close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Filmtipps Броненосец Потёмкин (Panzerkreuzer Potemkin) Der

код для вставкиСкачать
Filmtipps
Броненосец Потёмкин (Panzerkreuzer Potemkin)
Der Stummfilm über einen Matrosenaufstand im Schwarzmeerhafen Odessa zur Zeit
der ersten russischen Revolution im Jahre 1905 kam 1925 in die Kinos. Der
Regisseur Sergej Eisenstein verband kommunistische Propaganda mit
avantgardistischer Filmkunst, in einer Montagetechnik, die die emotionale Wirkung
der gezeigten Handlung verstärkt. Legendär und in anderen Filmen immer wieder
zitiert (und gelegentlich karikiert) ist eine lange Sequenz auf einer großen Freitreppe,
auf der ein Massaker der zaristischen Truppen an der Zivilbevölkerung gezeigt wird.
Der Film war in der Sowjetunion und auch international ein großer Erfolg und gilt
auch heute noch allgemein als einer der besten Filme aller Zeiten.
Потомок Чингизхана (Der Nachfahre Dschingis Khans / Sturm über Asien)
Wie der Buddhismus in Russland vor der Gleichschaltung durch Lenin und Stalin
aussah, können Sie in diesem Film von Wsewolod Pudowkin sehen. Der Regisseur,
der übrigens in Russland nicht weniger populär ist als Sergej Eisenstein, drehte
1928 in Werchne Udinsk, Burjatien. An den Aufnahmen des Filmes nahmen die
Ortsbewohner, die Teilnehmer der Partisanenbewegung Burjatiens, Nomaden und
Hirten, tausende Reiter aus der Region und echte Lamas teil. Eine der Episoden des
Filmes ist im buddhistischen Kloster Tamtschinski aufgenommen. Die einzigartigen
und sehr authentischen Bilder haben immer noch großen ethnographischen Wert,
und sorgten gleichzeitig dafür, dass dieser, wenn auch propagandistische Film, aus
Respekt gegenüber der Religion, zur Sowjetzeit nicht in den Kinos lief. Man kann ihn
übrigens im Internet ohne Verletzung des Copyrights unter dem Titel „Sturm über
Asien“ anschauen. Der Stummfilm ist kinematographisch wertvoll und schlägt
außerdem Brücken zur heutigen Emanzipation von ethnischen und religiösen
Minderheiten in Russland.
Летят журавли (Die Kraniche ziehen)
Der Regisseur Micheil Kalatosischwili war eigentlich Georgier, russifizierte jedoch
seinen Namen zu Michail Kalatosow. Wegen seiner frühen Filme, die durch ihren
Realismus das Missfallen der Zensurbehörden erregten, durfte er jahrelang nicht als
Regisseur arbeiten. Erst nach Ende der Stalinzeit konnte er wieder drehen. Sein Film
„Die Kraniche ziehen“ gewann 1958 die Goldene Palme in Cannes. Es ist die
Geschichte der Liebe zwischen einer jungen Frau und einem Soldaten, der im 2.
Weltkrieg fällt. Obwohl sie lange nicht glauben kann, dass er wirklich tot ist, heiratet
sie einen anderen. Am Ende widmet sie ihre Liebe einem kleinen Waisenjungen, der
in den Wirren des Krieges zu ihr findet.
1
Комиссар (Die Kommissarin)
„Die Kommissarin“ von 1967, der im Jahre 1988 den silbernen Bären der Berlinale
erhielt und in der deutschen Version verfügbar ist, wird das Bild der emanzipierten
sowjetischen Frau „der ersten Stunde“ verewigt. In Militäruniform kämpft sie für die
Weltrevolution und ist praktisch immer im Sattel, wird aber trotzdem schwanger. Das
Kind wird geboren und ihre harten Gesichtszüge werden weich, aber nicht für lange
Zeit. Sie muss weiterreiten. Das Kind wird von einer „klassischen“ Familie
großgezogen. Es handelt sich um eine arme jüdischen Familie, die sehr warmherzig
und selbstlos handelt und deren Alltag die Kommissarin teilt . Wegen dieser positiven
Darstellung jüdischen Lebensauffassung wurde der Film in der Sowjetunion zunächst
nicht gezeigt. Erst 1988 kam es zur Erstaufführung bei der Berlinale, bei der der Film
auch mit dem Großen Publikumspreis ausgezeichnet wurde.
Семнадцать мгновений весны (Siebzehn Augenblicke des Frühlings)
Eine zwölfteilige Fernsehserie über einen sowjetischen Spion im Nazideutschland
des Jahres 1945 namens Stierlitz, Standartenführer im Reichssicherheitshauptamt.
Diese Serie von 1973 war jahrzehntelang ein Straßenfeger dank Starbesetzung,
einem spannenden Plot und auch dank der sehr seltenen Möglichkeit, einen
Eindruck vom Westen zu bekommen. Dieser Film prägte die ästhetische Vorstellung
von Deutschland, Berlin und der Schweiz vieler Generationen, auch der heute
Vierzigjährigen. Außerdem sind die Anekdoten über Stierlitz fast so zahlreich und
populär wie die des „Radio Erevan“. Also ein Muss für einen Russenversteher!
Иван Васильевич меняет профессию (Iwan Wassiljewitsch wechselt den
Beruf)
Eine beliebte Filmkomödie von 1973, in der durch einen Fehler beim Betrieb einer
Zeitmaschine eines russischen Erfinders Zar Iwan der Schreckliche in eine
Plattenbauwohnung im Moskau der siebziger Jahre gerät, während der Erfinder an
seinem Hof im 16. Jahrhundert landet. Irrungen und Wirrungen folgen, die Darsteller
Iwans und seiner Frau brillieren in Doppelrollen, bis zum Schluss alles ein gutes
Ende nimmt. Lustig und lehrreich!
Калина красная (Roter Holunder)
Ein dramatischer Film von und mit Vassilij Schukschin (1974). Er schrieb die
Geschichte, auf der der Film basiert, spielte die Hauptrolle und führte auch selbst
Regie. Es geht dabei um einen Dieb, der nach einer Haftstrafe in einem Dorf einen
Neuanfang machen will, unterstützt von seiner Brieffreundin. Aber die Vergangenheit
holt ihn wieder ein und es kommt zu einer Konfrontation mit seiner alten Bande. Die
Filme von Schukschin behandeln meist das Leben einfacher Menschen, und trotz
aller Dramatik und Tragik steckt auch einiger Humor in der Darstellung kantiger
Charaktere und skurriler Situationen.
2
Москва слезам не верит (Moskau glaubt den Tränen nicht)
Der Film von 1979 gewann 1981 einen Oscar als bester ausländischer Film. Er
erzählt die Lebensgeschichten von drei Frauen aus der russischen Provinz, die
gemeinsam nach Moskau gehen, um ihre Träume zu verwirklichen. Die Handlung
zeigt die Protagonistinnen im Jahr 1958 und dann wieder 1978 – man erfährt also,
was aus den Träumen wurde und wie die Frauen ihre Lebenskrisen tatkräftig
meistern mussten, denn in der Metropole kann man sich – darauf spielt der Titel an keine Schwäche leisten. Regisseur Wladimir Menschow zeigt sowjetischen Alltag
und „real existierende“ Menschen mit ihren Sehnsüchten, ihren Erfolgen und
Niederlagen.
Ирония судьбы или с лёгким паром (Die Ironie des Schicksals, oder genieße
Dein Bad!)
Eine Komödie, die seit 1975 jedes Jahr in der Neujahresnacht im sowjetischen und
nun russischen Fernsehen gezeigt wird, und die somit viele Generationen geprägt
hat. Es geht um Liebe, aber auch um den sowjetischen Alltag und russische
Geselligkeit. Der Filmklassiker enthält viele schöne und kluge Lieder, komponiert und
gesungen von sowjetischen Stars, die selbst zu den Klassikern wurden. Gut fürs
Herz und auch ohne russische Sprachkenntnisse verständlich. Als DVD auf Deutsch
und im Internet auf Russisch erhältlich.
Le Concert/Das Konzert
Der Film des rumänisch-französischen Regisseurs Radu Mihaileanu ist zwar kein
russischer Film (wenn auch teilweise in Russland gedreht), aber ein echtes Lehrwerk
der interkulturellen Kommunikation, ein Film über Russlands Geschichte und eine
Geschichte aus dem heutigen Russland von 2009. Dank der Musik, die hier als
Lingua franca fungiert, werden viele Missverständnisse ausgeräumt und eine heile
Welt (1. Streichkonzert von Tschaikowski) erschaffen. Sehr sehenswert im Original 2/3 auf Französisch und 1/3 auf Russisch. Als DVD (mit Untertiteln) erhältlich.
Мишень (Target)
In diesem aktuellen Film von Alexandr Zeldovich (nicht zu verwechseln mit dem
amereikanischen Film „Target“ von 1985) wird Russland im Jahre 2020 gezeigt:
Moskau hat sich zur megaurbanen Metropole entwickelt, die russische Provinz - die
romantischen Landsitze der Reichen inklusive – verharrt weiter im Gestrigen und
Folkloristischen. Wie gestern und heute, suchen die Menschen auch im Jahre 2020
nach Liebe, Glück und ewiger Jugend. Dafür sind die Protagonisten bereit, eine
beschwerliche Reise ins tiefste Sibirien zu unternehmen. Dort soll ein Jungbrunnen
liegen: Eine marode wirkende astronomische Anlage, die noch zur Sowjetzeiten
gebaut war, zieht kosmische Energie auf sich, die die Menschen unsterblich machen
soll. Und jung, Und fruchtbar. Dabei gibt es „Nebenwirkungen“: Die Charakterzüge
jedes einzelnen werden zugespitzt und ins Extreme geführt: Der Aggressive wird
3
zum Mörder, die Nymphomanin zur sexbesessenen Femme Fatale, der Moralist, der
übrigens selbst keine weiße Weste hat, zum ultimativen „Gutmenschen“, der mit
einer Predigt gegen Korruption seine Karriere als Minister für Naturschätze
glamourös beendet.
4
Документ
Категория
Вокруг Света
Просмотров
45
Размер файла
57 Кб
Теги
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа