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Materia medica
Die Charakteristika von Allium cepa
Von Christian Thoma
..
Zusammenfassung
Für den Vergleich der charakteristischen Patientensymptome mit den charakteristischen Arzneisymptomen ist eine verlässliche primäre Materia medica erforderlich. Anhand der neu revidierten Allium-cepaMonografie werden die Charakteristika der Arznei
dargestellt. Weiters wird diskutiert, wie Charakteristika einer Arznei zu ermitteln sind.
Abstract
For comparison of the characteristic symptoms of the
patient with the characteristic symptoms of the remedy a reliable primary materia medica is necessary.
On the basis of the new revised Allium cepa-monografy the characteristics of the remedy will be shown.
Furthermore it is discussed how to identify characteristics of a remedy.
Schlüsselwörter
Materia Medica Revisa Homoeopathiae (MMRH), Allium cepa, Materia-medica-Abgleich, Charakteristika
Keywords
Materia Medica Revisa Homoeopathiae (MMRH), allium cepa, materia medica-comparison, characteristics
Einführung
Samuel Hahnemann (1755 – 1843) postuliert in Organon
§ 154 [13] (S. 179), dass jene Arznei, die die besonderen,
ungemeinen, eigenheitlich sich auszeichnenden (charakteristischen) Zeichen der zu heilenden Krankheit in ihrer
Symptomenreihe in der größten Zahl und in der größten
Ähnlichkeit besitzt, für diesen Krankheitszustand das homöopathische Heilmittel ist. Im 1. Band der Chronischen
Krankheiten [14] (S. 150) weist Hahnemann darauf hin,
dass wenigstens die auffallendsten, sonderlichsten,
eigentümlichen Patientensymptome in den Quellen der
primären Materia medica aufzusuchen sind, und merkt
an, dass jene, die sich mit den vagen Andeutungen der
Repertorien bei der Arzneiwahl begnügen und schnell
einen Kranken nach dem anderen abfertigen, nicht den
Ehrennamen eines echten Homöopathen, sondern eher
den eines Sudlers verdienen.
Es ist eine vielfach geübte Praxis, die charakteristischen Zeichen der Krankheit zu repertorisieren und anschließend die dann in der engeren Wahl stehenden Arzneien mit einer sekundären Materia medica, die Arzneicharakteristika enthält, abzugleichen. Dass dies sehr häufig nicht zum erwünschten Erfolg führen kann, wird anhand einer von Georg von Keller (1919 – 2003) publizierten Allium-cepa-Kasuistik [21] (. . Tab. 1) exemplarisch
gezeigt.
Die bestehenden Repertorien sind fehlerhaft und zu
unvollständig, um die hier indizierte Arznei Allium cepa
bei Repertorisation der genannten Patientensymptome
überhaupt in die engere Wahl zu rücken.
In den ebenfalls unvollständigen Standardwerken
Synoptic Key von Cyrus Maxwell Boger (1861 – 1935) [6]
(S. 127), Key-Notes von Henry Newell Guernsey (1817 –
1885) [11] (S. 21 – 22), Keynotes and Characteristics von
Henry Clay Allen (1836 – 1909) [1] (S. 22 – 23), Leaders
von Eugene Beauharnais Nash (1838 – 1917) [27] (S. 443
– 444), Pocket Manual von William Boericke (1849 –
1929) [5] (S. 29 – 30), Text Book von Adolph Lippe (1812 –
Thoma C. Die Charakteristika von Allium cepa. ZKH 2017; 61 (03): 151–158
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Patientensymptome
Materia medica-Abgleich1
Diffuser Pruritus, wusste nicht mehr eindeutig, wo er kratzen soll;
musste die ganze Gegend abkratzen, um es los zu werden; wenn er
an einer Stelle gekratzt hatte, juckte es in der unmittelbaren Nachbarschaft dieser Stelle weiter; häufig war das Mittelglied oder das
Grundgelenk der Daumen befallen.
Ein leicht ätzendes Jucken hier und da, bei welchem sich die Pünktchen, wo es gefühlt wird, nicht genau bezeichnen und sehen lassen;
ein unbestimmtes, verwischtes oder verwaschenes, aber doch heftiges, deutliches Gefühl, abends, < Stillsitzen, nach Ausgehen. (HER
659)
Verwischtes, ätzendes Jucken, besonders an der Palmarseite des
linken Daumens, vom 1. bis 2. Glied, nicht am Ballen; währt den
ganzen Abend fort bis nach 22 Uhr. (HER 546)
Empfand oft eine fliegende Hitze, schnell abwechselnd mit einer
Art Kältegefühl, meist li., im Gesicht, am Rumpf und an den Beinen,
die insofern merkwürdig war, als von außen kommend empfunden
wurde. Hatte das Gefühl, dass Hitze und Kälte nicht von innen kam,
sondern von außen, so als würde ein kalter Wind die Teile anwehen
oder, noch seltsamer, als stünde er in der Nähe eines warmen
Ofens.
