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Aladko Nem zad6 08

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1
Санкт-Петербург
2008
для студентов I–II курсов специальности 270205 –
автомобильные дороги и аэродромы
Задание № 6
НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК
Кафедра иностранных языков
Санкт-Петербургский Государственный
Архитектурно-Строительный Университет
Федеральное агентство по образованию
2
¤Санкт-Петербургский государственный
архитектурно-строительный университет,
2008
В пособии содержатся тексты для аудиторного и внеаудиторного чтения,
пояснения и вопросы к текстам, лексико-грамматические упражнения,
позволяющие развивать и закреплять навыки изучающего и ознакомительного
чтения.
Немецкий язык. Задание № 6 для студентов I–II курсов
специальности 270205 – автомобильные дороги и аэродромы. / СПб. гос.
архит.-строит. ун-т; сост.: С.А. Аладько. – СПб., 2008. – 53 с .
Рецензент канд. филол. наук, доцент Е. М. Тренин
3
Einleitung…………………………………………………….…………….4
1. Die ersten Wege…………………………………………….……………4
1.1. Tierpfade und die ersten menschlichen Eingriffe…………….……4
1.2. Die StraЯen der frьhesten Stдdte…………………………….…….6
2. Die Geschichte des StraЯenbaus bis zum 20. Jahrhundert………………8
2.1. Aus der Geschichte des StraЯenbaus der vorrцmischen Zeit………8
2.2. Die rцmischen StraЯen……………………………………….……10
2.3. Von der RцmerstraЯe bis zum 19. Jahrhundert……………….……13
2.4. Tresaguet…………………………………………………….……14
2.5. Telford…………………………………………………….….……16
2.6. McAdam………………………………………………………….17
2.7. Die Entstehung der AutostraЯe……………………………….……19
2.8. Parkways…………………………………………………………21
2.9. Die ersten Autobahnen in Europa…………………………….……23
2.10. Die modernen Autobahnen………………………………….……25
3. StraЯe……………………………………………………………………27
3.1. Allgemeines………………………………………………………27
3.2. Der Aufbau der StraЯe……………………………………………29
3.3. Die Entwicklung des StraЯenunterbaus……………………………31
3.4. Oberbau (Decke, VerschleiЯschicht)………………………………35
3.5. Bodenarten……………………………………………………….37
3.6. Linienfьhrung……………………………………………….……39
3.7. Querschnittgestaltung……………………………………….……41
3.8. Kunstbauten………………………………………………………44
4. Лексико-грамматические упражнения…………………….…………45
Inhaltsverzeichnis
4
Zuerst nur ein paar abgebrochene Zweige und niedergetretene
Grashalme. Bald darauf eine Fдhrte, ein Pfad. Dann, nach erstaunlich kurzer
Zeit, wird aus dem Weg eine StraЯe. Unter den von Menschenhand
geschaffenen Werken sind StraЯen sowohl in ihrer Verдnderlichkeit als auch
in ihrer Langlebigkeit etwas ganz AuЯerordentliches. Millionen von Menschen
benutzen auch heute noch StraЯen, die vor vielen Jahrhunderten gebaut wurden.
Die ersten Pfade stammen von Tieren, die sich eine Bahn durch die Wildnis
brachen und die Erde festtraten.
1.1. Tierpfade und die ersten menschlichen Eingriffe
1. Die ersten Wege
Seit dem Altertum wissen Topographen, Geographen, Kaufleute,
Diplomaten, Seeleute, Soldaten und Reisende, dass zum Leben Bewegung
gehцrt. Es hat im Laufe der Geschichte viele Grьnde gegeben, StraЯen zu
bauen: sie boten Zugang zu Nahrung und Unterkunft, dienten als Routen fьr
jahreszeitliche Wanderungen, fьr Wallfahrten oder fьr den Handel. Im Zuge
der gesellschaftlichen Differenzierung brauchte man StraЯen auch fьr den
Zugang zu Arbeit, Bildung und Unterhaltung. Jedoch waren militдrische und
staatspolitische Ьberlegungen hдufigstes Motiv fьr den StraЯenbau.
Die StraЯen, wie wir sie heute kennen, entwickeln sich aus StraЯen
des Altertums, den so genannten AltstraЯen. StraЯen ьberdauern sowohl die
Bedingungen, unter denen sie geschaffen wurden, als auch die Fahrzeuge, die
sie ursprьnglich benutzten. Schon deshalb sind sie ein entscheidendes Element
der gesellschaftlichen Infrastruktur. Sie sind sehr einfach und gleichzeitig
erstaunlich komplex. Im Gegensatz zu anderen wichtigen Verkehrswegen –
Kanдlen, Schienen, Flughдfen – passen sich StraЯen einer nahezu unbegrenzten
Zahl von Verwendungszwecken an. Die Bewegungsfreiheit, die die StraЯe
ermцglicht, dient dem wirtschaftlichen Wohlstand. In jeder Gesellschaft
bedeutet die Suche nach цkonomischer, politischer und kultureller Freiheit,
dass man sich auf den Weg – und damit auf die StraЯen – begibt.
Einleitung
5
Glastonbury – Глостонбэри
Sweet Path /swi:t pa:t/
Bodicea – Бодикеа – королева кельтов
Cдsar – Гай Юлий Цезарь – древнеримский политический деятель
и полководец
Gallien – Галлия – историческая область Европы
Texterlдuterungen:
Ab 10000 v. Chr. wurden in den gemдЯigten Zonen die Tierpfade auch
von menschlichen Reisenden benutzt. Der Rьckzug der Vereisung ermцglichte
dann spдter die Ausweitung dieser Pfade auf das Gebiet der heute bewohnten
Welt.
Die ersten menschlichen Pfade fьhrten zu Lagerstдtten, zu
Nahrungsmitteln und zu Wasserstellen. Mit der Zeit wuchs das Bedьrfnis
zu reisen, und es entstanden Wege von ьberregionaler Bedeutung, die durch
Furten, ьber Bergpдsse und durch Sьmpfe fьhrten oder gefдhrliche Gebiete
umgingen. Durch das Reisen zu FuЯ und zu Pferd wurde im Laufe der
Jahrtausende die Oberflдche dieser Pfade abgetragen. Viele erreichten eine
betrдchtliche Tiefe – daher der Name „Hohlweg“.
Um grцЯere Wege im Tiefland anzulegen, bedurfte es einigen
technischen Geschicks und guter Organisation. Diese Entwicklung begann
um 4000 v. Chr. In jener Zeit wurden um Glastonbury in Somerset
(in GroЯbritannien) einige Pfade gebaut. Dazu gehцrt der Sweet Path, die
дlteste StraЯe der Welt, die die lдngste Zeit ihres Bestehens in Sicherheit unter
einem Torfmoor gelegen hat.
Aus der GrцЯe des keltischen Heeres von Kцnigin Bodicea – etwa
400 Streitwagen mit 4 cm breiten Eisenrдdern – lдsst sich schlieЯen, dass die
englischen Pfade der vorrцmischen Zeit eine ziemlich harte Oberflдche gehabt
haben mьssen.
So haben den Britanniern wohl nicht zuletzt ihre guten StraЯen
geholfen, Cдsar und seine Legionen zu schlagen, als sie das erste Mal 55 v.
Chr. in Kent an Land gingen. Die Geschwindigkeit, mit der sich Cдsars
Legionen in Gallien bewegten, lдsst vermuten, dass es auch im alten Frankreich
ein gut ausgebautes Wegesystem gegeben hat.
6
Das StraЯennetz der frьhesten Stдdte weist viele Charakteristika der
heutigen nordafrikanischen Stдdte auf. In den frьhen Stдdten sind StraЯen als
offene, gegliederte Verkehrswege die Ausnahme. Ьblicherweise schlдngelte
sich der Verkehr durch schmale, winklige Gassen, die Schatten vor der
brennenden Sonne boten und dem Klima besser angepasst waren als die breite
HauptverkehrsstraЯe. Die Stдdte bestanden aus einem Netz von schmalen
StraЯen, so dass kaum ein Packtier durchkam, geschweige denn ein Fahrzeug
mit Rдdern. Die Unьbersichtlichkeit war ein nьtzliches Hilfsmittel bei der
Verteidigung der Stadt, wenn die Angreifer den дuЯeren Wall bereits
ьberwunden hatten.
Aber es gab auch geometrisch geplante StraЯennetze. Um 615 v. Chr.
baute Kцnig Nabopolassar zu Ehren des Gottes Marduk eine lange, gerade
ProzessionsstraЯe in Babylon. Solche groЯen Pracht- und KцnigsstraЯen
wurden die ganze Geschichte hindurch immer wieder gebaut. Herodot
beschreibt 450 v. Chr. die StraЯen Babylons als geordnetes rechtwinkliges
Netz.
Der erste bekannte Stдdteplaner war der Grieche Hippodamos. Seine
Planung nahm auf die цrtlichen Gegebenheiten wenig Rьcksicht – sie war
geradlinig und rechtwinklig, was unvermeidlich zu einem gitterдhnlichen
1.2. Die StraЯen der frьhesten Stдdte
1. Wie sind die ersten Pfade entstanden?
2.. Wohin fьhrten die ersten menschlichen Pfade?
3. Woher stammt der Name „Hohlweg“?
4. Wie heiЯt die дlteste StraЯe der Welt?
5. Wie waren die englischen Pfade der vorrцmischen Zeit?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
die StraЯe, der Pfad, der Weg, schaffen, sowohl…als auch, benutzen, das
Jahrhundert, bauen, stammen von, die Erde, ermцglichen, die Ausweitung,
das Gebiet, fьhren zu, das Bedьrfnis, reisen, entstehen, die Bedeutung,
umgehen, zu FuЯ, die Oberflдche, abtragen, erreichen, die Tiefe, bedьrfen,
die Entwicklung, beginnen, gehцren zu, bestehen, die Sicherheit, die GrцЯe,
sich bewegen
7
1. Wie sah das StraЯennetz der frьhesten Stдdte aus?
2. Wie beschreibt Herodot die StraЯen Babylons?
3. Wer war der erste bekannte Stдdteplaner?
4. Wo ist der Gitterplan noch heute sichtbar?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
das StraЯennetz, gliedern, die Gasse, bieten, anpassen, besser als, so dass, die
HauptverkehrsstraЯe, bestehen aus, das Fahrzeug, das Rad, nьtzlich, Hilfsmittel,
ьberwinden, planen, die Geschichte, immer wieder, beschreiben, ordnen,
rechtwinklig, Rьcksicht nehmen auf, geradlinig, gitterдhnlich, die Anwendung,
die Regel, die Neuerung, ьbernehmen, die Stдdteplanung
Nabopolassar – Набопаласар – основатель Вавилонского царства
(625 – 606 до н.э.)
Marduk – Мардук – бог-покровитель г. Вавилона
Herodot – Геродот – древнегреческий историк
Hippodamos – Гипподам из Милета, древнегреческий архитекторградостроитель и теоретик архитектуры 5 в. до н. э., пропагандировал систему планировки городов (так называемая гипподамова
система), основанную на прямоугольной сетке улиц и планомерной
застройке кварталов
Texterlдuterungen:
StraЯennetz fьhrte. Hippodamos sah in diesem Ansatz einen Sieg der Vernunft
ьber die wilde Zьgellosigkeit der Natur. Er erhob also die strenge Anwendung
absoluter Regeln zum Prinzip.
Diese Tradition wurde von vielen Stдdteplanern nach ihm
weitergefьhrt. Das Gitternetz ist eine Neuerung, die unter dem Namen des
Hippodamos bis heute weiterwirkte. Der Gitterplan ist heute noch in den frьhen
Kolonialstдdten in Kleinasien, Griechenland und Italien sichtbar. Auch die
Offiziere des britischen Militдrs ьbernahmen bei der Kolonisierung Australiens
das Gitternetz als Standart fьr die Stдdteplanung.
8
Die Entwicklung der Verkehrswege ist eng mit der wirtschaftlichen
Entwicklung der Menschen verbunden. Als die ersten Handelswege, die dem
materiellen Austausch der benachbarten Vцlker dienten, sind die WasserstraЯen –
hauptsдchlich Flьsse und Kanдle – anzusehen.
Wann aber die erste befestigte LandstraЯe entstanden ist, und wo und
durch wen sie erbaut worden ist, kцnnen wir mit Sicherheit nicht sagen, denn
fьr FuЯgдnger und Tiere genьgte meistens ein schmaler Pfad.
Die ersten Hinweise auf StraЯenbau sind die steingepflasterten StraЯen
von Ur in Mesopotamien um etwa 4000 v. Chr., die etwa gleichzeitig erbauten
Knьppeldдmme von Glastonbury in England und Beispiele von
Ziegelpflasterung in Indien um 3000 v. Chr.
Als um 2000 v. Chr. Metallwerkzeuge aufkamen, war man vielerorts
in der Lage, Steine zu Platten zu verarbeiten und die StraЯen und Wege damit
zu pflastern. Um diese Zeit bauten die Minoer auf der Insel Kreta die дlteste
noch existierende SteinstraЯe der Welt.
Die erste bedeutende FernverkehrsstraЯe war die 2500 km lange Route
in Assyrien. Diese StraЯe war mit einem Netz дhnlicher Routen verbunden.
Die Via Maris, eine berьhmte RцmerstraЯe, baute auf diesem StraЯensystem auf.
Das alte China verfьgte ьber ein ausgedehntes Netz von StraЯen, von
denen einige sogar gepflastert und mit groЯen Brьcken versehen waren
(11–8 Jh. v. Chr.). Wo es mцglich war, verliefen die LandstraЯen pfeilgerade.
Lдngs des Weges wurden Bдume gepflanzt. Die Ausdehnung des StraЯennetzes
erreichte 7000 km. Doch die entscheidende Entwicklung der chinesischen
StraЯen setzte erst nach 200 v. Chr. ein, insbesondere unter dem tyrannischen
Kaiser Shi, wдhrend dessen Regierungszeit auch die chinesische Mauer erbaut
wurde. Die Lдnge des StraЯennetzes betrug 40000 km – das rцmische Netz
umfasste zum Vergleich 80000 km.
Aus der Geschichte des vorrцmischen StraЯenbaus sind noch besonders
die griechischen StraЯen zu nennen. Nach Strabon waren die griechischen
StraЯen schlecht, weil sie nicht ordentlich entwдssert wurden. Grьnde fьr den
schlechten Bau von StraЯen kann man zahlreiche anfьhren. Vor allem waren
die antiken Griechen gute FuЯgдnger und hielten das Fahren im Wagen fьr
weibisch und weichlich. Die Nachrichten wurden durch Kuriere zu FuЯ oder
zu Pferde ьbermittelt, und dazu genьgte jeder Pfad.
2.1. Aus der Geschichte des StraЯenbaus der vorrцmischen Zeit
2. Die Geschichte des StraЯenbaus bis zum 20. Jahrhundert
9
1. Was fьr Verkehrswege gab es frьher?
2. Wann begann man die StraЯen zu pflastern?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
der Verkehrsweg, wirtschaftlich, verbinden mit, der Handelsweg, dienen,
befestigen, erbauen, der FuЯgдnger, genьgen, der StraЯenbau, der Stein,
pflastern, die Ziegelpflasterung, die Platte, verarbeiten,
die
Fernverkehrsstrasse, aufbauen auf, verfьgen ьber, versehen mit, verlaufen,
die Ausdehnung, entscheidend, die Lдnge, betragen, umfassen, entwдssern,
der Grund, vor allem, festlegen, einebnen, glдtten, der Boden, tragfдhig
Ur – Ур – один из крупнейших городов Месопотамии
Minoer – минойцы – жители минойской цивилизации,
существовавшей на острове Крит (2600–1450 гг. до н.э.)
