchencn Velhalten zn blosscin l’etrol - Acther iibweinstimint.
7.50 E. PraEl, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamuni Copaivae.
Tabelle
Verhalten der Balsamproben
Jodliisung 1
(in Petrolather)
Bezeichnnng der
Sorten
Verhalten
Jodllisung I1
(in Schwefelkohlenstoff)
~
10) Angostura 11.
11) Bahia
. .
12) Cartagena
13) Maturin
Anfangs ohne Abscheidnng, 4us schon klar B r a u n l i c h leim Stehen bildet sich u n - .oth allmahlich in B r i i u n 1i c h gel b iibergehend
bedeutender Absatz
.
. . .
.
.
.
. .
h c h hier erst nach kurzem
itehen Floekchen fdenlassend
J o d l o s u n g entfarbt kurz
tach dein Eintraufeln scheiLen sich briunliche Flockchen ab
Wic vorhergehender
infangs klar b r a u n l i c h . o t h , rasch heller werdend,
zuletzt h e l l g e l b l i c h , k l a r
Zus hellbraunlich rasch in
iellgelb iibergehend , zuletzt
fast farblos.
3ehr hellgelb und sich wenig
indernd, nur sehr schwachen
Schimmer ins G riinlic he
annehmend
II. Bals. Dipteroearpi lie violette Farbe des Rea- Anfangs schon r o t h mit Ton
:ens wird in r o t h - b r a u n
14) Bals. Dipterocarp. I.
15) Bals. Dipterocarp. I1
111. Hirsehsohns
Ergebnisse.
ns Briiunliche binnen, 30 Min.
rerwandelt, beim Umschiitteln in Gelbbraunlich mit Ton ins
limmt die Fliissigkeit diese
G r i i n l i c h e iibergehend
Farbe an
\Tie vorhergehender. (Beim
3tehen trennt sich die Fliis- Wie vorhergehend, doch bedeu;igkeit in 2 Schichten, mie mil tend heller , zuletzt g r h lichgelb
blossem Petrol-Aether auch)
Jodliisung wnrde stets sofori
3ntfiirbt unter Bbscheidune
von braunen Flocken
wiirde (wie das ja bei fast allen Balsamproben der Fall gewesen ist
(s. LSsungsmitteltabelle), zumal wenn die Abscheidung nicht unmittelbar nach Zusatz der Jodlijsung erfolgt. Ich stellte mir daher eine
LSsung von Jod in SchwefelkohlenstoE her, und zwar der bei diesem
Lijsungsmittel bekanntlich sehr grossen Intensitiit der Farbe wegen
in dem schwgcheren VerhHltniss von 1 : 50. Der Balsam wurde
nun natiirlich gleichfalls in CSa gelijst verwandt, die Dfengenverldtnisse waxen die gleichen , wie vorhin angegeben. Eine Abschei-
E. Praiil, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae. 751
111 B.
xu chemischen Agentien.
Natronoarbonatltsung
Salzsaurem Alkohol
Wie Marac. 111.
(Zusammenballend, kalt und heiss keine Ausschei-
Anfangs nur c i t r o n e n g e l b , dann
ins B r i i u n l i c h c nnd nach etwa
Stunde g r i i n l i c h e n Ton annehmend
Wie Marac. 111.
i
Nach 1St. entschieden t r u b g r u n
Im kalten, wie heissen Auszug ziemlich erheb- Aus g e l b b r a u n l i c h nur sehr langfiche Ausscheidung
Sam in g r i i n l i c h ubergehend
Anfangs g e l b , dann braunlich rnit
Zusammenballend ; kalt und heiss sehr geringc r o t h l i c h e m Ton, baldentschiedener
Ausscheidung
ro th. (Triib violettroth, darin noch
dunkelnd)
Auch Gujunbalsam ballte anfangs kasig zusammen; bei kurzem Stehen schied sich auf der Oberflache eine der Diinnflussigkeit des Balsams entsprechend ziemlich bedeutende, iibrigens noch etwas Sogleich sehr schon dunkel r u b i n gefarbte Oelschicht ab, die vor dem Filtriren abge- r o t h , mehr und mehr in v i o l e t t
iibergehend
hoben werdem musste. In kaltem wie heissem
Auszug rief Essigsaure sehr geringe Ausscheidung
hervor
Anfangs gleichfalls klsig zusammenballend , bei
weiterem Schutteln aber dicke Emulsion gebend, der, Gleichfalls r o t h , doch nicht so intenum sie filtrirfahig zu machen, etwas Wasser zuge- siv, wie vorhergehender,
auch in
setzt werden musste, worauf sie sich schied. Weviolett ubergehend
der in kaltem, noch heissem Auszug rief Essigsaure Ausscheidung hervor
K d t wurde nur eine Triibung des Auszugs bemerk- Salzsauere - Alkohol farbte sich mit
bar. In dem durch Kochen erhaltenen Auszuge No. 1 u n d 8 r o t h b r a u n , No. 3, 5
wurde durch Essigsaure eine s k k e r e Triibung her- und 7 b r a u n , No. 4 g r i i n l i c h und
endlich rnit No. 2 griin
vorgerufen
dung yon Flijckchen erfolgte bei Verwendung die s e r Jodl8sung in
keinem Falle, wohl aber zeigten sich bei d en einzelnen Balsamen
sehr deutliche Farbenunterschiede. Die Tabelle III enthat die mit
b e i d e n Jodlasungen erzielten Resultate.
N a t r i u m c a r b o n a t l 8 s u n g . Eine kalt gesattigte Lasung von
gereinigtem Natriumcarbonat in destill. Wasser. 1 ccm des betr.
Balsams wurde mit 5 ccm dieser Lijsung kriiftig durchgeschiittelt,
filtrirt und sodann mit verdunnter Essigsaure iibersattigt urn zu
,
752 E. PraG1, Priifung d. im IIandcl vorkomnienclen Sorten Balsamuni Copaivae.
ermitteln, ob das Na2C03 aus dem Balsam saure Harzbestandtheile
aiifgenommen habe. Eine zweite Mischung derselben Mengenverhaltnisse wurde vor dem Filtriren zum Aufwallen erhitzt , danach in
gleicher Weise wie eben behandelt.
S a 1z s a 11r e a1k o h o 1. Mit Salzsiiuregas gesattigter Alkohol absolut. 2 ccm desselben wurden mit 1 0 Tropfen Balsam vermischt und
wahrend 24 Stunden beobachtet.
B e m e r k u n g e n z u T a b e l l e I.
Das specif. Gewicht dieser Copaivahalsame bewegte sich, wie
nus Tabelle I ersichtlich, in recht weiten Grenzen , namlich zwischen
0,916 (Para I) und 1,009 (Angostura roh),oder, wenn wir von diesein
rohen , wohl noch etwas wsserhaltigen Balsam absehen , 0,995
(Maracaibo 11). Das spec. Gew. jenes diinnfliissigen Para- Balsams
bleibt noch erheblich hinter dem niedrigsten, in der von mir benutzten Litteratur aufzufindenden spec. Gew. zuriick: es ist diescs
0,928.l Fluckiger giebt das spec. Gem. des Balsams als zwischen
0,935 und 0,998 schwankend an, Wigand 0,95-1,O
und Hager
(Commentar zur Ph. G. I) 0,93 -0,995. Der Harzgehalt schwankte
zwischen 23,87 Proc. (Para I) und 61,43 Proc. (Maracaibo 11) und
stand im Allgemeinen mit dem spec. Gew. nnd der Consistenz der
betr. Balsame ziemlich in Einklang; allerdings sind z. B. die Harzprocente des Bahia-Balsams im Verhaltniss zu seinem spec. Gew.
iind zu dem Harzgehalt der ihm im spec. Gew. nahestehenden Balsame etwas auffdig hoch. - Hinsichtlich der Farbe war Maracaibo I
am dunkelsten, immerhin aber mit der Angabe der Ph. G. I1 ,,e flavo
subfusco" wohl noch in Einklang zu bringen; dagegen miichte die
Fluorescenz desselben Balsams fiber die von der Ph. G. durch die
Worte: ,,null0 mod0 aut 1e v i t e r fluorescens" gestatteten Fluorescenz etwas hinausgehen. Wir wir spater sehen werden, besfatigte
sich der hierdurch erregte Verdacht eines Gehaltes an GurjunbalSam nicht. - Das spec. Gew. der aus den Balsamen dargestellten
iitherischen Oele hielt sich in den ziemlich engen Grenzen von
0,897-0,908
(Para I, bez. Bahia). Fluckiger giebt es auf 0,88
bis 0,91 an, und auch Zeller setzt das spec. Gew. eines gut erhaltenen Oeles auf 0,87 - 0,91. Demnach muss es auffallen, dass ein
zum Vergleich aus dem Handel bezogenes ,,Ol. Copaiv." das hohe
1 ) Ulcx im Archiv dcr Pharin. .Tanuar 1853.
2 ) C. 1%.Z e h r , ,,die physiik. u. chcm. Eigcnscliaftcn dor officin. iitlicr. Oelo."
E. PraB1, Priifung d. im Handel vorkommenden Sorten Balsamum Copaivae. 753
spec. Gew. von 0,925 zeigte, ohne merklich dickfliissiger zu sein,
als die ubrigen. Die Erklarung hierfiir h d e t sich splter. Ein
anderes 01. Copaiv. des Handels zeigte dagegen ein normales spec.
Gew., 0,905. - Das spec. Gew. meiner beiden Gurjunbalsame hielt
zwischen zwei Angaben Fliickigers, 0,947 und 0,964, die Mitte;
Werner hatte dagegen einen Gurjunbalsam , welcher schwerer als
Wasser war. Als spec. Gew. des Gurjunbles giebt Fluckiger 0,918
an (also genau das meines 01. Bals. Dipteroc. a),Werner aber 0,9044;
das spec. Gew. des Oeles meines Bals. Dipteroc. I ist somit etwas
a u f f a g hoch (0,932). - Geruch und Geschmack der einzelnen Balsame ist nicht in die Tabelle aufgenommen: der Geruch WSLTdurchweg eigenthiimlich aromatisch, der Geschmack gewiirzhaft- scharf,
lange Zeit im Schlunde kratzend, beide zeigten wohl bei den einzelnen Sorten kleine Abweichungen, doch lassen sich dieselben schwer
in Worte fassen. Der Geruch der beiden Gurjunbalsame wich von
dem der eigentlichen Copaivabalsame sehr deutlich ab und war mehr
firnissartig; ebenso war der Geschmack weniger scharf , mehr bitterlich. Das beim Verdampfen der Balsame zuriickgebliebene Harz
war in allen Fallen bruchig -sprbde (jedoch bei geringer Warme
erweichend), grossmuschelig , gelb bis gelbbraunlich, durchscheinend;
es ivurde deshalb nicht einzeln in die Tabelle aufgenommen.
B e m e r k u n g e n z u T a b e l l e II.
Alle Sorten - wir sehen hier zungchst von den beiden Gurjunbalsamen ab - waren in jedem Verhaltniss klar lbslich in Schwefelkohlenstoff, Chloroform , Amylalkohol und Benzol. Fliickiger's Bemerkungla dass Benzol in einzelnen Serten, z. B. im Maracaibo, eine
Trubung bewirke , habe ich demnach nicht bestiitigt gefunden.
Absoluter Alkohol gab nur bei Para 11, Maturin und Cartagena
leichte Trilbung, am stiirksten bei der letztern Sorte; im Allgemeinen llsst ein solches Verhalten zu absolutem Alkohol an Beimischung
von fettem Oel (ausser Ricinusbl) denken, doch erwiesen sich auch
jene 3 Balsame frei davon, tibrigens erwahnt auch schon Fluckiger,s
dass vereinzelte Sorten beim Mischen mit wasserfreiem Weingeiat
,,einige hbchst unbedeutende Flocken" auscheiden. - Ton dem
gewbhnlichen Alkohol (0,84 spec. Gew.) erforderten die verschie1) Chem. Centralbl. 1863, S. 202.
2) Pharmakognosie des Pflanzenreichs S. 82 Anmerkung.
3) News Jahrbuch f. Pharmac. XXVm, (1867), S. 137.
,
Noh. d, Pharm. XXIII. Bds. 19. Hft.
,
51
754 E. Praal, Priifung d. im Bandel vorkomrnenden Sorten Balsamum Copaivae.
clenen Sorten 12 -25 Volume; selbst mit letzterer grossen Mengc
erschienen Para I1 uncl Cartagena (im Einklaug mit ihrein Verhalten zu absolutem Alkohol) noch kaum glanzhell; da bei so starker
Verdiinnung von Gefirbtsein keine Eede mehr ist, so ist der Zeitpunkt des Eintretens einer vijllig klaren LSsung kaum genau anzugeben. Mit Aether waren fast alle Proben unbegrenzt mischbar
(die diinnflussigen Para I und I1 erforderten 1-2 Volumen). Auch
im Verhalten zu Aether -Alkohol zeigten die Balsame nur geringe
Verschiedenheiten untereinander ; am wenigsten gut mischbar war
auch hier Cartagena. Beim Untersuchen des Liislichkeitsverhaltnisses in PetrolHther zeigte sich fast dnrchgehends , class die Balsame in den ersten paar Vol. klar lijslich waren, bei weiterem
Zusatz aber in verschieden starkem Grade getriibt wurden und mehr
oder minder bald Flijckchen absetzten; es stimmt dieses im Ganzen
mit Hirschsohns Beobachtung. Benzin wrhielt sich wesentlich wie
Petrolather. - Die Liislichkeitsverhtisse der beiden Proben Gurjunbalsam zeigten mehrfache Abweiehungen von den Angaben , wclche
ich iiber die Untersuchungen Anderer fand. (Weiteres dariiber s.
spHter unter ,,Verf$lschung rnit Gurjunbakam.")
B e m e r k u n g e n zu T a b e l l e III.
Wie ails der Nebeneinanderstellung der Ergebnisse bei der
Priifung mit chemischen Agentien rnit denen Hirschsohns zu
ersehcn ist, befinden sich beide ziemlich in Einklang. Vergleichen
wir das Verhalten meiner Balsamsorten untereinander , so zeigt sich,
dass Bleiacetatlasung , Eisenchloridlijsung und Ammoniakflussigkeit
(der alkoholischen Balsamlasung zugesetzt) fast bei allen wesentlich
die gleichen Erscheinungen hervorriefen. Ammoniaknussigkeit , mit
dem Balsam direkt geschiittelt, gab im Allgemeinen bei den dickflfissigen Sorten klare, mit den diinnfliissigen Balsamen (Para , Cartagena) triibe Mischungen. Erheblicher linter einander abweichend
ist das Verhalten zu Brom- und Jodliisung, und es erscheint beinahe anggngig , aus den durch diese beiden Reagentien hervorgerufenen Farbungen ein Charakteristicum fiir Maracaibo und Para abzuleiten :
die Maracaibo - Sorten farbten sich nHmlich mit Bromlasung mehr
oder weniger grunlich (mit einer Ausnahme, Maracaibo I), mit Jodliisung (in CS *) gelb - bis braimroth , die Para - Balsame dagegen
waren in beiden Fallen farblos bis schwachgelb. Angostura, Bahia
und Cartagena schlossen sich im Allgemeinen an Para (speciell
Para 111) an.
(Schluss folgt.)
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sorted, handed, der, prufung, vorkommenden, balsamum, copaivae
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