close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Wertbestimmung der medizinischen alkaloidhaltigen Drogen.

код для вставкиСкачать
214
H. M. Gordin: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
Mitteilungen aus dem Laboratoriuru von Wm. S. Nerrell
Chemical Co., Cincinnati, Ohio.
Von H. M. Gordin.
(Eingegangen den 12. 111. 1901.)
1. Wertbestimmung der medizinischen, alkaloid-
haltigen Drogen.
Der erste Schritt bei der Wertbestimmung eines Heilmittels,
dessen Wirkung von einem darin enthaltenen Alkaloide abhtingt, besteht
darin, dass man das betreffende Alkaloid aus dem Heilmittel in mehr
oder weniger reinem Zustande isoliert. Die zweite Operation besteht
dann in der quantitativen Bestimmung des isolierten Alkaloids mittelst
einer zuverlhsigen Methode. Die Genauigkeit einer solchen Wertbestimmung htingt also hauptslchlich von zwei Faktoren ab:
1. Von der Vollkommenbeit der Extraktion des betreffenden
Alkaloids und
2. Von der Genauigkeit der angewandten Alkaloidbestimmungsmet hode.
Was die letztere anbelangt, so giebt die Methode, d e ich VOP
einiger Zeit vorgeschlagen habe’), mit fast allen bis jetzt YOU mir
gepriiften Alkaloiden 2, sehr genaue Resultate. Eine Ausnahme machen
nur solche Alkaloide, welche wie z. B., das Coniin nicht total aus
ihrer LZisung durch neutrale Ftillungsmittel gefallt werden, wie auch
solche, welche wie z. B. das Colchicin, nur in Gegenwart von sehr
vie1 iiberschussiger Saure geftillt werden. Bur Praxis dieser Methode
mtichte ich hier bemerkcn, dass wenn die in Arbeit genommene Alkaloidmenge sehr klein ist, wie dies bei der Wertbestimmung der Hyoscyamus- bezw. Belladonnabltitter sehr oft vorkommt, so weigert sich
der durch das Mayer’sche oder Wagner’sche HRagens hervorgerufene
Niedersch!ag hartntickig abzuscheiden. Da die vollkommene Abscheidung
des Niederschlags notwendig fur die Genauigkeit der Methode ist, so
hilft man sich leicht i n solchen Fallen dadurch, dass man eine genau
abgewogene Menge reinen pulverisierten Talcums, nach dem Verdiinnen
der Fliissigkeit auf das gewiinschte Volumen , zu derselben znsetzt
1) Ber. d. Deutsch. Chem. Gesell. 1899, 2872. Pharm. Arch. (Kremep)
Baud 2, No. 10. Siehe besonders Arch. d. Pharm. 1900, 336.
2) Auf die folgenden Alknloide wurde bis jetzt meine Methode mit
gutem Erfolge angewandt : Morphin, Atropin, Go&, Strychnin, Hydrastin,
Coffein, Chinin, Cinchonin, Cinchonidin, Chinidin und Emetin. .
H. M. Gordin: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
216
Nach einigem Schiitteln verfehlt der Niederschlag niemds sich abzuscheiden. Nur muss man in solchen Ftillen diejenige Menge der eingestellten Stiure, welche vom Talcum verbrancht und einmal far immer
festgestellt wird ') von der Gesamtmenge der verbrauchten StLure
abziehen.
Auf diese Weise bietet die Bestimmung der Alkaloide, wenn
dieselben einmal isoliert sind, keine Schwierigkeiten. E s bleibt also
noch der andere Faktor, die vollkommene Extraktion der Alkaloide,
welche zu beriicksichtigen ist. 1st das alkaloidhaltige Heilmittel eine
Flnssigkeit, z. B., ein Extractum fluidum, so ltisst sich das Alkaloid
leicht durch Ausschiitteln mit Losungsmitt eln isolieren. Anders ist
es mit rohen Drogen, wie Wurzeln, Blattern, Friichten etc. Die vollkommene Isolierung der Alkaloide am diesen Materialien ist oft rnit
solchen Schwierigkeiten verbunden, dass viele Extrakte fluida, welche
angeblich die gleiche Menge Alkaloid in einem Kubikzentimeter enthalten, die in einem Gramm Droge enthalten ist, thatslchlich vie1
weniger als diese Menge enthalten. So zeigt, z. B., das Extractwn
fluidurn
vomkae, wie dasselbe von den meisten hiesigen pharmazeutischen Hausern geliefert wird, nur einen Alkaloidgehalt von ca.
l , h % , wtihrend die Droge selbst meistens 3 % Alkaloide enthalt.
Damit eine Methode zur Bestimmung des Alkaloidgehalts einer
Droge im Stande sei Anspriiche auf Genauigkeit zu machen, muss
also in erster Linie bewiesen werden, dass die Methode eine vollkommene Ersohopfung der Droge bewirkt. Bei denjenigen Verfahren,
wo die Extraktion durch Perkolation stattfindet, begniigt man sich
gewohnlich damit, die vollkommene Erschopfung dadurch nachzuweisen,
dass einige Tropfen des Perkolats mit den allgemeinen Alkaloidreagentien keine Reaktion mehr hervorrufen. Dass aber dies in vielen
FgUen nicht ausreichend ist, habe ich und P r e s c o t t a ) bei der
Extraktion der Samen der Herbvtzeitlose festgestellt. Der sicherste
1) Obwohl es nicht leicht zu erkliiren ist, warum das unlosliche mit
Salzsaure griindlich ausgewaschene Talcum Siiure verbraucht, 80 ist ee nichtsdestoweniger eine Thatsache, dass ein Siiureverbrauch stattfindet. Um dies
eu beweisen nahm ich 1 g Talcum, versetzte es in einem MesskBlbchen d t
einer genau abgemessenen Menge eingestellter Slure, verdunnte die Fliisagkeit aaf ein bestimmtes Volumen, filtrierte dann einen aliquoten Teil ab, and
titrierte die Siiure mit eingestellter Kalilauge unter Anwendung von
Phenolphthalein als Indikator. Auf diese Weise habe ich gefunden, dass
1 g gereinigten Tdcums genau 2 ccm */ro-Normal-Siiure verbraucht. Siehe
auch Proceed. A. Ph. A. 1900, wo ich zusammen mit A. B. P r e s c o t t a d
einen h l i c h e n storenden Einfluss einer neutralen Substanz auf alkalimetrische Titrationen hingewiesen hrbe.
8) Proceed. A. Ph. A. 1900, 133.
H.M. Cfordin: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
216
Beweis einer vollkommenen Ersohirpfung durch Perkolation besteht
darin, dass man nach Beendigung der Perkolation die erschopfte Droge
trocknet, alsdann mit einem Gemisch von Chloroform, Aether und
etwas Ammoniak einige Stunden lang unter ofterem Schiitteln digeriert.
die filtrierte Zltherische Fltlssigkeit mit angesguertem Wasser ausHchuttelt, und die wZlsserige Losung in der ublichen Weise auf Alkaloide prUft. Wendet man solch eine Prtifung an, so wird man finden,
dass viele von den vorgeschlagenen Methoden bei weitem keine vollkommene Erschdpfung bewirken. Der folgende Versuch mit der
Methode yon D u n s t a n und S h o r t ' ) zur Wertbestimmung der Brechniisse liefert einen geniigenden Beweis dafiir. 10 g der gepulverten
Droge wurden im S ox h l e t schen Apparate genau nach den Angaben
dieser Chemiker extrahiert und der Alkaloidgehalt des Auszuges nach
dem Passieren durch immiscible Solventien nach meiner alkalimetrischen
Methode bestimmt. Nun wurde die erschdpfte Droge aus dem Apparate
entfernt und nach gehorigem Trocknen der Alkaloidgehalt derselben
nach dem weiter unten angeg ebenen Verfahren ermittelt. In beiden
FUen wurden zur Bestimmung 5 g der erschopften Droge bezw. eine
5 g Droge entsprechende Quantittit des Auszuges angewendet.
E x t r a k t.
6 g Droge verbrauchten 13,5 ccm '/40-Normal-S&ure= 2,46 %
Alkaloide.
G e t ro c k n e t e r Riic k s t and.
5 g verbrauchten 2,7 ccm '/,o-Normal-SZlure = 0,49% Alkaloide.
Strychnin und Brucin wurden hier als zu gleichen Teilen in den
Brechnitssen angenommen. Wie man sehen kann, extrahiert dieae
Yethode nur ungefZlhr 83 % der Alkaloide.
Bei der Auswahl einer Methode zur WertbestimmMg einer
Droge, pflegt man gewirhnlich den Alkaloidgehalt einer und derselben
Droge nach verschiedenen Me thoden zu bestimmen und derjenigen
dann den Vorzug zu geben, welche die hochsten, wie auch die am
besten mit einander Ubereinstimmenden Resultate liefert. Dass !die
hohen Resultate einer Methode kein Beweis fiir die Genauigkeit dereelben sind, wird wohl zugegeben werden und die gut tibereinstimmenden
Werte kirnnen leicht eine konstante Fehlerquelle ale Ursache haben.
Die einzige Alkaloidbestimmungsmethode die zuverltissig ist, 1st
diejenige, in welcher bei dem gegenwartigen Znstande unserer Wissenschaft keine fassbaren Fehler nachzuweisen sind. Sie muss erstens
eolch eine vollstiindige Erschapfung der Droge bewirken, daas z.lB. in
6 g der erschopften Droge kein Alkaloid mehr nachweisbar ist.
__
~
1)
Pharm. J. Trans. (3) 13. Prescotts Org. Anal. 1887, 466.
H. M. Gordin: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
217
Zweitens, mtissen in einer solchen Methode nur solche Operat,ionen
vorkommen, welche die betreffenden Alkaloide so wenig wie miTglich
angreifen. Eine solche Extraktionsmethode wiirde oft recht umstihdlich,
zeitraubend und ftir den allgemeinen Gebrauch zu kostspielig sein;
aber man kbnnte sich ihrer als Vergleichsmethode bedienen und aus
allen anderen einfachen und bequemen Methoden diejenige ausw%hlen,
deren Resultate am besten mit denen der Vergleichsmethode tibereinstimmen. Wie eine Vergleichsmethode fiir eine Droge aufzufinden und
dann dieselbe durch eine vie1 einfachere, fast identische Resultate
liefernde, zu ersetzen ist, werde ich an einigen Beispielen zeigen.
Ich werde viele fehlgeschlagene Versuche nicht berichten; ich werde
nur die positiven Ergebnisse solcher Methoden, die zu dem gewilnschten
Ziel gefiihrt haben, angeben. Die Vergleichsmethode wird von Droge
zu Droge variieren. Ton den einfacheren, die Vergleichsmethode zu
ersetzenden Methoden haben mir zwei gute Resultate gelie€ert. Es ist
aber nicht ausgeschlossen, dass 8 s noch andere Methoden geben kann,
die ebenfalls bequem sind und doch mit der umstilndlichen Vergleichsmethode tibereinstimmende Werte liefern wiirden. Es ist ausserdem
auch miTglich, dass es gelingen wird noch bessere Vergleichsmethoden
auszuarbeiten als die von mir angegebenen. Ich begniige mich damit,
d& Prinzip hervorzuheben. Die zwei oben genannten Methoden werde
ich der Kiirze halber mit A und B bezeichen.
A. Bur Anwendung dieser Methode bedient man sich eines sehr
einfachen und leicht selbst herzustellenden Apparates, welcher zuerst
von Dunstan und S h o r t *) vorgeschlagen wurde. Dieser Apparat
ist dem wohl bekannten S o x h l e t’schen in vieler Beziehung Ilberlegen.
Er arbeitet einfacher, regelmlssiger und, da die Temperator der in die
Droge eindringenden Fliissigkeit eine hbhere ist, bewirkt auch eine
raschere ErschiTpfung. Beim Arbeiten mit diesem Apparate muss die
Fltissigkeit nur in lebhaftem Sieden erhalten werden. Ueber die Droge
schfitte man im innern RiThrchen eine niedrige Schicht von reinem,
nicht zu fein gekirrntem Sand, lege darauf ein Bluschchen Watte und
beschwere letztere mit einem Stilckchen Blei. 10 bis 20 g der
gepulverten (No. 60) Droge werden nun in diesem Apparate mit
siedendem 95%igem Alkohol 2 bis 4 Stnnden lang auf der Asbestplatte extrahiert. Der alkoholische Auszug wird durch Destillation
auf dem Wasserbade bis auf ca. 10 ccm konzentriert und nach dem
Erkalten mit angesluertem Wamer auf 50 oder 100 ccm verdiinnt’).
1) Pharm. J. Trans. (3) XIII, 664. A l l e n ’ s Commerc. Org. Anal. 3rd.
Edition, LI, Part 1, S. 21.
*) Bei der Hydrastiswursel wird zu dem angesiiuerten Wasser ca. 6 %
Jodkalium zugesetzt. Dies flillt alles Berberin (Arch. d. Pharm. 1899, 443.)
H. M. Gordin: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
218
Nun wird die Flllssigkeit mit ca. 1 g pulverisiertem Talcum versetzt
und nach kraftigem Umschutteln filtriert. Ein aliquoter Teil des
Filtrats wird nun mit einem passenden Alkali alkalisch gemacht und
das Alkaloid mit einem passenden Gemisch von Aether und Chloroform 3 oder 4 Ma1 aus der wasswigen Losung ausgeschtittelt. Hat
man Ammoniak als Alkali gebraucht, 80 destilliert man das atherische
Losungsmittel vollkommen ab, nimmt den Riickstand rnit iiberschiissiger
eingestellter Saure auf und bestimmt das Alkaloid nach meiner allgemeinen, oben erwghnten Methode. Hat man festes Alkali gebraucht,
so schiittele man die atherische Losung rnit etwas gebrannter Magnesia'),
filtkiere durch ein trocknes Filter und verfahre dann in gleicher Webe
wie beim Ammoniak. Die Methode ist rasch, bequem und billig, da
alle Solventien zuriickerhalten werden.