Via Maris – «морская дорога» – старинный торговый морской путь,
проходивший по побережью Средиземного моря
Shi – китайский император Цинь Шихуанди (III в. до н.э.)
Strabon – Страбон – греческий географ (род. в 63 г. до н. э.)
die „Heilige StraЯe“ – священный путь, дорога
Texterlдuterungen:
Der charakteristische StraЯentyp Griechenlands ist die „Heilige StraЯe”,
die den religiцsen Zeremonien und dem Verkehr der Gцtterwagen diente.
So kam es, dass die Griechen das Radspursystem entwickelt haben.
Der Bau einer solchen SpurstraЯe war verhдltnismдЯig einfach. Zunдchst wurde
die Trasse im Gelдnde festgelegt und dann der zukьnftige Weg eingeebnet.
Dann wurden die Spurrinnen in dem meist felsigen Untergrund ausgehauen
und geglдttet. Die Griechen betrachteten diese Spurrinnen als den eigentlichen
Weg. Was seitlich und dazwischen lag, war weniger wichtig.
Auch im stдdtischen StraЯenbau Griechenlands finden wir dasselbe
allgemeine Bild; die StraЯen waren eng und ungepflastert.
Hier seien noch die StraЯen Nordeuropas erwдhnt. Im Norden Europas
machte man schon sehr frьh die Erfahrung, dass nasser und wenig tragfдhiger
Boden durch eine Lage von Дsten und Stдmmen tragfдhig gemacht werden
kann. Diese Art der Wege hat sich im Norden bis in die Neuzeit erhalten.
10
Die rцmische Expansion und die Ausdehnung des Rцmischen Reiches
brachte auch eine neue Epoche im StraЯenbau mit sich. Die Grьndung neuer
rцmischer Stдdte fьhrte zur strategischen und wirtschaftlichen Notwendigkeit,
diese neuen Stьtzpunkte mit der Metropole zu verbinden. Die vorhandenen
Naturwege wurden umgebaut und modernisiert und die frьheren KiesstraЯen
wurden spдter von den Rцmern als Unterbau fьr die befestigten KunststraЯen
benutzt.
Die Rцmer wussten um die wichtigsten Voraussetzungen fьr guten
StraЯenbau: gute Entwдsserung, gutes Material und gutes Handwerk. Viele
Elemente ihrer StraЯenbaukunst haben die Rцmer den unterworfenen Vцlkern
zu verdanken: den Griechen Kalksteinzement und Mauerwerk, den Etruskern
Zement, den Karthagern verschiedene Pflastertechniken und den Дgyptern
die Vermessung. Ein bedeutender Fortschritt war die Beimischung von Kies
zum Mцrtel, so dass Beton entstand. Diese entscheidende technische Neuerung,
die nach dem Niedergang des Rцmischen Reiches fьr ein Jahrtausend
verlorenging, ermцglichte eine Reihe von bautechnischen Innovationen.
Die Befestigung der StraЯenoberflдche bestand in der berьhmten
Rцmischen Versteinung, d. h. die StraЯen wurden nicht nur mit Kies sondern
in der Regel mit Steinplatten befestigt.
Ende des 4. Jahrhunderts v. u. Z. lernten die Rцmer den Kalkmцrtel
kennen und verwendeten ihn als Bindemittel in der Architektur und im
StraЯenbau. Es war also mцglich geworden, lose mineralische Stoffe, wie
Kies und Steinschlag, zu monolithischen Baukцrpern zu verbinden. Das
Steinpflaster wurde von nun an in ein dьnnes Kalkmцrtelbett versetzt und die
Fugen nachtrдglich mit Kalkmцrtel vergossen.
Das Pflaster der Rцmer bestand im Gegensatz zu unseren heutigen
Pflasterarten aus vergleichsweise groЯen Steinplatten von unregelmдЯiger
Gestalt. Die StraЯen erhielten zur Entwдsserung beiderseits StraЯengrдben.
Berьhmt waren die rцmischen LandstraЯen auch wegen ihrer Geradlinigkeit.
2.2. Die rцmischen StraЯen
3. Wo finden wir die ersten gepflasterten StraЯen?
4. Ьber was fьr ein StraЯennetz verfьgte das alte China?
5. Wie wurde die griechische SpurstraЯe hergestellt?
6. Wie befestigte man die StraЯen in Nordeuropa?
11
Die ersten Steinpflaster in den Stдdten wurden ohne Mцrtel, spдter aber
auch im Mцrtel verlegt. Die StraЯen in Rom waren schmal und hatten meistens
eine Breite von nur 4,50 bis 5,00 m (dabei waren die Hauseingдnge durch erhцhte
FuЯwege von der Fahrbahn getrennt). Aus diesem Grunde war in Rom der
Wagenverkehr nur in der Nacht erlaubt.
Die klassische rцmische StraЯenversteinung mit ihrer Gesamtdicke von
100 bis 140 cm wurde oft mit einer auf der Seite liegenden Mauer verglichen.
Die ganze Konstruktion war eine gewaltige starre Masse, nach Ansicht der
Rцmer fьr die Ewigkeit bestimmt.
Die „Kцnigin der StraЯen” war Via Appia, die Appische StraЯe. Sie
verband Rom mit Capua und war auf dieser 195 Kilometer langen Strecke
durchgehend mit solidem Unterbau versehen und gepflastert: die erste echte
KunststraЯe der Welt. Vorlдuferin der unzдhligen StraЯen des Rцmischen
Weltreiches und der Autobahnen von heute. Die Via Appia bekam bald
Nachfolger. SchlieЯlich fьhrten von Rom aus neunzehn StraЯen in alle
Richtungen. Von ihnen aus hatte man AnschluЯ an das riesige StraЯennetz des
Weltreiches zwischen Schottland und Indien, dem Euphrat und der Sahara.
Dieses Netz umfasste auf dem Hцhepunkt (um 240 bis etwa 313 u. Z.), zur
Zeit von Kaiser Diokletian, 372 StraЯen mit einer Gesamtlдnge von rund 85000
Kilometer.
In spдteren Jahren gingen die rцmischen StraЯenbauer dazu ьber, die
Hauptstrecken als solide vierschichtige StraЯen anzulegen. Schicht eins: 30
Zentimeter flache Steine. Schicht zwei: 30 bis 50 Zentimeter Bruchsteine in
Mцrtel. Schicht drei: 30 bis 35 Zentimeter Beton aus Schotter, Sand, Kalk
und Trass. Schicht vier: 20 bis 25 Zentimeter Kopfsteinpflaster in
Mцrtelbettung.
Der Unterschied zum modernen StraЯenbau ist gar nicht so groЯ.
Zement und Beton gab es auch schon bei den alten Rцmern. Ihren Beton
mischten sie entweder aus Kies und Kalkmцrtel, oder sie verwendeten
bestimmte vulkanische Auswurfstoffe als Bindemittel und erzielten damit
Mischungen, die nach der Ьberzeugung heutiger Fachleute „in ihren
technischen Eigenschaften dem modernen StraЯenbeton nicht viel
nachstanden”.
Mit dem Zerfall des Rцmischen Reiches im 4. Jahrhundert verfiel auch
das gesamte StraЯennetz und wurde in kurzer Zeit unbrauchbar.
12
1. Warum entwickelte sich das rцmische StraЯennetz schnell?
2. Welche wichtigsten Voraussetzungen fьr guten StraЯenbau hatten die Rцmer?
3. Wie befestigten die Rцmer ihre StraЯen?
4. Wie nutzten die rцmischen StraЯenbauer den Mцrtel aus?
5. Wie entwдsserte man die StraЯen?
6. Wie heiЯt die erste echte KunststraЯe der Welt?
7. Wieviel Kilometer umfasst das rцmische StraЯennetz?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
umbauen, die KiesstraЯe, der Unterbau, die StraЯenbaukunst, der Kalk, das
Mauerwerk, die Vermessung, bedeutend, der Fortschritt, die Beimischung,
der Mцrtel, das Jahrtausend, bestehen in, verwenden, das Bindemittel, der
Steinschlag, die Fuge, vergieЯen, der Steingraben, die LandstraЯe, verlegen,
die Breite, der FuЯweg, die Fahrbahn, trennen, die Dicke, die Richtung,
anlegen, die Schicht, die Eigenschaft, der Stand
der Baukцrper – здесь: StraЯenkцrper – дорожное полотно
die Versteinung – укрепление покрытия камнем
auf der Seite liegende Mauer – каменная стена, положенная плашмя,
горизонтально
Via Appia – Аппиева дорога – так в древности называлась дорога
между Римом и Капуей (132 римские мили = 195 км), построенная
по инициативе Аппия Клавдия (4 в. до н.э.)
Capua – Капуя – город на юге Италии
Diokletian – Диоклетиан – римский император в 284–305 гг.
das Rцmische Reich – Римская империя
Texterlдuterungen:
Und dennoch muss hervorgehoben werden, dass anderthalb Jahrtausende
notwendig waren, bis dieser technische Stand wieder erreicht und endlich
ьberschritten werden konnte.
13
Schon 476 zerbrach das westrцmische Reich endgьltig. Erben des
rцmischen StraЯennetzes wurden barbarische Vцlker, die kein Verstдndnis
fьr die rцmische Technik und Kultur hatten. Sie kannten weder Stдdte noch
eine zentrale Staatsmacht. Das Nervensystem des rцmischen Reiches, sein
StraЯennetz, war ьberflьssig geworden und wurde nicht mehr unterhalten und
verfiel schneller als vorauszusehen war.
Das ganze europдische Mittelalter war hinsichtlich der Entwicklung der
StraЯenbautechnik ein Rьckschritt gegenьber dem in der Antike erreichten Stand.
Die mittelalterlichen StraЯen befanden sich oft in derart hoffnungslosem
Zustand, dass Staatsmдnner ihre Reisen monatelang aufschieben mussten.
Seit dem 11. Jahrhundert zeigten sich deutliche Zentralisierungstendenzen am Zuzug vom Dorf in die Stadt. Im 14. Jahrhundert waren die
Zeichen fьr eine Konzentration in den Stдdten offensichtlich. Diese
Zusammenballung von Menschen fьhrte im Lauf der Zeit zu einer stдndigen
Zunahme des Verkehrs zwischen Stadt und Land und in der Stadt selbst.
Abgezeichnet hatte sich diese Entwicklung bereits seit Ende des
16. Jahrhunderts.
Die industrielle Revolution im 18. Jahrhundert, militдrische
Notwendigkeiten und die Aufhebung sozialer Einschrдnkungen des Reisens
fьhrten zu einer weiteren Ausdehnung des Verkehrs. So erreichte das Bedьrfnis
nach guten StraЯen und guten Fahrbahndecken Mitte des 18. Jahrhunderts
einen Hцhepunkt.
Die fьhrende Nation im StraЯenbau war Frankreich.
Im 17–18. Jahrhundert unternahm man in Frankreich die ersten Schritte, nach
rцmischem Vorbild befestigte StraЯen zu bauen. Zunдchst wurde ein
regelmдЯiger Erdkoffer ausgehoben, d. h. die Erde wurde zur Aufnahme der
unteren tragenden Schicht ausgeschachtet. (Die Koffertiefe, d. h. Tiefe der
Ausschachtung, richtete sich nach der Hцhe der StraЯenbefestigung). Zu beiden
Seiten wurden StraЯengrдben zur Entwдsserung angelegt. In die Auskofferung
legte man als unterste, lastverteilende und gleichzeitig wasserableitende
Schicht eine Lage groЯer plattiger Steine, darauf eine Schicht Grobsteinschlag
und als oberste, stark gewцlbte Decklage eine Schicht Kies.
Glьcklicherweise war die Notwendigkeit die Mutter der Erfindung
geblieben, und so leistete diese Zeit bedeutende Beitrдge zur StraЯenbautechnik, allen voran P. Tresaguet in Frankreich sowie T. Telford und
J. McAdam in GroЯbritannien.
2.3. Von der RцmerstraЯe bis zum 19. Jahrhundert
14
Pierre-Marie Jerome Tresaguet war der erste, der den StraЯenbau auf
eine wissenschaftliche Grundlage stellte. Elf Jahre war er Chefingenieur und
war am Bau von 700 km StraЯen in Frankreich beteiligt. Das gab ihm reichlich
Gelegenheit, neue, bessere und billigere Methoden des StraЯenbaus zu
entwickeln. Der Bedarf bestand jedenfalls; denn die zeitgenцssischen Versuche,
die rцmische Bauweise zu kopieren, erwiesen sich als kostspielig und ineffektiv.
1775 stellte er in einem Memorandum seine Lцsungen der StraЯenbauprobleme
vor, die in der Folge landesweit empfohlen wurden.
2.4. Trйsaguet
1. Was fьhrte zum Zerfall des rцmischen StraЯennetzes?
2. Warum erreichte das Bedьrfnis nach guten StraЯen Mitte des
18. Jahrhunderts einen Hцhepunkt?
3. Wann und wo begann man wieder befestigte StraЯen zu bauen?
4. Wozu stellt man den Erdkoffer her?
5. Wer trug zur Entwicklung der StraЯenbautechnik in dieser Zeit bedeutend
bei?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
das Verstдndnis, weder…noch, unterhalten, der Rьckschritt, der Zustand, die
Notwendigkeit, die Decke, das Vorbild, der Erdkoffer, ausheben, unterer,
oberer, die tragende Schicht, ausschachten, die Tiefe, sich richten nach, ableiten,
plattig, der Grobsteinschlag, die Decklage
die Antike – античность
ausschachten , ausheben (die Erde) – делать выемку, выбирать грунт
Tresaguet – Трезаге (1716–1796) – французский инженер
Telford – Тельфорд (1757–1834) – английский инженер-строитель
и архитектор
McAdam – Мак-Адам (1756–1836) – шотландский инженер,
которому приписывается изобретение дорожного покрытия
макадам
Texterlдuterungen:
15
1. Welchen Beitrag leistete Tresaguet zum StraЯenbau?
2. Woraus bestand die Trageschicht des Tresaguet-StraЯenbelags?
3. Welche Probleme hatte diese Struktur, wie wurden diese Probleme gelцst?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
die Grundlage, der Bedarf, der Versuch, die Bauweise, kostspielig, ineffektiv,
die Lцsung, vorstellen, der Bruchstein, zuhauen, neigen, der Untergrund, der
Zwischenraum, fьllen, der Schotter, aufschьtten, fein, der Belag, glatt, ersetzen,
die Vertiefung, verlegen, undurchdringlich, gestalten, die Sohle
Die Tragschicht des Tresaguet-StraЯenbelags bestand aus Bruchsteinen
von etwa 20 cm GrцЯe, deren Form kompakter war als bei frьheren Techniken.
Die Steine wurden so zugehauen, dass jeder zumindest eine flache Schmalseite
hatte. Mit dieser wurden sie – дhnlich wie beim Kopfsteinpflaster – auf einen
geneigten Untergrund gestellt. In die Zwischenrдume fьllte man kleineres
gebrochenes Gestein und rammte es mit Hдmmern fest. Darьber kam eine
weitere Schicht Schotter, um eine ebene Oberflдche zu schaffen. Zum Schluss
wurde die Fahrbahndecke aus einer Schicht feinem Schotter (kleiner als
2,5 cm im Durchmesser) aufgeschьttet. Diese Oberflдche bot zwei
entscheidende Vorteile: aufgrund ihres feineren Belages war sie glatter, zudem
wurden die grцЯeren Steine im Unterbau vor den Eisenrдdern und
eisenbeschlagenen Hufen geschьtzt. Es war weitaus einfacher, etwas Schotter
zu ersetzen als einen groЯen Steinblock.
Diese insgesamt vernьnftige und gut durchdachte Struktur wurde in
einer Vertiefung verlegt, um die Fahrbahn mit dem umliegenden Gelдnde auf
gleichem Niveau zu halten – eine sehr fragwьrdige Entscheidung, denn sie
fьhrte zu groЯen Problemen bei der Entwдsserung. Dem wurde damit begegnet,
dass die Oberflдche so undurchdringlich wie mцglich gestaltet wurde.
AuЯerdem legte man bereits die Sohle geneigt an und hob tiefe seitliche Grдben
aus. Tresaguet war sich sicherlich im klaren ьber die Wichtigkeit eines
trockenen Untergrundes. Dieser Punkt war bei frьheren Abwandlungen der
rцmischen StraЯenbautechnik oft vernachlдssigt worden.
Der Tresaguet-Belag war bald ьberall in Mitteleuropa und in Schweden
verbreitet.
16
Thomas Telford war ein junger Steinmetz aus Schottland, der 1787 – mit
30 Jahren – seine erste bedeutende Brьcke baute und dann sehr bald als ein
fьhrender Kopf der britischen Bauingenieure Anerkennung gewann. Mit StraЯen
beschдftigte Telford sich erstmals 1801, als er von der britischen Regierung
beauftragt wurde, eine Untersuchung ьber TransportmaЯnahmen durchzufьhren,
die die Entvцlkerung des schottischen Hochlandes aufhalten sollten. Bis 1822
wurden unter seiner direkten Aufsicht rund 1500 km an StraЯen und ьber 1000
Brьcken gebaut. Sie bilden noch heute die Grundlage des StraЯennetzes im
nцrdlichen Schottland.
Telford brachte auЯergewцhnliche Fдhigkeiten mit, baute aber in vieler
Hinsicht auf die Arbeit von Tresaguet auf und fьhrte sie weiter. Er hatte erkannt,
dass einige der ungelцsten Probleme vermieden werden konnten, wenn man
Steinblцcke benutzte, die kubisch zugeschnitten waren, was allerdings
zusдtzliche Kosten verursachte. Telford verwandte 30 x 25 x 15 cm groЯe,
teilweise behauene Pflastersteine, die er ebenfalls mit der schmalen, flachen
Seite auf den Untergrund setzte. Die Zwischenrдume zwischen den Steinen
wurden mit grobem Schotter aufgefьllt, um eine seitliche Verschiebung zu
verhindern.
Telford belieЯ den Untergrund eben, schrдgte aber die Oberflдche der
Steinblцcke ab. Der ehemalige Steinmetz Telford verlangte also mehr
Steinmetzarbeit als das System von Tresaguet; er legte auch mehr Wert auf
die Qualitдt des Gesteins als seine Vorgдnger.
Telfords fast undurchdringlicher StraЯenbelag verhinderte, dass sich
Wasser auf der ebenen Sohle ansammelte und so die Haltbarkeit verminderte.
Als weitere Sicherung erhцhte Telford das Pflaster, wo immer es mцglich
war, ьber das umliegende Niveau – im Gegensatz zu Tresaguet, der vermutlich
durch die Forderungen lokaler Stellen nach gleicher Hцhe von StraЯe und
Umgebung eingeschrдnkter war. Wo die Anlage nicht erhцht werden konnte,
entwдsserte Telford das Gebiet neben der StraЯe. Die britischen StraЯenbauer
vor ihm hatten die Notwendigkeit, den WasserfluЯ zu steuern und fьr gute
Entwдsserung zu sorgen, weitgehend ignoriert. Natьrlich hatten die Rцmer
auf Entwдsserung geachtet, aber ihre Kenntnisse waren schon lange vergessen.
Vor Telford galt Wasser als ein unvermeidliches Risiko. Viele Jahre lang, auch
nachdem fortschrittlichere StraЯenbautechniken entwickelt worden waren,
wurde die Methode von Telford wegen ihrer einleuchtenden Logik in Gegenden
mit mangelhaftem Untergrund immer noch benutzt.
2.5. Telford
17
Trotz ihrer bedeutenden Beitrдge zum StraЯenbau hatten Tresaguet
und Telford nicht jenen groЯen Fortschritt gebracht, der notwendig war, um
den Bedьrfnissen des sich ausweitenden Verkehrs gerecht zu werden. Dieser
Fortschritt wurde von John Loudon McAdam in die Wege geleitet. Seine
Neuerung sollte zur Folge haben, dass die Geschwindigkeit der kцniglichen
Postkutschen erstmals nicht mehr durch den StraЯenzustand begrenzt wurde,
sondern durch das Leistungsvermцgen der Pferde.
Worin bestand nun McAdams auЯerordentliche Neuerung? Der
allgemein niedrige Kenntnisstand beim StraЯenbau und der stetige Verfall
des StraЯenbelags durch relativ schnelle Kutschen mit schmalen
eisenbeschlagenen Rдdern hatten McAdam dazu gebracht, nach Alternativen
zu den damals ьblichen Methoden des StraЯenbaus zu suchen. Vor allem
empirisch hatte er festgestellt, wie wirksam feiner Schotter im Gegensatz zu
groЯen Steinplatten bei der StraЯenkonstruktion war. 25 cm dicke Schichten
von gut verdichtetem, gebrochenem, scharfkantigem, kleinem Gestein hatten
seiner Meinung nach als Tragschicht dieselbe Stдrke und Festigkeit wie die
teurere Anlage mit sorgfдltig behauenen und platzierten groЯen Steinen. Seine
Schotterdecke ergab sogar eine bequemere Fahrbahn und verringerte die
Beanspruchung des natьrlichen Untergrunds auf ein ertrдgliches MaЯ,
vorausgesetzt, die Sohle wurde grьndlich trockengehalten und entwдssert.
2.6. McAdam
1. Womit wurde Telford von der britischen Regierung beauftragt?
2. Wie hat Telford einige der ungelцsten Probleme im StraЯenbau vermieden?
3. Wodurch unterschied sich die Methode von Telford vom System von
Tresaguet?
4. Wie wurde das Problem der Entwдsserung von Telford gelцst?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
gewinnen, sich beschдftigen, die Untersuchung, durchfьhren, bilden,
vermeiden, zuschneiden, eben, die Qualitдt, das Gestein, verhindern, die
Haltbarkeit, sich vermindern, die Sicherung, die Forderung, die Anlage, steuern,
sorgen fьr, die Kenntnis, gelten als, die Gegend
18
Merken Sie sich:
der Beitrag, zur Folge haben, die Geschwindigkeit, begrenzen, auЯerordentlich,
schmal, suchen, feststellen, im Gegensatz zu, scharfkantig, die Tragschicht,
die Festigkeit, bequem, verringern, die Beanspruchung, trocken, der
Durchmesser, das Geheimnis, sich ergeben, abflieЯen, die Packlage, die
Erfindung
Die GrцЯe der Steine war ein wichtiges Element im Rezept von McAdam.
Fьr die unteren 20 cm des StraЯenbelags betrug die maximale GrцЯe 7,5 cm.
Bei der 5 cm dicken Fahrbahndecke wurde der Durchmesser jedoch auf 2 cm
begrenzt. Das Geheimnis der Decke bestand darin, dass die SteingrцЯe von 2 cm
weitaus geringer war als die ьbliche Breite der Eisenreifen von Kutschen und
Wagen.
Ein StraЯenbelag von McAdam kann etwa 18 kg pro Millimeter
Reifenbreite tragen, fast doppelt soviel wie der von Telford. Die Stдrke und
Festigkeit der Lage aus verdichteten, scharfkantigen Steinen ergibt sich aus
der strukturellen Verzahnung und Verspannung, die zwischen den einzelnen
Steinen entsteht. Dieses Prinzip wird noch heute beim StraЯenbau angewandt,
und seit 1820 ist McAdams Name untrennbar mit seiner Erfindung – der
Makadam- oder SchotterstraЯe – verbunden.
McAdams Technik vermied auch viele der alten Entwдsserungsprobleme, denn er bestand auf einem geneigten Untergrund, der ьber
dem Grundwasserspiegel liegen muЯte. Er war auch gegen die hohen
Lдngsgrate, die man auf den meisten bestehenden StraЯen zum AbflieЯen des
Oberflдchenwassers angelegt hatte; statt dessen empfahl er den Bau von
glatteren, festeren Fahrbahndecken.
McAdams brillante Erkenntnis bestand darin, dass die ausgefeilten
Packlagen sorgfдltig platzierter groЯer Steine, die mit Erde und Kies bedeckt
wurden – eben jene, wie sie die anerkanntesten StraЯenbaumeister seit der
Rцmerzeit konstruiert hatten – durch eine einfache, dьnne homogene Schicht
von kleinkalibrigem Schotter ersetzt werden konnten.
Einer der wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren, die dabei eine Rolle
spielten, war die Erfindung von dampfbetriebenen Maschinen, die Schotter
entscheidend billiger machten als das Setzen von Steinblцcken.
19
Als 1886 die erste vierrдdrige „Motorkutsche” durch Bad Cannstadt
fuhr, als 1891 die Daimler-Motoren-Gesellschaft den ersten Lastkraftwagen
baute und als um 1895 die ersten fьr Kraftwagen geeigneten Luftreifen
geschaffen wurden, waren sich die StraЯenbauer noch nicht klar darьber,
welche alle bisherigen Begriffe von der verkehrstechnischen Beanspruchung
der StraЯe umstoЯende Entwicklung damit eingeleitet wurde. Die
Kraftfahrzeuge blieben bis etwa zum ersten Weltkrieg immerhin nur
Einzelerscheinungen im Verkehrsbild der StraЯe, das noch vom Fuhrwerk
beherrscht wurde. Sie fielen hцchstens hier und da durch ihre unangenehme
Staubentwicklung auf den sandgeschlдmmten SchotterstraЯen auf, und die
StraЯenbautechniker versuchten, diesen Ьbelstand mit Hilfe entsprechender
staubbindender Mittel zu bekдmpfen. Eines dieser Mittel war auch der als
billiges Abfallprodukt zur Verfьgung stehende Gasanstaltteer. Schon 1901
grьndete der Schweizer Arzt Doktor Guglielminetti die „Liga gegen den Staub”
und schlug zur Bekдmpfung der Staubplage die Behandlung der
StraЯenoberflдchen mit Teer vor. Guglielminetti war Arzt, und ihn interessierten
nur die gesundheitlichen Schдden, die durch die Staubplage auftraten. Die
StraЯenbauer jedoch beobachteten, dass die mit Teer behandelten
StraЯenoberflдchen auch der Abnutzung durch den Verkehr wesentlich hцheren
Widerstand entgegensetzten als die ungeschьtzten. Damit begann die
Entwicklung des modernen bituminцsen StraЯenbaus.
Der gesamte Kraftfahrzeugbestand Deutschlands betrug im Jahre 1907 noch
nicht einmal 15000 Fahrzeuge und wuchs bis zum Jahre 1914 auf etwa 70000
an. Nach dem ersten Weltkrieg jedoch begann eine so stьrmische Entwicklung
2.7. Die Entstehung der AutostraЯe
1. Was hatte McAdam dazu gebracht, neue Methoden des StraЯenbaus
zu suchen?
2. Wodurch war seine Schotterdecke besonders effektiv?
3. Was war ein wichtiges Element im Rezept von McAdam?
4. Woraus ergab sich die Stдrke und Festigkeit der Schotterdecke?
5. Welche Probleme vermied McAdams Technik noch?
6. Was war einer der wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren bei der Herstellung
der MakadamstraЯe?
Fragen zum Text:
20
1. Womit versuchten die StraЯenbautechniker die Staubentwicklung zu
bekдmpfen?
2. Welchen Vorschlag hatte der Schweizer Arzt Dr. Guglielminetti zur
Bekдmpfung der Staubplage?
3. Womit begann die Entwicklung des modernen bituminцsen StraЯenbaus?
Fragen zum Text:
Bad Cannstadt – самый старый район г. Штутгарта (Bad – курорт)
Gasanstaltteer – дёготь газовых заводов
Guglielminetti – Эрнест Гуглильминетти – швейцарский доктор,
реализовавший свою идею связывать дорожную пыль со смолой
с завода по переработке газа в Монако
Texterlдuterungen:
Merken Sie sich:
der Lastkraftwagen, der Kraftwagen, eignen fьr, der Begriff, bleiben, die
Erscheinung, der Staub, das Mittel, zur Verfьgung stehen, der Teer,
vorschlagen, die Behandlung, die Abnutzung, der Widerstand, anwachsen,
erforderlich, die Instandsetzung, ausfьhren, der Zweig
der Motorisierung des StraЯenverkehrs und damit eine grundsдtzlich anders
geartete Beanspruchung der StraЯendecken, dass eine vцllige Neuorientierung
des modernen StraЯenbaus, der immer mehr ausschlieЯlich den Bedьrfnissen
des Kraftfahrzeugs angepasst werden musste, erforderlich wurde.
Nach dem ersten Weltkrieg kam als neue StraЯenbautechnik der
bituminцse StraЯenbau hinzu. Etwa ab 1925 wurden zur Erhaltung und
Instandsetzung des wдhrend der Kriegsjahre heruntergewirtschafteten
StraЯennetzes in groЯem Umfange bituminцse Oberflдchenbehandlungen
ausgefьhrt, denen bald auch schwerere bituminцse Bauweisen folgten.
Zur alten SteinstraЯe und zu den bituminцsen Bauarten kam kurz vor
dem zweiten Weltkrieg in groЯem MaЯstabe die Betonfahrbahn zur
Anwendung. Die Verfeinerung und wissenschaftliche Durchdringung der
komplexen StraЯenbautechnik in allen diesen Zweigen hat seitdem einen
auЯerordentlich groЯen MaЯstab erreicht.
21
Die erste bekannte Forderung zum Bau von nur fьr den
Kraftfahrzeugverkehr geeigneten StraЯen stammt von 1902 von Siegroth.
Dieser erklдrte zum Ziel, dass „schnell fahrende Automobile mit anderen
Fuhrwerken und FuЯgдngern nicht in Collision kommen”. Seine Plдne sahen
die Anlage „von besonderen 3 m breiten AutomobilstraЯen rechts und links
der FahrstraЯe fьr Hin- und Rьckfahrt” vor. Daneben sollten beiderseits der
Fahrbahn je 2 m breite FuЯgдngerwege angelegt werden.
Ein Vorgдnger der Autobahnen war der Long Island Motor Parkway in
den USA. Er wurde 1906 auf einem Privatgrundstьck fьr das Rennen um den
Vanderbilt Cup gebaut. Er entstand durch das Bedьrfnis eines exzentrischen
Milliardдrssohns aus New York, eine eigene StraЯe zu haben, die nur von
schnellen Autos befahren werden durfte. William K. Vanderbilt Jg., Sprцssling
aus der berьhmten Eisenbahn-Dynastie, lieЯ diese erste „Autobahn” der Welt
errichten. Anfangs bestand er aus einer einzigen asphaltierten Fahrbahn, die
10 m breit und 10 km lang war. 1908 wurde er als nur fьr Autos zugelassene
MautstraЯe der Цffentlichkeit zugдnglich gemacht und bis 1910 mit Asphalt
und Stahlbeton auf eine Lдnge von etwa 80 km ausgebaut. Es war die erste
цffentliche StraЯe mit Ьberfьhrungen, um Kreuzungen zu vermeiden, und
die erste, die ьberhцhte Kurven besaЯ – eine Finesse, die im vorautomobilen
Zeitalter der niedrigen Geschwindigkeiten nicht erforderlich gewesen war.
Die StraЯe war kein besonderer wirtschaftlicher Erfolg, unter anderem wegen
ihrer engen Kurven; trotzdem blieb sie bis 1937 in Betrieb.
Das englische Wort parkway gab es bereits lange vor der Anlage auf Long
Island. Es entstand 1699 in Virginia und wurde ursprьnglich fьr StraЯen mit
breiten grasbewachsenen Mittelstreifen benutzt. Die Pioniere der
Landschaftsarchitektur Frederik Olmsted und Calvert Vaux machten das
Konzept mit der Anlage des Central Park in New York 1858 populдr. Nach
dem Entwurf von Olmsted wurden die vier QuerstraЯen mit dem Hauptverkehr
unter die Oberflдche verlegt und der цrtliche Verkehr auf Brьcken
darьbergeleitet. Olmsted erkannte, wie sehr StraЯen die Landschaft optisch
bestimmen kцnnen. Sein gleichnamiger Sohn spielte ebenfalls spдter eine
2.8. Parkways
4. Wann und warum wurde eine vцllige Neuorientierung des modernen
StraЯenbaus erforderlich?
5. Welche neuen StraЯenbautechniken kamen nach dem ersten Weltkrieg hinzu?
22
Merken Sie sich:
vorsehen, die Hin- und Rьckfahrt, der Vorgдnger, das Rennen, errichten,
zulassen, die MautstraЯe, ausbauen, die Ьberfьhrung, die Kreuzung, die Kurve,
in Betrieb, der Mittelstreifen, die QuerstraЯe, auslegen, erlauben, die Zufahrt,
der Abstand, das Grundstьck, kreuzungsfrei, erwдhnen, erfьllen, die
Bedingung, die Abweichung
Long Island Motor Parkway – Лонг-Айленд Мотор Parkway
Parkway /pa:kwei/ – парковая дорога, обсаженная деревьями
Vanderbilt Cup/kap/ – кубок Вандербилта
William K. Vanderbilt Jr. – William Kissam Vanderbilt der Jüngere
(1878–1944) – Вильям Кисам Вандербильт младший
Frederik Olmsted, Calvert Vaux – Фредерик Ольмстед, Кальверт
Вокс – американские ландшафтные архитекторы 19 века
Leon Alberti – Леон Альберти – итальянский архитектор эпохи
Возрождения
Lkw – Lastkraftwagen
Texterlдuterungen:
wichtige Rolle bei der Gestaltung von StraЯenlandschaften. Die beiden waren
aber nicht die ersten, die sich Gedanken ьber die landschaftliche Gestaltung
von StraЯen machten: schon der groЯe Renaissancearchitekt Leon Alberti hatte
1485 in seinem Buch „De re aedificatoria“ geschrieben, dass eine StraЯe „mit
angenehmer Aussicht auf die Landschaft bereichert“ werden sollte.
Spдter, in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, wurden in New
York und Washington eine Reihe schцn gestalteter Parkways gebaut. Es waren
eigentlich langgezogene Stadtparks mit einer AutostraЯe, die fьr Lkws
gewцhnlich nicht zugelassen war. Sie дhnelten in vielem den heutigen
Autobahnen, waren aber fьr geringere Geschwindigkeiten ausgelegt und
erlaubten eine seitliche Zufahrt.
Eine echte Autobahn verfьgt ьber getrennte Fahrbahnen mit
Sicherheitsabstand fьr jede Fahrtrichtung, erlaubt keine Zufahrt von
anliegenden Grundstьcken und ist kreuzungsfrei. Keine der oben erwдhnten
StraЯen erfьllte all diese Bedingungen und konnte damit bereits als Autobahn
gelten, auch wenn die Abweichungen manchmal nur noch gering waren.
23
StraЯen mit getrennten Fahrbahnen wurden schon vor dem Zeitalter
des Autos in Paris, Berlin und mehreren amerikanischen Stдdten gebaut. Keine
aber war kreuzungsfrei und erlaubte die Zufahrt nur ьber besondere Auf- und
Abfahrten. Der Titel der ersten kreuzungsfreien StraЯe mit getrennten
Fahrspuren gebьhrt einer deutschen StraЯe. Zwischen 1913 und 1921 baute
ein privates Konsortium die schnurgerade, knapp 10 km lange Avus, die
„Automobil-, Verkehrs- und ЬbungsstraЯe“ durch den Berliner Grunewald.
Hдtte sie nicht lediglich einen schmalen, ungeschьtzten Mittelstreifen gehabt,
kцnnte sie als die erste Autobahn der Welt gelten.
Der Begriff „Autobahn” wurde erstmals von Robert Otzen, dem
Vorsitzenden der HaFaBa (Autobahnprojekt Hansestдdte-Frankfurt-Basel)
verwendet, der 1929 im Rьckblick auf 3 Jahre HaFraBa vorschlug, statt des
bislang gebrдuchlichen und „unhandlichen” Begriffs „Nur-AutostraЯe” in
Analogie zur Eisenbahn „Autobahn” zu verwenden. In der Folge wurde dieser
Begriff in der Zeitschrift „HaFraBa” und auch in anderen Publikationen im
Zusammenhang mit der HaFraBa verwendet. Unter „Autobahn” verstand man
damals aber stets eine reine KraftwagenstraЯe, unabhдngig von ihrer baulichen
Gestaltung. Erst mit dem Beginn des Projektes zum Bau der „Reichsautobahnen” im Sommer 1933 und der in der Folge verbundenen Propaganda
wurde der Begriff „Autobahn” mit einem bestimmten Ausbaustandard
verknьpft, der aber auch heute nicht immer auf alle Autobahnstrecken zutrifft.
Die deutschen Autobahnkonstrukteure besichtigten die bestehenden
amerikanischen Parkways und kehrten nach Deutschland mit der Absicht
zurьck, ihre neuen StraЯen grцЯer und gerader zu bauen und auf eine
Geschwindigkeit von 165 km/h auszulegen, etwa das Doppelte der damals
auf den Parkways ьblichen Werte. Die erste Autobahn in Deutschland war die
2.9. Die ersten Autobahnen in Europa
1. Wofьr wurde der erste Parkway gebaut?
2. Wie lang und wie breit war er zuerst?
3. Was bedeutete das englische Wort parkway ursprьnglich und in welchen
Entwьrfen wurde es verwendet?
4. Warum kann Parkway als Autobahn nicht gelten? Worin bestand der
Unterschied?
Fragen zum Text:
24
Grunewald – название района в Берлине
Piero Puricelli (1883–1951) – Пьеро Пуричелли
Mailand – г. Милан
Varese – город на севере Италии
Comer See – озеро на севере Италии
Preston Bypass /presten baipas/ – обходная дорога г. Престон
Texterlдuterungen:
20 km lange Strecke von Bonn nach Kцln, die 1929-1932 gebaut wurde.
1933 ьbernahm das Dritte Reich den gesamten Autobahnbau.
Ein weiterer Bewerber um den Titel der ersten Autobahn war die
italienische Autostrada. Mussolini, der 1922 an die Macht kam und die feste
Absicht hatte, Italien wieder zum Glanz des rцmischen Reiches zu fьhren,
war ein entschiedener Verfechter des Baus von Autostrada. Am 21. September
1924 wurde in Italien die erste Autobahn Europas eingeweiht. Es handelte
sich um das erste Teilstьck der Autostrada Mailand-Oberitalienische Seen.
Diese Strecke war damals allerdings wegen des noch geringen erwarteten
Verkehrsaufkommens 2-spurig mit Gegenverkehr. Der Bau dieser Autobahn
zu diesem frьhen Zeitpunkt ist vor allem auf die Bemьhungen des Mailander
Ingenieurs Piero Puricelli zurьckzufьhren, der durch die faschistische
Propaganda begьnstigt wurde. Er sah die Notwendig, fьr Autos eigene
SchnellstraЯen zu bauen. Puricelli inspirierten damit ganz wesentlich die
Planungen von Autobahnen in Deutschland. Die erste Autostrada war eine
1925 fertiggestellte kreuzungsfreie StraЯe mit ungetrennten Richtungsfahrbahnen, die ьber 50 km von Mailand nach Varese und zum Comer See
fьhrte. Die Auslegungsgeschwindigkeit betrug 60 km/h, der Belag war
vornehmlich aus Beton. Die StraЯe wurde als gebьhrenpflichtige StraЯe von
einem Privatunternehmen gebaut.
Nach dem II. Weltkrieg war die Zeit nicht nur technisch reif fьr den
Autobahnbau, sondern noch wichtiger war wohl, dass solche enormen zivilen
Bauvorhaben einen idealen Ansatz fьr Wiederaufbau- und Beschдftigungsprogramme boten. Die erste britische Autobahn war der 1958 erцffnete Preston
Bypass. Heute verfьgt der grцЯte Teil der entwickelten Welt, der es sich leisten
konnte oder wollte, ьber ein ausgedehntes Autobahnnetz.
25
Eine Autobahn ist eine FernverkehrsstraЯe, die ausschlieЯlich dem
Schnellverkehr und dem Gьterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen dient. Sie
besteht aus zwei Richtungsfahrbahnen mit jeweils mindestens zwei
Fahrstreifen sowie mit Standstreifen, die auch Seitenstreifen oder
Pannenstreifen genannt werden. Beide Fahrbahnen sind durch einen
Mittelstreifen, in dem passive Schutzeinrichtungen wie Stahlschutzplanken
oder Betonschutzwдnde errichtet sind, voneinander getrennt. Die
Fahrbahnbefestigung kann entweder als Beton- oder als Asphaltbelag
ausgefьhrt sein.
Der Ьbergang von einer Autobahn auf eine andere erfolgt durch
Brьcken und Unterfьhrungen oder Abzweigungen. Ьbergдnge ins
untergeordnete StraЯennetz werden Autobahnanschlussstellen genannt.
Unterfьhrungen und Brьcken im Verlauf der Autobahnen sowie die meisten
StraЯenbrьcken ьber die Autobahnen sind Teile der Autobahnen.
In manchen Lдndern sind jedoch davon abweichende Begriffe fьr StraЯen,
die Autobahnen entsprechen, sowie niedere Standards fьr Bau und Ausstattung
wichtiger StraЯen anzutreffen. Dies macht internationale Vergleiche schwierig.
2.10. Die modernen Autobahnen
1. Wo entstand die erste kreuzungsfreie StraЯe mit getrennten Fahrspuren?
Wie hieЯ sie? Warum kцnnte sie als die erste Autobahn der Welt nicht
gelten?
2. Von wem und wann wurde der Begriff „Autobahn“ erstmals verwendet
und was verstand man zuerst darunter?
3. Wann wurde die erste Autobahn in Deutschland gebaut?
4. Wo und wann wurde die erste Autobahn Europas eingeweiht?
5. Wer war der „Erfinder“ der italienischen Autostrada?
6. Wann wurde die erste britische Autobahn erцffnet?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
das Zeitalter, die Auf- und Abfahrt, die Fahrspur, schnurgerade, schьtzen, im
Zusammenhang mit, verstehen unter, verknьpfen mit, damals, ьblich, die
Strecke, gesamt, es handelt sich um, zurьckfьhren auf, ganz, wesentlich, die
SchnellstraЯe, fertigstellen, gebьhrenpflichtig, nicht nur…sondern, sich leisten
26
Besonders deutlich wird dies bei Vergleichen mit den USA. Entsprechend der
historischen Entwicklung sind dort unterschiedliche Bezeichnungen fьr einen
StraЯentyp ьblich, der weitgehend unseren Autobahnen entspricht.
Je nach Verlauf der Strecke spricht man in manchen Fдllen von
Ringautobahnen oder Stadtautobahnen. Unter einer Ringautobahn versteht
man eine Autobahn, die eine Stadt, einem Ring gleich, vollstдndig umschlieЯt.
Eine Ringautobahn ermцglicht es dem Transitverkehr, um eine Stadt
herumzufahren; sie verbindet dank ihrer geschlossenen Ringform sдmtliche
in sie verlaufenden Autobahnen miteinander. Hauptziel ist es, die Umfahrung
einer StraЯe schneller und somit verkehrsgьnstiger zu gestalten als deren
Durchquerung. Ringautobahnen sind fьr die Entlastung des innerstдdtischen
Verkehrs und somit auch fьr die Verringerung des Fahrzeuglдrms und des
Dieselfeinstaubs enorm wichtig. Gerade bei groЯen Stдdten, die meist einen
wichtigen Verkehrsknotenpunkt von vielen Autobahnen darstellen, ist es
wichtig, den Verkehr um die Stadt zu fьhren, um diese zu entlasten. AuЯerdem
kцnnen die Verkehrsteilnehmer die Stadt von allen Richtungen anfahren, ohne
durch den Stadtkern fahren zu mьssen. Dies erspart enge und gefдhrliche
Passagen durch die Innenstadt.
An den meisten Autobahnen befinden sich Autobahnraststдtten und
Autobahnparkplдtze, um den Ver- und Entsorgungsbedьrfnissen der
Autobahnnutzer nachzukommen und diesen eine Mцglichkeit zu geben, sich
zu erholen. Oft befinden sich dort auch Attraktionen und Spielgerдte fьr Kinder.
Diese Anlagen sind Teile der Autobahnen.
Auf Fahrstreifen der Autobahnen ist das Halten und Parken nicht
erlaubt. Des Weiteren ist auf dem Seitenstreifen und in den Nothaltbuchten
das Halten nur in besonderen Fдllen (etwa eines technischen Defektes oder
auf Anweisung eines ausfьhrenden Staatsorgans) erlaubt, um den
nachfolgenden Verkehr nicht zu behindern.
Um volle Sicherheit und Hilfe bei Unfдllen und Pannen zu
gewдhrleisten, ist jede Autobahn mit Telefonhilfestellen ausgerьstet, die in
beiden Richtungen in Abstдnden von ca. 2 km montiert sind, damit Polizei,
Krankenwagen, Abschleppwagen und Wagen der Technischen Hilfswerke
schnell zur Stelle kommen kцnnen.
Jede Autobahn besitzt mehrere, baulich fest eingerichtete
Bedarfsumleitungen, um dem Verkehrsteilnehmer die Mцglichkeit zu geben,
einen Stau umfahren zu kцnnen. Diese werden mit „U” gekennzeichnet. Die
27
Das Wort „StraЯe” kommt aus der lateinischen Sprache: strata (lat.)
bedeutet einen befestigten Weg. Eine StraЯe ist ein begeh- und befahrbarer,
meist befestigter und klassifizierter Verkehrsweg, der von FuЯgдngern und
verschiedenen Fahrzeugen benutzt wird und glatte Oberflдche hat. Unter
3.1. Allgemeines
3. StraЯe
1. Welchen Forderungen soll eine moderne Autobahn entsprechen?
2. In welchem Land sind die Abweichungen davon besonders deutlich?
3. Was versteht man unter einer Ringautobahn?
4. Was sind Teile der Autobahnen?
5. Womit ist jede Autobahn ausgerьstet?
6. Mit welchem Buchstaben sind Bedarfsumleitungen gekennzeichnet?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
die FernverkehrsstraЯe, der Gьterverkehr, ausschlieЯlich, jeweils, mindestens,
der Fahrstreifen, der Standstreifen, die Einrichtung, entweder…oder, der
Ьbergang, die Unterfьhrung, die Abzweigung, die Anschlussstelle, der Verlauf,
entsprechen, die Ausstattung, die Bezeichnung, je nach, die Ringautobahn,
die Umfahrung, gьnstig, die Durchquerung, die Entlastung, der Lдrm, der
Verkehrsknotenpunkt, die Ver- und Entsorgung, halten, der Fall, gewдhrleisten,
die Umleitung, der Stau
Verkehrsfьhrung wird auf der Umleitungsstrecke durchgehend wiederholt, bis
der Verkehrsteilnehmer das Ende der Umleitungsstrecke erreicht hat.
Autobahnen sind baulich dafьr ausgelegt, groЯe Verkehrsstдrken
abzuwickeln. So eignet sich beispielsweise ein 4-streifiger Autobahnquerschnitt
mit Standstreifen fьr bis 70000 Fahrzeuge pro Tag. Je nach
Schwerverkehrsbelastung kann dieser Wert geringer ausfallen. Eine hцhere
Belastung kommt dann zum Stau.
Die Vielzahl von einzelnen Autobahnen bilden ein StraЯennetz
zusammen, welches sich ьber Lдndergrenzen hinweg erstreckt. Ein besonders
dichtes Netz bilden Autobahnen in Europa, Nordamerika und in einigen
asiatischen Lдndern.
28
AnliegerstraЯe – частная улица или улица, принадлежащая общине и
предназначенная главным образом для прохода или подъезда
к расположенным на ней участкам с жилыми домами или другими
учреждениями
Texterlдuterungen:
StraЯen versteht man im Allgemeinen die dem цffentlichen Verkehr gewidmeten
StraЯen, Wege und Plдtze. StraЯen werden meistens von staatlichen Behцrden
fьr nicht schienengebundene Fahrzeuge unterhalten.
Man unterscheidet die StadtstraЯen (in bebauten Gebieten) von den
LandstraЯen (auЯerhalb bebauter Gebiete). StraЯen in Stдdten werden
beispielsweise in Stadtautobahn, SchnellverkehrsstraЯe, HauptverkehrsstraЯe,
AnliegerstraЯe usw. unterteilt. LandstraЯen lassen sich z.B. in
Bundesautobahnen, StaatsstraЯen, BundesstraЯen, Kreis- oder GemeindestraЯen einteilen. Der Begriff FernstraЯe ist eine Sammelbezeichnung fьr
bestimmte Verkehrswege. In Deutschland fallen unter diesen Begriff
Autobahnen und BundesstraЯen. Zu den StraЯen gehцren auЯerdem SpielstraЯen, land- und forstwirtschaftliche Wege, Radwege, Gehwege. Kreisverkehrsplдtze, Unterfьhrungen und Parkplдtze. Spezielle Kategorien sind
z.B. ZollstraЯen (zollfreie StraЯen), Sackgassen, PassstraЯen, Rennstrecken etc.
StraЯen innerhalb bebauter Gebiete kцnnen verschiedene Aufgaben
besitzen: sie verbinden Stadtgebiete untereinander, erschlieЯen angrenzende
Grundstьcke oder dienen dem Aufenthalt der Bewohner. Diese
unterschiedlichen Aufgaben finden Berьcksichtigung in verschiedenen
Gestaltungsmцglichkeiten je nach StraЯentyp. Dabei ist es entscheidend, dass
die Gestaltung des Querschnittes einer StraЯe und die Linienfьhrung
aufeinander abgestimmt sind.
Beim Separations- oder Trennungsprinzip wird fьr den Fahrverkehr
eine in der Regel durch Bordsteine baulich abgetrennte Fahrbahn geschaffen.
Fьr FuЯgдnger stehen baulich getrennte Gehwege zur Verfьgung.
Beim Mischungsprinzip wird versucht, durch intensive Entwurfs- und
GestaltungsmaЯnahmen die Verkehrsflдche so einzurichten, dass mцglichst
alle Verkehrsteilnehmer diese Flдche gleichberechtigt nutzen kцnnen. Dies
wird in der Regel durch einen hцhengleichen Ausbau des gesamten
StraЯenraumes erreicht. Diese Ausbauform ist in der Regel die Voraussetzung
fьr die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches.
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Der Aufbau der StraЯe wird in Untergrund, Unterbau und Oberbau
unterteilt. Das Planum bildet die Grenze zwischen dem Oberbau und dem
Unterbau bzw. Untergrund. Dabei wird der anstehende Boden als Untergrund,
ein kьnstlich hergestellter Erdkцrper als Unterbau bezeichnet.
Der Oberbau und der Unterbau sind Teile des StraЯenkцrpers, die durch
den Verkehr am stдrksten beansprucht sind und deren wesentliche Aufgabe
darin besteht, diese Beanspruchungen auf den Baugrund zu ьbertragen.
Der Oberbau besteht aus einer oder mehreren Tragschichten und der
Decke. Die durch den StraЯenverkehr verursachten Lasten werden im Oberbau
verteilt und mьssen vom Unterbau bzw. Untergrund aufgenommen werden.
Der Aufbau einer StraЯe wird von der Hцhe und der Art des zu erwartenden
Verkehrsaufkommens, d.h. der Menge und der Zusammensetzung aus Lkw,
Bussen, Pkw, Radfahrern und FuЯgдngern bestimmt. In Abhдngigkeit dieser
Belastungen und der Beschaffenheit des Bodens werden die Zusammensetzung
und die Dicke der einzelnen Schichten des Oberbaus dimensioniert.
Das Planum ist die unmittelbar unter dem Oberbau liegende und
plangerecht bearbeitete Oberflдche des Untergrundes oder Unterbaues.
Zuweilen wird zwischen Rohplanum (etwa als Ergebnis von Abtrag und
Verfьllung) und Feinplanum (nach Bearbeitung und Aufschьttung)
3.2. Der Aufbau der StraЯe
1. Was bedeutet der Begriff „die StraЯe”?
2. Welche StraЯen unterscheidet man?
3. Welche Prinzipien der Gestaltung des Querschnittes der StraЯe gibt es?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
verschieden, im Allgemeinen, widmen, der Platz, die Schiene, unterscheiden,
auЯerhalb, bebauen, beispielsweise, unterteilen, die Gemeinde, bestimmen,
auЯerdem, zollfrei, die Sackgasse, die Aufgabe, der Entwurf, die MaЯnahme,
einrichten, der Teilnehmer, gleichberechtigt, der Bereich
SpielstraЯe – дорога, на которой разрешено играть детям
ZollstraЯe (zollfreie StraЯe) – дорога в пограничной зоне, в пределах
которой провозимые товары подлежат (не подлежат) обложению
пошлиной
30
unterschieden. Die Herstellung des Planums erfolgt entweder bei kleinen Flдchen
mit der Hand oder bei groЯen Flдchen mit Hilfe von Planierraupen oder Gradern.
Die Verdichtung wird mit Vibrationsplatten oder Walzenzьgen ausgefьhrt. Das
Planum wird unterhalb von Verkehrswegen zur Seite geneigt (Quergefдlle), um
die Entwдsserung sicherzustellen und ein Aufweichen des Erdbauwerkes zu
verhindern.
Zur Wahl und Konstruktion einer EntwдsserungsmaЯnahme
unterscheidet man drei verschiedene Formen des abzuleitenden Wassers. Das
Oberflдchenwasser fдllt in der Regel von Bцschungen oder befestigten Flдchen
an und wird ьber Einlaufschдchte der Entwдsserung zugefьhrt. Das
Sickerwasser dringt durch undichte StraЯenbelдge und unbefestigte Mitteloder Seitenstreifen in den Unterbau der StraЯe. Daher wird das Sickerwasser
durch Filterschichten in Verbindung mit Schlitzrohren gesammelt und in die
weitere Entwдsserung eingeleitet. Eventuell anfallendes Grundwasser ist
gesondert zu drainieren.
Zu den Tragschichten zдhlt die Frostschutzschicht. Wird die obere
Frostschutzschicht mit Bindemitteln verfestigt, so bildet diese Schicht eine
selbstдndige Tragschicht. Die Frostschutzschicht ist eine Tragschicht ohne
Bindemittel, die Frostschдden im Oberbau vermeiden soll und aus
frostunempfindlichen Mineralstoffen besteht sowie im verdichteten Zustand
kapillarbrechend und ausreichend wasserundurchlдssig ist.
Die Decke ist der obere Teil des Oberbaues. In der Regel besteht die
bituminцse Decke aus je einer Deck- und Bindeschicht. Die Fahrbahndecken
werden entweder aus Schotter mit darauffolgender Teerung als bituminцse
Decken oder aus GuЯ- oder Stampfasphalt hergestellt. Die StraЯendecke kann
auch als Pflasterung ausgefьhrt werden, indem natьrliche oder kьnstliche
Steine (Pflasterstein oder Klinkerstein) Stein an Stein von Hand verlegt und
festgestampft werden. Da diese Bauweise nur auf Handarbeit beruht und die
Mechanisierung nur in geringem MaЯe ermцglicht, so ist dieser StraЯenbau
zu schwach fьr den schweren Lastkraftwagenverkehr. AuЯerdem ist diese
Bauart teuer und unproduktiv.
Bei stark beanspruchten StraЯen muss die Decke eine Packlage
(Steinbett) aus Schotter, Kies oder anderem Steinmaterial erhalten, die als
Unterbau dient. Je schwдcher der Untergrund und je grцЯer die
Verkehrsbeanspruchungen sind, desto dicker und fester muss der Unterbau
sein. Wo alte StraЯen vorhanden sind, verwendet man oft auch die
Pflasterungen und Schotterdecken als Unterbau.
Aus welchen Teilen besteht der StraЯenkцrper?
Wo liegt das Planum?
Wie erreicht man die Entwдsserung einer StraЯe?
Wie kann die StraЯendecke ausgefьhrt sein?
31
Die Bauart einer dauerhaften VerkehrsstraЯe weist folgende drei
Bauelemente auf:
1) einen tragfдhigen Baugrund (Untergrund)
2) einen tragfдhigen Unterbau
3) eine tragfдhige, fahrsichere, verschleiЯfeste und ebene Decke
(Oberbau).
Bevor man mit dem Aufbau eines Unterbaus beginnt, ist das Planum
herzustellen.
Den eingeebneten und vorbereiteten Untergrund zur Aufnahme der
eigentlichen StraЯenbefestigung nennt man Planum (planieren – einebnen).
Hдufig wird das Planum ausgekoffert. Das Planum erhдlt dann eine besondere
Ausschachtung (Auskofferung). Im Querprofil erhдlt der Erdkoffer die gleiche
Wцlbung wie die Oberflдche der StraЯe, damit auch die StraЯenbefestigung
ьberall die gleiche Dicke erhдlt. Auf standfesten Bodenarten (Fels, Sand u. a.)
kann das Planum mit den цrtlichen Bodenmassen gebaut werden.
Mit Unterbau bezeichnet man den Teil der StraЯenbefestigung, der
zwischen dem Untergrund und der StraЯendecke liegt. Er bildet die eigentliche
Grundlage der StraЯe und hat die Aufgabe, die auf die StraЯe einwirkenden
Verkehrslasten gleichmдЯig auf den Untergrund zu ьbertragen und auf
mцglichst groЯe Flдche zu verteilen.
I
3.3. Die Entwicklung des StraЯenunterbaus
1.
2.
3.
4.
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
der Aufbau, der Oberbau, das Planum, die Grenze, beziehungsweise, herstellen,
der Erdkцrper, der StraЯenkцrper, ьbertragen, aufnehmen, die Last, die Menge,
die Beschaffenheit, die Zusammensetzung, aufweichen, das Sickerwasser,
sammeln, die Frostschutzschicht, verfestigen, der Schaden, wasserundurchlдssig, je, feststampfen, erhalten, je…desto, vorhanden sein, die Plasterung
ErdstraЯenbau als Unterbau. Der Gedanke, das цrtlich vorhandene
Erdmaterial als Baustoffe fьr den Unterbau zu verwenden, ist vielfach
verwirklicht worden und hat zur mechanischen Bodenverfestigung im
ErdstraЯenbau gefьhrt.
Durch eine geeignete Zusammensetzung der natьrlich vorkommenden
Baustoffe (Kies, Sand und Ton) und durch eine entsprechende Verarbeitung
dieser Baustoffe werden Unterbauten sogar fьr schwer belastete StraЯen mit
Erfolg hergestellt. Um im ErdstraЯenbau mit mцglichst geringen Mitteln groЯe
Leistungen zu erzielen, ist der Einsatz moderner Maschinen, durch welche
die Handarbeit weitgehend ausgeschaltet wird, Vorbedingung,
Das wichtigste Universalgerдt, das dabei die StraЯenbauarbeiten
auszufьhren hat, ist der MotorstraЯenhobel, auch Grader genannt.
Der Unterbau wird meistens in mehreren Schichten aufgebaut, wobei
die Schichtdicke nicht grцЯer als 14 bis 20 cm sein soll. Eine maschinell
eingebaute Tragschicht aus einem Ton-Sand-Kiesgemisch ist so homogen,
dass eine sehr gleichmдЯige Druckьbertragung auf den Untergrund stattfindet.
Dieser Unterbau ist dem aus einzelnen beweglichen Steinen bestehenden
Packlagebau ьberlegen und von besonderer Wichtigkeit in steinarmen
Gebieten.
Bodenvermцrtelung als Unterbau. Darunter versteht man das Verfahren,
den vorhandenen Boden mit Bindemitteln an Ort und Stelle zu mischen und
zu verfestigen. Da dabei nur ein geringer Aufwand an Transportmitteln,
Maschinen, Baustoffen und Handarbeit notwendig ist, ist das Verfahren billig.
Die Vermцrtelung wird ausgefьhrt mit Zement, bituminцsen und
chemischen Stoffen. Als Bodenmaterial kommen auЯer Humus fast alle
Bodenarten in Frage, wobei Qualitдtsverbesserungen durch Beimischungen
geeigneter Stoffe (Kies, Sand) erzielt werden kцnnen. Erforderlich ist der
Einsatz einer Bodenvermцrtelungsmaschine, die das Auflockern des Bodens,
das Zerkleinern, das Mischen mit Bindemitteln, das Verteilen und das
Verdichten ermцglicht.
Unterbau aus Beton. Starrer unverformbarer Unterbau wird nur in
Zementbetonbauart errichtet. Die Verkehrslasten werden durch den
Betonkцrper in breiter Flдche auf den Untergrund ьbertragen. Damit die
Betonplatte durch Setzungen des Untergrundes nicht bricht und sich in der
33
32
II
Wie kann der Unterbau hergestellt werden?
Vor allem muss man zwischen starrem und verformbarem Unterbau
unterscheiden.
Der verformbare Unterbau aus Mineralgemischen ermцglicht eine
billige und schnelle Herstellung von StraЯen unter weitgehender Ausnutzung
цrtlicher Baustoffe und maschineller Baumethoden.
Unterbau als Packlage. Dieser Unterbau besteht aus pyramidenfцrmigen Packsteinen, die von Hand dicht aneinander in Reihen versetzt
werden. Nach weiterer Ausfьllung der offenen Oberflдche mit Sand, Kies
oder Splitt erfolgt trockenes Abwalzen. Darauf liegt sich eine 6 cm dichte
Ausgleichschicht aus Schotter, die ebenfalls eingewalzt wird. Die Gesamtdicke
ergibt sich zu 25 bis 35 cm. Statt der Ausfьllung der Packlage mit Sand, Kies
und Splitt, bei welcher Verschiebungen der Packlagesteine mцglich bleiben,
wird Zementmцrtel in die Hohlrдume eingerьttelt. Dieses Verfahren liefert
zwar einen festen Unterbau, ist aber teuer und gilt als unwirtschaftlich, weil
das Setzen der Packsteine einen hohen Kostenaufwand verursacht und sich
fьr die Mechanisierung nicht eignet, deshalb kommt ihre Verwendung nur
selten in Frage.
Unterbau aus Schotter. Wo geeigneter Schotter genьgend vorhanden
ist, wird der Schotterunterbau bevorzugt. Die Schotterbauweise ermцglicht
eine gleichmдЯige Lastenverteilung auf den Untergrund und genьgt bei
entsprechender Dicke auch fьr schwere Verkehrsbeanspruchungen.
Je nach Art der Belastung und des Untergrundes fьhrt man den
Schotterunterbau ein- bis dreilagig aus. Der Schotter kann maschinell mit
einem Verteilergerдt aufgebracht werden. Die einplanierte Schicht wird mit
mittelschwerer Walze festgewalzt und anschlieЯend mit Rьttlern unter Zugabe
von trockenem Sand, Kies und Splitt verdichtet.
Als Kriterium fьr einen brauchbaren Schotterunterbau muss verlangt
werden, dass das Befahren von Lastkraftwagen keine wesentlichen Eindrьcke
hinterlдsst.
Zur VergrцЯerung der Steifheit kann der Schotter anstatt mit Sand und
Kies zur Verfьllung der Hohlrдume auch mit Bindemitteln stabilisiert werden.
Dann kommt der Einbau von Teer- oder Bitumenschotter oder das Einwalzen
eines Mцrtels von Kiessand mit Teer, Bitumen oder Zement in Frage.
Erwдhnt sei, dass auch Versuche mit widerstandsfдhiger Hochofenschlacke gemacht werden.
34
1. Was versteht man unter Unterbau einer StraЯe?
2. Worin bestehen die Vorteile eines verformbaren Unterbaus?
3. Wie wird der Unterbau aus Packlage hergestellt?
4. Wie verbessert man die ErdstraЯen?
5. Woraus besteht die BetonstraЯe?
6. Welche Vor- und Nachteile haben die SchotterstraЯen?
7. Wie erzielt man eine staubfreie StraЯendecke?
8. Was fьr Baumaschinen verwendet man oft im StraЯenbau?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
die Bauart, dauerhaft, verschleiЯfest, vorbereiten, die Wцlbung, die Dicke,
gleichmдЯig, ьbertragen, der Sand, der Kies, der Splitt, die Verschiebung, das
Verfahren, verursachen, der Schotter, aufbringen, verlangen, der Hohlraum,
verwirklichen, der Baustoff, mцglichst, die Leistung, das Gerдt, der Ton,
stattfinden, an Ort und Stelle, der Aufwand, auflockern, zerkleinern, die
Setzung, der Riss, der Nachteil
das Befahren – здесь: проезд
Verkehrsbeanspruchung – грузонапряжённость
eine maschinell eingebaute – механически уложенный
die Wiedereinfьhrung – возобновление
Texterlдuterungen:
Decke keine Risse bilden, muss der Untergrund vor Errichtung des
Betonunterbaus ausreichend verdichtet werden.
Eigentlich bedeutete die Wiedereinfьhrung des starren Betonunterbaus
ein Anknьpfen an antike Baumethoden. Die Anwendung neuzeitlicher, auf
wissenschaftlicher Basis entwickelten Zemente und die moderne
Bautechnologie ermцglichte es, die Nachteile der antiken Bauweisen zu
ьberwinden.
35
Der den Verkehrsbeanspruchungen unmittelbar und am stдrksten
ausgesetzte Teil der StraЯe ist die Decke. Sie unterliegt, im Gegensatz zum
Unterbau, einer stдndigen Abnutzung (daher die Bezeichnung
„VerschleiЯschicht”) und muss von Zeit zu Zeit erneuert werden. Die
Anforderungen an Fahrbahndecken sind nach Verkehrsart und Belastungsstдrke so auЯerordentlich verschieden, dass sich eine sehr groЯe Zahl von
Deckenarten herausgebildet hat.
Sandgeschlдmmte Steinschlagdecken (Makadamdecken). Die
Steinschlagdecke wird gewцhnlich auf einem Packlageunterbau in einer Lage
von 8 – 12 cm Dicke aufgebracht. Die Ausfьhrung geht so vor sich, dass der
Schotter profilgemдЯ aufgebracht und zunдchst ohne Zugabe von Sand oder
Kies, aber unter Wasserzugabe bis zur vцlligen Standfestigkeit gewalzt wird.
Man verwendet hierzu, je nach Hдrte des Gesteins, Walzen von 10–18 t
Gewicht oder entsprechende Vibrationswalzen.
Dann erst werden die Deckstoffe (Sand) ganz dьnn aufgebracht und
unter stдndigem weiterem Walzen eingeschlдmmt.
Die ungeschьtzte Steinschlagdecke widersteht den Beanspruchungen
des modernen Kraftverkehrs nur wenig.
Um die Mдngel der sandgeschlдmmten Steinschlagdecke zu beseitigen,
ist man schon sehr frьh (1872) dazu ьbergegangen, die Schottersteine durch
Zementmцrtel zu binden. So wurde die Zementschotterdecke entwickelt, die
fьr leichten bis mittelschweren Verkehr geeignet ist.
Die bituminцsen Decken, also die mit Bitumen, StraЯenteer oder
bestimmten Mischungen beider Bindemittel hergestellten StraЯenbefestigungen mit ihren zahlreichen verschiedenen Typen gehцren zu den am
hдufigsten verwendeten Deckenarten. Sie kцnnen jeder Verkehrsbeanspruchung angepasst werden, jede vorhandene Decke kann als Unterlage
fьr eine Verstдrkung des Belages genutzt werden.
Die bituminцse Decklage hat nur die Aufgabe, eine StraЯenoberflдche
zu schaffen, die die geforderten Fahreigenschaften hat, niemals aber selbst als
tragende StraЯenbefestigung aufzutreten.
Bituminцse Makadamdecken bestehen aus Schotter, Splitt, Sand und
einem der bekannten bituminцsen Bindemittel.
Stampfasphalt. Diese Deckenart, die frьher vor allem auf stдdtischen
StraЯen weitverbreitete Anwendung fand, ist eine reine VerschleiЯdecke, die
in 5–6 cm Dicke auf Betonunterbau hergestellt wurde. Das Rohmaterial waren
3.4. Oberbau (Decke, VerschleiЯschicht)
36
Merken Sie sich:
aussetzen, der Teil, sich herausbilden, die Zugabe, die Hдrte, dьnn,
walzen, binden, hдufig, verbreitet, das Rohmaterial, vorwiegend, zur
Anwendung kommen, im Umfang, die Lebensdauer, die Ausbesserungsarbeiten, das Verhдltnis, der Zuschlag, verschleiЯfest, verdichten,
vollkommen
einschlдmmen – укладывать методом увлажнения
sandgeschlдmmt – уложенный и уплотнённый с засыпкой песком
Texterlдuterungen:
die natьrlichen Asphaltgesteine, die zerkleinert auf dem Unterbau profilgemдЯ
ausgebreitet und mit Stampfern verdichtet wurden.
Pflasterdecken. Fahrbahndecken aus Steinpflaster gehцren zu den
widerstandfдhigsten Deckenarten, wobei GroЯpflaster vorwiegend auf
schwerbelasteten StadtstraЯen zur Anwendung kommt, Kleinpflaster dagegen
in groЯem Umfang auch auf LandstraЯen und Autobahnen. Vorteile der
Steinpflasterdecken sind ihre auЯerordentlich groЯe Lebensdauer und die
Leichtigkeit der Ausbesserungsarbeiten.
Alle Pflasterarten mьssen auf einem festen Unterbau verlegt werden,
der sich nach der Verkehrsbelastung und nach den Untergrundverhдltnissen
zu richten hat.
Betondecken. Der neuzeitliche BetonstraЯenbau begann etwa in den
90-er Jahren des 19. Jahrhunderts. Bei BetonstraЯen im eigentlichen Sinne
des Wortes bestehen Unterbau und Oberbau aus einer homogenen Betonplatte.
Die Platten kцnnen also zweischichtig ausgefьhrt und jede Schicht gesondert
verdichtet werden.
Bei zweischichtiger Bauweise wird die Oberschicht in etwa 6 – 9 cm
Dicke ausgefьhrt und ihre VerschleiЯfestigkeit durch besonders verschleiЯfeste
Hartgesteinzuschlдge erhцht. Die der Abnutzung durch den Verkehr nicht
ausgesetzte Unterschicht kann aus Kiesbeton bestehen.
Mischen, Einbringen, Abgleichen und Verdichten des Betons erfolgen
vollkommen maschinell durch Spezialaggregate.
37
Wie jedes andere Bauwerk braucht auch die StraЯe einen trockenen,
ausreichend tragfдhigen Untergrund. Deshalb muss sich der
StraЯenbauingenieur besonders eingehend nicht nur mit der дuЯeren
Gelдndegestaltung beschдftigen, sondern er muss auch vertiefte Kenntnisse
der Eigenschaften der Erdrinde, wenigstens ihrer obersten Schichten, haben.
Einerseits ist diese Erdrinde der Baugrund fьr sein StraЯenbauwerk, dann
aber bildet das Material der Erdrinde, der Boden, einen der wichtigsten, dabei
aber in seinen inneren Eigenschaften auЯerordentlich komplizierten Baustoffe.
Von der Art des Bodens hдngt seine Zusammenpressung durch das
Bauwerk und damit die Setzung des Bauwerkes ab. Eine Дnderung des
Wassergehaltes des Bodens kann zu erheblichen Setzungen fьhren, und zwar
kann sowohl eine VergrцЯerung des Wassergehaltes (vgl. Lehm und Ton) als
auch seine Verminderung Setzungen hervorrufen. Bodenschichtungen, die
besonders der Frosteinwirkung unterworfen sind, bilden bei vorschriftsmдЯig
frostfrei gegrьndetem Bauwerk im Allgemeinen keine Gefahr fьr Bauwerke,
sind aber bei der Ausfьhrung von Eisenbahn- und StraЯenbauten von groЯer
Bedeutung.
Die verschiedenen Bodenarten werden wie folgt beurteilt:
1) Fels, gut zug- und schubfest und von geringem Porengehalt, ist der
beste Baugrund.
2) Nichtbindige Bцden (Sand, Kies, Gerцll und ihre Mischungen) sind
nicht zugfest und nur in tieferen Lagen etwas schubfest. Entsprechend den
verhдltnismдЯig groben Poren werden sie merkbar, jedoch im Allgemeinen
nicht ьbermдЯig stark zusammengepresst, wobei das ьberschьssige Wasser
aus den Poren entweicht. Sie sind guter Baugrund. Bindiger Boden ist Ton
und seine Mischungen auch mit nichtbindigen Bodenarten wie sandiger Ton,
Lehm und Mergel. Ton hat ьberaus feine Poren, saugt, wenn auch langsam,
Wasser auf, quillt und wird weich.
3.5. Bodenarten
1. Warum wird der Oberbau der StraЯe als VerschleiЯschicht bezeichnet?
2. Welche Deckarten kennen Sie?
3. Nennen Sie die Vorteile und die Nachteile der bituminцsen Decke!
4. Was ist die Makadambauweise? Warum heiЯt sie so?
Fragen zum Text:
38
Merken Sie sich:
das Bauwerk, tragfдhig, das Gelдnde, die Erdrinde, kompliziert, abhдngen
von, der Wassergehalt, und zwar, der Lehm, hervorrufen, der Fels, zug- und
schubfest, nichtbindig, grob, weich, der Wasserzutritt, wichtig, zerstцren, die
Wirkung, enthalten, der Bestandteil
Texterlдuterungen:
die Lage = die Schicht
entweichen – здесь: уходить
der Grundbau – основание
frostfrei gegrьndetes Bauwerk – сооружение, заложенное ниже
глубины промерзания
Drдnage (читай: дренаже) – дренаж
3) Lehm (Ton mit 30–70% Sand) wird infolge seines Sandgehaltes zwar
nicht ganz so weich durch Wasseraufnahme, erleichtert und beschleunigt sie aber
durch die grцberen Poren des Sandes. Bindiger Boden ist unter Grundbauten mit
Rьcksicht auf sein Weichwerden bei Wasseraufnahme vor Wasserzutritt unbedingt
zu schьtzen (durch Ableiten des Wassers in Rinnen und erforderlichenfalls durch
Drдnage).
Besonders bedenklich als Baugrund ist wasserhaltiger bindiger Boden
dadurch, dass unter der Baulast das Wasser aus den feinen Poren nur sehr
langsam entweicht, so dass das Setzen eines Baues auf bindigen Boden noch
auf lange Zeit, oft noch Jahre hinaus zu erwarten ist.
Mergel ist als fester trockener Kalkmergel ein recht guter Baugrund.
Organische Bцden, in der Baupraxis Mutterboden genannt, sind zwar
niemals eigentliches tragendes Bauelement, sind aber trotzdem im modernen
Ingenieurbau von groЯer Wichtigkeit. Sie dienen im StraЯenbau dazu,
Bцschungen zu befestigen und zu begrьnen, die Erdbaukцrper durch
natьrlichen Pflanzenwuchs vor den zerstцrenden Wirkungen des Wassers zu
schьtzen.
Enthalten der Baugrund und das Grundwasser baustoffschдdliche
Bestandteile, so sind SicherheitsmaЯnahmen vorzusehen, die eine Zerstцrung
des Baues verhindern.
39
Die Linienfьhrung oder Trassierung wird, vom technischen Standpunkt
aus gesehen, durch die Gelдndeverhдltnisse bestimmt. Die Aufgabe, zwei
bestimmte Punkte durch eine StraЯe zu verbinden, besteht in erster Linie darin,
einen Streifen des zwischen diesen Punkten vorhandenen Gelдndes in Breite
und Hцhenlage so umzugestalten, dass die gebrдuchlichen Verkehrsmittel ohne
Schwierigkeit verkehren kцnnen. Das setzt voraus, dass die Gelдndeform in
Ihrer horizontalen und vertikalen Gliederung genau bekannt ist. Als wichtigste
Hilfsmittel zur Beurteilung der Gelдndeformen dienen uns die topographischen
Karten.
Bei der Planung eines neuen Verkehrswegs werden aufgrund von
geodдtischen Messungen die genaue Lage der Trasse geplant und deren
geometrische Parameter erarbeitet und optimiert. Die einzelnen Komponenten
der Trasse sind geografische Lage, Hцhe, Gradient und Querneigung.
Die Trassierungselemente erlauben es, die Trassenfindung zu
optimieren – zwischen einer mцglichst gьnstigen Anpassung an das Gelдnde,
einer guten Fahrdynamik und den wirtschaftlichen Gegebenheiten. Technisch
sind dabei neben kurzem Wegverlauf zu beachten: Grenzwerte fьr Steigung
und Kurvenradien der Trasse, minimale „Gelдndebewegung” und
Entwдsserung sowie geringe Beeintrдchtigung von Anrainern und
Grundstьcken.
Aber nicht nur die Form der Gelдndeoberflдche interessiert den
planenden Ingenieur, auch ihre geologische Beschaffenheit (Bodenarten) sind
von Bedeutung. Alle diese Gesichtspunkte mьssen bei der Wahl einer Strecke
fьr die StraЯe, anhand entsprechenden Kartenmaterials, dann aber auch durch
sorgfдltige цrtliche Studien im Gelдnde untersucht werden. Dabei sind stets
alle technischen, wirtschaftlichen und дsthetischen Faktoren im Zusammenhang zu betrachten.
3.6. Linienfьhrung
1. Welche Bodenarten unterscheidet man?
2. Welche Bodenarten eignen sich gut als Baugrund?
3. Wie kann man das Setzen eines Bauwerkes vermeiden?
4. Welche Bodenarten sind schlechter Baugrund?
Fragen zum Text:
40
Merken Sie sich:
die Linienfьhrung, die Schwierigkeit, verkehren, voraussetzen, das Hilfsmittel,
die Beurteilung, erarbeiten, beachten, gering, von Bedeutung sein, betrachten,
das Gelдnde, flach, der Hьgel, das Bergland, das Hochgebirge, scharf, es
kommt darauf an, die TalstraЯe, der Strom, infolge, der Querschnitt, die Wahl,
erwarten, die Verkehrsbelastung
Fragen zum Text:
ein tief eingeschnittenes Tal – глубокая долина, ущелье
Anlagekosten – капиталовложения, стоимость прокладки
Unterhaltungskosten – расходы по содержанию в исправности
luftig – здесь: продуваемый ветром
Texterlдuterungen:
Allgemein unterscheidet man vier Gelдndeklassen: Flachland, Hьgelland,
Bergland, Hochgebirge. Es ist verstдndlich, dass bei FlachlandstraЯen hinsichtlich
der Gelдndeform kaum Schwierigkeiten bei der Trassierung auftreten. Das
Kennzeichen der FlachlandstraЯen ist daher auch eine Linienfьhrung mit
schwachen Neigungen. Im Hьgelland, und noch stдrker im Bergland, zwingt die
Gelдndeform zu hдufigen, scharfen Krьmmen und zu starken Neigungen.
Es kommt bei der Planung einer StraЯe darauf an, sich so weit wie mцglich
dem Gelдnde anzupassen.
Ihrer Hцhenlage nach unterscheidet man bei den LandstraЯen auch
TalstraЯen und HochstraЯen.
Die TalstraЯen folgen dem Laufe der Gewдsser und mьssen sich mehr
oder weniger den natьrlichen Windungen der Tдler anpassen. Bei groЯen
Strцmen findet man hдufig auf beiden Ufern je eine StraЯe (UferstraЯe). In
eingeschnittenen Tдlern der Gebirgsflьsse sind oft erhebliche Felsarbeiten
und Stьtzmauern nцtig.
HochstraЯen folgen den Wasserscheiden der Hцhenzьge. Bei guter
Anpassung an das Gelдnde sind ihre Anlagekosten niedrig. Kunstbauten meist
nur in geringem AusmaЯe erforderlich. Ihre Unterhaltungskosten sind infolge
der trockenen, luftigen Lage ebenfalls niedrig.
Fьr die Linienfьhrung, Ausbildung der Querschnitte und Wahl der
StraЯenbefestigung ist eine mцglichst zuverlдssige Vorausbestimmung der zu
erwartenden Verkehrsbelastung von Bedeutung.
41
Die Gestaltung des StraЯenquerschnittes hдngt von verkehrlichen,
baulichen und wirtschaftlichen Anforderungen sowie von politischen
Gegebenheiten und der Einstellung der zustдndigen Behцrde ab.
Neben der technisch, wirtschaftlich und дsthetisch ьberzeugenden
Lцsung der Linienfьhrung ist die Gestaltung der StraЯenquerschnitte von
ausschlaggebender Bedeutung fьr die verkehrstechnische Leistungsfдhigkeit
der StraЯe. Die moderne StraЯe wird fьr den Kraftverkehr gestaltet. Alle
anderen Benutzer – Fuhrwerke, Radfahrer, FuЯgдnger – stцren den
motorisierten Verkehr, da sie viel langsamer als das Kraftfahrzeug sind. Wo
sie aber nebeneinander verkehren mьssen, stellt das eine der grцЯten
Gefahrenquellen dar. Es muss daher in jedem Falle sorgfдltig geprьft werden,
ob nicht wenigstens fьr den Radfahrer und eventuell fьr den FuЯgдnger
besondere Verkehrsstreifen errichtet werden kцnnen. In den Stдdten und
Siedlungen wird das in der Regel der Fall sein. Aber auch die LandstraЯen
sollen in Zukunft mehr als bisher mit Radwegen versehen werden.
Linienfьhrung und Querschnittgestaltung bilden zusammen den Charakter
der StraЯe.
Grundsдtzlich ist zwischen innerstдdtischen und auЯerstдdtischen
Querschnitten zu unterscheiden, da die Bestandteile und die Anforderungen
verschiedenartig sind.
Die Elemente des StraЯenquerschnitts von AuЯerortsstraЯen sind der
Fahr- und Randstreifen, sie bilden die Fahrbahn. Zusдtzliche Bestandteile sind
die Trennstreifen (Mittelstreifen, Seitentrennstreifen), befestigte Seitenstreifen
(Standstreifen, Mehrzweckstreifen), Bankette, Entwдsserungsrinnen und
Bцschungen, sowie Geh- und Radwege.
Die Fahrbahn darf mit Fahrzeugen befahren werden, setzt sich aus
einem oder mehreren Fahrstreifen zusammen und bildet den befestigten Teil
der StraЯe. Eine StraЯe kann aus mehreren Fahrbahnen bestehen, die wiederum
mehrere Fahrstreifen besitzen kцnnen. Autobahnen und autobahnдhnliche
3.7. Querschnittgestaltung
1. Was versteht man unter Linienfьhrung?
2. Was hat der StraЯenbauingenieur bei der Linienfьhrung zu beachten?
3. Welche Klassen der Gelдndeoberflдche kennen Sie?
4. In welche Gruppen werden die LandstraЯen ihrer Hцhenlage nach eingeteilt?
42
BundesstraЯen sind mit zwei so genannten Richtungsfahrbahnen mit jeweils
mehreren Fahrstreifen und Seitenstreifen ausgestattet. Die beiden
Richtungsfahrbahnen sind durch eine bauliche Vorrichtung (beispielsweise
ein Mittelstreifen mit Schutzplanke) getrennt. Durch diese MaЯnahme wird
die Sicherheit insbesondere auf StraЯen mit hoher Reisegeschwindigkeit erhцht
und die Blendgefahr durch Gegenverkehr vermindert.
Am Rand der Fahrbahn befindet sich innerhalb von Ortschaften und
Stдdten ein baulich erhцhter FuЯgдngerweg oder Gehsteig. Der Radverkehr
kann dabei entweder auf dem Gehweg oder auf einem auf gleicher Hцhe
verlaufenden, abmarkierten Radfahrstreifen neben der Fahrbahn gefьhrt
werden.
Der StraЯenquerschnitt setzt sich je Fahrstreifen aus dem Raumbedarf
des Bemessungsfahrzeuges (auЯerorts 2,50 m Breite, 4,0 m Hцhe, innerorts
differenziert), den Bewegungsspielrдumen (innerorts 0,125-0,25 m, auЯerorts
bis 1,25 m Breite, 0,20 m Hцhe) und situationsabhдngigen Breitenzuschlдgen
fьr Begegnen, Nebeneinander- und Vorbeifahren (innerorts bis zu 0,50 m,
auЯerorts generell 0,50 m) zusammen.
Mindestbedingung fьr die StraЯenbreite ist, dass zwei sich begegnende
Fahrzeuge gefahrlos aneinander vorbeifahren kцnnen oder dass von zwei in
gleicher Richtung fahrenden das schnellere Fahrzeug das langsamere ьberholen
kann.
Der Randstreifen bildet den AbschluЯ der Fahrbahn und verhindert
ein Abbrechen der Fahrbahnkante. Im innerstдdtischen Bereich ist der
Randstreifen durch eine Entwдsserungsrinne mit Bordstein ersetzt. An den
StraЯenrand schlieЯt auЯerorts das Bankett an. Es dient als unbefestigter
Seitenstreifen und kann Einrichtungen der StraЯenausstattung (beispielsweise
Verkehrsbeschilderung oder Schutzplanken) aufnehmen.
Der Seitenstreifen wird neben der Fahrbahn im Anschluss an den
Randstreifen angeordnet. Er dient dabei nicht dem flieЯenden Verkehr und ist
nicht Teil der Fahrbahn. Im Unterschied zum Bankett ist der Seitenstreifen
befestigt, jedoch in geringerem MaЯe als die Fahrbahn. Es ist zwischen dem
Standstreifen und dem Parkstreifen zu unterscheiden. Ein Standstreifen
(Pannenstreifen) dient im Wesentlichen zum Anhalten eines Kraftfahrzeugs
im Notfall, ohne dass der flieЯende Verkehr beeintrдchtigt wird. Er wird
ьberwiegend an Autobahnen und autobahnдhnlichen BundesstraЯen mit
Richtungsfahrbahnen eingerichtet. Der Seitenstreifen ьbernimmt im
43
Merken Sie sich:
der StraЯenquerschnitt, die Gegebenheiten, ausschlaggebend, die
Leistungsfдhigkeit, stцren, langsam, die Gefahrenquelle, darstellen, prьfen,
der Radfahrer, eventuell, zusдtzlich, der Mehrzweckstreifen, das Bankett, sich
zusammensetzen aus, besitzen, der Gegenverkehr, ьberholen, der Randstreifen,
die Rinne, anordnen, der Umweltschutz, die Querneigung, der Wert, erhцhen
Querschnittgestaltung = Querschnittausbildung – поперечный
профиль, устройство поперечного профиля
verkehrstechnische Leistungsfдhigkeit der StraЯe – пропускная
способность дороги
die Richtungsfahrbahn – проезжая часть для одностороннего
движения
Aquaplaning – скольжение по мокрой поверхности
Texterlдuterungen:
innerstдdtischen Bereich die Funktion als Parkstreifen. In diesem Fall kцnnen
Kraftfahrzeuge neben der Fahrbahn dauerhaft abgestellt werden.
Der Querschnitt einer StraЯe soll aus verkehrsplanerischer Perspektive
so gewдhlt sein, dass die anstehende Verkehrsbelastung sicher und zuverlдssig
abwickelt werden kann und eine ausreichende Verkehrsqualitдt gewдhrleistet
ist. Dabei sind die Belange der Wirtschaftlichkeit (Bau- und Unterhaltungskosten) und des Umweltschutzes sowie Betroffenheiten der Anwohner
(Lдrmschutz, Immissionsschutz) zu beachten.
Bei der Betrachtung des StraЯenquerschnittes ist neben den einzelnen
Bestandteilen auch die Querneigung von Fahrbahn sowie Geh- und Radwege
erkennbar. Es wird dabei zwischen den beiden Querneigungsformen
Einseitenneigung und Dachformneigung unterschieden. Die Querneigung der
Fahrbahn dient zur StraЯenentwдsserung und ergibt zusammen mit der
Lдngsneigung (falls vorhanden) die Schrдgneigung der StraЯe. Fehlende
Querneigung erzeugt Wasserflдchen auf der Fahrbahn, welche die
Aquaplaning-Gefahr erhцhen oder zur Glatteisbildung beitragen. Zweistreifige
AuЯerortsstraЯen werden mit einer Einseitenneigung ausgestattet, wogegen
im innerstдdtischen Bereich in der Regel das Dachprofil anzutreffen ist.
Mindestquerneigung ist 2,5%, dieser Wert kann bei unebenen Fahrbahnbelдgen
(Pflasterbelag) erhцht werden.
45
44
1. Переведите следующие сложные существительные:
4. Лексико-грамматические упражнения
1. Was sind Kunstbauten?
2. Wo verwendet man Brьcken und wo Durchlдsse?
3. Was fьr Baustoffe wдhlt man fьr Kunstbauten?
Fragen zum Text:
Merken Sie sich:
nennen, das Gebдude, der Durchlass, die Stьtzmauer, kreuzen, in der Lage
sein, berьcksichtigen, die Kosten, maЯgebend, die Bodensenkung, der Damm,
der Bach, der Niederschlag, eine lichte Weite, das Gewцlbe, das Rohr, steil,
bemessen, standfest, genьgend
ьberschreiten – здесь: пересекать
der Baubetriebsplan – план производства работ
abbцschen – делать откос
der StraЯenbau, die StraЯenbautechnik, die BetonstraЯe, der StraЯenbeton,
der Verkehrsweg, die HauptverkehrsstraЯe, der Kraftfahrzeugverkehr, die
Texterlдuterungen:
Bдche den Damm passieren kцnnen, aber auch, damit bei Niederschlдgen
anfallendes Wasser sich nicht auf einer Dammseite anstaut und den Verkehrsweg
unterspьlt. DefinitionsgemдЯ haben Durchlдsse eine lichte Weite von maximal
2 m und sind dadurch von Brьcken unterschieden. Nach der Bauweise werden
Durchlдsse in Platten-, Gewцlbe- oder Rohrdurchlдssen unterteilt.
Stьtzmauern finden Verwendung, wenn Dдmme oder Einschnitte
(wegen Platzmangel) sehr steile Bцschungen erhalten sollen. Die Stьtzmauer
ist ein Bauwerk, das zur Sicherung von Einschnitts- und Dammbцschungen
dient. Wenn eine Erdmasse sehr steil abgebцscht werden soll, so ist es
notwendig, vor derselben eine stьtzende Wand auszufьhren. Auch ist die Stдrke
der Stьtzmauer so zu bemessen, dass sie standfest ist und den дuЯeren Angriffen
genьgend Widerstand leistet.
KunststraЯen pflegt man jene mit der StraЯe im Zusammenhang
stehenden Bauwerke zu nennen, welche weder Erd- noch Hochbauten
(Gebдude) sind. Zu den Kunstbauten gehцren Brьcken, Durchlдsse und
Stьtzmauern.
An Stellen, wo die StraЯe irgendeinen Verkehrsweg, eine Land- oder
WasserstraЯe in ungleicher Hцhenlage ьberschreitet, wo sie einen Wasserlauf
kreuzt, verwendet man Kunstbauten, welche bei betrдchtlicher GrцЯe Brьcken,
auЯerdem aber Durchlдsse genannt werden.
In vielen Fдllen ist die Stelle, wo eine Brьcke ausgefьhrt werden soll,
vorgezeichnet. Ist der Bauingenieur dagegen in der Lage, selbst den Standort
zu wдhlen, so hat er vor allem eine Stelle aufzusuchen, an der die Brьcke eine
geringe Lдnge und Hцhe, sowie eine geeignete Richtung erhalten kann, wo
sich die Grьndung einfach gestaltet und wo das Bauwerk mцglichst gesichert
ist. Dabei hat er den Baubetriebsplan zu berьcksichtigen, der die besten
ZufahrtstraЯen zur Baustelle angibt.
Bei der Wahl der Baustoffe fьr Kunstbauten hat man die Dauerhaftigkeit
und die Herstellungskosten zu berьcksichtigen.
In einzelnen Fдllen ist auch die Beschaffenheit des Untergrundes
maЯgebend, falls der Baugrund nicht genьgend Sicherheit gewдhrleistet.
Durchlдsse sind erforderlich, wenn von der StraЯe Bodensenkungen
ьberschritten werden, in welchen bestдndig oder zeitweilig Wasser flieЯt, und
wenn es sich darum handelt, den Wasserlauf in einem Graben offen zu halten.
Ein Durchlass ist ein Bauwerk im Erdkцrper eines Verkehrsweges, das den
Durchtritt von Wasser ermцglicht. Durchlдsse werden gebaut, damit kleine
3.8. Kunstbauten
1. Welche Querschnitte unterscheidet man?
2. Was sind die Bestandteile des StraЯenquerschnitts?
3. Mit welchen Streifen sind Autobahnen ausgestattet?
4. Wodurch wird die StraЯenbreite bedingt?
5. Wozu dient das Bankett?
6. Worin besteht der Unterschied der Benutzung des Seitenstreifens im innerund auЯerstдdtischen Bereich?
7. Wozu dient die Querneigung der Fahrbahn?
Fragen zum Text:
46
die дlteste StraЯe, die frьhesten Stдdte, die grцЯeren Steine, bessere und billigere
Methoden, die oberste Schicht, tiefere Lagen, frьhere Techniken, der beste
Baugrund, eine bequemere Fahrbahn, hцherer Widerstand, die anerkanntesten
4. Определите степени сравнения прилагательных в следующих словосочетаниях и переведите:
geplante StraЯennetze, die existierende SteinstraЯe, die befestigte LandstraЯe,
der erreichte Stand, die entscheidende Entwicklung, die gewцlbte Decklage,
der geneigte Untergrund, die tragende Schicht, gebrochenes Gestein, die
ungeschьtzte Steinschlagdecke, behauene Pflastersteine, unbefestigter
Seitenstreifen, die wasserableitende Schicht, dampfbetriebene Maschinen,
steingepflasterte StraЯen, die zu erwartende Verkehrsbelastung, das
abzuleitende Wasser,
3. Определите, от каких глаголов образованы причастия I и II, образующие
следующие словосочетания, и переведите:
a) entwickeln – die Entwicklung, untersuchen – die Untersuchung
ausfьhren – die Ausfьhrung, anwenden – die Anwendung,
beanspruchen – die Beanspruchung, entlasten – die Entlastung,
verstдrken – die Verstдrkung, verringern – die Verringerung
vertiefen – die Vertiefung, ausschachten – die Ausschachtung
b) reisen – das Reisen, fahren – das Fahren, mischen – das Mischen,
bestehen – das Bestehen, abflieЯen – das AbflieЯen,
rennen – das Rennen, halten – das Halten, parken – das Parken,
verteilen – das Verteilen, verdichten – das Verdichten,
auflockern – das Auflockern, abgleichen – das Abgleichen,
zerkleinern – das Zerkleinern, einwalzen – das Einwalzen,
setzen – das Setzen, einbringen – das Einbringen
2. Переведите следующие глаголы и производные от них существительные:
StraЯenoberflдche, das Oberflдchenwasser, der Grundwasserspiegel, das
Steinpflaster, der Pflasterstein, die Betonfahrbahn, die Fahrbahndecke, die
Zementschotterdecke, die Ringautobahn, die Autobahnanschlussstelle
47
1) Viele Menschen benutzen noch heute die StraЯen, die seit Altertum
geschaffen wurden.
2) Eine StraЯe ist ein begeh- und befahrbarer Verkehrsweg, der von FuЯgдngern
und verschiedenen Fahrzeugen benutzt wird und glatte Oberflдche hat.
3) Nach dem ersten Weltkrieg wurden in groЯem Umfange bituminцse
Oberflдchenbehandlungen ausgefьhrt, denen bald auch schwerere bituminцse
Bauweisen folgten.
4) Wir kцnnen jetzt nicht sagen, durch wen die erste befestigte LandstraЯe
entstanden ist.
5) China verfьgte ьber ein ausgedehntes Netz von StraЯen, von denen einige
gepflastert waren.
6) Die Tragschicht bestand aus Bruchsteinen, deren Form kompakter war als
bei frьheren Techniken.
7) Die entscheidende Entwicklung der chinesischen StraЯen setzte unter dem
Kaiser Shi ein, wдhrend dessen Regierungszeit die chinesische Mauer erbaut
wurde.
6. Переведите предложения с определительными придаточными:
1) Der StraЯenbauingenieur muss sich nicht nur mit der дuЯeren
Gelдndegestaltung beschдftigen, sondern er muss auch vertiefte Kenntnisse
der Eigenschaften der Erdrinde haben.
2) Sowohl eine VergrцЯerung des Wassergehaltes des Bodens als auch seine
Verminderung kann Setzungen hervorrufen.
3) Die Fahrbahnbefestigung kann entweder als Beton- oder als Asphaltbelag
ausgefьhrt sein.
4) Barbarische Vцlker, Erben des rцmischen StraЯennetzes, kannten weder
Stдdte noch eine zentrale Staatsmacht.
5) Die Herstellung des Planums erfolgt entweder bei klienen Flдchen mit der
Hand oder bei groЯen Flдchen mit Hilfe von Planierraupen oder Gradern.
6) Je schwдcher der Untergrund und je grцЯer die Verkehrsbeanspruchungen
sind, desto dicker und fester muss der Unterbau sein.
5. Переведите предложения с парными союзами:
StraЯenbaumeister, geringere Geschwindigkeiten, der feinere Belag, in geringerem
MaЯe, die widerstandfдhigsten Deckenarten
48
1) Die Rцmer haben viele Elemente ihrer StraЯenbaukunst den unterworfenen
Vцlkern zu verdanken.
2) Aus der Geschichte des vorrцmischen StraЯenbaus sind besonders die
griechischen StraЯen zu nennen.
3) Aus der GrцЯe des keltischen Heeres lдsst sich schlieЯen, dass die englischen
Pfade eine harte Oberflдche hatten.
4) Das wichtigste Universalgerдt, das die StraЯenbauarbeiten auszufьhren hat,
ist der MotorstraЯenhobel.
5) Das StraЯennetz des Rцmischen Reiches verfiel schneller als vorauszusehen war.
6) LandstraЯen lassen sich in Bundesautobahnen, StaatsstraЯen, BundesstraЯen
und GemeindestraЯen einteilen.
7) Kunstbauten pflegt man jene Bauwerke zu nennen, welche weder Erdnoch Hochbauten sind.
8. Переведите предложения, имеющие модальные конструкции с Infinitiv:
1) Als Metallwerkzeuge aufkamen, war man in der Lage, Steine zu Platten zu
verarbeiten.
2) Die Verkehrsfьhrung wird auf der Umleitungsstrecke wiederholt, bis der
Verkehrsteilnehmer das Ende der Umleitungsstrecke erreicht hat.
3) Viele Jahre lang, auch nachdem fortschrittlichere StraЯenbautechniken
entwickelt worden waren, wurde die Methode von Telford immer noch benutzt.
4) Da diese Bauweise auf Handarbeit beruht, so ist dieser StraЯenbau teuer.
5) Jede Autobahn ist mit Telefonhilfestellen ausgerьstet, damit Wagen der
technischen Hilfwerke schnell zur Stelle kommen kцnnen.
6) Es muss geprьft werden, ob nicht fьr den Radfahrer und eventuell fьr den
FuЯgдnger besondere Verkehrsstreifen errichtet werden kцnnen.
7) Die StraЯendecke kann als Pflasterung ausgefьhrt werden, indem natьrliche
oder kьnstliche Steine von Hand verlegt und festgestampft werden.
8) Ein Sandstreifen dient zum Anhalten eines Kraftfahrzeugs im Notfall, ohne
dass der flieЯende Verkehr beeintrдchtigt wird.
9) Wird die obere Frostschutzschicht mit Bindemitteln verfestigt, so bildet
diese Schicht eine selbstдndige Tragschicht.
10) Keine der oben erwдhnten StraЯen konnte als Autobahn gelten, auch wenn
die Abweichungen gering waren.
7. Определите тип придаточных предложений и переведите:
49
1) Dann kam eine weitere Schicht Schotter, um eine ebene Decke zu schaffen.
2) Die Zwischenrдume wurden mit grobem Schotter ausgefьllt, um eine
seitliche Verschiebung zu verhindern.
3) Es ist wichtig, den Verkehr um die Stadt zu fьhren, um diese zu entlasten.
4) An den meisten Autobahnen befinden sich Autobahnparkplдtze, um den
Autobahnbesitzern eine Mцglichkeit zu geben, sich zu erholen.
5) Jede Autobahn besitzt mehrere Bedarfsumleitungen, um dem Verkehrsteilnehmer die Mцglichkeit zu geben, einen Stau umfahren zu kцnnen.
10. Переведите предложения с союзными инфинитивными оборотами:
1) So haben den Britanniern ihre guten StraЯen geholfen, Cдsar und seine
Legionen zu schlagen.
2) Die Versuche, die rцmische Bauweise zu kopieren, erwiesen sich als
ineffektiv.
3) Die moderne Bautechnologie ermцglichte es, die Nachteile der antiken
Bauweisen zu ьberwinden.
4) Die Beteiligung am Bau von StraЯen gab Tresaguet Gelegenheit, neue,
bessere und billigere Methoden des StraЯenbaus zu entwickeln.
5) Es wurde mцglich, lose mineralische Stoffe, wie Kies und Steinschlag, zu
monolithischen Baukцrpern zu verbinden.
6) Hauptziel ist es, die Umfahrung einer StraЯe schneller und somit
verkehrsgьnstiger zu gestalten.
7) Telford wurde von der Britischen Regierung beauftragt, eine Untersuchung
ьber TransportmaЯnahmen durchzufьhren.
8) Der Unterbau hat die Aufgabe, die Verkehrslasten gleichmдЯig auf den
Baugrund zu ьbertragen und auf mцglichst groЯe Flдche zu verteilen.
9) Die britischen StraЯenbauer vor Telford hatten die Notwendigkeit, den
Wasserfluss zu steuern und fьr gute Entwдsserung zu sorgen, weitgehend
ignoriert.
10) Das Planum wird unterhalb von Verkehrswegen zur Seite geneigt, um die
Entwдsserung sicherzustellen und ein Aufweichen des Erdbauwerkes zu
verhindern.
9. Переведите предложения с инфинитивными оборотами (зависимым
инфинитивом):
50
1) Spдter gingen die rцmischen StraЯenbauer dazu ьber, die Hauptstrecken
als solide StraЯen anzulegen.
2) Der stetige Verfall des StraЯenbelags hatte McAdam dazu gebracht, nach
Alternativen zu den damals ьblichen Methoden des StraЯenbaus zu suchen.
3) Das Geheimnis der Decke bestand darin, dass die SteingrцЯe geringer war
als die ьbliche Breite der Eisenreifen von Kutschen.
4) Autobahnen sind baulich dafьr ausgelegt, groЯe Verkehrsstдrken
abzuwickeln.
5) Das rechtwinklige StraЯennetz der typischen amerikanischen GroЯstadt
lud dazu ein, die Autobahn bis in die Stadt hineinzufьhren.
6) Verstдndlicherweise hatten die Bewohner der Vorstдdte etwas dagegen,
dass ihre Wohngebiete zerstцrt werden sollten.
12. Переведите предложения с коррелятами (местоименными наречиями)
перед инфинитивными оборотами и придаточными предложениями:
1) Um 4000 v. Chr. wurde um Glastonbury einige Pfade gebaut. Dazu gehцrt
die дlteste StraЯe der Welt.
2) Um 2000 v. Chr. war man in der Lage, Steine zu Platten zu verarbeiten und
die StraЯen damit zu pflastern.
3) In die Auskofferung legte man eine Lage groЯer plattiger Steine und darauf
eine Schicht Grobsteinschlag.
4) Worin bestand McAdams Neuerung?
5) Die Nachrichten wurden durch Kuriere zu FuЯ oder zu Pferde ьbermittelt,
und dazu genьgte jeder Pfad.
6) Die Griechen betrachteten die Spurrinnen als den eigentlichen Weg. Was
seitlich und dazwischen lag, war weniger wichtig.
7) Nach diesem Entwurf wurden die QuerstraЯen mit dem Hauptverkehr unter
die Oberflдche verlegt und der цrtliche Verkehr auf Brьcken darьbergeleitet.
11. Найдите местоименные наречия и переведите предложения с ними:
6) Eine Ringautobahn ermцglicht dem Transitverkehr, um eine Stadt
herumzufahren.
7) Die Verkehrsteilnehmer kцnnen die Stadt von allen Richtungen anfahren,
ohne durch den Stadtkern fahren zu mьssen.
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1) Unter StraЯen versteht man die dem цffentlichen Verkehr gewidmeten
StraЯen, Wege und Plдtze.
2) Unter den von Menschenhand geschaffenen Werken sind StraЯen etwas
ganz AuЯerordentliches.
3) Das europдische Mittelalter war hinsichtlich der Entwicklung der
StraЯenbautechnik ein Rьckschritt gegenьber dem in der Antike erreichten Stand.
4) Die mit Teer behandelten StraЯenoberflдchen setzten der Abnutzung durch
den Verkehr hцheren Widerstand als die ungeschьtzten.
5) Eines der Mittel zur Bekдmpfung der Staubentwicklung war der als billiges
Abfallprodukt zur Verfьgung stehende Gasanstaltteer.
6) Zur Instandsetzung des wдhrend der Kriegsjahre heruntergewirtschafteten
StraЯennetzes wurden bituminцse Oberflдchenbehandlungen ausgefьhrt.
7) Das Planum ist die unmittelbar unter dem Oberbau liegenge und plangerecht
bearbeitete Oberflдche des Unterbaus.
8) Die mit Bitumen, StraЯenteer oder bestimmten Mischungen beider
Bindemittel hergestellten StraЯenbefestigungen gehцren zu den am hдufigsten
verwendeten Deckenarten.
9) Der Boden bildet einen der wichtigsten, dabei aber in seinen inneren
Eigenschaften auЯerordentlich komplizierten Baustoffe.
10) Die AnliegerstraЯe ist fьr den Zugang oder die Zufahrt zu den an ihr
gelegenen und dem Wohnen oder der wirtschaftlichen Betдtigung dienenden
Grundstьcken bestimmt.
11) Die StraЯenbauer waren sich noch nicht klar darьber, welche alle bisherigen
Begriffe von der verkehrstechnischen Beanspruchung der StraЯe umstoЯende
Entwicklung mit dem Bau des ersten Lastkraftwagens
eingeleitet wurde.
13. Найдите распространённое определение и существительное, к
которому оно относится, и переведите предложения:
7) Es gibt keine Entschuldigung dafьr, dass StraЯenbauingenieure mit ihrem
regionalen und transkontinentalen System von Verkehrsadern in die Stдdte
einfallen.
8) Eine wichtige Weiterentwicklung bestand darin, dass man bei den Stadtund Vorortautobahnen ein grцЯeres Gewicht auf die Menge der befцrderten
Personen legte, indem man Bussen und vollbesetzten Pkws den Vorrang –
meist auf einer eigenen Fahrspur – gab.
52
1) Hier seien die StraЯen Nordeuropas erwдhnt.
2) Hдtte diese StraЯe nicht einen schmalen ungeschьtzten Mittelstreifen gehabt,
kцnnte sie als die erste Autobahn der Welt gelten.
3) Erwдhnt sei, dass auch Versuche mit widerstandsfдhiger Hochofenschlacke
gemacht werden.
14. Определите функции Konjunktiv и переведите:
53
Подписано к печати 22.12.08. Формат 60u80 1/16. Бум. офсетная.
Усл .печ. л. 3,1. Тираж 150 экз. Заказ 133. «С» 52.
Санкт-Петербургский государственный архитектурно-строительный университет.
198005, Санкт-Петербург, ул. 2-я Красноармейская, 4.
Отпечатано на ризографе. 198005, Санкт-Петербург, 2-я Красноармейская ул., 5.
Компьютерная верстка И.А.Яблоковой
Составитель Аладько Светлана Анатольевна
для студентов I–II курсов специальности 270205 –
автомобильные дороги и аэродромы
Задание № 6
НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК
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