Brennende Glut oder frierendes Gefühl als flöge es an, mit Eingenommenheit rechts im Bauch; darauf halblaut abgehende kleine,
sehr stinkende Zwiebelblähungen. (HER 325)
Ein warmes oder kältendes Gefühl, als ob eine Glut innen gegen den
Bauch schlägt, rechte Seite, und über die beiden Oberschenkel
außen und oben (21 – 22 Uhr); dies wiederholte sich später; das
Gefühl war, als ob einem eine Glut entgegenschlägt, aber ohne
dieselbe Hitze, nur warm. (HER 326)
1888) [23] (S. 16 – 17) und Lectures von Carroll Dunham
(1828 – 1877) [10] (S. 105 – 107) sucht man vergeblich in
der Allium-cepa-Monografie die charakteristischen Patientensymptome „Jucken an wechselnden Stellen“ sowie
das „von außen kommend empfundene Gefühl von Kälte
abwechselnd mit fliegender Hitze“.
Irrwege bei der Suche nach den
Charakteristika der Arznei
Bestimmte Wertgrade von Arzneien in den Rubriken der
Repertorien geben über die Charakteristika der Arznei
keine zuverlässige Auskunft. Zu widersprechen ist beispielsweise der Äußerung von George Dimitriadis [9]
(S. 108), dass „jeder Gradwert von 1 bis 4 innerhalb des Taschenbuches, wie von Bönninghausen ausgesagt, ein Charakteristikum der Arznei darstellt“. Clemens Maria Franz
von Bönninghausen (1785 – 1864) führt im Kommentar
zum Aphorismus 64 [7] (S. 341) aus, dass in dem von
ihm geschilderten Fall von Milchunverträglichkeit aufgrund des vorhandenen Durstes Pulsatilla eine Gegenindikation darstellt. Pulsatilla, die zweifelsfrei mehrmals
Durst, vorzüglich auf Bier, in der Arzneimittelprüfung
hervorgebracht hat, scheint im Therapeutischen Taschenbuch in der Rubrik Durst [8] (S. 49) in gesperrter AntiquaSchrift auf (3. Rangordnung, zweitniedrigste Wertstufe)2,
hat aber nicht Durst als Charakteristikum! Für die Arzneiwahl entscheidend sind die Hauptwechselwirkungen
einer Arznei, wie Hahnemann am Beispiel der Lohnwäscherin [17] (S. 32) ausführt. In jenen Fällen, in denen
die Zeichenkombination aufgrund der Seltenheit ein Charakteristikum nach Organon § 153 [13] (S. 178 – 179) darstellt, kann auch eine seltene Wechselwirkung für eine
Arznei charakteristisch sein, etwa die Durstlosigkeit von
152
Bryonia (4. Rangordnung, unterste Wertstufe im Therapeutischen Taschenbuch) [8] (S. 50) bei Mundtrockenheit.
In den letzten Jahren wurde von einigen Autoren wie
Jürgen Moritz [25] (S. 186) gemutmaßt, ein Symptomenelement müsste dreimal in Hahnemanns Materia medica
aufgetreten sein, um charakteristisch für eine Arznei zu
sein. Auch Uwe Plate [30] (S. 16) schloss sich dieser Ansicht an und schlussfolgerte aus diesem Grund „Husten
beim Sprechen ist kein wahlfähiges Symptom“.
Constantin Hering (1800 – 1880) warnt 1837 [19]
(S. V),
„man hüte sich das Vorurtheil zu fassen, als könne ein
Mittel nur solche Zeichen-Gruppen, die es im Zusammenhange hervorbringt, bei Kranken heilen; es kann
auch Gruppen heilen, die es gar nicht in diesem Zusammenhange hervorbrachte, deren Bestandtheile bei verschiedenen Prüfern und oft in ganz anderer Ordnung
entstanden“.
Obwohl keine Arznei das Symptom dreimal hervorgebracht hat, ließen sich sehr viele Kasuistiken anführen, in
denen „Husten beim Sprechen“ klinisch verifiziert wurde. Als Beispiel sei Causticum genannt, das nur einmalig
in der Prüfung von Hahnemann [16] (S. 121) „Husten
von jedem Sprechen erregt“ (CK 861) hervorgebracht
hat. Eine Verifikation des Symptoms wurde 1995 in dieser Zeitschrift von Keller [22] publiziert, eine weitere
2009 von Dominik Müller [26] (S. 91), die er einer nicht
veröffentlichten Kasuistik von Klaus-Henning Gypser
entnommen hat. Eine dritte bestätigende Kasuistik
stammt von Anne Koller-Wilmking [29] (S. 436).