B. Man digeriere 10-20 g der sehr fein gepulverten Droge mit
der 10-16 fachen Menge der'modifizierten P r o l l i u s schen Fliissigkeit a)
nnter ofterem Umschutteln 6-12 Stunden lang, entnehme alsdann
mittelst einer Pipette eiuen aliquoten Teil der durch Absetzenlassen
geklarten Fliissigkeit, schiittele dieselbe rnit angesiiuertem Wasser aus,
oder destilliere zuerst das atherische Losungsmittel ab, und nehme
dann den Riickstand mit verdiinnter Saure auf. Die wlsserige Losung
des Alkaloids wird alsdann, nach Alkalisierung, mit Aetherchloroform
ausgeschuttelt, und die Bestimmung genau so wie in der Methode A
beendigt.
Die Extraktion der Alkaloide mittelst der Methode B unt&rscheidet sich nur insofern von dem bekannten K e l l e r schen Verfahren,
a19 in der ersteren kein Wasser zugesetzt wird, um das Pulver zusammenzuballen. Der Wasserzusat z ist sicher eine Fehlerquelle von
ganz unbekannter und deshalb einer Korrektion unf ahiger Grosse. Die
Alkaloide losen sich einigermassen im Wasser und die LZislichkeit wird
diirch die Anwesenheit von im Wasser gelosten Aether ziemlich erhoht.
Dass ein in Wasser schwerlosliches Alkaloid in betrgchtlicher Menge
von titherhaltigem Wasser aufgenommen wird, wurde durch den
f olgenden Versuch bewiesen.
0,1027 g Strychnin wurde in einem Gemisch von 10 ccm Chloroform und 30 ccm Aether gelost, die LZisung mit 10 ccm Wasser versetzt und kraftig durchgeschuttelt. Nach vollkommener Trennung der
Schichten wurde die wasserige Losung in ein tariertes Aluminium_.~.___~
Arch. d. Pharm. 1900, 336.
Diese besteht aus 10 ccm 28% Ammoniak, 25 ccm Alkohol, 80 cem
Chloroform und 250 ccm Aether. Lyons Manual 18!39,23, Nelson, Baker & Co.,
Detroit, Mich.
1)
2)
H. M. Ctor din: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
219
schDchen abgezogen, zur Trockene verdampft, und nach dem zweistiindigen Trocknen des SchZUchens bei 125O C. das letztere gewogen.
Es wurde auf diese Weise gefunden, dass 0,0044g Strychnin oder
ca. 3 % der genommenen Menge durch das iitherhaltige Wasser aufgeltist wurde.
D a man bei der Wertbestimmung der Drogen oft weniger als
eine 0,l g Alkaloid enthaltende Menge nimmt, die in das iitherhaltige
Wasser iibergehende Menge aber nur von der Menge des Wassers abhlngt, so kann oft der Fehler viel grtisser als 3 % ausfallen.
Andererseits vermindert sich durch die teilweise AuflSsung von
Aether in dem zugesetzten Wasser die Menge der iiber der Droge
sich abscheidenden Stherischen Fliissigkeit, sodass ein aliquoter Teil
der ursprunglich genommenen atherischen Fliissigkeit in Wirklichkeit
mehr als einen gleichen aliquoten Teil der dariiberstehenden Fliissigkeit
ausmncht. Der Einfluss dieses Umstandes wurde durch den folgenden
1-ersuch gepriift.
0,1047 g Strychnin wurde in genau 60 ccm eines Gemisches von 3 Teilen
Aether und einem Teil Chloroform im Scheidetrichter gelbst, die LOsnng
mit 12,5 ccm Wasser versetzt und tiichtig umgeschuttelt. Nach der YOUkommenen Trennung der Schichten wurden 26 ccm der oberen Schicht
abpipettiert und in einem tarierten Schiilchen zur Trockne verdampft. Nach
dem 2 stiindigen Trocknen bei 1250 C und nachherigem Erkalten im
Exsiccator wurde das Schiilchen gewogen. Das Gewicht des Riickstandes
von den 25 ccm betrug 0,0564. Dieses ist mehr als die HUfte des angewendeten
Strychnins, und zwar um 0,0041 g oder ca 8 % zu viel.
Die Verhliltnisse werden sich wohl andern bei der Wertbestimmung von Drogen, wo sowohl im Wasser wie auch in dem
Aether noch andere Substanzen gelost sind, da aber die Gr6sse des
Einflusses dieser Substanzen uns gewtihnlich ganz unbekannt ist, so
kann ein Wasserzusatz bei der Bestimmung nur schiidlich auf dieGenauigkeit wirken.
Der Einfluss des Waeserzusatzes bei der Wertbestimmung einer
Uroge wurde durch die folgenden Versuche bewiesen.
1. 15 g fein gepnlverte Belladonnawnrzel wurden mit 150 g eines
Gemisches von 3 Teilen Aether und 1 Teil Chloroform 10 Minuten lmg
geschiittelt nnd nach dem ZuAatz von 10 ccm 10% Ammoniak 4 Stunden lang
in der Schiittelmaschine gehalten. 35 ccm Wasser wurden nun zugesetct,
die Fliisaigkeit krtiftig durchgeschiittelt und nach dem Absitzenlassen in
100 c a n der abpipettierten Fliissigkeit der Alkaloidgehalt nach meher
Methode unter Anwendung von Phenolphthale'in als Indikator, und dem
Wag n e r'schen Reagenz als Fallungsmittel, bestimmt.
2. In einer anderen Probe wurde der Alkaloidgehalt genan nach derselben Methode, aber unter Weglassen des Wasserzusatzes bestimmt.
220
H. M. Gordin: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
i */a-Normal-Saure ver- 1
1 braucht von 10 g Wurzel 1
'.
Mit Zusatz
von Wasser
2.
ohne Wasser
I
Akaloidgehalt
I
0,648
9 ccm
7,6 ccrn
I
0,576
Durch den Wasserzwatz erhalt man also 11 % der Alkaloidmenge
mehr, als wenn die Bestimmung ohne solchen Zusatz ausgefiihrt wird.
Da der Wasserzusatz keinen anderen Zweck als nur die Droge zusammenzuballen hat, 80 lisst man am besten solch einen Zusatz ganz
weg und bewirkt die vollige Trennung der atherischen Schicht darch
einfaches Stehenlassen ').
Cocablatter.
V e r g l e i c h s m e t h o d e.
Da die Alkaloide dieser Droge sehr leicht zersetzlich sind, so
muss bei der Ausarbeitung einer Vergleichsmethode der Gebrauch von
hohen Temperaturen, die lange Einwirkung von starken Sluren oder
Alkalien so weit wie mirglich vermieden werden. Die folgende Methode
scheint diese Forderungen am besten zu erflillen.
