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Chip Foto Video Germany - Februar 2019

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FOTO-VIDEO
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
02
2019
Auch mit DVD erhältlich
– für nur 6,95 Euro!
TEST
NIKON
Nur 4,95 Euro
Z6
Starke
Fotos im
Winter
PRAXISSPECIAL
Für jedes Motiv: Kamera, Equipment
und Einstellungen perfekt vorbereiten
Plus: So finden Sie Schnee für Ihre Fotos
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GFX 50R
Die günstigste
Mittelformatkamera
TAMRON
17–35 mm
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Österreich: EUR 5,70
Schweiz: CHF 7,90
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Starke Fotos im Winter
Besser als Sony α7 III?
Beste Bildqualität
zum fairen Preis
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Film-Finishing
Profi-Look für Ihre Videos – so geht’s
Tipps und Tricks
Faszinierende Bilder und
wie sie Ihnen gelingen
Exklusiv-Interview
Was Profi Noah Berger dazu
treibt, in Gefahr zu fotografieren
Grundlagen: Sensorgröße
So wirkt sich das Bildformat auf
Qualität, Gewicht und Objektiv aus
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
www.sigma-foto.de
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sigma_deutschland
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SIGMAFoto
EDITORIAL • AKTUELL
Luxushobby: Fotografie
Was geht eigentlich seit einiger Zeit im Fotomarkt ab? Hier eine
Kompaktkamera für rund 1.200 Euro, da eine DSLM für 2.000 Euro.
Vielleicht noch ein neues Objektiv dazu? Klar, das macht dann bitte
800 Euro. Sicher, die Fotografie war noch nie ein günstiges Hobby.
Aber was Hersteller selbst für Mittelklasse-Modelle mittlerweile aufrufen, liegt für viele Hobbyfotografen schlicht in unerreichbarer Höhe.
Kleines Zahlenspiel: Der Durchschnittspreis für eine in 2018 neu
erschienene Kompaktkamera liegt bei 1.198 Euro, für Wechselobjektivkameras sogar bei 1.711 Euro. Zwar ziehen Ausreißer wie die Fujifilm
GFX 50R mit ihren 4.500 Euro den Durchschnitt nach oben, Einstiegsmodelle wie die Canon EOS 2000D für 300 Euro allerdings auch wieder
runter. Sicherlich wird die Technik zunehmend ausgefeilter. Was Fotografen heute für rund 2.000 Euro bekommen, wäre vor wenigen JahMoritz Wanke, Chefredakteur
ren wahrscheinlich nicht einmal für eine fünfstellige Summe zu haben
von CHIP FOTO-VIDEO, fotografiert
gewesen. Und Kameras wie die Sony Alpha 7 III und die Fujifilm X-T3
immer noch gerne mit der Nikon D7200.
sind sicherlich ihr Geld mehr als wert. Aber dennoch fehlen mir hie
und da solche Preiskracher wie die Sony Alpha 6000 oder Panasonic Lumix GX80:
zwei Kameras, die herrlich viel Leistung fürs Geld servieren.
TITEL: KAI HORNUNG PHOTOGRAPHY (L.O.); BASTIAN WERNER (R.O.); RADOMIR JAKUBOWSKI (U.); FOTO: SASCHA LUDWIG
Die sogenannte Mittelklasse, also Modelle zwischen circa 500 und 800 Euro, scheint
faktisch kaum noch existent. Klar tauchen ab und an Modelle wie die Fujifilm X-T100
oder Olympus Pen E-PL9 auf. Allerdings müssen Käufer einige Einschnitte hinnehmen. Zum Beispiel ein nur bedingt brauchbarer UHD-Videomodus und das altbackene Menü bei der Fujifilm oder die magere Ausstattung und ein langsamer Autofokus bei der Olympus. Liebe Hersteller, das könnt ihr besser!
Für 2019 wünsche ich mir daher wieder einen neuen Preistipp-Sieger. Schließlich
feiert die jüngste Vertreterin, die Lumix GX80, in der Preis-Leistungs-Top-10 schon
bald ihren 3. Geburtstag. Bis es so weit ist, haben wir genau aus diesem Grund
eine neue Serie ins Leben gerufen: Neben der bereits seit Ausgabe 11/18 in jedem
Test aufgeführten Preis-Alternative starten wir in diesem Heft auf Seite 120 eine
Gebrauchtcheck-Serie. Hierfür picken wir uns Kameras oder Objektive raus, die auf
dem Secondhand-Markt im Preis stark gefallen, aber immer noch – oder gerade
jetzt – jeden Cent wert sind. Zudem schauen wir uns an, ob und welche LangzeitProbleme wie Rost oder Sensorfehler berichtet werden. Was halten Sie von dieser
Serie? Schreiben Sie mir eine E-Mail – ich bin gespannt!
Fotografen
dieser Ausgabe
Noah
Berger
ist freiberuflicher Fotograf
und dokumentiert Waldbrände in der Bay-Area von
San Francisco. Im Interview
erzählt er, warum er sich
freiwillig ins Inferno wagt.
Kai
Hornung
hat sich eine große Fangemeinde bei Instagram aufgebaut. Wie der Fotograf
das gemacht hat und wie
Sie es auch angehen können, erklärt er auf Seite 42.
Bastian
Werner
ist Wetterfotograf und weiß,
wo Sie den besten Schnee
finden. In der Titelgeschichte zeigt er Ihnen, wie
Sie das Wetter mithilfe von
Modellen analysieren.
Viel Spaß beim Lesen & Fotografieren – und ein erfolgreiches neues Jahr!
mwanke@chip.de
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Folgen Sie uns auf Facebook!
Dort gibt es neben News, Events und Verlosungen auch einen Blick hinter die Kulissen
von Fotografen und der Redaktion.
/chipfotovideo
Teilen Sie Ihre Bilder auf Instagram!
Schreiben Sie unter Ihre Posts
„#cfv @chipfotovideo“ und mit ein bisschen
Glück teilen wir sie auf unserem Kanal.
@chipfotovideo
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
3
I N H A LT • F E B R U A R 2 0 1 9
20 TITELGESCHICHTE:
WINTER-FOTOGRAFIE
Alles aus dem Winter herausholen: Tipps gegen Kälte, Tiere
finden und ablichten, mit dem
Wetter arbeiten
AKTUELL
03
EDITORIAL
06
DIE BESTEN BILDER DER WELT
16
122
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
NEWS
Leica D-Lux 7, Weebill Lab Gimbal,
Samyang 35 mm f/1,2, Cintiq Pro 32, Adobe
Photoshop Elements 2019, BenQ u.v.m.
IMPRESSUM
76 AUS DEM INFERNO
PRAXIS
20
WINTER-FOTOGRAFIE
Eis und Schnee: Bildideen finden, Grundwissen, kälteresistente Ausrüstung,
Tipps zu Praxis und Nachbearbeitung ...
38
FOTO-PROJEKT: KAFFEE-ZEIT
Projekt für daheim mit Haushaltsmittel
40
FOTO-PROJEKT: STERNE
Tipps und Tricks für aufregende Fotos
des Nachthimmels
42
LESERTIPP: INSTAGRAM
Landschaftsbilder für Social optimieren
44
BILDBEARBEITUNG
Mit dem Hintergrund-Radiergummi
Bildbereiche austauschen
46
BILDBEARBEITUNG
So kitzeln Sie mit Camera Raw verborgene Details und Feinheiten heraus
50
LESERBRIEFE
Ihre Kommentare, Meinung und Fragen
an die Redaktion von CHIP FOTO-VIDEO
54
10 BILDIDEEN –
GLEICH NACHMACHEN
Eiskristalle, edle Food-Fotos, Panoramen mit Lightroom, starke Porträts ...
64
GRUNDLAGEN: KAMERA-FORMAT
Vollformat, APS-C, Micro Four Thirds:
Wie sich die Sensorgröße auf Qualität,
Gewicht und Preis auswirkt
70
PRAXIS: DIGITALES FINISHING
Bei der Ausgabe Ihres Filmes warten
einige technische Tücken. So geht’s
74
KOLUMNE
Micha Pawlitzki erklärt, wie bewusst
gesetzte Akzente den Blick anziehen
64 GRUNDLAGEN
TEST & TECHNIK
88
NIKON Z6
Die brandneue Vollformat-DSLM,
die Maßstäbe setzt
94
FUJIFILM GFX 50R
Viel Bildqualität fürs Geld
98
KAMERAS MIT UHD-VIDEO
Ganz auf Filmer zugeschnitten
104
BESTENLISTEN
Alle erhältlichen System- und Kompaktkameras getestet und bewertet
108
TAMRON 17–35 MM F/2,8–4
Preiswertes Weitwinkel-Zoomobjektiv
112
SMARTPHONES
Die besten Foto-Handys für Fotografen
118
CAPTURE ONE PRO 12
Das kann die neue Version
120
03
SPECIAL
Der komplette Jahrgang 2018
04
BILDBEARBEITUNG
Hintergrund-Radiergummi
Bessere Landschaften
in Camera Raw Screencast
GEBRAUCHTCHECK
Die Nikon D7200 lohnt
sich noch immer
Screencast
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
76
PROFI-INTERVIEW
Noah Berger dokumentiert Waldbrände
in Kalifornien an der Seite der Feuerwehr
80
BILDER LÜGEN, PIXEL NICHT
Digitale Bildforensik klärt, ob Fotos
der Wirklichkeit entsprechen
05
88 NIKON Z6
BONUS-MATERIAL
Testbilder: Nikon Z6
Testbilder: Fujifilm GFX 50R
Smartphone-Testfotos
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
5
Die besten
Fotos der Welt
Außergewöhnliche Bilder, die uns diesen Monat in Staunen versetzen.
VON SEBASTIAN BARSCH
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
6
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
IC 1848 – Seelennebel
Foto von Felix Heisig
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Hobbyfotografen
fotografieren nur
Blumen? Mitnichten!
Denn immer günstiger
werdende Technik und einfacher
Zugang zu Fachwissen ermöglichen es jedem Fotografen, sich
auch anspruchsvollen Motiven zu
widmen. In diesem Fall hat der
Hobbyfotograf Felix Heisig den
Seelennebel IC 1848 mit einer
Asi 183 abgelichtet. Das ist eine
Kamera mit Schwarz-weiß-Sensor,
die speziell für die Astrofotografie
entwickelt wurde und sehr lichtempfindlich ist. Mithilfe von speziellen Farbfiltern erhält man dennoch ein Farbbild. Die größte
Herausforderung bei solchen
Deep-Sky-Aufnahmen ist die
lange Belichtung. Felix benötigte
circa 15 Stunden, die er auf rund
180 Bilder verteilte.
Instagram: @felix_heisig
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CHIP FOTO-VIDEO
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Fliegenporträt
Foto von Peter Engel
Der Marderhund
in meinem Herzen
Von Cornelia Arens – KLICK Faszination
CHIP-FOTO-VIDEO
Wenn wir ein Foto in
unsere Bilderstrecke
aufnehmen, wollen
wir auch immer die
Geschichte dahinter kennenlernen. Wir fragten also Cornelia
Arens, warum sie den Marderhund fotografiert hat. Ihre einfache Antwort: „Ich konnte einfach
nie an ihm vorbeigehen.“ Und
zugegeben, das kleine Raubtier
hat eine besondere Anziehungskraft. So zeigte uns die Fotokünstlerin noch viele weitere spektakuläre Aufnahme von Wölfen,
02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
Hirschen und anderen Waldbewohnern, aber letztlich konnten
wir ihm auch nicht widerstehen.
FB: Cornelia Arens – KLICK Faszination
Canon EOS 1D X Mark II mit
Canon EF 400 mm/4,0 DO IS II USM
400 mm (KB) | f/4 | 1/160 Sek. | ISO 2.500
8
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Fliegen aufspießen,
damit die kleinen
Insekten vor der
Kamera stillhalten?
Dass das nicht sein muss, zeigt
Peter Engel mit seinem Fliegenporträt. „Ich gehe immer ganz früh
los, weil sich die Insekten am
frühen Morgen noch in der Kältestarre befinden und somit nicht
flüchten können.“ So konnte der
Südwestpfälzer in Ruhe eine
Fokusreihe machen und die 23
Einzelbilder hinterher zu einem
durchgängig scharfen Foto
zusammensetzen. Und wenn das
Insekt doch mal den Kopf bewegt,
dann fängt er halt von vorne an.
www.peter-engel-photographie.de
Nikon D4 mit Lupenobjektiv Laowa
25 mm f/2,8 2,5–5x Ultramacro
25 mm (KB) | f/5,6 | 1/10 Sek. | ISO 250
FE 100 – 400mm
F4.5 – 5.6 GM OSS
FE 70 – 200mm
F2.8 GM OSS
FE 100mm
F2.8 STF GM OSS
FE 24 – 70mm
F2.8 GM
FE 85mm
F1.4 GM
FE 16 – 35mm
F2.8 GM
Die Objektive von morgen –
schon heute von Sony
Die G Master Revolution hat begonnen: Die sechs neuen lichtstarken
Premiumobjektive erfüllen den Wunsch nach hoher Auflösung und
wunderschönem Bokeh.
Mit einer klaren Vision von den Kameras der Zukunft setzt Sony schon
jetzt neue Standards für Objektive.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
„Sony“, „G Master“ und die zugehörigen Logos sind eingetragene Markenzeichen oder Markenzeichen der Sony Corporation.
Alle anderen Logos und Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. © 2019 Sony Europe Limited. Alle Rechte vorbehalten.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
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CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Schönheit hinter Glas
Foto von Bernhard Lamberz
„Ich fotografiere nur zum Spaß, keine finanziellen Interessen.“ Dieser Satz findet sich auf
Bernhard Lamberz’ Instagram-Kanal. Eine
starke Aussage des Hobbyisten, denn seine
Bilder übertreffen die von so manchem Berufsfotografen.
Den ein oder anderen Euro könnte er also sicherlich damit
verdienen. Das Können hat er, wie dieses Porträt auch
belegt. Denn bei dem Foto hat er nicht nur die Location
optimal genutzt, sondern auch den Fokus perfekt auf die
Augen gesetzt – trotz der offener Blende von 2,2 und der
Spiegelungen im Fenster. Instagram: @belapho
Nikon D750 mit Sigma 50 mm f/1,4 DG
50 mm (KB) | f/2,2 | 1/125 Sek. | ISO 100
Princess for a day
Foto von Mahias Blum
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
In einem Shooting steckt oft viel Arbeit
– wie auch in dieser Aufnahme von Mathias Blum. Nicht nur dauerte die Planung für
den People- und Reportage-Fotografen
einige Monate, auch seine Hairstylisten investierten
Carrier_31/12/2018
viel Freizeit in das Projekt. Denn die kreierten nicht nur
die wunderschöne Frisur, sondern auch das Kleid extra
für dieses Foto. Es wurde letztlich so groß, dass Mathias es in einem Sprinter transportieren musste!
Instagram: @exxpression_by_mathias_blum
Canon EOS 5D III mit Sigma 20 mm f/1,4 DG HSM
20 mm (KB) | f/1,8 | 1/640 Sek. | ISO 400
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
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Sie wollen auch
gedruckt werden?
Dann zeigen Sie uns
Ihre Bilder!
Posten Sie sie in unsere
Facebook-Gruppe
„Foto Gruppe
by CHIP FOTO-VIDEO“
Oder schicken Sie sie per Mail
an chipfotovideo@chip.de.
CHIP-FOTO-VIDEO
Vergessen
Foto von Manuel Ketterer
Einsam und allein
liegt die Frau im kalten Regen, der auf
ihren nackten Körper
prasselt. Die Vogelperspektive
lässt sie auf dem Sportplatz klein
und verloren wirken, die Embryonalstellung verletzlich. Mehr Dramatik in einem Bild geht nicht.
Zudem zeigt es, dass man Drohnen nicht nur für klassische Landschaftsfotos nutzen und in der
Nachbearbeitung noch eine neue
Erzählebene hinzufügen kann.
Denn vieles in dem Bild wurde
erst in Photoshop realisiert, wie
Hobbyfotograf Manuel Ketterer
berichtet. Beispielsweise wurden
die Wege um den Platz wegretuschiert, die freien Flächen mit
Bäumen aufgefüllt und das Modell
nachträglich hineingesetzt.Carrier_31/12/2018
02/2019_02/01/2019_Media
Facebook: Manuel Ketterer Photography
DJI Spark
25 mm (KB) | f/2,6 | 1/240 Sek. | ISO 100
Dancing House
Foto von Selman Dogan Photoworks
Frankfurt ist seine
Heimat. Er lebt und
arbeitet dort und widmet sich auf seiner
Facebook-Seite ganz ihrer Schönheit. Denn Selman Dogan postet
dort jeden Tag ein Foto seiner
Stadt und hat so schon eine
gewisse Bekanntheit erreicht. Das
Foto rechts stammt aber nicht aus
der Bankenmetropole, sondern
aus der tschechischen Hauptstadt
Prag, wo das „Tanzende Haus“ als
Bürogebäude genutzt wird. Dennoch zeigt er auch hier wie bei
seinen Frankfurt-Bildern eine Liebe
zum Detail und ließ bewusst die
Stromleitungen im Foto. Denn sie
gehören nun mal zum Stadtbild.
Facebook: Selman DOGAN Photoworks
Nikon D750
mit Nikkor 24–70 2,8 mm
24 mm (KB) | f/9 | 5 Sek. | ISO 100
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CHIP FOTO-VIDEO
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CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
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CHIP FOTO-VIDEO
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Lizzy – Galgo español
Foto von Lisa-Marleen Seibel
Sie sehen seltsam
aus und wurden zum
Jagen gezüchtet:
Windhunde. Nach
Geparden sind sie die zweitschnellsten Landtiere der Welt,
weswegen Windhunde auch
gerne zu Wettrennen gezwungen
werden. Doch sie können auch
posieren und Stolz ausstrahlen,
findet Lisa-Marleen Seibel und
fotografierte eine Bildserie für
einen Kalender mit den stromlinienförmigen Hunden. Für dieses
Foto wählte sie als Location nicht
wie üblich die Natur, sondern
einen Theatereingang mitten in
der Stadt. Dieser harmoniert zum
einen perfekt mit der Fellfarbe der
Galgohündin Lizzy, während zum
anderen die Staffelung der Säulen für mehr Bildtiefe sorgen.
www.natural-reflection.com
Canon EOS 80D mit
Canon EF 70–200 mm f/2,8L USM
320 mm (KB) | f/2,8 | 1/1.600 Sek. | ISO 100
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CHIP FOTO-VIDEO
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AKTUELL • NEWS
Schnappschuss
NEWS
Young Brand Awards
Canon hat den Young
Brand Award 2018–2019
gewonnen. Dafür wurden
Jugendliche und junge
Erwachsene von 16 bis
35 Jahren nach ihren
Lieblingsmarken befragt.
Platz zwei belegt Nikon.
Kleiner, handlicher
Gimbal für unterwegs
Cullmann: Mit dem Weebill Lab hat der Hersteller einen handlichen, kompakten Gimbal für unterwegs vorgestellt. Er ist mit
einem OLED-Display ausgestattet, besitzt eine Akkulaufzeit von
zehn Stunden und Motoren mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit.
Der Gimbal lässt sich über Smart Devices steuern, die auch als
Live-Vorschau verwendet werden können. Einsetzen lässt er sich
sehr flexibel, etwa als Griff oder auch aufrecht stehend. Verriegelungen auf jeder Achse dienen dem Ausbalancieren: Eine Seite
wird festgestellt, während die andere justiert wird. Die Einstellung kann man für die nächste Benutzung speichern. Als Zubehör
erhältlich sind beispielsweise Smartphone-Klemmen oder eine
Stativverlängerung. Preisempfehlung: 650 Euro ohne Zubehör.
Firmware-Update für
sechs Tamron-Objektive
Optiken der „Di“- und
„Di II“-Reihe von Tamron
waren nicht mit der spiegellosen Nikon Z7 und
dem FTZ-Adapter kompatibel. Speziell für sechs
Objektive gibt es nun ein
Firmware-Update, das
für Abhilfe sorgt. Einfach
mittels TAP-in-Konsole
updaten oder beim Tamron-Service anfragen.
Zeiss Photography
Award 2019 Noch bis
8. Februar 2019 läuft die
Anmeldephase zum Zeiss
Photography Award 2019.
Eingereicht werden können Fotoserien von fünf
bis zehn Bildern inklusive
Bildbeschreibung. Das
Thema: „Seeing Beyond –
The Unexpected“.
Lichtstarke Festbrennweite
Samyang: Mit dem 35 mm f/1,2 bringt der Hersteller eine neue Festbrennweite für Vollformat-DSLRKameras auf den Markt. Es ist das vierte Objektiv
der XP-Serie des Herstellers, die sich durch eine
große Anfangsblende auszeichnet. Gefertigt wird
es für Canon EF Mount und soll auch zum HD-Filmen geeignet sein. Bei gut zwölf Zentimetern Länge
wiegt das Samyang circa 1.100 Gramm. Aufgebaut
ist es aus zwölf Linsen in zehn Gruppen, die für
die Minimierung von Störungen und für klare und
scharfe Resultate sorgen sollen. Die Preisempfehlung liegt bei 1.100 US-Dollar, etwa 960 Euro.
teNeues: Im Fokus des Verlagsprogramms von teNeues stehen im Jahr 2019 Großstädte
wie Paris und New York sowie
künstlerische Bildbände zum
Bauhaus-Jubiläum, aber auch
Ungewöhnliches wie der Bildband „Die Kuh“ von Werner
Lampert:
Dieser widmet sich
CHIP-FOTO-VIDEO
wilden Rindern und der Rinderhaltung und zeigt eindrucksvolle Bilder aus aller Welt.
teNeues Verlag, 480 Seiten, 26 x 30 cm,
Hardcover, ca. 50 Euro
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CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Adobe Photoshop Elements 2019
Adobe: Die neue Version von Photoshop Elements ist ab sofort verfügbar und kommt mit zehn Neuerungen. Dazu zählt neben einer
Funktion zur einfachen Erstellung von Fotocollagen, einem Startbildschirm mit aktuellen Kreationen und schnellerer Software-Installation auch eine verbesserte Performance; ebenfalls an Bord sind
neue Anleitungen zum Beispiel
zum Erstellen von Memes oder für
partielle Skizzen. Die Apple-Version bringt nun zudem eine Unterstützung für HEIF-Dateien mit. DieCarrier_31/12/2018
02/2019_02/01/2019_Media
Software ist ohne Abonnement
erhältlich. Photoshop Elements
2019 kostet rund 60 Euro, gemeinsam mit Premiere Elements 2019
beträgt der Preis rund 100 Euro.
FOTOS: HERSTELLER
Fotobücher 2019
von teNeues
In-Video-Retusche
Jason Zhang, Mitentwickler der Z Cam, hat ein
Tool zur Echtzeit-Retusche
vorgestellt: In einem auf
Facebook geteilten Video
wird ein Gesicht mit einem
nicht näher benannten
Werkzeug optisch manipuliert. Ob und wann eine
solche Funktion in Z Cams
zur Verfügung stehen
wird, ist nicht bekannt.
Das Video kann man unter
bit.ly/2DOCS2Z aufrufen.
Canon EOS M50
Die EOS M50 wurde von
der European Imaging and
Sound Association (EISA)
zur „Best Buy Camera
2018–2019“ gewählt –
und von der Technical
Image Press Association
(TIPA) auch zur besten
spiegellosen Kamera für
Fotobegeisterte.
Große Unterstützung für die
Cintiq-Pro-Serie
ständig verstellbare „Ergo-Standfuß“
erlaubt ein Drehen und Wenden des StiftDisplays für möglichst ergonomisches
Arbeiten. Wem das nicht ausreicht, der
kann zusätzlich eine separate flexible Halterung erwerben; diese entwickelte Wacom
gemeinsam mit Ergotron, einem Hersteller
für ergonomische Monitorrahmen, für das
Cintiq Pro 32 und 24. Ausgestattet ist das
Tablet mit einer Nvidia-Quadro-P4300Grafikkarte, die auch Anwendungen wie
3D-Animation sowie Augmented und Virtual
Reality möglich machen soll. Erhältlich ist
das Cintiq Pro 32 ab rund 3.500 Euro. Der
passende Flexarm kostet rund 400 Euro.
Beheizbare Fotoweste
für kalte Tage
Cooph: Der Bekleidungshersteller Cooph
hat sich auf funktionelle Fotografen-Bekleidung spezialisiert. Diesen Winter
wartet er mit einer beheizbaren Weste
für Fotoausflüge an kalten Tagen auf.
Dafür verwendet Cooph ein Wärmemodul
von Therm-Ic, einem Hersteller für heizbare Kleidung, welches man mobil über
eine kostenfreie App einstellen kann.
Damit lässt sich die Weste dank eines
5.200-mAh-Akkus für rund fünf Stunden
beheizen. Aber auch ohne Heizmodul hält
die mit Schafwolle gefütterte Weste warm.
Zudem besitzt sie zahlreiche Taschen,
die genügend Platz für diverses Fotografie-Zubehör bieten. Die Weste im cleanen,
sportlichen Look gibt es in den Farbvarianten Schwarz und Blau. Erhältlich ist sie
in den Größen S bis XXL für rund 390
Euro inklusive Therm-Ic (ohne Therm-Ic
circa 300 Euro).
FOTOS: HERSTELLER
Wacom: Mit dem Cintiq Pro 32 ergänzt
Wacom seine Stift-Displays mit einem
neuen Flaggschiff. Es ist neben den Modellen mit 13, 16 und 24 Zoll das neueste und
größte HD-Stift-Display des Herstellers.
Dabei bietet es ein 4K-Display mit 98 %
Farbtreue im Adobe-RGB-Farbraum und
dazu fast eine Milliarde Farben. Konzipiert
ist das Cintiq Pro 32 für professionelle
Anwendung. So wurde mit der „Pro Pen
2“-Technologie die Drucksensitivität verbessert und auf 8.192 Druckstufen erhöht.
Für ein möglichst natürliches Gefühl beim
Arbeiten zielt der Hersteller auf minimale
Verzögerung. Der dazu passende, voll-
ZAHL DES
MONATS
So viele Millionen Dollar
haben die beiden
US-amerikanischen
Milliardäre Charles G.
und David H. Koch in
Getty Images investiert.
In das Tagesgeschäft
CHIP-FOTO-VIDEO
des Bildanbieters 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
wollen sie sich aber
Fotoforum Crashkurs-Bücher für den schnellen Einstieg
nicht einmischen.
Drei Anleitungsbücher im Querformat von fotoforum erklären Anfängern die Adobe Creative Cloud
FOTO: FOTOFORUM-VERLAG
500
sowie Lightroom und Photoshop. Sie enthalten zudem ausklappbare Tastenkürzel-Tabellen.
Fotoforum-Verlag, 104 Seiten, 16 x 23 cm, Softcover, ca. 15 Euro
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
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FOTO: MICHAEL WOLF 2018
AKTUELL • NEWS
TERMINE
Life in the cities
Zu sehen sind zwölf Werkserien von DokumentarFotograf Michael Wolf, der
in Mega-Metropolen wie
Hongkong, Tokio und
Chicago unterwegs war.
Die Fotos setzen sich
kritisch mit Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und
Voyeurismus auseinander.
Von 17.11.2018 bis 3.3.2019,
Deichtorhallen, Hamburg
Fotohaven Hamburg
Auf dem Gelände der
Hamburg Messe werden
Neuheiten rund um die
Fotografie vorgestellt.
Vertreten sind Hersteller
von Kameras, Objektiven
und Zubehör, dazu Anbieter von Software, Fotoreisen und Fachliteratur. Die
Tageskarte kostet 12 Euro.
WAS STECKT
HINTER
Pixii?
Ein Leica-M-Klon
mit APS-C-Chip,
rund 11 MP Auflösung
und einer maximalen Bildrate von
300 fps. Erhältlich ist
die Kamera für rund
3.500 Euro – etwa
halb so viel, wie eine
Leica M kostet –
allerdings besitzt sie
auch nur einen halb
so großen Sensor.
Neue Kompakte der
Leica D-Lux-Serie
Leica: Mit der D-Lux 7 stellt Leica eine neue leistungsstarke Kompaktkamera
vor. Neu an der D-Lux 7 sind der integrierte, hochauflösende elektronische
Sucher sowie ein Wifi-Modul und Bluetooth. Das Kompaktmodell besitzt
einen drei Zoll großen Touchscreen, über den es sich auch bedienen lässt.
Ein besonders interessantes Feature ist die Focus-Stacking-Funktion, mit der
sich mehrere Bilder mit unterschiedlichen Fokuspunkten kombinieren lassen. Auch Videoaufnahmen in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde sollen möglich
sein. Die Kamera besitzt eine Auflösung von 17 Megapixeln, und der einstellbare ISO-Bereich reicht bis ISO 25.600. Als Objektiv ist ein DC Vario-Summilux 1:1,7–2,8/10,9–34 mm ASPH verbaut. Die neue Kompakte ist außerdem
mit der Leica-Fotos-App kompatibel. Erhältlich: ab sofort für rund 1.150 Euro.
Von 6.2.2019 bis 10.2.2019,
Hamburg Messe und Congress,
Halle B3, Hamburg
FOTO: VG BILD-KUNST, BONN 2018
Von 8.2.2019 bis 10.2.2019,
Konzerthaus Freiburg, Freiburg
Beamer to go
FOTOS: HERSTELLER
16. Mundologia-Festival
und Foto-Messe
Bei der Mundologia gibt es
dieses Jahr zusätzlich zur
Messe wieder ein Filmfestival, Seminare sowie
Ausstellungen rund um
das Thema Fotografie und
Reisen. Darunter kreative
Foto-Workshops mit Profis
sowie spannende Reportagen. Eintritt ab 38 Euro.
Objektive
für Canon RF
und Nikon Z
Benq: Mit dem GV1 präsentiert
Benq einen portablen MiniBeamer mit drei Stunden Akkubetrieb, WVGA-Auflösung und
langlebiger LED-Lichtquelle
mit 200 Lumen. Der GV1 wiegt
700 Gramm und hat die kompakte Größe von 15 x 8 Zentimeter. Die Projektionsfläche des
Beamers kann zwischen circa
sieben und hundert Zoll variiert
werden. Zudem lässt sich die
Linse am Gehäuse um bis zu
15 Grad neigen. Bedient werden
kann der kompakte Beamer per
WLAN, Bluetooth oder USB-CAnschluss.
Kipon: Als erster Hersteller hat Kipon eine
Serie neuer Objektive
für die neuen VollformatKameras von Canon und
Nikon angekündigt. Die
LAND__SCOPE
fünf Objektive sind FestThema der Ausstellung
brennweiten
mit 24 mm,
ist die Landschaft in der
35 mm, 50 mm, 75 mm
zeitgenössischen Fotograund 90
mm und einer
fie und der
Wandel des
CHIP-FOTO-VIDEO
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Lichtstärke von jeweils
Landschaftsmotivs in der
f/2,4. Die Preise beginnen
Zeit. 120 Werke zwischen
bei rund 290 Euro.
Romantik und Moderne,
unter anderem von Axel
Hütte und Olivo Barbieri.
Eintritt: 7 Euro.
Von 30.11.2018 bis 31.3.2019,
Münchner Stadtmuseum
Carrier_31/12/2018
„
Beiträge,
die nicht
jugendfreie Inhalte enthalten,
sind bei Tumblr
nun nicht mehr
zulässig.
Dies verkündete der
CEO der Online-Plattform Jeff D’Onofrio
in einem Blogbeitrag.
Die Community-Richtlinien wurden dafür
bereits angepasst.
NETZFUNDSTÜCKE DES MONATS
Better
Photos
Than
Ever
Mut zur Präsentation
Haben Sie sich schon einmal nicht getraut, eines Ihrer Bilder
zu teilen? Oder haben Sie das eine oder andere Fotoprojekt
in einer (digitalen) Schublade verstauben lassen? Mit seinem Videoclip „Teile dein Talent“ möchte Apple Ihnen Mut
machen, Ihre eigenen Projekte zu veröffentlichen. Nur so
können sie gesehen werden!
Quelle: youtube.com/watch?v=GnKtay8_Zxo
Der Höhepunkt
Als beliebter Fotospot sind die Pyramiden von Gizeh ja
durchaus weithin bekannt. Doch nun hat es ein schwedi-
scher Fotograf wortwörtlich auf die Spitze getrieben:
Um seine Nude-Fotos zu realisieren, hat er die Spitze
der antiken Bauwerke erklommen und seine Models in
intimer Pose abgelichtet.
FOTO: ANDREAS HVID
Quelle: www.andreashvid.com
Ein etwas anderes „Netzfundstück“
Weitwinkel-Festbrennweite
YN35mm F1.4
Wenn einem die Kamera gestohlen wird, ist das eine
ärgerliche Sache. Doch belässt es dieser Fotograf nicht
dabei und sucht nach seiner Fuji X100T im Internet –
mit Erfolg. Einfach zurückkaufen war dabei keine Option:
Mit einem geschickten Set-up und polizeilicher Unterstützung holte er sich die Kamera vom Dieb zurück.
F1.4 lichtstarke Offenblende
Asphärische Linsen
Quelle: Petapixel: bit.ly/2QIFnuC
Korrigierende Dispersionslinsen
Mehrfach beschichtete Linsen
Firmware aktualisierbar via USB
Live-View-Fokussierung (Lv)
7 Blendenlamellen
Mit Gold veredelte Kontakte, Metall-Bajonett
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Unterstützung für Autofokus (AF) und manuellen Fokus (MF)
FOTO: FUJIFILM
Fokus-Distanzskala
www.hkyongnuo.com
www.yongnuo.com.cn
Shenzhen Yongnuo Photographic Equipment Co. Ltd.
Address: 2-A511, Saige Science & Technology Park, Huaqiang North Rd., Futian District, Shenzhen, China
sales@hkyongnuo.com TEL: (86)0755-83762448 FAX: (86)0755-83762765
PRAXIS • FOTOS IM WINTER
Holen Sie alles aus dem
Winter raus!
So mancher ist im Winter fotografisch weniger aktiv, dabei bietet die kalte Jahreszeit
eine Fülle an Motiven – sogar wenn der Schnee auf sich warten lässt. Sehen Sie selbst!
VON SEBASTIAN BARSCH
W
interfotografie bedeutet in erster Linie eines: Fotografieren unter
erschwerten Bedingungen. Dazu
zählen zu allererst die unfreundlichen Temperaturen, die selbst im Flachland unter
den Gefrierpunkt fallen können. Dazu kommen Schneefälle, Nebel, Glätte und stärkerer
Frost – eine Herausforderung nicht nur für
CHIP-FOTO-VIDEO
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den Fotografen,
sondern auch für sein Equipment. Wie Sie sich darauf vorbereiten, wird
daher ein Teil dieser Geschichte sein.
Dem gegenüber steht die Motivvielfalt der
kalten Jahreszeit. Weiße Landschaften, Tiere,
die im Schnee nach Nahrung suchen, und
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02.2019
bunt beleuchtete Weihnachtsmärkte zählen
zu den Favoriten der Fotografengemeinde.
Aber auch Motive ohne Schnee haben ihren
Reiz, weshalb unser Textchef Manfred Pfister
im Bayerischen Oberland losgezogen ist, um
einige Beispiele dafür zu sammeln.
Allen, die sehnlichst auf die weiße Pracht
des Winters warten und hoffen, zeigt der WetCarrier_31/12/2018
terfotograf Bastian Werner, wie sie Wettermodelle lesen können – und so nicht auf den
teils ungenauen Wetterbericht angewiesen
sind. So können Sie vor einer Fototour selbst
herausfinden, wo eine dicke Schneeschicht
und womöglich Sonnenschein auf Sie warten.
FOTO: BO
FOTO
BORCHE
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CHIP FOTO-VIDEO
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PRAXIS • FOTOS IM WINTER
Tipps gegen
eisige Kälte
Trinkwasser in der Flasche gefroren, Sucher
beschlagen, Stativ kältestarr – der Winter hält
manche Überraschung bereit. Mit unseren
Tipps passiert Ihnen das nicht.
VON RADOMIR JAKUBOWSKI
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
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CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
TIPP
I
m Winter ist es wichtig, auf seine Fotoausrüstung Acht zu geben. Zwar machen
die kalten Temperaturen dem Equipment
an sich nicht viel aus, doch die Feuchtigkeit
kann problematisch werden. Insbesondere
wenn Sie bei starken Schneefall fotografieren, ist es wichtig, den Schnee regelmäßig von
Kamera und Objektiv zu entfernen. Vor allem
dann, wenn beides noch so warm ist, dass der
auf die Ausrüstung fallende Schnee schmilzt.
Schnell ist es passiert, dass Schmelzwasser in
Ihre Kamera eindringt.
Ein Mantel für die Kamera
Ich empfinde gerade im Winter Neoprenüberzüge auf Teleobjektiven als besonders
angenehm für die Hände. Da die meisten
Teleobjektive einen Korpus aus Metall besitzen und dieser schnell die Außentemperatur
annimmt, vermeidet ein solcher das Equipment schützender Neoprenüberzug sehr
zuverlässig eiskalte Hände.
Den Sucher frei halten
Durch den Wechsel aus Bewegung und Stillstehen in warmen Kleidern wird mir als Fotograf schnell heiß. Mein Gesicht strahlt dann
natürlich auch viel Wärme ab. Führe ich nun
die Kamera zum Auge, beschlägt häufig der
Sucher. Dies geschieht auch, wenn ich konzentriert Tiere beobachte und versehentlich
in Richtung des Suchers ausatme. Aus diesem Grund ist es gut zu wissen, dass viele
Kamerahersteller spezielle Okulare anbieten,
die bei Kälte nicht beschlagen. Diese erleichtern das Fotografieren ungemein. Falls Sie
keines haben, hier ein etwas unappetitlicher
Profitipp: Wenn es eine perfekte Actionszene
gibt, die Sie um keinen Preis verpassen wol-
Wasser gefriert immer von
oben nach unten. Wenn Sie im
Rucksack ein Getränk mit sich
führen, positionieren Sie die
Flaschenöffnung immer nach
unten. So können Sie daraus
trinken, bis die Flasche
vollständig gefroren ist.
len und der Sucher beschlagen ist, lecken Sie
mit der Zunge darüber. Das ist die schnellste
Möglichkeit, um wieder durch Sucher
schauen zu können. Ganz perfekt wird es
nicht sein, aber um weitere Bilder aufnehmen zu können, reicht es.
Achten Sie auf Ihr Stativ
Die zwei letzten Tipps beziehen sich auf das
Stativ. Ziehen Sie immer erst das unterste
Stativbein-Segment aus. Sollten Sie am Wasser arbeiten und die geschlossenen Stativsegmente geraten mit der Flüssigkeit in Kontakt, frieren diese ein. Dann können Sie die
Stativbeine nicht mehr auseinanderziehen.
Zudem sollten Sie auf Ihre Schnellwechselplatten achten. Diese werden durch die
Wärme Ihrer Hände aufgeheizt. Dadurch
schmilzt Schnee hier besonders gut. Wenn
Sie nun die Schnellwechselplatte am Stativkopf einspannen, kann Schmelzwasser
in die Schnellwechsel-Einheit gelangen. Mit
hoher Wahrscheinlichkeit friert dann die
gesamte Einheit zusammen und Sie können
Ihre Kamera nicht mehr vom Stativ lösen,
bis diese wieder auftaut. So musste ich einst
mein 400 mm Teleobjektiv einen halben Tag
auf dem Stativ montiert transportieren.
Die richtige Kleidung
Zunächst gilt es, sich von der Illusion zu verabschieden, dass es Kleidung gibt, in der man
es immer mollig warm hat, ohne dabei auf
Fußmärschen zu schwitzen. So etwas gibt es
einfach nicht. Aus diesem Grund sollte man
nach dem Zwiebelprinzip am gesamten Körper mehrere Lagen übereinander tragen.
schuhe und, wenn es richtig kalt ist, Fäustlinge. Bei manchen Modellen lässt sich die
Spitze abklappen, um die Finger freizulegen.
kommt eine Fleecejacke, dann eine Regenjacke und als letzte Schicht eine Overlayering-Jacke. Ist es besonders kalt, können Sie
die Regenjacke aber auch gegen eine dünne
Daunenjacke und das Multifunktionsshirt
gegen ein langärmeliges, warmes Unterhemd
austauschen.
Hosen
Man sollte drei Hosen einplanen. Die erste
Lage bildet eine lange Unterhose, darüber
kommt eine wattierte Winterhose und als
dritte Schicht eine Überzughose. Letztere
Kopf und Fuß
trage ich an besonders kalten Tagen, wenn
Ganz wichtig: Werden Kopf und Füße kalt,
ich längere Zeit sitzen muss. Generell sollfriert man schnell am ganzen Körper. Desten Sie darauf achten, dass Sie nicht auf
halb gilt es, auf jeden Fall eine ordentliche
Gamaschen angewiesen sind. Sprich, die
Mütze und gute Socken einzupacken. Dicke
Hose sollte mit einem Haken
direkt an den
Wollsocken
sind sehr zu empfehlen. 02/2019_02/01/2019_Media
Wichtig
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Carrier_31/12/2018
Schnürsenkeln der Schuhe befestigt werden
n
ist auch die Schuhgröße. Die Schuhe sollten
können. Außerdem empfehle ich seitliche
so weit sein, dass Sie die Zehen noch beweLufteinlässe, sonst wird Ihnen bei Aufstiegen
n
gen können, das wärmt die Füße.
unerträglich warm.
Handschuhe
Jacke
Drei Arten lassen sich unterscheiden: Dünne
Den Oberkörper packe ich an normalen WininHandschuhe, die einfach nur ein bisschen
tertagen in ein Multifunktionsshirt, darüber
Wärme spenden sollen, dickere Fingerhand-
02.2019
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02.
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CHIP
CHI
P FOTO
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FOTO-VIDEO
OTO-VI
OTO
-VIDEO
DEO
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PRAXIS • FOTOS IM WINTER
DER FOTOGRAF
Schnee macht Fotos
tierisch gut
Radomir Jakubowski
(31) ist Diplom-Kaufmann, selbstständiger
Naturfotograf und VorCHIP-FOTO-VIDEO
standsmitglied
der GDT
(Gesellschaft Deutscher
Tierfotografen). Er produziert regelmäßig Reportagen für unterschiedliche
europäische Publikationen und gibt Workshops.
www.naturfotocamp.de
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CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Wilde Tiere verhalten sich im Winter oft anders und der Schnee
verlangt Kamera und Fotograf einiges ab. Naturfotograf Radomir
Jakubowski hat hilfreiche Tipps für Sie.
T E X T & F O T O S V O N RCarrier_31/12/2018
ADOMIR JAKUBOWSKI
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1
2
3
1 Bildaufbau
Schneehügel und große weiße Flächen bieten eine gute Grundlage für
einen minimalistischen Bildaufbau.
Tiere im
Winter finden
2 Rücksicht
Tiere sind im Winter besonders empfindlich. Rücksichtnahme ist daher
besonders wichtig.
4
3 Kontraste
Gerade Tiere mit dunklem Fell oder
Gefieder bieten einen spannenden
Kontrast zum weißen Schnee.
Tierfotografie im Winter erfordert
4 Freie Sicht
zunächst einiges an Artenkenntnis
und Vorbereitung. Am wichtigsten ist,
Kahle Bäume erlauben eine weite
zu beachten, dass Tiere dann besonSicht. Aus dem Wald tretende Tiere
ders empfindlich sind. Kein Foto ist
sind leichter zu entdecken.
es wert, das Überleben eines Tieres
im Winter zu gefährden. Die meisten
Tiere reduzieren ihre Aktivitäten auf
ein Minimum, da das Futterangebot
s ist Winter. Über Nacht ist Schnee
tografierens in der Regel bewegt und sich
in der kalten Jahreszeit besonders
gefallen,
morgens
ist
alles
vor
der
Tür
dadurch schnell die Proportionen von hellen
gering ist. Entsprechend sollten wir
weiß und jeder Schritt wird vom friund dunklen Bildanteilen ändern. Stellen Sie
als verantwortungsbewusste Fotoschen Neuschnee gedämpft. An solchen
sich ein schwarzes Pferd vor, das am Horigrafen darauf achten, Tiere im WinTagen gehen mir wunderbare Bilder von
zont erscheint. Es nimmt zunächst einen
ter nicht zu verschrecken oder in die
Tieren im Schnee durch den Kopf. Bilder, bei
sehr kleinen Anteil des Bildes ein, der Rest
Flucht zu schlagen. Des Weiteren
verändern viele Tierarten im Windenen helle, weiche und weiße Farbtöne in
ist heller Schnee. Je näher das Pferd kommt,
ter ihr Verhaltensmuster. So ziehen
den Fokus rücken und das Schneetreiben
desto größer wird der Dunkelanteil (nämzum Beispiel Gämsen und Steinbödie wilden Tiere umschwirrt. Das ist zuminlich das Pferd) im Bild. Die Mehrfeldbelichcke talabwärts in die Wälder, wo
dest die Grundidee. Die Umsetzung ist jedoch
tungsmessung spielt dabei verrückt. Sie wird
sie noch Futter finden. Wasservögel
häufig schwieriger als gedacht.
das Bild anfangs viel zu dunkel belichten
wiederum sammeln sich dort, wo
wollen und immer heller belichten, je näher
Das Problem mit der Belichtung
die Wasserflächen noch nicht komdas Tier kommt. Sobald das Pferd das Forplett zugefroren sind. Die VerändeGrundsätzlich gilt die Regel, dass man im
mat ausfüllt, kippt die Belichtung komplett:
rung der Verhaltensweisen sollten
Schnee am besten überbelichten sollte.
Das Bild wird dann deutlich zu hell. Auch die
Sie als Fotograf kennenlernen, damit
Wichtig ist, zu verstehen, warum dies so
Spotbelichtungsmessung ist hier kein wirkSie Tiere in ihrem Tagesablauf nicht
ist. Die Mehrfeldbelichtungsmessung der
licher Ausweg. Denn sobald der ausgewählte
stören. Umgekehrt bringt das winKamera erfasst normalerweise sehr viele,
Punkt, der für die Belichtungsmessung verterliche Verhalten aber auch viele
sehr helle Elemente im Bild – genau genomantwortlich ist, vom Motiv auf den Schnee
Chancen für Fotografen mit sich. So
men den Schnee. Also empfindet die Kamera
im Hintergrund fällt, wird die Kamera sofort
können Sie zum Beispiel durch Windie
Umwelt
als
zu
hell
und
probiert,
dies
zu
das Bild unterbelichten.
terfütterung viele Vogelarten in Ihren
korrigieren.
Dazu
belichtet
sie
das
Bild
unter.
Garten locken, beobachten und fotoManueller Modus, volle Kontrolle
Mit dem Resultat, dass das Bild zu dunkel
grafieren. Etwas, was im Sommer
wird
und
der
weiße
Schnee
grau
wirkt.
NorDas ist der Grund, warum ich für die Tiernicht
so einfach ginge. Oder Sie
halCHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
malerweise
würde
man
nun
das
Bild
per
fotografie im Schnee und auch im starken
ten sich an Seen auf, wo das Wasser
Belichtungskorrektur heller belichten.
Nebel immer den manuellen Modus empnoch nicht ganz zugefroren ist. Dort
Dieses Vorgehen ist in der Tierfotografehle. Wählen Sie Blende, Verschlusszeit und
herrscht im Winter oft reges Treiben
und diverse Wasservögel versamfie allerdings nicht befriedigend. Das liegt
ISO so, dass der Schnee gerade nicht ausmeln sich auf kleinstem Raum.
daran, dass sich das Tier während des Fofrisst. So stellen Sie sicher, dass Ihr Foto
E
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PRAXIS • FOTOS IM WINTER
sowohl Zeichnung im Fell des Tieres als auch
im Schnee aufweist. Da sich die Lichtbedingungen etwa bei Schneetreiben nur recht
langsam verändern, können Sie erfahrungsgemäß sehr gut mit dem manuellen Modus
arbeiten. Denn Sie haben genügend Zeit, die
passenden Einstellungen zu finden.
Auto- oder manueller Fokus?
Ein zweites, größeres Problem ist der Autofokus im Winter. So lange es ein normaler
Tag ist, an dem es nicht schneit, agiert der
Autofokus wie gewohnt. Sie können also Ihre
normalen Einstellungen inkl. den nachführenden AF weiter verwenden. Liegt Schnee,
sind die Kontraste meist sehr gut, sodass der
Autofokus noch besser greift. Doch sobald es
zu schneien anfängt, wird der Fokus durch
die fallenden Schneeflocken extrem irritiert.
Sollten Sie feststellen, dass der Autofokus
das Motiv nicht mehr findet, so verwenden
Sie im ersten Schritt nur noch das mittlere
AF-Feld statt der äußeren Autofokusfelder. Das mittlere Feld ist bei allen Kameras
mit Abstand das sensibelste und arbeitet
besonders präzise. Somit wird es die besten
Ergebnisse liefern. Sollte das Schneetreiben
weiter zunehmen und so stark werden, dass
selbst dieses Autofokusfeld nicht mehr sauber arbeitet, bleibt leider nur noch die Möglichkeit, komplett manuell zu fokussieren.
Doch es lohnt sich, auch bei solch widrigen
Bedingungen auszuharren. Denn gerade der
starke Schneefall bringt oft auch wunderbare Bilder mit sich. Um die fallenden Flocken auf dem Bild sichtbar zu machen, ist es
wichtig, dass Sie auf die Helligkeit Ihres Hintergrundes achten. Der Schneefall hebt sich
besonders gut vor dunklen Hintergründen
ab, zum Beispiel Wäldern oder Wasserflächen.
Vor hellen Hintergründen wie einer geschlossenen Schneedecke oder dem Himmel hingegen erkennt man Schneeflocken kaum.
5
5 Ton in Ton
Weißes Fell vor weißem
Schnee. Klingt monoton, kann
aber zu einer eindrucksvollen
Ton-in-Ton-Aufnahme werden.
6 Fokus
Wenn es nicht schneit, funktioniert der Autofokus wie
gewohnt. Sonst müssen Sie
manuell fokussieren.
7 Schneeflocken
Ein dunkler Hintergrund wie
hier der Waldrand lässt die
Flocken auffällig hervortreten.
6
TIPP
Bei Kälte sind Kamera-Akkus störanfällig und entladen
sich schneller. Tragen Sie Ihre
Akkus immer am Körper. So
halten Sie sie warm.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
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PRAXIS • FOTOS IM WINTER
DER FOTOGRAF
Bastian Werner dokumentiert mit seiner
Kamera das Wetter auf
unserem Planeten und
stellt an sich selbst den
Anspruch, ein unverzerrtes Bild der Realität
zu zeigen. Er weiß, wie
man spektakuläre Unwetter findet – und den
schönsten Schnee.
www.bastianw.de
Arbeiten mit
Wettermodellen
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Wetterfotograf Bastian Werner erklärt Ihnen, wie Sie mit modernen
Wettermodellen die perfekte Winterlandschaft finden können.
TEXT & FOTOS VON BASTIAN WERNER
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CHIP FOTO-VIDEO
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S
olche Bilder haben Sie bestimmt schon
gesehen: von wunderschönen Schneedecken eingehüllte Landschaften. Die
Bäume und Felder weiß bedeckt und von
der untergehenden Sonne in ein warmes
Licht getaucht. Die perfekte Szene für ein
Foto. Doch vor der eigenen Haustür zeigt
sich oftmals ein anderes Bild: Matschige
Schneereste verdecken den grauen Asphalt
oder schlammige Waldwege. Denn nur weil
es Winter ist, liegt nicht überall gleich viel
Schnee. Mit Wettermodellen können Sie allerdings das Wetter einfach beobachten und
herausfinden, wo Sie demnächst auf eine
dichte Schneedecke treffen könnten. Diese
Modelle finden Sie entweder online am heimischen Rechner oder während Ihrer Fototour auch auf dem Smartphone. Ich selbst
verwende beispielsweise die Wettermodelle
auf kachelmannwetter.com.
Die perfekte Schneedecke
Wie sieht nun eigentlich die perfekte Schneedecke aus? Schauen Sie sich zunächst den
Unterschied zwischen dem Foto links und der
Aufnahme des dicht überzuckerten Buchenwaldes auf der nächsten Seite an (Bild 1).
Wahrscheinlich wird Ihnen instinktiv das
linke Foto besser gefallen. Warum? Aufgrund
von zwei Punkten: Zum einen wäre da der
enorme Unterschied der Schneehöhe. Im
Buchenwald auf der nächsten Seite sind die
Äste und das Laub am Boden mit nur wenig
Schnee bedeckt. Eine geschlossene Schneedecke fehlt also, wodurch das Bild nicht
besonders ansehnlich wirkt. Hieraus entsteht die erste Bedingung: Mindestens 10 cm
Schneehöhe sollte die Decke haben, damit
Wetterberechnung
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Wetterdienste nutzen Supercomputer, die ihre
Wettermodelle regelmäßig aktualisieren. Das
geschieht zumeist in einem Abstand von drei
beziehungsweise sechs Stunden. Hierzu rufen
die Computer weltweit Daten von Wetterstationen, Wetterballonaufstiegen etc. ab. Aus diesen Informationen über den aktuellen Zustand
der Erdatmosphäre berechnen die Supercomputer mittels physikalischer Gleichungen die
zukünftige Wetterentwicklung.
Carrier_31/12/2018
Damit Menschen diese Entwicklung auch
„lesen“ können, wird sie auf Wetterkarten
visualisiert. Eine Wetterkarte ist eine Landkarte,
auf der mit Farbschattierungen das zu erwartende Wetter gezeigt wird.
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PRAXIS • FOTOS IM WINTER
1
„geschlossen” zutrifft. Der zweite Blick gilt
den Bäumen. Im Aufmacherfoto sind diese
komplett mit Schnee bedeckt. Die Buchen
oben aber zeigen bei Aprilschneefall das frische Grün junger Blätter. Das aber ist etwas
ganz anderes als die Ästhetik einer perfekten
Winterlandschaft. Die zweite Bedingung lautet demnach: Es müssen 10 cm Schnee (oder
mehr) auch auf den Bäumen liegen.
Unter dem Gefrierpunkt
Damit eine geschlossene Schneedecke von
mindestens 10 cm zustande kommt, muss die
entsprechende Menge an Schnee auch vom
Himmel fallen. Wann und wo das geschehen
wird, lässt sich den schon erwähnten "Wettermodellen” entnehmen. Weiterhin darf dieser
Schnee nicht schmelzen, bevor Sie Ihr Foto im
Kasten haben. Es muss deshalb während und
nach dem Schneefall eine Temperatur von
unter 0 °C herrschen. Das gilt natürlich auch
für den Schnee auf den Bäumen. Erwärmt
die Sonne ihn zu sehr oder weht ein zu starker Wind, fällt der Schnee herunter und das
schöne Landschaftsbild ist dahin.
2
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
In Mitteleuropa finden sich die schönsten
Schneelandschaften vor allem in den MitCHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
telgebirgen und in den Alpen. Nur selten
werden Sie 10 cm Neuschnee im Flachland
vorfinden. Wo gerade fotogene Winterlandschaften zu finden sind, können Sie anhand
von Webcams in den Gebirgen online recher-
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CHIP FOTO-VIDEO
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Wettermodelle
verwenden
Ich verwende für meine Prognosen die
Website www.kachelmannwetter.de.
Klicken Sie dort links oben auf »Vorhersage« und wählen Sie dann im Dropdown-Menü das Wettermodell »Mitteleuropa Super HD« aus. Es öffnet sich
anschließend der Modellkarten-Browser.
Wählen Sie dort auf der linken Seite bei
Die Karte zeigt an, an welchem Ort wie
viel Schnee niedergehen wird.
»Parameter« den Wert »Akkumulierter
Niederschlag (Schnee)« aus. Jede Wetterkarte hat eine in der Zukunft liegende
Uhrzeit. Der »Gesamtschneefall bis zu
diesem Termin«-Parameter zeigt Ihnen
mit den Farbschattierungen auf der Landkarte an, wie viel Zentimeter Neuschnee
bis zu diesem Termin fallen wird. Unten
auf jeder Wetterkarte finden Sie eine
Skala, diese übersetzt Ihnen die Farbschattierung in einen Zahlenwert. Sie
müssen für den Ort Ihres Motivs diesen
Farbwert ablesen und mit der Skala vergleichen. Wenn Sie neben »Gültig für«
auf dem Pfeil rechts klicken, können Sie
zudem auf der Karte sehen, wie sich der
Schneefall mit Voranschreiten der Zeit
ändert. Das Gleiche machen Sie mit der
Temperatur, die ab dem Zeitpunkt des
Schneefalls bis zu Ihrer Fototour vor Ort
unter 0 °C liegt. Hierzu klicken Sie sich ab
dem Zeitpunkt des Schneefalls durch die
Karten und kontrollieren, ob der Farbwert
für 0 °C eingehalten wird.
3
1 Angezuckert
terlandschaften besonders
romantisch und attraktiv.
Die Schneedecke ist nicht
dicht und das Grün der Blätter
3 Aus der Ferne
ist deutlich zu erkennen – nicht
Man muss nicht direkt vor
sehr ansehnlich.
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
dem Schnee stehen. Auch aus
2 Bis die Äste knicken
der Ferne machen Winterlandschaften einiges her.
Liegen mehr als 10 cm Schnee
auf den Ästen, wirken Win-
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Um die Temperatur zu ermitteln, verwenden Sie
den Parameter »Temperatur 2m (°C)«.
PRAXIS • FOTOS IM WINTER
Raureif & Raueis
ausfindig machen
4
4 Raureif
Unterkühlte Wassertröpfchen haben die
Bäume und Dächer
verzaubert.
5 Raueis
Ist es windig, verwandelt sich Raureif
schnell in Raueis und
umhüllt Stämme. Äste
und Büsche.
5
Mit dem Wettermodell „Mitteleuropa
Super HD” können Sie auf der Webseite
www.kachelmannwetter. de abschätzen, wo sich Raureif und Raueis bilden
werden. In der Auswahlliste für die Parameter finden Sie das „Signifikante Wetter”. Dort können Sie sich viele Wetterzustände für einen Ort anzeigen lassen. Die
Skala unter der Karte zeigt Ihnen, welche
Farbe für welche Niederschlagsart steht.
Beige zeigt z. B. „Nebel mit Raureifbildung” an. Es kann natürlich passieren,
dass zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie dann
vor Ort sind, der beige Farbwert auf der
Wetterkarte verschwunden ist. Dies heißt
erst einmal nur, dass sich der Nebel aufgelöst hat. Der Raureif und das Raueis
bleiben zunächst erhalten. Erreicht die
Temperatur aber Plusgrade, beginnen
binnen kürzester Zeit der Raureif und das
Raueis von den Bäumen abzufallen.
eine erstaunliche Metamorphose: Der Nebel
behält seine Tröpfchenform bei, die Wassertropfen sind jedoch unterkühlt. Treffen
sie auf ein Objekt, frieren Sie augenblicklich
daran fest. Es bildet sich also Raureif. Ist es
zusätzlich windig, wird daraus sogenanntes
Raueis. Und dieses umhüllt dann alles, was
es berührt, zentimeterdick.
Raureif und Raueis
Wie stark Raureif und Raueis auftreten,
hängt direkt davon ab, wie lange Objekte bei
Tiefdruckgebiete bringen uns im Winter den
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
Minusgraden dem Nebel ausgesetzt sind.
Schnee. Herrscht jedoch ein HochdruckgeGut 24 Stunden am Stück sollten Ihre Motive
biet über Mitteleuropa, ist mit viel Nebel und
bei Minusgraden von Nebel umgeben sein,
Hochnebel zu rechnen – also einem einheitliDas Wettermodell zeigt „Nebel” mit „Reifbildung” in Bayern und Baden-Württemdamit eine ansehnliche Menge an Raureif
chen Grau am Himmel. Liegt die Temperatur
berg, während es im Norden regnet.
oder Raueis anhaften kann.
bei Nebel unter 0 °C, erfährt die Landschaft
chieren, zum Beispiel auf schneeradar.de.
Über solche Webcams lässt sich gut kontrollieren, ob sich der Schnee auf den Bäumen
gehalten hat. Sie können sich also ein klares
Bild vom Aussehen der Landschaft machen
und davon ausgehend entscheiden, ob sie
auf Fototour gehen.
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Objektive
30 native Vollformat Objektive für
spiegellose Systemkameras*
Bereits seit 2013 entwickelt Sony das spiegellose Vollformat System kontinuierlich weiter. Dabei
sind die unübertroffene optische Leistung, der schnelle, präzise und leise Autofokus, sowie das
kompakte Design die Gründe, warum das Vollformat System von Sony die erste Wahl vieler
professioneller Fotografen und Videografen ist.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
www.sony.de
*Inklusive Telekonverter (SEL14TC, SEL20TC), einem Fisheye Konverter (SEL057FEC) und einem Ultraweitwinkelkonverter (SEL075UWC) ohne Beeinträchtigung der optischen Qualität und Bedienbarkeit.
„Sony“, „a“ und die zugehörigen Logos sind eingetragene Markenzeichen oder Markenzeichen der Sony Corporation. Alle anderen Logos und Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.
© 2019 Sony Europe Limited. Alle Rechte vorbehalten.
PRAXIS • FOTOS IM WINTER
Winterstimmung
auch ohne Schnee
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Für Schnee ab Dezember gibt es auch am Alpenrand längst keine Garantie
mehr. Doch deshalb muss man die Kamera noch lange nicht einmotten.
TEXT & FOTOS VON MANFRED PFISTER
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CHIP FOTO-VIDEO
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1 Unerwartete Dynamik
Der vom Tal aufgestiegene Nebel
zieht vor der Kulisse des Wettersteingebirges über den Walchensee.
Losziehen und
Chancen nutzen
2 Im Morgengrauen
Morgenhimmel sind immer wieder
eine Offenbarung, allerdings eine,
die nur von kurzer Dauer ist.
3 Kälteresistent
Mit dem ersten Schnee als Hintergrund leuchten die Weißdornbeeren
in der Morgensonne umso kräftiger.
Anders als bei Schnee müssen Sie auch nicht
unbedingt per Belichtungskorrektur heller
belichten, denn die Raureif-Kristalle fallen
bei der Mehrfachbelichtungsmessung der
Kamera nicht ins Gewicht. Bei der Aufnahme
von Beeren oder anderen filigranen Objekten
gilt es aber, den Hintergrund so zu wählen,
dass sich das Hauptmotiv prominent abhebt.
Über dem Nebelmeer
Als vielfältiges Motiv darf auch der Nebel
Die kalte Jahreszeit hält mehr Motive
gelten. Ob er nun über eine Wasserfläche
bereit, als so mancher denkt – zuminzieht,
Bäume gespensterhaft einhüllt, oder
dest im bayerischen Oberland direkt
ob
Sie
eine Aufnahme planen, in der Sie von
vor den Alpen. Der Schnee mag auf
hoch oben in den Bergen oder von einer Seilsich warten lassen, dafür finden sich
bahnstation aus einen Sonnenuntergang mit
Nebelmotive und faszinierende Moreiner geschlossenen Nebeldecke zusammengenstimmungen. Und Wildsträucher,
elbst am Alpenrand ist ein Winter mit
bringen, aus der die hohen Gipfel herausradas Astwerk der Bäume oder auch
viel Schnee, Eiszapfen oder gar mit
gen – die möglichen Ambitionen bei solchen
das Schilf sind nach einer Frostnacht
zugefrorenen Seen eine seltene ErscheiSujets können sehr weit gehen. In den bayemit Raureif überzogen – ein oftmals
nung geworden. Doch ein Wohnort in über
rischen Alpen bietet etwa eine Fahrt mit der
rasch vergehender Zauber, wenn die
Sonne die Temperatur steigen lässt.
600 Metern Höhe, von wo der Blick nach
Zahnradbahn auf die Zugspitze die MöglichFrüh nach draußen zu gehen, kann da
Süden auf die Kette der Vorberge und mankeit dazu (Anm.: Die Seilbahn Zugspitze ist
entscheidend sein.
chen Alpengipfel dahinter fällt, verbindet
wegen Beschädigung außer Betrieb.). Zuvor
Im Alpenvorland sind der Dezemsich mit dem Gefühl, dass Winter, Schnee, zu
eine Webcam zu konsultieren, empfiehlt sich,
ber und selbst der Januar kein
Eis erstarrte Wasserfälle nie ganz ausbleidie aufwendige Unternehmung ist dann
Garant für eisige Wintertage mit Kälte
ben. Irgendwann überzieht dann zumindest
keine ins Ungewisse hinein.
und Schnee. Wenn dann der Nebel
der Frost, für kürzere Zeiten auch die weiße
Bei den Aufnahmen kam durchgehend
nicht weichen will, bleiben immer
Pracht, das Land vor den Bergen mit seinen
das gleiche Telezoom zum Einsatz, das Sony
noch die Gipfel und Seen der BaySeen, Wäldern und Moorwiesen. Dann darf
FE 70–300 mm f/4,5–5,6 G OSS an einer Sony
erischen Voralpen oder auch der
man als Fotograf nicht lange zögern.
Alpha 7 II. Als Nicht-Profi habe ich eine VorHohe Peißenberg (988 Meter) im
liebe für eine überschaubare Ausrüstung.
Vorland. Sie ragen nicht selten über
Kristalliner Zauber
Und die Thermoskanne soll ja auch noch in
das Nebelmeer hinaus. Dank WebDass
Schnee
und
Eis
auf
sich
warten
lassen,
den Fotorucksack passen.
cams lässt sich das jederzeit verifibedeutet nicht, auf winterliche Motive verzieren – und kann an einem nebelzichten zu müssen. Denn Frostnächte bleiben
grauen Sonntag einen spontanen
auch im Flachland nicht aus und erst recht
Aufbruch bedingen, wie den zum 800
nicht Mittelgebirgen. Mit ihnen steigen die
Meter hoch gelegenen Walchensee.
Chancen auf besondere Motive: Feuchtigkeit
Bei der Ankunft 40 Minuten später
in der Luft schlägt sich als Raureif auf noch
bedeckte sich der Himmel allerdings
Beeren tragenden Büschen wie Hagebutte
zunehmend. Kein Sonnenlicht mehr
und Weißdorn, aber auch auf dem Geäst der
auf dem Wasser und den noch verErkundigen Sie sich, ob
bliebenen Blättern der Ulmen. Doch
Bäume nieder und verwandelt womöglich
es Anti-Beschlag-OkuCHIP-FOTO-VIDEO
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Carrier_31/12/2018
plötzlich
stieg der über dem Vorland
Moorwiesen, Gräser und selbst Zäune aus
lare auch für Ihr Kameliegende Nebel nach oben und zog,
Drahtgeflecht in einzigartige Kunstwerke. Im
ramodell gibt.
vom Wind getrieben, über den See –
durch Nebelschwaden gefilterten Licht der
von unerwarteten Motiven überrascht
Sonne lassen diese sich am frühen Morgen
zu werden, begeistert immer wieder.
besonders attraktiv einfangen.
S
TIPP
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PRAXIS • FOTOS IM WINTER
ORIGINAL
Finsterer
Winter wie
gedruckt
Lassen Sie sich von alten Drucktechniken inspirieren und geben
Ihren Winterbildern einen
ganz eigenen Look.
S
eit den Anfängen der Fotografie versuchten Fotografen und Chemiker, in
ihren Dunkelkammern eigene Bildlooks
zu erzeugen. Den eigenen Look zu finden, ist
heutzutage besonders wichtig geworden, da
Fotografen auf diese Art ihren Aufnahmen
eine eigene Handschrift verleihen. So können sie aus den Unmengen von Bildern da
draußen noch herausstechen. Zudem ist die
SPLIT-TONING
LITHOGRAFIE
Beim Split-Toning weisen Sie den
Lithografie gilt als ältestes FlachUmsetzung dank BildbearbeitungsprogramLichtern und den Schatten eine
druckverfahren und gehörte im
men und RAW-Konvertern immer einfacher
eigene Farbe zu und sorgen so für
19. Jahrhundert zu den am häufigsund schneller geworden. Mit wenigen Klicks
einen farblichen Kontrast. Dieser
ten angewandten Farbdrucktechwerden Farben verändert, knalliger gemacht
kann auch sehr dezent sein. Hier
niken. Dabei wurde das Bild erst
oder auch entsättigt. Auch Ihre Winteraufwurden beispielsweise die Lichter
spiegelverkehrt auf einen Stein
nahmen können Sie in Schwarz-Weiß taugut erkennbar rötlich verfärbt, wähübertragen und dann auf das Papier
chen. Wie stark oder schwach der Kontrast
rend die Schatten ein leichtes Blau
gepresst. Weil die Bilder auf dem
ausfällt, kann allein schon über die gesamte
aufweisen. Die meisten BildbearStein gezeichnet wurden, wiesen sie
Bildwirkung entscheiden. Aber auch alte
beitungsprogramme, so zum Beiharte schwarze Linien und SchatDruckverfahren können als Inspiration diespiel Affinity Photo oder Lightroom,
ten auf, kombiniert mit hellen Freihaben dazu im Übrigen ein eigenes
flächen. Ein zusätzlicher Gelbstich
nen, um Bilder düsterer oder freundlicher,
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Einstellungs-Modul. Carrier_31/12/2018 lässt das Bild zudem älter wirken.
kälter oder wärmer wirken lassen. Gerade
bei Winteraufnahmen können Farbstiche zu
einem ganz besonderen Stilmittel werden.
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CYANOTYPIE
LOW KEY
HIGH KEY
Cyanotypie (auch bekannt als
Low-Key-Aufnahmen kennt man
Wie der Name verrät, sind
Blaudruck) gehört mittlerweile zum
vor allem von Porträtaufnahmen, in
High-Key-Aufnahmen das Gegenteil
„immateriellen Kulturerbe” der
denen dunkle bis schwarze Bereivon Low Keys. In ihnen dominieren
Menschheit und hat eine Besonche dominieren. Diese Technik lässt
helle bis weiße Flächen, die für ein
derheit: Die Bilder sind blau. Dieses
sich aber auch bei Landschaften
freundliches Erscheinungsbild sorVerfahren zur Entwicklung von Bileinsetzen, sofern sie nicht komplett
gen. Gerade wenn Schnee im Foto
dern wird heutzutage nur noch als
mit Schnee bedeckt sind. Einfach
zu sehen ist, funktioniert diese Techkünstlerisches Stilmittel verwendet.
im Bildbearbeitungsprogramm unter
nik sehr gut. Auch hier rufen Sie
Es lässt sich digital ganz einfach
»Gradationskurven« die Kurve nach
einfach in Ihrem Bildbearbeitungsumsetzen. In Photoshop beispielsunten ziehen. Dadurch werden die
programm »Gradationskurven« auf,
weise müssen Sie nur das Bild mit
dunklen Bereiche noch dunkler und
ziehen aber die Kurve dieses Mal
der Einstellungsebene »Farbton/
sorgen für eine dramatische bis
nach oben. Achten Sie darauf, dass
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Sättigung«
umfärben.
bedrohliche Stimmung im Carrier_31/12/2018
Bild.
Sie keine Details verlieren.
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IDEO
DEO
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PRAXIS • SELBER MACHEN
Nikon D850 mit Nikon AF-S Nikkor 24–70 mm f/2,8 E ED VR | 30 mm (KB) | f/8 | 1/20 Sek. | ISO 160
FOTOPROJEKT
Kaffee rund um die Uhr
gesetzt. Bei Flüssigkeiten ist auf jeden Fall
etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Füllen Sie
die Getränke vorsichtig in die Tassen, ohne
Widmen Sie dem Lieblingsgetränk der Deutschen doch mal ein poppig-modernes Fotoprojekt. deren Rand zu berühren. So bleiben die Tassen sauber und Sie müssen nicht mühsam
VON SEBASTIAN SONNTAG & SIMON KIRSCH
mit einem Tuch nacharbeiten.
Um die Tassen nicht unnötig oft auf dem
-tisch – das erleichtert Ihnen das spätere
Untergrund hin- und herzuschieben, sollten
as Frühstück gilt vielen als die wichEinfüllen ausgewählter Requisiten und der
Sie sich schon vor dem Aufbauen Gedanken
tigste Mahlzeit des Tages. Zu Recht,
Untergrund bleibt sauber. Für fotogene Fülwie auch Ernährungswissenschaftüber die Aufstellung machen. Die vier grolungen durchsuchen Sie einfach mal Ihre
ler bestätigen. Denn mit einem – womöglich
ßen Tassen besetzen die Positionen bei voller
Küchen- oder Vorratsschränke. Kaffeebohnen, Stunde sowie viertel, halb und dreiviertel – für
gar gesunden – Frühstück ist man für einen
anstrengenden Tag gut gewappnet – viel
eine Grundstruktur im Bild empfiehlt sich eine
besser als mit der einst berüchtigten franmöglichst einheitliche Befüllung, etwa mit
zösischen Variante mit café noir und ein paar
Kaffeebohnen. In die kleineren Tassen kommt,
Gauloises. Neben Müsli, Toast und Spiegelei
was Sie sonst noch zum Thema Frühstück
besitzen auch Kaffee und Tee bei den meisten
ausgewählt haben. Achten Sie darauf, dass
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Menschen einen hohen Stellenwert. Anlass
die Abfolge von der Struktur her wie auch
farblich abwechslungsreich ist und alle Tassen
genug also, diesen „Lebenselixieren“ ein FotoMilch, Zuckerwürfel, frisch von Hand gebrühetwa den gleichen Füllstand haben. Stellen
projekt zu widmen.
Stellen Sie dazu zunächst vier große und
ter Filterkaffee oder einer aus der KaffeemaSie die Tassen wie beschrieben auf den Unteracht kleinere Tassen auf Küchentheke oder
schine, Ihrer Kreativität sind keine Grenzen
grund, der für die Aufnahme vorgesehen ist.
„
D
Fast alle Requisiten
finden Sie in Küche
oder Speisekammer.
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1. Passender Untergrund
2. Befüllen der Tassen
3. Tassen aufstellen
Im ersten Schritt wählen Sie einen passenden Untergrund für Ihr Bild. Ein schöner
Holzboden oder schickes Laminat eignen
sich ideal, etwas poppiger wird das Ergebnis
mit buntem Karton aus dem Bastelladen. Ihr
Untergrund sollte absolut eben und ungefähr einen Quadratmeter groß sein.
Platzieren Sie Ihre Tassen auf Ihrer Abstellfläche und machen Sie sich Gedanken über
den Aufbau. Geben Sie die gleiche Füllung
in die vier großen Tassen, die für die ganze,
viertel, halbe und Dreiviertelstunde stehen.
Für die übrigen acht Tassen verwenden Sie
unterschiedliche Füllungen.
Nun arrangieren Sie die Uhr auf Ihrem FotoUntergrund. Es zählen gleiche Abstände und
Symmetrie, aber auch Kleinigkeiten – etwa,
dass bei den Haupttassen der Henkel nach
innen zeigt, bei den restlichen Tassen dagegen nach außen. Als Uhrzeiger legen Sie
unterschiedlich lange Löffel in die Mitte.
4. Kamera-Einstellungen
5. Objektivwahl
6. Praktisches Zubehör
Montieren Sie die Kamera auf ein Stativ
und neigen Sie diese dann 90° nach unten.
Da so die Stabilität des Stativs geringer
ist, verwenden Sie für eine verwacklungsfreie Aufnahme besser einen Fernauslöser.
Schließen Sie die Blende auf f/8, um sowohl
Tassen als auch Inhalt scharf abzubilden.
Für diese Aufnahme eignen sich vor allem
Festbrennweiten (35 Millimeter). Wenn Sie
ein Zoomobjektiv ohne „Lock“ einsetzen,
kann der Tubus bei der nach unten geneigten Kamera ausfahren. Um das zu verhindern, fixieren Sie den Zoomring einfach mit
einem Streifen Klebeband.
Der Einsatz eines mit der Kamera verbundenen Notebooks ist enorm hilfreich. Sie
können so die Bilder direkt auf dem großen
Monitor betrachten und Ihren Aufbau entsprechend anpassen. Um die Symmetrie zu
überprüfen, sind die praktischen Hilfslinien
in Photoshop eine gute Möglichkeit.
Hilfslinien ziehen in Adobe Photoshop
Der sollte übrigens in der Nähe eines großen Fensters platziert sein, so können Sie mit
dem vorhandenen Tageslicht arbeiten. Wird
der Helligkeitsverlauf im Bild dabei zu stark,
positionieren Sie auf der gegenüberliegenden
Seite einen Reflektor und hellen den dunkleren Bereich so etwas auf. Alternativ arbeiten
Sie mit großflächigen Softboxen, die Sie links
und rechts Ihrer „Tassenuhr“ aufstellen.
Ist alles vorbereitet, geht es an die Feinheiten, schließlich lebt die Aufnahme von der
perfekten Symmetrie und den immer gleichen Abständen zwischen den Tassen. Hier
machen wirklich Millimeter den Unterschied;
überprüfen Sie deswegen die Symmetrie mit
Testbildern am Rechner und schieben Sie die
Tassen so lange vorsichtig hin und her, bis
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wirklich alles perfekt passt.
Übrigens: Wenn Sie Ihr fertiges Bild gern
ausgedruckt in Ihrer Küche aufhängen möchten: Ein quadratischer Anschnitt eignet sich
für dieses Motiv am besten.
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Öffnen Sie Ihr Bild in Photoshop, klicken Sie mit der linken
Maustaste auf das Lineal oben
oder links am Bildschirmrand
und ziehen Sie bei gedrückter Maustaste die Hilfslinie ins
Bild. Sehen Sie keine Lineale,
können Sie diese über einen
Klick auf »Ansicht | Lineale«
(»Strg + R«) einblenden lassen.
Ziehen Sie so je eine Hilfslinie
auf die Tassen bei zwölf und
sechs Uhr sowie eine Hilfslinie
auf die Tassen bei drei und
neun Uhr. Liegen die beiden
Mittelpunkte des jeweiligen
Tassenpaares auf einer Höhe,
sind diese symmetrisch.
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PRAXIS • SELBER MACHEN
FOTOPROJEKT
Magische Sternenhimmel
Konturen der Pflanzen, wenn diese sich im
Wind bewegen. Suchen Sie außerdem einen
Ort auf, wo es kaum Lichtverschmutzung
durch die Lichtemission von Städten, StraNichts beeindruckt in wolkenfreien Nächten so sehr wie die Sterne am Himmel. Doch
ßen und Industriegebieten gibt. Je dunkler die
sie zu fotografieren, wird schnell zu einer größeren Herausforderung. Mit unseren Tipps
Umgebung, desto klarer leuchten die Sterne.
gelingen beeindruckende Aufnahmen unseres Firmaments. V O N L I S A B E L L
Um sich in völliger Dunkelheit zurechtzufinden, empfiehlt sich eine LED-Stirnlampe.
Was die Objektivwahl angeht, ist ein Weitoch bevor Sie Ihr Equipment einpacken, Abhängig davon, ob Sie eine Landschaft mit
winkel ideal. So stellen Sie sicher, dass neben
sollten Sie einen Blick auf die WetterPflanzen unter dem Sternenhimmel fotogradem Nachthimmel auch noch ein Motiv im
fieren möchten, sollten Sie sich auch darüber
Vordergrund mit abgebildet wird. Da Sie ohne
vorhersage werfen. Wird die Nacht
informieren, ob Wind zu erwarten ist. Durch
Langzeitbelichtungen nicht zum Ziel komwolkenverhangen, ist die Chance auf einen
die lange Verschlusszeit verschwimmen die
men, ist für verwacklungsfreie Aufnahmen
beeindruckenden Sternenhimmel ziemlich
CHIP-FOTO-VIDEO
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Carrier_31/12/2018
ein auch gegen Windstöße unempfindliches
gering.
Zudem sollten Sie prüfen, ob
Vollmond
Stativ unverzichtbar. Um im »Bulb«-Modus
ist, denn gegen die Helligkeit des Mondes am
Himmel kommen die Sterne ferner Galaxien
nicht minutenlang den Auslöser drücken zu
nicht an. Idealerweise warten Sie also auf
müssen, verwenden Sie einfach einen Ferneine wolkenfreie Nacht, in der kein oder nur
auslöser. Den ins Auge gefassten Aufnahmesehr wenig Mondlicht zu erwarten ist.
ort schon bei Tag inspiziert zu haben, hilft viel,
„
N
Je dunkler die Umgebung, desto klarer
leuchten die Sterne.
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1. Bildausschnitt finden
Ohne spannenden Vordergrund wirkt der Sternenhimmel im Bild schnell langweilig. Ein
altes Gemäuer, ein markanter Baum oder ein
Gebirgszug werten Ihre Aufnahme auf. Wenn
Sie Sternspuren festhalten möchten, machen
Sie sich kundig, wie der Polarstern zu finden
ist. Um ihn drehen sich alle anderen Sterne am
Firmament, was dank der kreisförmige Spuren
ein besonders spannendes Motiv ergibt.
2. Langzeitbelichtung
Canon EOS 600D mit 8 mm | 12 mm (KB) | f/4,0| 120 Sek. | ISO 400
Wählen Sie einen geringen ISO-Wert und eine
kleine Blende aus. Mit Verschlusszeiten unter
30 Sekunden gelingen Ihnen schon Aufnahmen von scharfen Sternpunkten. Belichten
Sie Ihr Motiv länger, macht die Aufnahme die
Bewegungen der Sterne sichtbar – als kreisförmige Sternenspuren auf dem Nachthimmel.
Abhängig davon, was Sie abbilden möchten,
wählen Sie Ihre Verschlusszeit aus.
wenn es ans Fotografieren geht. Stellen Sie
an Ihrer Kamera den geringste ISO-Wert ein,
um Bildrauschen zu minimieren. Dann gilt es
Sternspuren sind überaus beeindrumittels Testfotos die Verschlusszeit zu finden,
ckende Motive. Verlängern Sie dazu
bei der die Sterne nicht mehr als Punkte, sondie Verschlusszeit im »Bulb«-Modus
dern als Linien im Bild sichtbar werden. Diese
auf etwa 20 Minuten. Aktivieren Sie
Sternspuren verdanken sich der Erdrotation
zudem im Kameramenü die Einstelund sind ein aufregender Effekt. Wer dagegen
lung »Rauschunterdrückung bei Langscharfe Sternpunkte fotografieren möchte,
zeitbelichtung« – dies minimiert Hotstellt die Verschlusszeit auf 30 Sekunden oder
pixel durch Sensorerwärmung.
besser noch weniger ein. Sollten bei der gerin3. Bildbearbeitung in Photoshop
gen Belichtungszeit nur wenige Sterne zu
Ein hoher ISO-Wert oder eine lange Verschlusserkennen sein, erhöhen Sie den ISO-Wert.
zeit bedingen starkes Bildrauschen. In PhotoSpannende Akzente können Sie auch mit
shop können Sie ganz einfach die Pixelfehler
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Carrier_31/12/2018reduzieren, indem Sie den Rauschfilter »Rauzusätzlichen
Lichtquellen setzen –02/2019_02/01/2019_Media
leuchten
Sie etwa ein Objekt im Vordergrund mit einer
schen entfernen« verwenden. Mit »Rauschen
Taschenlampe kurz an. So lässt sich der Blick
reduzieren« können Sie das Rauschen gezieldes Betrachters gezielt lenken. In der Nachter bearbeiten. Achten Sie darauf, noch genügend Details zu erhalten und die Sterne nicht
bearbeitung können Sie Ihr Ergebnisbild noch
als vermeintliche Fehlpixel zu entfernen.
zusätzlich etwas aufpeppen.
Unser Tipp
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PRAXIS • SELBER MACHEN
Landschaftsbilder für
Instagram optimieren
Oft sind es nicht die besten Bilder, die auf Instagram die meiste Aufmerksamkeit auf sich
ziehen. Sondern vielmehr diejenigen, die am schnellsten zünden. V O N K A I H O R N U N G
LESERTIPP
F
otobegeisterte pfl
pflegen eine Hassliebe zu
Instagram. Was Reichweite und Möglichkeit zum Vernetzen mit Gleichgesinnten angeht, ist die App unübertroffen.
Doch die vorgegebenen Formate machen Instagram nicht gerade zur idealen Plattform,
um Bilder wirklich erleben zu können und
Fotokunst zu präsentieren. Darauf ist das
soziale Netzwerk auch nicht ausgelegt. Das
ist für uns Fotografen einerseits bedauerlich,
andererseits auch großartig. Wo sonst kann
man so unmittelbar und einfach mit anderen Fotografen, die man bewundert, in Kontakt treten? Einen Hans Strand oder Michael
Shainblum anschreiben?
Wer seinen Bildern auf Instagram eine
größere Reichweite verschaffen möchte,
sollte sich das Nutzerverhalten vor Augen
führen. Die meisten scrollen am Handy
schnell durch ihre Timeline oder die ExplorePage (Vorschläge von Instagram) und überfliegen eine Vielzahl von Bildern. Jedes davon
buhlt um Aufmerksamkeit. Doch die allerwenigsten erhalten davon mehr als den
Bruchteil einer Sekunde – und nicht jedes
erhält das ersehnte „Like“.
Die Macht der aktuellen Trends
1. Ausgangsbild analysieren
Zuerst wird das Bild im Format 2:3 analysiert: Welche Elemente sind unverzichtbar
für die Bildwirkung? Hier sind es die berühmten Stelzenhäuser, der Berg dahinter und die
Polarlichter. Diese müssen erhalten bleiben.
bedeuten und die ich als künstlerisch wertvoll ansehe, von denen ich aber bereits
vorher weiß, dass sie auf Instagram kaum
ankommen werden. Das sind Bilder mit
reduzierten Farben und einer auf den ersten Blick eher unspektakuläreren Szene.
Momente, die den Betrachter dazu einladen,
länger zu verweilen und die eher für große
Drucke geeignet sind. Dafür ist Instagram
schlicht ein zu schnelles Medium.
„
Auf Instagram muss
sich ein Bild schnell
erschließen lassen.
In meinem hier gezeigten Praxisbeispiel
liegt der Fokus eindeutig auf dem Bildformat. Die Empfehlung ist klar: so groß wie auf
Instagram maximal möglich. Und das
ist 4:5 hochkant.
Ein wenig blutet einem das Herz schon,
wenn eine durchdacht komponierte Aufnahme beschnitten werden muss. Zwar ist
kein Instagramer gezwungen, das zu tun,
doch wer seinen Aufnahmen eine größere
Reichweite verschaffen möchte, sollte vorrangig das Format verwenden, das die
größtmögliche Fläche auf dem Smartphone
der User nutzt. Das Instagram-Quadrat
funktioniert natürlich auch, ist aber bereits
kleiner. Bilder im klassischen Querformat,
wie sie Landschaftsfotografen meist fotografieren, werden vergleichsweise klein und
damit zu klein dargestellt.
2. Vorschau anzeigen
Mit dem »Freistellungswerkzeug« in Photoshop [C] lassen sich Bilder im Verhältnis
»4:5« beschneiden. Anhand der Vorschau
erkennt man, dass die Felsen unten angeschnitten würden. Das soll nicht sein.
Was wahrgenommen wird, ist oft nicht
3. Bereiche transformieren
gleichbedeutend mit dem, was ein qualitativ
hochwertiges Bild ausmacht. Das ist so ähnMit dem »Auswahlrechteck«-Werkzeug markiere ich die Felsen im Vordergrund und
lich wie Radio hören. Auch dort sind es nicht
stauche diese über »Frei transformieren« ein
die womöglich „besten“ Lieder, die am Ende
wenig. Das wiederhole ich mit dem Himmel.
populär werden, sondern eben die Songs,
Achtung: Sterne nicht verformen!
die beim Hörer hängen bleiben. Fernab der
Frage, wie viel Sinn oder Unsinn drinsteckt,
der Anzahl von Likes und Followern eine
In Sekundenbruchteilen überzeugen
Bedeutung beizumessen, und auch fernab
der aktuellen Trends auf Instagram, durch
Es ist eine Sache des eigenen Geschmacks,
die dort ein Bild populär wird, spielen Bildwie weit Sie mit Ihren Aufnahmen gehen
wirkung und Format eine wesentliche Rolle.
möchten und inwieweit Sie zu KompromisUnd das Motiv muss schnell zu erschließen
sen bereit sind. Beim üblichen Durchscrollen
sein. Bekannte Orte punkten dabei tatsächbleiben für die einzelnen Bilder nur Bruchlich häufiger (wie hier Hamnøy auf den
teile von Sekunden, in denen sie die Gunst
Lofoten). Wenn man dann noch eine besondes Betrachters gewinnen können. Das kann
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dere Lichtstimmung erwischt und Farben
man bescheuert finden, aber es gibt immer
kräftig wirken, gefällt das Bild eher und
auch Menschen, die finden wenig Gefallen
4. Bild fertigstellen
erzielt eine höhere Reichweite.
am Mainstream wie zum Beispiel an popuJetzt beschneide ich das Bild [C], die BildIch selbst veröffentliche auch immer
lären Radiosendern. Genau dies können Sie
größe reduziert sich somit auf der langen
wieder Aufnahmen, die mir persönlich viel
sich auch hier zunutze machen.
Seite (also in der Höhe) auf 1.080 Pixel. Nach
42
Überprüfen des Farbraums (sRGB) schärfe
ich nach und speichere das Bild als JPEG.
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KAI HORNUNG
lebt in Hannover und
arbeitet nebenberuflich als Fotograf.
Seine Leidenschaft
für die raue Natur
entdeckte er 2015 an
der Küste Irlands. Ihm
folgen bereits mehr
als 26.000 Menschen
auf Instagram. Innerhalb von knapp zwei
Jahren hat er sich in
der deutschen Szene
der Landschaftsfotografen einen Namen
gemacht.
www.instagram.com/
kaihornung
FOTO: MIKIMAD/GETTY IMAGES
ORIGINAL
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02.2019 CHIP FOTO-VIDEO
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Exklusiv
auf Ihrer DVD
PRAXIS • SELBER MACHEN
Screencast und Ausgangsmaterial zum Nachklicken
DVD SEITE
BILDBEARBEITUNG
05
ORIGINAL
Hintergrund-Radiergummi
Dieses verblüffende Werkzeug sollten Sie wirklich kennen – der
»Hintergrund-Radiergummi« schafft neue Hintergründe durch Übermalen.
01. Einstellungssache
02. Legen Sie die Aussicht frei
Öffnen
Sie
das
Ausgangsbild
und
duplizieren
Sie
es
mit
[Strg]
+
[J].
Zoomen
Sie ins Bild und übermalen Sie die Fenster, sodass die BildCHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
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Nun laden Sie das Hintergrundbild, ziehen Sie es mit dem »Verschieben«-Werkzeug über das Hauptmotiv und im Stapel eine Etage nach
unten. Das zweite Hauptmotiv dient als Reserve. Aktivieren Sie nun
die oberste Ebene und schalten Sie zum »Hintergrund-Radiergummi«
mit »Grenzen: Benachbart« und »Toleranz: 50 %«.
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ebene darunter zum Vorschein kommt. Passen Sie eventuell den
Wert bei »Toleranz« an, um Farben punktgenau löschen zu können.
Anschließend harmonisieren Sie die Tonwerte in den Einzelebenen;
dann legen Sie zur Tonwertkorrektur noch eine Einstellungsebene
ganz oben über die Gesamtmontage.
Was passiert hier eigentlich?
Während Sie malen, sucht und löscht der »HintergrundRadiergummi« ähnliche Pixel. Auf diese Weise lassen sich
Bildteile leicht entfernen, ohne dass Sie sich mit haarfeinen
Auswahlen abmühen müssen. Drehen Sie einfach oben an
den Einstellungen, dann malen Sie zum Löschen eines Bildbereichs. In fein strukturierten Bildteilen ist das Werkzeug
jedoch überfordert – mehr dazu unten im „Experten-Tipp“.
Vordergrundfarbe schützen
Bei dieser Option wird die aktuelle
Vordergrundfarbe nicht mitgelöscht.
Legen Sie per [Alt]-Klick einen Farbton fest, den Sie schützen möchten
– hier zum Beispiel die Farbe der
Holzverkleidung; dann übermalen
Sie die anderen Bereiche.
Sicher ist sicher
Der »Hintergrund-Radiergummi« entfernt Bildpunkte dauerhaft, ist also nicht
verlustfrei. Duplizieren Sie daher sicherheitshalber die Originalebene vor dem
Löschen mit [Strg] + [J]. So greifen Sie bei
Bedarf jederzeit auf die vollständig erhaltene Ursprungsfassung zurück.
Richtige
Aufnahme
Zeigen
Sie Toleranz
Mit der Option »Aufnahme: Einmal«
löscht das Werkzeug nur Pixel der
Farbe, die dem
zuerst angeklickten
Tonwert ähneln. Das
lohnt sich, wenn Sie
einen eher homogenen Bereich bearbeiten: Sie können
schnell über das
Bild ziehen. Anders
arbeitet »Aufnahme:
Kontinuierlich«.
Damit entfernen Sie
laufend übermalte
Pixel – verwenden
Sie diese Option bei
eher unruhigen Bildbereichen.
Der Regler »Toleranz« definiert,
wie großzügig der
»Hintergrund-Radiergummi« abweichende Tonwerte
mitberücksichtigt: Bei niedrigem
»Toleranz«-Wert
löscht das Werkzeug nur Pixel,
die der gewählten
Farbe stark ähneln.
Bei hohem »Toleranz«-Wert löscht es
auch stärker abweichende Tonwerte.
Tüfteln Sie ein bisschen, um den idealen »Toleranz«-Wert
herauszufinden.
Kenn Sie Ihre Grenzen
Das »Grenzen«-Klappmenü steuert das Verhalten des Werkzeugs
»Hintergrund-Radiergummi«. Mit der Option »Nicht aufeinander
folgend« werden nur Pixel in den Bildzonen entfernt, die Sie übermalen. Nach dem Wechsel zu »Benachbart« löschen Sie dagegen
übermalte und angrenzende Bildpunkte. Die dritte Option ist eine
Variante von »Benachbart« und heißt »Konturen finden«: Das Werkzeug orientiert sich stärker an Motivkonturen innerhalb des Zeigerumrisses, Sie erhalten härtere Ränder.
EXPERTEN-TIPP:
Werkzeug?
Was bringt mir dieses
ten?
6
2
n hat Photoshop zu bie
Und welche Alternative
auch Bildbereiche
p-Funktionen wählen
Viele andere Photosho
erstab« und die
ub
1
ahlwerkzeug« [1], »Za
swählen
aus – so »Schnellausw
»Au
und
«
ich
ere
rbb
»Motiv«, »Fa
»Auswahl«-Befehle [2]
rgummi« arbeitet
der »Hintergrund-Radie
ch
Do
n«.
ere
ski
und ma
ten Konturen.
har
,
ren
h, speziell bei kla
sehr schnell und einfac
weniger – nutn eignet sich das Tool
Für komplexe Strukture
r lassen sich
Hie
en und maskieren«.
zen Sie besser »Auswähl
-Radierund
rgr
inte
»H
Zugabteils per
3
die oberen Fenster des
teil
fein igeren
nen. Bei den unteren,
s
da
o
gummi« mühelos entfer
als
Sie
eln
nicht so leicht. Wechs
Bereichen gelingt das
der
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Carrier_31/12/2018
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5
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
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PRAXIS • SELBER MACHEN
Exklusiv
auf Ihrer DVD
Screencast und Ausgangsmaterial zum Nachklicken
DVD SEITE
05
ORIGINAL
Bessere Landschaften
in Camera Raw
Die RAW-Datei Ihrer Landschaftsaufnahmen enthält viele verborgene Details.
Wir zeigen, wie Sie alle Feinheiten im Photoshop-RAW-Dialog herauskitzeln.
L
andschaften enthalten zahllose fein
Tonwertreichtum herauskitzeln. So entsteht
tungskorrektur von etwa -0,5 oder -0,7. Wenn
abgestufte Helligkeitswerte und Farben.
ein Bild, das dem vor Ort mit bloßem Auge
jedoch das Blinken der ÜberbelichtungswarDoch diesen großen Detailreichtum, den
gesehenen Motiv entspricht. Wer will, kann
nung auf sehr kleine Motivregionen begrenzt
wir mit bloßem Auge wahrnehmen können,
bei solchen Landschaftsszenen auch über die
bleibt, ist das vernachlässigbar.
zeichnet die Kamera scheinbar nicht auf. Das von der Natur gelieferten Tonwerte hinausWir montieren bei unserem Beispielgilt vor allem für Szenen mit diesigem Hingehen und ein ausdrucksstärkeres Bild ganz
bild nichts in die Aufnahme hinein. Und wir
tergrund. Entsprechende Aufnahmen wirken
nach eigenem Geschmack anstreben.
modeln auch den Bildaufbau nicht um. Wir
generell sehr blass, weshalb Sie solche Motive
Die hellsten Stellen des Motivs dürfen
arbeiten nur im RAW-Dialog, nicht im Photobesser im RAW-Format aufnehmen. Der Senkeinesfalls ausfressen, nutzen Sie also beim
shop-Hauptprogramm – sozusagen eine
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
sor schreibt dann weit mehr Feinheiten auf
Fotografieren die Überbelichtungswarnung.
klassische, nüchterne Tonwertkorrektur ohne
die Speicherkarte, als Sie auf dem KameraÜbertrieben helle Bildpartien blinken dann
Tricks und doppelten Boden. Das Ergebnis
monitor erkennen. Fotografieren Sie so, dass
auf dem Kameramonitor – ein schlechtes
unterscheidet sich zwar dramatisch von der
hellste Stellen nicht überbelichtet werden;
Zeichen. In diesem Fall fotografieren Sie die
ursprünglichen Ansicht. Doch alle Details des
am PC können Sie dann den zusätzlichen
Szene erneut mit einer negativen Belichfertigen Bildes stecken bereits in der Vorlage.
46
CHIP FOTO-VIDEO
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FOTOS: JON ADAMS
BILDBEARBEITUNG
01. Objektivkorrekturen
02. Erster Eindruck
Öffnen Sie Ihre RAW-Datei in Photoshop, sie erscheint dann sofort
im Camera-Raw-Dialog. Vor der eigentlichen Tonwertbearbeitung
gehen Sie ins Register »Objektivkorrekturen« ([Strg] + [Alt] + [6)]) in den
Bereich »Profil«. Hier nutzen Sie »Chromatische Aberration entfernen« und »Profilkorrekturen aktivieren«, um so unschöne Farbsäume
an kontraststarken Übergängen zu beseitigen; zudem behebt die
Software Verzerrungen und eine Randabschattung des Objektivs.
Wechseln Sie in die »Grundeinstellungen«
([Strg] + [Alt] + [1)]). Zuerst stellen Sie oben das Profil auf »Adobe Standard«. Nun ziehen Sie den Regler »Belichtung« nach rechts und nach
links; so erkennen Sie die wirklich vorhandene Detailzeichnung. Hier
war der Himmel zunächst ausgebleicht, doch nun, bei gesenkter
»Belichtung«, sieht man eine ganze Menge Feinheiten. Die wollen
wir herausarbeiten, ohne dass der Vordergrund zu dunkel wird.
03. Justieren Sie
Tiefen und Lichter
04. Schwarzpunkt setzen
Die Feinheiten sind nun wieder vorhanden – setzen Sie »Belichtung«
also wieder auf »0«. Nun ziehen Sie »Lichter« ganz nach links. Helle
Zonen wie die Wolken zeigen so mehr Details. Indem wir nun die
»Belichtung« auf »-1,0« senken, betonen wir diesen Bildteil noch stärker, aber je nach Bild brauchen Sie andere Werte. Der Vordergrund
ist nun zu dunkel. Darum heben Sie die »Tiefen« auf »+100« an.
»Lichter«, »Tiefen« und »Belichtung« stimmen
somit, wir können nun also den Schwarzsowie Weißpunkt definieren. Diese Extrem-Tonwerte gilt es passend
zu den hellsten und dunkelsten Bildstellen auszurichten. Die Stellen zeigen dann reines Schwarz oder Weiß ohne jede Zeichnung. Es
sollten also nur ganz kleine Bereiche werden. Für den Schwarzpunkt
ziehen Sie bei gedrückter [Alt]-Taste am »Schwarz«-Regler, bis die
Vorschau etwas Schwarz zeigt. Wir haben hier »-50« genommen.
EXPERTEN-TIPP:
Das Histogramm als Regler
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02/2019_02/01/2019_Media
zeigt mehr an als nur Tonwerte. Carrier_31/12/2018
Die nützliche Balkengrafik
Das farbige Diagramm oben rechts im
Camera-Raw-Dialog gibt Auskunft über
die Häufigkeit unterschiedlicher Tonwerte.
Links außen erscheint reines Schwarz,
rechts außen wird reines Weiß angezeigt.
Alle anderen Helligkeitsstufen liegen dazwischen. Sie müssen dazu nicht zwingend
an den Reglern unter »Grundeinstellungen« ziehen. Halten Sie die Maus über den
gewünschten Helligkeitsbereich im Histogramm, sodass dieser mit einem helleren
Hintergrund hervorgehoben wird. Nun ziehen Sie nach links oder rechts, um diesen
Bereich abzusenken oder anzuheben.
PRAXIS • SELBER MACHEN
05. Nun ist der Weißpunkt dran
Für den Weißpunkt ziehen Sie den Regler für
»Weiß« bei gedrückter [Alt]-Taste nach rechts,
bis die grafische Darstellung etwas Weiß
zeigt. Ausgefressene Lichter stören besonders, achten Sie also auf
einen niedrigen Wert. Mit »+40« wird reines Weiß kaum beeinträchtigt.
Die Tasten [U] und [O] liefern Belichtungswarnungen in Blau und Rot.
Auf erneutes Drücken dieser Tasten verschwindet die Anzeige wieder.
06. Knackigere Bilder per
»Klarheit« & »Dunst entfernen«
Mit dem Regler »Klarheit« können Sie den Mitteltonkontrast stärken, wodurch das Bild knackiger wirkt. Wir heben den Wert hier auf
»+40«, der Vordergrund wirkt so schärfer, die Berge treten etwas
genauer hervor. »Dunst entfernen« ist eine Art hochtouriger Kontrastregler. Ziehen Sie nach rechts, treten die ferne Landschaft und die
Sonne plastischer hervor. Berge und Dunst harmonieren bei »+50«.
07. Kontrast im Vordergrund
08. Himmel abdunkeln
Der Vordergrund ist durch »Dunst entfernen« zu
kontrastreich geworden. Schalten Sie also zum
»Verlaufsfilter« und klicken Sie rechts neben
»Belichtung« auf das [+]-Zeichen, bis der Wert »+50« erreicht ist. Alle
anderen Regler schnurren dabei auf »0« zurück. Klicken Sie auf den
oberen Vordergrundrand und ziehen Sie für einen unauffälligen Übergang leicht nach oben Richtung Berge. Senken Sie nun den »Kontrast«
auf »-100« und fahren Sie »Dunst entfernen« auf etwa »-15« zurück.
Der Himmel sollte noch kräftiger erscheinen, vor allem ganz oben. Dadurch erhalten
wir – ganz ausgewogen – drei gleich große,
kontrastierende Streifen: Himmel, Berge und Vordergrund. Sie arbeiten
weiter im »Verlaufsfilter« und gehen oben auf »Neu«. Dieses Mal klicken Sie neben »Belichtung« auf das Minuszeichen, bis Sie »-1,0« erreichen. Nun ziehen Sie zum Abdunkeln über dem oberen Bilddrittel nach
unten. Durch Ziehen an den Linien verfeinern Sie den Übergang.
09. Staub wischen
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02.2019
Der aufgefrischte Kontrast enthüllt auch einen störenden Fleck am
Himmel – Sensorstaub, und das ausgerechnet in den Sonnenstrahlen, auf die man beim Betrachten zuerst blickt. Für viele Retuschen
nimmt man besser das Photoshop-Hauptprogramm, doch solch kleinere Schäden lassen sich auch im RAW-Dialog erledigen. Schalten
Sie also zum Werkzeug »Makel entfernen«. Rechts brauchen Sie
02/2019_02/01/2019_Media
dieCarrier_31/12/2018
Vorgabe »Reparieren«; »Weiche Kante« und »Deckkraft« zeigen
jeweils den Wert »100«. Mit [Strg] + [+] zoomen Sie das Detail heran.
Die Tasten [ß] und [´] (= Akzent) ändern die Pinselgröße. Das Werkzeug sollte knapp größer als der Fleck sein, den Sie dann einmal
anklicken. Die Software legt automatisch eine bessere Bildstelle als
Ersatz über die Störung. Passt diese erste Kopierquelle noch nicht
richtig, zieht man sie auf eine besser geeignete Region im Bild.
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inspiriert
PRAXIS • LESERBRIEFE
Cuxhaven
als
Photoshop„Little
Planet“
von
Reinhold
Zastrow
Hallo, CHIP FOTO-VIDEO!
Welche Fotos es
wirklich wert sind
Lesermeinung zum Editorial
„1.000 und eine Aufnahme zu viel“
Natürlich will ein Profifotograf
nur seine besten Werke zeigen,
um sich Kunden zu empfehlen.
Ich denke anders und achte auf
Vollständigkeit. Ich möchte gerne
alle guten Aufnahmen zeigen und
nicht nur die allerbesten. Das
heißt natürlich nicht, dass ich
hundert Fotos des gleichen Motivs
online stelle, ich zeige auch keine
unscharfen Aufnahmen. Aber
wenn ich von einer Zinnie mehrere Bilder aus unterschiedlichen
Blickwinkeln gemacht habe und
alle sind fotografisch gut, zeige ich
zumindest ein paar davon. Zum
Thema Flickr und die Begrenzung
des kostenlosen Accounts auf
1.000 Bilder: Ich denke, es werden
sich viele abwenden oder einfach
neue, mehrere Accounts eröffnen.
Als Anmerkung möchte ich noch
hinzufügen, dass für mich tausend
Flickr-Bilder genug wären.
Hans-Jörg Ruprecht via Mail
Rohdaten-Tipp
Das RAW-Format „CR3“ gibt es
in den Versionen „Standard“ und
„cRAW“. In welcher Situation
könnt ihr welche davon empfehlen?
Florian Reisinger via Instagram
Antwort der Redaktion: Mit der
spiegellosen EOS M50 hat Canon
den neuen Digic-8-Prozessor und
das Format .CR3 eingeführt. Wie
bereits bei .CR2 hat der Fotograf
die Wahl zwischen der unkomprimierten Speicherung („Standard“)
der Sensordaten und einer komprimierten („cRAW“), die rund
30 Prozent Speicherplatz einsparen soll, ohne an Qualität oder
Auflösung zu verlieren. Unser
Eindruck vom neuen RAW-Format
ist durchweg positiv, allenfalls bei
extrem schwierigen Lichtverhältnissen würden wir zum unkomprimierten RAW raten, um noch
das kleinste Detail in den Lichtern
und Schatten zu erhalten.
Porträt-Objektiv
Ich fotografiere mit einer Nikon
D7500. Für Fotos meiner 7-jährigen Tochter suche ich eine Festbrennweite für Porträts, auch in
Bewegung. Ich schwanke derzeit
zwischen dem Nikon 35 mm/1,8
und dem Nikon 50 mm/1,8.
Thomas Kehrberg via Mail
Antwort der Redaktion: Berücksichtigt man den Crop-Faktor,
handelt es sich um 53 mm bzw.
75 mm effektive Brennweite. Beides eignet sich grundsätzlich für
Porträts. Wenn Ihnen ein klassischer Look wichtig ist – also eine
Person freigestellt vor möglichst
unscharfem Hintergrund – sollten
Sie zum 50-mm-Objektiv greifen.
Wir gratulieren! Das sind die Gewinner
unseres Jubiläums-Preisausschreibens
Wir sind überwältigt: Mehr als
3.500 Leser haben an unserem
Preisausschreiben zu „15 Jahre
CHIP FOTO-VIDEO“ teilgenommen. Die allermeisten Einsendungen erhielten wir per E-Mail,
aber es waren auch etliche Postkarten darunter. Wir freuen uns
über alle Glückwünsche! Das
positive Feedback treibt uns
an, Monat für Monat ein noch
lesenswerteres Heft zu machen.
Niclas Groth (Fujifilm X-T100 mit 15–45
mm); Maksym Giulianelli-Shcherban
(Canon EOS M50 mit 15–45 mm); Franz
Artz (Alexander Heinrichs Coaching);
Maike Köhler (Sigma 16 mm); Robin
Tritschler (Wacom Intuos Pro M); Frank
Krux (Rollei C6i Carbon); Dirk Homann
(Lowepro Rucksack); Rainer Wolter (Manfrotto Befree Advanced 2N1); Dirk Pälmer
(Manfrotto Noreg 30); Ernst Mueller
(Rollei Fotoliner L); Johanna Falgner
(Western Digital MyPassport);
Wolfgang Kral (Toshiba Exceria Pro
N502); Dietz Lipovcek (SanDisk Extreme
Plus); Daniel Schmidt (Toshiba Exceria
Pro N502); Maik Ratjens, Nick Bormann,
Rolf Becker-Friedrich (je eine Toshiba
Canvio Advance); Nikolaj Schrenker (Manfrotto Pix) Christine Frener, Ute Guetlein,
Volker Boas, Jürgen Werner, Uli Irmler,
Michael Friedrich, Annette Schwarberg,
Wolfgang Bornstein, Otto Schultheiß,
Peter Peer, Horst Roth (je ein Jahresabo
CHIP FOTO-VIDEO)
Kameras, Fotoprodukte,
Jahres-Abos! Aus den vielen Einsendungen haben wir
35 Gewinner gezogen. Über
Preise im Wert von insgesamt
13.000 Euro dürfen sich freuen:
en:
Jürgen Niemann (Panasonic Lumix
G9 mit 12–60 mm f/2,8–4); Barbara
CHIP-FOTO-VIDEO
Schmidt (Tamron 24–70 mm f/2,8);
Milo Krolzick (Gitzo Traveller Kit Seriee 1);
Harald Stainl (Nikon D5600 mit 18–105
–105
mm); Emilie Leukart (DJI Spark Fly More
ore
Combo); Marco Vollmer (GoPro Fusion);
on);
50
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
02/2019_02/01/2019_Media
Glücksfee:
Unsere Kollegin
Katharina Eigler
zog aus dem
Riesenstapel
Postkarten mehrere Gewinner.
Danach freute
sie sich mit uns
Carrier_31/12/2018
über so manches
besonders liebevoll gestaltete
Exemplar.
Mond statt Erde: „Dan An“ hat
unser spritziges Fotoprojekt aus
Heft 12/18 etwas abgewandelt.
Kontakt
Leserbriefe
Redaktion CHIP Foto-Video
Stichwort: Leserbrief
St.-Martin-Straße 66,
81541 München
E-Mail: chipfotovideo@chip.de
Web: facebook.com/
chipfotovideo
Frage an die
Redaktion
Welches Fotobuch hat euch am
meisten inspiriert? Tobias Augustin
Von links nach rechts:
Moritz Wanke (Chefredakteur):
„The Photographer’s Eye“ von
Michael Freeman. Ein Standardwerk, das jeder kennen sollte.
Margit Hofgärtner: Tim Flach ist
einer meiner Lieblingsfotografen,
besonders gelungen: „Equus“.
Sebastian Barsch: Der begleitende
Bildband zur Retrospektive des großen Kriegsfotografen Robert Capa.
Sarah Alexandra Fechler:
„Genesis“ von Sebastião Salgado
hat mir immer wieder neuen
Antrieb zum Fotografieren gegeben.
Sascha Ludwig: Der Bildband
„Apollo VII–XVII“ mit bisher unveröffentlichtem Material der NASA –
spannende Bilder und tolle Einblicke in eine andere Arbeitswelt!
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Die Haftung
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Systemanforderungen: Da diese DVD auf InternetTechnologie basiert, ist sie prinzipiell auf jedem
Rechner mit Webbrowser lauffähig. Alle Videos, Texte,
Testbilder und interaktiven Inhalte können Sie also
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auch problemlos auf dem Mac nutzen. Beachten
Sie aber, dass viele Software-Programme nur für
Windows-PCs
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vorliegen. Wir empfehlen als Browser
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02.2019
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DV kaputt? Sollte die DVD wider Erwarten defekt
sein,
sei schreiben Sie bitte eine E-Mail an unser Team
vom CHIP Kiosk, um Ersatz zu erhalten: dvd@chip.de
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Jahresarchiv
Der komplette Jahrgang 2018
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Bildbearbeitung
Hintergrund-Radiergummi
Bessere Landschaften in
Camera Raw
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Bonus-Material
Testbilder: Nikon Z6
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Herzlich willkommen zur neuen DVD von
CHIP FOTO-VIDEO, dem interaktiven Heft
im Heft. Wir wünschen Ihnen viel Spaß!
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Highlights
der DVD
Über diese DVD
Haftungsausschluss:
Haf
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die aus der Installation von Software entstehen.
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aus welchem Rechtsgrund auch immer, sind ausgesch
schlossen, wenn die CHIP Communications GmbH
nic
nicht im Vorsatz oder in grober Fahrlässigkeit handelt.
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Dies gilt auch für Ansprüche auf Ersatz von Folgesch
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DT-Control
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Beiliegender Datenträger
ist nicht jugendbeeinträchtigend
03 Jahresarchiv
Der komplette Jahrgang 2018
JAHRES
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2018
05 Bildbearbeitung
Hintergrund-Radiergummi
Bessere Landschaften
in Camera Raw
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
1.8
838 Seite
en Fotowissen
Der komplette Jahrgang 2018 –
ungekürzt!
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Testbilder: Nikon Z6
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V
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
FOTO: MICHAEL VÖLKER; FACEBOOK.COM/MICHAEL.VOELKER76/
CHIP-FOTO-VIDEO
äterchen Frost klopft an die Tür und
talle bei der längeren Belichtungszeit von
zaubert eindrucksvolle Eiskristalle an
1/6 Sekunde auch scharf abgebildet wurden.
alle noch an den Zweigen verbliebenen
Bei solchen Motiven sollten Sie unbedingt
Blätter. So auch an diese schön gefärbten
darauf achten, dass keine störenden Farben
Exemplare, die Michael Völker früh am
im Hintergrund zu sehen sind und dieser
Morgen entdeckt hat. Die leuchtenden Oranmöglichst einheitlich wirkt. Gerade dadurch
ge-Rot-Töne bilden einen wunderbaren Konliegt hier der Fokus auf dem Zweig im Vortrast zu den Eiskristallen.
dergrund. Um die passende Lichtstimmung
Den richtigen Zeitpunkt für seine Fotozu unterstreichen, wurde in der Nachbeartour, bei der diese Aufnahme entstanden ist,
beitung in Lightroom der Blauton des Hinterhat Michael Völker anhand des Wetterbegrunds noch leicht verstärkt.
richts ausgetüftelt. „Dadurch dass eine TemAufgenommen mit einer Sony A7 III und
peratur von circa minus drei Grad, Nebel
einem Sony FE 90 mm f/2,8 Makro-Objektiv
sowie sternenklarer Himmel vorhergesagt
bei f/4, 1/6 Sekunde und ISO 100.
waren, wusste ich, dass sich ein frühes Aufstehen lohnen müsste. Beim Streifzug über
So legen Sie gleich los
die Heide habe ich viele schöne Motive entΟ Probeläufe Mehrere Aufnahmepositionen
02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
deckt, wie eben auch dieses
gefrorene Bromfür die Bildwirkung austesten, um unschöne
beerblatt“, erinnert sich der Fotograf. Um
Störfaktoren im Hintergrund zu vermeiden.
ein weiches, einheitliches Bokeh zu erhalten,
Ο Früh aufstehen Im Winter geht die Sonne
wählte er an seinem Makro-Objektiv mit f/4
etwas später auf – auch Langschläfer
eine offene Blende. Zudem entstand die Aufkönnen somit noch die Chance ergreifen,
mit dem morgendlichen Licht zu spielen.
nahme vom Stativ aus, damit die Eiskris-
55
Nacht
02 Perfekte
Symmetrie
Die richtigen Kniffe für stimmige
Architekturaufnahmen bei Nacht.
K
FOTO: STEFANIE TIFFI HAMPEL
lare Linien lassen bei diesem
Motiv nicht nur die Beleuchtung
bei Nacht stimmig wirken. „Bei
diesem Motiv war mir schnell klar, dass
ich ein Foto vom Steg aus und mit bestmöglicher Symmetrie haben möchte“,
erzählt Fotograf Olaf Welssow. So nutzte
er die Zeit, um den Leuchtturm von
Rheinsberg in Brandenburg von allen
Seiten zu betrachten, bis er auf der
Brücke den richtigen Blickwinkel fand.
Für die optimale Beleuchtung gilt es,
so der Fotograf, sich an der stärksten
Lichtquelle zu orientieren und mit dem
Histogramm der Kamera zu arbeiten.
Seine Aufnahme hat er dann dreißig
Sekunden lang belichtet, ohne Neutraldichtefilter oder Grauverlaufsfilter. „Wer
beim Fotografieren schon alles richtig
macht, der hat bei der Nachbearbeitung
weniger Arbeit. Ich habe versucht, mich
mithilfe verschiedener Linien richtig
auszurichten. Hierbei half insbesondere
der Steg.“ Aufgenommen mit einer Sony
Alpha 7R III und Sony GM 24–70 mm f/2,8
bei 30 Sekunden, f/8 und ISO 100.
Eis
03 Die eisige Perle
Mit handelsüblicher Seifenlauge bei Minusgraden tolle Bilder komponieren.
So legen Sie gleich los
Ο Nachtfotografie Das geringe Lichtangebot bei Nacht verlangt nach längeren Belichtungszeiten. Daher ist es
ratsam, bei Dunkelheit immer ein Stativ
dabeizuhaben.
Ο Perspektive Investieren Sie genügend
Zeit in die Suche nach klaren Linien
und dem richtigen Aufnahmewinkel.
FOTO: OLAF WELSSOW; FACEBOOK.COM/ARTOFDUDE
CHIP-FOTO-VIDEO
W
ie von Hand platziert wirkt diese
Und dies gelang ihr einfach frei Hand ganz
eisige Perle – und das ist sie auch.
ohne Stativ und ohne Blitz.
Wer solche kleinen Eisblasen an
Abschließend rät Stefanie Hampel: „Es
jeden erdenklichen Ort setzen möchte, der
ist von Vorteil, die Seifenblase auf einen
braucht – neben Seifenlauge – einiges an
gefrorenen Untergrund zu setzen. Und es
Fingerspitzengefühl, und die Umsetzung
sollte möglichst windstill sein.“
muss fix gehen. „Seifenblasenlauge gefriert
Für die Aufnahme bei minus zehn Grad
bereits bei wenigen Minusgraden“, erklärt
kam eine Fujifilm X-E2 mit dem Fujinon XF
Fotografin Stefanie Hampel. „Diese habe ich
60 mm f/2,4 R Makro zum Einsatz. Wenn sie
mithilfe eines Strohhalms auf ein gefrorenicht gerade Seifenblasen gefrieren lässt,
nes Blatt gesetzt. Durch das Aufbringen mit
arbeitet Stefanie Hampel als Hochzeits- und
einem Strohhalm gelingen kleinere SeifenPorträtfotografin. Mehr zu entdecken gibt es
blasen, die man sehr gut positionieren kann.
unter www.roooaar.de
Die Seifenblase auf dem Foto war nicht größer als ein bis zwei Zentimeter.“ Da die BlaSo legen Sie gleich los
sen sehr fragil sind und nach kurzer Zeit
Ο Warm anziehen Auch wenn dann Eile gezerspringen, sei allerdings auch viel Glück im
boten ist, um die Seifenblasen abzulichten,
Spiel. Es ist also Eile geboten!
denken Sie fürs Shooting an warme Kleidung.
„Bei meinen ersten Versuchen sind alle
Ο
Gefrierpunkt Wer nicht zu lange warten
Seifenblasen geborsten, bevor ich überhaupt
möchte, kann der Seifenblasenlauge Zucker
die Kamera in die Hand nehmen konnte“,
beimischen. Sie gefriert so etwas schneller.
02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
erinnert sich Stefanie Hampel. Schließlich
Ο Akku-Kapazität Wenn die Temperaturen
hatte sie aber doch das erhoffte Glück: „Die
deutlich unter null Grad sinken, sollten Sie
Seifenblase auf dem Foto hat stolze vier
unbedingt einen zweiten Akku einpacken.
Minuten lang gehalten, sodass ich sie aus
Denn Kälte lässt die Leistungskapazität von
allen Blickwinkeln fotografieren konnte.“
Kamera-Akkus ziemlich rasch sinken.
Food
04 Stilvolles Food-Arrangement
Mit geringem Aufwand zu edlen Food-Fotografien.
FOTO: THERESA FECHLER
E
del und minimalistisch wirkt das künstlerische Arrangement aus Holz und Feigen. Die untnerschiedlichen Oberflächen
von Trockenfrüchten, Kokosnuss-Schüssel und
Platte geben ihm etwas Extravagantes.
Entstanden ist das Bild bei eher schwierigen Lichtverhältnissen in der Küche, erklärt
Fotografin Theresa Fechler: „Ich habe das
Motiv so nah wie möglich an einer natürlichen Lichtquelle aufgebaut und alle spiegelnden Quellen außerhalb des Motivs abgedeckt.“ Für den dunklen Hintergrund wurde
einfach eine Pappe mit matter schwarzer
Farbe besprüht. „Diese frisst alles Licht und
gibt einen klaren, simplen Hintergrund, um
den Fokus auf die Schale zu legen“, sagt die
Fotografin und gibt hinsichtlich des Aufbaus
außerdem den Rat: „Verwenden Sie bei solchen Fotos unbedingt ein Stativ, um bei der
langen Belichtungszeit Verwacklungen von
vornherein auszuschließen.“
Interessante Food-Motive zu kreieren, ist
eine spannende Herausforderung. Besonders
lohnend ist es, wenn Sie hierbei mit den Oberflächen spielen. Denn jede Oberfläche spiegelt
das Licht anders. Während hier das Mehl an
den Feigen das Licht schluckt, wird es etwa
von Weintrauben reflektiert.
Fotografiert wurde mit einer Canon 750D. Art
Director Theresa Fechler teilt eigene Zeichenwerke und ihre Leidenschaft für Food-Fotografie auf Instagram unter @terribledaughter
So legen Sie gleich los
Ο Blitz Ist das Fotografieren mit natürlichem
Licht nicht möglich, empfiehlt sich ein leicht
seitlich positionierter Blitz, um so einen
Schattenwurf zu erhalten.
Ο Farbkomposition Verwenden Sie, wie hier
mit Grau, Braun und Schwarz, miteinander
harmonierende Töne, um so eine stimmige
Bildtemperatur zu generieren.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
FOTO: MAAYAN WINDMULLER, MAYWIND.NET
Schwarz-weiß
05 Fürs Familienalbum
Emotionale Momente für Fotokalender, Familienalbum und mehr festhalten.
M
inimalistisch und doch ausdrucksstark ist das Foto von Maayan Windmuller. Ganz bewusst hat er hier auf
einen kleinen Ausschnitt und Schwarz-Weiß
gesetzt. „Wie die meisten Eltern dokumen-
tiere ich das Leben meiner Familie. Dabei
bevorzuge ich ungestellte, situationsbedingte Fotos“, erklärt Windmuller. Beim Besuch der Großmutter bot sich eine wunderbare Gelegenheit, um wertvolle Momente
festzuhalten. Ausschnitte wie hier können
dabei emotionale Tiefe in die Bilder bringen.
Zum 85er-Objektiv griff der Fotograf nach
sorgfältiger Überlegung: „Die Zweisamkeit
von Großmutter und Enkelkind sollte nicht
gestört werden, aber es sollte auch ein Objektiv sein, das Detailaufnahmen mit ansprechendem Bokeh ermöglicht“, erklärt er. Sehr
wichtig ist es, den Fokus ganz bewusst zu
setzen, damit die Aufnahme einen Schwerpunkt besitzt. Hier sind dies die Hände.
Eingestellt war die Canon EOS 7D Mark II
samt EF 85 mm auf f/2,8, ISO 1.600 und 1/160
Sekunde. „Ich habe mich für einen hohen ISOWert entschieden, um auf die sich ändernden
Lichtverhältnisse reagieren zu können und
die Bewegung einzufrieren“, erzählt Windmuller. Die Bildkomposition in Schwarz-Weiß
unterstreicht dabei die Bedeutung als Erinnerung und gibt dem Foto eine zeitlose Eleganz.
Eine weitere Möglichkeit wären Sepiatöne.
„Das hier gezeigte Foto war der Auslöser
für ein Projekt, das ich ‚Familiengeschichte‘
nenne und bei dem ich versuche, mit nur
wenigen Elementen Geschichten zu erzählen.“
Mehr von Windmuller auf www.maywind.net
So legen Sie gleich los
Ο Schwarz-Weiß Monochrome Fotos geben
einen zeitlosen Look, der perfekt zu Erinnerungssammlungen wie Familienalben passt.
Ο Weniger ist mehr Nicht immer müssen die
Personen komplett zu sehen sein. Auch mit
Ausschnitten können Ihnen wunderbare,
bewegende Einblicke gelingen.
Tiere
06 Tiere
im Gegenlicht
So nutzen Sie das tief einfallende
Winterlicht für romantische Bilder.
D
FOTO: LAURA KAMINSKI
as Gegenlicht lässt die gefrorenen
Gräser warm aufleuchten und spielt
im hellbraunen Fell der Hündin. Eingefangen hat die Tierfotografin Laura Kaminski dieses Bild bei einem Spaziergang mit der
zwölf Jahre alten Hündin ihrer Eltern.
Die Fotografin achtet bewusst auf die
Körpersprache der Tiere: „Bei meinen Shootings ist es mir sehr wichtig, auf das Wohl
des Tieres zu achten und es genau zu beobCHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
achten. Es gibt Positionen oder Locations, an
telbare Umgebung des Tieres, um das Haupt- stimmung zu finden, sollte man frühzeitig an
der Location sein“, rät die Fotografin.
denen sich manche Tiere nicht wohlfühlen.
motiv einzurahmen. Die Verbindung von
Das Bild entstand mit einer Canon 5D
Dann bringt es wenig, an so einem Ort weiUnschärfe im Vordergrund mit dem warmen
Mark III und dem Sigma 135 mm f/1,8 Artterzufotografieren, denn dieses Gefühl sieht
seitlichen Lichteinfall gibt den gewünschten
Objektiv bei 1/640 Sekunde und ISO 250.
man den Tieren auf Bildern sofort an.“ Für
romantischen Look, ohne dass viel LandMehr von Laura Kaminski auf lifeofsouls.de
die Bildkomposition nutzt sie gern die unmitschaft benötigt wird. „Um die richtige Licht-
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Datum
CHIP erscheint im Verlag: CHIP Communications GmbH, St.-Martin-Straße 66, 81541 München. Geschäftsführung: Philipp Brunner (CEO), Andreas Laube (COO). Handelsregister: AG München, HRB 136615.
Die Betreuung der Abonnenten erfolgt durch: Abonnenten Service Center GmbH, CHIP Aboservice, Hubert-Burda-Platz 2, 77652 Offenburg. Der Verlag behält sich vor, Bestellungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
Unterschrift
PRAXIS • BILDIDEEN
Landschaft
07 Wälder in klarer Linie
Wie Sie mit Hochformaten besondere Landschaftsbilder erhalten.
Panorama
08 Farbspektakel
am Hafen
Wunderschöne Aufnahmen mit der
Lightroom HDR-Panorama-Funktion.
W
as für ein Bild! Ein Bild? Nicht ganz:
Dieses Panorama besteht aus sieben Hochkant-Aufnahmen in einer
3er-Belichtungsreihe. Matt Rimkus hat den
Hamburger Hafen bei Sonnenaufgang eingefangen. „An diesem Morgen zogen die
Wolken recht schnell“, erinnert er sich.
Auf einen zusätzlichen Graufilter musste
der Fotograf aufgrund der Wolkenbewegung verzichten. So kam für die Weichzeichnung des Wassers Lightroom mit
der neuen HDR-Panorama-Funktion in
Classic CC zum Einsatz.
Ein Tipp des Fotografen für Panorama-Aufnahmen lautet: „Die Kamera exakt
gerade ausrichten. Wenn sichergestellt
ist, dass die Kamera an beiden Enden
des Schwenkbereichs absolut gerade ist,
mache ich die Aufnahmen mit ca. 1/3 Überlappung zwischen den einzelnen Frames,
damit Lightroom genügend Fläche zum
mung und den Farbverlauf empfiehlt es sich,
kurz vor der Dämmerung zu fotografieren.
In der Nachbearbeitung hat Anton Path das
Foto außerdem mit dem »Hochpass«-Filter
in Photoshop nachgeschärft.
Das Foto entstand mit einer Nikon D200
und einem Teleobjektiv 180 mm f/2,8 bei
ISO 200, f/5,6 und 1/640 Sekunde. Um Verwacklungen zu vermeiden, hatte für Anton
Path eine Belichtungszeit von mindestens
1/500 Sekunde Priorität.
So legen Sie gleich los
Ο Stabiler Stand Bei hohem Gewicht von
Kamera und Objektiv ist ein Stativ sinnvoll –
auch bei kürzeren Belichtungszeiten.
Ο Hochkant Das Hochkant-Format gibt Landschaften oft eine andere Perspektive und
verleiht ihnen mehr Spannung.
Ο Bildaufteilung Auch bei tollen Wolkenformationen lohnt sich das Hochformat. Geben Sie
dann dem Himmel mehr Bildraum.
Zusammenrechnen hat.“ Entstanden ist
das Hafenpanorama mit einer Fujifilm
X-T3 mit XF 18–135-Objektiv bei 79 mm,
f/16 und ISO 160 jeweils bei 1/30, 1/10 und
1/3 Sekunde. Mehr von Matt Rimkus auf
fb.me/rimkus.photo und rimkus.photo
So legen Sie gleich los
Ο Ausrichten Hilfreich ist ein L-Winkel, auf
dem die Kamera hochkant montiert wird.
Noch mehr bringt ein Nivelliersockel mit
eigener Wasserwaage für das Stativ.
Ο Wolkenbewegung Bei einem klar definierten Himmel hilft ein Graufilter, das
Wasser weich zu zeichnen.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
FOTO: MATTHIAS MATT RIMKUS, INSTAGRAM.COM/RIMKUS.PHOTO
FOTO: ANTON PATH
W
as für eine Komposition – hier trifft
eine beeindruckende Linienführung
mit überwiegend kühlen Farben auf
einen ansprechenden Bildaufbau.
Als Fotograf Anton Path diese aus dem
Nebel ragenden bewaldeten Höhenzüge vor
den hohen Bergen am Horizont entdeckte,
versuchte er sich zunächst am Querformat.
Doch schnell entschloss er sich, die Kamera
zu drehen und bewusst im Hochformat zu
fotografieren: „Die Linienführung kommt
besser zur Geltung und diese engere Eingrenzung macht das Foto interessanter.“
Der Perspektivenwechsel hat es ermöglicht,
die von Nadelbäumen bestandenen Hügelketten stärker voneinander abzugrenzen
und auf diese Weise auch den Farbverlauf
insgesamt zu intensivieren.
Der aus den Tälern steigende Dunst leuchtet im Licht der schon tief stehenden Sonne
auf, was die Höhenzüge noch stärker voneinander abhebt. Für die richtige Lichtstim-
FOTO: ALEXANDRA SCHOTSCH, FACEBOOK.COM/ALEXANDRASCHOTSCHFOTOGRAFIE / MODEL: ANNABELLE RITTER
People
09 Eindruck hinterlassen
Inspirierende Tipps für starke Porträts mit Persönlichkeit und Retro-Charme.
R
osttöne, tiefer Blickwinkel und Frontals gar nicht so einfach heraus, erinnert sich
zurück. Fotografiert wurde mit einer Canon
unschärfe – dieses Porträt wirkt durch
die Fotografin: „Die Lichtverhältnisse waren
EOS 5D Mark III und dem Sigma „Art“-Obzahlreiche Details spannend. Fotografin
eher schwierig, also sind wir in die Fahrerkajektiv 35 mm f/1,4 DG HSM. Die Kamera war
Alexandra Schotsch erzählt, wie es zu dieser
bine ausgewichen, um der prallen Sonne zu
eingestellt auf 1/500 Sekunde, f/1,4 und ISO
Bildidee kam: „Meine Inspiration war auch
entgehen. Für eine spannende Perspektive
100. Mehr von ihrer Arbeit finden Sie auf
gleichzeitig mein Modell. Annabelle Ritter
und um das Lenkrad des Busses in den Vorwww.AlexandraSchotsch.de
ist ebenfalls Fotografin und hat im letzten
dergrund mit aufzunehmen, habe ich mich
Jahr einiges an Gewicht verloren. Damit
auf die Motorhaube gelegt.“ Um die Rosttöne
sie endlich komplett in ihrem neuen Körper
zu erhalten, wurde in der Nachbearbeitung
So legen Sie gleich los
ankommt, haben wir uns zu diesem Shoodas Rot entsättigt, wodurch der industrielle
Ο Tiefe ins Bild bringen Vorder- und Hinterting verabredet.“ Dabei sollte die Location
Look entstanden ist. „Das Finden des richtigrund heben das Motiv hervor und erzeuzum Modell passen und ein stimmiges und
gen Bildaufbaus ist ein Prozess“, so Alexandra
gen einen räumlichen Effekt. Es ist wichtig,
dass diese Elemente keine Aufmerksamcharakterstarkes Motiv entstehen. SchließSchotsch. „Man muss da vieles ausprobieren
keit auf sich ziehen. Daher wurde die Hand
lich entschied sich Alexandra Schotsch für
und sich langsam herantasten. Kaum jemand
hier abgedunkelt.
zwei schrottreife britische Busse als Basis:
schafft auf Anhieb ein perfektes Bild. Bloß
Ο
Farbspiel Ist der Hintergrund sehr unruhig,
„Normalerweise fotografiere ich eher in der
nicht verzagen, wenn vor dem gewünschten
bleiben Sie besser bei einer Hauptfarbe,
Natur, aber diesmal wollte ich eine coole
Foto ein paar langweilige Bilder entstehen.“
damit das Bild nicht überladen wirkt.
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Location mit Ecken und Kanten, die zu ihrer
Hier galt es, sowohl den unruhigen HinterΟ Arbeiten mit Menschen Inspiration und
grund als auch die Kombination von runden
frechen Art passen.“
Teamwork sind wichtig, damit gute Bilder
Passend zum Vintage-Flair der Busse kam
und eckigen Formen zu berücksichtigen.
entstehen. Seien Sie bereit, Ratschläge,
es auf eine entsprechend arrangierte LichtDurch die eher engen Raumverhältnisse
Tipps und Ideen von anderen anzunehmen.
und Farbstimmung an. Das stellte sich aber
griff die Fotografin auf ein 35-mm-Objektiv
So entstehen die schönsten Bilder.
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
61
PRAXIS • BILDIDEEN
01. Tipps und Tricks
Dina Belenko benutzte eine
Stricknadel, um Federhalter und Tinte in der Luft zu
halten. Stattdessen können natürlich auch dünne
transparente Fäden zu
Hilfe genommen werden,
die außerhalb des Bildes
befestigt werden – das
erleichtert auch die Nachbearbeitung. Außerdem
sollte das Shooting an
einem windstillen Ort stattfinden, damit sich der Aufbau nicht bewegt.
Workshop
10 Aufregende
Stillleben
Mit diesem Trick entsteht ein
äußerst kreativer Blickfang.
E
in Stillleben? Ja, richtig gelesen. Diese
Tropfen werden mit einer Folie über
dem Tintenfass zum „Schweben“
gebracht. Hier braucht es kein besonders
feines Fingerspitzengefühl und Glück, um die
Spritzer im richtigen Moment zu erwischen,
sondern nur ein wenig Vorbereitung und ein
paar Kniffe bei der Bildbearbeitung.
Dina Belenko hat mit ihren ungewöhnlichen Stillleben ihren ganz eigenen Stil entwickelt. So wirkt dieses Foto lebendig und voller
Bewegung. „Der Splash hier ist echt. Ich habe
vier Fotos miteinander kombiniert, aber
jeder Tropfen wurde genau an Ort und Stelle
aufgenommen“, betont die Fotografin.
Doch hinter der mutmaßlichen Momentaufnahme steckt ein Trick: Für das Stillleben wurden die Farbtupfer nämlich auf
einer transparenten Plastikfolie platziert.
Damit die Folie am richtigen Platz schwebt,
hat Dina Belenko sie mit einer Heißklebepistole an einer Stricknadel befestigt und vor
dem Tintenfass positioniert. Die Stricknadel
wurde anschließend mit Photoshop wieder
aus dem Bild entfernt.
Als Inspirationsquelle diente Dina Belenko
dabei die Kunst des Schreibens: „Ich fand es
schon immer faszinierend, welcher Prozess
sich im Kopf des Autors während des Schreibens vollzieht, wie er Inspirationen findet,
welche Fragen er sich stellt und mit welchen
Tricks er seine Geschichten im Gedankenchaos findet.“ Kein Wunder, dass Bücher und
das Schreiben immer wieder in den Bildideen
der Fotografin thematisiert werden.
Aufgenommen hat Dina Belenko die Stillleben-Fotos mit ihrer Nikon D800 und
einem Nikon-SB-910-Blitz bei 105 mm, 1/125
Sekunde, f/8 und ISO 250. Einen Einblick in
ihre Arbeit gibt sie auf thingswithstories.tilda.ws
02. Belichtung
Um eine gleichmäßige
Belichtung zu erreichen,
sollten Sie am besten ein
oder zwei externe Blitze
verwenden. So werden
auch harte Schatten vermieden und das Bild erhält
eine harmonische Lichtstimmung. Darüber hinaus
bleibt auch der Schatten
der Stricknadel unauffällig.
Dina Belenko verwendete
ihren Nikon SB-910, um
eine einheitliche Belichtung
zu erhalten.
03. Set-up
Um mehrere Bilder problemlos miteinander kombinieren zu können, empfiehlt
sich ein Stativ – auch wenn
die kurze Belichtungszeit
über alle Verwacklungen
erhaben ist. Denn damit
bleibt die Bildauswahl
immer gleich und die Bilder
lassen sich im Anschluss
leicht zusammenführen.
Außerdem sind die Hände
frei, um bei Bedarf noch
einige Tropfen auf die Folie
aufzubringen.
04. Nachbearbeitung in Photoshop
So legen Sie gleich los
Ο Fliegende Tropfen Mit diesem Trick lassen
sich auch ganz andere Bildideen umsetzen:
Denken Sie beispielsweise an Milchspritzer
oder fliegende Kekse.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Ο Mit Kontrasten arbeiten Sollten Sie helle
Farbe verwenden wollen, dann eignen
sich dunkle Hintergründe besser, um die
Tropfen in Szene zu setzen.
Ο Farbe ins Setting bringen Setzen Sie die
verwendete Farbe auch außerhalb der
Folie ein, so wirkt die Täuschung echter.
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CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
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Belenko nutzte vier Bilder,
um das Endergebnis zu erreichen. Die einfachste Variante
ist, mit Ebenen in Photoshop
zu arbeiten: Fügen Sie jeder
Ebene eine Maske hinzu
und invertieren Sie diese mit
[Ctrl]/[Cmd] + [I]. Anschließend
mit einem Radiergummi die
Flächen freilegen, die sichtbar sein sollen. Beim Verschwindenlassen der Stricknadel hilft der Kopierstempel.
FOTO: DINA BELENKO
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PRAXIS • GRUNDLAGEN
Eine Frage des
Formats
Vollformat, APS-C, Micro Four Thirds: Wie sich
die Sensorgröße auf Qualität, Gewicht und Preis
von Kamera-Body und Objektiv auswirkt.
VON MARGIT HOFGÄRTNER
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CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
FOTO: 4FR/GETTY IMAGES
B
is vor Kurzem war eine klobige
Erfahrungsberichten in Fotoblogs und Marist. Macht nicht auch eine Kamera mit APSKamera ein untrügliches Zeichen
ketingkampagnen der Hersteller genährt
C-Sensor – seit vielen Jahren in anspruchsdafür, dass man einen Profi vor
wird. Auch unsere Bestenliste der Vollforvollen DSLR- und DSLM-Modellen verbaut –
sich hatte, denn für alle anderen waren
mat-Kameras wird stetig länger. Inzwischen
hervorragende Bilder? Oder genügt nicht
die großen Vollformat-Boliden schlicht zu
sind hier etliche Modelle zu finden, die wenisogar eine leichte, funktionsstarke SystemCHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
teuer. Jetzt scheint dies nicht mehr zu gelger als 3.000 Euro kosten. Natürlich ist das
kamera mit dem deutlich kleineren Microten: Immer mehr ambitionierte Freizeitimmer noch eine stattliche Summe, aber die
Four-Thirds-Sensor (MFT)?
fotografen versprechen sich von den hochTendenz ist erkennbar: Die Preise sinken.
Berechtigte Fragen, die sich nur schwer
auflösenden Premiummodellen bessere
Dennoch stellen wir hier die Frage, ob der
pauschal beantworten lassen. Im WeiteBilder; eine Hoffnung, die von diversen
Hype ums Vollformat nicht völlig überzogen
ren erklären wir, worin die Besonderheiten
Sensorgrößen von Profi- und Amateur-Kameras
Bildsensoren werden in den unterschiedlichsten Größen gebaut. In aktuellen Systemkameras für den
Profi- und gehobenen Amateurmarkt dominieren Vollformat, APS-C und MFT.
Vollformat
In Vollformat-Kameras sind Sensoren
der Größe 24 x 36 mm verbaut. Bodys
wie auch Objektive dieser Modelle sind
relativ groß und schwer. Doch hohe Auflösungsleistung und eine ausgezeichnete Bildqualität auch bei schlechten
Lichtverhältnissen entschädigen dafür.
Cropfaktor 1
APS-C und DX
In den meisten DSLRs und vielen spiegellosen Modellen sind kleinere Sensoren
verbaut. Nikon nennt seine Bildchips DX
(rund 24 x 16 mm), Fujifilm und andere
Hersteller APS-C (bis 23,6 x 15,8 mm).
Die kleinere Aufnahmefläche ermöglicht
kompaktere Gehäuse und Objektive.
Cropfaktor 1,6 bzw. 1,5
Micro Four Thirds
Panasonic und Olympus haben vor
zehn Jahren die ersten spiegellosen
Kameras entwickelt, die mit noch kleineren Sensoren (17,3 x 13 mm) bestückt
sind. Die Gehäuse von MFT-Kameras sind
leicht und klein und zielen auf die Bedürfnisse ambitionierter Hobbyfotografen.
Cropfaktor 2
Der Bildausschnitt entspricht dem KleinBei nominal gleicher Brennweite erfasst
Der noch kleinere MFT-Chip verengt
bildformat, deshalb der Cropfaktor 1.
der APS-C-Sensor einen kleineren
den Bildausschnitt noch einmal deutlich.
Selbst mit einem „Normalobjektiv“ von
Motivbereich als ein Vollformat-Chip.
Durch den Cropfaktor 2 verlängert sich
50 mm lässt sich das Stadtpanorama in
Nominell 50 mm Brennweite verlängern
die Brennweite von 50 mm auf effektiv
CHIP-FOTO-VIDEO
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einer
einzigen Aufnahme ablichten.
Das
sich an Canon-APS-CCarrier_31/12/2018
(Cropfaktor 1,6)
100 mm, ein leichtes Tele. Das SeitenverSeitenverhältnis beträgt 2:3.
auf effektive 80 mm.
hältnis von MFT-Sensoren liegt bei 4:3.
02.2019
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PRAXIS • GRUNDLAGEN
der Sensorformate bestehen, für welche
Fotografen sich der Aufpreis fürs Vollformat lohnt und wer mit einer APS-C- oder
MFT-Kamera glücklicher wird.
Brillante Auflösung selbst
bei wenig Licht
Ob eine Kamera zur Klasse der Vollformat-, APS-C- oder MFT-Modelle zählt, hängt
zunächst nur von der Größe des Sensors ab.
Die Aufnahmefläche des Vollformats entspricht mit 24 x 36 mm einem KleinbildNegativ, bei APS-C schrumpft diese Fläche
um etwa die Hälfte und bei MFT noch einmal um knapp die Hälfte. Das wirkt sich auf
die Größe der Kamera-Bodys aus, aber auch
auf die Auflösung: Auf 8,64 cm2 eines Vollformat-Sensors passen nun mal deutlich
mehr Pixel als auf die 4,16 cm2 eines APSC-Sensors oder 2,25 cm2 eines MFT-Sensors
– selbst wenn man berücksichtigt, dass auf
den kleineren Sensoren tendenziell kleinere
Pixel-Elemente verbaut werden.
Im Vollformat sind Auflösungsriesen wie
die Canon 5Ds mit 50,3 Megapixeln machbar. In der Klasse der APS-C-Kameras setzt
momentan die Fujifilm X-T3 mit 26 Megapixeln die Obergrenze, alle anderen Kameras lösen niedriger auf. Die Auflösung von
MFT-Kameras liegt mit maximal 20,2 Megapixeln nur leicht darunter.
Und was ist mit
Kleinbild?
Das „Kleinbild“ der Filmnegative ist auch
in der Digitalfotografie noch eine wichtige
Bezugsgröße: Um Bildwinkel und Vergrößerungswirkung von Objektiven vergleichen zu
können, werden die Brennweiten stets aufs
Kleinbild umgerechnet. „Kleinbild“ entspricht
dem Vollbild mit 24 x 36 mm und existiert
bereits seit über 100 Jahren: Oskar Barnack
hatte 1914 die geniale Idee, eine Kamera für
35-mm-Filmrollen zu bauen.
Vollformat-Kameras beweisen in unseren
Tests immer wieder gestochene Schärfe und
Brillanz (siehe Kasten Seite 68), selbst bei
wenig Licht und höheren ISO-Einstellungen
bleibt das Bild vergleichsweise sauber und
detailreich. Und falls doch störendes Bildrauschen auftritt, ist genügend Auflösungsreserve da, um die Aufnahmen durch Reduzieren der Größe „sauber zu rechnen“.
Die hohen Auflösungen bringen jedoch
auch Nachteile mit sich: So müssen beim
Fotografieren riesige Datenmengen gespeichert werden. Für die Kameraprozessoren
kein Problem, sie sind darauf ausgelegt; für
ausreichend dimensionierte Speicherkarten
muss der Fotograf selbst sorgen. Und für die
anschließende Nachbearbeitung, eventuell
mit mehreren Korrekturebenen, ist ein leistungsstarker PC vonnöten.
Dennoch sind Vollformat-Kameras das
ideale Werkzeug für Profis. Für sie ist es
immens wichtig, ihren Kunden erstklassige
Bilder zu liefern, mit genügend Auflösungsreserve, damit sie auf Wunsch auch problemlos beschnitten werden können. Außerdem sollten sich solche Bilder bei Bedarf
auch großformatig ausdrucken lassen. Ein
50-Megapixel-Bild misst selbst in der besten
Druckqualität 300 dpi noch 75 x 50 Zentimeter. Zum Vergleich: Ein Bild einer APS-CKamera lässt sich in dieser Qualitätsstufe
nur auf 50 x 36 Zentimeter vergrößern.
Die klare Ausrichtung auf den ProfiMarkt führt dazu, dass Vollformat-Gehäuse
wertiger gefertigt werden. Die Bodys bestehen meist aus einer Magnesiumlegierung
und sind rundum spritzwassergeschützt.
Große Kameras sind generell robuster als
viele APS-C oder MFT-Bodys für den Amateurfotografen, aber auch deutlich schwerer und insgesamt klobiger. Das gilt für die
Bodys, setzt sich bei den Objektiven fort und
gilt auch für die sonstige Ausrüstung wie
Stative, die das hohe Gewicht sicher halten
müssen. Die Tabelle rechts zeigt, dass ein
Fotograf mit Vollformat-Ausrüstung rund
dreimal so viel Gewicht mit sich herumschleppt wie ein Fotograf mit einer kompakten MFT-Ausrüstung. Fürs Fotografieren im
Studio stellt das kein wichtiges Kriterium dar,
bei langen Fototouren dagegen schon.
Hochwertige Objektive für alle
Sensorgrößen
Das steckt in der
Fototasche
Die Sensorgröße macht sich nicht nur
in der Bildqualität bemerkbar, sondern
auch in Preis und Gewicht der Ausstattung. Wir haben als Beispiel drei Komplettausrüstungen zusammengestellt.
Sie decken Brennweiten vom Weitwinkel
bis zum Tele ab (umgerechnet auf Kleinbild), sind möglichst lichtstark und weisen in ihrer Klasse ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf.
Vollformat
Canon
EOS 6D Mark II
Canon
70–200 mm f/4
Canon
EF 24–70 mm f/2,8
Canon
35 mm f/1,4
Gesamt
APS-C
Canon EOS 77 D
Canon
18–55 mm f/2,8
Canon 55–300 mm
f/4–5,6
Canon
100 mm f/2,8 Macro
Gesamt
MFT
Panasonic Lumix GX9
Panasonic
35–100 mm f/2,8
Lumix GX Vario
14–42 mm f/3,5-5,6
Panasonic
25 mm f/1,4
Gesamt
„
Die Größe des Bildsensors hat eine direkte
Auswirkung auf die Objektive, die man benötigt. So muss der projizierte Bildkreis die
Sensorfläche komplett ausleuchten, und dies
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
ohne sichtbaren Qualitäts- oder Helligkeitsverlust in den Bildecken. Das gelingt nur
Ur-Leica: Erste Kamera, die auf „Kleinbild“ belichmithilfe entsprechend groß dimensioniertete. Einziges erhaltenes Modell der beiden Prototypen der Firma Leitz (später Leica).
ter Linsen. Objektive fürs Vollformat sind
aus diesem Grund relativ schwer und klobig
Preis (ca.)
1.850 Euro
Gewicht
765 g
1.300 Euro
780 g
1.790 Euro
805 g
1.830 Euro
760 g
6.770 Euro
3.110 g
Preis (ca.)
830 Euro
760 Euro
Gewicht
540 g
645 g
200 Euro
375 g
450 Euro
600 g
2.240 Euro
2.160 g
Preis (ca.)
980 Euro
900 Euro
Gewicht
450 g
360 g
350 Euro
95 g
480 Euro
200 g
2.710 Euro
1.105 g
VollformatFotografen müssen
mehr Gewicht schultern
als Fotografen mit APS-Coder MFT-Kameras.
66
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Format und Bildwirkung
Großer Sensor, kleine Schärfentiefe? Weshalb diese Regel
nur bedingt stimmt, erklären wir hier.
Kurze Aufnahmedistanz
Vollformat
Um das Eichhörnchen formatfüllend aufzunehmen,
tritt der Fotograf mit der Vollformat-Kamera relativ
nah ans Motiv heran. Mit einer Brennweite von 100
Millimetern verkürzt sich die Schärfentiefe auf wenige
Zentimeter. Stellt der Fotograf präzise auf den Kopf
des Tieres scharf, verschwimmen der Rest des Körpers sowie Vorder- und Hintergrund in weicher
Unschärfe. So kann er den Blick des Betrachters auf
das wichtigste Detail des Motivs lenken: Knopfaugen
und Pinselohren.
unscharf
unscharf
scharf
Mittlere Aufnahmedistanz
APS-C und DX
Eine
Eine APSA
APS-C-Kamera
PS-C-K
PSC-Kame
C-K
amera
ame
ra nimmt
nimmt mit einem
einem 10
1000- MilliMillimeter-Objektiv einen engeren Bildausschnitt auf
als eine Vollformatkamera bei gleicher Brennweite. Um das Eichhörnchen komplett aufs Bild
zu bekommen, muss der Fotograf also etwas
zurücktreten. Dadurch vergrößert sich der scharf
gestellte Bereich, fast das komplette Eichhörnchen ist in allen Details erkennbar. Die Aufnahme
wirkt daher weniger akzentuiert, doch eventuelle
Ungenauigkeiten beim Fokussieren fallen längst
nicht so schnell auf wie beim Vollformat.
Micro Four Thirds
Bei einer MFT-Kamera mit einem
100-mm-Objektiv erscheinen
auch Teile des Vorder- und
Hintergrundes scharf, da der
Fotograf sich noch etwas weiter entfernen muss, um das Tier
komplett ins Bild zu bekommen.
Die große Schärfentiefe macht
MFT zu einem beliebten Format für Filmer: Die Gefahr ist
geringer, dass die Objekte während der Aufnahme
schnell aus dem Schärfebereich geraten.
unscharf
scharf
unscharf
Große Aufnahmedistanz
unscharf
scharf
unscharf
Diese Brennweitenverlängerung ist für Tiergebaut, vor allem Zooms mit großer Brennjedoch deutlich größer ist als der APS-C-Auffotografen ein Vorteil, denn dadurch wird
weitenspanne sowie Teleobjektive.
nahmesensor, sind dann Randbereiche nicht
Der kleinere APS-C-Sensor ist viel einmehr zu sehen – das Hauptmotiv in der Mitte ein 200-mm-Objektiv zum 300-mm-Objektiv – und das ganz ohne Telekonverter. Von
facher auszuleuchten. Für diese Kameras
füllt den Bildausschnitt aus (siehe Seite 65).
Nachteil ist es dagegen bei Landschaftsaufbringen die Hersteller spezielle „digitale
Die Aufnahme wirkt, als wäre sie mit einer
nahmen, denn je länger die Brennweite, desto
Objektive“ auf den Markt, die entsprechend
längeren Brennweite aufgenommen worden.
weniger Bergpanorama passt aufs Bild.
kompakter, leichter und günstiger sind. Bei
Dieser Vergrößerungseffekt lässt sich
Canon tragen sie die Bezeichnung „EF-S“,
mithilfe des „Cropfaktors“ sogar genau
Vollformat-Objektive arbeiten problembei Nikon „DX“. Gut zu wissen: Auch die Vollberechnen. Bei APS-C-Kameras beträgt er 1,6
los mit APS-C-Kameras – für den umgekehrCHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
format-Objektive lassen sich prinzipiell an
(Canon, Sony, Pentax) oder 1,5 (Nikon): Eine
ten Fall gilt das allerdings nicht: Der Bildkreis
die APS-C-Modelle der jeweiligen Herstel35-mm-Festbrennweite verhält sich demnach
von „digitalen Objektiven“ ist zu klein für die
ler anschließen, weil die Bajonette beider
wie ein 56-mm-Objektiv an einer Vollformatgroße Sensorfläche einer Vollformatkamera.
Kameratypen die gleichen Maße aufweisen.
kamera, was bei den Herstellern als „umgeDie Bildmitte wird korrekt dargestellt, aber
Da der Bildkreis eines Vollformat-Objektivs
rechnet aufs Kleinbild“ gekennzeichnet wird.
die Bildränder weisen eine starke Vignettie-
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
67
PRAXIS • GRUNDLAGEN
rung auf oder werden im Extremfall gar nicht
belichtet. Die EF-S-Objektive von Canon lassen
sich deshalb nicht an die Vollformat-Kameras
des Herstellers anschließen. Bei Nikon gehen
Vollformat-Kameras mit DX-Objektiv in den
„Crop-Modus“: Bei der Aufnahme wird nicht
der komplette Sensor, sondern ein entsprechend kleinerer Bereich ausgelesen.
Objektive für die kleineren MFT-Kameras können noch einmal deutlich kompakter
gebaut werden als Objektive fürs Vollformat oder APS-C, und auch das Bajonett hat
„
Sensorgröße und Bildrauschen
Kamera-Hersteller nutzen die größere Sensorfläche von Vollformatkameras, um darauf mehr und größer dimensionierte Sensorpixel
unterzubringen. Das hat direkte Auswirkungen auf die Bildqualität.
Kameras mit höherer Auflösung bilden
Motive schärfer und damit in höherer
Qualität ab, so viel ist offensichtlich. Fast
genauso wichtig ist die Größe der einzelnen Sensorpixel: Je mehr Fläche zur
Verfügung steht, desto mehr Licht kann
eingefangen werden und desto weniger Störsignale – auch Bildrauschen
genannt – treten auf. Das zeigt sich
immer wieder in unserem Testlabor.
Wer sich auf Porträts
und Hochzeiten spezialisiert hat, weiß die Vorzüge
des Vollformats zu schätzen.
einen geringeren Durchmesser. Die „Pancake“-Objektive von Panasonic oder Olympus
sind kürzer als drei Zentimeter und wiegen
nicht einmal 100 Gramm. Gut zu wissen:
Obwohl diese MFT-Objektive überhaupt nicht
fürs Vollformat gemacht wurden, entsprechen die Brennweitenangaben dennoch dem
Kleinbild, die angegebenen Werte muss man
also mit dem Cropfaktor 2,0 multiplizieren.
Welches Kameraformat für
welchen Zweck?
Vollformat: Nikon Z7
ISO 100
ISO 6.400
ISO 25.600
Ob man sich für eine Vollformat-, eine APSC- oder eine MFT-Kamera entscheidet, hängt
von mehreren Faktoren ab. Eine wichtige
Rolle spielt der Geldbeutel, denn für eine
APS-C: Fujifilm X-T2
komplette Ausrüstung mit zwei, drei Objektiven muss man bei einer Vollformat-AusrüsISO 100
ISO 6.400
ISO 25.600
tung tief in die Tasche greifen. Das beliebte
APS-C bietet eine große Produktpalette und
das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das
Lieblingsgenre: Wer gerne Porträts oder auf
Hochzeiten fotografiert, wird das Vollformat
MFT: Panasonic Lumix GH5
zu schätzen wissen. Damit kann er nah an
seine Motive herangehen, durch die geringe
ISO 100
ISO 6.400
ISO 25.600
Schärfentiefe treten die Personen sehr klar
hervor und der Hintergrund verschwimmt
weich in einem angenehmen Bokeh. Für
die Streetfotografie sind diese Kameras zu
wuchtig, zu auffällig und zu schwer. Viele
Zum Vergleich der Bildqualität treten hier
mit 2.246 Lp/Bh noch darunter, bei ISO
von denen, die bei jeder Gelegenheit fotogradrei Kameras gegeneinander an, die im
6.400 sinkt die Auflösung auf 1.977. Der
fieren wollen, entscheiden sich für das komTest in ihrer jeweiligen Klasse hervorraTrend setzt sich bei der MFT-Kamera Panapakte MFT-System und werden damit glückgend abgeschnitten haben.
sonic Lumix GH5 fort: Bei ISO min beträgt
lich. Tierfotografen wählen oft den goldenen
deren Auflösung 1.905 Lp/Bh, bei ISO
Mittelweg. Durch die BrennweitenverlängeWenig überraschend Carrier_31/12/2018
punktet die Vollfor6.400 nur noch 1.691 Lp/Bh.
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
rung bei APS-C bekommen sie ihr Motiv relamat-Kamera Nikon Z7 mit brillanten Biltiv groß ins Bild und trotzdem sind Auflödern. Bei ISO min konnten wir eine AuflöAuch die Testfotos zeigen die Detaileinbusungswerte und Rauschverhalten gut genug,
sung von 2.822 Linienpaaren pro Bildhöhe
ßen, vor allem bei hoher ISO. Selbst bei ISO
um auch bei Dämmerung noch detailreiche
messen, bei ISO 6.400 immer noch 2.336
6.400 schöpft die Nikon Z7 ihr Potenzial
Lp/Bh. Selbst bei kleinster ISO liegt die
aus, die Bilder der Lumix GH5 wirken in VerAufnahmen zu machen.
Auflösung der APS-C-Kamera Fujifilm X-T2
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größerung dagegen sehr verwaschen.
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Digitales Finishing
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Mit dem Drehen und Schneiden ist die größte Arbeit bereits gemeistert. Damit Ihre Filme nun
den Profi-Look erhalten, stehen noch kleinere Aufgaben an. Wir zeigen, wie‘s Ihnen gelingt!
VON SASCHA LUDWIG
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CHIP FOTO-VIDEO
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Farbkorrektur & Color-Grading
Schnittprogramme wie zum Beispiel Adobe
Premiere Pro, aber auch das kostenlose
DaVinci Resolve sowie andere Alternativen
bieten umfangreiche Werkzeuge zur Farbkorrektur an. Ähnlich wie auch bei der Bearbeitung von Fotos erfolgen die Einstellungen
der Luminanz (Helligkeit) und der Chrominanz (Farbe) sowohl über Schieberegler
und Farbkreise als auch über die RGB-Kurven-Darstellung. Hinzu gesellen sich bei
vielen Programmen bereits vorgefertigte
Designs, die Sie weiter nach Ihren Vorlieben verändern können. Feste Regeln gibt
es bei der Farbkorrektur nicht, erlaubt ist,
was gefällt. Bei Adobe Premiere Pro findet
sich eine elegante Lösung, statt einzelner
Dateien das komplette Video zu verändern:
Schnell geht’s per Einstellungsebene
Erzeugen Sie dazu eine separate Einstellungsebene. Diese neue Spur positionieren Sie in der Ebenen-Hierarchie über den
Spuren, die von den Korrekturen betroffen
sein sollen. Anstatt nun auf jede Videodatei
eine separate Farbkorrektur anzuwenden,
reicht es, nur die Einstellungsebene mit dem
gewünschten Farbeffekt zu versehen. Seien
Farbkorrekturen nehmen Sie wie gewohnt über Schieberegler sowie ganz komfortabel über die Farbkreise vor.
Sie sich dennoch bewusst, dass das Rendern von Farbkorrekturen viel Rechenleistung in Anspruch nimmt. Je komplexer Ihre
Einstellungen ausfallen, desto länger wird
Ihr Computer auch benötigen, um die Korrekturen am Ende auszugeben.
S
allerdings enorm. Zunächst gilt es, noch
sogenannte Clipping auch direkt am Lauto wie in den Dreh und auch den Schnitt
einmal einen Blick auf die Tonspuren im
stärke-Anzeiger: Ein Übersteuern des Tons
Ihrer Videos viel Kreativität fließt, benöSchnittprojekt zu werfen. Mit einer »Normaliwird üblicherweise mit einem Ausschlag bis
tigen Sie vor allem auch ein grundlesieren«-Funktion bringen Sie mehrere Audioin den roten Bereich des dynamischen Balgendes Verständnis für technische Zusamdateien oder gleich ganze Spuren auf eine
ken-Diagramms angezeigt.
menhänge, um ein Video fertigzustellen. Die
gemeinsame Lautheit – die vom Zuschauer
Postproduktion, das Ausstatten mit EffekEigener Look per Farbkorrektur
subjektiv empfundene Lautstärke. Dazu hebt
ten und der Export sind dabei mindestens
beispielsweise Adobe Premiere Pro die laugenauso wichtig wie der Dreh, der Schnitt
Sofern so gewollt, findet im letzten Schritt
testen Spitzen auf einen gemeinsamen Pegel,
und die vorangegangene Bearbeitung, denn:
auch die Farbkorrektur oder das sogenannte
Schwankungen zwischen unterschiedlichen
Hier verleihen Sie den bewegten Bildern den
Color-Grading des Videomaterials statt. DieAufnahmen werden also nachträglich digital
letzten, professionellen Schliff und sorgen
ser Schritt gleicht der Bildbearbeitung in
ausgeglichen. Achten Sie darauf, den Refeam Ende dafür, dass Zuschauer – gleich auf
Lightroom oder ähnlichen Programmen, ist
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
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renzwert von 0 db nicht zu überschreiten, da
welcher Plattform – Ihr Werk auch in guter
allerdings auf Bewegtbild zugeschnitten. Die
ansonsten sehr laute Töne und Spitzen stark
Qualität betrachten können.
Werkzeuge sind meist identisch: Werte wie
Der Feinschliff Ihres Videos nimmt in der
verzerrt und in ihrer Dynamik beschnitten
Weißabgleich, Kontrast, Helligkeit oder auch
Regel nicht viel Zeit in Anspruch, steigert die
wiedergegeben werden – hörbar als deutliSättigung lassen sich individuell anpassen.
wahrgenommene Qualität beim Zuschauer
ches Kratzen. Zusätzlich erkennen Sie dieses
Farbkurven und -räder helfen dabei, ganz
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Aufwendige Effekte
Auf Basis Ihres Videomaterials entstehen
mit Adobe After Effects im Handumdrehen
sensationelle Effekte. Dazu nutzen Sie den
sogenannten 3D-Kameratracker-Effekt, der
als echtes Multitalent gelten darf. Der Algorithmus untersucht Videos Einzelbild für Einzelbild und erkennt zuverlässig Bildinhalte,
die innerhalb einer Szene durchgängig vorhanden sind. Diese Elemente werden dann
mit kleinen Hilfspunkten markiert. Wenn Sie
nun mindestens drei Punkte auswählen,
um eine virtuelle Ebene zu erzeugen, lassen sich Grafiken, Text, Bilder oder sonstige
Inhalte problemlos platzieren.
Kreatives Potenzial
Durch die aus Photoshop bekannte Ebenenstruktur können Sie mit Adobe After Effects
auch spannende Überlagerungen erzeugen.
Ebenso mit dabei sind praktische »Maskieren«-Funktionen: Diese erlauben es, Bildelemente räumlich zu staffeln. Motive im Vordergrund können so einen eingefügten Text
teilweise überlagern. Im Video kann also
beispielsweise eine Bergspitze den Text im
Bild überdecken; ganz so, als ob die Buchstaben wirklich hinter dem Gipfel am Himmel
hängen würden. Dank der vollen Kompati-
Drei Tracking-Punkte formen eine virtuelle Ebene, die
sich entsprechend der Kamerabewegung verändert.
bilität zwischen After Effects, Premiere Pro
und auch Photoshop ergeben sich darüber
hinaus weitere Bearbeitungs- und Kombinationsmöglichkeiten, zumal ein nahtloses
Hin- und Herspringen zwischen den einzelnen Programmen möglich ist.
Damit lassen sich Videos mit umfangreichen
gezielt einzelne Nuancen abzudunkeln, aufnungsbild möglich. Der wohl größte Vorteil
Effekten versehen. Das beginnt beim Einblenzuhellen oder das Bild einzufärben. Einige
dieser zunächst umständlich erscheinenden
den von dynamischen Texten oder Grafiken
Schnittprogramme verfügen über entspreProzedur: Flache Bildprofile sind in der Regel
und endet noch lange nicht bei komplexen
chende Funktionen, daneben gibt es aber
standardisiert und bieten somit immer eine
Animationen oder dem Ersetzen ganzer Bildauch speziell auf diese Art von Bearbeitung
gleichbleibende Ausgangsposition für die
elemente per Greenscreen.
spezialisierte Software.
Farbkorrektur – auch wenn mehrere KameWer häufiger eine nachträgliche Farbkorras desselben Herstellers parallel zum EinÄhnlich wie Photoshop erlaubt es After
rektur vornehmen muss, sollte einen Blick
satz kommen. Zudem gilt: Ist eine LUT einmal Effects, durch Masken und Überlagerungen
auf die sogenannten „flachen Bildprofile“ der
definiert, so funktioniert die Anwendung der
auf verschiedenen Ebenen Veränderungen im
verschiedenen Kamera-Hersteller werfen:
Farbkorrektur angenehmerweise mit nur
Bild zu erzeugen – mit der Besonderheit, dass
Videos werden dabei mit deutlich weniger
einem einzigen Klick.
man diese eben auch über die Zeit anpassen
Sättigung und Kontrast, dafür aber meist
kann. Eine der spannendsten und zeitgleich
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Tiefgreifende Bearbeitung
mit einem höheren Dynamikumfang aufunkompliziertesten Möglichkeiten bietet dabei
Während die Video-Farbkorrektur in etwa
das sogenannte „Motion Tracking“: After
gezeichnet. Mithilfe von LUTs (engl.: Look
dem Einsatz von Lightroom in Bezug auf
Effects analysiert dazu das Quellmaterial und
Up Tables) – einer Art Farbkorrektur-VorFotos entspricht, bildet Adobe After Effects
erkennt verschiedene Bildelemente und auch
lage, wird eine Anpassung der Farben hin
das entsprechende Pendant zu Photoshop:
Bewegungen selbsttätig. So lassen sich Modizu einem individuell gewünschten Erschei-
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Zusammenführen & exportieren
Alle Fäden laufen beim Rendern des Schnitts
und der Effekte zusammen. Die meisten Programme verarbeiten die Schnittdaten intern,
Adobe greift für die Codierung von Videos auf
den Media-Encoder zurück. Je nachdem, wo
Ihr fertiger Film zu sehen sein soll, sind die Einstellungen für den Export unterschiedlich.
Dateiformat und Codec-Wahl
Neben der tatsächlichen Auflösung, der Bitund Framerate sowie den Video- und AudioCodecs müssen Sie sich zunächst für das passende Dateiformat, den „Container“, entscheiden. Am weitesten verbreitet ist der MP4-Container, der auf dem QuickTime-Dateiformat
mit der Endung „.mov“ basiert und sich durch
große Flexibilität auszeichnet. Spannender
wird da schon die Wahl des Codecs: Diese
Algorithmen sind dafür zuständig, Video- und
Toninhalte zu codieren und zu decodieren. Sie
sind also maßgeblich für die Komprimierung
der Daten und auch die Qualität des Videos
verantwortlich. Die Datenraten sollten für FullHD-Inhalte zwischen 8 und 12 MBit/s liegen.
Ursprünglich nur für hochauflösende Videoinhalte konzipiert, hat sich der H.265-Codec
als Nachfolger von H.264 im Consumer-Bereich quasi zum Standard entwickelt.
Gleiches gilt für den AAC Audio-Codec,
der ursprünglich aus dem platzsparenden
MP3-Standard entstanden ist. An ihm orientieren sich auch die Datenraten: Jenseits von
128 KBit/s pro Audiokanal ist für das menschliche Gehör in der Regel keine Qualitätsverbesserung mehr feststellbar.
Hochgeladenes Material wird oft neu berechnet.
Höhere Datenraten als angegeben führen nicht
zwingend zu besserer Darstellung auf Plattformen.
fikationen leicht im dreidimensionalen Raum
sung oder Bitrate wählen. Das führt am Ende
Abspeichern leicht gemacht
Ihrer Aufnahme platzieren und folgen sogar
zwar zu einer sichtbar schlechteren Qualität,
etwaigen Kamerabewegungen, zum Beispiel
Egal ob Sie in Ihrem Video Farbkorrekturen
Ihr Film lässt sich dafür aber deutlich schneleinem Schwenk. Ein Beispiel: Sie möchten den
oder Effekte verwenden, am Ende muss der
ler – beispielsweise zu Vorschau-Zwecken für
Inhalt eines Computer-Monitors nachträgfertige Film in jedem Fall abgespeichert wereinen Kunden – über das Netz verschicken.
lich ersetzen. Dazu lassen Sie After Effects die
den. Dabei ergeben sich je nach Zweck, sei es
Plattformen wie YouTube oder Facebook
Aufnahme des Bildschirms analysieren. Es
für den Upload auf eine Online-Plattform, das geben ihren Nutzern dabei Vorgaben an
ergeben sich viele farbige kleine Punkte, die
Speichern auf einer Blu-ray oder den schneldie Hand. Hier macht es dann keinen Sinn,
im Video stets an der gleichen Stelle zu sehen
len Transfer über das Web, unterschiedliche
Videos in höherer Qualität abzuspeichern,
sind – etwa auf Mund oder Nase einer Person. Einstellungen, die Sie beim sogenannten Rendenn bevor Ihre Filme auf der jeweiligen
Drei Punkte formen schließlich eine virtudern eines Videos beachten sollten.
Plattform zu sehen sind, findet eine Neubeelle Ebene im Video. Wähle ich nun die Ebene
Einen Großteil der Arbeit nehmen Ihnen
rechnung und teils auch Neucodierung statt.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
So wird gewährleistet, dass potenzielle
aus, die der Monitor-Oberfläche entspricht,
Programme wie der Adobe Media Encoder
Betrachter hochgeladenes Material ohne
und platziere darauf ein Bild, wird sich dieses
ab. Hier sind bereits Einstellungen für verSchwierigkeiten ansehen können. Zudem finBild perspektivisch mit verändern, wenn die
schiedene Zwecke als Presets angelegt. Um
det eine Optimierung hinsichtlich einer WieKamera eine Bewegung relativ zum (gefilmdie Dateigröße Ihres Videos gering zu halten,
ten) PC-Monitor macht.
dergabe auf mobilen Endgeräten statt.
sollten Sie ein Profil mit niedrigerer Auflö-
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
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ALLES PERFEKT
Bei diesem Bild passt einfach alles – meine
Gratulation an die Fotografin Kathrin S.! Der
Leuchtturm ist ein eindeutiger Eyecatcher
und bildet den einzigen Akzent in dem Motiv.
Seine rote Spitze als zieht Farbtupfer den
Blick zusätzlich auf den Turm. Gut gefällt mir
die das Auge zum eigentlichen Motiv füh-
rende steinerne Brücke. Dass diese nicht
exakt aus der Bildecke heraus kommt, finde
ich hier passend (Bildelemente genau in die
Ecken zu komponieren, ist leider immer noch
weit verbreitet – und fast schon ein Dogma).
Lange Belichtung für weichen Himmel
Das Bild wurde über sechs Minuten belichtet, wodurch die wunderschön ziehenden
Akzente
setzen!
Wolken und das seidig erscheinende Wasser
entstanden sind. Kein aufgewühltes Meer,
keine unförmigen Wolken lenken vom Eigentlichen ab – dem Turm. Sehr schön finde ich
ebenfalls das intensive Blau, das sich über
das gesamte Bild erstreckt („blaue Stunde“).
Kathrin hat den perfekten Tageszeitpunkt für
dieses Motiv abgewartet und dann bildgestalterisch alles richtig gemacht.
I
m vergangenen Heft habe ich in meiner Kolumne erklärt, wie man mit kleinen
Akzenten große Wirkungen erzieBILDBESPRECHUNG
len kann. Sie als Leser konnten zu diesem
MIT
tzki
Thema ihre Motive an die Redaktion schiMIcha Pawli
cken. In dieser Ausgabe nehme ich vier
dieser Leser-Fotos genauer unter die Lupe
Nächstes Thema:
Micha
Pawlitzki
ist
Profifotograf,
hat
über
und
analysiere sie bezüglich ihrer Kompo„Motive in einen
sition
und Wirkung. Wie immer bei meinen
150
Kalender
und
Bildbände
veröffentlicht
Rahmen setzen“
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Analysen werde ich die Fotos respektvoll,
und veranstaltet jedes Jahr rund 100 FotoSchicken Sie jetzt Ihre Bilder
aber kritisch besprechen und gezielt auf
ein für exklusives Feedback!
Schwächen hinweisen. Nur so haben Sie
kurse. In seiner Kolumne erklärt er, wie mit
die Chance, auf Ihren nächsten Fototouren
BILDBESPRECHUNG@CHIP.DE
einfachen Mitteln großartige Bilder entstehen.
bestimmte Fehler zu vermeiden und Motive
bewusster zu gestalten.
VO N M I C H A PAW L I T Z K I
74
CHIP FOTO-VIDEO
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BLICKFANG
Bei diesem Bild hat Ulrike S. das Thema „Akzente
setzen“ sehr gut umgesetzt. Das spektakuläre
Gebäude ist eigentlich schon wirkungsvoll genug.
Die Fotografin setzt jedoch mit den zwei schwarz
gekleideten Personen einen klugen Akzent innerhalb der mächtigen Architektur und lenkt alle Blicke auf dieses Pärchen.
Starker Kontrast
Dass dieser Akzent unmittelbar ins Auge fällt,
verdankt sich dem starken Hell-dunkel-Kontrast:
Zum einen heben sich die schwarz angezogenen
Personen gut von der weiß-türkisfarbenen Architektur ab. Zum anderen hat Ulrike in der Bildbearbeitung das Weiß des Gebäudes noch einen Tick
heller gemacht. So wird die mächtige Architektur
etwas aufgelockert. Auf einen kleinen Schönheitsfehler weise ich noch hin: Am rechten Bildrand
sind einige Hochhäuser zu sehen, die diesem
Bild meines Erachtens keinen Nutzen bringen. Ich
würde das Bild rechts etwas beschneiden und
Hausreste gegebenenfalls wegretuschieren.
IN DER DUNKELHEIT
dadurch verliert der Akzent seine Wirkung
und das Motiv leider auch seine Klarheit.
So luftig und klar das Motiv oben erscheint,
so düster und undefiniert wirkt das zweite
Fehlende Struktur
Bild auf mich. Jonas W. hat es fotografiert
Darüber hinaus müsste man das Bild deutund wollte vermutlich mit dem angeleuchtelich aufhellen. Weite Teile (insbesondere der
ten Gebäude in der Bildmitte den dominanKegel in der Bildmitte) versinken regelrecht
ten Akzent setzen. An dem Wort „vermutlich“
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
im Schwarz und auch der
Fluss auf der linken
merken
Sie schon, dass zumindest
für mich
Bildseite zeigt zu wenig Struktur. Die rechts
unklar ist, ob als Akzent nicht auch die hell
ins Bild hineinragenden Äste sind für mich
erleuchtete Straße, die aufgrund der Langeher eine unnötige Störung, als dass sie etwa
zeitbelichtung roten Leuchtspuren der AutoTiefe ins Bild bringen könnten. Eine längere
rücklichter oder eventuell auch der kleine
Belichtung als die verwendeten 15 Sekunden
Mond am oberen Bildrand gemeint waren.
hätte in den Wolken vermutlich einen optisch
Mein Blick wandert zwischen den verschienoch spannenderen Zieheffekt ergeben.
denen Bildelementen hin und her – und
Der Autor
Micha Pawlitzki gehört zu Deutschlands
bekanntesten und erfolgreichsten Fotografen.
Jährlich publiziert der 45-Jährige vier bis sechs
Bildbände und Kalender, veranstaltet circa 100
Foto-Workshops und -Reisen und arbeitet für
namhafte Kunden wie Apple, BMW und National Geographic. Exklusiv in CHIP FOTO-VIDEO
verrät er seine wichtigsten Tipps, wie Ihre Bilder noch besser werden. Mehr über Micha
Pawlitzki und natürlich seine Fotos finden Sie
auf seiner Webseite: www.micha-pawlitzki.com
PRAXIS • INTERVIEW
Bilder aus
dem Inferno
Noah Berger dokumentiert Waldbrände in Kalifornien. Im Interview erzählt der
Fotojournalist von den riskanten Einsätzen an der Seite der Feuerwehrmänner.
VON MARGIT HOFGÄRTNER
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CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
FOTOS: © NOAH BERGER
D
as „Camp Fire“ in der Kleinstadt mit
nalist erzählt im Interview, wie er die nicht
dem idyllischen Namen „Paradise“ gilt
planbaren Einsätze in seinen Alltag als freials der bislang gefährlichste Waldbrand
beruflicher Fotograf integriert, wie er mit den
in Kalifornien: Das Feuer hat im November
Risiken für seine Ausrüstung und sein Leben
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
vergangenen
Jahres wochenlang
nördlich von
umgeht und warum Carrier_31/12/2018
er einige seiner besten
San Francisco gewütet und 85 MenschenleAufnahmen niemals veröffentlichen wird.
ben gefordert. Noah Berger dokumentierte
die Löscharbeiten über viele Tage hinweg mit
Noah, wie fühlt es sich an, mit seiner
seiner Kamera in den für die Öffentlichkeit
Kamera mitten im Inferno zu stehen und
gesperrten Bereichen. Der 44-jährige Fotojour- auf den Auslöser zu drücken?
Schrecklich schön
Straße und Fluss glänzen
im Widerschein der Flammen auf den Bergkuppen.
„Delta Fire“ im ShastaTrinity-Schutzgebiet im
September 2018.
NOAH BERGER
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Noah Berger (44) lebt
mit Frau und Kind in der
Bay-Area von San Francisco. Der freiberufliche
Fotograf arbeitet für
Nachrichten- und Werbeagenturen, doch bei
Waldbränden stehen alle
Aufträge hintenan. Seine
Nikon-D5-Bodys müssen
einiges aushalten, unter
anderem auch mal einen
Wasserschwall aus einem
Feuerwehrschlauch.
noahbergerphoto.com
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
77
PRAXIS • INTERVIEW
Es ist eine überwältigende Erfahrung, Zeuge
der immensen Kraft eines sich schnell ausbreitenden Waldbrandes zu werden. Man
versucht, als Fotograf gute Arbeit zu leisten
und gleichzeitig für seine Sicherheit zu sorgen. Dabei wird ungeheuer viel Adrenalin
freigesetzt. Aber obwohl ich über die Jahre
schon Dutzende große Waldbrände fotografiert habe, kann ich mich an keine Situation erinnern, in der ich wirklich Angst
um mein Leben hatte. Ich wurde im richtigen Verhalten bei Bränden geschult und bin
immer mit voller Schutzausrüstung unterwegs. Am meisten Respekt habe ich vor
Bäumen und Strommasten, die bei Feuer
plötzlich umfallen, einen verletzen oder den
Fluchtweg blockieren können. Das lässt sich
oft schwer einschätzen.
Wie sorgst du für deine Sicherheit, wenn du
über Waldbrände berichtest?
Ich besitze dieselbe Schutzausrüstung wie
die Feuerwehrmänner, also Brandschutzkleidung, Schutzbrille und spezielle Handschuhe. Außerdem nehme ich ein Wurfzelt
aus schwer entflammbaren Stoff mit, in das
man sich bei einem schnellen Buschfeuer als
letzte Rettung zurückziehen kann. In meinem Auto sind immer Nahrung und Trinken für mehrere Tage. Die wirkungsvollste
Sicherheitsmaßnahme ist jedoch, sich mit
anderen zusammenzutun. Wir sind eine
Gruppe aus fünf Fotografen, die auch privat befreundet sind, und fahren prinzipiell
in zwei Autos. Damit bleibt uns eine Fluchtmöglichkeit, wenn ein Auto nicht mehr fährt.
Wir diskutieren oft darüber, welche Risiken
wir in Kauf nehmen und welche man nicht
eingehen sollte. Ob eine Straße beispielsweise
befahrbar ist, ohne dass man die Löscharbeiten behindert oder vom Feuer eingeschlossen wird. Natürlich ähneln sich unsere
Bilder teilweise. Aber unsere Sicherheit wiegt
schwerer als Konkurrenzgehabe.
1
2
3
1 Erschöpft
Kurze Atempause für die
Feuerwehr-Hilfstruppen,
für die auch Häftlinge
rekrutiert werden.
2 Tragisch
Ein beim Brand umgekommenes Reh liegt auf dem
Gehsteig.
Du bist nicht nur Fotojournalist, sondern
Das ist eine gefährliche Art, seinen Lebensauch freiberuflicher Werbefotograf. Wie
unterhalt zu verdienen. Noch nie daran
lässt sich diese nicht planbare Berichter3 Unkontrollierbar
gedacht, den Job an den Nagel zu hängen?
stattung in den Alltag integrieren?
Ich habe eigentlich bei der Arbeit generell
Waldbrände treten in Kalifornien von Juni
Das historische Schulgekeine große Angst um meine Sicherheit. Ich
bis November auf, besonders häufig sind sie
bäude von Shasta steht in
war nie in einer wirklich ausweglosen Situaim August und September. Während dieser
Flammen.
tion. Aber ich denke manchmal so was wie:
Zeit
warne ich meine Kunden schon vorab,
4 Spektakulär
„Wenn ich diese Stelle nicht in zwei Minuten
dass ich möglicherweise Termine umplaFotograf Justin Sullivan
verlasse, sieht es schlecht aus.“ Ein Ereignis
nen oder einen Ersatzfotografen besorgen
mit Schutzkleidung inmitin diesem Jahr hat mich ebenfalls ins Grümuss. Das ist an schätzungsweise 30 bis 60
ten eines vom Wind angebeln gebracht: Ein Feuerwehrmann kam
Tagen im Jahr der Fall. Ich verbringe viel
fachten Funkenregens.
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durch
einen „Feuertornardo“ aus heißen
Zeit damit, Wettermodelle zu studieren. Das
Diese Aufnahme des Carrier_31/12/2018
Winden mit 230 km/h ums Leben. Von dieser
Risiko
eines Waldbrandes lässt sich bes„Camp Fires“ bei Paradise
Stelle war ich nur eine Meile entfernt. Das
ser einschätzen, wenn man Temperaturen,
von Noah Berger ging um
die Welt.
macht schon Angst, denn ein solches EreigWind und Trockenheit analysiert. Genau
nis kann man weder vorhersehen noch sich
vorhersagen lässt sich ein Brand dennoch
dagegen schützen.
nicht. In den letzten Jahren hatten wir in
78
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
„
4
Ich war noch nie
in einer wirklich
ausweglosen Situation.
Ich entscheide das von Fall zu Fall. Häufig
weiß man nicht, ob die Familie eines Toten
bereits informiert ist, deshalb veröffentliche
ich zum Beispiel keine Bilder von Leichenlang von Haus zu Haus folgen. Einer der
säcken, an denen ein Adressschild befestigt
Fotografen hat einige Aufnahmen von nicht
ist, oder auf denen das Umfeld erkennbar
bedeckten Leichen gemacht. Das sind Bilwäre. Ich mache keine Bilder von LeichenBei deiner Arbeit triffst du Menschen, deren
der mit einer unglaublichen Bildwirkung –
teilen, habe aber schon ein Bild weitergeBesitz verbrannt ist oder – noch schlimich habe nur wenige ausdrucksstärkere in
geben, auf dem ein Techniker kleinere Knomer – die jemanden durch das Feuer verlomeiner Fotografenkarriere gesehen – aber
chen eines Opfers birgt, das in einem Auto
ren haben. Gibt es Situationen, in denen du
wir haben zusammen beschlossen, dass wir
verbrannt ist. Ich habe aber darauf geachentscheidest, nicht zu fotografieren?
diese Fotos nicht veröffentlichen, weil dieser
tet, dass man die Automarke und den Ort
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Carrier_31/12/2018
ManCHIP-FOTO-VIDEO
steht immer wieder vor einem
ethischen
Anblick für die Angehörigen
entsetzlich wäre.
nicht identifizieren kann. Ich veröffentliche
Dilemma, vor allem beim „Camp fire“ in
auch Bilder von verbrannten Tieren – HirDu arbeitest im Auftrag von NachrichParadise mit insgesamt 85 Toten. Dort haben
sche, Pferde oder Ziegen –, selbst wenn das
tenagenturen und Online-Medien. Nach
Gerichtsmediziner uns Fotografen uneingemanche Menschen aufbringt. Ich kann das
welchen Kriterien entscheidest du, ob
schränkten Zutritt gegeben, wir durften
verstehen, aber meiner Meinung nach sind
du eine Aufnahme weitergibst?
ihnen bei der Bergung der Leichen stundensolche Aufnahmen in Ordnung.
Kalifornien auch das Problem, dass sich die
Waldbrand-Saison nach hinten verschoben
hat. Die größten Verwüstungen verursachten Brände im Oktober und November. Das
„Thomas Fire“ bei Santa Barbara im letzten
Jahr brannte sogar Weihnachten hindurch.
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BILDFORENSIK
Bilder können lügen,
Pixel nicht
Bei immer leistungsfähigeren Bearbeitungsprogrammen spielt die
Authentizität von Fotos eine größere Rolle denn je. Ob Foto-Inhalte
der Wirklichkeit entsprechen, sucht digitale Bildforensik aufzuklären.
VON SASCHA LUDWIG
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E
in Bild sagt mehr als tausend Worte. In
Zeiten von Photoshop & Co. sollte dieser Anzeigen-Slogan mit einer gewissen
Skepsis betrachtet werden, ähnlich wie dies –
Stichwort „Fake News“ – für das geschriebene
Wort gilt. Anfangen bei der einfachen Farbkorrektur über die sogenannte Beauty-Retusche bis hin zum Austauschen ganzer Bildinhalte: Das, was auf einem Foto zu sehen
ist, muss nicht zwangsläufig der Wirklichkeit
oder Wahrheit entsprechen.
Die Macht der Bilder wurzelt tief in der
menschlichen Psychologie. Was wir sehen,
akzeptieren wir in der Regel einfach als echt.
Eigentlich kein Wunder, ist doch das Sehvermögen einer unserer eher besser ausgeprägten Sinne. Doch was für Eindrücke im täglichen Leben noch durchaus zutreffend sein
mag, gerät spätestens bei gedruckten oder
gar digitalen Abbildern der Realität an Grenzen. Bearbeitungsprogramme wie Photoshop
machen mit immer leistungsfähigeren Funk-
„
Mit Zeit und Detailarbeit
entstehen Bilder, die selbst
Profis nicht vom Original
unterscheiden können."
SVEN FISCHER, PHOTOSHOP-TRAINER
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
tionen das Verändern von Fotos leichter denn
je. Mit nur wenigen Klicks verlieren Stars und
Sternchen ein paar Kilogramm Körpergewicht, Zähne werden weißer oder der langweilige Studiohintergrund weicht einer exotischen Strandkulisse.
Selbst Bewegtbilder sind vor dieser Art
Manipulation nicht sicher: Tools und Techniken wie »face2face« oder »deepfake« erlauben es, die Gesichter von Menschen – seit
jeher die Königsdisziplin der Retusche – nun
beinahe perfekt zu ersetzen, ohne dass es
möglich wäre, die Täuschung im Video mit
bloßem Auge zu erkennen. Das geht so weit,
dass bekannte Persönlichkeiten wie Barack
Obama oder Vladimir Putin lippensynchron
im Netz zu den angesagtesten Beats rappen
oder lustige Sprüche zum Besten geben.
Was sich im ersten Moment nach einem
harmlosen Spaß auf Kosten von Politikern
anhört, kann in den falschen Händen bei entsprechend böswilliger Absicht ernsten Schaden anrichten. Umso wichtiger ist es daher,
klare Grenzen zu definieren, wann eine Manipulation von Stand- oder Bewegtbild auch
als solche zu werten ist: „Das ist immer vom
Carrier_31/12/2018
Ziel abhängig, was erreicht werden soll und
zu welchem Zweck. Sobald ich den Inhalt und
vor allem die Aussage eines Bildes verändere, überschreite ich definitiv eine Grenze.
Auch die Wahl des Bildausschnitts kann
daher schon, zumindest aus meiner Sicht, als
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CHIP FOTO-VIDEO
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kann aber schon das Zusammenspiel von
Licht und Schatten in einer Aufnahme sein“,
weiß Sven Fischer.
Preisgekrönt: Trotz einer deutlich sichtbarer Nachbearbeitung der Original-Aufnahme
gewann der Schwede Paul Hansen mit diesem Bild den World Press Photo Award 2013.
Manipulation gewertet werden“, erklärt Sven
Fischer, Trainer für digitale Bildbearbeitung
in Photoshop.
Was ist falsch, was ist echt?
Preis für das beste Pressefoto 2013 trotz der
deutlichen Farbkorrekturen behalten.
Seit rund 30 Jahren beschäftigt sich Sven
Fischer als Adobe Certified Instructor mit
Bilddokumenten und deren nachträglichen
Veränderung am Rechner. Zur sogenannten
Bildforensik, der Untersuchung der Authentizität digitaler Bilder, auch zum Zweck der
„
So sei bereits ein inkonsistenter Lichteinfall
in allen Bereichen einer Aufnahme ein erstes
Indiz dafür, dass es zu nachträglichen Veränderungen gekommen ist. Zeigen die Schatten
im Vorder- sowie Hintergrund hingegen in
dieselbe Richtung, sei die Bearbeitung zumindest schon einmal mit mehr Sorgfalt erfolgt,
so Fischer weiter. „Doch auch auffällig harte
Kanten zwischen verschiedenen Bildelementen lassen auf den ersten Blick erkennen,
dass es sich nicht um Original-Aufnahmen
handelt“, erklärt der Photoshop-Spezialist.
„Investiere ich hingegen genügend Zeit und
Detailarbeit, lassen sich Ergebnisse erzielen,
die auch Profis nicht mit bloßem Auge als
Manipulationen entlarven können.“
Sensibilisiert durch den professionellen
Umgang mit Photoshop liegt das Interesse
von Sven Fischer daher mittlerweile eher bei
Veränderungen, die zumindest visuell nicht
als solche zu erkennen sind. „In den USA
forscht Professor Hany Farid am Massachusetts Institute of Technology (kurz: MIT) schon
seit 20 Jahren und ist ein Vorreiter auf dem
Gebiet der Bildforensik – ein enorm spannendes Thema“, erklärt Fischer. Aber auch in
Deutschland, zum Beispiel an der Universität
Erlangen-Nürnberg, hat man sich des Themas angenommen.
Grundsätzlich unterscheiden müsse man
also in erster Linie zwischen einer qualitativ
technischen Bildbearbeitung, die eine rein
optische, zum Beispiel farbliche Verbesserung
zum Ziel habe, und nachträglicher Retusche
Bei vermeintlich manipuoder Montage, die Inhalte verändert, so Sven
lierten Bildern lassen sich
Fischer. Und fährt fort: „Ob bereits die Veränderung der Farben in einer Aufnahme als
wirklich schwierige Fälle
Manipulation gewertet werden kann, muss
teils auch gar nicht lösen."
im Einzelfall entschieden werden.“ Den HimDR.-ING. CHRISTIAN RIESS, UNI NÜRNBERG
mel auf einem Urlaubsfoto etwas strahlender
Trügerischen Pixeln auf der Spur
erscheinen zu lassen, sei meist vertretbar.
Habe eine Aufnahme aber den Anspruch,
Indiziengewinnung in der Kriminalistik, kam
Dr.-Ing. Christian Riess, Leiter des IT Security
zum Beispiel als dokumentarisches Foto zu
Fischer aber erst später. „Es gibt VerändeInfrastructures-Lab an der Universität
gelten, könne eine Veränderung von Kontrast
rungen, die fallen dem Betrachter sofort ins
Erlangen-Nürnberg, betreibt Grundlagenoder Farbigkeit eine etwaige emotionale AusAuge. Das hängt im Grunde damit zusamforschung auf dem Gebiet der Bildforensik
sage im Bild bereits deutlich dramatisieren.
men, wie viel Sorgfalt der Bearbeiter in das
und hat in den vergangenen Jahren viele
Genau dieser Sachverhalt wurde dem
Bild investiert hat. Ein erster Anhaltspunkt
Methoden zur Erkennung von manipulierschwedischen Fotografen Paul Hansen im
Rahmen der World Press Photo Awards 2013
beinahe zum Verhängnis und löste teils hefVerdächtig ähnlich: Die rot markiertige Diskussionen aus. Mit seiner Momentten Bereiche in der Bildmitte wurden
aufnahme einer Gruppe von Palästinensern,
aus den orange gefärbten Elementen kombiniert. Das Ergebnis: Vier
die zwei tote Kinder durch eine enge Gasse
statt drei Raketen steigen bei einer
in Gaza-Stadt tragen, musste er sich im Zuge
Übung im Iran in den Himmel.
des Wettbewerbs gegen Vorwürfe der Manipulation zur Wehr setzen. Verändert wurde
definitiv die Wirkung des Bildes: Im Vergleich
zur Original-Aufnahme, die vor dem Wettbewerb bereits in der schwedischen Tageszeitung „Dagens Nyheter“ erschienen war,
zeichnet sich das Foto durch auffallende
Farbunterschiede aus. Das Siegerbild von
Hansen zeigt im Vergleich zur Aufnahme in
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
der Zeitung einen deutlich höheren Kontrastumfang, beinahe schon wie ein HDR-Foto.
Eine nachträgliche Veränderung von Bildinhalten konnte dem Fotografen jedoch nicht
nachgewiesen werden, und so durfte er den
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CHIP FOTO-VIDEO
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FOTO: SEPAH NEWS
FOTO: DPA/PICTURE ALLIANCE/PAUL HANSEN
Anzeichen für manipulierte Bilder
IM DETAIL
Manipulation von Fotomaterial
Die digitale Bildforensik untersucht in erster Linie die Eigenschaften der Fotodaten
und des Dateiformats. So hinterlassen
beispielsweise Bearbeitungsprogramme
tief in der Dateistruktur verborgen ganz
individuelle Spuren. So legt in den sogenannten Quantisierungstabellen des
JPEG-Containers jedes Programm, das
eine Neucodierung der Bildinformationen
vornimmt, eine entsprechende Signatur
ab. Das ist zwingend notwendig, damit
auch andere Programme die Codierung
nachvollziehen und somit das Foto als
solches anzeigen können.
Das sagen die Experten
„Jeder reale Fall ist einzigartig, man
muss sich erst einmal das Umfeld des
Falls ansehen und dann den Fall selbst
gründlich bearbeiten. Das ist eine Aufgabe für mehrere Tage“, erklärt Dr. Christian Riess in Hinblick auf die eher auf-
1 Lokale Bearbeitung
Farbkorrekturen lassen sich über die
sogenannte normierte Differenz (Bild C)
oder die Falschfarben-codierte normierte
Differenz (Bild D) deutlich darstellen.
Diese und ähnliche statistisch-mathematische Methoden kommen in der Bildforensik häufig zum Einsatz.
1
2 Nebenschüsse
Die einfachste Methode, Spuren von
Fotobearbeitung nachzuweisen, ist der
Vergleich mit den sogenannten Nebenschüssen. Hierbei werden Aufnahmen
des gleichen Motivs aus den Kameras
von anderen Fotografen, falls vorhanden, miteinander verglichen.
2
3 Montage
Bei vermeintlichem Rechnungsbetrug
kommen Bildforensiker regelmäßig zum
Einsatz. Artefakte, die bei der doppelten Kompression von JPEGs entstehen,
gesellen sich hier zu Signaturen von
Bildbearbeitungsprogrammen. Darüber hinaus zeigt sich die Laufweite der
Schrift deutlich verändert.
4 Beauty-Retusche
Auch das Bildrauschen erlaubt Rückschlüsse auf die Bildbearbeitung: Die
farblich markierten Bereiche weisen
weniger Störpixel auf. Die sogenannte
Rauschinkonsistenz einer Aufnahme ist
also ein deutliches Indiz für die nachträgliche Manipulation einer Aufnahme.
wendigen Herausforderungen. Nicht
selten verbirgt sich die Lösung im Detail,
wie auch Jens Kriese aus seiner täglichen
Arbeit als Bildforensiker berichtet: „Steht
der Fälscher unter Zeitdruck, passieren
einfach Fehler und bestimmte Merkmale
werden gar nicht erst in Betracht gezogen.“ So könne beispielsweise über das
Thumbnail, sofern es nicht aktualisiert
wurde, ein Rückschluss auf das Originalbild gezogen werden.
3
4
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
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CHIP FOTO-VIDEO
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IM DETAIL
Manipulation von Videomaterial
Das nachträgliche Verändern von Bewegtbildern stellt grundsätzlich höhere Anforderungen an den Bearbeiter als die klassische Fotoretusche: Das beginnt bei der
Tatsache, dass zumindest in der Theorie 25 oder sogar mehr Einzelbilder pro
Sekunde manipuliert werden müssen.
Das setzt im Vergleich zur Bearbeitung
von Fotos in erster Linie mehr Rechenleistung oder mehr Zeit voraus. Für den Bearbeiter, der mit den Grundprinzipien von
Photoshop & Co. vertraut ist, ändert sich
vergleichsweise wenig, die Werkzeuge
bleiben grob gesagt beinahe gleich.
Das sagen die Experten
Dr. Christian Riess meint: „Oftmals sind
die Nasenpartie, die Augen, Zähne, und
die Kontur des Gesichts nicht realistisch
getroffen. Das sind meiner Einschätzung nach allerdings Kinderkrankheiten.“ Beim momentanen technologischen
Fortschritt dürfte es also nur eine Frage
der Zeit sein, bis die gefälschten Gesich-
ter in Videos nicht mehr von den echten
zu unterscheiden sind. „Die Vorgehensweise bei der Analyse von Videos ist
beinahe identisch mit der Untersuchung
von Fotos,“ erklärt auch Jens Kriese. Die
teils starke Komprimierung des Materials
mache allerdings auch hier den Methoden der Bildforensik zu schaffen. Je hochauflösender und mit höheren Datenraten Videos also vorliegen, desto präziser
auch die Bestimmung, ob es sich um eine
Fälschung handelt.
1 #Varoufake
Satiriker Jan Böhmermann
und sein Geniestreich, der
prompt mit dem Grimme-Preis
ausgezeichnet wurde: Er
behauptete, dass der Mittelfinger von Yanis Varoufakis im
Video nachträglich eingefügt
wurde. Die Analyse bewies
aber das Gegenteil.
1
2 face2face: Video-
Manipulation in Echtzeit
INPUT
INPUT
INPUT
INPUT
NACHSTELLUNG
NACHSTELLUNG
NACHSTELLUNG
NACHSTELLUNG
2
3 Barack Obama über Donald Trump
Unter dem prägnanten Titel »Sie werden nie
glauben, was Obama in diesem Video sagt«
stellte die amerikanische Nachrichtenseite
„buzzfeed“ Anfang 2018 einen Clip ins Internet, dessen Inhalt im ersten Moment geradezu schockierend ist: Darin beleidigt Ex-Präsi3
dent Barack Obama gleich zu Beginn Donald
Trump. Betrachtet man das Video jedoch bis
zum Schluss, wird klar, dass es sich um eine
Fälschung handelt. Stimmenimitator Jordan
Peele wollte damit die Internet-Gemeinde
für
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Fake News in Videos sensibilisieren.
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CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Carrier_31/12/2018
Die Kombination aus Software zur Gesichtserkennung
und einer 3D-Webcam führte
in der Studie „Real-time Face
Capture und Reenactment von
RGB-Videos“ der Uni Nürnberg
bereits 2016 zu beeindruckenden Ergebnissen. Die Videos
wurden damals bereits in
Echtzeit manipuliert.
FOTO: VON MIL.RU, CC-BY 4.0, HTTPS://COMMONS.WIKIMEDIA.ORG/W/INDEX.PHP?CURID=70564553
Inszeniert: Auch dieses ikonische Bild
ist, streng betrachtet, eine Fälschung:
Die Aufnahme, die sowjetische Soldaten beim Sturm auf den Reichstag zeigt,
wurde erst Tage nach der Eroberung
gestellt. Der Rauch im Hintergrund
wurde nachträglich eingefügt.
„
ten Bildinhalten selbst entwickelt. „Es gibt
eindeutig einer Kamera zuzuordnen, ähnlich
also sehr komfortabel und leicht zugängMethoden, die bei gedruckten Bildern auch
einer ballistischen Untersuchung bei Schusslich“, erklärt Jens Kriese. Viele Fälschungen,
funktionieren; dies sind typischerweise phywaffen. Es ist auch möglich, Bilder aufgrund
etwa nachträglich ergänzte Zahlen im Foto
sikbasierte Methoden, die zum Beispiel optispezifischer Schritte etwa in der Smarteiner Rechnung oder auch vermeintliche
sche Einschränkungen wie Fluchtpunkte oder
phone-Verarbeitung einem bestimmten
Beweis-Aufnahmen, auf denen ein Gegendie Richtung des Lichteinfalls überprüfen. Die
Smartphone-Betriebssystem zuzuordnen“, so
stand per Manipulation größer als in Realität
meisten Methoden gehen jedoch davon aus,
abgebildet ist, lassen sich in den meisten Fäldass ein digitales Bild vorliegt, insbesondere
len schnell als solche entlarven.
Irgendwann ist die ganze
die sogenannten statistischen Methoden“,
„Auf der anderen Seite stehen die FälTiefe der Bearbeitung
erklärt der Experte.
scher, und auch die schlafen nicht: Es gibt
auch nicht mehr wirklich
Dazu tauchen die Bildforensiker tief in die
mittlerweile sogar Online-Portale, auf denen
digitale Struktur und die technischen ZusamBilder grob analysiert werden können. Ein
nachvollziehbar."
menhänge eines Fotos ein: Mit spezialisierter
Ampelsystem zeigt dann an, wie gut die
JENS KRIESE, BILD-FORENSIKER
Software und darin enthaltenen automatiManipulation gelungen ist. Das hilft natürschen Methoden, die jeweils ganz genau auf
lich, die Methoden zu verbessern, für mandie technischen Rahmenbedingungen des
Christian Riess. Werte aus Sensorrauschen,
che ist es aber auch schlicht ein sportlicher
Bildes passen, entstehen Daten, die mit dem
fehlerhaften Sensor-Elementen, objektivtypiAnreiz, dort grünes Licht zu bekommen“,
Eingabebild abgeglichen werden. „Es gibt die
schen Abbildungsfehler und weiteren charakerzählt Jens Kriese. Dank KI und den damit
Metadaten und die Bilddaten. Je nach Situteristische Merkmale lassen sich so zu einer
verbundenen maschinellen Lernansätzen in
ation ist beides mehr oder weniger durch
Art Fingerabdruck der Kamera kombinieren.
den neuesten Versionen machen aber auch
den Transport beschädigt“, so Jens Riess. So
die Analyseprogramme stetig Fortschritte
Bildforensik als Tagesgeschäft
löschen beispielsweise Facebook und andere
bei der automatisierten Erkennung.
„Bei einem echten Fall muss man noch etwas
Portale im Internet die Metadaten aus dem
„Wenn die Rohdaten nicht vorhanden
Bildcontainer heraus. Darüber hinaus werdrumherum programmieren, denn jeder ist
sind, dann muss man aber nach wie vor
den die Aufnahmen auch neu skaliert und
recht einzigartig“, beschreibt Christian Riess.
Detektiv spielen und interpretieren“, erklärt
neu komprimiert. Sehr zum Leidwesen der
Mit diesen ganz alltäglichen AnwendungsKriese mit einem Blick auf seinen virtuelForensiker, denn: „Je höher die Qualität des
fällen beschäftigt sich der Digital-Forensiker
len Werkzeugkasten. Klon-Detektoren helfen
Bildmaterials ist, desto mehr Spuren stehen
und Gutachter Jens Kriese, der in erster Linie
mittels Raster-Vergleichen beim Erkennen
uns zur Verfügung. Im Umkehrschluss heißt
mit unterschiedlichsten Analyseprogrammen
duplizierter Bildbereiche, Skalierungseffekte
dies: Ist ein Bild stark komprimiert und verauf der Suche nach Erkenntnissen ist und
werden anhand von auffällig gleichmäßigen
kleinert worden, dann sind viele Detektoren
dabei schon einige Methoden selbst entwiWerten in der Codierung aufgedeckt.
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Carrier_31/12/2018 Einen vollständigen Einblick in seine
oft schon raus.“
ckelt hat: „Viele Tools sind quelloffen und könIm Regelfall sind Bildforensiker aber in
nen mithilfe von Makros erweitert werden.
Trickkiste erlaubt der Gutachter am Ende
der Lage, umfangreiche Aussagen über ein
Einzelne Analyseschritte werden so zusamdann allerdings nicht; auch in Zukunft will er
Foto zu machen: „Die sogenannte Photomengefasst. Das muss man sich vorstellen
den Fälschern schließlich einen ausreichend
Response-Non-Uniformity erlaubt es, ein Bild
wie die Stapelverarbeitung in Photoshop,
großen Schritt voraus bleiben.
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TEST • ÜBERBLICK
Test & Technik
Kameras – Objektive – Zubehör
98
Digitalkameras
für Filmer
INHALT
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94
98
NIKON Z6
Beginn einer neuen Ära
FUJIFILM GFX 50R
Schnäppchen auf den
zweiten Blick
DIGITALKAMERAS FÜR FILMER
Die besten Kompakt- und
Systemkameras für Video
104 Jeden Monat aktuell
108 Weitwinkelzoom
mit
beachtlicher Leistung
94
Fujifilm GFX 50R
88
Nikon Z6
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GEBRAUCHT
112
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ZUBEHÖR
CHIP-FOTO-VIDEO
Smartphones für 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
112
118
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Fotografen
SOFTWARE
Capture One Pro 12
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120
Niko
kon D7200
Nikon
Was Sie über unsere Testverfahren
wissen sollten
Neue Wertungen
Sind 90 Prozent noch „sehr
gut“? Und bei wie viel Prozent
beginnt eigentlich „befriedigend“? Solche Fragen erreichen die Redaktion regelmäßig. Das Schulnoten-System
versteht dagegen jeder.
Aus diesem Grund hat CHIP
FOTO-VIDEO sein Benotungssystem umgestellt. Statt mit
Prozent zwischen 0 und 100
zu jonglieren, setzen wir fortan
auf verständliche Noten zwischen 1,0 und 6,0. Die Aufteilung sieht fortan wie folgt aus:
1,0 bis 1,49: sehr gut
1,5 bis 2,49: gut
2,5 bis 3,49: befriedigend
3,5 bis 4,49: ausreichend
4,5 bis 5,49: mangelhaft
5,5 bis 6,0: ungenügend
Wir wenden dabei die mathematische Rundung an. Intern
nutzen wir zwei Nachkommastellen, um Platzierungen
konkret sortieren zu können.
Zur besseren Lesbarkeit gibt
unsere Bestenliste aber nur
eine Nachkommastelle aus.
So kann es manchmal passieren, dass Produkte mit offenbar identischer Wertung unterschiedliche Platzierungen
aufweisen. Ob nun ein sehr
gutes Produkt mit 1,31 oder 1,33
bewertet wird, bedeutet in der
Praxis keine großen Differenzen, wirkt sich aber eben auf
unsere Sortierung aus.
sich mit der Verzeichnung, der
Vignettierung sowie der chromatischen Aberration. Für diese
Messungen gilt: Je kleiner die
Werte, desto besser. Wichtig:
Die erreichten Punkte in der
Wertung beziehen sich nicht auf
die reinen Messwerte, sondern
besagen, wie gut das Objektiv
verglichen mit allen anderen an
diesem Bajonett gemessenen
Objektiven abschneidet.
Unsere Testingenieure prüfen alle Kameras
nach standardisierten Messverfahren.
nach der ISO-Norm 15739 für
„Visual Noise“. Hier gilt: Je
höher der VN1-Wert, desto
stärker macht sich Rauschen
bei einer 100-%-Ansicht am
Monitor bemerkbar. Der VN3Wert gibt dagegen an, wie
stark Bildrauschen auf einem
DIN-A3-Ausdruck zum Vorschein kommt. Da sich die
Rauschreduzierung in der
Kamera auf Bilddetails auswirkt, gibt der Prozentwert
bei „Detailtreue“ Aufschluss
darüber, wie viele Details in
kontrastarmen Motiven erhalten bleiben.
Kompaktkameras
Gesamtwertung
Bildqualität: 50 %
Ausstattung / Handling: 40 %
Geschwindigkeit: 10 %
Auflösung, Bildrauschen und
Detailtreue werden bei Kompaktkameras nach den gleichen ISO-Normen und Verfahren gemessen wie bei DSLRs
und DSLMs. Da bei KompakDSLRs und DSLMs
ten das Objektiv fest verbaut
Gesamtwertung
ist, kommen hier noch weitere
Bildqualität: 40 %
Messungen hinzu. Je näher der
Ausstattung / Handling: 35 %
Geschwindigkeit: 10 %
Prozentwert bei der VerzeichVideoqualität: 15 %
nung gegen null geht, desto
Die Foto- und Videoauflösung
weniger Krümmung macht
wird nach ISO 12233 gemessich etwa an den Bildrändern
sen und in Linienpaaren pro
bemerkbar. Die Vignettierung
Bildhöhe (Lp/Bh) angege- 02/2019_02/01/2019_Media
verdeutlicht hingegen, wie
CHIP-FOTO-VIDEO
ben. Je höher der Wert, desto
stark die Aufnahmen zu den
höher die gemessene AuflöRändern hin abdunkeln – je
sung. Für die Messung des
höher der Wert in BlendenstuBildrauschens richten wir uns
fen, desto dunkler wird es. Die
chromatische Aberration gibt
zusätzlich – und dies in Pixeln –
Aufschluss über die Breite von
Farbsäumen.
Objektive
Gesamtwertung
Auflösung: 50 %
Objektivgüte: 25 %
Ausstattung: 15 %
Autofokus: 10 %
Alle Objektivgattungen werden nach den gleichen Verfahren getestet. Die Auflösung in
Zentrum und Bildecken sowie
die Autofokusleistung werden
in Linienpaaren pro Bildhöhe
(Lp/Bh) angegeben. Hier gilt: Je
höher die Werte, desto besser.
Genau andersherum verhält es
Stative
Gesamtwertung Reisestative
Stabilität: 40 %
Ausstattung / Ergonomie: 60 %
Gesamtwertung klassische Stative
Stabilität: 60 %
Ausstattung / Ergonomie: 40 %
Bei Stativen unterscheiden
wir zwischen kompakten und
leichten Reisestativen und den
eher klassischen Dreibeinern
für den Einsatz im Studio. Da
die Kategorien nicht dieselben
Zielgruppen ansprechen, werden manche Ausstattungsmerkmale unterschiedlich gewichtet.
Während bei Reisestativen das
Packmaß wie auch das Gewicht
eine zentrale Rolle spielen, liegt
der Fokus beim Studiostativ
eher auf der Flexibilität der
Mittelsäule. Arbeitshöhe und
Packmaß werden einschließlich
Stativkopf angegeben.
Carrier_31/12/2018
Mithilfe spezieller Charts können wir Bildfehler wie Unschärfe oder Farbabweichungen erkennen – sowohl in der Mitte als auch an den Rändern.
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
87
TEST • KAMERAS
Der Beginn einer
neuen Nikon-Ära
Mit der Z6 und der Z7 hat Nikon nach langer Anlaufzeit nun gleich zwei Vollformat-DSLMs
auf den Markt gebracht. Wir haben uns das günstigere Modell Z6 näher angesehen.
VON SEBASTIAN SONNTAG
IN LABOR & PRAXIS GETESTET
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
88
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
N
ikon hat mit der Z6 und entsprechend
auch mit der fast baugleichen Z7 sehr
viel richtig gemacht, was etwas für
die lange Wartezeit auf das erste VollformatDSLM-Modell des Herstellers entschädigt.
Angesichts der sehr durchdachten und gut
zu handhabenden Kamera wirkt es umso
unverständlicher, dass Nikon an einem zentralen Punkt auf eine nach unserer Ansicht
falsche Lösung setzt. Die Rede ist vom Speicherkarten-System XQD. Ursprünglich wurde
XQD für Nikons Profi-Sportmodell D4 eingeführt – vor rund sieben Jahren. Durchgesetzt
hat es sich nicht. Das Problem ist dabei weder
die physische Größe der Karte noch die Übertragungsgeschwindigkeit. Letztere ist hervorragend, was wohl der Hauptgrund für die
Einführung in der D4 war. Vielmehr kommt
XQD nur bei Nikon und selbst hier nur bei
einer sehr erlesenen Auswahl an Kameras
zum Einsatz, weshalb die Karten wahnsinnig
teuer sind und man in jedem Fall einen neuen
Kartenleser benötigt.
Exotisches Feature
Wieso Nikon gerade bei einer GroßserienDSLM und dem neuen Hoffnungsträger
auf dieses System setzt, ist unverständlich.
Sicher, auch für hohe Übertragungsraten
im Videobereich ist ein schnelles Kartensystem relevant, doch diese lassen sich auch
mit dem neuesten SD-Standard UHS-II erreichen, wie Sony mit seinen DSLMs beweist.
Zu welchen Problemen das System XQD in
der Praxis führen kann, haben wir in der
Redaktion live erlebt. Ein Kartenleser zum
Exportieren der Bilder war nicht zur Hand,
eine Datenübertragung über ein USB-Kabel
vom Typ C wollte nicht gelingen – und wäre
auch deutlich langsamer als via Kartenleser.
Am Ende nahm der Chefredakteur die Karte
mit nach Hause, übertrug die Bilder mit
seinem privaten Kartenleser und schickte
sie über die Cloud. Ein adäquater Workflow
sieht sicher anders aus.
Riesiger Digitalsucher
Doch abgesehen vom Speicherkartensystem ist die Z6 wie schon ihr Schwestermodell Z7 eine überaus gelungene Kamera. Das
relativ große Gehäuse fällt mit 675 g nicht
gerade leicht aus, lässt sich dank des ausladenden Handgriffs aber zumindest mit
den bisher verfügbaren Optiken sehr gut
handhaben. Auffällig ist das riesige Bajonett,
das auch Objektive mit einer Lichtstärke
kleiner f/1 ermöglicht. Alles wirkt sehr wertig verarbeitet. Dank Magnesium-Legierung
und umfangreichen Abdichtungen ist die
Kamera für Herausforderungen im Fotoalltag gut gewappnet, für den Strom sorgt eine
neue Variante des Akkus EN-EL15 mit dem
Zusatz „b“. EN-EL15- und 15a-Varianten von
bereits vorhandenen Nikon-Kameras können
verwendet werden, lassen sich aber nicht
per USB-Kabel im Gehäuse laden.
Der rückseitige 3,2-Zoll-Touchscreen löst
2,1 Millionen Pixel auf und lässt sich nach
oben und unten kippen, aber nicht schwenken. Interessanter ist jedoch ohnehin der
digitale Sucher. Dieser bietet eine hervorragende 0,8x-Vergrößerung und macht die
Nikon damit zum Einaugen-Minikino. Passend dazu erreicht er eine Auflösung von
3,69 Millionen Pixel, wodurch selbst Fotografen mit Adleraugen fast keine einzelnen
Bildpunkte mehr ausmachen können. Für
Traditionalisten ist das zwar trotzdem kein
Ersatz für einen Prismensucher, Nikon legt
die Messlatte im Bereich Digitalsucher aber
sehr hoch. Natürlich bietet der Sucher darüber hinaus alle weiteren technischen Vorteile
wie eine Belichtungsvorschau und die Möglichkeit, diverse Informationen wie Wasser-
BLITZSCHUH
Einen internen Blitz gibt es
ebenso wenig wie eine SyncBuchse. Wer blitzen möchte,
braucht also einen elektronischen Aufsteckblitz.
DIGITALSUCHER
Der große Digitalsucher überzeugt voll und ganz, doch Traditionalisten dürften einen echten
Prismen-Sucher vermissen.
EINSTELLRAD
Beide Einstellräder lassen sich
gut bedienen und sind trotz
großem Handgriff jederzeit problemlos erreichbar.
I-TASTE
Relevante Einstellungen
lassen sich am schnellsten
mittels i-Taste und Touchscreen anpassen.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
SERIENBILD
Praktisch: Für die Serienbildfunktion und den
Selbstauslöser gibt es
eine separate Taste.
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
89
TEST • KAMERAS
Die Nikon Z6 im Detail
Wer sich auf die Z6 einlässt, sollte einige Punkte beachten. Hier finden
Sie eine Reihe wichtiger Aspekte beim Fotografieren mit der neuen Vollformat-DSLM – vom Display bis zur Speicherkarte.
Der FTZ-Objektiv-Adapter
ermöglicht die
Verwendung von
F-Bajonett-Objektiven – in den
meisten Fällen
ohne jegliche Einschränkung.
Unter den zahlreichen Features
für Filmer findet sich die Möglichkeit, Zeitlupen in Full HD mit 120p
aufzunehmen – also vierfach
verlangsamt.
Die Bildkontrolle im Sucher verdeckt für einige Sekunden den
Blick aufs Motiv. Empfehlenswert ist deshalb die Einstellung
»Ein (nur Monitor)«.
waage oder Histogramm einzublenden. Das
dritte Display schließlich findet sich auf der
rechten Schulter der Kamera. Es fällt recht
klein aus, erweist sich dank seiner hohen
Informationsdichte und der guten Ablesbarkeit aber als sehr praktisch, ebenso wie
das Moduswahlrad auf der linken Schulter.
Dieses dürfte erfahrenen DSLR-Fotografen
bekannt vorkommen und lässt sich dank seines Entriegelungsknopfes in der Mitte intuitiv und sicher bedienen.
Altbekannte Bedienung
Der Digitalsucher überzeugt
mit einer hohen Auflösung und
seiner 0,8-fachen Vergrößerung.
Die weit nach hinten ragende
Bauweise hält die Nase vom
Touchscreen fern.
Z6-Fotografen müssen auf XQDKarten speichern. Ein SD-Slot
ist nicht an Bord. Das bedeutet
zusätzliche Anschaffungskosten
im dreistelligen Bereich.
Überhaupt unterscheidet sich die Bedienung
nur unwesentlich von Nikons DSLR-Modellen. Die Menüführung ist ähnlich, die Tastenstruktur ebenfalls. Eine Ausnahme stellt der
fehlende AF-Modus-Knopf links unten am
Bajonett dar. Stattdessen setzt die Z6 auf
zwei »Fn«-Tasten rechts am Bajonett, welche
sich individuell belegen lassen. Zudem fehlen
ihr einige Möglichkeiten bei der Auswahl der
Fokusfelder. An deren Anzahl liegt das nicht.
Mit 273 Feldern bietet die DSLM zwar einige
Punkte weniger als die 493 der Z7, dennoch
wird das gesamte Bildfeld abgedeckt. Vielmehr fehlt die Option, im »AF-C«-Modus
9 oder 27 Felder zu gruppieren oder eine
3D-Verfolgung zu aktivieren, wie es bei aktuellen DSLR-Modellen möglich ist. Stattdessen gibt es ein „Großes Messfeld“ in kleiner
und großer Ausführung. Um dieses – und
alle weiteren relevanten Einstellungen – auszuwählen, verwendet man am besten die
„i“-Taste auf der Kamera-Rückseite und ruft
dann über den Touchscreen per Finger-Tipp
die verschiedenen Optionen auf. Hier störte
im Praxistest allerdings, dass eine ausgewählte Option nicht sofort aktiviert ist, sondern erst noch ein Tippen auf „OK“ erforderlich ist, was man im Eifer des Gefechts ganz
gerne mal vergisst. Die Wi-Fi-Funktion hingegen lässt sich nur über das Menü aktivieren,
harmonierte im Test aber sehr gut mit der
aktuellen Snapbridge-Version.
Objektive, Zubehör und Video
An Objektiven mit Z-Bajonett stehen Fotografen aktuell nur drei Modelle zur Auswahl:
das Z 24–70 mm f/4 S, das Z 50 mm f/1,8 S
und das Z 35 mm f/1,8 S. Unserem Testmuster lagen das 24–70 mm sowie das 50 mm bei.
Das 24–70 mm überzeugte mit schnellem,
leisem Autofokus und detailreichen Bildern,
für den Transport kann man die Optik, wie
von anderen Objektiven gewohnt, zusammenschieben. Der Fokusring lässt sich bei
allen nativen Optiken im AF-Betrieb mit einer
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
anderen Funktion belegen, beispielsweise um
die Blende oder den ISO-Wert anzupassen.
Interessanter als das mit f/4 lichtschwächere
Nikon Z6 | 105 mm (KB) | f/5,6 | 1/160 Sek. | ISO 2.500
24–70 mm ist das neue 50 mm f/1,8. Es wirkt
Bei leicht erhöhten ISO-Werten unter 6.400 rauscht die Nikon Z6 im Praxistest kaum. Die Kombination mit
FTZ-Adapter und 105-mm-Sigma-Makro-Objektiv funktionierte völlig problemlos, wie dieses Bild zeigt.
hochwertiger als die Kit-Optik und überzeugt
90
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Schnappschuss
PRAXISFOTOS: SEBASTIAN SONNTAG
Der Autofokus agiert vor
allem im »AF-S«-Modus
treffsicher und ist absolut
schnappschusstauglich –
ein Augen-AF wäre aber
manchmal praktisch.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
TEST • KAMERAS
Die Kamera Nikon Z7 im
Labor und in der Praxis
Exklusiv
auf Ihrer DVD
Testbilder
in allen ISO-Stufen
DVD SEITE
06
Auflösung: Bei Werten unterhalb
ISO 3.200 liefert die Z6 detailreiche, hochauflösende Bilder. Dass
die Messwerte nicht an die der Z7
heranreichen, stört in der Praxis
wenig. In fast allen Alltagssituationen punktet die Z6 mit einer hohen
Schärfe und lässt erst bei höheren
vierstelligen ISO-Werten nach –
wobei die sich dank tollem Bildstabilisator häufig vermeiden lassen.
Rauschverhalten: In der
Praxis liefert die Z6 bis ISO
6.400 eine gute Bildqualität,
dann bauen die Details bei
100-Prozent-Ansicht deutlich ab. Ab ISO 12.800 wird
in Praxis wie auch im Labor
Bildrauschen sichtbar. Bei
ISO 51.200 sind die Bilder
nur noch für kleinere Formate geeignet, die noch
höheren Werte von H1 und
H2 sollte man besser vermeiden. Insgesamt ist das
Rauschverhalten bis ISO
51.200 besser als bei der Z7
mit ihrer doppelt so hohen
Auflösung; dort ist bereits
ab ISO 3.200 mit sichtbarem
Rauschen zu rechnen.
ISO 100
ISO 1.600
ISO 3.200
ISO 6.400
mit einer dem Praxiseindruck nach sehr
guten Bildqualität ab Offenblende. Für Personen- und Street-Fotografen sicher eine sehr
gute Wahl, mit 680 Euro aber deutlich teurer als die vergleichbaren DSLR-Modelle von
Nikon. Einen optischen Bildstabilisator gibt
es an keiner der Z-Optiken. Denn dieser ist
nun im Body integriert, verschiebt den Sensor bei Bedarf horizontal, vertikal und in der
Rotation und soll bis zu fünf Blendenstufen
längere Verschlusszeiten ermöglichen. In der
Praxis ist die Stabilisierung beeindruckend,
1/5 Sekunde mit 70 mm sind kein Problem,
zumindest bei Aufnahmen über den Sucher,
bei denen die Kamera direkt am Auge sitzt.
Ebenfalls überzeugen kann der FTZ-ObjektivAdapter, über den sich alle AF-S, AF-P und
AI-Optiken mit der DSLM verbinden lassen.
Im Test funktionierte das mit diversen NikonOptiken verschiedener Brennweiten ebenso
gut wie mit einem Sigma 105 mm Makro.
Natürlich hat die Z6 auch für Videofans
einiges zu bieten. Neben 4K-Auflösung dürfen sich Filmer über Full-HD-Zeitlupen mit
120 fps sowie über einen Mikrofon- und einen
Kopfhöreranschluss freuen. Im Gegensatz zur
Z7 wird für Videobilder der komplette Sensor
verwendet, was in Verbindung mit dem tollen Bildstabilisator eine sehr hohe Bildqualität sicherstellt. Wer das Bild noch ruhiger
möchte, kann ergänzend zum mechanischen
einen elektronischen Bildstabilisator aktivieren, der das Bild allerdings etwas beschneidet.
Mess- und Laborwerte
KIT-LINSE
In der Praxis hinterlässt das
24–70 mm einen guten Eindruck. Der AF agiert schnell,
für den Transport lässt sich die
Optik zusammenschieben.
MODUS-WAHLRAD
Vielen SLR-Fotografen dürfte
das intuitiv bedienbare Modusrad auf der linken Schulter
bekannt vorkommen.
Im Labor überzeugt die Z6 mit ihrem Serienbildtempo. Insbesondere im High-SpeedModus H+ ohne Belichtungsanpassung zwischen den Aufnahmen kann sie mit 12,9 fps
bei JPEG-Aufnahmen punkten, in RAW sind
noch 9 fps möglich. Der knapp bemessene
Puffer reicht nur für 42 JPEGs oder 37 RAWs.
Die Auflösung ist gut, aber längst nicht so
hoch wie bei der Z7, übertrifft jedoch bis ISO
6.400 die Werte der Sony Alpha 7 III geringfügig. Sichtbares Rauschen tritt ab ISO 12.800
auf, die Videoqualität ist klasse. Insgesamt
schlägt sich die kleine Z gut, sie verliert
jedoch bei der Bildqualität insgesamt deutlich gegenüber der großen Schwester und
der direkten Konkurrentin Sony Alpha 7 III.
VIDEO-AUFNAHME
Diese Taste dürfte bei Z6-Jüngern oft Verwendung finden – die Kamera liefert eine
hervorragende Videoqualität.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
SCHULTER-DISPLAY
Das kleine Schulterdisplay rechts des
Suchers überzeugt mit satten Kontrasten
und einer hohen Informationsdichte.
sehr gut
sehr gut
Nikon
Z7
Preis Body / mit Objektiv (ca.) 3.900 / 4.450 Euro
sehr gut
Nikon
Z6
Sony
Alpha 7 III
2.300 / 3.050 Euro
2.300 / 3.020 Euro
6.048 x 4.042 Pixel
24,4 Millionen
CMOS / 35,9 x 23,9 mm
Nikon Z / 1-fach
/●
elektronischer Sucher
100 Prozent /
0,8-fach
3,2 Zoll / 2.100.000
Subpixel
●/●
1/8.000 - 30 s / ●
1/200 s
100 - 51.200 /
50 - 204.800
6 Presets / mit Kelvinstufen
JPEG, RAW, JPEG + RAW
2.160 / 30p
●/●/
●/●
/ /
6.000 x 4.000 Pixel
24,0 Millionen
CMOS / 35,8 x 23,9 mm
Sony E / 1-fach
●/●
elektronischer Sucher
100 Prozent /
0,78-fach
3,0 Zoll / 921.600 Subpixel
●/●
1/8.000 - 30 s / ●
1/250 s
100 - 51.200 /
50 - 204.800
3 Presets / mit Kelvinstufen
JPEG, RAW, JPEG + RAW
2.160 / 30p
●/●/
●/●
/ /
● (b/g/n/ac) /
XQD /
TECHNISCHE DATEN
Maximale Auflösung
Effektive Pixel
Sensor (Typ / Größe)
Bajonett / Crop-Faktor
Tiefpassfilter / Bildstabilisator
Sucher (Art)
Bildfeld-Abdeckung /
Vergrößerung (auf KB)
Display (Größe /
Auflösung)
Touchscreen / beweglich
Verschlusszeiten / Bulb
Kürzeste Blitzsynchronisation
ISO-Bereich (ohne /
mit Erweiterung)
Weißabgleich
8.256 x 5.504 Pixel
45,4 Millionen
CMOS / 35,9 x 23,9 mm
Nikon Z / 1-fach
/●
elektronischer Sucher
100 Prozent /
0,8-fach
3,2 Zoll / 2.100.000
Subpixel
●/●
1/8.000 - 30 s / ●
1/200 s
64 - 25.600 /
32 - 102.400
6 Presets / mit Kelvinstufen
Bildformate
JPEG, RAW, JPEG + RAW
Maximale Video-Auflösung
2.160 / 30p
Video: manuelle Blende / ISO / ● / ● /
Fokuspunkt wählbar / AF-C
●/●
Blitz integriert / Leitzahl /
/ /
Blitzsynchronanschluss
WLAN / NFC / GPS
● (b/g/n/ac) / /
Speichermedium
XQD /
(Schacht 1 / 2)
USB / HDMI-Ausgang
3.0 / mini-HDMI
Mikrofon- / Kopfhörer-Klinke ● / ●
Akkutyp / Energie /
EN-EL15 / 13,3 Wh /
Preis (ca.)
ca. 60 Euro
Gehäusematerial /
Metalllegierung / ●
abgedichtet
Abmessungen (B x H x T)
134 x 101 x 68 mm
Gewicht Body
590 g
3.0 / mini-HDMI
●/●
EN-EL15 / 13,3 Wh /
ca. 60 Euro
Metalllegierung / ●
● (b/g/n) / ● /
SDXC (UHS II) / SDXC
(UHS II)
3.0 / micro-HDMI
●/●
NP-FZ100 / 16,4 Wh /
ca. 90 Euro
Metalllegierung / ●
134 x 101 x 68 mm
684 g
127 x 96 x 74 mm
650 g
MESSWERTE (getestet mit ... )
Nikon Z 1,8/50
Zeiss Sonnar FE 2,8/35
Auflösung
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Rauschen am Monitor (VN1)
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Rauschen im Druck (VN3)
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Detailtreue
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Auflösung Video in Lp/Bh
bei niedriger / hoher ISO
Rauschen Video VN1 / VN3
Einschaltzeit mit man. Fokus
Serienbildgeschwindigkeit
RAW / JPEG
Serienbildfolge RAW / JPEG
Anzahl Bilder (min. / max.)
Anzahl Bilder Live-View
(min. / max.)
Nikon Z 1,8/35
/
2.822 / 2.812 / 2.681 /
1.988 / 1.964 / 1.937 /
1.964 / 1.941 / 1.862 /
2.511 / 2.477 / 2.336 Lp/Bh 1.903 / 1.826 / 1.747 Lp/Bh 1.860 / 1.787 / 1.784 Lp/Bh
1,0 / 1,4 / 1,6 /
1,7 / 2,0 / 2,3 VN
1,0 / 1,2 / 1,3 /
1,4 / 1,6 / 1,8 VN
0,5 / 0,7 / 0,8 /
1,0 / 1,1 / 1,5 VN
0,5 / 0,5 / 0,6 /
0,7 / 0,8 / 1,0 VN
0,5 / 0,6 / 0,6 /
0,7 / 0,7 / 0,9 VN
0,3 / 0,4 / 0,4 /
0,5 / 0,6 / 0,7 VN
96 / 90 / 89 /
89 / 90 / 81 %
89 / 88 / 87 /
83 / 82 / 83 %
91 / 91 / 96 /
93 / 92 / 92 %
1.042 / 972 Lp/Bh
1,1 / 0,9 VN
1,1 s
1.110 / 1.096 Lp/Bh
0,6 / 0,5 VN
1,3 s
1.183 / 1.164 Lp/Bh
1,0 / 0,7 VN
0,9 s
8,1 / 8,7 B/s
19 / unbegrenzt
250 / 500
9 / 12,9 B/s
37 / 42
240 / 480
9,7 / 10 B/s
40 / 172
430 / 920
300 / 600
290 / 580
540 / 1.080
Bildqualität
1,4
1,8
1,5
Ausstattung / Handling
1,3
1,3
1,3
Geschwindigkeit
2,1
2,2
1,6
Videoqualität
1,2
1,0
1,2
WERTUNG
„
Das Testurteil
Die Nikon
Z6 ist in
sehr vielen Belangen sehr durchdacht. Das exotische XQD-System
stört aber sehr.
SEBASTIAN SONNTAG, FOTOGRAF UND FREIER AUTOR
Nikon hat seine Anhänger ebenso wie
Canon lange auf seine erste Vollformat-DSLM warten lassen. Doch die lange
Entwicklungsphase hat sich gelohnt. Die
Nikon Z6 ist eine nahezu vollständig ausgereifte Kamera, die auch in vielen Details sehr
durchdacht wirkt. Zu den größten Highlights
zählen die sehr hohe – wenn auch nach
oben begrenzte – Serienbildrate sowie der
riesige Digitalsucher, der mit einer 0,8-fachen
Vergrößerung und einer Auflösung von 3,69
Millionen Pixel einen neuen Standard setzt.
Auch der gut geformte Handgriff und das
große Bajonett können überzeugen. Die
derzeit erhältlichen Optiken Z 24–70 mm
f/4 S und Z 50 mm f/1,8 S hinterließen ebenfalls einen guten Eindruck und punkten mit
ordentlicher Verarbeitung und hoher Schärfe,
die auch vom hervorragenden kamerainternen Bildstabilisator profitiert. Etwas ratlos lässt uns Nikon allerdings bei der Wahl
seines Speicherkarten-Formats zurück.
Während andere Hersteller einheitlich auf
SD-Karten setzen, verbaut Nikon einen exotischen XQD-Schacht, der teure Speicherkarten und einen speziellen Kartenleser nötig
macht. Hochzeitsfotografen dürften zudem
einen zweiten Kartenslot vermissen. Ob die
Kunden bei der Wahl des Herstellers aufgrund des Kartensystems dann doch lieber
zu Sony greifen, bleibt abzuwarten. Qualitativ lässt sich der Z6 wenig vorwerfen. Auch
Filmer dürften von der Kamera aufgrund
ihrer zahlreichen Features wie Kopfhörer-Anschluss, Full-HD-Zeitlupe und einem zusätzlichen digitalen Bildstabilisator angetan sein.
Wir sind schon jetzt gespannt auf die zweite
Generation Vollformat-DSLM.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
GESAMTWERTUNG
1,4
1,5
1,4
Testurteil
Preis/Leistung
Platzierung Bestenliste
sehr gut
gut (2,5)
4 DSLR und DSLM
(Vollformat-Sensoren)
sehr gut
gut (1,6)
8 DSLR und DSLM
(Vollformat-Sensoren)
sehr gut
gut (1,6)
5 DSLR und DSLM
(Vollformat-Sensoren)
Sucher wie Display
erstklassig, hohes
Serienbildtempo,
klasse Videofunktion
Exotisches Speichermedium, etwas knapp
bemessener Puffer
bei Serienbildern
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
93
TEST • KAMERAS
BLITZSCHUH
Ein Klappblitz sowie ein beigelegter Aufsteckblitz fehlen.
Hier setzt die GFX auf einen
Blitzschuh sowie X-Kabelanschluss. Die Synchronzeit fällt
mit 1/125 Sekunde allerdings
etwas lang aus.
Fujifilm GFX 50R (ca. 4.500 Euro)
Schnäppchen auf
den zweiten Blick
IN LABOR & PRAXIS GETESTET
Rund 4.500 Euro für eine Kamera klingen happig. Doch bei genauem Hinsehen entpuppt sich
die GFX 50R sogar als Schnäppchen. Denn so viel Bildqualität zu diesem Preis gab’s noch nie.
VON MORITZ WANKE
N
DISPLAY
Der klappbare Touchscreen auf der
Rückseite misst großzügige 3,2 Zoll
und löst mit über zwei Millionen
Subpixeln angenehm scharf auf.
ur 4.500 Euro für eine Mittelformatsuchen. Allerdings müssen Interessenten ein
sowohl bei minimaler ISO 100 sowie bei ISO
kamera – Wahnsinn! Okay, das mag
paar Kompromisse eingehen.
400. Selbst mit steigender Lichtempfindfür die meisten von uns immer noch
lichkeit bis einschließlich ISO 12.800 nehMajestätische Bildqualität
eine Menge Geld sein. Doch wenn ein Pormen weder Kantenschärfe noch Texturtreue
sche zum Preis eines Dacia angeboten wird,
Exakt 43,8 x 32,9 mm misst der majestätisch
merklich ab. Somit beeindruckt die Fujifällt das unter Schnäppchen. So auch bei der
große Sensor. Das entspricht ungefähr der
film GFX 50R gleich doppelt: Auf der einen
Fujifilm GFX 50R, die nur geringfügig teurer
1,7-fachen Kleinbild- und etwa vierfachen
Seite damit, dass Objektiv und Sensor diese
ist als die besten Kleinbild-DSLMs, aber einen
APS-C-Fläche. Die Vorteile dürften sich die
extrem hohen Werte liefern. Auf der andefast doppelt so großen Bildchip besitzt. Doch
meisten bereits denken können: Aufnahren, dass sie nicht höher liegen. Denn erfahgeschenkt wird einem bekanntlich nichts.
men zeigen eine Detailfülle, die bislang nur
rungsgemäß schärft die Signalverarbeitung
Wo ist also der Haken: Fehlt ein Sucher,
das Schwestermodell GFX 50S erreicht – was
JPEGs kräftig nach, wodurch die physikalimangelt es an Extras oder arbeitet der rieangesichts des identischen CMOS-Sensors
sche Auflösung schnell übertroffen wird.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
sige Mittelformat-Sensor nur mit halber
wenig verwundert. Faszinierend vor allem,
Die Fujifilm GFX 50R setzt dagegen den
Auflösung? Keineswegs: Die Fujifilm GFX 50R
dass die Kamera ihre physikalische AuflöFokus auf Natürlichkeit – nicht nur bei der
Nachschärfung. Auch Farben profitieren
behauptet sich als exzellentes Werkzeug für
sung exakt erreicht: 3.097 Linienpaare pro
vom großen Sensor und wirken angenehm
ambitionierte Hobby- und Profifotografen,
Bildhöhe erzielt die GFX 50R mit ihren effektiv 51 Megapixeln im 4:3-Seitenverhältnis
natürlich. Das stellt einen weiteren Vordie schlichtweg die derzeit beste Bildqualität
94
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Details und Feinheiten
BLENDENWAHL
Zur Blendenwahl besitzt
jedes GFX-Objektiv
einen entsprechenden
Ring. Eine Lock-Taste
gegen versehentliches
Verstellen wäre allerdings praktisch.
QUICK-MENÜ
Fünf frei belegbare
Funktionstasten warten auf Befehle. Wer
lieber Funktionen in
einem übersichtlichen Menü ansteuern
möchte, kann das mit
einem Tipp auf die
Q-Taste erledigen.
Das hochwertige Magnesiumgehäuse bietet allerhand Feinheiten: schnelle
Kartenschächte, diverse Direkttasten und -räder und vieles mehr.
Die GFX 50R setzt
auf zwei SD-Kartenschächte, die
beide mit flottem
UHS-II-Tempo arbeiten. Damit sind
selbst mehrere
100-MByte-Dateien
schnell abgearbeitet.
Ein Rad für die Belichtung, das andere zur
Korrektur von +/- 5
Lichtwerten. Ein ISORad fehlt? Nein, das
liegt ab Werk auf dem
Rändelrad zwischen
den beiden anderen.
Das G-Bajonett hat einen riesigen Durchmesser
von 65 mm. Zum Vergleich: Das Nikon-Z-Mount
misst 55 mm, Sonys E-Mount 46 mm.
Kleinbild vs. Mittelformat: Unterschied?
Wie schlägt sich ein Mittelformat-Sensor gegen einen BSI-CMOS-Kleinbildsensor? Qualitätsvergleich zwischen der Nikon D850 und Fujifilm GFX 50R.
VERSTECKT
Die Anschlüsse für USB Typ C,
Stromkabel und Stabauslöser befinden sich etwas versteckt auf der
Unterseite des Gehäuses.
Analyse: Im direkten Vergleich zwischen der D850 (links) und der GFX 50R (rechts) wirkt die Nikon etwas weicher
und Farben leicht knalliger. Allerdings fällt dieser Unterschied nur im direkten Vergleich auf. In der Praxis dürfte
das für die meisten Fotografen irrelevant sein. Kurzum, Mittelformat bietet sich vorrangig für Perfektionisten an.
entschädigt für die hohe Datenmenge. Allerteil des Mittelformat-Sensors dar, der vor
Von einem leichten Gepäck kann insofern
allem in der Produktfotografie Anklang findings hat diese starke Leistung auch ihre
nicht die Rede sein.
det: Da die Pixel-Elemente deutlich größer
Kehrseite: die Objektivgröße. Um die „riesige“
Griffig-großer Body
sind als bei kleineren Bildchips, liegt auch
Sensorfläche voll auszuleuchten, benötigen
die Full-Well-Kapazität (die maximale ElekOptiken an der Fujifilm GFX 50R einen entTrotz des hohen Gewichts liegt die Kombitronen-Anzahl pro Pixel) höher, wodurch
sprechend großen Lichtkreis. Selbst eine
nation aus Body und Objektiv ausgewogen
Farbtöne genauer erfasst werden.
moderat lichtstarke Festbrennweite wie das
in der Hand. Das hochwertige MagnesiumBei der GFX 50R erstrahlt nur Rot einen
GF 63 mm f/2,8 ist doppelt so groß und mit
gehäuse bringt ein Einsatzgewicht von rund
Tick zu kräftig. Hauttöne wirken dagegen
über 400 Gramm mehr als doppelt schwer
780 Gramm auf die Waage. Das klingt für
nahezu originalgetreu. Dazu serviert der
wie ein vergleichbares Kleinbild-Objektiv mit
eine DSLM recht viel, eine MittelformatkaDynamikumfang hervorragende Werte. Und
50 Millimetern. Und andere GFX-Objektive
mera geht damit als Leichtgewicht durch.
so lohnt es sich besonders, im RAW-Format
wie etwa das 32–64 mm f/4 (circa 25–50 MilZudem präsentiert sich der Body durch die
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
zu arbeiten – am besten unkomprimiert.
limeter in KB) oder das Makro 120 mm f/4
Wölbungen auf Vorder- und Rückseite angeDadurch hievt zwar jede RAF-Datei gut 117
(gut 95 Millimeter in KB) bringen sogar fast
nehm griffig. Zudem ist die GFX 50R, wie
MByte auf die Speicherkarte. Doch die ausein Kilogramm auf die Waage. Hinzu kommt
auch alle GFX-Optiken, gegen Staub und
bleibende Artefaktbildung bei nachträgliaußerdem, dass sich die vergleichsweise
Spritzwasser geschützt. Für ein Modell diechen Korrekturen von Tiefen und Lichtern
schwere Autofokus-Linse hörbar bewegt.
ser Klasse ist das keine Selbstverständlich-
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Exklusiv
auf Ihrer DVD
Die Fujifilm GFX 50R im
Labor und in der Praxis
Testfotos in allen ISO-Stufen
DVD SEITE
06
Details und Schärfe: Dem Hersteller
nach sind GFX-Objektive auf bis zu 100
MPixel ausgelegt. Entsprechend sollten
die 50 Megapixel der GFX 50R eine
leichtere Übung sein. Augenscheinlich
ist das so: Die Kantenschärfe erzielt mit
3.094 Linienpaaren pro Bildhöhe einen
bilsang unerreicht hohen Wert – vom
Schwestermodell mal abgesehen. Auch
die Detailtreue liefert mit 2.839 Linienpaaren einen neuen Rekord. Und beide
Werte fallen bis einschließlich ISO
12.800 nur wenig. Fantastisch!
Bildrauschen und Weichzeichnung:
Weichzeichnung? Fehlanzeige! Die
Fujifilm verzichtet nahezu völlig auf
Verarbeitungsschritte, die Details reduzieren würden. Dementsprechend treten in der 100-Prozent-Ansicht bereits
ab ISO 3.200 Störpixel sichtbar auf.
Allerdings handelt es sich hierbei um
monochromes und angenehm feines Rauschen, das insbesondere bei
Schwarz-Weiß-Simulationen wie Acros
sogar positiv ins Gewicht fällt.
ISO 100
ISO 800
ISO 1.600
ISO 3.200
ISO 6.400
ISO 12.800
ISO 25.600
STEREO
VIDEOMODUS
FILMSIMS
Die GFX 50R besitzt
ein eingebautes
Stereo-Mikrofon.
Da allerdings der
Autofokus hörbare
Geräusche produziert, empfiehlt sich
ein externes Mikro.
Wo wir gerade bei
Video sind: Der
Modus liegt etwas
versteckt hinter der
„Drive“-Auswahl.
Ein Crop-Faktor tritt
übrigens nicht auf.
Die insgesamt 15
Filmsimulationen
wie Provia und
Acros lassen sich
nicht nur bei Fotos,
sondern auch bei
Videos zuschalten.
ISO 102.400
keit – das gilt auch für die WLAN-Funktion
zur drahtlosen Datenübertragung und die
Fernsteuerung via Smartphone. Tipp: Aktivieren Sie in der kostenlosen Fujifilm Camera
Remote App die verkleinerte Größe von zwei
Megapixeln, sonst benötigt die Übertragung
fast über eine halbe Minute – pro Bild.
Als Selbstverständlichkeit kann man
auch die Bedienung nicht betrachten. Wer
bereits mit einer Fujifilm-X-DSLM gearbeitet
hat, kommt hier sofort zurecht. Anzahl und
Position der Tasten, Anordnung und Struktur des Menüs, ja sogar das Design erinnern
frappierend an die 1,5 Mal so große X-E3.
Das beinhaltet neben einem praktischen
Fokus-Joystick auch einen OLED-Sucher.
Bei 0,77-facher Vergrößerung sorgen die 3,6
Millionen Subpixel für ein messerscharfes
Bild. Das macht ebenso Laune wie die flüssige Darstellung. Alternativ dient der ebenso
scharfe und 3,2 Zoll große Touchscreen mit
Klappfunktion zur Motivfindung.
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Dürftiger Videomodus
Der berührungsempfindliche Bildschirm
dürfte vor allem Filmer freuen – der Videomodus dagegen eher weniger. Ja, die GFX
96
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gut
50R kann filmen und besitzt darüber hinaus sogar einen 3,5er-Klinkeneingang für ein
Mikrofon. Allerdings erscheint Full HD mit
30 Bildern pro Sekunde kaum zeitgemäß.
Fürs Filmen eignet sich die GFX 50R somit
nur eingeschränkt – was auch für die Sportfotografie gilt. Gerade mal drei Bilder pro
Sekunde schafft die träge Serienaufnahme.
Hinzu kommt die sehr kurze Serienlänge von
nur sechs verlustfrei komprimierten RAWs –
trotz zweier SD-Kartenschächte mit UHS-IITempo, wodurch die Datenmenge innerhalb
weniger Sekunden abgearbeitet ist. Die 100
JPEGs pro Serie trösten immerhin ein wenig,
ändern aber nichts am trägen Serientempo.
Zumindest der Autofokus arbeitet vergleichsweise zügig. Bei kontinuierlicher Nachführung sitzt die Schärfe in den meisten Fällen,
gelegentlich zeigt sich eine Neigung zum
Pumpen. Da ist zum Beispiel die X-T3 besser.
Teures Zubehör
Auch bei der Akkulaufzeit liegt die GFX 50R
unter dem Durchschnitt: Zwischen 270 und
530 Auslösungen oder 157 Videominuten hält
der recht voluminöse Akku durch. Das Laden
via USB-Typ-C-Schnittstelle hat Fujifilm nicht
im Angebot. Zumindest ein weiterer Akku ist
also unverzichtbar. Für Aufnahmen im Studio bietet sich das Netzteil AC-15V an. Ein
Schnäppchen ist es mit rund 120 Euro allerdings nicht, ebenso wenig wie der Ersatzakku
NP-T125 für rund 140 Euro.
Aber ein Sonderangebot ist ja schon die
Kamera selbst: Die Fujifilm GFX 50R bietet
unvergleichlich viel Bildqualität fürs Geld.
Eine Mittelformatkamera für unter 5.000 Euro
war bis vor Kurzem kaum denkbar. Allerdings
richtet sich die GFX-Serie vorrangig an Fotografen statt Videografen. Wen das genauso
wenig stört wie das hohe Objektivgewicht
und der dennoch saftige Anschaffungspreis,
bekommt mit der Fujifilm GFX 50R eine der
besten Fotokameras.
„
Bildgewaltige
DSLM mit Tempound Videoschwächen zum hohen,
aber fairen Preis.“
MORITZ WANKE, CHEFREDAKTEUR
Klasse Bildqualität bis
in hohe ISO-Bereiche,
sehr kompakt für eine
MF-Kamera, fairer Preis
Langsame Serienaufnahme, Videomodus
nur rudimentär, AF-C
pumpt teilweise
Fujifilm
GFX 50S
Preis Body / mit Objektiv (ca.) 5.800 Euro / n. v.
Sony Alpha 7R III Direkt nach dem GFX-Duo
folgt in puncto Bildqualität die Sony. Preis und
Gewicht liegen deutlich unter der Fujifilm.
sehr gut
Fujifilm
GFX 50R
Sony
Alpha 7R III
4.500 Euro / n. v.
3.300 Euro / n. v.
7.952 x 5.304 Pixel
42,2 Millionen
CMOS / 35,9 x 24,0 mm
Sony E / 1-fach
TECHNISCHE DATEN
Maximale Auflösung
Effektive Pixel
Sensor (Typ / Größe)
Bajonett / Crop-Faktor
8.256 x 6.192 Pixel
51,1 Millionen
CMOS / 43,8 x 32,9 mm
Fujifilm G Mount /
0,79-fach
Tiefpassfilter / Bildstabilisator
/
Sucher (Art)
elektronischer Sucher
Bildfeld-Abdeckung /
100 Prozent /
Vergrößerung (auf KB)
0,85-fach
Display (Größe /
3,2 Zoll / 2.360.000
Auflösung)
Subpixel
Touchscreen / beweglich
●/●
Verschlusszeiten / Bulb
1/16.000–4 s / ●
Kürzeste Blitzsynchronisation 1/125 s
ISO-Bereich (ohne /
100–12.800 /
mit Erweiterung)
50–102.400
Weißabgleich
3 Presets / mit Kelvinstufen
Bildformate
JPEG, RAW, JPEG + RAW
Maximale Video-Auflösung
1.080 / 30p
Video: manuelle Blende / ISO / ● / ● /
Fokuspunkt wählbar / AF-C
●/●
Blitz integriert / Leitzahl /
(8) / /
Blitzsynchronanschluss
●
WLAN / NFC / GPS
● (b/g/n) / /
Speichermedium
SDXC (UHS II) / SDXC
(Schacht 1 / 2)
(UHS II)
USB / HDMI-Ausgang
3.0 / Micro-HDMI
Mikrofon- / Kopfhörer-Klinke ● / ●
Akkutyp / Energie /
NP-T125 / 13,5 Wh /
Preis (ca.)
140 Euro
Gehäusematerial /
Metalllegierung / ●
abgedichtet
Abmessungen (B x H x T)
148 x 94 x 91 mm
Gewicht Body
825 g
8.256 x 6.192 Pixel
51,1 Millionen
CMOS / 43,8 x 32,9 mm
Fujifilm G Mount /
0,79-fach
/
elektronischer Sucher
100 Prozent /
0,77-fach
3,2 Zoll / 2.360.000
Subpixel
●/●
1/16.000–4 s / ●
1/125 s
100–12.800 /
50–102.400
3 Presets / mit Kelvinstufen
JPEG, RAW, JPEG + RAW
1.080 / 30p
●/●/
/●
/ /
●
● (b/g/n) / /
SDXC (UHS II) / SDXC
(UHS II)
3.1 / Micro-HDMI
●/
NP-T125 / 13,5 Wh /
140 Euro
Metalllegierung / ●
/●
elektronischer Sucher
100 Prozent /
0,78-fach
3,0 Zoll / 1.440.000
Subpixel
●/●
1/8.000–30 s / ●
1/250 s
100–32.000 /
50–102.400
3 Presets / mit Kelvinstufen
JPEG, RAW, JPEG + RAW
2.160 / 30p
●/●/
●/●
/ /
●
● (b/g/n) / ● /
SDXC (UHS II) / SDXC
(UHS II)
3.0 / Micro-HDMI
●/●
NP-FZ100 / 16,4 Wh /
90 Euro
Metalllegierung / ●
161 x 97 x 66 mm
772 g
127 x 96 x 74 mm
657 g
MESSWERTE (getestet mit ... )
Fujifilm 2,8/63 GF R WR
Fujinon GF 2,8/63
Zeiss Sonnar FE 2,8/35
3.081 / 3.060 / 2.950 /
2.936 / 2.935 / 2.930
Lp/Bh
3.097 / 3.097 / 2.923 /
2.594 / 2.458 / 2.510 /
2.951 / 2.917 / 2.944 Lp/Bh 2.365 / 2.393 / 2.317 Lp/Bh
0,9 / 1,2 / 1,5 /
1,8 / 1,8 / 2,6 VN
0,9 / 1,3 / 1,5 /
1,8 / 2,0 / 2,6 VN
1,0 / 1,0 / 1,2 /
1,3 / 1,5 / 1,9 VN
0,4 / 0,5 / 0,6 /
0,6 / 0,6 / 0,8 VN
0,3 / 0,4 / 0,5 /
0,6 / 0,6 / 0,7 VN
0,5 / 0,5 / 0,6 /
0,6 / 0,6 / 0,8 VN
93 / 93 / 90 /
90 / 89 / 90 %
92 / 88 / 92 /
89 / 87 / 86 %
100 / 100 / 100 /
100 / 100 / 100 %
527 / 528 Lp/Bh
0,9 / 0,9 VN
1,1 s
526 / 527 Lp/Bh
0,6 / 0,6 VN
1,2 s
1.110 / 1.100 Lp/Bh
1,4 / 0,9 VN
0,9 s
3 / 3 B/s
13 / unbegrenzt
280 / 560
2,9 / 3 B/s
6 / 100
270 / 540
9 / 10 B/s
30 / 81
420 / 770
270 / 540
270 / 530
510 / 940
Bildqualität
1,0
1,0
1,2
Ausstattung / Handling
1,5
1,3
1,1
Geschwindigkeit
2,7
2,9
1,8
Videoqualität
3,0
2,7
1,2
Auflösung
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Rauschen am Monitor (VN1)
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Rauschen im Druck (VN3)
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Detailtreue
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Auflösung Video in Lp/Bh
bei niedriger / hoher ISO
Rauschen Video VN1 / VN3
Einschaltzeit mit man. Fokus
Serienbildgeschwindigkeit
RAW / JPEG
Serienbildfolge RAW / JPEG
Anzahl Bilder (min. / max.)
Anzahl Bilder Live-View
(min. / max.)
WERTUNG
GESAMTWERTUNG
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
1,6
ALTERNATIVE
sehr gut
Testurteil
Preis/Leistung
Platzierung Bestenliste
gut
befriedigend
(3,4)
10 DSLR und DSLM
(Vollformat-Sensoren)
1,5
1,2
sehr gut
befriedigend
(2,9)
sehr gut
8 DSLR und DSLM
(Vollformat-Sensoren)
sehr gut (1,3)
1 DSLR und DSLM
(Vollformat-Sensoren)
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
97
TEST • KAMERAS
Vollformat
MFT/APS-C
Kompakte
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Seite 100
Seite 103
FOTO: IZUSEK/GETTY IMAGES
Digitalkameras
für Filmer
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
Die Videofunktion
ist längst ein fester Bestandteil
jeder Digitalkamera. Mit
hochauflösenden Cinema-4K- und Ultra-HD-Videos, Zeitlupen in Full HD und
weiteren Profi-Funktionen legen sich die Hersteller mächtig ins Zeug.
VON THOMAS PROBST
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CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Nikon D850
ca. 3.750 Euro
Beste Video-DSLR mit
einer Top-Ausstattung
N
ikon ist mit der D850 nicht nur eine
erstklassige Foto-DSLR gelungen – das
Profi-Spiegelreflexmodell setzt auch
Maßstäbe im Videobereich. Den Bestwert in
der Video-Wertung unter allen Kleinbildkameras verdient sich die D850 mit einer sehr guten
Video-Bildqualität, vielen Aufnahmefunktionen und einer umfangreichen Ausstattung.
Tolles Rundum-Paket
beweglichen Motiven per Objektverfolgung
im AF-C-Modus nachzuführen. Wer lieber
mit manuellem Fokus arbeitet, findet in der
Funktion Focus-Peaking eine Einstellung, die
scharfe Kanten farblich auf dem Display hervorhebt. Damit auch der Sound optimal passt,
kann die D850 mit zwei Klinkenanschlüssen
für ein externes Mikrofon und einen Kopfhörer aufwarten. Über den HDMI-Ausgang lässt
„
Die maximale Video-Auflösung liegt bei
3.840 x 2.160 Pixeln und entspricht damit
dem Ultra-HD-Standard. Für eine flüssige
Wiedergabe zeichnet die DSLR mit 30 Vollbildern in der Sekunde auf. Die gute Nachricht für alle Kreativen: Nikon ermöglicht
eine umfassende Kontrolle über alle wichtisich das Videobild auch auf einem externen
gen Aufnahme-Einstellungen. Im manuellen
Monitor betrachten. Ein echtes Highlight hat
Modus können sowohl die Verschlusszeit als
die Nikon zusätzlich im Full-HD-Modus zu bieauch die Blende individuell geregelt werten: Hier können Filmer Zeitlupen mit bis zu
den. Natürlich lässt sich auch die ISO-Emp120 Bildern in der Sekunde aufzeichnen.
findlichkeit an die Aufnahmebedingungen
Viele Details, geringes Rauschen
anpassen. Um ein Ausfressen der Lichter zu
vermeiden, können Videografen mit einer
Der mit 45 Megapixel hochauflösende Kleinlichterbetonten Messung arbeiten, die sich
bildsensor erreicht im Testlabor mit bis zu
für die Belichtung an den hellsten Bildbe955 Linienpaaren pro Bildhöhe eine ausreichen orientiert. Und auch das Anzeigen
gezeichnete Video-Auflösungsmessung.
von Überbelichtungen auf dem Display als
Dazu überzeugt die D850 mit einer sehr
schraffierte Flächen ist möglich – ebenso wie
guten Detailwiedergabe und einem niedridas Einblenden eines Histogramms.
gen Rauschen bei geringem Lichtangebot.
Das UHD-Bildmaterial erfüllt damit proApropos Display: Der klappbare, 3,2 Zoll
fessionelle Ansprüche. Timelapse-Videos
große Monitor lässt sich für Aufnahmen aus
sind sogar noch höher aufgelöst. Hier fügt
niedriger Position bequem nach oben klapdie Kamera 8K-Bilder automatisch zu einem
pen. Zudem ist er mit einer Touchfunktion
Video zusammen.
ausgestattet, die es dem Filmer ermöglicht,
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
den Fokuspunkt während der laufenden AufHohe Bildqualität, 8K-Timelapse,
nahme geräuschlos auf einen anderen Bereich
Touchdisplay, Kopfhörer-Anschluss
im Bild zu verlegen. Der Autofokus arbeitet
dabei sehr flüssig, ohne störend herumzusuAkku erlaubt nur 114 Minuten,
chen. Er ist sogar in der Lage, die Schärfe bei
kein Bildstabilisator
Die Nikon D850 bringt
alles mit, was sich
Filmer wünschen können.
Sony Alpha 7R III
ca. 3.300 Euro
Profi-Qualität zum
kleineren Preis
Sonys Alpha 7R III ist im Videobereich in vielerlei Hinsicht ähnlich aufgestellt wie die
Nikon D850. Sie zeichnet in Ultra-HD-Auflösung mit 3.840 x 2.160 Pixeln auf. Auch die
Zeitlupen-Videos in Full HD gehören zum
Repertoire der spiegellosen Top-DSLM. Alle
wichtigen Aufnahme-Einstellungen von der
Verschlusszeit über die Blende bis hin zum
ISO-Bereich können jederzeit individuell verändert werden. Dazu kommen wichtige Hilfestellungen wie die Zebra- und die Histogramm-Anzeige, aber auch Fokus-Peaking.
Was den Autofokus betrifft, hat die Sony im
direkten Vergleich die Nase vorn. Während
Nikons D850 lediglich mit einem Kontrast-AF
arbeitet, hat Sony den Kontrast-AF mit einem
Phasen-Autofokus kombiniert. Auf diese
Weise stellt die Sony wesentlich schneller
scharf. Das AF-Feld kann dank der Touchfunktion des klappbaren Monitors verschoben
werden. Auch die Objektverfolgung klappt
flüssig. Ein Highlight ist die ebenfalls sehr
gute Augen-Fokussierung. Die Sony kann
zwar keine 8K-Timelapse-Videos aufzeichnen,
dafür bieten die Gammakurven S-Log2 und
S-Log3 viele Möglichkeiten für Farbkorrekturen in der Video-Nachbearbeitung. Zusätzlich
wurde ein sogenanntes Hybrid Log-Gamma
(HLG) integriert, um eine flüssige Wiedergabe
von HDR-Aufnahmen auf einem HDR-fähigen
Fernseher zu ermöglich. Bleibt noch der sensorbasierte Bildstabilisator der Alpha 7R III. Er
gleicht Bewegungen auf fünf Achsen aus und
lässt um bis zu 5,5 Blendenstufen längere
Verschlusszeiten zu. Und die Bildqualität? Die
Kantenschärfe erreicht sehr gute 1.110 Linienpaare pro Bildhöhe. Auch die Detailschärfe
ist erstklassig. Nur das Bildrauschen fällt bei
Lowlight etwas höher aus als bei der D850.
Schneller Hybrid-AF, Stabilisierung am
Sensor, erstklassige Schärfeleistung
Rauscht bei Lowlight etwas
stärker als die Nikon D850
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
99
damit weniger störend als bei der GH5. Und
so kommt die GH5S bei der visuellen Bewertung auf die etwas besseren Noten, und das
vor allem bei ISO 6.400. Erfreulich ist zudem
die sichtbar bessere Detailtreue der Spezialistin mit dem S am Ende. Bei der visuellen Kontrolle zeigen die Bilder zwischen ISO 1.600 und
6.400 mehr Konturen und Details als beim
höher auflösenden Schwestermodell.
Top-Ausstattung mit einem Manko
Panasonic GH5S
ca. 2.400 Euro
Die Spezialistin
bei wenig Licht
E
s ist eher die Ausnahme, dass bei einer
Kamera die Video-Funktion im Vordergrund steht. Bei der Panasonic GH5S ist
genau das der Fall. Das Micro-Four-ThirdsModell richtet sich gezielt an professionelle
Filmer und hat dem Schwestermodell GH5
eine besondere Fähigkeit voraus. Durch die
Reduzierung der Auflösung auf nur noch
zehn Megapixel avanciert die GH5S zu einer
Top-Video-DSLM im Lowlight-Bereich.
Die Nischen-Kamera
ISO-Bereiche zugeschnitten sind. Der eine
Schaltkreis wird aktiv, wenn mit ISO-Empfindlichkeiten zwischen ISO 160 und ISO 800
gearbeitet wird. Der zweite Schaltkreis tritt
im Bereich ISO 800–51.200 in Aktion. Im Test
ist die Verbesserung zwar sichtbar, allerdings nur bedingt messbar. Von den reinen
Messwerten her liegen die GH5 und die GH5S
beim Rauschen in etwa gleichauf. Im höheren
ISO-Bereich um die ISO 6.400 ist der Wert der
GH5S sogar leicht schlechter. Was die Charakteristik der Videobilder angeht, zeigt sich
etwas, das für Filmer am Ende entscheidender sein wird: Bei genauer Betrachtung wirkt
das Bildrauschen insgesamt feinkörniger und
Im Vergleich zur GH5 hat Panasonic bei
den Videofunktionen noch eine Schippe
draufgelegt. Die GH5S filmt Videos in Cinema-4K-Auflösung (4.096 x 2.160 Pixeln) – und
das nicht nur mit 30, sondern sogar mit 60
Vollbildern in der Sekunde. Darüber hinaus hat der Hersteller die Begrenzung der
Aufnahmezeit aufgehoben. Üblicherweise
ist nach 30 Minuten Schluss. Mit der GH5S
ist man dagegen nur noch durch die Speicherkarte und den Akku limitiert. Apropos
Speicherkarte: Hier unterstützt die GH5S die
schnellen Karten des UHS-II-Standards.
Neben der C4K-Auflösung stehen außerdem Ultra HD und Full HD zur Wahl. In
Full HD sind sogar Zeitlupenaufnahmen mit
einer Bildrate von bis zu 240 Bildern pro
Sekunde möglich. Das entspricht einer um
rund das Zehnfache geringeren Geschwindigkeit. Für höchste Qualität können flexible
Datenraten von bis zu 400 MBit eingestellt
„
Mit C4K-Auflösung bei
60p gehört die GH5S
zu den Profi-Video-DSLMs.
Nur zehn Megapixel? Viele Fotografen werden verwundert den Kopf schütteln. Tatsächlich ist es mutig, zu Zeiten stetig steigender
Sensorauflösungen einen solchen Schritt zu
wagen. Die GH5S bedient damit eine Nische,
in der auch Sonys Alpha 7S II mit ebenfalls
reduzierter Auflösung zu finden ist. Doch
weshalb lohnt es sich, die Auflösung absichtlich zu beschneiden? Ganz einfach: Durch die
geringere Anzahl von Pixeln auf der gleichen
Sensorfläche, die auch dem Schwestermodell
GH5 mit 20 Megapixeln zur Verfügung steht,
konnte Panasonic den Pixeldurchmesser
erhöhen. Größere Pixel mit größeren Microlinsen nehmen wiederum mehr Licht auf und
ermöglich damit ein im Vergleich geringeres Bildrauschen. Diese Verbesserung ist vor
allem deswegen wichtig, weil Panasonic die
GH5S in erster Linie auf Videografen ausgerichtet hat, die häufig bei schwachem Umgebungslicht arbeiten. In solchen Fällen ist es
entscheidend, dass das gefilmte Bildmaterial
auch bei höheren ISO-Empfindlichkeiten eine
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
gute Qualität aufweist.
Um hier nichts dem Zufall zu überlassen, setzt Panasonic in der GH5S nicht nur
auf einen, sondern gleich auf zwei sepaPanasonic Lumix GH5S mit Lumix-Leica 42,5 mm f/1,2 | 85 mm (KB) | f/1,2 | 1/100 Sek. | ISO 5.000
Nachtkönigin: Sogar bei sehr hohen Lichtempfindlichkeitsstufen punktet die Lumix GH5S mit angenehm niedrigem Rauschen.
rate Schaltkreise, die auf unterschiedliche
100
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
werden. Ebenfalls mit dabei: Ein All-Intra-Aufnahmemodus für kontinuierliche
Vollbilder, um das Videomaterial später
besser nachbearbeiten zu können.
Auch die weitere Ausstattung lässt
keinen Zweifel an der professionellen Ausrichtung der GH5S. So stellt Panasonic
eine 4:2:2-Abtastung plus einen 10-BitFarbraum zur Verfügung. 10 Bit ermöglichen eine bessere Abstufung der Farben
im Vergleich zu 8 Bit. Wer nicht über den
klapp- und schwenkbaren Touchmonitor
arbeiten möchte, kann das 10-Bit-Material aufnehmen und zugleich auf einem
externen Videomotor ausspielen. Dazu
kommen eine Hybrid-Log-Gamma-Funktion, um HDR-Bildmaterial darstellen zu
können, sowie die V-Log-L-Funktion, um
Bilder mit einem möglichst großen Dynamikumfang aufzuzeichnen. Das erleichtert die Nachbearbeitung. Wer mit mehr
als einer GH5S arbeitet, wird die Timecode-Aufnahme zu schätzen wissen. So
lässt sich das Material aus mehreren
Kameras hinterher schneller synchronisieren. Damit die Sequenzen auch einen
professionellen Sound mitbringen, wurden zwei 3,5-mm-Klinkenstecker verbaut.
Einer für den Mikrofoneingang, ein weiterer für den Kopfhörerausgang.
Nach so viel Lob bleibt ein Ausstattungspunkt zu nennen, dessen Fehlen
häufig als großes Manko gegenüber der
GH5 gesehen wird: Panasonic verzichtet
in der GH5S auf einen am Sensor verbauten Bildstabilisator. Auch bei uns
kassiert die GH5S dafür Punktabzüge in
puncto Ausstattung.
Schneller und flüssiger AF
Panasonic setzt auch in der GH5S auf
seinen sehr schnellen Kontrastautofokus.
Bei Schwachlicht beträgt die Auslöseverzögerung nur 0,12 Sekunden. Das AF-Feld
kann im Foto- wie auch im Videomodus
direkt auf dem Touchscreen per Finger
an die gewünschte Stelle versetzt werden. So lassen sich auch Schärfeverlagerungen während der Filmaufnahme
umsetzen. Soll dagegen manuell scharf
gestellt werden, so sind die Display-Lupe
für eine digitale Vergrößerung wie auch
die integrierte Focus-Peaking-Funktion
eine nützliche Hilfe. Ist Focus-Peaking
aktiviert, werden harte Kanten farblich
hervorgehoben. Je deutlicher die Farbe,
desto schärfer das Bild.
Panasonic GX80
ca. 450 Euro
Fujifilm X-T3
ca. 1.550 Euro
Eine Bildqualität
ähnlich der GH5,
nur günstiger
Neuer Platz 1 der
Video-DSLMs mit
APS-C-Sensor
Wer auf die professionellen Extra-Funktionen einer GH5 und einer GH5S verzichten kann und sich einfach Videos in
hoher Ultra-HD-Auflösung zu einem kleinen Preis wünscht, findet in der Panasonic GX80 eine leistungsstarke Alternative.
Die DSLM im handlichen Gehäuse zeigt im
Labortest eine erstklassige Video-Bildqualität, die sehr nahe an die Leistung einer
Panasonic GH5 heranreicht. Die Schärfe
des UHD-Materials ist top, die Detailtreue
ebenfalls, und beim Rauschen schneidet
die GX80 sogar einen kleinen Tick besser ab. Das ist bemerkenswert, wenn man
bedenkt, dass sie nur rund 450 Euro kostet. Auch bei der sonstigen Video-Ausstattung zeigt sich Panasonic spendabel:
Die GX80 ist mit einem klappbaren Monitor mit Touchfunktion ausgerüstet. Damit
lässt sich das Fokusfeld auch während der
Videoaufnahme an jede beliebige Stelle
im Bild versetzen. Die GX80 ist außerdem
in der Lage, die Schärfe im Video-Modus
kontinuierlich nachzuziehen. Darüber hinaus wird auch die Verfolgung von beweglichen Objekten unterstützt. Als weiteres
Highlight sticht der beweglich gelagerte
Four-Thirds-Bildsensor heraus. Er arbeitet mit der optischen Stabilisierung der
Objektive zusammen und kann bis zu fünf
Achsen ausgleichen. Bei der Belichtung
erhalten Filmer die volle Kontrolle über
die Verschlusszeit, die Blende und die
ISO-Empfindlichkeit. Ein einblendbares
Histogramm sowie eine Zebra-Funktion
helfen dabei, die Belichtung stets unter
Kontrolle zu halten.
Die Fujifilm X-T3 macht der Konkurrenz
ordentlich Dampf. Sie ist nicht nur die
neue Nummer eins unter allen DSLMs und
DSLRs mit Sensoren bis zum APS-C-Format, sondern gleichzeitig auch die beste
Video-DSLM mit einem APS-C-Sensor. Sie
filmt Videos in hoher Cinema-4K-Auflösung mit 60 Vollbildern in der Sekunde
und speichert das Material mit einer
4:2:0-Abtastung und 10 Bit direkt auf der
eingesetzten SD-Speicherkarte. Die X-T3
besitzt gleich zwei SD-Kartenschächte,
die beide den schnellen UHS-II-Standard
unterstützen. Auch eine 4:2:2-Abtastung
mit 10 Bit ist möglich – in diesem Fall per
Ausgabe via HDMI auf ein externes Aufnahmegerät. Die Video-Bildqualität überzeugt mit einer hohen Kantenschärfe,
einer sehr guten Detailtreue und einem
niedrigen Rauschen. Neben dem üblichen
H.264-Codec steht zusätzlich der platzsparendere H.265-Codec zur Verfügung.
Für Aufnahmen von schnellen Bewegungen hat Fujifilm den häufig auftretenden
Rolling-Shutter-Effekt auf kurze zehn Millisekunden reduziert, die in der Praxis kaum
noch wahrzunehmen sind. Wer sich eine
leichte Zeitlupe wünscht, kann in den FullHD-Modus wechseln und mit 120 Bildern
pro Sekunde aufnehmen. So gut das alles
klingt, so gibt es dennoch einen kleinen
Haken. Die X-T3 nimmt das 4K-Material bei
60p mit einem Crop-Faktor von 1,18 auf. Bei
Weitwinkel-Objektiven geht somit etwas
vom breiten Bildwinkel verloren. Für Audioaufnahmen stehen Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer zur Verfügung.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
C4K mit 60p, Zeitlupen, 10 Bit,
schneller AF, gute Bildqualität
Preis, Bildstabilisator, sehr gute
Video-Bildqualität, Touchfunktion
C4K mit 60p, klasse Bildqualität,
UHS-II-kompatibel, Zeitlupen
Kein Bildstabilisator, für Fotos ist
die Kamera eher uninteressant
Gehäuse nicht abgedichtet, kein
Mikrofon-/Kopfhörer-Anschluss
C4K/60p nur mit einem Crop-Faktor, kein Bildstabilisator am Sensor
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
101
DSLRs/DSLMs im Überblick
Nikon
D850
Sony
Alpha 7R III
Panasonic
Lumix DC-GH5S
Panasonic
Lumix DMC-GX80
Fujifilm
X-T3
3.750 Euro / n.v.
3.300 Euro / n. v.
2.400 Euro / n. v.
450 / 500 Euro
1.550 / 1.900 Euro
Maximale Auflösung
Effektive Pixel
Sensor (Typ / Größe)
Bajonett / Crop-Faktor
Tiefpassfilter / Bildstabilisator
Sucher (Art)
Bildfeld-Abdeckung /
Vergrößerung (auf KB)
Display (Größe / Auflösung)
Touchscreen / beweglich
Verschlusszeiten / Bulb
Kürzeste Blitzsynchronisation
ISO-Bereich
(ohne / mit Erweiterung)
Weißabgleich
Bildformate
Maximale Video-Auflösung
Video: manuelle Blende / ISO /
Fokuspunkt wählbar / AF-C
Blitz integriert / Leitzahl /
Blitzsynchronanschluss
WLAN / NFC / GPS
Speichermedium (Schacht 1 / 2)
USB / HDMI-Ausgang
Mikrofon- / Kopfhörer-Klinke
Akku-Typ / Energie /
Preis (ca.)
Gehäusematerial / abgedichtet
Abmessungen (B x H x T)
Gewicht Body
8.256 x 5.504 Pixel
45,4 Millionen
CMOS / 35,9 x 23,9 mm
Nikon F / 1-fach
/
optischer Sucher
100 Prozent /
0,75-fach
3,2 Zoll / 2.359.000 Subpixel
●/●
1/8.000–30 s / ●
1/250 s
64–25.600 /
32–102.400
6 Presets / mit Kelvinstufen
JPEG, RAW, JPEG + RAW
2.160 / 30p
●/●/
●/●
/ /
●
● (b/g) / /
XQD / SDXC (UHS II)
3.0 / Mini-HDMI
●/●
EN-EL15a / 13,3 Wh /
60 Euro
Metalllegierung / ●
146 x 124 x 79 mm
999 g
7.952 x 5.304 Pixel
42,2 Millionen
CMOS / 35,9 x 24,0 mm
Sony E / 1-fach
/●
elektronischer Sucher
100 Prozent /
0,78-fach
3,0 Zoll / 1.440.000 Subpixel
●/●
1/8.000–30 s / ●
1/250 s
100–32.000 /
50–102.400
3 Presets / mit Kelvinstufen
JPEG, RAW, JPEG + RAW
2.160 / 30p
●/●/
●/●
/ /
●
● (b/g) / ● /
SDXC (UHS II) / SDXC (UHS II)
3.0 / Micro-HDMI
●/●
NP-FZ100 / 16,4 Wh /
90 Euro
Metalllegierung / ●
127 x 96 x 74 mm
657 g
3.680 x 2.760 Pixel
10,2 Millionen
NMOS / 17,3 x 13,0 mm
MFT / 2-fach
/●
elektronischer Sucher
100 Prozent /
0,76-fach
3,2 Zoll / 1.620.000 Subpixel
●/●
1/16.000–60 s / ●
1/250 s
160–51.200 /
80–204.800
4 Presets / mit Kelvinstufen
JPEG, RAW, JPEG + RAW
2.160 / 60p
●/●/
●/●
/ /
●
● (b/g) / /
SDXC (UHS II) / SDXC (UHS II)
3.0 / HDMI
●/●
DMW-BLF19E / 13,4 Wh /
65 Euro
Metalllegierung / ●
139 x 98 x 87 mm
661 g
4.592 x 3.448 Pixel
15,8 Millionen
MOS / 17,3 x 13,0 mm
MFT / 2-fach
/●
elektronischer Sucher
100 Prozent /
0,7-fach
3,0 Zoll / 1.040.000 Subpixel
●/●
1/16.000–60 s / ●
1/160 s
200–25.600 /
100–25.600
4 Presets / mit Kelvinstufen
JPEG, RAW, JPEG + RAW
2.160 / 25p
●/●/
●/●
●/6/
● (b/g) / /
SDXC /
2.0 / Micro-HDMI
/
DMW-BLG10E / 7,4 Wh /
50 Euro
Polykarbonat /
122 x 71 x 44 mm
426 g
6.240 x 4.160 Pixel
26,0 Millionen
CMOS / 23,5 x 15,6 mm
Fujifilm X / 1,5-fach
/
elektronischer Sucher
100 Prozent /
0,75-fach
3,0 Zoll / 1.040.000 Subpixel
●/●
1/32.000–30 s / ●
1/250 s
160–12.800 /
80–51.200
3 Presets / mit Kelvinstufen
JPEG, RAW, JPEG + RAW
2.160 / 60p
●/●/
●/●
(8) / 8 /
●
● (b/g) / /
SDXC (UHS II) / SDXC (UHS II)
3.0 / Micro-HDMI
●/●
NP-W126S / 9,1 Wh /
45 Euro
Metalllegierung / ●
133 x 93 x 59 mm
545 g
MESSWERTE (getestet mit ...)
Nikon AF-S 2,8/105
Zeiss Sonnar FE 2,8/35
Leica DG Noctigon 1,2/42,5 ASPH
Panasonic Lumix 1,7/20
Fujifilm XF 1,4/35
2.591 / 2.389 / 2.299 /
2.240 / 2.215 / 2.081 Lp/Bh
2.594 / 2.458 / 2.510 /
2.365 / 2.393 / 2.317 Lp/Bh
1.304 / 1.285 / 1.262 /
1.247 / 1.221 / 1.156 Lp/Bh
1.784 / 1.742 / 1.746 /
1.682 / 1.662 / 1.650 Lp/Bh
2.246 / 2.254 / 2.015 /
1.983 / 1.980 / 1.977 Lp/Bh
1,0 / 1,3 / 1,6 /
1,9 / 2,0 / 2,6 VN
1,0 / 1,0 / 1,2 /
1,3 / 1,5 / 1,9 VN
1,1 / 1,3 / 1,5 /
1,6 / 1,9 / 2,1 VN
0,7 / 0,9 / 1,2 /
1,6 / 1,6 / 1,9 VN
1,1 / 1,3 / 1,7 /
1,9 / 1,9 / 2,5 VN
0,4 / 0,4 / 0,5 /
0,6 / 0,7 / 0,9 VN
0,5 / 0,5 / 0,6 /
0,6 / 0,6 / 0,8 VN
0,7 / 0,8 / 0,9 /
0,9 / 1,3 / 1,5 VN
0,6 / 0,6 / 0,7 /
1,0 / 1,0 / 1,1 VN
0,4 / 0,5 / 0,7 /
0,8 / 0,7 / 1,0 VN
81 / 87 / 88 /
86 / 81 / 79 %
100 / 100 / 100 /
100 / 100 / 100 %
91 / 95 / 95 /
93 / 93 / 94 %
85 / 82 / 83 /
83 / 83 / 82 %
72 / 75 / 78 /
81 / 76 / 77 %
955 / 920 Lp/Bh
0,7 / 0,5 VN
0,2 s
1.110 / 1.100 Lp/Bh
1,4 / 0,9 VN
0,9 s
1.020 / 982 Lp/Bh
1,4 / 0,8 VN
0,9 s
1.112 / 1.078 Lp/Bh
1,2 / 0,8 VN
1,0 s
1.296 / 1.296 Lp/Bh
1,2 / 0,8 VN
1,2 s
7 / 7 B/s
21 / unbegrenzt
2.280 / 2.350
9 / 10 B/s
30 / 81
420 / 770
13,1 / 11,6 B/s
96 / unbegrenzt
330 / 670
10,7 / 10,7 B/s
44 / unbegrenzt
210 / 440
20 / 20 B/s
35 / 79
270 / 520
230 / 450
510 / 940
350 / 700
220 / 460
280 / 540
Preis Body / mit Objektiv (ca.)
TECHNISCHE DATEN
Auflösung
bei ISO min / 400 / 800/
1.600 / 3.200 / 6.400 (1)
Rauschen am Monitor (VN1)
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400 (2)
Rauschen im Druck (VN3)
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400 (3)
Detailtreue
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400 (4)
Auflösung Video
bei niedriger / hoher ISO (5)
Rauschen Video VN1 / VN3 (6)
Einschaltzeit mit man. Fokus
Serienbildgeschwindigkeit
RAW / JPEG
Serienbildfolge RAW / JPEG
Anzahl Bilder (min. / max.)
Anzahl Bilder Live-View
(min. / max.)
WERTUNG
Bildqualität
1,7
1,2
1,7
1,6
1,1
Ausstattung / Handling
1,1
1,1
1,0
2,0
1,2
Geschwindigkeit
1,6
1,8
1,3
1,5
1,3
Videoqualität
1,1
1,2
1,0
1,1
1,2
GESAMTWERTUNG
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
1,3
1,2
1,3
1,6
Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
gut (2,4)
Platzierung Bestenliste
102
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
3 DSLR und DSLM
(Vollformat-Sensoren)
1,2
sehr gut
sehr gut
gut
sehr gut
sehr gut (1,3)
befriedigend
(3,4)
sehr gut (1,0)
gut (2,4)
1 DSLR und DSLM
(Vollformat-Sensoren)
4 DSLR und DSLM
14 DSLR und DSLM
1 DSLR und DSLM
(APS-C-Sensoren und kleiner) (APS-C-Sensoren und kleiner) (APS-C-Sensoren und kleiner)
Kompakte im Überblick
Preis (ca.)
Sony Cyber-shot
DSC-RX10 IV
Sony Cyber-shot
DSC-RX100 IV
1.950 Euro
640 Euro
5.472 x 3.648 Pixel
20 Millionen
CMOS / 1 Zoll
Objektiv
elektronisch /
●/●
3,0 Zoll /
1.440.000 Subpixel
●/●
25-fach
24–600 mm
f/2,4–4,0
●/●/●/●
30–1/32.000 s / ●
100–12.800 / 64–25.600
5.472 x 3.648 Pixel
20 Millionen
CMOS / 1 Zoll
Objektiv
elektronisch /
●/
3,0 Zoll /
1.228.800 Subpixel
/●
2,9-fach
24–70 mm
f/1,8–2,8
●/●/●/●
30–1/32.000 s / ●
125–12.800 / 80–25.600
RAW+JPEG
2.160/30p /
1.080/120p
●/●/
●/●/●
RAW+JPEG
2.160/30p /1.080/
120p/720/30p
/ /
●/●/●
● (b/g/n) / ● / ● /
SDXC
Micro-USB / Micro-HDMI
●
● (3,5 mm) / ●
NP-FW50 / 50 Euro
●/
133 x 94 x 127 mm / 1.112 g
● (b/g/n) / ● / /
SDXC
Micro-USB / Micro-HDMI
●
/
NP-BX1 / 30 Euro
/
102 x 58 x 41 mm / 295 g
1.675 / 1.617 /
1.626 / 1.560 Lp/Bh
1.723 / 1.709 /
1.812 / 1.728 Lp/Bh
1.412 / 1.354 /
1.386 / 1.356 Lp/Bh
1.358 / 1.371 /
1.437 / 1.316 Lp/Bh
1.280 / 1.227 Lp/Bh
1.499 / 1.324 Lp/Bh
1,6 / 2 / 2,4 / 2,6 VN
1,4 / 1,6 / 1,7 / 1,8 VN
1 / 1,2 / 1,3 / 1,5 VN
0,8 / 1 / 1,1 / 1,1 VN
91 / 90 / 89 / 87 %
89 / 88 / 79 / 75 %
-0,05 / -0,01 %
-0,09 / -0,17 %
TECHNISCHE DATEN
Maximale Auflösung
Effektive Pixel
Sensor (Typ / Größe)
Bildstabilisator
Sucher /
Blitz / Blitzschuh
Display (Größe /
Auflösung)
Touchscreen / beweglich
Optisches Zoom
Brennweite (Kleinbild)
Lichtstärke Objektiv
Belichtungsmodi P/A/S/M
Verschlusszeit / Bulb
ISO-Bereich
(ohne / mit Erweiterung)
Bildformate
Video-Auflösung
Video: manuelle Blende /
ISO / AF-Punkt wählbar /
AF-C / Zoom
WLAN / NFC / GPS / Bluetooth
Speichermedium
USB / HDMI
Via USB laden
Mikrofon- / Kopfhörer-Klinke
Akku-Typ / Preis (ca.)
Abgedichtet / wasserdicht
Abmessungen / Gewicht
Sony RX10 IV
ca. 1.950 Euro
Action-Videos mit
rasantem Autofokus
Sonys RX10 IV steckt in einem abgedichteten Bridge-Kamera-Gehäuse und filmt
sowohl in Ultra HD als auch Full HD.
Beeindruckend sind die Zeitlupen mit
einer 40-fachen Verlangsamung gegenüber der Originalgeschwindigkeit. Durch
das fest verbaute Zoomobjektiv können Filmer auf eine Brennweitenspanne
von umgerechnet 24–600 mm (KB)
zurückgreifen. Der optische Bildstabilisator sorgt auch im Telebereich für
ein ruhiges Bild. Richtig schnell ist der
Hybrid-Autofokus der RX10 IV. Neben
dem üblichen Kontrast-AF kommen
zusätzlich 315 Phasen-AF-Punkte zum
Einsatz, die 65 Prozent der Bildfläche
abdecken. Damit lassen sich bewegli-
che Objekte auch bei Video-Aufnahmen
sehr flüssig per Tracking nachverfolgen.
Bei der Video-Bildqualität überzeugt
der 1,0-Zoll-Sensor der RX10 IV mit sehr
scharfen Aufnahmen. Sony liest dafür
sämtliche Pixel auf dem Sensor aus. Es
werden also keine Pixel zusammengefasst. Auch bei den Anschlüssen hat
Sony die Filmer im Blick und integriert
Klinkenstecker für ein Mikrofon und
einen Kopfhörer.
Zeitlupen, sehr gute Bildqualität, stabilisiert, zoomstark
Für eine Kompaktkamera recht
hochpreisig, kurze Akkulaufzeit
MESSWERTE
Auflösung (Zentrum)
ISO min, ISO 400,
ISO 800, ISO 1.600
Auflösung (Ecken)
ISO min, ISO 400,
ISO 800, ISO 1.600
ISO min (Tele)
Rauschen am Monitor (VN1)
ISO min / 400 / 800 / 1.600 (2)
Rauschen im Druck (VN3)
ISO min / 400 / 800 / 1.600 (3)
Detailtreue bei
ISO min / 400 / 800 / 1.600 (4)
Verzeichnung
(Weitwinkel- / Telestellung) (5)
Vignettierung
(Weitwinkel- / Telestellung) (6) 0,72 / 0,87 Blendenstufen
Chromatische Aberration
(Weitwinkel- / Telestellung)
'1,2 / 1,2 Pixel
Einschaltzeit (bis erstes Bild)
1,3 s
Auslöseverzögerung mit
Autofokus (Weitwinkel- /
Telestellung)
0,14 / 0,24 s
Zeit zwischen zwei Bildern
0,4 s
Durchschnittliche Akkulaufzeit 320 Fotos /
121 Video-Minuten
0,2 / 0,65 Blendenstufen
'0,3 / 0,4 Pixel
2,3 s
Sony RX100 IV
ca. 640 Euro
Kompakte Allrounderin
für UHD-Clips
Die RX100 IV mag nicht mehr ganz neu
sein, kann dafür aber mit einem sehr
0,24 / 0,32 s
attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis
0,5 s
punkten. Der 1,0 Zoll große Sensor lie310 Fotos /
fert eine erstklassige Bildqualität – und
57 Video-Minuten
das sowohl im Foto- als auch im FilmWERTUNG
modus. Die Ultra-HD-Videos zeigen
Bildqualität
1,2
1,0
eine überzeugende
Schärfeleistung.
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
Ausstattung
/ Handling
1,0
1,4
Ihre Aufnahmedauer ist allerdings auf
Geschwindigkeit
1,0
2,9
fünf Minuten beschränkt. Für längere
Videoclips muss auf Full HD gewechGESAMTWERTUNG
1,1
1,3
selt werden. Ein Highlight der kleinen
Testurteil
sehr gut
sehr gut
Kamera im Hosentaschenformat ist die
stark verlangsamte Zeitlupenaufnahme
mangelhaft (4,8)
gut (2,0)
Preis/Leistung
Platzierung Bestenliste
1 (Bridge-Kamera)
mit bis zu 1.000 Bildern in der Sekunde.
Und das nicht etwa bei verkleinerter
Auflösung, sondern in überzeugend
guter Full-HD-Qualität. Wer im Video
bewegliche Motive verfolgen möchte,
darf sich über einen sehr schnellen
Autofokus freuen. Das lichtstarke
Objektiv ist optisch stabilisiert.
UHD im kompakten Gehäuse,
Top-Bildqualität, Zeitlupen
UHD-Aufnahmedauer auf 5 min
beschränkt, kurze Akkulaufzeit
2 (Kreativ-Kamera)
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
103
TEST • BESTENLISTE
Die besten
V
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
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Fujifilm
GFX 50R
Fujifilm
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EOS 6D Mark II
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45,4 Megapixel, Kleinbild, Nikon F, 3,2 Zoll,
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24,0 Megapixel, Kleinbild, Sony E, 3,0 Zoll,
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42,2 Megapixel, Kleinbild, Sony Alpha, 3,0 Zoll,
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20,7 Megapixel, Kleinbild, Nikon F, 3,2 Zoll,
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3,2 Zoll, ISO 50–102.400, 1.080, SDXC, 772 g
51,1 Megapixel, Mittelformat, Fujifilm G Mount,
3,2 Zoll, ISO 50–102.400, 1.080, SDXC, 825 g
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24,2 Megapixel, Kleinbild, Nikon F, 3,2 Zoll,
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ISO 50–204.800, –, SDXC, 770 g
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om Preis abgesehen stellen sich beim Kamerakauf zwei Fragen: Was wollen Sie fotografieren? Wie groß und schwer darf die
Kamera sein? Top-Bildqualität erhält man heute
nicht nur mit einer DSLR. Auch viele DSLMs liefern
Fotos auf sehr hohem Niveau. Soll die Kamera in
die Hosentasche passen, muss es eine Kompakte
sein. Hier finden Sie schon für 200 bis 300 Euro
handliche Modelle mit ordentlicher Bildqualität.
Wichtig zu wissen: Die Wertungen von Kompaktkameras folgen einem eigenen Schema, sind also mit
denen der DSLRs/DSLMs nicht vergleichbar. Aber
Testwerte sind nicht alles: Überprüfen Sie im Laden,
ob Ihnen Haptik, Handhabung und vor allem das
Menü einer Kamera gefallen.
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11/17
11/18
5/18
2/17
6/16
2/19
2/19
6/17
7/16
10/16
12/18
8/18
10/15
9/14
12/14
1/16
3/14
7/16
9/15
10/17
8/14
9/15
2/15
1/14
2/13
1/14
8/15
2/14
*Platzierung aufgrund der weiteren Nachkommastellen
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
Fujifilm
X-T3
Panasonic
Lumix DC-G9
Fujifilm
X-H1
Panasonic
Lumix DC-GH5S
Panasonic
Lumix DMC-GH5
Nikon
D500
Fujifilm
X-E3
Nikon
D7500
Sony
Alpha 6500
Panasonic
Lumix DC-GX9
Panasonic
Lumix DMC-G81
Fujifilm
X-T2
Sony
Alpha 6300
Panasonic
Lumix
DMC-GX80
Panasonic
Lumix DMC-GH4
Olympus
E-M1 Mark II
Fujifilm
X-Pro2
Nikon
D7200
Fujifilm
X-T20
Panasonic
Lumix DMC-GX8
Sony
Alpha 77 II
Panasonic
Lumix DMC-G70
Pentax
K-70
Pentax
KP
Fujifilm
X-T100
Olympus
OM-D E-M10
Mark III
Pentax
K-3 II
Canon
EOS 77D
Canon
EOS 80D
Canon
EOS 800D
Canon
EOS 7D Mark II
Olympus
Pen-F
Pentax
K-3
Canon
EOS M50
Canon
EOS 70D
Sony
Alpha 6000
Olympus
OM-D E-M5
Mark II
Panasonic
Lumix
DMC-GX800
Leica
CL
Olympus
Pen E-PL9
1.550
Euro
1.550
Euro
1,2
1,2
1,1
1,4
1,2
1,1
1,3
1,0
1,2
1,0
2,4
2,5
1.950
Euro
1,2
1,0
1,3
1,7
1,2
3,0
2.400
Euro
1,3
1,7
1,0
1,3
1,0
3,4
1.800
Euro
1,3
1,5
1,1
1,6
1,0
2,9
1.900
Euro
1,4
1,8
1,0
1,0
2,0
3,2
900
Euro
1,5
1,1
1,8
1,6
2,0
1,9
1.150
Euro
1,5
1,8
1,2
1,2
1,8
2,4
1.150
Euro
1,5
1,4
1,7
1,5
1,5
2,4
1.000
Euro
1,6
1,5
1,8
1,6
1,3
2,2
850
Euro
1,6
1,6
1,8
1,6
1,2
1,9
1.450
Euro
1,6
1,1
2,1
1,7
2,1
2,9
800
Euro
1,6
1,4
1,8
2,1
1,5
1,9
450
Euro
1,6
1,6
2,0
1,5
1,1
1,0
920
Euro
1,6
2,0
1,5
1,6
1,2
2,2
1.650
Euro
1,7
2,0
1,6
1,2
1,5
3,2
1.750
Euro
1,7
1,0
2,3
1,7
2,6
3,4
910
Euro
1,8
1,9
1,3
1,7
2,4
2,3
910
Euro
1,8
1,2
2,2
1,8
2,4
2,3
950
Euro
1,8
1,8
2,1
1,9
1,3
2,4
930
Euro
1,8
1,8
1,5
1,9
2,4
2,4
460
Euro
1,8
1,9
1,9
1,9
1,4
1,3
700
Euro
1,9
1,5
1,7
2,9
2,5
2,0
1.200
Euro
1,9
1,8
1,6
3,0
2,4
3,0
610
Euro
1,9
1,3
2,1
3,3
2,5
1,8
610
Euro
1,9
1,8
2,0
2,2
1,9
1,8
900
Euro
2,0
2,0
1,5
2,4
2,6
2,6
790
Euro
2,0
2,2
1,8
1,6
2,4
2,4
830
Euro
2,0
2,5
1,4
1,5
2,6
2,5
650
Euro
2,1
2,2
1,9
1,6
2,4
2,1
1.450
Euro
2,1
2,3
1,7
1,5
2,8
3,5
1.100
Euro
2,1
2,0
1,9
2,6
2,4
3,0
2.246 / 2.254 / 2.015 /
1.983 / 1.980 / 1.977
1.860 / 1.867 / 1.773 /
1.757 / 1.686 / 1.684
2.100 / 2.096 / 1.983 /
1.965 / 1.946 / 1.933
1.304 / 1.285 / 1.262 /
1.247 / 1.221 / 1.156
1.905 / 1.917 / 1.862 /
1.847 / 1.799 / 1.691
1.779 / 1.679 / 1.617 /
1.569 / 1.504 / 1.451
2.094 / 2.090 / 1.936 /
1.898 / 1.868 / 1.926
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1.787 / 1.722 / 1.815 /
1.725 / 1.645 / 1.653
2.125 / 2.094 / 1.962 /
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1.892 / 1.815 / 1.735 /
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1.682 / 1.662 / 1.650
1,1 / 1,3 / 1,7 / 1,9 / 1,9 / 2,5;
0,4 / 0,5 / 0,7 / 0,8 / 0,7 / 1,0
0,9 / 1,0 / 1,2 / 1,5 / 1,6 / 2,1;
0,5 / 0,6 / 0,7 / 0,9 / 1,0 / 1,1
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0,5 / 0,6 / 0,6 / 0,7 / 0,6 / 0,8
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0,5 / 0,6 / 0,7 / 0,8 / 0,7 / 0,8
1,0 / 1,1 / 1,1 / 1,5 / 1,9 / 2,2;
0,6 / 0,7 / 0,7 / 0,9 / 1,1 / 1,3
0,7 / 0,9 / 1,2 / 1,6 / 1,6 / 1,9;
0,6 / 0,6 / 0,7 / 1,0 / 1,0 / 1,1
1.701 / 1.698 / 1.683 /
1.628 / 1.571 / 1.537
1.891 / 1.867 / 1.817 /
1.718 / 1.717 / 1.622
2.104 / 2.100 / 1.957 /
1.963 / 1.938 / 1.926
2.078 / 1.872 / 1.759 /
1.702 / 1.665 / 1.547
2.092 / 2.084 / 1.918 /
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2.041 / 2.050 / 1.944
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0,7 / 0,8 / 0,7 / 1,1 / 0,9 / 1,1
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0,6 / 0,7 / 0,7 / 0,8 / 0,9 / 1,2
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0,6 / 0,6 / 0,7 / 0,7 / 0,6 / 0,7
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0,6 / 0,7 / 0,8 / 1,0 / 1,0 / 1,1
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0,7 / 0,7 / 0,8 / 1,1 / 1,1 / 1,3
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0,4 / 0,5 / 0,6 / 0,7 / 1,0 / 1,3
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0,4 / 0,6 / 0,8 / 1,0 / 1,1 / 1,5
1,3 / 1,6 / 1,8 / 2,2 / 2,2 / 2,8;
0,5 / 0,6 / 0,8 / 1,0 / 1,0 / 0,9
0,9 / 0,9 / 1,1 / 1,5 / 1,7 / 2,3;
0,6 / 0,6 / 0,8 / 1,0 / 1,0 / 1,3
0,9 / 1,3 / 1,7 / 1,9 / 2,7 / 3,7;
0,4 / 0,7 / 0,8 / 1,0 / 1,5 / 2,2
1,2 / 1,5 / 1,9 / 2,3 / 2,8 / 3,5;
0,6 / 0,7 / 0,9 / 0,9 / 1,1 / 1,4
1,2 / 1,3 / 1,6 / 2,0 / 2,4 / 3,1;
0,7 / 0,7 / 0,9 / 1,0 / 1,2 / 1,6
1,2 / 1,6 / 1,9 / 2,3 / 2,8 / 3,6;
0,6 / 0,8 / 0,9 / 0,9 / 1,1 / 1,5
1,3 / 1,4 / 1,6 / 2,0 / 2,1 / 2,8;
0,7 / 0,9 / 1,0 / 1,2 / 1,2 / 1,5
0,8 / 1,0 / 1,1 / 1,4 / 1,7 / 2,3;
0,6 / 0,7 / 0,7 / 0,9 / 1,0 / 1,4
1,2 / 1,5 / 1,8 / 2,1 / 2,8 / 3,8;
0,6 / 0,8 / 1,0 / 1,1 / 1,6 / 2,3
1,4 / 1,7 / 2,1 / 2,4 / 3,0 / 3,8;
0,7 / 0,7 / 0,9 / 1,0 / 1,2 / 1,6
1,1 / 1,5 / 1,8 / 2,2 / 2,5 / 3,4;
0,6 / 0,9 / 1,1 / 1,2 / 1,4 / 2,0
1,0 / 1,0 / 1,2 / 1,7 / 1,6 / 2,0;
0,5 / 0,6 / 0,7 / 1,0 / 1,0 / 1,1
0,9 / 1,0 / 1,2 / 1,4 / 1,7 / 2,3;
0,7 / 0,7 / 0,8 / 1,0 / 1,1 / 1,5
910
Euro
2,2
2,1
1,9
2,9
2,6
2,8
1.756 / 1.632 / 1.587 /
1.589 / 1.548 / 1.465
1.858 / 1.849 / 1.853 /
1.825 / 1.713 / 1.676
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1.752 / 1.675 / 1.653 /
1.591 / 1.533 / 1.456
1.993 / 1.970 / 1.971 /
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1.612 / 1.591 / 1.578 /
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1.855 / 1.813 / 1.762 /
1.747 / 1.663 / 1.502
1.679 / 1.613 / 1.543 /
1.521 / 1.466 / 1.544
450
Euro
2,2
1,7
3,2
2,0
1,4
1,6
1.779 / 1.781 / 1.765 /
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0,7 / 0,6 / 0,7 / 0,9 / 1,0 / 1,1
2.500
Euro
2,2
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2,7
4,4
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Euro
2,2
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1.793 / 1.779 / 1.811
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0,4 / 0,5 / 0,6 / 0,9 / 1,1 / 1,7
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0,5 / 0,7 / 0,8 / 1,0 / 1,0 / 1,3
700
Euro
2,1
2,4
1,5
1,9
2,6
2,3
590
Euro
2,1
2,2
2,1
2,2
1,5
2,0
1.150
Euro
2,1
2,4
1,7
1,8
2,6
3,2
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
elektron.
elektron.
elektron.
elektron.
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●
●
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●
●
●
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●
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●
●
●
elektron.
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hybrid
●
opt.
●
●
●
●
elektron.
elektron.
elektron.
elektron.
opt.
●
●
●
opt.
●
●
●
●
●
●
●
●
●
elektron.
elektron.
●
●
●
●
●
●
●
●
●
opt.
●
elektron.
opt.
●
elektron.
opt.
●
●
37
38
39
40
●
●
●
opt.
opt.
●
●
opt.
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430
●
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●
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20,2 Megapixel, Four Third, MFT, 3,0 Zoll,
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24,0 Megapixel, APS-C, Fujifilm X, 3,0 Zoll,
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20,7 Megapixel, APS-C, Nikon F, 3,2 Zoll,
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Sony Cyber-shot
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290 Fotos /
116 Video-Min.
320 Fotos /
131 Video-Min.
370 Fotos /
116 Video-Min.
340 Fotos /
117 Video-Min.
300 Fotos /
97 Video-Min.
400 Fotos /
112 Video-Min.
440 Fotos /
113 Video-Min.
320 Fotos /
92 Video-Min.
440 Fotos /
115 Video-Min.
320 Fotos /
120 Video-Min.
500 Fotos /
126 Video-Min.
ta
1,3
0,14
lds
1,4
1,1 / 1,3 / 1,7 / 2,1 VN;
0,9 / 1 / 1,2 / 1,5 VN
1,1 / 1,5 / 2 / 2,3 VN;
0,8 / 1,1 / 1,5 / 1,8 VN
1,3 / 1,9 / 2,1 / 2,5 VN;
1 / 1,4 / 1,5 / 1,8 VN
1,5 / 2,4 / 2,7 / 3,2 VN;
1,2 / 1,7 / 1,9 / 2,3 VN
1,2 / 2,1 / 2,3 / 2,9 VN;
1 / 1,6 / 1,5 / 1,9 VN
2,3 / 3 / 3,1 / 4 VN;
1,1 / 1,3 / 1,7 / 2,4 VN
1,7 / 2,4 / 2,8 / 2,9 VN;
1 / 1,4 / 1,6 / 2 VN
1,9 / 2,7 / 3,4 / 3,9 VN;
0,9 / 1,3 / 1,7 / 1,8 VN
2,4 / 3,1 / 3,2 / 4 VN;
1,2 / 1,4 / 1,8 / 2,4 VN
1,9 / 2,4 / 2,7 / 3,2 VN;
1,3 / 1,6 / 1,9 / 2,1 VN
1,7 / 2,3 / 2,6 / 3,1 VN;
1 / 1,4 / 1,6 / 2,1 VN
Bi
520
Euro
1.607 / 1.590 / 1.478 / 1.461 Lp/Bh;
1.159 / 1.177 / 1.088 / 1.086 Lp/Bh
1.661 / 1.494 / 1.469 / 1.466 Lp/Bh;
1.190 / 1.062 / 1.033 / 1.015 Lp/Bh
1.541 / 1.373 / 1.238 / 1.143 Lp/Bh;
1.183 / 1.049 / 912 / 814 Lp/Bh
1.498 / 1.374 / 1.235 / 1.114 Lp/Bh;
1.053 / 933 / 825 / 741 Lp/Bh
1.322 / 1.172 / 1.166 / 1.049 Lp/Bh;
899 / 764 / 712 / 633 Lp/Bh
1.520 / 1.420 / 1.259 / 1.011 Lp/Bh;
1.175 / 1.050 / 909 / 718 Lp/Bh
1.582 / 1.431 / 1.290 / 1.088 Lp/Bh;
1.282 / 1.129 / 1.009 / 838 Lp/Bh
1.644 / 1.400 / 1.310 / 1.225 Lp/Bh;
1.265 / 1.087 / 1.005 / 940 Lp/Bh
1.548 / 1.433 / 1.295 / 1.053 Lp/Bh;
1.269 / 1.075 / 932 / 760 Lp/Bh
1.389 / 1.183 / 1.167 / 933 Lp/Bh;
927 / 819 / 780 / 604 Lp/Bh
1.565 / 1.423 / 1.281 / 1.108 Lp/Bh;
1.183 / 1.024 / 926 / 776 Lp/Bh
uf
ze
2,4
kk
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1,6
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A
1,4
lds
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Pr
1,4
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Panasonic
Lumix DC-TZ202
Panasonic
2
Lumix DMC-TZ101
Panasonic
3
Lumix DMC-TZ81
Panasonic
4
Lumix DC-TZ91
Panasonic
5
Lumix DMC-TZ71
Sony Cyber-shot
6
DSC-HX90V
Sony Cyber-shot
7
DSC-HX60V
Canon PowerShot
8
SX720 HS
Sony Cyber-shot
9
DSC-WX500
Nikon
10
Coolpix S9900
Sony Cyber-shot
11
DSC-WX350
1
Pr
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od
Pr
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g
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(ca
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tu
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g*
an
dli
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Reisezoom-Kameras
0,51
itt
4,8
hn
4,8
sc
5,4
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3,5
ng
4,4
ru
100
Euro
0,49
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ng
6,0
ru
5,1
rch
sc
3,5
Du
4,4
ge
85
Euro
0,64
Du
4,8
ge
6,0
300 Fotos / Sensor 19,9 Megapixel, ISO 80–3.200, 26–130 mm,
135 Video-Min.
2,7 Zoll, EN-EL19, SDXC, 119 g
200 Fotos / Sensor 19,9 Megapixel, ISO 80–3.200, 25–200 mm,
95 Video-Min.
2,7 Zoll, NP-BN, SDXC / Memory Stick PRO Duo, 120 g
210 Fotos / Sensor 19,9 Megapixel, ISO 100–3.200, 27–162 mm,
101 Video-Min.
2,7 Zoll, NP-BN, SDXC / Memory Stick PRO Duo, 127 g
250 Fotos /
–
19,9 Megapixel, ISO 100–1.600, 28–224 mm,
111 Video-Min.
2,7 Zoll, NB-11L, SDXC, 126 g
rzö
5,0
0,21
zö
3,3
2,9 / 3,7 / 3,9 / 7,7 VN;
1,2 / 2 / 2,1 / 3,5 VN
2,1 / 3,1 / 4,9 / 5,5 VN;
1,4 / 2,1 / 2,8 / 3,6 VN
2,1 / 3,1 / 4,9 / 5,5 VN;
1,4 / 2,1 / 2,8 / 3,6 VN
2,6 / 3 / 3,7 / 4,4 VN;
1,3 / 1,9 / 2,4 / 2,8 VN
er
4,3
1.392 / 1.120 / 946 / 994 Lp/Bh;
1.074 / 861 / 713 / 748 Lp/Bh
1.510 / 1.504 / 1.458 / 1.167 Lp/Bh;
1.160 / 1.030 / 945 / 762 Lp/Bh
1.510 / 1.504 / 1.458 / 1.167 Lp/Bh;
1.160 / 1.030 / 945 / 762 Lp/Bh
1.600 / 1.354 / 1.220 / 1.027 Lp/Bh;
1.160 / 945 / 836 / 678 Lp/Bh
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3,8
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4,2
Au
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Dr Mo 00 min
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3
Nikon
Coolpix A100
Sony Cyber-shot
DSC-W830
Sony Cyber-shot
DSC-W810
Canon
Ixus 185
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2. 1. Z / 8 hen
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: im m 1.6 SO
Dr Mo 00 min
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2. 1.6 ISO
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Au
Automatik-Kameras
8/18
9/15
1/17
1/19
8/14
1/17
2/16
9/16
12/14
5/14
6/18
6/17
107
TEST • OBJEKTIVE
Tamron 17–35 mm f/2,8–4 DI OSD (ca. 620 Euro)
Ein Schnäppchen
unter den Top 5
Tamron ist mit dem 17–35 mm ein preiswertes Weitwinkelzoom für Kleinbild-DSLRs gelungen,
das zwischen der teuren Konkurrenz für eine Überraschung sorgt. V O N T H O M A S P R O B S T
IN LABOR & PRAXIS GETESTET
V
iele Objektiv-Hersteller füh
führen in der
Weitwinkelzoom-Klasse für Kleinbildkameras zwei unterschiedliche
Produktreihen. Die eine Reihe zeichnet sich
durch eine durchgängig hohe Lichtstärke
mit Blende f/2,8 aus, kostet dann aber auch
schnell mal über 2.000 Euro, wie etwa das
Canon EF 16–35 mm f/2,8L III USM. Daneben
gibt es die preislich attraktivere Alternative
mit einer durchgängig offenen Blende f/4,
wie das Canon EF 16–35 mm f/4L IS USM für
990 Euro. Tamron geht mit seinem neuen
17–35 mm einen etwas anderen Weg. Neben
dem durchgängig lichtstarken Tamron SP
15–30 mm f/2,8 Di VC USD bietet das neue
Zoom mit einer Blende f/2,8–4 einen Mix aus
beiden Reihen – und das für nur 620 Euro.
Klasse Schärfe zum kleinen Preis
Um es gleich vorwegzunehmen: Das Tamron 17–35 mm f/2,8–4 DI OSD überrascht im
Hinblick auf den Preis mit einer sehr guten
Gesamtleistung und Platz 4 unter 12 Weitwinkelzooms für das Canon-Vollformat.
Noch mehr beeindruckt die Tatsache, dass
der Tamron-Neuling nur aufgrund von
Nachkommastellen an einer besseren Platzierung vorbeischrammt. Mit einer Gesamtnote 1,8 liegt er in der Tabelle auf einem
Niveau mit dem Canon EF 16–35 mm f/2,8L
III USM und dem Sigma 14–24 mm f/2,8 DG
HSM (A). Ausschlaggebend sind dabei vor
allem die Auflösungsleistung und der sehr
treffsichere Autofokus. Bei 17 mm setzt das
Tamron bei offener Blende f/2,8 im Bildzentrum sogar einen Bestwert mit 100 Prozent.
In den Ecken geht die Schärfeleistung zwar
auffallend zurück und erreicht bei f/2,8 und
17 mm nur noch 63 Prozent – im Vergleich
zur kostspieligeren Konkurrenz geht das
Ergebnis dennoch in Ordnung, wenn man
bedenkt, dass die teilweise 800 bis 1.600 Euro
teureren Kontrahenten in den Ecken auch
nur wenige Prozent mehr auflösen. Wird mit
dem 17–35 mm gezoomt, geht im Zentrum
etwas Auflösung verloren. Bei 35 mm sind es
in der Bildmitte noch 88 Prozent bei Blende
f/4. Etwas erhöhen lässt sich die Schärfe
in den Ecken durch zweifaches Abblenden.
Dann kommt das Tamron am Rand auf gute
78 Prozent bei kürzester Brennweite und
noch bessere 81 Prozent bei mittlerer Brennweite. Lediglich bei 35 mm sind es in den
Ecken nur 70 Prozent.
In puncto Objektivgüte kann das Tamron 17–35 mm der Konkurrenz an der Tabellenspitze nicht ganz das Wasser reichen.
Doch bei einem Kaufpreis von nur 620 Euro
ist es nicht wirklich überraschend, wenn an
der einen oder anderen Stelle Abstriche zu
machen sind. Die Vignettierung, sprich der
Helligkeitsverlust in den Bildecken, beträgt
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Canon EOS 5D Mark III mit Tamron 17–35 mm f/2,8–4 DI OSD | 21 mm (KB) | f/5,6 | 1/200 Sek. | ISO 400
Im Abendlicht: Die katholische Kirche Sankt Josef in Bonn-Beuel ließ sich mit 21 mm aus kurzer Distanz aufnehmen.
Die Aufnahme entstand zwar am Spätnachmittag – das Licht reichte aber noch aus, um ohne Bildstabilisator arbeiten
zu können. Die Bildschärfe ist, leicht abgeblendet, selbst in Richtung der Bildränder noch top!
108
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Canon EOS 5D Mark III | 35 mm (KB) | f/4,0 | 1/1.600 Sek. | ISO 640
Herbstlich: Solche jahreszeitlichen Impressionen begegnen einem bei einer Fototour auf Schritt und Tritt – sie
lassen sich mit dem Tamron 17–35 mm bestens einfangen.
Mit 17 mm: Zum Sonnenuntergang schmückte an
der Kennedybrücke zwischen Bonn und Beuel
diese schöne Farbstimmung
den abendlichen Himmel.
PRAXISFOTOS: THOMAS PROBST
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Canon EOS 5D Mark III mit Tamron 17–35 mm f/2,8–4 DI OSD | 17 mm (KB) | f/5,6 | 1/500 Sek. | ISO 400
TEST • OBJEKTIVE
Spaziergang: Diese Aufnahme am Rheinufer entstand Ende Oktober, als die Bäume und Sträucher
noch in den schönsten Farben leuchteten. Mit 35 mm
ergibt sich der Vorteil, dass der Baum am Rand sehr
gerade bleibt, da die Verzeichnung gering ausfällt.
Canon EOS 5D Mark III mit Tamron 17-35 mm f/2,8-4 DI OSD | 35 mm (KB) | f/4,0 | 1/1.000 Sek. | ISO 640
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Canon EOS 5D Mark III | 17 mm (KB) | f/5,6 | 1/100 Sek. | ISO 400
Bis zur Spitze: Für diese Aufnahme standen wir nur
etwa drei Meter vom hohen Kirchturm entfernt. Mit
17 mm ist das kein Problem.
110
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Canon EOS 5D Mark III mit Tamron 17–35 mm f/2,8–4 DI OSD | 17 mm (KB) | f/5,6 | 1/2.000 Sek. | ISO 400
Weitblick: Mit der kurzen Brennweite von 17 mm kann das Tamron-Weitwinkelzoom einen Bildwinkel von
103 Grad an einer Kleinbildkamera abbilden. Damit lassen sich schöne Landschaftsaufnahmen umsetzen, wie
hier vom Rhein, samt einem durch die Wolken und das Licht dramatisch wirkenden Himmel.
„
Das Testurteil
Das Tamron
17–35 mm ist
mit seiner Leistung
eine Top-Empfehlung
für preisbewusste
Kleinbild-Fotografen.
THOMAS PROBST, AUTOR
Tamron hat mit dem 17–35 mm ein angesichts
des Schnäppchenpreises überraschend gutes
Weitwinkelzoom für Kleinbild-DSLRs auf den
Markt gebracht. Es ist im Vergleich zu vielen
Konkurrenz-Objektiven erfreulich kompakt
und leicht, wurde gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet und überzeugt im Test mit
einer sehr guten Schärfeleistung. Dank der
Blende f/2,8–f/4 ist das Weitwinkel bei kürzester Brennweite gegenüber den durchgängigen
f/4-Konkurrenten im Vorteil. Schwächen zeigen
sich bei der Objektivgüte. Auch auf einen Bildstabilisator muss man hier verzichten.
gut
Tamron 17–35 mm f/2,8–4 DI OSD
Preis (ca.)
620 Euro
TECHNISCHE DATEN
Konstruiert für Sensorgröße /
Bajonett
Brennweite an APS-C
(umgerechnet auf Kleinbild)
Maximale Lichtstärke
(kürzeste/längste Brennweite)
Kleinste Blende
Konstruktion:
Linsen / Gruppen
Blendenlamellen (Anzahl)
Naheinstellgrenze
Filtergröße
Abmessungen / Gewicht
Kleinbild / Canon EF
27,2–56 mm
2,8 / 4
22
15 / 10
7
0,3 m
77 mm
84 x 93 mm / 460 g
AUSSTATTUNG
AF-Motor / AF-MF-Schalter
Bildstabilisator
Objektivdaten werden
übertragen
Fokus-Skala
(Entfernungsanzeige)
Bajonettanschluss /
mit Gummidichtung
Streulichtblende / Schutzbeutel / (-tuch) mitgeliefert
●/●
●
Metall / ●
●/
MESSWERTE (getestet mit Canon EOS 5DS R)
Schärfeleistung, abgedichtet, kompaktes
und leichtes Gehäuse
OFFENBLENDE,
KÜRZESTE BRENNWEITE
Kein Bildstabilisator,
deutliche Vignettierung, Farbsäume
OFFENBLENDE,
LÄNGSTE BRENNWEITE
Vignettierung: Der Helligkeitsverlust nimmt bei
offener Blende zwar bei 35 mm ab. Er bleibt aber
mit einer ganzen Blendenstufe dennoch sichtbar.
bei kürzester Brennweite und Blende f/2,8
deutlich sichtbare 2,1 Blendenstufen. Damit
liegt das Tamron zwar nur knapp über den
1,9 Blendenstufen des Canon EF 16–35 mm
f/2,8L III USM bei kürzester Brennweite und
Blende f/2,8, doch beim Abblenden wird ein
Qualitätsunterschied offensichtlich. Während wir beim Canon zweifach abgeblendet
in puncto Vignettierung nur 0,5 Blendenstufen messen, ist es beim Tamron eine ganze
Blendenstufe. Und die wird im Bild sichtbar.
Ähnlich bei den Farbsäumen, wo das Tamron
bei kürzester Brennweite und f/2,8 eine Farbsaumbreite von 0,7 Pixel zeigt, während es
beim Canon nur 0,2 Pixel sind.
Umgebung ist der Motor durchaus hörbar.
Draußen geht das Geräusch dann aber in den
Umgebungsgeräuschen unter. Im Test punktet der Autofokus vor allem bei kürzester und
längster Brennweite. Hier lag die Trefferquote
bei 84 bis 95 Prozent mit nur sehr geringen
Abweichungen zwischen mehreren Bildern.
Lediglich bei mittlerer Brennweite kam der
Autofokus gelegentlich ins Straucheln und
zeigte größere Abweichungen.
Keine optische Stabilisierung
Der günstige Preis bedeutet auch, dass Fotografen beim Tamron 17–35 mm auf einen eingebauten Bildstabilisator verzichten müssen.
Bei geringem Lichtangebot ist daher ein StaBeachtliche AF-Trefferquote
tiv empfehlenswert. Im Praxistest haben wir
Sehr treffsicher agiert der Autofokus des mit
bei einer Brennweite von 29 mm gerade noch
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
460 Gramm
angenehm leichten und zudem
so mit einer 1/13 Sekunde aus
der Hand fotosehr kompakten Weitwinkelzooms. Tamron
grafieren können. Bei einer 1/6 Sekunde war
setzt auf eine neue OSD-Technologie („Optidie Aufnahme dann bereits verwackelt.
mized Silent Drive“), die eine besonders leise
Hervorheben möchten wir abschließend,
Scharfstellung ermöglichen soll. In der Pradass das Tamron 17–35 mm rundum gegen
xis klappt das nur bedingt gut. Bei ruhiger
Staub und Spritzwasser abgedichtet ist.
Vignettierung (offene Blende/2-fach abgeblendet)
Kürzeste Brennweite
2,1 / 1,0 Blendenstufen
Mittlere Brennweite
1,5 / 0,8 Blendenstufen
Längste Brennweite
1,1 / 0,6 Blendenstufen
Verzeichnung
Kürzeste Brennweite
-3,4 %
Mittlere Brennweite
0,5 %
Längste Brennweite
1,5 %
Chromatische Aberration
Kürzeste Brennweite
0,7 Pixel
Mittlere Brennweite
0,8 Pixel
Längste Brennweite
0,3 Pixel
AUFLÖSUNG (Bildzentrum / Bildecken)
Kürzeste Brennweite
(Offenblende)
Kürzeste Brennweite
(2-fach abgeblendet)
Mittlere Brennweite
(Offenblende)
Mittlere Brennweite
(2-fach abgeblendet)
Längste Brennweite
(Offenblende)
Längste Brennweite
(2-fach abgeblendet)
3.105 / 1.957 Lp/Bh
( 100 % / 63 % )
2.857 / 2.410 Lp/Bh
( 92 % / 78 % )
2.872 / 2.066 Lp/Bh
( 92 % / 67 % )
2.675 / 2.510 Lp/Bh
( 86 % / 81 % )
2.734 / 2.021 Lp/Bh
( 88 % / 65 % )
2.636 / 2.186 Lp/Bh
( 85 % / 70 % )
AUTOFOKUSLEISTUNG (kürzeste / mittlere /
längste Brennweite)
Maximale Auflösung
manuell fokussiert
Maximale Auflösung
mit Autofokus
AF-Genauigkeit:
Mittelwert
AF-Genauigkeit:
Standardabweichung
3.105 / 2.872 / 2.734 Lp/Bh
2.767 / 2.647 / 2.676 Lp/Bh
( 89 % / 92 % / 98 % )
2.600 / 2.340 / 2.604 Lp/Bh
( 84 % / 81 % / 95 % )
69 / 245 / 74 Lp/Bh
WERTUNG
Auflösung
1,2
Objektivgüte
2,6
Ausstattung
2,9
Autofokus
1,7
GESAMTWERTUNG
1,8
Testurteil
Preis/Leistung
gut
sehr gut (1,0)
Platzierung Bestenliste
Platz 4 (Weitwinkel-Zoomobjektive für das CanonVollformat)
TEST • ZUBEHÖR
SMARTPHONES
Smartphones
für Fotografen
Die Kamera ist nicht immer dabei, das Smartphone dagegen meist schon.
Doch bei welcher Handykamera kommen sogar Profifotografen
ins Schwärmen? Ein Rundumblick ab 300 Euro.
VON MORITZ WANKE
H
and aufs Herz: Wer von uns fotografiert nicht ab und an mit seinem Handy? Rausholen, knipsen,
ohne Umwege online teilen – der Komfort überwiegt. Gut, Sie und ich wissen, dass Smartphones kein adäquater
Ersatz für vollwertige Kameras sind.
Vor allem nicht in puncto Bildqualität.
Doch die kleinen Alleskönner mausern
sich und beeindrucken mit jeder neuen
Generation: Mehrere Kameras, spezielle Nachtmodi und sogar RAW-For-
mat bilden eine leistungsstarke Alternative, wenn die große Kamera mal
nicht dabei ist. Aber welche Modelle
kommen auch für anspruchsvolle
Fotografen infrage? Empfehlungen für
die Systeme Android und iOS.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
112
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
FOTO: RAWPIXEL/GETTY IMAGES
Handy
gegen Kamera
Ich brauche keine separate Kamera, ich
besitze ein teures Handy – solche Sprüche
dürften die meisten Fotografen schon mal
gehört haben. Doch ersetzt eine gute Handykamera tatsächlich einen vollwertigen Fotoapparat? So viel vorweg: Nein. Trotz zunehmend mehr Modulen in einem Handy bleiben
Kompakt- sowie insbesondere Systemkame-
Mate 20 Pro
ca. 1.000 Euro
Das derzeit beste
Android-Smartphone
I
n unserer Bestenliste rangiert das Huawei
Mate 20 Pro auf Platz 1. Das Andoid-9.0Smartphone ist aber auch eines der teuersten in der Liste: Rund 1.000 Euro ruft der Hersteller für sein Technologie-Flaggschiff auf.
Dafür steckt im Mate 20 Pro so ziemlich alles,
was man sich wünschen kann: etwa ein großes
6,4-Zoll-OLED-Display, Gesichtserkennung zum
Entsperren und ein wasserdichtes Gehäuse.
Und: Fotografen schätzen es im Alltag dank seiner drei Kameras mit umgerechnet 83, 28 und
16 mm als besonders flexibel.
Dreifaltige Kamera
Insbesondere bei der 16-mm-Optik dürften Fotografen aufhorchen. So viel Weitwinkel besitzt kein
Huawei Mate 20 Pro
Preis (ca.)
ca. 1.000 Euro
TECHNISCHE DATEN
Videoauflösung
Fotokamera / -auflösung
Display / Technik
Konnektivität
Bildstabilisator
Speicher intern / erweiterbar
Abmessungen/Gewicht
UHD / 30p, FHD / 120p,
HD / 960p
16 mm / 20 MP,
28 mm / 40 MP,
83 mm / 8 MP
6,4 Zoll / OLED
WLAN a/c, Bluetooth 5.0,
GPS, USB 3.0 Typ C,
● (elektronisch)
128 GByte / ● (NM)
157 x 72,5 mm / 189 g
WERTUNG
Leistung
1,4
Ausstattung
1,4
Akku
1,4
Display
1,0
Kamera
1,5
anderes Smartphone. Mit 20 Megapixeln eignen
sich diese Fotos sogar für großformatige Abzüge.
Die beiden anderen Kameras bringen 40 Megapixel bei 28 mm für den Alltag beziehungsweise
8 Megapixel bei 83 mm für Porträts und Co. mit
– perfekt als Ergänzung zum Weitwinkel. Zudem
unterstützt das Mate 20 Pro im manuellen
„Pro“-Modus DNG-RAW für alle drei Kameras. Insbesondere Landschaftsfotos profitieren: Aufgrund
des geringeren Dynamikumfangs gegenüber Systemkameras bietet sich eine leichte Unterbelichtung an. Die Tiefen lassen sich in der Nachbearbeitung gut anheben.
Nachträglich lässt sich auch die Blende zwischen
f/0,95 und f/16 ändern und ermöglicht so meist
präzise freigestellte Objekte. Beeindrucken kann
auch der Modus „Nacht“: Das Mate 20 Pro knipst
mehrere Fotos und serviert rauscharme sowie
detailreiche Schwachlicht-Aufnahmen. Die insgesamt hervorragende Fotofunktion überzeugt
und liefert Aufnahmen, die einen verschmerzen
lassen, keine Systemkamera dabeizuhaben. Auch
der flotte, treffsichere Autofokus, die kurze Auslöseverzögerung sowie die beachtlich lange Akkulaufzeit gefallen. Kritik gibt es an der etwas zu
aggressiven KI, die oft zu stark in den Farbtopf
greift und einen Tick zu sehr nachschärft. Aber
dies lässt sich zum Glück deaktivieren.
„
Hochwertiges Leistungsbündel mit drei Kameras und toller Bildqualität.
Platzierung Bestenliste
sehr gut
3,9 (teuer)
Platz 1 (Smartphones)
ras wesentlich flexibler. Brennweiten jenseits
der 85 mm existieren in den meisten Smartphones gar nicht. Hinzu kommt, dass eine
Smartphone-Kamera physikalisch aufgrund
der Sensorgröße weniger Details erfasst.
Dieses Manko zeigt sich selbst bei der im
Vergleich besten Handykamera HTC U12+ mit
der Vollformat-DSLM Sony Alpha 7S II deutlich. Trotz identischer Auflösung von 12 Megapixeln wirken Bilder aus der Alpha 7S II schärfer und insbesondere texturierte Oberflächen
sind detailreicher. Kurzum, wer flexibler arbeiten möchte und die beste Bildqualität sucht,
greift weiterhin zur Systemkamera. Schlimm?
Bedingt. Denn die hervorragende Signal-
Stark bei Nacht
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
GESAMTWERTUNG
1,3 %
Testurteil
Preis/Leistung
Tageslicht: Die Unterschiede zwischen der Sony Alpha 7 II
(links) und dem HTC U12+ (rechts) halten sich in Grenzen.
Drei Kameras von
16 bis 83 mm, RAWFormat, Nacht-Modus
KI-gestützte
Fotos etwas zu
farbkräftig
Schwachlicht: Die Alpha 7 II (links) liefert bei ISO 3.200
sichtbar detailreichere Fotos als das HTC U12+ (rechts).
verarbeitung von Handykameras verdient
Applaus. Die Kombination aus raffinierten
Algorithmen und künstlicher Intelligenz liefert beeindruckende Ergebnisse – zum Beispiel bei Schwachlicht und bei Porträts mit
künstlichem Bokeh. Verständlich daher, dass
jemand, der seine Bilder ohnehin nur auf dem
kleinen Handy-Display betrachtet, keinen
großen Unterschied zwischen einer teuren
Kamera und einem Smartphone sieht.
Entscheidend ist wie so oft der eigene
Anspruch. Smartphones sollten vielleicht eher
als Ergänzung denn als Konkurrenz angesehen werden. Denn ob Smartphone oder
Kamera, was das Fotografieren angeht, sollten wir die jeweiligen Stärken und Schwächen
kennen und die Nutzung daran ausrichten.
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
113
HTC U12 Plus
OnePlus 6T
ca. 650 Euro
ca. 580 Euro
Smartphone mit der
besten Bildqualität
D
ie beste Smartphone-Kamera bietet
das HTC U12 Plus: Scharfe, rauscharme Fotos, ein flotter Autofokus
sowie manuelle Belichtung inklusive RAW
erfüllen fast jeden Wunsch. Gut, eine Angabe zur Brennweite wäre noch fein. HTC
verrät zur Dual-Kamera des Android-8.0Handys lediglich, dass sie 16 MPixel auflöst und dass ein 12-Megapixel-Weitwinkel
mit optischem 2-fach-Zoom verbaut ist.
Geschätzt dürften die Brennweite umgerechnet auf KB bei 28 sowie 56 mm liegen.
Starke Bildqualität
Doch Brennweite hin oder her, die Bildqualität stimmt – angefangen bei Tages-
lichtaufnahmen, die dermaßen scharf
und detailreich erstrahlen, dass sie fast
von einer Systemkamera stammen könnten. Aber auch Aufnahmen bei Schwachlicht überzeugen mit hoher Detailtreue
und niedrigem Bildrauschen. Lediglich
bei sehr feinen Texturen zeigt sich eine
leichte Weichzeichnung.
Der Bereich, wo sich DSLR und Co. auf
jeden Fall besser schlagen, ist die Auslöseverzögerung. Das U12 Plus benötigt gut
eine Sekunde für ein Foto. Bei Action-Aufnahmen bietet es sich daher an, Filme
in UHD-Auflösung aufzuzeichnen und
anschließend die entsprechenden Einzelbilder zu extrahieren.
Knalliges HDR
HTC U12 Plus
Preis (ca.)
ca. 650 Euro
TECHNISCHE DATEN
Videoauflösung
Fotokamera / -auflösung
Display / Technik
Konnektivität
Bildstabilisator
Speicher intern / erweiterbar
Abmessungen / Gewicht
UHD / 60p, FHD / 240p
Weitwinkel / 12 MP,
2-fach-Zoom / 16 MP
6,0 Zoll / LCD
WLAN a/c, Bluetooth 5.0,
GPS, USB 3.0 Typ C,
● (optisch/elektronisch)
64 GByte / ● (mSD)
157 x 74 mm / 188 g
WERTUNG
Leistung
1,3
Ausstattung
2,1
Akku
3,1
Display
2,3
Kamera
1,0
Apropos Action: Um dynamische Motive
scharf abzubilden, empfiehlt sich der
Profi-Modus. So bestimmt man über Verschlusszeit und ISO. Zudem lässt sich
DNG-RAW aktivieren, um zum Beispiel
Tiefen und Lichter gezielt zu korrigieren.
Alternativ bietet sich der Modus »HDR
Boost 2« an, der aus einer automatischen
Belichtungsreihe ein kontrastreiches Bild
erstellt. Dieses wirkt aber knalliger als der
ansonsten natürliche Farblook.
„
Die derzeit beste
Handykamera mit nur
leichten AF-Schwächen
Klasse Kamera
zum fairen Preis
Viel Leistung zum niedrigen Preis – dafür stehen die
Smartphones von OnePlus. So auch das 6T: Das
Android-9.0-Handy serviert rasante Performance mit
einem großen OLED-Display für unter 600 Euro. Auch
die Kamera überzeugt: Aufnahmen erstrahlen selbst
bei schwachem Umgebungslicht knackig scharf.
Allerdings trügt bei der Dual-Kamera der Schein:
Das OnePlus 6T kommt nominell mit einem 16- und
20-Megapixel-Sensor, doch vor beiden Chips sitzt dieselbe Brennweite. Umgerechnet 25 Millimeter erweisen sich zwar als alltagstauglich, doch Porträts wirken leicht verzeichnet und disproportioniert. Ein wenig
Abhilfe schafft das Digitalzoom, das ordentliche Ergebnisse liefert, aber eben nicht an eine optische Lösung
heranreicht. Warum dann zwei Kameras? Zur Berechnung der Schärfentiefe: Das OnePlus nutzt das zweite
Modul, um das Motiv vor einem künstlichen Bokeh freizustellen. Insgesamt klappt dies sehr gut. Nur ab und
zu treten etwas grobe Maskierungsfehler auf.
Mit gutem Video-Modus
„
Neben dem schnellen Autofokus greift bei Videos
auch die effektive Kombination aus optischem sowie
elektronischem Bildstabilisator. Die in Ultra HD bei 60
Bildern pro Sekunde aufgezeichneten Filmchen überzeugen mit satten Farben und hoher Schärfe. Lediglich
Aufnahmen bei Schwachlicht wirken etwas weichgezeichneter als bei manchem Konkurrenzmodell.
Bildstarkes Smartphone
mit guter Preis/Leistung –
nur bei Schwachlicht dürfte das
Kameramodul etwas besser sein.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
GESAMTWERTUNG
1,9
Testurteil
Preis/Leistung
gut
3,4 (akzeptabel)
Platzierung Bestenliste
Platz 34 (Smartphones)
114
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
Beste Bildqualität
selbst bei Schwachlicht, RAW-Format
Auslöseverzögerung könnte
schneller sein
Sehr gute Bildqualität,
RAW-Format und Pro-Modus, Motivfreistellung
Nur eine effektive Brennweite, Schwachlicht-Fotos
etwas weichgezeichnet
Mehr Kameras,
mehr Qualität?
Ist eine Kamera nicht genug? Die meisten
modernen Smartphones kommen mit zwei
oder drei Modulen. Nokia und das Start-up
Light haben sogar Handys mit bis zu neun
Kameras angekündigt. Doch was steckt
dahinter: Marketing-Gag oder tatsächlicher Nutzen? Die Antwort liegt irgendwo
dazwischen. Viele Smartphone-Fotogra-
Google Pixel 3 XL
ca. 950 Euro
Die einsame Kamera
in der Nacht
G
oogle schwimmt gegen den Trend: Statt
zwei, drei oder gar mehr Kameras zu verbauen, setzt der Suchmaschinen-Primus
bei seinem Pixel 3 XL nur auf ein Rückseitenmodul mit umgerechnet 28 Millimeter. Im Vergleich zu anderen Handys dürfte der ein oder
andere daher eine Telebrennweite vermissen.
Ansonsten liefert das Pixel eine durchgehend
überzeugende Vorstellung ab, die insbesondere
bei Nacht punktet.
Hervorragender Nacht-Modus
Nachtaufnahmen mit Tageslicht-Qualität – der
per Update hinzugefügte »Night Sight«-Modus
beeindruckt selbst gestandene Profifotografen.
Das Prozedere ähnelt dem des Huawei Mate 20
Google Pixel 3 XL
Preis (ca.)
ca. 950 Euro
TECHNISCHE DATEN
Videoauflösung
Fotokamera/-auflösung
Display / Technik
Konnektivität
Bildstabilisator
Speicher intern / erweiterbar
Abmessungen/Gewicht
UHD / 30p, FHD / 120p
28 mm / 12 MP,
6,3 Zoll / OLED
WLAN a/c, Bluetooth 5.0,
GPS, USB 3.0 Typ C,
● (optisch)
64 GByte /
158 x 77 mm / 184 g
1,3
Ausstattung
1,9
Akku
2,4
Display
1,9
Kamera
1,1
Mehr Details wären schön
Bei Tageslicht überzeugt die Kamera des Pixel
3 XL mit sehr scharfen und rauscharmen Aufnahmen. Deren Detailgrad fällt im direkten
Vergleich mit anderen Top-Modellen wie dem
iPhone XR allerdings geringer aus. Vor allem
sehr feine Texturen lösen die 12 Megapixel
nicht wirklich sauber auf. Dafür wirken Farben
natürlich und Kontraste ausgewogen. Darüber hinaus punktet der Autofokus mit einer
zumeist schnellen Scharfstellung. Der optische
Bildstabilisator unterstützt vor allem bei verwacklungsfreien UHD-Videos mit 30p. Wie bei
Android-Top-Modellen üblich, kann der Nutzer auch hier manuell die Belichtungseinstellung und das DNG-RAW-Format zuschalten.
Das bietet sich vor allem bei Landschaftsfotos an. Denn im Automatik-Modus neigen
helle Bereiche dazu, etwas zu überstrahlen,
sprich auszubrennen.
„
Tolle Smartphone-Kamera. Besonders stark bei
Nachtfotos – allerdings
nur mit einer Brennweite.
WERTUNG
Leistung
Pro: Das Pixel 3 XL knipst automatisch mehrere
Aufnahmen hintereinander und verrechnet
die Informationen zu einem Bild. Das Ergebnis:
scharfe und detailreiche Bilder mit wenig Rauschen. Lediglich dynamische Motive lassen eine
leichte Geistererscheinung zurück.
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
GESAMTWERTUNG
1,7
Testurteil
Preis/Leistung
Platzierung Bestenliste
gut
4,4 (teuer)
Platz 19 (Smartphones)
Hohe Schärfe und
niedriges Rauschen,
„Night Sight“ klasse
Nur eine Brennweite,
Detailwiedergabe
könnte besser sein´
Komplex: Die Ingenieurskunst im Huawei Mate 20 Pro
verdient Respekt. Doch viel mehr ist Momentan nicht drin.
fen greifen meist auf die Hauptkamera
zurück. Entsprechend liegt seitens der
Hersteller darauf auch der Fokus. Beim
Huawei Mate 20 Pro löst zum Beispiel
nur die Hauptkamera mit 28 mm in Kleinbild mit 40 Megapixeln auf. Das Weitwinkel beschränkt sich auf 12, das Telezoom
sogar auf nur 8 Megapixel. Ausgehend
davon, dass sich die meisten Besitzer ihre
Bilder ohnehin auf einem Handy-Display
ansehen, genügen sogar effektiv 2 Megapixel. 8, 12 und erst recht 40 Megapixel
wirken da überdimensioniert. Hier dürfte
eher das Marketing mitgeredet haben.
9 in 1: Der Prototyp des Light-Smartphones soll neun
Kameras beinhalten. Der Termin ist für 2019 angesetzt.
Auf der anderen Seite bringen mehrere
Objektive tatsächlich einen praktischen
Nutzen. So verringert sich die Bildqualität
weniger drastisch als beim Digitalzoom.
Allerdings bleiben die Zwischenstufen, die
das Smartphone berechnet, wodurch sich
die Bildqualität verschlechtert. Insofern
machen Handys mit neun Kameras, die
jede Brennweitenstufe abdecken, durchaus Sinn, weil so das Berechnen entfällt.
Einziges Problem: Aufgrund von Platzmangel ist bei Telebrennweiten schnell
Schluss. Hier braucht es neue statt optische Lösungen. Zum Beispiel Linsen aus
Metall, an denen Forscher der HarvardUniversität in Massachusetts arbeiten. Zeit
wird’s, dass da was Neues kommt ...
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
115
Die Preiskracher-Kauftipps
Gute Kameras kosten – das gilt auch für Smartphones. Allerdings ist
der Markt so schnelllebig, dass Vorgänger- und nur wenige Monate
alte Modelle oft viel Leistung zum fairen Preis bieten. Unsere Tipps.
Huawei P20 Pro
Samsung
Galaxy S9+
ca. 600 Euro
Branchenprimus
mit Nachtschwäche
Auch wenn das Galaxy S9 Plus schon einige Monate
auf dem Markt ist: Die Technik und damit auch die
Kameras gehören zum Besten, was derzeit zu haben
ist. Die Dual-Kameras mit 26 mm und 52 mm im
Kleinbildformat punkten insbesondere bei Tageslicht. Gestochen scharfe 1.547 Linienpaare und kaum
Randschärfeverlust holt die Signalverarbeitung aus
dem 12-Megapixel-Sensor. Noch gute 1.255 Linienpaare schafft die Zoomlinse, bildet aber zu den
Rändern hin sichtbar weicher ab. Apropos weicher:
Während Fotos bei Tageslicht überzeugen, sieht es
bei geringem Lichtangebot schon etwas anders aus.
Die etwas zu aggressive Weichzeichnung radiert feine
Texturen und Strukturen deutlich aus. Das können
Konkurrenten wie das Huawei Mate 20 Pro oder HTC
U12 Plus besser. Für ein Handy zu einem Straßenpreis
von 600 Euro geht die Gesamtleistung allerdings
mehr als in Ordnung.
Stark bei Video
Zudem weiß das Samsung in allen anderen Punkten
zu überzeugen. Der Autofokus arbeitet flott und treffsicher. Mit manuellen Optionen wie Verschlusszeit
und DNG-RAW-Verarbeitung schielt es auf die Profis.
Die Ultra-HD-Aufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde
sowie eindrucksvollen Full-HD-Zeitlupen mit 240p
gefallen ebenso. Der optische Bildstabilisator hält das
Bild dabei angenehm ruhig. Lediglich der Dynamikumfang könnte, insbesondere bei Höhen, ausgeprägter sein. Bei Landschaftsfotos sollte zwingend der
HDR-Modus zum Einsatz kommen.
„
Klasse Smartphone mit
starker Dual-Kamera. bei
Schwachlicht fallen die
Ergebnisse aber etwas ab.
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media
Sehr gute Tageslichtfotos, schneller Autofokus,
manuelle Modi und RAW
116
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
Weichgezeichnete
Aufnahmen bei
Schwachlicht
Insbesondere die Kameratechnik teilt
sich das P20 Pro mit dem aktuellen
Huawei-Flaggschiff Mate 20 Pro. Auch
hier finden sich drei Kameras mit 28 und
83 mm in KB sowie eine MonochromKamera. Letztere besticht dabei durch
eine besonders hohe Kantenschärfe.
Manuelle Belichtungsmodi, ein klasse
Nacht-Modus sowie ein DNG-RAWFormat sind ebenfalls an Bord. Für
rund 600 Euro ein heißer Foto-Tipp!
HTC U11
Mehr Handykamera fürs Geld bietet kein
anderes Modell: Das gut ein Jahr junge
HTC U11 besticht mit einer hervorragenden
Dual-Kamera, die in puncto Schärfe und
Detailgrad sogar viele aktuelle Modelle
übertrifft. Mit dem sogenannten HDR-BoostModus besticht das U11 auch bei wenig
Umgebungslicht. Wer sich eine Preisgrenze
von maximal 400 Euro für eine sehr gute
Handykamera gesetzt hat, kommt um das
HTC U11 schwerlich herum.
Xiaomi Pocophone F1
Der Exot unter den Smartphones: Der chinesische Hersteller Xiaomi bringt mit dem
Pocophone F1 einen echten Geheimtipp.
Für rund 300 Euro gibt’s ein blitzschnell
agierendes Smartphone mit großem LCD
und einer Dual-Kamera für Weitwinkelsowie Telefotos. Mit 12 und 5 Megapixel
lösen die Sensoren zwar nicht allzu hoch
auf, doch zumindest bei Tageslicht überzeugt die Bildqualität. Bei Schwachlicht wirken Aufnahmen dagegen etwas zu weich.
iPhone 8 Plus
Günstig wäre übertrieben. Aber wer im Apple-Universum bleiben möchte, kommt
kaum um happige Preise herum. Die aktuell
beste Kombination aus Preis- und Handyleistung bietet das iPhone 8 Plus. Die 12
Megapixel auflösende Dual-Kamera für
Weitwinkel- und Teleaufnahmen liefert auch
bei wenig Licht gestochen scharfe und
Carrier_31/12/2018
detailreiche Bilder. Im Vergleich zum aktuellen Top-Modell fällt nur das Rauschen
etwas stärker aus. Preis: ab ca. 780 Euro.
Die besten Apps
für Fotografen
Ausschließlich mit der Kamera-App ab
Werk fotografieren? Das schöpft nicht
annähernd das Potenzial Ihres Handys
aus. Wir stellen praktische Apps vor.
Lightroom Mobile: Der
kleine RAW-Entwickler für die
Hosentasche. Die Funktionen
sind zwar etwas limitiert im
Vergleich zur Desktop-Version. Dafür ist
die App für CC-Abonnenten kostenlos
und die Synchronisation mit der Cloud
klappt tadellos. (iOS + Android, gratis).
iPhone XS Max
ca. 1.250 Euro
Handykamera zum
Vollformat-Preis
W
enn ein angebissener Apfel drauf ist,
ist Premium drin. Besonders beim
Preis: Ab 1.250 Euro startet das iPhone
XS Max. Da sich der Speicher nicht erweitern
lässt, sollten es mindestens 256 GByte sein.
Somit wären wir schon bei rund 1.420 Euro.
Das liegt auf dem Niveau einer VollformatKamera. Gibt es dafür auch eine ähnlich gute
Bildqualität? Zumindest im Ansatz.
Spitzen-Bildqualität
Das iPhone XS Max setzt auf eine bildstabilisierte Dual-Kamera – einmal für Weitwinkel, einmal für Tele- alias 2-fach-Zoom. Beide
Module lösen bei 12 Megapixel auf und liefern
bestechende Fotoqualität. Kantenschärfe,
iPhone XS Max
Preis (ca.)
ca. 1.250 Euro
TECHNISCHE DATEN
Videoauflösung
Fotokamera / -auflösung
Display / Technik
Konnektivität
Bildstabilisator
Speicher intern / erweiterbar
Abmessungen/Gewicht
UHD/60p, FHD/240p
Weitwinkel/12 MP,
2-fach-Zoom/12 MP
6,5 Zoll / OLED
WLAN a/c, Bluetooth 5.0,
GPS, Lightning
● (optisch)
64 GByte /
158 x 77 mm / 208 g
WERTUNG
Leistung
1,0
Ausstattung
1,7
Akku
2,3
Display
1,3
Kamera
1,2
Details und Bildrauschen gefallen durchweg –
bis zu 1.591 Linienpaare pro Bildhöhe und dazu
kaum Schärfeverluste zu den Ecken hin sprechen für sich. Auch bei wenig Umgebungslicht
überzeugen die Aufnahmen, obwohl Bildrauschen in der 100-Prozent-Ansicht auftritt.
Dafür hält sich die Weichzeichnung zurück.
Zwei weitere Feinheiten schlummern in
der Software. Zum einen die Funktion „Smart
HDR“, mit der sich mehrere Bilder bei unterschiedlicher Blendeneinstellung aufnehmen
lassen. Diese Aufnahmen kombiniert das
Smartphone zu einer einzigen, die mit größerem Kontrastumfang punktet.
Bokeh zum Verstellen
Zum anderen nutzt das iPhone die beiden
Kameras, um die Tiefenschärfe zu berechnen.
Porträts, Makros und andere Motive erscheinen so vor einem weichgezeichneten Hintergrund. Die Stärke lässt sich bequem nachträglich verändern. Die Freistellung funktioniert
insgesamt gut. Vor allem an feinen Strukturen wie Haaren treten bei genauem Hinsehen jedoch Maskierungsfehler auf. Abgesehen
davon gehört die Kamera des iPhone XS Max
zum Besten – aber eben auch zum Teuersten.
„
Leistungsstärkstes
Apple-Smartphone mit
toller Dual-Kamera zum
happigen Preis.
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
GESAMTWERTUNG
1,4
Testurteil
Preis/Leistung
sehr gut
4,6 (sehr teuer)
Platzierung Bestenliste
Platz 6 (Smartphones)
Bildqualität bei jedem
Umgebungslicht stark,
flotter Autofokus
Manuelle Belichtung
nur mit DrittanbieterApps möglich
Snapseed: Zweifellos gehört
diese App auf das Handy
jedes Fotoaffinen. Umfangreiche Editier-Möglichkeiten
inklusive RAW-Unterstützung für lau – da
braucht man nicht lange nachdenken.
(iOS + Android, gratis)
SunSurveyor: Wo stehen
Mond und Sonne zu welcher
Uhrzeit? Diese professionelle
App verrät’s und erleichtert
vor allem Landschaft- und Architekturfotografen die Arbeit erheblich. Dafür ist
die App nicht ganz billig. Die Gratis-Alternativen heißen „Suncalc.net“ und
„Lumes“ – sind aber etwas weniger
hübsch aufgemacht. (Android, 8,49 Euro)
Photo Lab: Farbstile hinzufügen und Doppelbelichtungen
realisieren – bei Photo Lab
klappt das mit wenigen Tippern. Die Grundversion steht gratis im
Store. (iOS + Android, gratis)
Sketch Camera: Das bekannte
Video zu „Take on me“ von
A-ha sticht vor allem durch
seinen Zeichenstift-Look hervor. Mit dieser App lassen sich solche
Effekte mit wenig Aufwand realisieren.
8mm Vintage Camera: Zugegeben, die Zeit von Super-8Kameras ist schon eine Weile
her. Mit dieser App lässt sich
aber der Film-Look in Echtzeit realisieren.
Klasse Tipp für Filmer! (iOS, 2,29 Euro)
VSCO: Für viele Fotografen
gehören Filter- und Farbeffekte stets dazu. Mit dieser
Gratis-App lässt sich eine
Fülle dieser Effekte bequem hinzufügen.
(iOS + Android, gratis)
Adobe Photoshop Fix: Diese
App ist losgelöst von der
Photoshop-App und konzentriert sich auf Bildretusche.
Kleine Makel sind in wenigen Sekunden
verschwunden. (iOS + Android, gratis)
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
117
TEST • ZUBEHÖR
SOFTWARE
Capture One Pro 12 (ca. 350 Euro)
Profi-Software mit
neuen Funktionen
Neue Maskentechnik, überarbeitete Oberfläche: Im Test muss sich das neue Capture One 12
dem Vergleich mit der Referenz Lightroom stellen. V O N H E I C O N E U M E Y E R
U
nter Profis ist Capture One seit Jahren
beliebt, vor allem weil es sich im Studio zum Fotografieren übers Kabel mit
sofortiger Kontrolle am Bildschirm einsetzen
lässt. Inzwischen bietet es viel mehr als nur
„Capturing”, es hat sich zum Komplettpaket
für Fotografen gemausert – ähnlich wie der
große Konkurrent Lightroom.
Die Unterschiede: Die neue Version 12 korrigiert noch ausgefeilter, Rauschreduzierung
und Schattenaufhellung liefern manchmal
subtil bessere Ergebnisse. Doch die Fotokorrektur in Capture One wirkt weitaus komplizierter und zudem bleibt die integrierte Bildverwaltung hinter Lightroom zurück.
Ebenso wichtig: Capture One Pro 12 kostet
349 Euro – aber das nur einmal, dann läuft
das Programm von Phase One unbegrenzt
lange auf bis zu drei Computern, es gibt also
keinen Abo-Zwang wie bei den Adobe-Produkten. Sony- und Fujifilm-Fotografen haben
noch günstigere Alternativen (siehe Kasten
S. 119, unten). Andererseits genießen nur
Lightroom-Anwender eine Cloudanbindung,
eine bärenstarke Lightroom-App für unterwegs, und sie haben gleich noch Photoshop
für Montagen und Effekte dabei.
Maskentechnik
Capture One war schon immer gut bei örtlichen Korrekturen: Ausgewählte Bildberei-
Komplexer Pixel-Profi
BEDIENUNG
MASKENTECHNIK
BILDVERWALTUNG
Zahllose neu arrangierte Bedienfelder
verteilt Capture One Pro auf zehn Gruppen, die über umgestaltete Symbole zu
öffnen sind. Übersichtlich geht anders.
Bei der gezielten Auswahl von Bildzonen glänzt das Profi-Programm. Neu
sind kreisförmige Verlaufsmasken und
Helligkeitsmasken.
Capture One Pro liefert Funktionen für
Stapelverarbeitung, virtuelle Kopien
und Alben, erreicht aber nicht den Komfort von Lightroom oder Bridge.
118
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
KORREKTUREN
EBENENTECHNIK
Capture One Pro liefert hervorragende
Ergebnisse bei Tonwerten und Rauschreduzierung. Gründliche Einarbeitung
ist allerdings Pflicht.
Korrekturen werden auf
unterschiedliche Ebenen verteilt, die Sie einzeln maskieren und abschalten können.
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
che lassen sich mit praktisch allen Dialogen bearbeiten, darunter Gradationskurve,
differenzierte Farbkorrektur sowie Scharfzeichnen, Entrauschen und Moiré mit allen
Reglern. Zudem können Sie Auswahlen
auch umkehren. So vielseitig ist Platzhirsch
Lightroom bei Weitem nicht.
Schon lange ermöglicht Capture One die
Auswahl mit einem sauber einstellbaren
Pinsel, der auch Konturen sicher erkennt;
dazu kam eine einfache Verlaufsmaske für
allmähliche Übergänge. Diese Auswahltechniken erweiterte Hersteller Phase One deutlich: Eine misslungene Verlaufsmaske musste
man bisher völlig neu anlegen, jetzt kann
man sie – Lightroom lässt grüßen – durch
Ziehen an Linien neu formen, und das auch
bei den neuen ovalen Masken: Diese heben
zum Beispiel Hauptmotive diskret heraus,
ohne dass man sich mit einer konturgenauen Auswahl herumschlägt.
Völlig neu ist der »Luminanzbereich«:
Damit wählen Sie bestimmte Helligkeiten, die
Sie dann mit allen Capture-Reglern bearbeiten – so erfassen Sie etwa Berge oder Häuser
vor hellem Himmel. Mit der Bereichsmaske
bietet Lightroom Classic CC neuerdings ein
Ähnliches, aber weniger vielseitiges Feature.
Ebenso ist es möglich, Korrekturen auf
eine eigene Ebenen zu legen – so zum Beispiel Scharfzeichnen getrennt von Aufhellung und Entrauschen – und diese bei Bedarf
zu maskieren. Die verschiedenen Korrekturebenen lassen sich einzeln abschalten oder
löschen. Eine erste Ebene mit einer gelungenen Auswahl lässt sich bei Bedarf duplizieren, dann bearbeiten oder invertieren Sie die
Auswahl und wenden neue Regler an.
Nur für RAW-Dateien aus einigen FujifilmKameras bietet Capture One Pro 12 nun auch
die Filmsimulationen dieses Herstellers an –
darunter so beliebte Vorgaben wie »Sepia«,
»Velvia« oder »Classic Chrome«, die teils an
alte Diafilme erinnern. Sie müssen also nicht
bei der Aufnahme mit diesen Vorgaben expe-
rimentieren, man wendet sie nachträglich
auf RAW-Dateien an. Die Ergebnisse am
Computer unterscheiden sich kaum von der
Aufzeichnung in der Kamera selbst.
Capture One Pro 12 von Phase One
Preis (ca.)
349 Euro einmalig oder
220 Euro jährlich
TECHNISCHE DATEN
System
Neue Schaltflächen
Irgendjemand hat es den Programmierern
dann doch geflüstert: Capture One ist ein
Verhau. Das hoch komplexe Profiprogramm
steckte zuletzt so voller Bedienfelder, Schaltflächen, Regler und Grafik-Features, dass der
Überblick abhandenkam.
Hersteller Phase One ließ sich etwas einfallen: Man ordnete für Version 12 die Bedienfelder neu, entwarf etwas klarere Symbole
und vergrößerte die einst mickrige Beschriftung ein bisschen. Das Ganze wirkt nun ein
klein wenig aufgeräumter – als großen Wurf
würden wir das aber nicht bezeichnen.
Immerhin: Wer mag, kann wie bisher
Bedienfelder neu anordnen oder ganz verbannen. Enttäuschend ist jedoch, dass ein
Protokoll-Bedienfeld, das die letzten Arbeitsschritte übersichtlich auflistet, weiterhin fehlt.
Andere Programme bieten das seit Jahrzehnten, nicht nur Lightroom oder Photoshop,
sondern auch das kostenlose GIMP. Immerhin gibt es für praktisch alle Befehle eigene
Tastaturkürzel, die sich nun leichter als bisher verwalten lassen.
Was die Bildverwaltung betrifft, erreicht
Capture One Pro nicht alle Möglichkeiten von
Lightroom, leistet aber durchaus genug: Das
Programm organisiert Bildsammlungen in
Alben, Ordnern und aktuellen SuchergebnisListen. Sie können Aufnahmen mit SterneWertung, Farbstempeln oder hierarchischen
Schlüsselwörtern versehen, verschiedene
Bearbeitungen mit platzsparenden virtuellen
Kopien vornehmen und typische Korrekturen
als Vorgaben speichern. Die Software überträgt gelungene Korrekturen eines Bildes auf
andere und erzeugt in einem Rutsch JPEGoder TIFF-Ableger Ihrer Originale – in Größen wie auch Ordnern Ihrer Wahl.
Windows 7, Windows 8.1,
Windows 10 jew. 64 Bit
oder macOS ab 10.12.6,
jew. 8 GB RAM, 10 GB
www.phaseone.com
Demo-Download
Landkarte, Geotagging
Gesichts-, Ähnlichkeitserkennung
Protokoll-Bedienfeld
Virtuelle Kopien, Alben
Änderungen, Vorgaben
Maskierung man./auto.
Farbcodes, Sternewertung
●
●
●/●
●
WERTUNG
Bildbearbeitung (50 %)
1,4
Bildverwaltung (20 %)
2,0
Bedienung (20 %)
3,0
Performance (10 %)
1,5
„
GESAMTWERTUNG
1,9
Testurteil
gut
Das Testurteil
Toll für
Tüftler
und Profis
HEICO NEUMEYER, AUTOR
Capture One Pro will sich bei Einsteigern
gar nicht erst beliebt machen – das Programm ist zu teuer und zu kompliziert.
Dafür produziert „C1” hervorragende Korrekturen. Die aufgefrischte Oberfläche
bringt nur wenig, die neue Helligkeitsmaske ist dagegen eine echte Hilfe.
Hervorragende
Ergebnisse, vielseitige Masken, kein
Abo-Zwang
Weiterhin unübersichtlich, kein
Protokollbedienfeld,
teuer
Kostenloses C1 Express
für Sony und Fujifilm
Wer Kameras von Sony oder Fujifilm einsetzt,
kommt mit Capture One Express Sony und Capture
One Express Fujifilm billiger weg. Diese Gratis-Versionen öffnen nur RAW-Dateien der jeweiligen
Kameramarke und lassen sich außerdem als Gratis-Bildbearbeitung für beliebige JPEGs einsetzen.
Die Express-Ausgaben sind allerdings deutlich eingeschränkt:
Unter anderem fehlen
Fehlerretusche,
CHIP-FOTO-VIDEO
02/2019_02/01/2019_Media
Verlaufsmasken, Ebenentechnik, Kamera-Tethering, flexible Oberfläche und die edleren Tonwertkorrekturen. Empfehlenswerte Alternative: Capture
One Pro mit allen Funktionen, aber nur für Fujifilmoder nur für Sony-Kameras, für jeweils 249 Euro.
Das spart 100 Euro gegenüber der Pro-Ausgabe
für x-beliebige Kameras.
gut
Highlight:
Die neue Funkton »Luminanzbereich« in Capture One Pro 12
wählt die dunkle
Skyline aus. Sie
bearbeiten dann
nur die Hochhäuser oder Sie kehren die Auswahl
um. Capture One
Express ermöglicht dies nicht.
Carrier_31/12/2018
02.2019
CHIP FOTO-VIDEO
119
TEST • KAMERAS
AKTUELLES MODELL
GEBRAUCHT
CHECK
Preis neu / mit Objektiv (ca.)
Nikon D7200 (Gebraucht: ca. 600 Euro)
Top-APS-C-Modell
Die Nikon-DSLR D7200 bietet eine gute Bildqualität, moderne DrahtlosFunktionen und zeigt keine Alterserscheinungen. S A R A H A . F E C H L E R
E
s hat durchaus sein Gutes, dass
sich die D7xxx-Serie von Nikon
seit ihrer Einführung 2015 kaum
verändert hat. Gut erhaltene Exemplare der D7200 gibt‘s ab ca. 600 Euro.
Trotz ihres Alters bietet die DSLR
immer noch ein beachtliches Leistungsniveau – insbesondere einen
24 Megapixel auflösenden APS-CSensor ohne Tiefpassfilter, der bis
ISO 1.600 prima Auflösungswerte
und rauscharme Aufnahmen liefert.
Das spritzwassergeschützte Magnesium-Gehäuse, das 3,2-Zoll-Display
und der optische Sucher mit 100 Prozent Sichtfeldabdeckung machen sie
zu einer soliden, modernen Kamera.
An weiterer Ausstattung finden sich
Fazit
Mit ihrem spritzwassergeschützten
Magnesium-Gehäuse, gutem Akku
und sehr soliden Testwerten darf
die 2015 erschienene D7200 noch
immer als sehr solide, moderne
Kamera gelten. Sie bietet zudem
Drahtlos-Funktionen und darf bei
günstigen Gebrauchtpreisen ab
600 Euro als lohnender Einstieg in
die Nikon-Fotografie gelten. Allerdings muss man sich beim Filmen
mit 30 Bildern pro Sekunde und
Full HD begnügen.
Preis-Leistungs-Verhältnis,
CHIP-FOTO-VIDEO
moderne Funktionen, Akku
Fehlende Ultra-HD-Funktion
und nur 10 Minuten pro Film
1.050 / 1.370 Euro
Farbe: Wer die im Standard-Modus natürlichen
Farben knalliger wünscht, wechselt auf »Vivid«.
zwei Speicherkartenslots, ein WLANund NFC-Modul zur drahtlosen
Übertragung von Bildern und Videos
sowie die Möglichkeit zur Fernsteuerung über die Gratis-App von Android- und iOS-Geräten.
Guter Akku, moderne Features
Maximale Auflösung
Effektive Pixel
Sensor (Typ / Größe)
Bajonett / Crop-Faktor
Tiefpassfilter / Bildstabilisator
Sucher (Art)
Bildfeld-Abdeckung /
Vergrößerung (auf KB)
Display (Größe / Auflösung)
Touchscreen / beweglich
Verschlusszeiten / Bulb
Kürzeste Blitzsynchronisation
ISO-Bereich (ohne /
mit Erweiterung)
Weißabgleich
6.000 x 4.000 Pixel
24,0 Millionen
CMOS / 23,5 x 15,6 mm
Nikon F / 1,5-fach
/
optischer Sucher
100 Prozent /
0,63-fach
3,2 Zoll / 1.228.800 Subpixel
/
1/8.000–30 s / ●
1/250 s
100–25.600 /
100–102.400
6 Presets /
mit Kelvinstufen
Bildformate
JPEG, RAW, JPEG + RAW
Maximale Video-Auflösung
1.080 / 60p
Video: manuelle Blende / ISO /
/●/
Fokuspunkt wählbar / AF-C
●/●
Blitz integriert / Leitzahl /
● / 12 /
Blitzsynchronanschluss
WLAN / NFC / GPS
● (b/g/n) / ● /
Speichermedium
SDXC / SDXC
(Schacht 1 / 2)
USB / HDMI-Ausgang
2.0 / Mini-HDMI
Mikrofon- / Kopfhörer-Klinke ● / ●
Akku-Typ / Energie /
EN-EL15 / 13,3 Wh /
Preis (ca.)
ca. 50 Euro
Gehäusematerial /
Metalllegierung / ●
abgedichtet
Abmessungen (B x H x T)
136 x 107 x 76 mm
Gewicht Body
751 g
02.2019
5.568 x 3.712 Pixel
20,7 Millionen
CMOS / 23,5 x 15,7 mm
Nikon F / 1,5-fach
●/
optischer Sucher
100 Prozent /
0,63-fach
3,2 Zoll / 922.000 Subpixel
●/●
1/8.000– 30 s / ●
1/250 s
100–51.200 /
50–1.640.000
6 Presets /
mit Kelvinstufen
JPEG, RAW, JPEG + RAW
2.160 / 30p
●/●/
●/●
● / 12 /
● (b/g/n) /
SDXC /
/
2.0 / Mini-HDMI
●/●
EN-EL15 / 13,3 Wh /
ca. 60 Euro
Metalllegierung / ●
136 x 104 x 73 mm
720 g
MESSWERTE (getestet mit ... Nikon AF-S 2,8/105)
Auflösung
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Rauschen am Monitor (VN1)
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Rauschen im Druck (VN3)
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Detailtreue
bei ISO min / 400 / 800 /
1.600 / 3.200 / 6.400
Auflösung Video in Lp/Bh
bei niedriger / hoher ISO
Rauschen Video VN1 / VN3
Einschaltzeit mit man. Fokus
Serienbildgeschwindigkeit
RAW / JPEG
Serienbildfolge RAW / JPEG
Anzahl Bilder (min. / max.)
Anzahl Bilder Live-View
(min. / max.)
Mit bis zu 3.500 Auslösungen oder
168 Videominuten fällt im Testlabor
die Leistung des 1.900-mAh-Akkus
überzeugend aus. Das Nikon-Modell
schafft unter Laborbedingungen
150.000 Auslösungen ohne Ausfälle,
doch auch höhere Auslösungszahlen
dürften mit einer pfleglich behandelten D7200 problemlos möglich sein.
Allerdings fehlen der Kamera
auch einige Features, etwa ein Touchscreen mit Klappfunktion, Ultra HD
WERTUNG
und mehr Direkttasten. Auch doppelt
Bildqualität
belegte Tasten sind nicht jedermanns
Ausstattung / Handling
Geschmack. Dafür finden sich im
Geschwindigkeit
kompakten Gehäuse Steckplätze für
Videoqualität
zwei SD-Speicherkarten. Mehr Ver02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
GESAMTWERTUNG
zicht wird Filmern zugemutet: Eine
Ultra-HD-Funktion fehlt, 30 Bilder/s
Testurteil
sind die Obergrenze und die Cliplänge
Preis/Leistung
erreicht maximal zehn Minuten.
Platzierung Bestenliste
CHIP FOTO-VIDEO
Nikon D7500
830 / 1.000 Euro
TECHNISCHE DATEN
Nikon D7200: Eine
Kamera mit modernen
Funk-Funktionen, aber
ohne Klappdisplay.
120
Nikon D7200
2.078 / 1.872 / 1.759 /
1.685 / 1.627 / 1.530 /
1.702 / 1.665 / 1.547 Lp/Bh 1.504 / 1.447 / 1.365 Lp/Bh
1,2 / 1,4 / 1,5 /
1,7 / 2,1 / 2,4 VN
0,9 / 1,4 / 1,5 /
1,7 / 1,9 / 2,3 VN
0,6 / 0,7 / 0,7 /
0,8 / 0,9 / 1,2 VN
0,5 / 0,7 / 0,8 /
0,8 / 0,9 / 1,1 VN
71 / 69 / 67 /
74 / 71 / 67 %
85 / 83 / 85 /
84 / 80 / 80 %
475 / 472 Lp/Bh
1,0 / 1,0 VN
0,4 s
1.071 / 1.052 Lp/Bh
2,1 / 1,5 VN
0,2 s
4,93 / 5,8 B/s
20 / 101
1.560 / 3.470
8,1 / 8,1 B/s
52 / unbegrenzt
940 / 1.390
270 / 560
260 / 540
1,9
1,8
1,3
1,2
1,7
1,2
2,4
1,8
1,8
1,5
gut
sehr gut
gut (2,3)
gut (2,4)
18 DSLR und DSLM
(APS-C-Sensoren
und kleiner)
8 DSLR und DSLM
(APS-C-Sensoren
und kleiner)
Verbatim Universal
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Ausland bitte auf Anfrage unter abo@chip.de) und nur solange der Vorrat reicht. Für Zahlungen per SEPA-Lastschrift aus dem Ausland oder bei Bestellungen ins Ausland hilft
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weise ich mein Kreditinstitut an, die vom Verlag auf mein Konto gezogenen Lastschriften
einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrags verlangen. Es gelten dabei die mit meinem
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02/2019_02/01/2019_Media
Carrier_31/12/2018
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CHIP erscheint im Verlag: CHIP Communications GmbH,
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Handelsregister: AG München, HRB 136615.
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N19NA01Z2
Impressum
R Ü C K B L I C K • WA S W U R D E AU S . . .
Minolta: Eine der letzten und
gleichzeitig wichtigsten Kameras der frühen 00er-Jahre – die
Konica-Minolta Dynax 7D. Kurz
danach
dan
meldete der Hersteller
seinen
sei
Rückzug aus dem Markt
und überließ Sony das Feld.
Was wurde aus ... Minolta?
Canon, Nikon und Sony dominieren heute den Fotomarkt. Vor gar nicht langer Zeit stand noch
Minolta an Sonys Stelle. Einander ganz fremd sind sich beide Firmen nicht. V O N M . W A N K E
N
eu einsteigen, den Markt umkrempeln, zu einem der wichtigsten Hersteller aufsteigen: Was Sony innerhalb
von nur zwölf Jahren geleistet hat, verdient
Beachtung. Doch zugegeben, Sony musste
dafür nicht bei Null anfangen. Statt sich das
fundamentale Wissen mühselig anzueignen,
kann man es auch einfach kaufen. Genau
das haben die Japaner gemacht: 2006 verkündete Sony die Übernahme des Kamerageschäfts von Konica-Minolta – und besiegelt
damit das Ende einer Kameralegende.
Über 70 Jahre stand der Name Minolta
für hervorragende und innovative Zweiaugen-, Spiegelreflex- und Kompaktkameras.
Stets lag im Fokus, etwas anders und besser zu machen als die Konkurrenz. Bereits
das Debüt versetzte ins Staunen: Während
andere Kameras Ende der 1920er-Jahre groß
und schwer waren, ließ sich die Nifcalette
dank Balgenobjektiv kompakt zusammenfalten. Der Verkaufserfolg gab der Erfindung
Moritz Wanke Chefredakteur
(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)
Sebastian Barsch Redakteur
Franz Hartl Video-Producer
Margit Hofgärtner Redakteurin
Simon Kirsch Fotograf
Sascha Ludwig Redakteur
Manfred Pfister Textchef
Martina Schmidt Projekt-Managerin
Fabian Vogl Foto-Azubi
Juliane Weber Leitung Foto-Studio
Gisela Zach Bildbearbeitung
Grafik: Stephanie Schönberger (Art Direction);
Antje Küther (Ltg.), Andrea Graf, Julia Harrer, Susanne Röhrig,
Isabella Schillert, Veronika Zangl
Schlussredaktion: Renate Feichter, Birgit Lachmann,
Sonja Sporrer
Video-Produktionen: Nastasja Sluka (Ltg.),
Marcus Kämpf, Martin Weiske
Weitere Mitarbeiter, Autoren und Fotografen dieser Ausgabe:
Lisa Bell, Noah Berger, Radomir Jakubowski, Thomas Kroy,
Heico Neumeyer, Micha Pawlitzki, Thomas Probst,
Sebastian Sonntag, Bastian Werner,
CHIP Testcenter: Wolfgang Pauler (Testchef);
Torsten Neumann (Teamleiter Testcenter), Tomasz Czarnecki,
Werner Gaschar, Christoph Giese, Grzegorz Glonek,
Leopold Holzapfel, Robert Kraft, Lukas Schneider,
Jacek Wojtowicz, Sven Wolf
Fragen an die Redaktion / Leserbriefe:
chipfotovideo@chip.de, www.facebook.com/CHIPFotowelt
Ihre DVD ist defekt? E-Mail an dvd@chip.de
Verlag und Redaktion: CHIP Communications GmbH,
St.-Martin-Straße 66, 81541 München, Tel. +49 89 92 50-4500
Die Inhaber- und Beteiligungsverhältnisse lauten wie folgt:
Alleinige Gesellschafterin ist die Burda Tech Holding GmbH
mit Sitz in der St.-Martin-Straße 66, 81541 München
Geschäftsführung:
Philipp Brunner (CEO), Andreas Laube (COO)
Verleger: Prof. Dr. Hubert Burda
Director Sales:
Erik Wicha, Tel. +49 89 92 50-2326, ewicha@chip.de
Account Management:
Katharina Lutz, Tel. +49 89 92 50-1116, kalutz@chip.de
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Verantwortlich für den Anzeigenteil:
AdTech Factory GmbH & Co. KG,
Christoph Claus, christoph.claus@adtechfactory.com
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 17 vom 1. Januar 2018
Mehr Infos unter www.chip-media.de
Herstellung: Andreas Hummel, Frank Schormüller,
Medienmanagement, Vogel Communications Group
GmbH & Co. KG, 97064 Würzburg
Druck: Vogel Druck & Medienservice GmbH,
Leibnizstr. 5, 97204 Höchberg
Vertrieb: MZV GmbH&Co.KG,
85716 Unterschleißheim, www.mzv.de
Director Marketing & Distribution: Marion von Nell
recht. Der Konzern Molta Goshi Kaisha nahm
den Erfolg als Anlass, das Kamerageschäft
weiter zu verfolgen. 1931 registrierte das
Unternehmen dafür einen neuen Markennamen: Minolta, das grob übersetzt „Reisfelder
ernten“ bedeutet. An der Strategie, kompaktere Kameras als die Mitbewerber zu bauen,
hielt der Hersteller allerdings fest. Es folgten
weitere Modelle mit einfahrbarem Objektiv
sowie eine japanische Version der Rolleiflex –
die Minoltaflex.
Während Minolta also fleißig Kameras
Software und andere auf der Heft-DVD gespeicherte Werke werden unter
baute, stellte der japanische Optiker Asahi die
Ausschluss jeglicher Gewährleistung und ausschließlich zum privaten
Gebrauch überlassen. Die Haftung für mittelbare Schäden oder
Objektive her – davon wollte man sich lösen.
entgangenen Gewinn ist ausgeschlossen. Produktbezeichnungen und
Logos sind zugunsten der jeweiligen Hersteller als Warenzeichen
Anfang der 1940er Jahre tauchte zum ersund eingetragene Warenzeichen geschützt.
ten Mal der Markenname Rokkor auf einem
Testlogos: Für eine Nutzung der CHIP Testsiegel ist eine
Lizenzierung erforderlich. Ohne eine Lizenzierung ist die
militärischen Objektiv zur Luftüberwachung
werbliche Nutzung ausdrücklich nicht gestattet. Alle Rechte
auf – ein 200 mm f/4,5. Nachdem Body und
vorbehalten. Wenn Interesse an einer Lizenzierung besteht,
wenden Sie sich bitte per Mail an testsiegel@chip.de
Optiken nun im Hause Minolta entstanden,
Nachdruck: © 2017 by CHIP Communications GmbH
konnte man sich auf weitere Innovationen in
Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.
Kontakt: Dr. Petra Umlauf, pumlauf@chip.de
beiden Bereichen konzentrieren, die wir heute
Articles in this issue translated or reproduced from Digital Camera Magazine
als selbstverständlich erachten: Fluorvergüare copyright or licensed by Future Publishing Ltd., UK 2008–2017.
All rights reserved. For more information about magazines published by the
tung, Autofokus, TTL-Messung, integrierter
Future plc group, contact www.futureplc.com
Bildstabilisator und automatisch zurückBezugspreise / Abonnements:
Einzelheft: 6,95 Euro (mit DVD) / 4,95 Euro (ohne DVD);
klappender
Spiegel
zum
Beispiel.
Doch
solche
CHIP FOTO-VIDEO 03/2019
Ausland: Österreich 7,70 / 5,70 Euro; Schweiz 11,20 / 7,90 SFr;
wegweisenden Erfindungen wurden langsam
BeNeLux 8,20 / 5,90 Euro; ItSpa: 8,90 / 6,90 Euro
erscheint am
Nachbestellung (zzgl. Versand): www.chip-kiosk.de
weniger. Auch die letzten, schon digitalen
Jahresabonnement (inkl. Versand):
6. Februar 2019
Modelle Dimage X1 und Z6 blieben hinter den
79,20 Euro (mit DVD) / 59,40 Euro (ohne DVD);
Ausland:
Österreich 92,40 / 68,40 Euro;
In drei Tagen
Verkaufserwartungen zurück. Minolta bezieSchweiz 134,40 SFr / 94,80 SFr; BeNeLux 98,40 Euro;
hungsweise
ab
2004
Konica-Minolta
überließ
zum Foto-Profi 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
ItSpa: 106,80 Euro
CHIP-FOTO-VIDEO
Studenten-Abonnement: 15 % Rabatt gegen Nachweis
daher das Geschäft seinem Geschäftspartner
... und natürlich wie in jedem Heft:
Journalisten-Abonnement: 30 % Rabatt gegen Nachweis
Sony. Kein Wunder also, dass die Alpha 100
Alle neuen Kameras im Test,
Abonnentenservice: Abonnenten Service Center GmbH,
CHIP-Aboservice, Postfach 225, 77649 Offenburg,
viele Parallelen zu Minolta-Kameras der
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Dynax-Serie aufweist. Und Innovationen, die
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ISSN Deutsche Nationalbibliothek: 2192-5852
Verkaufte Auflage IVW I/2018: 42.781 Exemplare
122
CHIP FOTO-VIDEO
02.2019
CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
Der neue Standard für Vollformat
Die
bietet bahnbrechende Technologien für alle Fotografen im Vollformat-Bereich. Professionelle Bilder
dank des neuen rückseitig belichteten CMOS Vollformatsensors sowie eines beeindruckenden Autofokus mit
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CHIP-FOTO-VIDEO 02/2019_02/01/2019_Media Carrier_31/12/2018
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„Sony“, „a“ und die zugehörigen Logos sind eingetragene Markenzeichen oder Markenzeichen der Sony Corporation. Alle anderen Logos und Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.
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