Für das Patientensymptom „Husten beim Sprechen“
kommen grundsätzlich all jene Arzneien infrage, für die
eine Verschlimmerung beim Sprechen charakteristisch
ist. Sprechen löst beispielsweise in der Causticum-Prü-
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Tab. 1 Vergleich der charakteristischen Patientensymptome mit der Symptomenreihe von Allium cepa.
Ermittlung der Arzneicharakteristik
Zur Feststellung der Charakteristika einer Arznei ist die
primäre Materia medica erforderlich. Klaus-Henning
Gypser [12] (S. 70 – 75) und Peter Minder [24] haben die
Vorgangsweise zur Ermittlung der Charakteristika schon
ausführlich mit Beispielen publiziert.
Die Charakteristik der Arznei wird bestimmt von:
. . auffallenden Prüfungs- und toxikologischen Symptomen aufgrund der Seltenheit im Vergleich zu anderen
Arzneien (in Bezug auf Lokalisation, Erstreckung,
Empfindung, Befindlichkeiten, Modalität, Begleitsymptom, Periodizität, Dynamik, Alternierung, Reihenfolge der Erscheinung, Kombination konträrer
Symptome, auffallend durch vikariierende Symptome,
Fehlen von zu Erwartendem, geringfügige Umstände
mit großer Auswirkung, Übermaß, Detailliertheit der
Charakterisierung des Symptoms, Geniuswiderspruch, Auftreten als Spätsymptom, auffallend an
sich),
. . sich durch die Leibesbereiche ziehende, deutlich auftretende Modalitäten, besondere Empfindungen, Befunde, Begleitsymptome und Seitenbeziehungen
(„Genius“).
. . Auch klinisch wiederholt verifizierte Symptome sind
Charakteristika der Arznei. Durch die Beobachtung
von Heilwirkungen werden die feineren Züge der in
der Arzneimittelprüfung oft nur grob angedeuteten
Symptome in vielen Fällen erst offenkundig. Viele zuverlässige Modalitäten, aber auch Begleitsymptome
stammen aus Kasuistiken. In einer Reihe von Fällen
wurde die Relevanz der Prüfungssymptome für die
Praxis erst aufgrund von Heilungen festgestellt. Beispielsweise wählt Hahnemann in der Kasuistik vom
27. Dezember 1815, die er in der Vorerinnerung im
2. Band der Reinen Arzneimittellehre schildert [17]
(S. 34 – 36), Pulsatilla unter anderem aufgrund „des
milden Gemütszustandes, welchen, nach dem Vorbericht zu Pulsatille, diese letztere Pflanze ausgezeichnet verlangt“, obwohl in Hahnemanns Prüfung von
Pulsatilla beispielsweise das verdrießliche (RA 1124,
1130, 1131, 1136, 1137, 1139, 1151) und mürrische
Gemüt (RA 1125, 1132, 1133, 1138) [17] (S. 341 –
342) überwiegt.
Hahnemann hat eine Reihe von Prüfungssymptomen
und Symptomenelementen in Sperrschrift hervorgehoben, deren Kennzeichnung ihres häufigen Auftre-
tens sich auf klinische Erfahrung beziehen muss, weil
sie in der Monografie nur einmalig zu finden sind. Beispielsweise in der Causticum-Monografie [16] (S. 84 –
149) hat der Autor dieses Artikels 20 derartige Symptome festgestellt.3
. . Oftmalig wiederholt geheilte Symptome rein klinischen Ursprungs finden sich in vielen Fällen auch als
Leitsymptome in sekundären Materiae medicae, so
auch das All-c.-Symptom „eine extrem schmerzhafte,
spaltende Empfindung im Kehlkopf, als ob dieses Organsystem durch die Anstrengung beim Husten zerrissen würde“ [10] (S. 106). Diese Symptome dienen
der Bestätigung der aufgrund der pathogenetischen
Arzneiwirkungen getroffenen Arzneiwahl [15] (S. 33 –
34). Es ist durchaus möglich, dass „[…] weitere Prüfungen uns in die Lage versetzen, diese Symptome unserer Pathogenese hinzuzufügen“ [28] (S. 493), wie
Nash es vor der New York Homoeopathic Union 1898
treffend ausgedrückt hat.
In die MMRH-Monografie sind aus Kasuistiken stammende Symptome unter Angabe der Quelle aufgenommen und durch Klammerausdruck als klinisch gekennzeichnet, wie es auch Hahnemann 1832 in einem Brief
an Bönninghausen angeraten hat.4
Charakteristika von Allium cepa5
Nach Erläuterung der Gründe für eine Revision der Materia medica am Beispiel von Allium cepa (. . Abb. 1) in der
ersten ZKH-Ausgabe des Jahres 2017 [33] wendet sich
der Autor nun der Analyse der im Juli publizierten revidierten Allium-cepa-Monografie [34] zu.
Abb. 1 Für die Allium-cepa-Prüfung hat Constantin Hering eine Tinktur aus der roten Connecticut-Zwiebel verwendet [20] (S. 480).
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fung nicht nur Husten aus oder verschlimmert ihn (CK
861), sondern auch einen heiseren Hals und Wundheitsschmerz im Hals (CK 450), Drücken am Magenmund (CK
564), Atemversetzung (CK 883) sowie einen drückend
stechenden Schmerz neben dem rechten Schulterblatt
(CK 988) [16] (S. 84 – 149).
Hauptwirkungsbereich sind die Schleimhäute der
Atemwege und Augenbindehaut, das Abdomen, der Kopf
und die Harnorgane.6
Allgemeine Modalitäten
..
Unter den Modalitäten dominieren die Verschlimmerungen abends sowie in Wärme (warmes Zimmer,
warme Luft) und die Besserung im Freien.7
. . Noch nicht klinisch verifiziert sind die mehrmals in
Prüfungen festgestellten Besserungen durch kaltes
Wasser {142 – 144} (. . Abb. 2) sowie die Verschlimmerungen durch Kaffee {1, 75, 218} und Sitzen {112,
201, 238, 311, 353, 376}.
Charakteristische Empfindungen
Sonderbar sind fadenartige Schmerzen aus der Tiefe
des Kopfes her nach den Ohren zu fahrend {11}, als
hinge das lose Auge hinten an einem Strang {45}, im
rechten Oberkiefer {135}, bei brennendem oder kältendem Schneiden im Bauch {207} und bei Hyperästhesie der Haut {352°}.
. . Ebenfalls charakteristisch sind neuralgische Schmerzen, die aufgetreten sind als Prüfungssymptome oberhalb des rechten Auges {134} sowie im rechten Oberarm {323} und klinisch nach Amputationen {318°,
326°, 341°}.
Seitenbeziehungen
..
Unter den Seitenbeziehungen fällt das Überwiegen
der Augenbeschwerden links {47°, 50, 63 – 68°, 75 –
76}, der Bauchschmerzen links {213, 216 – 218, 220 –
221, 235 – 236} und der Schmerzen in den unteren Extremitäten links {337 – 338, 340, 345, 347 – 348, 350}
sowie der Ohrenbeschwerden rechts {84 – 85, 87} auf.
Häufig treten einseitige Beschwerden der oberen Extremitäten auf, sowohl rechts {323, 329, 333 – 334, 359}
als auch links {324, 327 – 328, 330, 339, 354}.
. . Von rechts nach links wandernde Beschwerden wurden
im Kopf {30}, den Zähnen {141, 151} und im Rachen
beobachtet {163}.
. . Sonderlich sind Schmerzen, die gleichzeitig links oben
und rechts unten auftreten, und zwar im linken Schenkel und rechten Fuß {335} sowie im linken Mittelfinger und in der rechten großen Zehe {349}.
Absonderungen
Ungewöhnlich sind reichliche Absonderungen nicht
nur aus der Nase {92 – 94, 114°, 119°, 127°, 130°} und
den Augen {114°, 127°, 130°}, sondern auch von Harn
{133°, 281, 282°}, Schweiß {403} und Rachensekret
{291}.
154
..
Die emotionale Ebene betreffende Symptome konnten
nur vereinzelt gefunden werden,8 auf der mentalen
Ebene sticht die Eingenommenheit im Kopf hervor {5,
8, 34, 114°, 186, 209}.
. . George Vithoulkas beschreibt in der Materia Medica
Viva [35] (S. 160 – 161) auch einen Zustand ernsthafter
Geisteskrankheit von Allium cepa, der jedoch aus den
pathogenetischen Symptomen von Allium cepa und
den publizierten Kasuistiken nicht ablesbar ist.9
Kopf
Bei Kopfschmerzen sind neben der Abendverschlimmerung {18°, 22°, 107°} die Modalitäten > im Freien {15°,
16°, 22°, 34, 95, 96°} sowie < bei Rückkehr in das warme
Zimmer {22°, 16°, 22°, 34} charakteristisch für All-c. Unter den sonderbaren Empfindungen sind zu nennen
Schmerz manchmal wie ein elektrischer Schlag durch den
Kopf gehend {20}, Gefühl im Kopf, als wäre der Raum zu
eng {23} sowie als wäre der ganze Kopf in warmes Wasser
gehüllt {44}.
Bestätigt sind Schmerzen in beiden Schläfen, besonders
rechts, < beim Blinzeln, erstreckt sich später über den Kopf,
besonders links {30 – 31°}, mehrmals aufgetreten ist ein
dumpfer Kopfschmerz {7, 21 – 22°, 29, 366°}.
Augen
..
Sonderlich sind die Empfindungen in den Augen
Schmerzen, als würden sie herausgerissen, als hinge
das lose Auge hinten an einem Strang {45} und wie
Rauch unter den Oberlidern, meistens rechts {57}.
. . Sehr häufig aufgetreten sind Tränen der Augen mit
Niesen {51, 56°, 67 – 68°, 100, 114°, 118°, 124°, 127°,
130° – 131°, 365°, 405°}, der Seitenbezug, das li. Auge
tränt mehr und ist röter {47°, 65 – 66°, 67 – 68°}, sowie
Lichtempfindlichkeit der Augen links {47°, 50, 63 – 64°}.
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Gemüt, Sensorium
..
..
Abb. 2 Die in den Prüfungen mehrmals beobachtete Besserung durch
Kälte {112, 138, 142, 174} wurde erst einmalig klinisch verifiziert (siehe Tab. 3).
Patientensymptome
Fallanalyse
Schmerzen im li. Auge und in der li. Braue um 13 Uhr; nach 30 Min.
mildes Tränen, Hitze und Röte des li. Auges, mit Laufen der Nase aus
dem li. Nasenloch; dies dauerte bis 17 Uhr, dann ließ es nach; ausgelöst durch Erkältung vor 5 Tagen; bereits den 4. Tag hintereinander treten die Beschwerden zwischen 12 Uhr und 13 Uhr auf und
dauern jeweils bis abends an; lediglich am heutigen Tag bestand
morgens noch eine Fotophobie.
Die Patientensymptomatik ist charakterisiert durch linksseitige
Augenbeschwerden wie Hitze, Röte, Lichtempfindlichkeit mit
gleichzeitigem Nasenausfluss links. Diese linksseitigen Augenbeschwerden sind für All-c. hochcharakteristisch, ebenso das milde
Augentränen bei gleichzeitiger Nasensekretion. Linksseitiger Nasenausfluss wurde in der All-c.-Prüfung nicht gefunden, jedoch in
der klinischen Anwendung {364°}. Hier zeigt sich die Bedeutung der
primären Materia medica, denn für die charakteristischen linksseitigen Augenbeschwerden von All-c. gibt es keinen Rubrikeneintrag
in Kent-basierten Repertorien, im Boger-Bönninghausen sowie im
Repertorium Phataks. Auch in vielen sekundären Materiae medicae
findet sich kein Hinweis.
An dieser Stelle sei eine All-c.-Kasuistik des Briten Edward William Berridge (1844 – 1920), die 1879 in The Organon erstpubliziert wurde, mit Fallanalyse präsentiert
[4] (S. 64 – 65) (. . Tab. 2).
Nachfolgend wird anhand eines publizierten All-c.-Falls
von Alfred Pulford (1863 – 1948) [31] die Differenzialdiagnose diskutiert (. . Tab. 3).
Nase
..
Zähne
..
Es überrascht, dass das vielfach klinisch beobachtete
scharfe Nasensekret {24°, 72°, 117°, 118°, 119°, 124°,
289°, 364°, 405°} bzw. das Leitsymptom von All-c.
scharfes Nasensekret mit milden Tränen {117°, 118°,
405°} nur einmal in der Prüfung aufgetreten ist {375}.
. . Mehrmals klinisch bestätigt ist das Prüfungssymptom
wässrige Nasenabsonderung > im Freien {95, 96°, 98°,
119°, 120°}.
. . Häufige vorgefundene Begleitsymptome von All-c.Schnupfen sind Tränenfluss {8, 65 – 66°, 70°, 92 – 93°,
98°, 110°, 114°, 117°, 124°, 364°, 374, 405°} sowie
Kopfschmerzen {17° – 18°, 22°, 24°,95 – 97°, 364°, 374}.
Bei zahlreichen Schnupfenzuständen sind klinisch begleitend aufgetreten Niesen {22°, 118°, 125°, 127°,
130°}, Husten {81°, 107°, 110°, 114°, 117°, 119°, 125°,
130°} sowie Appetitmangel {114°, 121°, 124°}.
All-c. hat drückende Zahnschmerzen > kaltes Wasser
{142 – 144}.
Hals
..
Mehrmals zeigte sich in der Prüfung Rachsen von
Schleim und zwar hinten aus den Choanen, abends
{167}, in Klumpen {177} sowie mit ekeligem Geschmack {294}.
Übelkeit und Erbrechen
..
Bestätigt ist Übelkeit > Aufstoßen {16°, 181, 191}.
Innerer Bauch
..
Häufig in der Prüfung vorkommend sind Bauchschmerzen, besonders links {216 – 218, 220 – 221} sowie Poltern im Bauch {163, 182, 204 – 206}. Merkwürdig sind die Empfindungen brennendes oder kältendes
Schneiden im Bauch – ein Schmerz dünn wie ein Faden
{207}, brennende Glut oder frierendes Gefühl als flöge
Tab. 3 Sind die charakteristischen Patientensymptome auch für die Arznei charakteristisch, können die übrigen Symptome mitgeheilt werden.
Patientensymptome
Differenzialanalyse
Er wurde einem kalten Wind ausgesetzt und als Folge hatte
er einen kongestiven Kopfschmerz, seine Augen und Nasen
wurden kongestiert, milde Tränen strömten aus seinen Augen, aus seiner Nase floss scharfes, ätzendes dünnes Wasser, das die Haare von seiner Oberlippe ordentlich auffraß;
es ging ihm < abends, besonders beim Zubettgehen, auch
< Wärme und warme Luft, > kalte Luft, jedoch erregte kalte
Luft seinen Husten; seine Beschwerden begannen auf der
linken Seite und gingen über auf die rechte.
Die Patientensymptomatik ist charakterisiert durch allgemeine Verschlimmerung bei Wärme, warmem Wetter, Wind und abends sowie allgemeiner
Besserung bei kaltem Wetter. Für diesen Krankheitszustand sind z. B. All-c.,
Puls. und Lyc. charakteristisch.
Berücksichtigt man auch das wässrig wundfressende Nasensekret mit dem
Begleitsymptom milder Tränenfluss und die Verschlimmerung des Hustens durch kalte Luft, fällt die Arzneiwahl auf Allium cepa. Der Umstand,
dass die Kongestion von Kopf und Nase für All-c. nicht charakteristisch ist,
ist ohne Einfluss, denn selbst bei wenigen Arzneisymptomen, die die
Krankheit besonders auszeichnen, erfolgt Heilung, wie im Organon § 164
ausgeführt [13] (S. 184).
Thoma C. Die Charakteristika von Allium cepa. ZKH 2017; 61 (03): 151–158
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Tab. 2 Die primäre Materia medica – eine zuverlässige Quelle für die Suche nach der homöopathischen Arznei.
es an {219}, warmes oder kältendes Gefühl, als ob eine
Glut innen gegen den Bauch schlägt {400}.
. . Der Blähungsabgang ist häufig {227 – 229}, viel {204 –
205, 233} und stinkend {163, 219, 231 – 232, 234}.
Mastdarm und After
..
Ungewöhnlich ist die Empfindung kältendes Kriechen
wie von einem kühlen Wurm im After {240}.
Harnorgane
..
Charakteristisch ist hochroter Harn {271, 278 – 279°}
und Brennen in der Harnröhre beim Harnlassen {217,
278 – 279°} sowie Schwächegefühl in der Blase {266° –
267, 269°} und Harnröhre {266° – 267}.
Sehr charakteristisch sind die nur klinisch aufgetretenen Symptome Gefühl, als ob sein Kehlkopf platzen
würde, so schmerzt es ihn beim Husten {125°}, und der
heisere Husten schien den Kehlkopf zu spalten und zu
zerreißen {290°}. T. F. Allen merkt dazu 1881 in A Critical Examination of the Materia Medica an:
„Das höchst bedeutsame klinische Symptom, die zerreißende Empfindung im Kehlkopf mit jedem Husten,
ist niemals von einem Prüfer festgestellt worden; es
verfehlt kaum, die Arznei anzuzeigen.“ [3] (S. 276)
Husten
..
..
Die nur klinisch in vier Kasuistiken beobachtete Verschlimmerung des Hustens in kalter Luft {24°, 107°,
125°, 364°} steht im Widerspruch zum Genius von
All-c., zeigt jedoch, dass ein dem allgemeinen Genius
widersprechendes Partikularsymptom, das sich an
Anmerkungen
1 Für den Materia-medica-Abgleich wurde
die Symptomenreihe von C. Herings Alliumcepa-Monografie [18] (S. 436 – 480) verwendet, darauf weist die nach dem Symptom genannte Sigle HER hin. Die nach der Sigle genannte Ziffer gibt die Symptomennummer
an. In der revidierten Monografie entsprechen die Symptome HER 659, 546, 325 und
326 den MMRH-Symptomennummern 353,
354, 219 und 400.
2 Die 5. Rangordnung nehmen die in Klammer eingeschlossenen, zweifelhaften Mittel
ein; diese ordnet Bönninghausen in der Vorrede zum Therapeutischen Taschenbuch keiner
Wertstufe zu [7] (S. X). Der Umstand, dass
Bönninghausen aufgrund des vorhandenen
Durstes Pulsatilla als Gegenindikation bezeichnet, obwohl in Hahnemanns Arzneimittelprüfung von Pulsatilla [17] (S. 32 – 92)
Durst und Durstlosigkeit gleich häufig auftre-
156
Charakteristisch sind ätzendes Jucken {353 – 354} sowie das nur klinisch aufgetretene Symptom wundgeriebene Füße durch Schuhe {361° – 363°, 366°}.
Hitze
Kehlkopf
..
Haut
..
Auffallend ist fliegende Hitze {187, 357°, 393, 394°}.
Fazit
Die nun vorliegende Monografie zu Allium cepa besteht
aus 406 Symptomen, darunter 271 Prüfungssymptomen
(davon 3 IKNS)10, 28 toxikologischen Symptomen und
107 klinischen Symptomen.
Lediglich 4 Prüfungssymptome stammen von Frauen
{2, 28 – 29, 262}, daher sind zusätzliche Prüfungen an
Frauen notwendig, um, wie von Hahnemann im Organon
§ 127 [13] (S. 164) gefordert, auch die geschlechtsbezogenen Veränderungen des Befindens ausreichend sichtbar
zu machen.
Nur 5 Symptome stammen aus Prüfungen mit Potenzen oberhalb des 4. Dynamisationsgrades. Daher sind
weitere Prüfungen mit der im Organon § 128 [13] (S. 164)
empfohlenen 30. Potenz geboten, um den vollen Reichtum der in Allium cepa verborgen liegenden Arzneikräfte
in Erfahrung zu bringen.
Online zu finden unter:
http://dx.doi.org//10.1055/s-0043-117546
ten, zeigt die große Bedeutung, die Bönninghausen der klinischen Erfahrung beimisst.
senschaftlich analysiert sind, können dazu
exakte Aussagen getroffen werden.
3 Es handelt sich um die Causticum-Symptome CK 47, CK 141, CK 178, CK 182, CK 224,
CK 292, CK 304, CK 312, CK 400, CK 419, CK
756, CK 851, CK 925, CK 1004, CK 1116, CK
1153, CK 1162, CK 1248, CK 1391 und CK
1379.
Es wird damit nicht zum Ausdruck gebracht,
dass Hahnemann alle diese gesperrt gedruckten Causticum-Symptome auch klinisch
verifiziert hat. Es können sehr wohl auch an
Patienten beobachtete Symptome darunter
sein, die unter der kurativen Mittelanwendung entstanden sind und Hahnemann in
seinen Krankenjournalen unterstrichen und
mit „NB“ am Rand gekennzeichnet hat. Jedoch hat T. F. Allen in der Encyclopedia 6 dieser angeführten Causticum-Symptome als klinisch verifizierte Prüfungssymptome gekennzeichnet (EN 64, EN 310, EN 422, EN 807,
EN 938, EN 995) [2] (S. 35 – 69). Erst wenn
sämtliche Krankenjournale Hahnemanns wis-
4 Hahnemann hat im Brief vom 15.12.1832
an Bönninghausen Bezug genommen auf
Bönninghausens Aufnahme klinischer Beobachtungen bei Calcarea carbonica in die
Uebersicht der Haupt-Wirkungs-Sphäre der antipsorischen Arzneien und nennt die Ergänzungen eine „ansehnliche Bereicherung“, rät
aber seinem Freund, diese Symptome als
eigene Beobachtungen zu kennzeichnen [32]
(S. 76).
5 Im nachfolgenden Text und den Anmerkungen sind zu den einzelnen Symptomenelementen in geschwungener Klammer die
referierenden Symptomennummern der
MMRH-Monografie Allium cepa [34] genannt.
Klinische Symptome sind zur Unterscheidung
von pathogenetischen Symptomen durch
eine hochgestellte Null ° nach der Symptomennummer gekennzeichnet.
Thoma C. Die Charakteristika von Allium cepa. ZKH 2017; 61 (03): 151–158
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einem Organ oder Körperteil zeigt, nicht a priori eine
bestimmte Arzneidiagnose ausschließt, wenn die übrigen Symptome diese Arznei indizieren.
6 Die häufigsten Symptome finden sich
in folgenden Leibesbereichen (Symptomenanzahl in Klammer): Nase (65), Augen (60),
Innerer Kopf (48), Innerer Bauch (40) und
Harnorgane (32), wobei die Symptome eines
bestimmten Leibesbereiches sich nicht nur in
einem Monografie-Kapitel finden [34] (S. 66).
8 Symptome der emotionalen Ebene sind
sehr melancholisch, bei Katarrh {364°}, Furcht,
die Schmerzen würden bis zur Unerträglichkeit
schlimmer {43}, solche Schmerzen, dass sie
glaubt rasend zu werden {351°}, verzweiflungsvoll sich wieder auf das Bett werfend bei heftigen Bauchschmerzen {217}, vermehrtes Schreien der Kinder bei Druck mit der Hand auf die
Blase {4°}, Unruhe {131°, 375}.
9 „[…] the patient may look quite well, but
suddenly he may have a disappointment, or
he may be offended by something, with the
result that the mind is totally thrown out of
balance. Following this we see a state of real
insanity, a totally passive insanity where the
brain does not function at all. […]
And suddenly this behaviour changes from
one day to another: he does not recognise
persons he knew very well before and is totally indifferent towards persons who live
with him, like his wife or his parents. He does
not understand the meaning of things. You
give him money and he does not know what
it is. Never mind how much you explain to
him what to do, he does not comprehend. It
seems that the only thing he wants to do is to
go to sleep. He sleeps and sleeps and it is
very difficult to wake him up. He goes from a
chair to bed and from the bed to the chair,
and falls immediately in a deep soporous
sleep. He is lethargic.” (Hervorhebungen
wurden unverändert übernommen.)
10 IKNS sind intrakurative Nebensymptome
[12] (S. 349), die unter der kurativen Mittelanwendung entstanden und der Arznei zuzu-
1982 – 1990 Studium der Pharmazie in Innsbruck, 1991 – 2000 angestellter Apotheker in Oberösterreich, seit August 2000 selbständiger Apotheker mit 18 Mitarbeiterinnen in der Apotheke im Einkaufszentrum Haid Center. Beschäftigung mit Homöopathie im Selbststudium seit 2009, Mitarbeit im MMRHTeam seit 2016.
rechnen sind. Hahnemann hat diese NBSymptome den Prüfungssymptomen gleichgestellt und vielfach seinen Arzneimittellehren, insbesondere den Chronischen Krankheiten, aber auch den Fragmenta und der Reinen
Arzneimittellehre, hinzugefügt. In MMRH-Monografien sind diese Symptome mit dem Zusatz „(IKNS)“ hinter dem Symptomentext gekennzeichnet.
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157
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7 Von den 31 abends sich verschlimmernden Prüfungssymptomen sind bisher klinisch
verifiziert: Kopfschmerzen {18°, 22°, 107°},
Augentränen {64°}, reichliche wässrige Nasenabsonderung {114°, 119°}, Schnupfen
{107°} und Niesen {129°}.
Von den sich in Wärme verschlimmernden
Prüfungssymptomen sind folgende durch
Kasuistiken bestätigt:
< im warmen Zimmer: Kopfschmerzen {22°},
Niesen {129°}, Augentränen {70°}, wässrige
Nasenabsonderung {70°}.
< Wärme, warme Luft: Kopfschmerzen, milde
Tränen, scharfes wässriges Nasensekret {24°}.
Klinische Bestätigungen für die Besserung im
Freien liegen vor für Kopfschmerzen {15°,
22°}, Kopfschmerzen mit wässriger Nasenabsonderung {96°}, wässrige Nasenabsonderungen {119°, 120°} sowie Niesen und
Augentränen {131°}.
Mag. pharm. Christian Thoma
Apotheke Haid Center
Ikeaplatz 8
4053 Haid, Österreich
office@apotheke-haidcenter.at
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In: Plate U. Hahnemanns Arbeitsweise. 2016:
12 – 23 ([eBook] abgerufen am 29.5.2017
über http://online.pubhtml5.com/vogk/
qosg/#p=5)
158
Thoma C. Die Charakteristika von Allium cepa. ZKH 2017; 61 (03): 151–158
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