10 g der pulverisierten (No. 60)Blatter wurden in einem kleinen Mbrser
mit 5 ccm 45% Alkohol gut durchfenchtet, das noch feuchte Pulver vorsichtig
in einen kleinen mit Glashahn versehenen Perkolator hineingeschiittet, der
YGrser mit eiemlich feinem Sand einige Male ausgerieben und der Sand mit
den letzten Anteilen des am Morser anhgngenden Pulvers der Gesamtmenge
im Perkolator zugesetzt. Auf das Pulver wurde nun eine ca. 1 ccm hohe
Schicht Sand geschiittet, der Mbrser mit dem obigen Losungsmittel nachgespiilt und die Nachspiilungen auf das Pulver gegossen. Nachdem der
Alkohol ganz in das Pulver eingedrungen war, wurde noch so vie1 45%
Alkohol auf das Pulver gethan, bis am Erscheinen der Fliissigkeit am unteren
Ende des Perkolators noch eine ca. 1 cm hohe Schicht iiber dem Pulver
stehen blieb. Der Hahn w u d e dann geschlossen und der Perkolator 2 Trge
bei Seite gestellt. Hierauf wurde die Perkolation langsam fortgesetzt bis
ca. 200 ccm Perkolat erhalten wurde. Die ersten 10 ccm des Perkolats
muden in einem 60 ccm fassenden Messkblbchen aufgefangen, der Rest
wurde im Vakuum bei ca. 450 C. bis an€ ca. .u) ccm konzentriert. Die
konzentrierte Fliissigkeit wurde dann mit den ersten 10 ccm im Messkolbchen
gemischt, und auf 60 ccm mit angesiluertem (2% HsSO,) Wasser verdiinnt.
1) In einigen Filllen bewirkt der Zusatz von ca. 2 g gebrannter Magnesia
eine rasche KlBrung der aetherischen Fliissigkeit.
H. M. Gordin: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
221
Die Fliissigkeit wurde nun rnit etwas Talkumpulver versetzt, kriiftig
umgeschiittelt und durch ein trockenes Filter filtriert,
5 g des Riickstands im Perkolator wurden alsdann nach der oben
angegebenen Methode auf Alkaloide untersucht. Man konnte kein Alkaloid
mehr nachweisen. Da die Extraktion somit vollstiindig war, so konnte man
zur Bestimmung des Alkaloidgehaltes schreiten. Zu diesem Zwecke wurden
25 ccrn der durch das Talkum filtrierten Fliissigkeit in einen Scheidetrichter
gebracht und aus derselben nach dem Zusatz eines geringen Ueberschusser
von Ammoniak die Alkaloide, 4 Ma1 rnit je 30 ccrn Aether ausgeschiittelt.
Der Aether wurde dann vollstiindig abdestilliert, der Riickstand in einigen
Tropfen Chloroform gelast und hierauf mit 20 ccm l/m-Normal-Schwefels&ure
versetzt. Nach dem Verjagen des Chloroforms durch sehr gelindes Erwiirmen
und einen kriiftigen Luftstrom wurde die Fliissigkeit in ein 100 ccrn fassendes
Messktilbchen gebracht, und anter Anwendung von Mayer’schem Reagenz ale
FUungsmittel die iitherlaslichen Alkaloide, als Cocain berechnet, nach meiner
Methode bestimmt.
Da in dieser Methode die Extraktion vollkommen iet und
weder scharfe Agentien noch hijhere Temperatnren in Verwendung
kommen, so kann man wohl diese Methode ale Vergleichsmethode
aufstellen.
Nun wurde der Alkaloidgehalt derselben B u t t e r nach der Yethode
A bestimmt, indem man 10 g dee Pulvera ca. 4 Stunden lang mit
95% Alkohol in dem oben beschriebenen D u n s t a n und Short’schen
Apparate extrahierte, den alkoholischen Auszng auf ca. 10 ccrn
konsentrierte, das Extrakt mit schwach anges&uertem Wasser auf
50 ccrn verdiinnte und die Fliissigkeit nach dem Zusatz von etwaa
Talknm durch ein trockenes Filter filtrierte. In 26 ccm des Filtrates
wurde nun der Alkaloidgehalt genan wie in der Vergleichsmethode
bestimmt.
Es wurden 2 Bestimmungen nach der Methode A ausgeftihrt
und die Resultate mit denjenigen der Vergleichsmethode verglichen.
Methode
Vergleichsmethode
A
A
l/@-Normal-Siiurever- Gtehalt an Btherlbslichem
Alkaloid
braucht von 6 g Bliitter
6,6 ccrn
6,6 n
66
n
i
1,OOo
0,988
I
1,OOo
Da die Resultate der Methode A sehr gut rnit den der Vergleichsmethode fibereinstimmen, und dieselbe sehr einfach und raseh ausfiihrbar ist, so verdient die Methode A vor anderen Methoden bevorzngt
zu werden.
H Y.Gordin: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
222
Hydrastis Canadensis.
Vergleichsmethode.
10 g des gepulverten (No. 60) Rhizoms wurden genau so behandelt,
wie es eben bei der Vergleichsmethode fiir Cocabliitter beschrieben wurde,
nur wurde hier als L6sungsmittel nicht wie dort verdiinnter Alkohol, sondern
Sin Gemisch aus 3 Volumteilen Wasser, 6 Volumteilen Alkohol, und einem
Volnmteil Ulyzerin angewendet. Das Perkolat wurde hier nur auf ca. 60 ccm
konzentriert, alsdann rnit den ersten, in einem 100 ccm fassenden Kblbchen
aufgefangenen 10 ccm vermischt und rnit angeeauertem ungefahr 50, Jodkalinm enthaltenem Wasser auf 100 ccm verdiinnt. Nach dem Zusatz von
etwas Talkum wurde die Fliissigkeit filtriert und aus 20 ccm (=2 g Hydrastis)
des Filtrats nach Alkalisierung mit Ammoniak die Alkaloide 3 Ma1 mit je
30 ccm eines Gemisches von 3 Teilen Aether und 1 Teil Chloroform ausgeschuttelt. Nach dem Abdestillieren des Aetherchloroforms wurde der
Ruckstand in einigen Tropfen Chloroform gelost, die Liisung mit 20 ccm
l/N-Normal-Schwefelsiiure versetzt, die Fliissigkeit, nach dem Verjagen des
Chloroforms durch gelindes Erwarmen und Luftstrom, in ein 100 ccrn fassendea
Messkiilbchen gegossen und, unter Anwendung von Mayer’schem Reagenz
als Fiillungsmittel, die Alkaloidbestimmuag nach meiner allgemeinen Methode
ausgefuhrt. In 5 g des erschopften, im Perk olator ruriickgebliebenen Rhizoms
konnte nach dam Trocknen und Digerieren mit P r o l l i u s’scher Fliissigkeit
kein Alkaloid, ausser Spuren von Berberin, welche leicht durch Jodkalium
xu entfernen sind, nachgewiesen werden.
Da bei dieser Bestimmung weder hohe Temperaturen, noch stdrke
Reagentien gebraucht werden and d a ausserdem die Extraktion vollkommen ist, so ist man berechtigt, diese Methode als Vergleichsmethode
aufznstellen.
Nun wurde der Alkaloidgehalt desselben Rhizoms nach der
Methode A bestimmt, indem man 10 g im D u n s t a n und S h o r t ’ s c h e n
Apparate ca. 3 Stunden lang extrahierte. Nach dem Konzentrieren
dee Aueznges auf ca. 10 ccm wurde die Flilssigkeit in einem Me+k6lbchen mit angesauertem jodkaliumhaltigen Wasser auf 100 ccrn
verdiinnt. Von da an wurde die Bestimmnng genau so, wie in der
oben beschriebenen Vergleichsmethode ausgefuhrt.
Es m d e n 2 Bestimmungen nach Methode A gemacht:
l/m-Normal-Siiure verbraucht von 2 g Rhizom
Methode
A
A
1)
I
t
Alkaloidgehalt a l s
Hydrastin berechnetl)
I
I
Vergleichsmethode
1
~
7 ccm
7 n
7 n
3,47
3,47
3,47
Die kleine Mengen Canadin kiinnen kaum die Resultate beeinflussen.
H. M. G o r d i n : Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
223
Da die Methode A mit der Vergleichsmethode identische Resultate
lief&,
so verdient die eretere allgemein angenommen zu werden.
Nux Vomica.
Vergleichsmethode.
Die vollkommene ErschBpfung der BrechnIisse ist sehr schwierig
auszufdhren. Nach vielen Versuchen mit verschiedenen L6sungsmitteln ist es gelungen, durch das folgende Verfahren eine totale
Ersch6pfung zu bewirken.
10 g der gepulverten (No.60) Brechniisse wurden in einem niedrigen
mit Schraubendeckel versehenen Salbenglas, mit 5 ccm eines Gemisches von
75 Teilen Alkohol, 23 Teilen Wasser und 2 Teilen 85% Phosphorsiiure durchfeuchtet und das gut verschlossene Salbenglas ca. 48 Stunden bei Seite
gestellt. Das Pulver wurde alsdann mit denselben Vorsichtsmabregeln, wie
es bei der Vergleichsmethode der Cocabliitter angegeben ist, in den Glashahnperkolator gebracht und auf das Pulver so vie1 von dem obigen AlkoholWasser-Phosphorsiiure-Gemischgegossen bis eine ca. 1 cm hohe Schicht der
Flikssigkeit iiber dem Pulver stehen blieb. Der Hahn wurde dann geschlossen
und der Perkolator 12 Stunden bei Seite gestellt. Alsdann wurde der Hahn
gei$ffnet, die ersten 10 ccm des Perkolats in einem 100 ccm fassenden Messkolbchen aufgefangen, und nachdem die Fliissigkeit von der Oberfltiche den
Puhers verschwunden war, die Perkolation mit 75%Alkohol, welcher ca. 0,25%
Phosphorsaure enthielt, so lange fortgesetzt bis ca. 200 ccm Perkolat erhalten
wurde. Das Perkolat wurde bei 450 C. im Vakuum bis auf ca. 60 ccm
koncentriert, hierauf mit den reservierten 10 ccm gemischt, die Fliissigkeit
auf 100 ccm rnit angesiluertem (2% HaSO,) Wasser verdiinnt und nach Zusatz
von ca. 3 g Talkum und kriiftigem Umschiitteln filtriert. Aus 20 ccm
= 2 g Nnx Vomica) des FSltrats wurden die Alkaloide nach genugendem
Zusatz von Ammoniak, 3 Ma1 mit je 30 ccm eines Gemisches von 3 Teilen
Aether und 1 Teil Chloroform ausgeschiittelt, das Aether-Chloroform vollkommen abdestilliert, der Ruckstand in etwas Chloroform gelost und die
Losung rnit 20 ccm l/m-Normal-Schwefelsiiureversetzt. Nach Verjagung des
Chloroforms durch Erwiirmen and einen krilftigen Luftstrom wurde die
Fliissigkeit in ein 100 ccm fassendes Messk6lbchen gegossen und unter
Anwendung von Ma yer’sehem Reagenz als Filllungsmittel die Bestimmung
nach meiner Methode beendigt. 5 g der erschapften, im Perkolator zuriickgebliebenen Droge wurden nach dem Trocknen und Digerieren rnit der
P r o llius’schen Fliissigkeit auf Alkaloide gepriift; weder durch den Geschmack
noch durch die allgemeinen Alkaloidreagenzien konnte ein Alkaloidgehalt
nachgewiesen werden. Obwohl in diesem Verfahren Sa-e angewendet wird,
so ist doch, wegen der grossen Bestandigkeit der Strychnosalkaloide gegen
sehr verdiinnte Siiuren, kein Alkaloidverlust zu befurchten; jedenfalls, da es
mir nicht gelungen ist durch ein neutrales Losungsmittel alles Alkaloid aus
den Brechniissen auszuziehen, kann man die hier beschriebene Methode
sicher als Vergleichsmethode aufstellen.
H. M. Gordin: Wertbestimmung alkaloidh. Drogea
224
Nun wurde die Alkaloidbestimmung derselben Brechntisse mittelst
der Methode B’) ausgefuhrt, indem man 4 g derselben, zu diesem
Zwecke fein gepulverten Droge mit 50 ccm modifizierter P r o l l i u s’scher
Fltissigkeit 4 Stunden lang in einer Schiittelmaschine digerierte, alsdann
von der durch Absetzenlassen geklarten Fliissigkeit 25 ccm (= 2 g Droge)
abpipettierte und die Alkaloide durch 3maliges Ausschiitteln mit je
25 ccm angeszuerten Wassers aus der gtherischen Ltisung entfernte.
Die wtserige L k u n g wurde nun rnit Ammoniak alkalisch gemacht
und 3 mal mit je 50 ccm eines Qemisches von zwei Teilen Chloroform
nnd einem Teil Aether ausgeschuttelt. Das Aether-Chloroform wurde
dann vollkommen abdestilliert, der Riickstand in etwas Chloroform
gel6st und nach Zusatz von 20 ccm l/ro-NormJ-Schwefels8nre die
Alkaloidbestimmung genau so, wie in der Vergleichsmethode beendigt.
Zwei Bestimmungen nach der Methode B, verglichen mit der
Vergleichsmethode, ergaben folgende Resultate:
Methode
l/a-Normal-Saure verbraucht von 2 g Brechniisse
Vergleichsmethode
B
B
7J ccm
Alkaloidgehalt9)
Obwohl die Resultate der Methode B etwas niedriger als die der
Vergleichsmethode sind, so kommen sie doch den der letzteren n&her,
als ich sie durch viele andere Methoden erhalten konnte. Da ausserdem
alle kostspieligen Ltisungsmittel bei der Methode B zurtickerhalten
werden ktinnen und dieselbe nicht vie1 Zeit in Anspruch nimmt, so
ist Methode B f i i r die Wertbestimmung der BrechnIisse allen anderen
vorzuziehen.
Chinarinde.
Bestimmung dea totalen Alkaloidgehaltes, wie auch des Gehaltes
an 8therl8slichen Alkaloiden.
Vergleichsmethode.
Die Chinarinde konnta ich eben so wenig wie die Brechniisse
mittelst eines neutralen L6sungsmittels, mit oder ohne Zusatz von
Glyzerin, vollkommen erschtipfen. Ich musste daher zu Stiuren Z d u c h t
nehmen, und untepdiesen hat die SalzsBure die beaten Resultate ergeben.
Das Verfahren ist wie folgt:
1)
Methode A ist hier gar nicht xuliissig, sogar nach 6stiindigem
Kochen im Dunstan und Short’echen Apparate mit Alkohol konnte man
im Riickstande betriichtliche Mengen Alkaloid nachweisen.
9) Strychnin und Brucin zu gleichen Teilen gerechnet.
H
. M. G o r d i n : Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
225
10 g der gepulverten (No. 60) Rinde warden genau in derselben Weise
extrahiert, wie es bei der Vergleichsmethode fiir N w vomicu angegeben ist,
nur wurden hier 50% Alkohol und Salzsiture anstatt Phosphorsitme angewendet. Nach dem Verdiinnen des konzentrierten Extraktes, welches
zuvor mit den reservierten 10 ccm vermischt wurde, auf 100 ccm, wmde die
Fliissigkeit unter Zusatz von Talcum filtriert und aus 25 ccm (2,5 g Rinde)
des Filtrate nrch dem Versetzen mit iiberschiissiger Natronlaugel) (10 %)
die Alkaloide 3mal mit j e 30 ccm eines Gemisches von einem Teil Chloroform
und drei Teilen Aether ausgeschiittelt. Das Aether-Chloroform m d e nun
mit cb 0,s g gebrannter Magnesia ca. 10 Minuten lang geschiittelt, die nun
krystallklare ittherische Lbsung durch ein trockenes Filter in ein leichtes
tariertea KBlbchen 6 l ~ e r tund das MgO, Wie auch das Filter, mit Aether
nachgewaschen. Das Aether Chloroform wurde hierauf vollkommen abdestilliert. Alsdann wurde das Kalbchen bei 1300 C. 2 Stunden lang getrocknet und nach dem Erkalten im Exsiccator gewogen. Auf diem Weise
wurde der Total-Alkaloidgehalt gavimetrisch bestimmt. Um nun den Gehalt
an iitherltjslichen Alkaloiden zu bestimmen, schiittet man ca. 3 g gereinigten,
grobgekbrnten Sand in das Kalbchen, fiigt 10 ccm absoluten Aether zu,
rotiert vorsichtig das Kalbchen solange, bis aller an den Witnden und Boden
anklebender Stoff sich vollkommen abgelbst hat und filtriert die Mherische
Losung durch ein trockenes Filter in ein Destillierkolbchen. Nach dem dreioder viermaligen Nachwaschen den Sandes und des Filters mit j e 5 ccm
Aether, versetzt man die lltheriache Lisung rnit 50 ccm l/a-Normal-Schwefelsame and destilliert den Aether vollkommen ab. Die letzten Spuren werden
durch einen kriiftigen Luftstrom eines Blasebalgs entfernt. Die sauere
Fliinsigkeit wird nach valligem Erkalten in ein 200 ccm fassendes Messkblbchen gegossen, das Destillierkglbchen einige Male mit Wasser nachgewaschen und nach Zusatz von iiberschiissiger Jod-Jodkaliumlosung (2 % Jod)
das Messkolbchen bis zur Marke aufgefiillt. Von nun an wird die Bestimmung
nach meiner allgemeinen Methode beendigt. 1ccm l/@-Norm.-Siiure=0,00386g
Alkaloid (Chinin ond Cinchonidin zu gleichen Teilen gerechnet und als zweisiturige Basen genommens). 5 g der erschbpften Rinde wurden, wie frtiher
angegeben, auf Alkaloide untersucht, man konnte kein Alkaloid nachweisen.
Da die Chinaalkaloide gegen verdiinnte Situren ziemlich beetiindig sind und
da die hier beschriebene Methode eine totale Erschtlpfung bewirkt, so ist
man berechtigt, diese Methode als Vergleichsmethode aufzustellen.
-
Von den vielen geprtiften Methoden gab nnr dieMethode B mit
den der Vergleichsmethode Ubereinstimmende Resultate. Zwei Wertbestimmungen der Rinde wurden deshalb mittelst der Methode B aus1) WHhrend mit Ammoniak and Chloroform sich gewbhnlich eine
achwierig zu trennende Emulsion bildet, wird diem Schwierigkeit ganz beseitigt, wenn dae Ammoniak durch Aetznatron und das Chloroform durch
Aether-Chloroform ersetzt werden.
3 Die Wahrheit dieser Annahme werde ich in meinem niichsten Beitrag
beweisen.
Arch. d. pharm COXXXIX. Bde. a. Heft
15
H. M. G o r din: Wertbestimmung alkaloidh. Drogeu.
226
g e M , indem man l o g der zu diesem Zwecke fein pulverisierten
Rinde mit 100 ccrn der modifizierten Pro llius schen Flllssigkeit 4 Stunden
lang unter fortwghrender Bewegnng in der Schuttelmasohine digerierte,
aladann 25 ccrn (= 2,5 g Rinde) der durch Absetzenlassen geklbten
Fliissigkeit abpipettierte und die Alkaloide durch 8 maliges Ausschtitteln
der LSsung rnit j e 25 ccrn angesZluertem Wasser auswusch. Aus
der wuserigen LSsung wurden nun die Alkaloide nach Alkalisiernng
mit Natrodauge 3 Ma1 mit j e 80ccm eines Gemisches von 8 Teilen
Aether und 1 Teil Chloroform ausgeschiittelt. Die Zltherische Lgsung
w u d e hierauf rnit ca. 0,B g gebrannter Magnesia geschiittelt und die
Alkaloidbestimmung genau so beendigt, wie in der oben beschriebenen
Vergleiohsmethode.
Qesamtalkaloide in 1 l/m-Normal-Siiure
Alkaloidgehalt
2,5 g (gravimetrisch) I verbrauaht von 2.5 g Total Aetherliislich
__
xethode
.-
Vergleiohamethode
B
B
I
I
0,1702 g
0,1682
0,1690 n
23,2 ccm
6,81
2314
n
6,73
2313
n
6,76
3,57
3,60
375s
I
H. M. G o r din: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
227
rnit schwach angesauertem Wasser (1%Has03 aufgenommen und die
wiisserige Lllsung in einen kleinen Scheidetrichter filtriert. Nach Zusatz
von iiberschussigem Ammoniak wurden die Alkaloide 3 ma1 rnit j e 30 ccrn
eines Qemisches von 2 Teilen Chloroform und 1 Teil Aether aua der
wiisserigen Liisung ausgeschuttelt, hierauf das Aether-Chloroform vollkommen
abdestilliert, der Riickstand in einigen Tropfen Chloroform gel6st and mit
20 ccm l/u-Normal-Schwefelsbure versetzt. Nach dem Verjagen des Chloroforms durch sehr gelindes Erwilrmen und einen kraftigen Luftstrom mittelst
ekes Blasebalges, wurde die Flussigkeit in ein 100 ccm fassendes Messkilbchen gebracht und die Bestimmung unter Anwendung von May er’schem
Reagenz als Fiillungsmittel, nach meiner Methode beendigt.
Die ersch6pfte Droge wurde wie friiher angegeben auf Alkaloide
untersucht; man konnte keines nachweisen.
Da in dieser Methode weder starke Siluren, noch erhijhte
Temperaturen angewendet werden und die Extraktion vollkommen ist,
so ist man berechtigt die Methode ale Vergleichsmethode anzunehmen.
Von allen anderen bequemeren, die Vergleichsmethode zu
ersetzenden Methoden, hat nur Methode B der Vergleichsmethode am
niichsten kommende Resultate geliefert.
Eine Bestimmung nach B wurde nun ausgefiihrt, indem man
10 g der zu einem sehr feinen Pulver verwandelten Wurzel mit
100 ccm modifizierter Prollius’scher Fliissigkeit 4 Stunden lang
schiittelte und 25 ccm (= 2,5 g) der durch Absetzenlaasen sich gek l w n Fliissigkeit 3mal mit j e 20 ccm angesiluerten Wassers ausschfittelte. Nach Zusatz von iiberschiissigem Ammoniak wurden nun
die Alkaloide, durch dreimaliges Ausschiitteln mit je 50 ccm eines
Gemisches von 2 Teilen Chloroform und 1 Teil Aether aus der
wlsserigen L6sung entfernt. Der Aether m r d e vollkommen abdestilliert, der Riickstand in etwas Chloroform gel6st und, nach Zusatz
von 20 ccm l/to-Normal-Silure die Bestimmung genau so, wie in der
Vergleichsmethode beendigt. ’
Methode
1/a-Normal-S&ureverbraucht von 2,5 g Wurzel
Vergleichsmethode
B
11,5
10,2
Alkaloidgehalt als
Emetin gerechnet 1)
Eine Bestimmung nach A hat nur 2,43 4 s Alkaloidgehalt
ergeben.
Obwohl die Resultate der Bestimmung nach B niedriger a h die
der Vergleichamethode sind, so aind sie doch die besten, die ich erhalten
1)
Das Cephaelin wurde hier nicht in Betracht genommen.
15*
228
H. M. G o r din : Wertbestimxnung alkaloidh. Drogen.
konnte. Nimmt man an, dass Methode B nur mit einer konstanten
Fehlerquelle behaftet ist, so konnte man eine Korrektion anbringen.
Wie aus den Zahlen ersichtlich ist, wurde ale Emetinfaktor fii
1 ccm '/,o-Normal-S&nre 0,00635 gebraucht. Dieser Faktor ergiebt
sich aus der Annahme, dass die Formel des Emetins CmHdoN,06 ( E u n z K r a u s e , Arch. d. Pharm. 225, 461; 232, 466) sei, und dass die Salze
des Emetins die folgende Zusammensetzung haben: B 2A, wo B fiir
ein Molektil Emetin und A fur ein Molekiil einer einbasischen S h r e
steht. D a die K unz'sche Formel nicht allgemein angenommen wird'),
so wird man vielleicht den obigen Faktor abandern milssen. D a aber
meine Absicht, nur ein Vergleich der Resultate verschiedener Methoden
ist, so bleibt es gleich, was fur ein Faktor genommen wird. Alles
was man zu beweisen braucht, ist, dass meine allgemeine Alkaloidbestimmungsmethode auf Emetin anwendbar ist. Obwohl man diese
Anwendbarkeit a priori annehmen konnte, weil dieses Alkaloid auch
aus sehr verdiinnten Losungen durch das Mayer'sche wie auch
W a g n e r 'sche Reagens gefallt wird, so habe ich doch vorgezogen die
Anwendbarkeit meiner Methode auf Emetin experimentell zu beweisen.
Zu diesem Zwecke braucht man ebenfalls nicht die genaue Zusammensetzung des Emetins zu kennen. Nimmt man eine abgewogene Menge
dieses Alkaloids und bestimmt nach meiner Methode, wie vie1 Siiure
diese Alkaloidmenge verbraucht, so kann man einen experimentellen
Faktor fiir j e 1 ccm der eingestellten Same berechnen. WZrgt man
nun verschiedene Mengen desselben Alkaloids ab und bestimmt dieselben
unter Anwendung des berechneten Faktors nach meiner Methode, als
ob sie unbekannte Grossen waren, so kann man die Genauigkeit der
Methode leicht einer Priifung unterwerfen.
0,0926 g E m e t i n (Mer c k's) wurden in ein 100 ccm fassendes Messkblbchen in 60 ccm 1/mNormal-Schwefelsliuregelast, die Lasung mit emem
Ueberschuss vou Mayer'schem Reagenz 'versetzt und dann auf 100 Gem
verduunt. Nach einigem Schiitteln schied sich der Niederschlag ah and die
daruberstehende Fliissigkeit wurde vollkommen klar. Nun wurde dwch ein
trockenee Filter filtriert und in 50 ccm des Filtrates die iiberschiissige Siime,
unter Anwendung von demselben Indikator (Phenolphthaleln) der zur Einstellung der Titerflussigkeiten gedient hat, genau bestimmt. Es hat sich
gezeigt, dass die 0,0926 g Emetin genau 14 ccm der eingestellten Saure verbrauchten. Darans ergiebt sich, dass 1ccm l/wNormal-Sliure = 0,0066 g q
Emetin. Nun wurden zwei Proben desselben Alkaloids abgerogen und die
1) Lefort nnd Wurz. An. Chim. Phys. (6) 12,247; Glenard ibid. 8,233;
Pan1 und Cowlry Pharm. J. (3) 84, 61.
s) Dass dieser Faktor nicht mit dem aus der Kunz'schen Formel sich
ergebenden und von mir oben gebrauchten iibereinstimmt, riihrt vielleicht
daher, dass das kliufliche Alkaloid nicht vollkommen einheitlich ist.
I/,,, - Normal - Shire
genommen 1 verbraucht
I.
2.
75 ccm
30
7
27,6 ccm
1694 n
Emetin
genommen I
gefundeo
0,1829 g
0,1071
0,1882 g
0,1082*
2. Wertbestimmung des Schierlings.
Die Bestimmung des Alkaloidgehalts in den Friichten und Samen
des Conium maculatum bietet besondere Schwierigkeiten dar. Nach
meiner allgemeinen Methode lasst sich Coniin nicht bestimmen, weil
es aus sehr verdiinnten L6sungen seiner Salze durch das Mayer’sche
wie auch durch das Wagner’sche Reagenz entweder garnicht gefillt
wird oder der zuerst entstehende Niederschlag allmahlich wieder verschwindet. Andererseits kann man das Alkaloid uicht in freiem ZUstande zur WLgung bringen, weil es sogar bei gewtihnlicher Temperatur
fluchtig ist. Hat man also das Coniin durch die Ausschuttelungsmethode in atherische Lbsung gebracht, so muss man, um einen Verlust an Alkaloid zu verhindern, dasselbe zuerst in ein nicht fliichtiges
Salz verwandelu und erst dann den Aether abdestillieren. Da aber
das Coniin mit wechselnden aus der Pflanze stammenden Mengen
Ammoniak behaftet ist, so muss noch eine Trennung des Coniins vom
Ammoniak stattfinden.
Um alle diese Schwierigkeiten zu uberwinden, habe ich die
folgende Methode ausgearbeitet I). Die Genauigkeit derselben beabsichtige ich spLter durch Vergleich mit einer Vergleichsmethode,
wie ea im vorigen Beitrag beschrieben wurde, zu prtifen. Da die
Met.hode aber mir sehr ubereinstimmende Resultate geliefert hat , so
m6chte ich dieselbe hier beschreiben.
20 g den fein gepulverten Schierlings (Friichte oder Hatter) werden
mit 200 ccm eines Gemisches von 3 Teilen Aether und 1 Teil Chloroform
kraftig umgeschuttelt, das Gemenge mit 10 ccm 10% Natronlauge versetzt
nnd rlsdann 4 Stunden lang geschiittelt. Von der durch Absetzenlassen
geklarten Fliissigkeit werden nun 100 ccm abpipettiert, und nach Zusati
von 10 ccm 2%iger alkoholischer Oxalslnrelbsung und Umriihren, die
Fliissigkeit auf einem Wasserbade vollkommen abdestilliert. Um die letzten
1) Die Bestimmung des Coniins durch Umwandlmg in dessen Hydrochlorid
rurde schon von Lyons (Manual Pharm. Assaying 1886,85) wie auch spiiter
von Cripp s fPharm. J. Trans. (3) 18,13,611),vorgeschlagen. Diese Methoden
unterscheiden sich jedoch wesentlich von der hier beschriebenen.
2a
H. M. Gordin: Wertbestimmung alkaloidh. Drogen.
Spuren zu entfernen, blase man einen starken Luftstrom in die noch warme
Flasche mittelst eines Blasebalgs, wie derselbe beim Geblilsetisch gebraucht
wird. Nun l6se man den Riickstand in 10 ccm warmem absolutem Alkohol,
filtriers die Lbsung in ein niedriges weites Becherglas, wasche daa Filter
und das ungelbste Ammoniumoxalat rnit etwas absolutem Alkohol nach und
konzentriere die LBsung durch Verdampfen auf einem Wasserbade bis auf
ca. 2 oder 3 ccm. Man setzt nun 10 ccrn Wasser dem Becherglasinhalt zu
und verdunnt das Game in einem kleinen Messkolbchen auf 25 ccm mit
Wasser. Alsdann versetzt man die Fliissigkeit mit etwas Talcum, schiittelt
das KBlbchen kriiiftig um und filtriert durch ein kleines trockenes Filter.
Von der filtrierten Fliissigkeit bringt man mittelst einer kleinen Pipette
12,5 ccm (= 5 g Droge) in einen Scheidetrichter und nach dem Zusatz von
iiberschiissiger Natronlauge (10%)schiittelt man die Alkaloide 3 ma1 mit je
25 ccm Petroleumather (S. P. unter 600 C.; muss ohne Ruckstand verdampfbar sein) aus. Die Petroleumiltherlosung wird nun mit c8. 0,s g
gebrannter Magnesia ca. 10 Minuten lang geschuttelt, die krystallklare
Fliissigkeit durch ein kleines mit Petroleumilther durchfeuchtetes und rnit
einem Uhrglaschen bedecktes Filter iiltriert und das Filter wie auch das
Mg 0 einige Male mit Petroleumather nachgewaschen. Nun setzt man 60 ccm
einer gesattigten Losung von gasformiger Salzsiiure in wasserfreiem Aether 1)
zu, mischt vorsichtig durch und destilliert zur Trockne. Die letzten Spuren
Lbsungsmittel wie auch Sauredampfe werden durch Hineinblasen eines
starken Luftstromes in die noch warme Flasche verjagt. Das Hydrochlorid
verbleibt gewohnlich fast schneeweiss und in prachtvollen Krystallen an den
Wanden des Destillationskolbchens anhaftend. Nun versetzt man den
Destillationsriickstand rnit 25 ccm l/wNormal-Silbernitratlosung und ca. 5 ccm
10%iger Salpetersiiure, halt das Kblbchen in ein Wasserbad unter bfterem
sanftem Umriihren, bis das Ag C1 sich vollkommen abgeachieden hat, liisst
erkalten und verdiinnt das Gauze auf 100 ccm. Man filtriert und bestimmt
in 50 ccm des Filtrats, nach Zusatz von ca. 5 ccm Eisenoxydalaunl6snng, das
iiberschiiasige Silbernitrat mittelst l/(o-Normal-Kaliumrhodanatlosung.Die
Anzahl Kubikzentimeter von ~/40-Normal-Silbernitrat16smg,
welche von den
5 g Schierling verbraucht wurden, mit 0,0635 muitipliziert, giebt den Prozentgehalt der Alkaloide (als Coniin gerechnet) in der Droge.
1) Der Aether muss deshalb wasserfrei sein, damit die nach dem Abdeatillieren des Aethers sich bei Wasseranwesenheit stark konzentrierende Siiure
nicht das Coniin angreife. Ausserdem ware wasserige Silure schwer zu verjagen.
1st der Aether wasserhaltig, so ist die atherische Losung von HC1 anfangs
triibe; nach einiger Zeit setzt sich alles Wasser samt der meisten Salzsirure
zu Boden und der dariiber stehende Aether wird vollkommen Mar, aber
enthalt nur wenig HCl. Giesst man den Aether von der wilsserigen mit
Salzsiiure gesilttigten Schicht sorgfillltig ab und sattigt denselben wiederum
rnit HCl, so erhalt man eine klare wasserfreie Lasung von BC1 in Aether.
Die Salzsaure erhilt man am besten durch Zutropfenlaseen der konzentrierten
Saure des Handels zu konzentrierter HISO, und Waschen des Gases mit
etwas H2S04.
A. T s c h i r c h u. J. Klaveness: Natalaloe.
231
3. Wertbestimmung des Extracturn Cinchonae
fluidurn.
Total -Alkaloidgehalt , wie auch Gehalt an iitherltislichem Alkaloid.
Auf anderer Stelle') habe ich eine Methode zur Bestimmung
des Alkaloidgehaltes der fliissigen Extrakte angegeben. W i e dort
beschrieben, konnte man mittelst derselben nur den Totalalkaloidgehalt
in Extracturn Cinchonae flucidum bestimmen. Wiinscht man aber nebst
dem Gesamtgehalt auch den Gehalt an Ptherloslichem Alkaloid zu
ermitteln, so kann man das Verfahren wie folgt abgndern:
10 ccm des Extraktes werden in einem MesskBlbchen mit angesllaertem
(2 % %SO3 Wasser genau auf 60 ccm verdiinnt. Nach Zushte von etwas
Talkumpulver nnd Umschiitteln filtriert man durch ein trockenes Filter und
schilttelt die Alkaloide an8 60 ccm (= 6 ccm Extrakt) des Filtrate nach
starker Alkalieierung mit Natronlauge 3 ma1 mit je 30 ccm eines Gemisches
von 3 Teilea Aether und 1Teil Chloroform aus. Nach Durchschiitteln der
Ltherischen Losung mit etwas gebrannter Magnesia, wird die Flussigkeit in
ein leichtes tariertes Kalbchen filtriert und die gravimetrische Bestimmung
der Gesamt-Alkaloide, wie auch die mafsanalytische des ittherlbslichenAnteile,
genan so, wie es oben bei der Chinarinde angegeben ist, ausgefuhrt.
Da hier mit 5 ccm gearbeitet wird, so multipliziert man das erhaltene
Uewicht mit 20; man wende
oder l/lo-Normal-S&ure zur Aufnahme der
atherloslichen Alkaloide an und nehme den entsprechenden zneistinrigenFaktor.
25. Februar 19Oi.
Arbeiten aus dem pharmazeutischen Institute
der Universiat Bern.
Untersuchungen iiber die Sekrete.
40. Ueber die NatalaloB.
Von A. T s c h i r c h und J. K l a v e n e s s .
'(Eingegangen den 12. 111. 1901.)
Die NatalaloG befindet sich jetzt nur in geringen Mengen im
Handel, und ist unter allen Alo6sorten die am wenigsten untersuchte.
1)
Arch. d. Pharm. 1900, 340; Proceed. A. Ph. A. 1900, 136.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
987 Кб
Теги
wertbestimmung, der, medizinische, drogen, alkaloidhaltigen
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа