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978-3-658-12500-4 20-1

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Marxismus und Kritische Theorie:
Gesellschaft als [vergeschlechtlichter]
Vermittlungszusammenhang
Hanna Meißner
Zusammenfassung
Marx’ begriffliche Rekonstruktion der Strukturen der kapitalistischen Produktionsweise bietet trotz ihrer Grenzen und Leerstellen für die Geschlechterforschung
nach wie vor ein hochaktuelles Instrumentarium der Gesellschaftsanalyse und
-kritik. Interessant ist dabei die spezifische Methode, die Gesellschaft als Vermittlungszusammenhang erkennbar macht und den Blick auf eine (kapitalismusspezifische) herrschaftsförmige Versachlichung gesellschaftlicher Verhältnisse
richtet.
Schlüsselwörter
Kapitalismusanalyse • Gesellschaftlicher Vermittlungszusammenhang • Produktionsverhältnisse • Produktionsarbeit • Hausarbeit
Inhalt
1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2 Analyse, (Herrschafts-)Kritik und gesellschaftliche Transformation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3 Kritische Theorie: gesellschaftliche Totalität als Vermittlungszusammenhang . . . . . . . . . . . . . . .
4 Marx feministisch gelesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5 Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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H. Meißner (*)
Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG), Technische Universität
Berlin, Berlin, Deutschland
E-Mail: hanna.meissner@tu-berlin.de
# Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017
B. Kortendiek et al. (Hrsg.), Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung,
Geschlecht und Gesellschaft, https://doi.org/10.1007/978-3-658-12500-4_20-1
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H. Meißner
Einleitung
Als Marxismus werden an Karl Marx anschließende Gesellschaftstheorien bezeichnet, die die Strukturen der kapitalistischen Produktionsweise als grundlegend für das
Verständnis aktueller Gesellschaften betrachten. Den Marxismus gibt es allerdings
nicht; das Marx’sche Werk hat in verschiedenen Kontexten und Epochen sehr
unterschiedliche Interpretationsweisen erfahren (Heinrich 1999). Die hier vorgestellten Lesarten sind in den (sich überschneidenden) Traditionen des westlichen Marxismus und der neuen Marxlektüre verortet, wobei der Fokus auf deutschsprachigen
Diskussionen liegt. Mit westlichem Marxismus (Anderson 1978) werden Theorien,
Analysen und Debatten gefasst, die sich als Antwort auf das Scheitern der revolutionären Arbeiter_innenbewegung in Westeuropa nach dem 1. Weltkrieg konstituierten, sich von den Dogmen des parteioffiziellen Marxismus abgrenzten und den
Fokus auf Kultur, Klassenbewusstsein und Subjektivität legten (Bottomore 1994).
Mit neuer Marxlektüre werden Debatten bezeichnet, die ab Mitte der 1960er-Jahre
verstärkt staats- und ökonomietheoretische Probleme aufgriffen und die logische
Struktur sowie die Methode der Marx’schen Analysen mit dem Anliegen in den
Blick nahmen, sie zeitgemäß weiterzuentwickeln (Reichelt 2008).
Der Großteil marxistischer Debatten weist markante Leerstellen auf: Feministische, antirassistische und post- oder dekoloniale Kritiken spielen kaum eine Rolle –
was zumindest in jüngerer Zeit teilweise selbstkritisch bemerkt wird (Heinrich 2008,
S. 61). Trotz dieser Leerstellen ist aber, so die allgemeine These dieses Beitrags, die
spezifisch Marx’sche Methode der Gesellschaftsanalyse und -kritik aus Sicht der
Geschlechterforschung auch heute von großer Aktualität und Bedeutung. Marx griff
Phänomene und Fragen seiner Zeit – Industrialisierung, Verelendung, politische
Revolution – mit dem Erkenntnisinteresse auf, mittels einer begrifflichen Rekonstruktion der konstitutiven Bedingungen dieser Phänomene Möglichkeiten gesellschaftliche Transformation aufzuzeigen. Der nach wie vor aktuelle Fokus seiner
Theorie liegt auf einer herrschaftsförmigen Versachlichung gesellschaftlicher Verhältnisse und der damit verbundenen Verkehrung von Subjekt und Objekt. Sie ist
„ein einziges kritisches Urteil über die seitherige Geschichte, in der die Menschen
sich zu Objekten ihrer blind mechanisch ablaufenden ökonomischen Dynamik
haben herabwürdigen lassen“ (Schmidt 1974, S. 35).
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Analyse, (Herrschafts-)Kritik und gesellschaftliche
Transformation
Marx rekonstruierte die kapitalistische Produktionsweise als historisch besondere
Kombination von Produktivkräften (menschliche Arbeitskraft und Technologien)
und Produktionsverhältnissen (Eigentums- und Rechtsverhältnisse). Die menschliche Arbeitskraft ist in dieser Konstellation eine freie Rechtsperson, die nicht in
persönlichen Abhängigkeitsverhältnissen steht. Die Produktionsmittel (Rohstoffe,
Werkzeuge, Maschinen) sind im Privatbesitz von Unternehmen, die diese einsetzen
um Waren zu produzieren: Güter und Dienste, die nicht unmittelbar für den eigenen
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Verbrauch bestimmt sind, sondern auf dem Markt verkauft werden. Um ihre Produktionsmittel zum Einsatz bringen zu können, sind Unternehmen auf menschliche
Arbeitskraft angewiesen. Umgekehrt sind diejenigen, die nicht über Produktionsmittel verfügen, darauf angewiesen, ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, um
dafür eine Geldsumme (Lohn) zu erhalten, die dem Gegenwert der Waren und
Dienste entspricht, die sie zu ihrem Lebensunterhalt benötigt. Da die menschliche
Arbeitskraft in der Lage ist, mehr zu produzieren, als für ihre eigene Regeneration
notwendig ist, kann sie an einem Arbeitstag einen über ihren Lebensunterhalt
hinausgehenden Mehrwert produzieren, der aufgrund der Eigentumsverhältnisse in
der Verfügungsmacht der Unternehmen verbleibt.
Mit dieser Rekonstruktion der historischen Bedingungskonstellation ökonomischer ‚Produktionsfaktoren‘ (Arbeit, Kapital, Boden) kann Marx zeigen, dass die
vermeintlich eigenständigen Einkommensformen (Lohn, Profit und Zins) spezifische (nur in diesen historischen Strukturen bestehende) Formen der Aneignung eines
gesellschaftlichen Reichtums sind, der durch die kollektive Produktivität lebendiger
Arbeitskraft hergestellt, jedoch privat angeeignet wird (Marx 1981, S. 137). Diese
historischen Eigentumsverhältnisse sichern systematische Privilegien ab, die in
rechtmäßigen Tauschverhältnissen reproduziert werden und in der abstrakten Allgemeinheit der Geldform verdeckt sind: Mit dem Geld trägt jedes Individuum „seine
gesellschaftliche Macht, wie seinen Zusammenhang mit der Gesellschaft in der
Tasche mit sich“ (Marx 1983, S. 90). Hier lässt sich ein zentrales Moment der von
Marx konstatierten Verkehrung und Versachlichung der gesellschaftlichen Verhältnisse erkennen, denn die Verhältnisse und Abhängigkeiten, die der (Re-)Produktion
des (gesellschaftlichen) Lebens zugrunde liegen, erscheinen den beteiligten Individuen nicht als gesellschaftliche (und damit gestaltbare) Beziehungen, sondern als
sachliche Gewalten, denen sie sich unterordnen müssen (Marx 1983, S. 91).
Neben der systematischen Ungleichheit, die dieser sachlich vermittelten Verfügung über gesellschaftlich produzierten Mehrwert zugrunde liegt, kann Marx spezifische Irrationalitäten der kapitalistischen Produktionsweise erkennbar machen, die
sich pointiert in der Beobachtung zusammenfassen lassen, dass „der Wirtschaftszweck der Sicherung des existenziellen Lebensbedarfs der Individuen wie der
menschlichen Gattung überhaupt [. . .] gleichsam zum unintendierten Nebeneffekt
der Kapitalverwertung [wird]“ (Conert 2004, S. 392). Entscheidungen darüber, was
in welchem Umfang unter welchen Bedingungen hergestellt wird, werden von
Unternehmen getroffen und finden ihre Grundlage in erwarteter Rentabilität. Diese
Entscheidungen werden dann auf dem Markt beurteilt, d. h. sie waren richtig, sofern
es gelingt die hergestellten Produkte in ausreichendem Maß zu verkaufen, um einen
Mehrwert realisieren zu können, unabhängig davon, welche Bedürfnisse dabei
befriedigt werden. Ob die Befriedigung dieser Bedürfnisse gesellschaftlich wünschenswert ist und ob und inwiefern Bedürfnisse nicht befriedigt werden, weil sie
nicht mit entsprechender Kaufkraft am Markt auftreten können, erscheint nicht als
wirtschaftliche Problematik.
In der kapitalistischen Produktionsweise liegt das Ziel ökonomischen Handelns
in der Kapitalverwertung. Die lebendige Arbeitskraft ist Mittel zum Erreichen dieses
Ziels; sie geht – ebenso wie Rohstoffe und Materialien – als „Ingrediens“ (Marx
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H. Meißner
1989, S. 34) in den Produktionsprozess ein. Wie menschliche Arbeitskraft entsteht
und wie sie sich regeneriert, woher Rohstoffe und Ressourcen kommen und mit
welchen gesellschaftlichen Folgekosten ihr Einsatz verbunden ist, sind keine
(betriebs-)wirtschaftlichen Fragen. Das Gemeinwohl ist nicht Gegenstand kollektiver Verhandlung und Gestaltung, sondern stellt sich „hinter dem Rücken der sich in
sich selbst reflektierenden Sonderinteressen“ als „Allgemeinheit der selbstsüchtigen
Interessen“ (Marx 1983, S. 170) ein. Eine wichtige Pointe der Marx’schen Kritik ist,
dass die mit dieser Produktionsweise verbundenen Dynamiken von Verwertungsimperativ und Konkurrenz systematisch zu Fehlallokationen und Krisen führen, die
in ihren verheerenden Effekten als moralisch problematisch betrachtet, nicht jedoch
ursächlich auf moralische Verfehlungen von Einzelnen oder auf allgemeine menschliche Schwächen (etwa Gier oder Egoismus) zurückgeführt werden können. Es sind
vielmehr systemische Missstände, die – unabhängig vom Wollen einzelner Akteur_innen – so lange fortbestehen, wie das System, aus dessen Dynamiken sie hervorgehen,
weiter besteht. Der emanzipatorische Impetus der Marx’schen Kapitalismuskritik
besteht darin, die Möglichkeit erkennbar zu machen, dass sich die Arbeiter_innenklasse
als Subjekt der Geschichte konstituiert, um die gesellschaftlichen Verhältnisse zu
revolutionieren und eine andere Gesellschaftsformation hervorzubringen, in der die
Verhältnisse, „zum ersten Mal mit Bewußtsein als Geschöpfe der bisherigen Menschen
behandelt, ihrer Naturwüchsigkeit entkleidet und der Macht der vereinigten Individuen“
(Marx und Engels 1969, S. 70) unterworfen sind.
3
Kritische Theorie: gesellschaftliche Totalität als
Vermittlungszusammenhang
Eine für die deutschsprachige Geschlechterforschung bedeutsame, an Marx anschließende Richtung des gesellschaftsanalytischen und -kritischen Denkens ist die Kritische
Theorie, deren Ursprünge auf das 1923 in Frankfurt am Main gegründete Institut für
Sozialforschung zurückgehen und insbesondere mit den Arbeiten Max Horkheimers
und Theodor W. Adornos verbunden sind (Knapp 2008, 2012). Ausgehend von Fragen
und Problemen seiner Zeit – in den 1930er-Jahren das Ausbleiben der proletarischen
Revolution – setzte sich Horkheimer kritisch mit der Revolutionstheorie von Marx
auseinander (Dubiel 1978), sah darin jedoch keinen Grund, Marx’ Gesellschaftsanalyse
als widerlegt zu verwerfen. Auch die radikale Verurteilung des Regimes in der Sowjetunion veranlasste Horkheimer und Adorno nicht zu einer Abwendung von Marx,
sondern zu einer dezidierten Kritik an dogmatischen Lesarten, die davon ausgehen,
dass der Geschichte quasi gesetzmäßige (Entwicklungs-)Notwendigkeiten innewohnen.
Stattdessen sei die Marx’sche Analyse als Rekonstruktion von Strukturzusammenhängen zu verstehen, die allen kapitalistischen Gesellschaften zugrunde liegen, jedoch in
ihrer je spezifischen, zeitlich und lokal kontextualisierten Ausprägung zu betrachten
seien. So ließen sich je konkrete Bedingungen erfassen, die die Möglichkeit (nicht
jedoch Notwendigkeit) einer emanzipatorischen Vergesellschaftung eröffnen können.
An Marx’ erkenntnistheoretische Prämisse anschließend, dass soziale Phänomene nur
aus ihrem historischen Konstitutionszusammenhang heraus zu begreifen sind, geht die
Marxismus und Kritische Theorie: Gesellschaft als [vergeschlechtlichter] . . .
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Kritische Theorie über die Marx’sche Produktionszentriertheit hinaus und fokussiert die
strukturierende Macht in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, um Gesellschaft als „Vermittlungsprozess“ (Adorno 1995, S. 369) zu begreifen. Wissenschaft ist
Moment emanzipatorischer Praxis, sofern sie Zusammenhänge und „Strukturgesetze“
(Adorno 1995, S. 356) als Gegenstand transformatorischer Praxis erkennbar macht,
allerdings seien nicht nur einzelne Begriffe und Konzepte sondern die gesamte gesellschaftstheoretische Anlage immer wieder in ihrer Zeitgebundenheit zu überprüfen und
anzupassen: Eine Theorie gesellschaftlicher Strukturzusammenhänge, die ihre Begriffe
und Theoreme nicht beständig prüft, falle letztlich „in Dogmatismus zurück [. . .]; stellt
still, was dem eigenen Begriff nach anders nicht denn als Bewegtes gedacht werden
kann“ (Adorno 1995, S. 356).
Angesichts der Verbrechen des Nationalsozialismus wich der „politische Optimismus“ (Kager 1988, S. 67) im Hinblick auf Möglichkeiten emanzipatorischer
Transformationen einer grundlegenderen Skepsis. Aus diesen historischen Erfahrungen zogen Horkheimer und Adorno den Schluss, dass die Moderne nicht nur keine
systematischen Mittel hervorgebracht hat, um Faschismus zu verhindern, sondern
dass Faschismus vielmehr eine immanente Möglichkeit moderner Gesellschaften ist:
„Auschwitz war für sie kein singuläres Ereignis, sondern Resultat der Dialektik der
Aufklärungsvernunft selbst“ (Knapp 2012, S. 131). In der „Dialektik der Aufklärung“ (Horkheimer und Adorno 1971) formulierten sie eine radikale Vernunftkritik,
die die Fiktion des modernen Subjekts in seiner gewaltsamen Selbstzurichtung und
der Gewalttätigkeit seines Verfügungsanspruchs über die Natur herausstellte. Zeitdiagnostisch sahen sie eine Verschärfung der kapitalistischen Versachlichung und
Verkehrung: In der Spätmoderne sei eine Herrschaft des Faktischen festzustellen, die
die Ohnmacht der Einzelnen gegenüber verdinglichten gesellschaftlichen Verhältnissen befestige und auf diese Weise eine emanzipatorische Transformation be- oder gar
verhindere.
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Marx feministisch gelesen
Ausgangspunkt deutschsprachiger feministischer Auseinandersetzungen mit Marx
war in den 1970er-Jahren die Hausarbeitsdebatte (Beer 1984), die eine systematische
Leerstelle im Marx’schen Werk in den Blick nahm: die auf die Reproduktion der
Arbeitskraft bezogenen Tätigkeiten, die im Zuge der historischen Etablierung des
Kapitalismus als unbezahlte (Frauen-)Arbeit in den Privathaushalt verlagert wurden.
Eine Kontroverse entspann sich um die Frage, ob und inwiefern es sinnvoll ist, den
erwerbszentrierten marxistischen Arbeitsbegriff zu erweitern, um häusliche Tätigkeiten als Arbeit sichtbar werden zu lassen und dies eventuell mit der politischen
Forderung nach Bezahlung dieser Arbeit zu verbinden (Bock und Duden 1977).
Kritische Einwände dagegen problematisierten, dass eine solche Erweiterung des
Arbeitsbegriffs spezifische Qualitäten individueller Reproduktionsarbeit nicht erfassen könne: In ihren personenbezogenen, bedürfnisorientierten Dimensionen stünde
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H. Meißner
diese in einem Widerspruch zur sachlich-effizienzorientierten Logik der Erwerbsarbeit und hätte zugleich die Aufgabe, die subjektiven Effekte jener Logik zu bewältigen (Kontos und Walser 1978).
Eine weitere Auseinandersetzung kreiste um die Frage, ob Hausarbeit als produktiv
zu verstehen ist. Während die einen argumentierten, dass häusliche Tätigkeiten als
Grundlage aller kapitalistischen Produktion im ganz materiellen Sinn produktiv sind,
da sie nicht nur subsistenzwirtschaftliche Güter, sondern das Leben selbst hervorbringen (Werlhof 1978; 1983), hielten andere dagegen, dass dies die methodologischanalytische Stoßrichtung übergehe, die diese Kategorie bei Marx hat: Produktivität sei
keine wertende, auf gesellschaftliche Notwendigkeit, Bedeutsamkeit oder materiale
Qualität einer Tätigkeit bezogene Kategorie, sondern ein Begriff, der eine historische
Spezifik und Problematik des kapitalistischen Systems bezeichne, nämlich dass Tätigkeiten nur insofern produktiv sind, als sie in den Prozessen der Kapitalverwertung
einen Mehrwert hervorbringen (Beer 1983).
Einigkeit bestand weitgehend darüber, dass Marx’ Begriffe und Analysen aus
feministischer Sicht unzureichend sind, da sie Hausarbeit sowie sexuelle Beziehungen
nicht als soziale (Re-)Produktionsverhältnisse erfassen. Kontrovers verhandelt wurde,
ob Marx’ Methode und Begriffe grundsätzlich beizubehalten und durch weitere analytische Dimensionen zu ergänzen seien oder ob sie grundlegend reformuliert werden
müssen. So schlug Ursula Beer eine Erweiterung des Begriffs der Produktionsweise als
Zusammenspiel von Wirtschafts- und Bevölkerungsweise vor (Beer 1991). Hildegard
Heise argumentierte, dass die häuslich-familiale Sphäre eine historische Antwort auf die
kapitalismusspezifische Verselbstständigung und Versachlichung der Erwerbssphäre
und somit deren notwendiges und zugleich in einem grundlegenden Widerspruch
stehendes Anderes ist. Es bedürfe daher einer integrativen Zusammenführung von
marxistischen und feministischen Analysen, um kapitalistische Produktionsweise und
Geschlechterbeziehungen in ihrem Zusammenhang zu verstehen (Heise 1986). Grundlegendere Zweifel hinsichtlich der Brauchbarkeit Marx’scher Analysen artikulierte der
Bielefelder Subsistenzansatz (Werlhof et al. 1988): Die am Gebrauchswert orientierte,
auf die Herstellung und Erhaltung des Lebens gerichtete Subsistenzproduktion sei
funktionaler Bestandteil der kapitalistischen Produktionsweise. In einem hierarchischen
Verhältnis der Warenproduktion untergeordnet, erscheine sie als unbezahlte Arbeit
allerdings wertlos. Diese Abwertung übertrage sich auf diejenigen, die diese Arbeit
verrichten. In einer globalen Perspektive zeige sich, dass die Ausbeutung von Subsistenzarbeit und die damit verbundene ‚Wertlosigkeit‘ der in ihr Tätigen sich über die von
Frauen verrichtete Hausarbeit hinausgehend zu einer verallgemeinerten Hausfrauisierung von Arbeitskräften entwickle.
Ein Bezugspunkt feministischer Auseinandersetzungen mit Marx ist die Verbindung struktureller Herrschaftsanalysen mit Perspektiven gesellschaftlicher Transformation. Für die Frage, wer überhaupt Akteur_innen solcher Transformationen
sein könnten, hat es sich als wichtig erwiesen, Frauen als aktive – und damit auch in
die gesellschaftlichen Verhältnisse verstrickte, an der eigenen Unterdrückung partizipierende – Subjekte zu betrachten. Frigga Haug und Kornelia Hauser fassten
die individuelle Sozialisation als Prozess aktiver Vergesellschaftung, der jedoch
aufgrund der Versachlichung gesellschaftlicher Verhältnisse im Kapitalismus und
Marxismus und Kritische Theorie: Gesellschaft als [vergeschlechtlichter] . . .
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der damit verbundenen Subjekt-Objekt-Verkehrung immer eine „unvollkommene
Aneignung von Gesellschaft“ (Haug und Hauser 1992, S. 122) sei. Sie entwickelten
die Methode der Erinnerungsarbeit, ein kollektiver Prozess, in dem verdeckte
Widersprüche, Behinderungen und Unmöglichkeiten in der Persönlichkeitsentwicklung in ihrer strukturellen Bedingtheit und Gewordenheit erfahrbar gemacht werden.
Auch Regina Becker-Schmidt setzte am Zusammenhang von Individuation und
Vergesellschaftung an; sie griff Adornos Unterscheidung von Vergesellschaftung
und innerer Vergesellschaftung auf (Becker-Schmidt 1991), stellte allerdings deren
vergeschlechtlichte Widersprüchlichkeit in den Fokus: So seien die gesellschaftlichen Verhältnisse als Vermittlungszusammenhang gegensätzlich strukturierter
Lebensbereiche (Erwerbsarbeit und Familie) zu verstehen, deren unvereinbare
Anforderungen zu bewältigen vor allem Frauen zufällt. Auch in der Subjektivität
der Individuen schlagen sich diese gesellschaftlichen Widersprüchlichkeiten in
Ambivalenzen und Ambitendenzen nieder. Gemeinsam mit Gudrun-Axeli Knapp
und Beate Schmidt befragte Becker-Schmidt Anfang der 1980er-Jahre Fabrikarbeiterinnen zu ihren Erfahrungen im Wechsel von Akkordarbeit und Hausarbeit und
entwickelte aus diesem Forschungsprojekt das Theorem der doppelten Vergesellschaftung von Frauen (Becker-Schmidt 2003).
In den 1980er- und frühen 1990er-Jahren wurden wissenschaftstheoretische
Debatten um den Zusammenhang von Gesellschafts- und Erkenntniskritik geführt,
die vielfach an die Kritische Theorie anschlossen (Beer 1987; Knapp 2012). Insbesondere die Dialektik der Aufklärung stand im Fokus feministischer Diskussionen
über Rationalisierung, Herrschaft und (Natur-)Wissenschaften (Kulke und Scheich
1992). Aufgegriffen wurde die methodologische Perspektive, gesellschaftliche Phänomene in ihrem Konstitutionszusammenhang zu betrachten, um so das Verhältnis
von Produktionsweise, Wissenschaft und gesellschaftlichen Naturverhältnissen als
miteinander vermittelt zu sehen und zugleich deren inhärente gewaltsame Logik
einer Kritik zu unterziehen. Zugleich wurde die Kritische Theorie jedoch auf ihre
eigenen Verkürzungen und Auslassungen hin analysiert. So rekonstruierte Mechthild Rumpf bei Horkheimer eine Idealisierung von bürgerlicher Familie und Mütterlichkeit als Ort, an dem Individuen die Erfahrung bedingungsloser individueller
Werthaftigkeit machen können. Horkheimer übergehe jedoch die Differenz zwischen idealisierter Mütterlichkeit und den realen – durch Widersprüchlichkeiten
geprägten – Verhaltensweisen von Frauen in spätmodernen Gesellschaften und
bleibe damit der aporetischen Romantisierung einer (in die Vergangenheit projizierten) Mütterlichkeit verhaftet (Rumpf 1990). Elvira Scheich problematisierte, dass
Adorno und Horkheimer mit ihrem Blick auf die Dialektik von Fortschritt und
Regression der modernen Naturbeherrschung spezifische androzentrische Denkverbote nicht überwinden konnten, da sie das in der Logik der naturbeherrschenden
Männlichkeit Ausgeschlossene (Weiblichkeit, Natur) nicht als deren konstitutives
Moment erfassten, sondern diesen Ausschluss (als das ganz Andere) aufrechterhielten und so letztlich den naturbeherrschenden Fortschritt als tragische Notwendigkeit
erscheinen ließen (Scheich 1985).
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H. Meißner
Fazit
In den 1990er-Jahren traten Auseinandersetzungen mit Marx in der deutschsprachigen Geschlechterforschung eher in den Hintergrund; Debatten um Poststrukturalismus oder Dekonstruktion erschienen häufig als Abgrenzung und Überwindung von
(vermeintlichen) Mängeln der Marx’schen Theorie sowie als Ausdruck einer generellen Skepsis gegenüber ‚großen‘ gesellschaftstheoretischen Entwürfen. Angesichts
vielfältiger Krisen wird Kapitalismuskritik im beginnenden 21. Jahrhundert allerdings wieder vermehrt als wichtiges feministisches Erkenntnisinteresse artikuliert
(Bauhardt 2013; Aulenbacher et al. 2015). Das theoretische Instrumentarium und die
Methode der Marx’schen Gesellschaftsanalyse und -kritik eröffnen auch aktuell
wichtige Erkenntnisse über strukturelle Probleme der kapitalistischen Produktionsweise: krisenhafte ökonomische Entwicklungen, desaströse ökologische Effekte,
systematische Abwertung und Vernachlässigung von (Für-)Sorge sowie beständige
Hervorbringung von Menschen als Mittel zum Zweck oder gar als wertlosen Überschuss.
Ausgehend von der zeitdiagnostischen Beobachtung, dass das Geschlechterarrangement, das individuelle (Für-)Sorge im Modell des männlichen Familienernährers
und der weiblichen Hausfrau regulierte, brüchig wird, erscheinen die älteren feministischen Debatten um die widersprüchlichen Zusammenhänge von (re-)
produktiver Arbeit im Kapitalismus in neuer Weise aktuell (Becker-Schmidt
2011). In der Geschlechterforschung werden diese Entwicklungen zum Anlass für
Diskussionen über die Möglichkeiten anderer gesellschaftlicher Formen der Absicherung von (Für-)Sorge genommen. Dabei scheint zunehmend die in den älteren
feministisch-marxistischen Debatten präsente Erkenntnis (wieder) relevant zu werden, dass Gesellschaft als komplexer und widersprüchlicher Verweisungszusammenhang zu betrachten ist. Letztlich geht es um die Frage nach Möglichkeiten einer
transformatorischen Neuordnung gesellschaftlicher Strukturen, mit dem Ziel, dass
(Für-)Sorge nicht länger ein der Wirtschaft bei- oder gar untergeordnetes Subsystem
ist, sondern zum Kern und Zweck des gesellschaftlichen Miteinanders wird (Winker
2015).
Um zeitgemäße Analysen und Theorien hervorzubringen, sind solche Fragen
allerdings in einer globalen Perspektive zu verorten, die internationale Arbeitsteilung
und Ungleichheiten in den Blick nimmt (Castro Varela und Dhawan 2009). Für die
Geschlechterforschung bedeutet dies zum einen, dass Konflikte innerhalb des Feminismus um implizite (begriffliche) Hegemonien und epistemische Beschränkungen
wichtiger Teil selbstreflexiver Auseinandersetzungen sind. Zum anderen wird das
kritisch-analytische Potenzial von Marx(ismus) und Kritischer Theorie nur zeitgemäß bewahrt werden können, wenn auch post- und dekoloniale Kritik an deren
Auslassungen und Begrenzungen (Robinson 1983; Broeck 2006; Chakrabarty 2010)
systematisch in feministische Debatten einbezogen wird.
Marxismus und Kritische Theorie: Gesellschaft als [vergeschlechtlichter] . . .
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